(19)
(11) EP 0 001 458 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.04.1979  Patentblatt  1979/08

(21) Anmeldenummer: 78200168.9

(22) Anmeldetag:  30.08.1978
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2G09F 11/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR

(30) Priorität: 07.10.1977 CH 1226677

(71) Anmelder: Autophon A.G.
CH-4500 Solothurn 3 (CH)

(72) Erfinder:
  • Heinzl, Ludwig
    CH-4528 Zuchwil Solothurn (CH)

(74) Vertreter: Bovard, Fritz Albert et al
Bovard SA Ingénieurs-conseils ACP Optingenstrasse 16
CH-3000 Berne 25
CH-3000 Berne 25 (CH)

   


(54) Anzeigetrommel mit beschrifteten Tafeln


(57) Anzeigeanlage mit hinunterfallenden Tafeln, die am Umfang von parallelen koaxialen Scheiben (1) gelagert sind und durch Drehen der Scheiben nacheinander sichtbar werden. Die Tafeln weisen Stege (7) auf, mit denen sie in Löchern (6) der Scheiben gelagert sind, wobei diese Stege durch in der Nähe eines Randes der Tafeln angebrachte Aussparungen gebildet und durch am Rande der Scheiben vorhandene Schlitze (9) in die Löcher einführbar sind. Für die Schlitze (9) sind ringförmige, gegenüber der Scheibe (1) koaxial verdrehbare Verschlusseinrichtungen (11. 13) vorgesehen, um möglichst dünne Tafeln verwenden zu konnen.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anzeigetrommel, welche aus auswechselbaren beschrifteten Tafeln und mindestens zwei um eine gemeinsame waagrechte Achse drehbaren Scheiben besteht. Diese Scheiben sind kreisrund, verlaufen parallel und weisen kranzförmig angeordnete Lagerstellen auf, in denen die genannten Tafeln je längs einer zur genannten Achse parallelen Achse derart schwenkbar gelagert sind, dass sie bei der Drehung der Trommel nach Art der Seiten eines Buches der Reihe nach von einer obern in eine untere Anzeigestellung umklappen. Solche Trommeln sind schon seit vielen Jahren als wesentliche Bestandteile von Meldern zur Anzeige von Fahrplänen, Börsenkursen, Sportresultaten und andern Hinweisen bekannt. Dabei sind verschiedene Möglichkeiten vorhanden, die Achse, an denen die Tafeln gelagert sind, auszugestalten. Aus der schweizerischen Patentschrift 460 592 ist beispeilsweise eine besonders vorteilhafte Art der Ausbildung der Achsen bekannt geworden, die sich sowohl für schmale Tafeln mit nur zwei Lagerstellen als auch für breite Tafeln mit mehr als zwei Lagerstellen gleichermassen eignet. Bei dieser Art von Achsen weist jede Tafel an einem ihrer Ränder mindestens zwei ihrer Lagerung dienende, je durch einen vollständig im Innern der Tafel liegenden Ausschnitt gebildete Stege auf und jede der genannten Lagerstellen besteht aus einem runden Loch mit einem an den Rand der Scheibe führenden Schlitz, durch welchen der genannte, der zu lagernden Tafel angehörende Steg in das Loch einführbar und daraus entfernbar ist. Nachteilig an dieser bekannten Trommel ist der Umstand, dass sehr grosse Anforderungen an die gegenseitige Abstimmung der Breite der Schlitze und der Dicke der Tafeln gestellt werden müssen, denn um während der normalen Drehung der Trommel ein unbeabsichtigtes Eintreten der in den Lagerlöchern befindlichen Stege in die von diesen Löchern nach aussen führenden Schlitze zu vermeiden, müssen die Schlitze ein wenig schmaler als die Dicke der Tafeln sein, so dass die Stege nur unter elastischer Verformung der Schlitze in die Löcher eingeführt und daraus entfernt werden können. Um eine möglichst grosse Zahl von Tafeln auf einer möglichst kleinen Trommel unterbringen zu können, sollten die Tafeln möglichst dünn sein, was - unabhängig vom Herstellungsverfahren der Schlitze - zu Schwierigkeiten und somit hohen Kosten führt. Ausserdem muss die gewählte Dicke der Tafeln sehr genau eingehalten werden, womit eine Verteuerung des dafür verwendeten Werkstoffs einhergehen kann.

[0002] In der genannten Patentschrift sind diese Nachteile durch eine den Steg umgebende Hülse, welche nicht durch den Schlitz in das Lagerloch eingeführt wird, behoben, indem infolge der dadurch erreichten Verdickung des Stegs die Breite der Schlitze wesentlich grösser als die Dicke der Tafeln gewählt werden kann. Die Herstellung und das Anbringen der Hülsen sind jedoch verhältnismässig aufwendig.

[0003] Mit der vorliegenden Erfindung wird nun die Aufgabe gelöst, eine Anzeigetrommel der beschriebenen Art zu schaffen, bei welcher die Breite der Schlitze grösser als die Dicke der Tafeln gewählt werden kann, bei welcher jedoch an den Stegen keine Zusätze angebracht werden müssen. Sie betrifft eine Anzeigetrommel nach der beschriebenen Bauart und dem beschriebenen Stand der Technik, welche gekennzeichnet ist durch je eine mit jeder Scheibe verbundene ringförmige, im Bereich der genannten Schlitze parallel zur betreffenden Scheibe verlaufende Verschlusseinrichtung, welche gegenüber der Scheibe konzentrisch angeordnet und koaxial verdrehbar ist und welche die Schlitze der Scheibe verdeckt. Diese Verschlusseinrichtung verschliesst somit die Zugänge der Löcher und weist mindestens einen Schlitz auf, der in bestimmten, in bezug auf die Scheibe betrachteten Stellungen über einem der Schlitze der Scheibe liegt und damit den Zugang zum zugehörigen Loch freigibt. Das Ganze ist dabei derart angeordnet, dass durch verdrehen der Verschluss- einrichtung gegenüber der zugehörigen Scheibe die der Einführung und Entnahme der Tafeln in die Löcher bzw. aus den Löchern der Scheibe dienenden Schlitze öffenbar und verschliessbar sind. •

[0004] Die Erfindung wird nun anhand von zwei Ausführungsbeispielen erklärt.

[0005] Die Figuren 1 und 2 zeigen je eine grundsätzliche Vorder-und Seitenansicht einer Anzeigetrommel, auf welche sich die Erfindung bezieht.

[0006] Die Figuren 3, 4 und 5 beziehen sich auf das erste Ausführungsbeispiel, wobei die Figuren 3 und 4 je eine zum Teil geschnittene Seitenansicht und die Figur 5 einen auf Figur 4 bezüglichen Querschnitt durch die Scheibe darstellt. In der Figur 3 sind alle Schlitze verschlossen; in der Figur 4 dagegen ist einer der Schlitze geöffnet.

[0007] Die Figuren 6,7und 8 beziehen sich auf das zweite Ausführungsbeispiel und entsprechen den Figuren 3, 4 und 5 mit dem Unterschied, dass in Figur 6 nicht nur 1 Schlitz sondern sämtliche Schlitze geöffnet sind.

[0008] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Trommel besteht aus zwei kreisförmigen Scheiben 1 die miteinander starr verbunden und um eine Achse 2 drehbar gelagert sind. In diesen Scheiben schwenkbar gelagerte Tafeln 3 gelangen, sofern die Trommel auf nicht dargestellte Weise schrittweise in Pfeilrichtung gedreht wird, zuerst in eine obere Anzeigestellung 4, wo sie auf nicht dargestellte Weise festgehalten werden und fallen dann in eine untere Anzeigestellung 5. Die beiden in der obern und untern Anzeigestellung befindlichen Tafeln zeigen zusammen ein bestimmtes Zeichen.

[0009] Im obern Teil der Figuren 4 und 5 ist der Ausschnitt aus einer Tafel 3 dargestellt, aus welchem sich die Art der Lagerung der Tafel erkennen lässt. Durch einen in der Nähe des Randes angebrachten, vollständig im Innern der Tafel liegenden Ausschnitt 8 ist ein Steg 7 gebildet, mit welchem die Tafel in der Scheibe 1 schwenkbar gelagert ist. Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, weist die Scheibe 1 zu diesem Zweck runde Löcher 6 auf. Von jedem dieser Löcher führt ein Schlitz 9 nach dem Rand der Scheibe l, wodurch der Steg 7 einer Tafel 3 in das zugehörige Loch 6 eingeführt werden kann.

[0010] Eine ringförmige Verschlusseinrichtung 11 ist um den Rand der Scheibe 1 herumgelegt. Dieser Ring hat ein U-förmiges Profil und ist derart bemessen, dass die Schenkel des Profils beidseitig an den Seitenflächen der Scheibe 1 anliegen und die Schlitze 9 verdecken, während sie die Löcher freilassen. Die Stege 7 sind somit in den Löchern 6 gefangen, können sich aber darin frei bewegen. Der aus elastischem Material bestehende Ring 11 ist auf der Scheibe drehbar und auf nicht dargestellte Weise feststellbar. Er weist an einer Stelle einen durchgehenden Schlitz 12 auf, dank welchem er auf der Scheibe angebracht werden kann. Dieser Schlitz 12 ist derart weit bemessen, dass er mindestens so breit ist wie die Schlitze 9.

[0011] Ist nun der Ring 11 derart gestellt, dass sein Schlitz 12 über einem der Schlitze 9 liegt, ist das betreffende Loch 6 für die Einführung eines Stegs 7 und damit für die Einsetzung einer Tafel 3 in die Trommel oder für die diesbezügliche Entfernung frei zugänglich. Es können somit beliebige Tafeln der Trommel abwechslungsweise eingesetzt bezw. ausgewechselt werden, wenn der Schlitz 12 jeweils über den betreffenden Schlitz 9 gestellt wird. Wenn alle Tafeln richtig eingesetzt sind, wird der Ring 11 in eine Stellung verbracht, bei welcher sich der Schlitz 12 zwischen zwei Schlitzen 9 befindet, und anschliessend wird der Ring auf nicht dargestellte Weise festgestellt. In dieser in Figur 3 dargestellten Stellung des Rings ist der Ausgang aller Löcher 7 verschlossen. Dies ist die Betriebsstellung, in welcher die Trommel zur Anzeige verwendet ist.

[0012] Bei dem in den Figuren 6, 7 und' dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Verschlusseinrichtung aus einem ebenen Ring 13, welcher auf einer Seite der Scheibe 1 angebracht ist und sowohl Löcher als auch Schlitze 9 deckt. Der Ring 13 ist an drei in bezug auf die Drehachse 2 regelmässig angeordneten Stellen, von denen in den Figuren nur eine dargestellt ist, mit der Scheibe 1 verbunden, und zwar derart, dass der Ring 13 innerhalb von zwei Extremlagen gegenüber der Scheibe 1 verdrehbar ist. Dies ist erreicht, indem an drei zwischen den Löchern 6 und der Achse 2 liegenden Stellen je ein längliches, in bezug auf die Achse 2 tangential verlaufendes Loch 14 im Ring 13 angebracht ist, das von einer in diese Scheibe 1 eingesetzten Schraube 15, vorzugsweise einer Passschraube, durchsetzt ist. Im Ring 13 sind nun gleichviele und gleich bemessene Schlitze 16 angebracht wie in der Scheibe 1, und die der Befestigung des Rings dienenden Löcher 14 und Schrauben 15 sind derart bemessen und angeordnet, dass in der in der Figur 7 dargestellten Extremlage des Rings 13 die Schlitze 16 über den Schlitzen 9 liegen und in der in der Figur 6 dargestellten Extremlage die Schlitze 9 und 16 gegeneinander um einen halben Abstand der Schlitze verschoben sind.

[0013] Der Ring 13 weist ausser den Schlitzen 16 je am inneren Ende dieser Schlitze ein längliches Loch 17 auf, das derart bemessen, derart geformt und in einer derartigen Lage angebracht ist, dass in allen bezüglich der Scheibe 1 möglichen Lagen des Rings 13 das zugehörige Loch 6 vom Ring freigelassen und somit die Lagerung der Tafeln 3 in keiner Weise durch den Ring behindert ist.

[0014] Durch Verbringen des Rings 13 in die in Figur 7 gezeigte Extremlage werden somit sämtliche Schlitze 9 geöffnet, und in sämtliche Löcher 6 können somit Stege 7 eingeführt oder daraus entfernt werden, wodurch in dieser Lage die Bestükkung der Trommel oder der Austausch von Tafeln möglich ist. Nach beendeter Bestückung bezw. Neubestückung der Trommel werden durch Verdrehung der allen Scheiben 1 zugeordneten Ringe 13 in die andere Extremlage die Schlitze 9 verschlossen und Ringe gegenüber den zugehörigen Scheiben auf eine nicht dargestellte Art festgestellt.


Ansprüche

1. Anzeigetrommel, bestehend aus auswechselbaren beschrifteten Tafeln (3) und mindestens zwei um eine gemeinsame waagrechte Achse (2) drehbaren kreisrunden parallelen Scheiben (1) mit kranzförmig angeordneten Lagerstellen (6), in denen die genannten Tafeln (3) je längs einer zur genannten Achse parallelen Achse derart schwenkbar gelagert sind, dass sie bei der Drehung der Trommel nach Art der Seiten eines Buches der Reihe nach von einer obern in eine untere Anzeigestellung umklappen, wobei jede Tafel (3) an einem ihrer Ränder mindestens zwei ihrer Lagerung dienende, je durch einen vollständig im Innern der Tafel liegenden Ausschnitt (8) gebildete Stege (7) aufweist und wobei jede der genannten Lagerstellen (6) aus einem runden Loch mit einem an den Rand der Scheibe führenden Schlitz (9) besteht, durch welchen der genannte der zu lagernden Tafel (3) angehörende Steg (7) in das Loch (6) einführbar und daraus entfernbar ist, gekennzeichnet durch je eine mit jeder Scheibe verbundene ringförmige, im Bereich der genannten Schlitze (9) parallel zur betreffenden Scheibe (1) verlaufende, gegenüber der Scheibe konzentrisch angeordnete koaxial verdrehbare und die Schlitze (9) der Scheibe verdeckende Verschlusseinrichtung (11, 13), welche somit die Zugänge der Löcher (6) verschliesst und welche mindestens einen Schlitz (12,16) aufweist, der in bestimmten, in bezug auf die zugehörige Scheibe betrachteten Lagen über einem der Schlitze (9) der Scheibe (1) liegt und damit den Zugang zum zugehörigen Loch (6) freigibt, das Ganze derart, dass durch Verdrehen der Verschlusseinrichtung (11,13) gegenüber der zugehörigen Scheibe (1) die der Einführung und Entnahme der Tafeln (3) in die Löcher (6) bezw. aus den Löchern der Scheibe dienenden Schlitze (9) öffenbar und verschliessbar sind.
 
2. Anzeigetrommel nach dem Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinrichtung ein Ring (11) mit einem nach innen gerichteten U-Profil ist, welcher den Randteil der zugehörigen Scheibe (1) im Bereich der Schlitze (9) beidseitig umfasst und dass die Verschlusseinrichtung (11) einen einzigen Schlitz (12) aufweist und auf der Scheibe (1) unbeschränkt drehbar ist, wodurch der Schlitz (12) der Verschlusseinrichtung wahlweise über einen beliebigen Schlitz (9) der Scheibe verbringbar und damit der Zugang zum zugehörigen Loch (6) öffenbar ist.
 
3. Anzeigetrommel nach dem Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinrichtung (13) ringförmig und eben und an mindestens drei Orten an der zugehörigen Scheibe in einer Art befestigt (15) ist, gemäss welcher sie gegenüber dieser Scheibe (1) zwischen zwei Extremlagen drehbar ist, dass die Verschlusseinrichtung (13) die genannten runden Löcher (6) in der zugehörigen Scheibe (1) deckt und in deren Bereich eine der Anzahl dieser Löcher entsprechende Anzahl länglicher Löcher (17) in einer Anordnung und Formgebung aufweist, dank welcher jedes der länglichen Löcher (17) in allen deren Lagen je die volle Fläche des zugehörigen runden Loches (6) zur Aufnahme des Stegs (7) freilässt und dass die Verschlusseinrichtung (13) eine der Anzahl der Schlitze (9) der zugehörigen Scheibe (1) entsprechende Anzahl von Schlitzen (16) aufweist, welche in der einen der genannten Extremlagen über den genannten andern Schlitzen (9) liegen und in der andern Extremlage gegenüber diesen Schlitzen (9) verschoben sind, das Ganze derart, dass durch Verdrehen der Verschlusseinrichtung (13) zwischen den beiden Extremlagen sämtliche Schlitze (9) der zugehörigen Scheibe (1) gleichzeitig öffenbar und verschliessbar sind.
 




Zeichnung







Recherchenbericht