[0001] Die Erfindung betrifft eine Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung, insbesondere
für Betonteil oder dgl., die ein Anschlußteil und ein Verankerungsteil umfaßt.
[0002] Das Verankerungsteil hat bei einer derartigen Vorrichtung die Aufgabe, den Halt der
Vorrichtung im Betonteil zu verbessern, während das Anschlußteil an der Außenseite
des Betonteils zugänglich ist und mit einem Abhebewerkzeug oder einem Verbinder verbunden
werden kann. Die Verbindung mit einem Abhebewerkzeug wird beim Transport des Betonteiles
gewählt, während mit dem Verbinder am Einsatzort eine Verbindung zwischen zwei Betonteilen
hergestellt wird. In jedem Fall bleibt die Vorrichtung aus Anschlußteil und Verankerungsteil
im Betonteil verloren eingebettet. Es handelt sich bei der Vorrichtung also um ein
Massenerzeugnis, das sehr billig hergestellt werden soll und dennoch eine ausreichende
Tragkraft aufweisen muß.
[0003] Eine weitere Schwierigkeit bei einer derartigen Vorrichtung besteht darin, daß das
Anschlußteil zumindest im Bereich seiner Stirnseite am Betonteil freiliegt. Wird die
Vorrichtung zur Verbindung von Betonteilen eingesetzt, dann ist dieser Bereich den
atmosphärigen Einflüssen ausgesetzt. Bei der Materialauswahl fallen daher für eine
derartige Vorrichtung die billigen Beton-und Baustähle aus und es muß auf Edelstähle
oder veredelte Oberflächen ausgewichen werden. Diese Edelstähle bzw. veredelten Teile
sind jedoch wesentlich teurer und bringen daher eine ganz beachtliche Verteuerung
einer derartigen Vorrichtung mit sich. Besonders dann, wenn der größte Teil der Vorrichtung
im Betonteil eingebettet ist, vermag diese Ausgestaltung nicht zu befriedigen.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung der eingangs
erwähnten Art so zu gestalten, daß sie im Hinblick auf den Material- und Herstellungsaufwand
wesentlich verbilligt werden kann, ohne jedoch Einbußen an Tragkraft in Kauf nehmen
zu müssen.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Anschlußteil und das
Verankerungsteil aus unterschiedlichen Metallen und/oder mit verschiedenen Oberflächen
als getrennte Teile ausgebildet sind, die mittels Reibschweißung fest und unlösbar
miteinander verbunden sind. Durch die Aufteilung der Vorrichtung in zwei Teile und
ihre Verschweißung durch Reibung ergeben sich Ausgangsteile für die Vorrichtung, die
schnell und billig hergestellt und ohne Spannungsfelder, d.h. ohne Beeinträchtigung
der Tragkraft, fest und unlösbar miteinander verbunden werden können. Die Reibschweißung
ist ein Arbeitsvorgang, der leicht beherrschbar und wesentlich schneller ausführbar
ist als die üblichen Schweißungen. Außerdem erlaubt die Unterteilung der Vorrichtung
in ein Anschlußteil und ein Verankerungsteil eine optimale Materialanpassung. So kann
z.B. aus Kostengründen vorgesehen sein, daß das Anschlußteil aus Edelstahl bzw. mit
veredelter Oberfläche und das Verankerungsteil aus Beton- bzw. Baustahl mit unbearbeiteter
Oberfläche bestehen. Diese Auslegung reicht vollkommen aus, da nur das Anschlußteil
den atmosphärischen Einflüssen ausgesetzt ist. Es läßt sich dadurch eine erhebliche
Kostenersparnis durch Reduzierung des Anteils an Edelstahl bzw. an veredeltem Material
erreichen. Das im Betonteil eingebettete Verankerungsteil der Vorrichtung kann dagegen
aus billigem Beton- oder Baustahl hergestellt sein. Außerdem lassen sich auf diese
Weise auch Anker- und/oder Verbindungsvorrichtungen herstellen, deren Teile aus unterschiedlichen
Materialien bestehen.
[0006] Eine besonders einfache Ausgestaltung der neuen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußteil als Bolzen mit Gewindeteil ausgebildet ist und daß der Bolzen
mit seinem gewindefreien Ende mittels Reibschweißung mit einer Ankerplatte als Verankerungsteil
verbunden ist. Der Bolzen mit dem Gewindeteil ist genauso wie die Ankerplatte in bekannten
Arbeitsgängen billig herstellbar, wobei die Ankerplatte rechteckigen, quadratischen
oder runden Querschnitt aufweisen kann. Die Reibschweißung wird einfach dadurch ausgeführt,
daß ein Teil, z.B. der Bolzen, an dem anderen Teil, z.B. der Ankerplatte, unter Druck
anliegt und in schnelle Drehbewegungen versetzt wird. Nach einer ausreichenden Erwärmung
wird die Drehbewegung beendet und die Teile werden unter Erhöhung des Druckes gegeneinander
gepreßt.
[0007] Der Materialaufwand an teuerem Edelstahl bzw. an veredeltem Metall kann bei einer
derartigen Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung dadurch noch mehr reduziert werden,
daß das Gewindeteil selbst als getrenntes Teil mittels Reibschweißung mit einem Bolzen
mittels Reibschweißung verbunden ist. Das Gewindeteil bleibt bei dieser Vorrichtung
teilweise frei und dient zum Anschluß eines Abhebewerkzeuges oder eines Verbinders
mit einem Gewindeloch. Bei dieser Ausgestaltung braucht.nur noch das Gewindeteil aus
Edelmetall bestehen, oder muß allein mit einer veredelten Oberfläche versehen sein.
Alle übrigen Teile können aus billigem Bau- oder Betonstahl hergestellt sein.
[0008] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann die Vorrichtung auch so ausgeführt sein, daß
das Anschlußteil als Bolzen mit angestauchtem, im Querschnitt vergrößertem Gelenkteil
ausgebildet ist und daß der Bolzen mit seinem anderen Ende mittels Reibschweißung
mit einer Ankerplatte als Verankerungsteil verbunden ist. Das Gelenkteil liegt im
Betonteil frei und dient zur Anlenkung eines Gelenkgegenstückes, vorzugsweise eines
Abhebewerkzeuges.
[0009] Läuft das Abhebewerkzeug oder der Verbinder in ein Gewindeteil aus, dann ist die
Vorrichtung nach der Erfindung so ausgelegt, daß das Anschlußteil als Hülse ausgelegt
ist, die mindestens einseitig mit einem Innengewinde versehen und am anderen Ende
mittels Reibschweißung mit einer Ankerplatte als Verankerungsteil verschlossen ist.
Auch hier läßt sich der Materialaufwand an Edelstahl dadurch auf ein Minimum reduzieren,
daß die Hülse ohne Innengewinde mittels Reibschweißung mit einer getrennten Gewindehülse
verbunden ist.
[0010] Muß die Vorrichtung eine große Tragkraft abfangen, dann ist nach einer weiteren Ausgestaltung
vorgesehen, daß das Anschlußteil als topfartige Hülse mit Sackbohrung und Innengewinde
ausgebildet ist und daß am Boden dieser topfartigen Hülse mittels Reibschweißung mindestens
ein Bolzen als Verankerungsteil angebracht ist, dessen freies Ende durch Anstauchen
im Querschnitt vergrößert ist. Die topfartige Hülse kann dann mit normalen Arbeitsgängen
aus einem Abschnitt eines Rundmaterials hergestellt werden. In diesem Fall wird als
Verankerungsteil ein billiger Bolzen mit angestauchtem Kopf verwendet, der schnell
und ohne Beeinträchtigung der Festigkeit mit der Hülse verbunden wird.
[0011] Die Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung kann auch für noch größere Tragkräfte
ausgelegt werden. Nach einer Ausgestaltung ist dazu vorgesehen, daß das Anschlußteil
als Befestigungsplatte ausgebildet ist, an deren Rückseite mittels Reibschweißung
mindestens ein Bolzen als Verankerungsteil angebracht ist und daß das freie Ende dieses
Bolzens durch Anstauchen vergrößert bzw. mittels Reibschweißung mit einer Ankerplatte
verbunden ist. An der Befestigungsplatte, die vorzugsweise mit ihrer Oberseite bündig
in das Betonteil eingelassen wird, können dann Träger, Streben oder dgl. angeschweißt
werden.
[0012] Auf diesen Schweißvorgang am Einsatzort kann dann verzichtet werden, wenn die Ausführung
so ist, daß das Anschlußteil als Befestigungsplatte mit Bohrungen ausgebildet ist
und daß auf deren Rückseite im Bereich jeder Bohrung mittels Reibschweißung eine Hülse
mit Innengewinde bzw. eine topfartige Hülse mit Sackbohrung und Innengewinde angebracht
ist.
[0013] Die Träger, Streben oder dgl. können dann direkt mit der Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung
verschraubt werden. Dabei kann die Hülse am freien Ende mittels Reibschweißung mit
einer Ankerplatte verschlossen sein. Wird jedoch eine topfartige Hülse verwendet,
dann wird als Verankerungsteil mittels Reibschweißung mindestens ein Bolzen mit angestauchtem,
im Querschnitt vergrößertem Ende am Boden der Hülse angebracht. Selbstverständlich
können an einer Hülse mit großem Querschnitt auch mehrere Bolzen auf diese Weise angebracht
werden. Dabei kann dann durchaus für alle Bolzen eine gemeinsame Ankerplatte vorgesehen
sein.
[0014] Der Halt des Verankerungsteiles im Betonteil läßt sich bei einer derartigen zusammengesetzten
Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung dadurch noch wesentlich verbessern, daß der
Bolzen bzw. die Hülse mit einem Außengewinde versehen ist. Dieses zusätzliche Außengewinde
kann ohne nennenswerten Herstellungsaufwand bei der Herstellung des Verankerungsteiles
aufgebracht werden. Es kann in diesem Fall auch ein Abschnitt einer Gewindestange
als Verankerungsteil verwendet werden.
[0015] Für klauenartige Abhebewerkzeuge ist eine Ankervorrichtung von Vorteil, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß das Anschlußteil als Kugel ausgebildet ist. Diese Kugel als
Anschlußteil bringt eine ausgezeichnete Gelenkverbindung zwischen der Ankervorrichtung
und dem Abhebewerkzeug.
[0016] Das angestauchte Ende des Verankerungsteiles kann nach einer Ausgestaltung auch so
ausgebildet sein, daß das freie Ende des Bolzens bzw. der Hülse mit pilzartigen Anstauchungen
versehen sind. Diese pilzartigen Anstauchungen bringen eine große zusätzliche Widerlagerfläche
für das Verankerungsteil.
[0017] Bei dem Anschlußteil kann auch auf handelsübliche Teile zurückgegriffenwerden, wenn
nach einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen wird, daß das Anschlußteil als Mutter
mit einer Gewindelänge, die mindestens dem 1,5-fachen Gewindedurchmesser entspricht,
ausgelegt ist. Und auch die Verankerungsteile lassen sich aus handelsüblichen Teilen
auf einfache Weise herstellen, wenn die Auslegung der Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung
so gewählt ist, daß als Verankerungsteil ein Abschnitt einer Gewindestange verwendet
ist, der mittels Reibschweißung mit der Mutter verbunden ist.
[0018] Nach einer Weiterbildung ist vorgesehen, daß zur Bildung eines Doppelankers die Enden
von zwei Verankerungsteilen mittels Reibschweißung fest und unlösbar miteinander verbunden
sind und daß die verbleibenden Enden der Verankerungsteile jeweils mit einem Anschlußteil
verbunden sind. Die Verbindungsstelle der beiden Verankerungsteile des Doppelankers
bildet dann eine Art Wassersperre.
[0019] Ein Doppelanker für den Anschluß eines Abhebewerkzeuges mit Gewindeteil ist dadurch
gekennzeichnet, daß zwei Abschnitte einer Gewindestange als Verankerungsteile eines
Doppelankers miteinander verbunden sind und daß auf die freien Enden dieses Doppelankers
Muttern mit vergrößerter Gewindelänge als Anschlußteile aufgeschraubt sind. Die Muttern
sind dabei unverdrehbar, z.B. durch Verstemmen, Verschweißen oder dgl. unverdrehbar
auf dem Doppelanker festgelegt.
[0020] Die Erfindung wird anhand von verschiedenen, in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Vorrichtung aus einem Bolzen mit einem aufgeschnittenen Gewindeteil und
einer Ankerplatte,
Figur 2 eine Vorrichtung aus einer Hülse mit einem Innengewinde und einer Ankerplatte,
Figur 3 eine Vorrichtung aus einem Bolzen, einem aufgeschweißen Gewindeteil und einer
Ankerplatte,
Figur 4 eine Vorrichtung aus einer Gewindehülse, einem Rohrabschnitt und einer Ankerplatte,
Figur 5 eine Vorrichtung aus einem Bolzen mit angestauchtem, vergrößertem Kopf und
einer Ankerplatte,
Figur 6 eine Vorrichtung aus einer topfartigen Hülse mit Sackbohrung und Innengewinde,
sowie einem Bolzen mit angestauchtem, vergrößertem Kopf,
Figur 7 eine Vorrichtung aus einer Befestigungsplatte mit zwei Bolzen,
Figur 8 eine Vorrichtung aus einer Befestigungsplatte mit zwei Hülsen,
Figur 9 eine Vorrichtung aus einer Kugel als Anschlußteil und einem pilzartig angestauchten
und mit Außengewinde versehenen Bolzen als Verankerungsteil,
Figur 10 eine Vorrichtung aus einer Mutter mit vergrößerter Gewindelänge als Anschlußteil
und einem angeschweißten Abschnitt einer Gewindestange als Verankerungsteil,
Figur 11 eine Vorrichtung aus einer Gewindehülse als Anschlußteil und einer angeschweißten,
pilzartigen Anstauchung als Verankerungsteil und
Figur 12 eine als Doppelanker ausgebildete Vorrichtung, die aus zwei miteinander verschweißten
Abschnitten einer Gewindestange als Verankerungsteile und zwei darauf aufgeschraubten
Muttern als Anschlußteilen besteht.
[0021] Die Vorrichtung nach Figur 1 besteht aus einem Bolzen 10, der von einem Rundmaterial
abgelängt worden ist. Ein Ende dieses Bolzens wird in bekannter Weise mit einem Gewindeteil
11 versehen. Das andere Ende des Bolzens 10 wird mittels Reibschweißung mit der Ankerplatte
20 fest und unlösbar verbunden, wie der Schweißbereich 30 andeutet. Dieser Bereich
erstreckt sich nur über beschränkte Zonen, so daß bei dieser Erwärmung und Verschweißung
keine Spannungsfelder im Material entstehen, die die Festigkeit der Vorrichtung beeinträchtigen
könnten. Dies ist besonders wichtig, wenn kohlenstoffreicher Beton- oder Baustahl
als Ausgangsmaterial verwendet wird. Wird die Vorrichtung als Verbindungsteil eingesetzt,
bei dem das Gewindeteil 11 aus dem Betonteil vorsteht, dann kann der Bolzen 10 aus
Edelstahl bestehen und mit einer billigen Ankerplatte 20 aus Beton-oder Baustahl verbunden
werden. Diese Ankerplatte 20 in rechteckigem, quadratischem oder rundem Querschnitt
ist ein einfaches und billig herstellbares Stanzteil. Das Gewindeteil 11 nimmt ein
Abhebewerkzeug oder einen Gegenverbinder auf, die mit einem entsprechenden Gewindeloch
versehen sind.
[0022] Wie Figur 2 zeigt, kann das Anschlußteil für das Abhebewerkzeug oder den Verbinder
auch als Hülse 12 ausgebildet sein, die mittels Reibschweißung einseitig mit der Ankerplatte
20 verschlossen ist. Das freie Ende ist mit einem Innengewinde 13 versehen, das sich
zumindest über einen Teil der Länge der Hülse 12 erstreckt. Auch hier erstreckt sich
der Schweißbereich 30 nur über beschränkte Zonen der Hülse 12 und der Ankerplatte
20.
[0023] Wie die Figuren 3 und 4 zeigen, kann bei den Vorrichtungen der Figuren 1 und 2 der
Aufwand an Edelstahl dadurch noch beachtlich reduziert und die Vorrichtung entsprechend
verbilligt werden, daß der Bolzen 10 als gewindeloser Abschnitt mittels eines durch
Reibschweißung erzeugten Schweißbereiches 31 mit einemgetrennten Gewindeteil 11 verbunden
wird oder daß die Hülse 12 als Rohrabschnitt mit einem Abschnitt einer Gewindehülse
13 mittels Reibschweißung verbunden wird.
[0024] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5 ist das freie Ende des Bolzens 10 durch
Anstauchen zu einem im Querschnitt vergrößerten Kopf geformt, der als Gelenkteil 14
für ein Gelenkgegenstück eines Abhebewerkzeuges dienen kann.
[0025] Die Hülse 12 bei der Vorrichtung nach Figur 6 ist aus einem vollen Abschnitt eines
Rundmaterials hergestellt. Nach dem Einbringen der Sackbohrung 15 wird das Innengewinde
13 eingebracht. Am Boden 16 der Hülse 12 kann mittels Reibschweißung ein Bolzen 10
mit angestauchtem Kopf 14 als Verankerungsteil angebracht werden, wie der Schweißbereich
30 zeigt. Ist die Fläche des Bodens 16 der Hülse 12 ausreichend groß, dann können
mittels Reibschweißung in gleicher Weise auch mehrere Bolzen angebracht werden. Diese
Bolzen 10 können mit einer gemeinsamen Ankerplatte verbunden sein, wobei diese Verbindungen
ebenfalls durch Reibschweißung hergestellt werden.
[0026] Bei der Vorrichtung nach Figur 7 wird als Anschlußteil eine Befestigungsplatte 40
verwendet, auf deren Rückseite mehrere Bolzen 10 als Verankerungsteile angebracht
sind. Die Bolzen 10 sind mittels Reibschweißung an der Befestigungsplatte 40 angebracht,
wie die Schweißbereiche 31 zeigen. Die freien Enden der Bolzen 10 können mit einzelnen
oder einer gemeinsamen Ankerplatte 20 verbunden sein, wie der Schweißbereich 30 zeigt.
Die freien Enden der Bolzen 10 können auch nur angestaucht sein und vergrößerte Köpfe
14 bilden. Auf der Oberseite der Befestigungsplatte 40 können Träger, Streben oder
dgl. angeschweißt werden.
[0027] Wie die Figur 8 zeigt, kann die Befestigungsplatte 40 auch Bohrungen 41 und 42 aufweisen.
Im Bereich jeder Bohrung 41 und 42 ist auf der Rückseite der Befestigungsplatte 40
mittels Reibschweißung eine Hülse 12 angebracht, wie die Schweißbereiche 31 andeuten.
[0028] Die Hülse 12 kann teilweise mit einem Innengewinde 13 versehen sein, wie im linken
Teil der Zeichnung gezeigt ist. In dieses Innengewinde 13 kann durch die Bohrung 41
der Befestigungsplatte 40 direkt ein Gewindeteil einer Schraube oder dgl. eingeschraubt
werden. Die Hülse 12 ist durch die Ankerplatte 20 verschlossen, die ebenfalls durch
Reibschweißung angebracht wird, wie der Schweißbereich 30 andeutet.
[0029] Die Hülse 12 kann auch topfartig ausgebildet sein, wie im rechten Teil der Zeichnung
gezeigt ist. In das Innengewinde 13 kann durch die Bohrung 42 der Befestigungsplatte
40 direkt ein Gewindeteil einer Schraube oder dgl. eingeschraubt werden.
[0030] Am Boden 16 dieser Hülse 12 ist ein Bolzen 10 mit angestauchtem Kopf 14 als Verankerungsteil
angebracht und zwar mittels Reibschweißung, wie mit dem Schweißbereich 30 angedeutet
ist.
[0031] Anstelle des angestauchten Kopfes 14 kann der Bolzen 10 auch mit einer Ankerplatte
20 abgeschlossen werden. Der Bolzen 10 und diese Ankerplatte 20 sind wieder mittels
Reibschweißung miteinander verbunden. Am Boden 16 der Hülse 12 können auch mehrere
Bolzen 10 mit einzelnen Ankerplatten oder einer gemeinsamen Ankerplatte angebracht
sein.
[0032] Wie Figur 9 zeigt, kann eine Ankervorrichtung für ein Abhebewerkzeug mit Klauen auch
aus einer Kugel 17 mit einem angeschweißten Bolzen 10 bestehen. Die Kugel 17 bringt
eine ausgezeichnete Gelenkverbindung zwischen dem Abhebewerkzeug und der Ankervorrichtung.
Die Kugel 17 ist mittels Reibschweißung mit dem Bolzen 10 verbunden, wie die Schweißnaht
30 andeutet. Der Bolzen 10 ist auf seiner Außenseite mit einem groben Gewinde 18 versehen,
das die Verankerung dieses Verankerungsteiles im Betonteil verbessert. Demselben Zweck
dient auch die pilzartige Anstauchung 19 am freien Ende des Bolzens 10, die z.B. auch
durch Erwärmung mittels Reibung und anschließendem Stauchen angebracht werden kann.
[0033] Die in Figur 10 gezeigte Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung verwendet als Verankerungsteil
einen Abschnitt 22 einer Gewindestange, der mittels Reibschweißung mit einer Mutter
21 als Anschlußteil verbunden ist, wie die Schweißnaht 30 erkennen läßt. Diese Mutter
22 hat eine Gewindelänge, die mindestens dem 1,5-fachen Gewindedurchmesser entspricht,
um ausreichende Tragkraft zu erreichen.
[0034] Bei dem Anker- und/oder Verbindungsteil nach Figur 11 wird eine Gewindehülse 21 als
Anschlußteil mittels Reibschweißung Schweißnaht 30 - mit einer Hülse 12 verbunden.
Dabei kann die Hülse 12 am freien Ende eine pilzartige Anstauchung 23 aufweisen. Die
Hülse 12 wird z.B. in einem Arbeitsgang an beiden Enden durch Reibung erwärmt und
dann über die Schweißnaht 30 mit der Gewindehülse 21 verbunden. Gleichzeitig kann
das andere Ende der Hülse 12 angestaucht werden.
[0035] In Figur 12 ist eine als Doppelanker ausgebildete Anker-und/oder Verbindungsvorrichtung
gezeigt. Die beiden Abschnitte 22 und 22' einer Gewindestange werden mittels Reibschweißung
miteinander verbunden, wobei die Schweißnaht 30 eine Art Wassersperre bildet. Auf
das so zusammengesetzte Verankerungsteil werden die beiden Muttern 21 und 21' als
Anschlußteil aufgeschraubt. Wie die Schweißnähte 24 uns 24
1 zeigen, werden die Muttern 21 und 21' unverdrehbar auf den Abschnitten 22 und 22'
festgelegt. Diese Festlegung kann auch durch an sich bekanntes Verstemmen erfolgen.
[0036] Bei allen Anker- und/oder Verbindungsvorrichtungen wird der Vorteil erreicht, daß
nur das kleine Anschlußteil in Edelmetall ausgeführt oder mit veredelter Oberfläche
versehen sein muß. Das größere Verankerungsteil kann aus billigem Bau- oder Betonstahl
bestehen bzw. mit unveredelter Oberfläche versehen sein. Die Verbindung der Teile
durch Reibschweißung ist schnell und billig herzustellen und bringt nicht die Nachteile
bekannter Schweißverbindungen.
[0037] Bei der in Figur 6 gezeigten-Anker- und Verbindungsvorrichtung kann die Verankerung
dadurch noch verbessert werden, daß die topfartige Hülse am geschlossenen Ende durch
Reibung erwärmt und durch Anstauchen im Querschnitt vergrössert ist. Auf diese Weise
ergibt sich ein vergrößerter Verankerungsflansch, an den dann der Bolzen mit dem angestauchten
freien Ende mittels Reibschweißung angebracht .wird.
[0038] Bei der Ankervorrichtung nach Figur 5 kann das Gelenkteil 14 in verschiedener Form
ausgestaltet werden. Dies wird allein durch die Form des Stauchwerkzeuges bestimmt.
Dieses Gelenkteil 14 kann so z.B. als Kugel, als Kegelstumpf, als Pilz oder als Sechskantmutter
oder dgl. ausgebildet werden.
1. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung, insbesondere für Betonteile oder dgl.,
die ein Anschlußteil und ein Verankerungsteil umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß
das Anschlußteil und das Verankerungsteil aus unterschiedlichen Metallen und/oder
mit verschiedenen Oberflächen als getrennte Teile ausgebildet sind, die mittels Reibschweißung
fest und unlösbar miteinander verbunden sind.
2. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußteil als Bolzen (10) mit Gewindeteil (11) ausgebildet ist und daß
der Bolzen (10) mit seinem gewindefreien Ende mittels Reibschweißung mit einer Ankerplatte
(20) als Verankerungsteil verbunden ist (Fig. 1).
3. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewindeteil (11) selbst als getrenntes Teil mittels Reibschweißung mit dem
Bolzen (10) verbunden ist (Fig. 3).
4. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußteil als Bolzen (10) mit angestauchtem, im Querschnitt vergrößertem
Gelenkteil (14) ausgebildet ist und daß der Bolzen (10) mit seinem anderen Ende mittels
Reibschweißung mit einer Ankerplatte (20) als Verankerungsteil verbunden ist (Fig.
5).
5. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußteil als Hülse (12) ausgebildet ist, die mindestens einseitig mit
einem Innengewinde (13) versehen und am anderen Ende mittels Reibschweißung mit einer
Ankerplatte (20) als Verankerungsteil verschlossen ist (Fig. 2).
6. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (12) ohne Innengewinde mittels Reibschweißung mit einer getrennten Gewindehülse
(13) verbunden ist (Fig. 4).
7. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußteil als Befestigungsplatte (40) ausgebildet ist, an deren Rückseite
mittels Reibschweißung mindestens ein Bolzen (10) als Verankerungsteil angebracht
ist und daß das freie Ende dieses Bolzens (10) durch Anstauchen vergrößert bzw. mittels
Reibschweißung mit einer Ankerplatte (20) verbunden ist (Fig. 7).
8. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußteil als Befestigungsplatte (40) mit Bohrungen (41,42) ausgebildet
ist und
daß auf deren Rückseite im Bereich jeder Bohrung (41, 42) mittels Reibschweißung eine
Hülse (12) mit Innengewinde (13) bzw. eine topfartige Hülse (12) mit Sackbohrung (15)
und Innengewinde (13) angebracht ist Fig. 8).
9. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bolzen (10) bzw. die Hülse (12) mit einem Außengewinde (18
bzw. 22) versehen ist.
10. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß als Verankerungsteil in Abschnitt (22) einer Gewindestange verwendet ist, der
mittels Reibschweißung mit der Mutter (21) verbunden ist (Fig. 10).
11. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bildung eines Doppelankers die Enden von zwei Verankerungsteilen mittels Reibschweißung
fest und unlösbar miteinander verbunden sind und
daß die verbleibenden Enden der Verankerungsteile jeweils mit einem Anschlußteil verbunden
sind.
12. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Abschnitte (22, 22') einer Gewindestange als Verankerungsteile eines Doppelankers
miteinander verbunden sind und
daß auf die freien Enden dieses Doppelankers Muttern (21,21') mit vergrößerter Gewindelänge
als Anschlußteile aufgeschraubt sind (Fig. 12).
13. Anker- und/oder Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (12) am geschlossenen Ende durch Reibung erwärmt und durch Anstauchen
im Querschnitt vergrößert ist.