(19)
(11) EP 0 004 302 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.10.1979  Patentblatt  1979/20

(21) Anmeldenummer: 79100632.3

(22) Anmeldetag:  03.03.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2H05B 3/74, F24C 7/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
FR GB IT

(30) Priorität: 21.03.1978 DE 2812247

(71) Anmelder: AKO-Werke GmbH & Co
D-7988 Wangen/Allgäu (DE)

(72) Erfinder:
  • Malina, Viktor, Ing. grad.
    D-7964 Kisslegg/Allgäu (DE)

(74) Vertreter: Vogl, Leo, Dipl.-Ing. 
Blumenweg 4
D-90537 Feucht
D-90537 Feucht (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrische Kochplatte


    (57) Die Erfindung betrifft eine elektrische Kochplatte für einen Herd od. dgl. mit einer Glaskeramikplatte, die mit Abstand oberhalb eines elektrischen Heizelementes angeordnet ist. Das Heizelement besteht aus einem wendelförmig gewickelten Heizwiderstand (5), der in spiraliger Anordnung in einem Isolierkörper (2) gelagert ist.
    Um zu erreichen, daß ein hoher Anteil der erzeugten Wärme durch Strahlung auf die Glaskeramikplatte übergeht und nur eine geringe Wärmeableitung an den Isolierkörper (2) erfolgt, ist der Heizwiderstand (5) zwischen Stiftreihen (3) am Isolierkörper (2) verklemmt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Kochplatte für einen Herd oder dergl. mit einer Glaskeramikplatte, die mit freiem Abstand oberhalb mindestens eines elektrischen Heizelementes angeordnet ist, das aus einem wendelförmig gewickelten Heizwiderstand besteht, der in spiralenförmiger Anordnung in einem Isolierkörper gelagert ist, wobei die Glaskeramikplatte auf dem Rand des topfartigen Isolierkörpers ruht.

    [0002] Eine bekannte derartige Kochplatte (DE-OS 2 500 586) weist einen die Glaskeramikplatte mit erhöhten Rändern tragenden Isolierstoffträger auf, in dessen Boden zwischen den vorstehenden Rändern Nuten eingeformt sind, die im wesentlichen spiralförmig verlaufen und zur Aufnahme eines wendelförmig gewickelten Heizwiderstandes ausgebildet sind, wobei der Heizwiderstand in den Nuten versenkt angeordnet ist. Die Nuten können eine rechteckige oder halbrunde Bodenform aufweisen und der Heizwiderstand wird auf der ganzen Länge oder abschnittweise festgekittet. Nachteilig dabei ist die große Wärmeabgabe des Heizwiderstandes an den ihn umschließenden Isolierstoffträger.

    [0003] Ferner ist eine elektrische Kochplatte bekannt (DE-AS 2 339 768), bei der auf der ebenen Innenfläche eines tellerartigen Gebildes unter Zwischenlage einer Wärmeisoliermaterialschicht eine schneckenförmig von der Mitte nach außen verlegte Heizwendel mittels Klammern gehalten wird. Diese Halterung der Heizwendel ist fertigungsmäßig sehr aufwendig. Außerdem ist der mechanische Halt der Heizwendel im Isolierkörper nur gering, da die verwendeten Drahtklammern lediglich durch Reibschluß im relativ weichen Isoliermaterial sitzen.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wärmeabgabe des Heizelementes an die Glaskeramikplatte durch Strahlung möglichst groß und die Wärmeabgabe des Heizelementes an die Halterung bzw. den Isolierkörper möglichst klein zu halten, wobei die Befestigung der Heizwendel ohne zusätzliche Hilfsmittel möglich sein soll.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß ausgehend von einer elektrischen Kochplatte der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Heizwiderstand zwischen Stiftreihen oder dergl. des Isolierkörpers verklemmt ist.

    [0006] Da die den elektrischen Heizwiderstand bildende Heizwendel seitlich nur abschnittweise und in linienförmiger oder nur punktweiser Berührung mit den Stiftreihen des Isolierkörpers steht, ist die Wärmeabgabe an den Isolierkörper sehr gering und gleichzeitig die Strahlung zur Glaskeramikplatte besonders intensiv. Durch das Verklemmen der Heizwendel zwischen die Stiftreihen ergibt sich eine einfache Montage ohne zusätzliche Befestigungsmittel.

    [0007] Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

    [0008] An Hand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt:

    Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Kochplatte,

    Fig. 2 einen Schnitt durch die Kochplatte, wobei die Glaskeramikplatte abgenommen ist.



    [0009] Die elektrische Kochplatte besteht im wesentlichen aus einem teller- oder topfförmigen Isolierkörper 2, auf dessen Boden ein Heizwiderstand 5 angeordnet ist, während der Tellerrand eine nicht gezeichnete Glaskeramikplatte abstützt. Um eine gedachte Spirale oder Schneckenlinie 1, die auf der Innenfläche des Isolierkörpers 2 von innen nach außen verläuft sind beiderseits zylinderförmige Nocken 3 nach Art von Stiftreihen angeordnet. Der Abstand 4 dieser Stiftreihen senkrecht zur gedachten Schneckenlinie ist so gewählt, daß eine etwas kleinere lichte Weite entsteht als der Durchmesser der Heizwendel 5 beträgt. Dem Verlauf der gedachten Schneckenlinie bzw. Spirale entsprechend wird die Heizwendel zwischen die zylinderförmigen Nocken oder dergl. eingelegt. Durch die Pressung, die die Heizwendel zwischen den Nocken 3 erhält, wird der Heizwiderstand im Isolierkörper 2 gehalten. Die Höhe h der Nocken bzw. Stifte 3 entspricht mindestens dem halben Durchmesser des Heizwiderstandes 5.


    Ansprüche

    1. Elektrische Kochplatte für einen Herd oder dergl. mit einer Glaskeramikplatte, die mit freiem Abstand oberhalb mindestens eines elektrischen Heizelementes angeordnet ist, das aus einem wendelförmig gewickelten Heizwiderstand besteht, der in spiralenförmiger Anordnung in einem Isolierkörper gelagert ist, wobei die Glaskeramikplatte auf dem Rand des topfartigen Isolierkörpers ruht, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizwiderstand (5) zwischen Stiftreihen (3) oder dergl. des Isolierkörpers (2) verklemmt ist.
     
    2. Kochplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stiftreihen (3) aus spiralförmig am Isolierkörper (2)+ angeformten zylinderförmigen Nocken, Noppen oder dergl. bestehen und der Abstand (4) zweier Stiftreihen geringfügig kleiner als der Durchmesser des einzuklemmenden Heizwiderstandes (5) ist.
     
    3. Kochplatte nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (h) der Stiftreihen (3) wenigstens dem halben Durchmesser des Heizwiderstandes (5) entspricht.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht