[0001] Die Erfindung betrifft einen Wickelträger zur Aufnahme von Faden- oder Garnwickeln
mit parallel zu seiner Achse verlaufenden Tragelementen, die radial nach außen in
eine gemeinsame Zylinderfläche hineinragen, nur an einem, mit Durchbrüchen versehenen
Endring befestigt und in zwei Abschnitte aufgeteilt sind, von denen der dem Endring
zugewandte erste Abschnitt zwei Schenkel hat.
[0002] Es ist bereits ein Wickelträger dieser Art bekannt (DE-OS 24 52 127), bei dem die
Schenkel des ersten Abschnitts der Tragelemente parallel zueinander verlaufen und
mit ihrem einen Ende jeweils auf einer Seite eines Durchbruchs an dem Endring befestigt
sind. Die Durchbrüche sind dabei dem Querschnitt des zweiten Abschnitts der Tragelemente
angepaßt.
[0003] Bei diesem bekannten, in vielen Fällen zweckmäßigen Wickelträger stellt sich zuweilen
als nachteilig heraus, daß die Durchbrüche dem Querschnitt des zweiten Abschnitts
der Tragelemente weitgehend entsprechen müssen, wodurch Schwierigkeiten beim Ineinanderführen
zweier derartiger Wickelträger sich ergeben können. Ferner ist es bei diesem bekannten
Wickelträger nicht möglich, ihn in einen zweiten Wickelträger gleicher Ausbildung
um 50 % seiner Länge oder mehr einzuschieben.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, einen Wickelträger der
eingangs erwähnten Art dahingehend auszubilden, daß seine Steifigkeit bei gegenüber
dem bekannten Wickelträger im wesentlichen gleich bleibendem Materialaufwand erhöht
und dabei gleichzeitig das Ineinanderführen derartiger Wickelträger vereinfacht wird.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Wickelträger der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß jeder Schenkel des ersten Abschnitts auf der einen Seite eines
Durchbruchs des Endrings an diesem befestigt ist, daß die beiden Schenkel des ersten
Abschnitts bis zu dem vom Endring abgewandten Ende dieses Abschnitts spitzwinklig
konvergieren und daß der zweite Abschnitt als ein achsparallel verlaufendes Stabelement
ausgebildet ist. Durch die schräg aufeinanderzu verlaufenden Schenkel des ersten Abschnitts
wird eine besonders hohe Steifigkeit des Wickelträgers erreicht. Dies wirkt sich insbesondere
dann aus, wenn - was in der Regel vorteilhaft sein wird - die axiale Erstreckung des
ersten Abschnitts ein Mehrfaches der axialen Erstreckung des zweiten Abschnitts beträgt.
[0006] Das Maß, um welches ein Wickelträger in einen anderen eingeführt werden kann, ist
weitgehend frei wählbar und kann beträchtlich mehr als 50 % der Länge des Wickelträgers
ausmachen.
[0007] Die Erfindung sieht weiter vor, daß die Tragelemente durch Versteifungselemente miteinander
verbunden sind, die zumindest im Bereich des zweiten Abschnitts radial innerhalb der
Tragelemente liegen. Diese Anordnung führt zu einer weiteren Erhöhung der Steifigkeit
des Wickelträgers, ohne dabei das Ineinanderführen zweier Wickelträger zu behindern.
Die Versteifungselemente können dabei in Ebenen liegen, welche normal zur Achse des
Wickelträgers verlaufen. Es ist aber auch möglich, die Versteifungselemente geneigt
zu diesen Ebenen anzuordnen. Es ist weiter möglich, die Versteifungselemente so anzubringen,
daß die Tragelemente eines zweiten Wickelträgers auf diesen Versteifungselementen
aufliegen und somit auch den Verband mehrerer Wickelträger knickstabil machen.
[0008] Die Erfindung sieht weiter vor, daß im Bereich der freien Enden der zweiten Abschnitte
ein umlaufender Stützring vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser gleich oder kleiner
ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen der Tragelemente
liegen. Dieser Stützring bewirkt insbesondere eine Stabilisierung des Wickelträgers
im Bereich der von dem Endring entfernt liegenden Enden der Tragelemente.
[0009] Die Erfindung sieht weiter vor, daß im Bereich des Übergangs von den ersten Abschnitten
der Tragelemente auf die zweiten Abschnitte ein Stützring vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser
größer ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen der Tragelemente
liegen. Dieser Stützring dient neben einer weiteren Aussteifung des Wickelträgers
dazu, das Maß, um welches ein Wickelträger maximal in einen anderen eingeführt werden
kann, zu bestimmen.
[0010] Schließlich entspricht es einem weiteren Vorschlag der Erfindung, daß die Umfangserstreckung
der Durchbrüche des Endrings im wesentlichen gleich ist dem maximalen Abstand zwischen
den Schenkeln eines Tragelements. Dies bewirkt ein problemloses Ineinanderführen zweier
Wickelträger, indem die Fläche der Durchbrüche des einen Wickelträgers in Umfangsrichtung
betrachtet wesentlich größer ist als die entsprechende Abmessung des freien Endes
der Tragelemente eines anderen Wickelträgers. Beim weiteren Ineinanderführen dieser
Wickelträger erfolgt dann selbsttätig eine Ausrichtung in Umfangsrichtung.
[0011] Im folgenden Teil der Beschreibung werden einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht einer ersten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Wickelträgers nach der Linie 1-1 in Fig. 2,
Fig. 2 eine Ansicht des Wickelträgers in Richtung des Pfeils 2 in Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht von zwei teilweise ineinandergeführten Wickelträgern der Ausführungsform
nach Fig. 1,
Fig. 4 eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht einer zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Wickelträgers nach der Linie 4-4 in Fig 5 und
Fig. 5 eine Schnittansicht nach der Linie 5-5 in Fig. 4.
[0012] Die in den Fig. 1 - 3 dargestellte Ausführungsform des Wickelträgers weist einen
Endring 121 auf, von dem parallel zur Achse des Wickelträgers verlaufende Tragelemente
122 ausgehen. Die Tragelemente sind in einen dem Endring 121 benachbarten ersten Abschnitt
123 sowie einen sich daran anschließenden zweiten Abschnitt 124 aufgeteilt. Jedes
Tragelement 122 ist symmetrisch in bezug auf eine die Achse des Wickelträgers beinhaltende
Ebene ausgebildet. Die zweiten Abschnitte 124 sind an ihren freien Enden 125 abgeschrägt.
Jedes Tragelement 122 hat eine durchgehende Außenfläche 126. Die Außenflächen 126
aller Tragelemente 122 liegen auf einer gemeinsamen zylindrischen Hüllfläche. Jedes
Tragelement 122 hat eine Innenfläche 127, wobei die Innenflächen aller Tragelemente
122 auf einer gemeinsamen Zylinderfläche liegen.
[0013] Die dem Endring 121 benachbarten ersten Abschnitte 123 der Tragelemente 122 bestehen
jeweils aus zwei geneigt zueinander verlaufenden Schenkeln 129, die an dem von dem
Endring 121 abgewandten Ende des ersten Abschnittes 123 spitzwinklig konvergieren.
Die zweiten Abschnitte 124 der Tragelemente 122 sind achsparallel verlaufende Stabelemente,
die im Bereich ihrer freien Enden durch einen Stützring 128 miteinander verbunden
sind, wie dies insbesondere Fig. 2 zeigt. Der Stützring 128 hat einen Außendurchmesser,
der geringfügig kleiner ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen
127 der Tragelemente 122 liegen. Die axiale Erstreckung des zweiten Abschnitts 124
entspricht bei dieser Ausführungsform nur einem geringen Teil der axialen Erstreckung
des gesamten Wickelträgers.
[0014] Die Schenkel 129 sind derart mit dem Endring 121 verbunden, daß in dem Endring Durchbrüche
133 entgehen, welche dem maximalen Umfangsabstand von zwei Schenkeln 129 eines Tragelements
122 entsprechen. Die radial äußere Begrenzung der Durchbrüche 133 liegt auf einem
Kreis, dessen Durchmesser geringfügig größer ist als die zylindrische Hüllfläche,
auf der die Außenflächen 126 der Tragelemente 122 liegen.
[0015] Beim Ineinanderführen zweier axial ausgerichteter Wickelträger werden zunächst die
freien Enden der als Stabelemente ausgebildeten zweiten Abschnitte 124 der Tragelemente
122 in die Durchbrüche 133 eingeführt. Da die Abmessungen der Durchbrüche in Umfangsrichtung
wesentlich größer sind als die entsprechenden Abmessungen der zweiten Abschnitte 124,
ist das Ineinanderführen völlig problemlos. Beim weiteren Ineinanderschieben erfolgt
selbsttätig eine gewisse Ausrichtung der benachbarten Wickelträger, indem die freien
Enden 125 der zweiten Abschnitte 124 auf einen Schenkel 129 treffen, der erforderlichenfalls
eine Relativdrehung der beiden Wickelträger um ihre gemeinsame Achse bewirkt.
[0016] Zusätzlich zu dem Stützring 128 können auch bei der Ausführungsform nach Fig. 1 -
3 weitere Stützelemente vorgesehen sein. Es ist weiter möglich, mit den Tragelementen
122 Sperrelemente zu verbinden, die das Maß des maximalen Ineinanderführens zweier
Wickelträger positiv begrenzen.
[0017] Die Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes nach den Fig. 4 und 5 unterscheidet
sich von derjenigen nach den Fig. 1 - 3 im wesentlichen nur dadurch, daß bei ihr die
axiale Erstreckung der beiden Abschnitte der Tragelemente 122 etwa gleich ist. Auch
bei dieser Ausführungsform sind im Endring 121 Durchbrüche 133 vorgesehen. Ferner
weist auch diese Ausführungsform einen Stützring 128 auf.
[0018] Im Bereich des Übergangs von den ersten Abschnitten 123 der Tragelemente 122 auf
die zweiten Abschnitte 124 ist ein Ring 131 vorgesehen. Dieser Ring 131 hat eine Basis
132, die radial innerhalb der Tragelemente 122 liegt. Mit dieser Basis 132 wiederum
ist ein Ringansatz 134 verbunden, dessen Außendurchmesser größer ist als der Durchmesser
der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen 127 der Tragelemente 122 liegen. Der
Ringansatz 134 bewirkt, daß das maximale Maß, um welches ein Wickelträger in einen
anderen eingeführt werden kann, positiv begrenzt wird.
[0019] Zwischen dem Stützring 128 und dem Ringansatz 134 sind Versteifungselemente 135 vorgesehen,
deren Außendurchmesser geringfügig kleiner ist als die Hüllfläche, auf der die Innenflächen
127 der Tragelemente 122 liegen. Die Versteifungselemente 135 sind bei der in Fig.
4 dargestellten Ausführungsform derart zwischen zwei Tragelementen angeordnet, daß
sie in bezug auf eine normal zur Achse des Wickelträgers gerichtete Ebene geneigt
verlaufen. Zwei jeweils entgegengesetzt geneigte Versteifungselemente 135 kreuzen
sich dabei. Die Anordnung der Versteifungselemente 135 ist weitgehend beliebig wählbar.
Insbesondere kommt auch die Anordnung dieser Versteifungselemente in normal zur Achse
des Wickelträgers verlaufenden Ebenen in Betracht.
[0020] Die Wickelträger nach den hier beschriebenen Ausführungsformen werden zweckmäßigerweise
aus Kunststoff gefertigt, können aber auch aus jedem anderen geeigneten Material hergestellt
werden.
1. Wickelträger mit parallel zu seiner Achse verlaufenden Tragelementen, die radial
nach außen in eine gemeinsame Zylinderfläche hineinragen, nur an einem, mit Durchbrüchen
versehenen Endring befestigt und in zwei Abschnitte aufgeteilt sind, von denen der
dem Endring zu-. gewandte erste Abschnitt zwei Schenkel hat, dadurch gekennzeichnet
, daß jeder Schenkel (129) des ersten Abschnitts (123) auf der einen. Seite eines
Durchbruches (133) des Endrings (121) an diesem befestigt ist, daß die beiden Schenkel
(129) des ersten Abschnitts (123) bis zu dem vom Endring (121) abgewandten Ende dieses
Abschnitts (123) spitzwinklig konvergieren und daß der zweite Abschnitt (124) als
ein achsparallel verlaufendes Stabelement ausgebildet ist.
2. Wickelträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (122)
durch Versteifungselemente (135) miteinander verbunden sind, die zumindest im Bereich
des zweiten Abschnitts (124) radial innerhalb der Tragelemente (122) liegen.
3. Wickelträger nach Anspruch'2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der freien Enden (125) der zweiten Abschnitte
(124) ein umlaufender Stützring (128) vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser gleich
oder kleiner ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen
(127) der Tragelemente (122) liegen.
4. Wickelträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
im Bereich des Übergangs von den ersten Abschnitten (123) der Tragelemente (122) auf
die zweiten Abschnitte (124) ein Ring (131) vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser
größer ist als der Durchmesser der Zylinderfläche, auf der die Innenflächen (127)
der Tragelemente (122) liegen.
5. Wickelträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umfangserstreckung der Durchbrüche (133) des Endrings (121) im wesentlichen gleich
ist dem maximalen Abstand zwischen den Schenkeln (129) eines Tragelements (122).