(19)
(11) EP 0 003 976 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.09.1979  Patentblatt  1979/19

(21) Anmeldenummer: 79100429.4

(22) Anmeldetag:  14.02.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2H01H 33/18, H01H 1/38, H01H 33/88
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR GB IT NL

(30) Priorität: 06.03.1978 DE 2809509

(71) Anmelder: Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH
D-60596 Frankfurt (DE)

(72) Erfinder:
  • Scheibe, Klaus, Dipl.-Ing.
    D-3410 Northeim (DE)

(74) Vertreter: Lertes, Kurt, Dr. 
Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH Theodor-Stern-Kai 1
60596 Frankfurt
60596 Frankfurt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Druckgas-Leistungsschalter


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckgasleistungsschalter mit einem bei der Ausschaltung in einem Ringspalt zwischen zwei koaxialen Elektroden (1,2) brennenden Lichtbogen (14), der durch das Magnetfeld einer koaxial angeordneten Spule (5) in Rotation versetzt wird. Die Elektroden (1,2) sind zur Kontakttrennung bzw. Kontaktgebung axial gegeneinander verschiebbar, und zur Erzielung einer zusätzlichen Querbeblasung des Lichtbogens (14) ist ein Kompresaionsraum (3) mit Ausströmbohrungen (4) vorgesehen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckgas-Leistungsschalter mit einem bei der Ausschaltung in einem Ringspalt zwischen zwei koaxialen Elektroden brennenden Lichtbogen, der durch das Magnetfeld einer koaxial angeordneten Spule in Rotation versetzt wird.

    [0002] Man glaubt, dass durch die Rotation des Schaltlichtbogens im Druckgas, meist Schwefelhexafluorid (SF6), dem Lichtbogen Energie entzogen wird, so dass eine Löschung im Stromnulldurchgang erleichtert wird. Bei einem bekannten Schaltgerät dieser Bauart (ELEKTRIE, H.10 (1967), S. 364) berühren sich die Elektroden in der Einschaltstellung. Zur Ausschaltung wird die innere Elektrode (Zylinderkontakt) in eine zur äusseren Elektrode (Ringkontakt) konzentrische Lage geschwenkt. In dem so entstehenden Ringspalt rotiert der Schaltlichtbogen, durch eine dauernd im Stromkreis liegende koaxiale Blasspule getrieben, bis zu seiner Löschung.

    [0003] Bei einem anderen bekannten Schalter (DE-OS 43 49 193), der aus zwei Kammern mit unterschiedlichem Volumen besteht, wird bei der Ausschaltung in der kleineren Kammer ein rotierender Hilfslichtbogen gezogen. Dieser dient jedoch lediglich zur Druckerzeugung für das Druckgas zur Beblasung des Schaltlichtbogens.

    [0004] Das erhitzte Gas in der kleineren Kammer strömt nämlich durch eine Isolierstoffdüse in die grössere Kammer ab. Die Lichtbogenlöschung erfolgt in bekannter Weise durch die Gasströmung in der Isolierstoffdüse. Eine Blasspule ist nicht vorhanden.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Die Anordnung bei einem konventionellen Schalter mit axialer Schaltstiftbewegung so zu treffen, dass dennoch ein rotierender Lichtbogen gezogen werden kann und gleichzeitig eine zusätzliche Querbeblasung erzielbar ist.

    [0006] Diese Aufgabe wird erffndungsgemäss durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs enthaltenden Merkmale gelöst.

    [0007] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.

    [0008] 

    Fig. 1 zeigt die Schaltkammer eines Leistungsschalters mit rotierendem Lichtbogen in der Einschaltstellung,

    Fig. 2 zeigt denselben Schalter in der Ausschaltstellung.



    [0009] Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Leistungsschalter besitzt die Stromanschlüsse 7, 9, die gleichzeitig den Abschluss eines zylindrischen Isolierstoffgehäuses 10 bilden. Am oberen Stromanschluss 7 ist ein Isolierstoffzylinder 11 befestigt, der auf der Aussenseite eine Blasspule 5 und auf der Innenseite einen Zylinder 12 trägt. Der Zylinder 12 besteht aus einem isolierenden Abschnitt 12a und einem leitenden Abschnitt 12b. Ausserdem ist am oberen Stromanschluss 7 die feststehende Elektrode 1 befestigt. Diese besteht aus einem leitenden Abschnitt 1a und einem isolierenden Abschnitt 1b.

    [0010] Am unteren Stromanschluss 9 ist ein Kompressionszylinder 13 befestigt. Die bewegliche Elektrode 2, die zur Ausschaltung durch einen nicht gezeichneten Antrieb nach unten gezogen wird, dient gleichzeitig als Kompressionskolben.

    [0011] Beim eingeschalteten Schalter (Fig. 1) fliesst der Strom über den Anschluss 7 durch den oberen Teil der feststehenden Elektrode 1, einen Kontaktring 6, den unteren Teil der Elektrode 1 und die bewegliche Elektrode 2 zum unteren Stromanschluss 9. Die Spule liegt nicht im Stromkreis.

    [0012] Zur Ausschaltung wird die bewegliche Elektrode 2 nach unten gezogen (Fig. 2). Hierdurch bewegt sich auch der Kontaktring 6, der mit der beweglichen Elektrode 2 über ein Isolierstoffrohr 8 verbunden ist, nach unten. Der Strom fliesst dadurch über den Anschluss 7, die Spule 5, den Kontaktring 6, die feststehende Elektrode 1, den Schaltlichtbogen 14, die bewegliche Elektrode 2 zum Anschluss 9.

    [0013] Durch die Verdrängung des Löschgases im Kompressionsraum 3 fliesst das Gas durch Bohrungen 4 ab und bebläst den zwischen den Elektroden 1, w brennenden Schaltlichtbogen 14. Dieser wird durch das Magnetfeld der Spule 5 zur Rotation gebracht und verlöscht im Stromnulldurchgang. Die entstehenden Schaltgase entweichen durch Bohrungen 15.


    Ansprüche

    1. Druckgas-Leistungsschalter mit einem bei der Ausschaltung in einem Ringspalt zwischen zwei koaxialen Elektroden brennenden Lichtbogen, der durch das Magnetfeld einer koaxial angeordneten Spule in Rotation versetzt wird, dadurch gekennzeichnt, dass die Elektroden (1, 2) zur Kontakttrennung bzw. Kontaktgebung axial gegeneinander verschiebbar sind und zur Erzielung einer zusätzlichen Querbeblasung des Lichtbogens eine Kompressionsraum (3) mit Ausströmbohrungen (4) vorgesehen ist.
     
    2. Druckgas-leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (5) mittels eines mit der beweglichen Elektrode (2) verbundenen Kontaktringes (6) erst im Verlauf der Ausschaltung in den Stromkreis einschaltbar ist.
     
    3. Druckgas-Leistungsschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktring (6) an einem mit der beweglichen Elektrode (2) verbundenen Isolierstoffrohr (8) befestigt ist.
     
    4. Druckgas-Leistungsschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktring (6) im Einschaltzustand eine leitende Verbindung zwischen einem Anschlussteil (7) und der Elektrode (1) bildet.
     
    5. Druckgas-Leistungsschalter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktring (6) im Ausschaltzustand eine leitende Verbindung zwischen der Spule (5) und der Elektrode (1) bildet.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht