(19)
(11) EP 0 004 067 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.09.1979  Patentblatt  1979/19

(21) Anmeldenummer: 79100672.9

(22) Anmeldetag:  07.03.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2B65H 75/20, D06B 23/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH FR GB

(30) Priorität: 09.03.1978 DE 2810163

(71) Anmelder: Firma Jos. Zimmermann
D-5100 Aachen (DE)

(72) Erfinder:
  • Hahm, Gerhard
    D-5100 Aachen (DE)
  • Henning, Walter
    D-5110 Alsdorf-Hoengen (DE)

(74) Vertreter: König, Werner, Dipl.-Ing. 
Habsburgerallee 23-25
52064 Aachen
52064 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Wickelträger mit parallel zu seiner Achse verlaufenden Tragelementen


    (57) Bei einem Wickelträger mit nur einem mit radial nach innen offenen Durchbrüchen (133) versehenen Endring (121) mit parallel zur Wickelträgerachse verlaufenden Tragelementen (122) sind diese in zwei Abschnitte (123,124) aufgeteilt, von denen der dem Endring zugewandte Abschnitt (123) aus zwei Schenkeln (129) gebildet ist, die in Richtung auf das von dem Endring (121) abgewandte Ende dieses Abschnitts spitzwinklig konvergieren. Der zweite Abschnitt (124) wird von einem parallel zur Achse des Wickelträgers verlaufenden Stabelement gebildet. Axial miteinander ausgerichtete Wickelträger sind ineinanderschiebbar.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Wickelträger zur Aufnahme von Faden- oder Garnwickeln mit parallel zu seiner Achse verlaufenden Tragelementen, die radial nach außen in eine gemeinsame Zylinderfläche hineinragen, nur an einem, mit Durchbrüchen versehenen Endring befestigt und in zwei Abschnitte aufgeteilt sind, von denen der dem Endring zugewandte erste Abschnitt zwei Schenkel hat.

    [0002] Es ist bereits ein Wickelträger dieser Art bekannt (DE-OS 24 52 127), bei dem die Schenkel des ersten Abschnitts der Tragelemente parallel zueinander verlaufen und mit ihrem einen Ende jeweils auf einer Seite eines Durchbruchs an dem Endring befestigt sind. Die Durchbrüche sind dabei dem Querschnitt des zweiten Abschnitts der Tragelemente angepaßt.

    [0003] Bei diesem bekannten, in vielen Fällen zweckmäßigen Wickelträger stellt sich zuweilen als nachteilig heraus, daß die Durchbrüche dem Querschnitt des zweiten Abschnitts der Tragelemente weitgehend entsprechen müssen, wodurch Schwierigkeiten beim Ineinanderführen zweier derartiger Wickelträger sich ergeben können. Ferner ist es bei diesem bekannten Wickelträger nicht möglich, ihn in einen zweiten Wickelträger gleicher Ausbildung um 50 % seiner Länge oder mehr einzuschieben.

    [0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, einen Wickelträger der eingangs erwähnten Art dahingehend auszubilden, daß seine Steifigkeit bei gegenüber dem bekannten Wickelträger im wesentlichen gleich bleibendem Materialaufwand erhöht und dabei gleichzeitig das Ineinanderführen derartiger Wickelträger vereinfacht wird.

    [0005] Diese Aufgabe wird bei einem Wickelträger der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Schenkel des ersten Abschnitts auf der einen Seite eines Durchbruchs des Endrings an diesem befestigt ist, daß die beiden Schenkel des ersten Abschnitts bis zu dem vom Endring abgewandten Ende dieses Abschnitts spitzwinklig konvergieren und daß der zweite Abschnitt als ein achsparallel verlaufendes Stabelement ausgebildet ist. Durch die schräg aufeinanderzu verlaufenden Schenkel des ersten Abschnitts wird eine besonders hohe Steifigkeit des Wickelträgers erreicht. Dies wirkt sich insbesondere dann aus, wenn - was in der Regel vorteilhaft sein wird - die axiale Erstreckung des ersten Abschnitts ein Mehrfaches der axialen Erstreckung des zweiten Abschnitts beträgt.

    [0006] Das Maß, um welches ein Wickelträger in einen anderen eingeführt werden kann, ist weitgehend frei wählbar und kann beträchtlich mehr als 50 % der Länge des Wickelträgers ausmachen.

    [0007] Die Erfindung sieht weiter vor, daß die Tragelemente durch Versteifungselemente miteinander verbunden sind, die zumindest im Bereich des zweiten Abschnitts radial innerhalb der Tragelemente liegen. Diese Anordnung führt zu einer weiteren Erhöhung der Steifigkeit des Wickelträgers, ohne dabei das Ineinanderführen zweier Wickelträger zu behindern. Die Versteifungselemente können dabei in Ebenen liegen, welche normal zur Achse des Wickelträgers verlaufen. Es ist aber auch möglich, die Versteifungselemente geneigt zu diesen Ebenen anzuordnen. Es ist weiter möglich, die Versteifungselemente so anzubringen, daß die Tragelemente eines zweiten Wickelträgers auf diesen Versteifungselementen aufliegen und somit auch den Verband mehrerer Wickelträger knickstabil machen.

    [0008] Die Erfindung sieht weiter vor, daß im Bereich der freien Enden der zweiten Abschnitte ein umlaufender Stützring vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser gleich oder kleiner ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen der Tragelemente liegen. Dieser Stützring bewirkt insbesondere eine Stabilisierung des Wickelträgers im Bereich der von dem Endring entfernt liegenden Enden der Tragelemente.

    [0009] Die Erfindung sieht weiter vor, daß im Bereich des Übergangs von den ersten Abschnitten der Tragelemente auf die zweiten Abschnitte ein Stützring vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser größer ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen der Tragelemente liegen. Dieser Stützring dient neben einer weiteren Aussteifung des Wickelträgers dazu, das Maß, um welches ein Wickelträger maximal in einen anderen eingeführt werden kann, zu bestimmen.

    [0010] Schließlich entspricht es einem weiteren Vorschlag der Erfindung, daß die Umfangserstreckung der Durchbrüche des Endrings im wesentlichen gleich ist dem maximalen Abstand zwischen den Schenkeln eines Tragelements. Dies bewirkt ein problemloses Ineinanderführen zweier Wickelträger, indem die Fläche der Durchbrüche des einen Wickelträgers in Umfangsrichtung betrachtet wesentlich größer ist als die entsprechende Abmessung des freien Endes der Tragelemente eines anderen Wickelträgers. Beim weiteren Ineinanderführen dieser Wickelträger erfolgt dann selbsttätig eine Ausrichtung in Umfangsrichtung.

    [0011] Im folgenden Teil der Beschreibung werden einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:

    Fig. 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wickelträgers nach der Linie 1-1 in Fig. 2,

    Fig. 2 eine Ansicht des Wickelträgers in Richtung des Pfeils 2 in Fig. 1,

    Fig. 3 eine Ansicht von zwei teilweise ineinandergeführten Wickelträgern der Ausführungsform nach Fig. 1,

    Fig. 4 eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wickelträgers nach der Linie 4-4 in Fig 5 und

    Fig. 5 eine Schnittansicht nach der Linie 5-5 in Fig. 4.



    [0012] Die in den Fig. 1 - 3 dargestellte Ausführungsform des Wickelträgers weist einen Endring 121 auf, von dem parallel zur Achse des Wickelträgers verlaufende Tragelemente 122 ausgehen. Die Tragelemente sind in einen dem Endring 121 benachbarten ersten Abschnitt 123 sowie einen sich daran anschließenden zweiten Abschnitt 124 aufgeteilt. Jedes Tragelement 122 ist symmetrisch in bezug auf eine die Achse des Wickelträgers beinhaltende Ebene ausgebildet. Die zweiten Abschnitte 124 sind an ihren freien Enden 125 abgeschrägt. Jedes Tragelement 122 hat eine durchgehende Außenfläche 126. Die Außenflächen 126 aller Tragelemente 122 liegen auf einer gemeinsamen zylindrischen Hüllfläche. Jedes Tragelement 122 hat eine Innenfläche 127, wobei die Innenflächen aller Tragelemente 122 auf einer gemeinsamen Zylinderfläche liegen.

    [0013] Die dem Endring 121 benachbarten ersten Abschnitte 123 der Tragelemente 122 bestehen jeweils aus zwei geneigt zueinander verlaufenden Schenkeln 129, die an dem von dem Endring 121 abgewandten Ende des ersten Abschnittes 123 spitzwinklig konvergieren. Die zweiten Abschnitte 124 der Tragelemente 122 sind achsparallel verlaufende Stabelemente, die im Bereich ihrer freien Enden durch einen Stützring 128 miteinander verbunden sind, wie dies insbesondere Fig. 2 zeigt. Der Stützring 128 hat einen Außendurchmesser, der geringfügig kleiner ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen 127 der Tragelemente 122 liegen. Die axiale Erstreckung des zweiten Abschnitts 124 entspricht bei dieser Ausführungsform nur einem geringen Teil der axialen Erstreckung des gesamten Wickelträgers.

    [0014] Die Schenkel 129 sind derart mit dem Endring 121 verbunden, daß in dem Endring Durchbrüche 133 entgehen, welche dem maximalen Umfangsabstand von zwei Schenkeln 129 eines Tragelements 122 entsprechen. Die radial äußere Begrenzung der Durchbrüche 133 liegt auf einem Kreis, dessen Durchmesser geringfügig größer ist als die zylindrische Hüllfläche, auf der die Außenflächen 126 der Tragelemente 122 liegen.

    [0015] Beim Ineinanderführen zweier axial ausgerichteter Wickelträger werden zunächst die freien Enden der als Stabelemente ausgebildeten zweiten Abschnitte 124 der Tragelemente 122 in die Durchbrüche 133 eingeführt. Da die Abmessungen der Durchbrüche in Umfangsrichtung wesentlich größer sind als die entsprechenden Abmessungen der zweiten Abschnitte 124, ist das Ineinanderführen völlig problemlos. Beim weiteren Ineinanderschieben erfolgt selbsttätig eine gewisse Ausrichtung der benachbarten Wickelträger, indem die freien Enden 125 der zweiten Abschnitte 124 auf einen Schenkel 129 treffen, der erforderlichenfalls eine Relativdrehung der beiden Wickelträger um ihre gemeinsame Achse bewirkt.

    [0016] Zusätzlich zu dem Stützring 128 können auch bei der Ausführungsform nach Fig. 1 - 3 weitere Stützelemente vorgesehen sein. Es ist weiter möglich, mit den Tragelementen 122 Sperrelemente zu verbinden, die das Maß des maximalen Ineinanderführens zweier Wickelträger positiv begrenzen.

    [0017] Die Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes nach den Fig. 4 und 5 unterscheidet sich von derjenigen nach den Fig. 1 - 3 im wesentlichen nur dadurch, daß bei ihr die axiale Erstreckung der beiden Abschnitte der Tragelemente 122 etwa gleich ist. Auch bei dieser Ausführungsform sind im Endring 121 Durchbrüche 133 vorgesehen. Ferner weist auch diese Ausführungsform einen Stützring 128 auf.

    [0018] Im Bereich des Übergangs von den ersten Abschnitten 123 der Tragelemente 122 auf die zweiten Abschnitte 124 ist ein Ring 131 vorgesehen. Dieser Ring 131 hat eine Basis 132, die radial innerhalb der Tragelemente 122 liegt. Mit dieser Basis 132 wiederum ist ein Ringansatz 134 verbunden, dessen Außendurchmesser größer ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen 127 der Tragelemente 122 liegen. Der Ringansatz 134 bewirkt, daß das maximale Maß, um welches ein Wickelträger in einen anderen eingeführt werden kann, positiv begrenzt wird.

    [0019] Zwischen dem Stützring 128 und dem Ringansatz 134 sind Versteifungselemente 135 vorgesehen, deren Außendurchmesser geringfügig kleiner ist als die Hüllfläche, auf der die Innenflächen 127 der Tragelemente 122 liegen. Die Versteifungselemente 135 sind bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform derart zwischen zwei Tragelementen angeordnet, daß sie in bezug auf eine normal zur Achse des Wickelträgers gerichtete Ebene geneigt verlaufen. Zwei jeweils entgegengesetzt geneigte Versteifungselemente 135 kreuzen sich dabei. Die Anordnung der Versteifungselemente 135 ist weitgehend beliebig wählbar. Insbesondere kommt auch die Anordnung dieser Versteifungselemente in normal zur Achse des Wickelträgers verlaufenden Ebenen in Betracht.

    [0020] Die Wickelträger nach den hier beschriebenen Ausführungsformen werden zweckmäßigerweise aus Kunststoff gefertigt, können aber auch aus jedem anderen geeigneten Material hergestellt werden.


    Ansprüche

    1. Wickelträger mit parallel zu seiner Achse verlaufenden Tragelementen, die radial nach außen in eine gemeinsame Zylinderfläche hineinragen, nur an einem, mit Durchbrüchen versehenen Endring befestigt und in zwei Abschnitte aufgeteilt sind, von denen der dem Endring zu-. gewandte erste Abschnitt zwei Schenkel hat, dadurch gekennzeichnet , daß jeder Schenkel (129) des ersten Abschnitts (123) auf der einen. Seite eines Durchbruches (133) des Endrings (121) an diesem befestigt ist, daß die beiden Schenkel (129) des ersten Abschnitts (123) bis zu dem vom Endring (121) abgewandten Ende dieses Abschnitts (123) spitzwinklig konvergieren und daß der zweite Abschnitt (124) als ein achsparallel verlaufendes Stabelement ausgebildet ist.
     
    2. Wickelträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (122) durch Versteifungselemente (135) miteinander verbunden sind, die zumindest im Bereich des zweiten Abschnitts (124) radial innerhalb der Tragelemente (122) liegen.
     
    3. Wickelträger nach Anspruch'2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der freien Enden (125) der zweiten Abschnitte (124) ein umlaufender Stützring (128) vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser gleich oder kleiner ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen (127) der Tragelemente (122) liegen.
     
    4. Wickelträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Übergangs von den ersten Abschnitten (123) der Tragelemente (122) auf die zweiten Abschnitte (124) ein Ring (131) vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser größer ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen (127) der Tragelemente (122) liegen.
     
    5. Wickelträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangserstreckung der Durchbrüche (133) des Endrings (121) im wesentlichen gleich ist dem maximalen Abstand zwischen den Schenkeln (129) eines Tragelements (122).
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht