[0001] Die Erfindung betrifft einen Präsentierständer zur sortierten Zurschaustellung von
vorzugsweise in flachen Packungen verpackter Ware, bestehend aus mehreren an einer
senkrechten Ständersäule übereinander angebrachten Warenhaltern.
[0002] Ein derartiger Präsentierständer ist durch die DE-OS 2 256 722 bekannt und trägt
an einer Ständersäule eine Vielzahl von übereinander angeordneten Warenhaltern, wobei
diese Warenhalter in Form von Körben ausgebildet sind, in welche die einzelnen flachen
Warenpackungen senkrecht stehend nebeneinander angeordnet werden können.
[0003] Beim Warenverkauf und insbesondere beim Verkauf von Textilien ist man bestrebt, die
Ware in entsprechenden Warenständern übersichtlich und sortiert zur Schau zu stellen,
um dadurch den Kauf anzuregen und die Auswahl der Ware sowie den Verkauf zu erleichtern.
Bei dieser übersichtlichen Anordnung der Ware soll jedoch möglichst viel Ware auf
einem möglichst engen Raum untergebracht werden. Bei in flachen Packungen verpackter
Ware trägt in der Regel die Vorderseite der Warenpackung die Warenbeschreibung und
eine die Werbung unterstützende Aufmachung. Es ist daher wünschenswert, daß diese
Vorderseite bei dem Präsentieren der Ware sichtbar bleibt.
[0004] Bei den korbartigen bekannten Warenhaltern werden die flachen Warenpackungen nebeneinander
in den Warenkorb gestellt, so daß die mit der Warenbezeichnung bzw. der Werbeaufmachung
versehene Vorderseite der Packung jeweils von der benachbarten Packung verdecktistund
schließlich bei einem vollen Warenkorb diese Vorderseite nicht ohne weiteres einsehbar
ist. Ein weiterer Nachteil derartiger Warenkörbe besteht darin, daß sie im teilgefüllten
Zustand die Ware nicht senkrecht stehend halten, so daß einzelne Warenpackungen umfallen
können und durch die Handhabung der Käufer beim Aussuchen der Waren sehr rasch die
geordnete Anordnung verloren geht.
[0005] Für die Präsentation und den Verkauf von Ware ist es von großem Vorteil, wenn immer
zumindest eine Frontseite mit dem Werbeträger und der Warenbezeichnung einer gleichartigen
Gruppe von Packungen voll sichtbar ist.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Präsentierständer der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, bei dem in flachen Packungen verpackte Ware räumlich dicht
nebeneinanderstehend angeordnet werden kann, wobei immer die mit dem Werbeträger und
der Warenbezeichnung versehene Frontseite einer Warenpackung aus einer Gruppe von
gleichartigen Warenpackungen sichtbar ist. Dabei soll dafür Sorge getragen werden,
daß auch bei der Herausnahme einzelner Warenpackungen aus dem Warenhalter die übrigen
Packungen einwandfrei in der vorgesehenen Anordnung stehenbleiben.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Warenhalter aus zwei oder
mehreren, vorzugsweise drei oder vier in gleichen winkligen Abständen zueinander von
der Ständersäule waagrecht wegverlaufenden Kragarmen bestehen, von welchen kammartig
in der Ebene der Kragarme verlaufende Bügel ausgehen, die in gleichmäßigen Abständen
voneinander in den jeweiligen von zwei benachbarten Kragarmen eingeschlossenen Flächenbereich
ragen, und daß jeweils zwei Warenhalter derartig übereinander angeordnet sind, daß
die übereinander liegenden Bügel der beiden Warenhalter kreuzweise zueinander verlaufen.
[0008] Bei einem nach den Merkmalen der Erfindung ausgebildeten Präsentierständer ergibt
sich durch die Anordnung zweier Warenhalter übereinander mit kreuzweise zueinander
verlaufenden Bügeln der große Vorteil, daß die Ware auf dem unteren Warenhalter aufstehen
kann und im oberen Warenhalter zwischen den einzelnen Bügeln festgehalten wird. Dadurch
läßt sich ein Stapel von Waren hintereinander anordnen, wobei die vorderste Warenpackung
mit der Warenbezeichnung und dem Werbeträger sichtbar bleibt. Beim Herausnehmen der
Ware wird durch die Maßnahme der Erfindung dafür gesorgt, daß alle Warenpackungen
selbst bis zur letzten in der stehenden Position festgehalten werden und nicht umfallen
können.
[0009] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung gehen die Krag- . arme von einem
an der Ständersäule höhenverstellbaren Bund aus. Durch diese Anordnung kann der Abstand
der Warenhalter auf die Größe der einzelnen Packungen angepaßt werden, so daß der
Präsentierständer universell einsetzbar ist. Je nach der Höhe der Ständersäule können
mehr oder weniger Warenhalterpaare übereinander angeordnet werden, so daß sich auf
sehr engem Raum eine große Vielzahl von einzelnen Warenpackungen unterbringen läßt.
[0010] Je nach der Anzahl der Kragarme gibt es eine entsprechende Anzahl von Warengruppen,
die mit Hilfe von zwei Warenhaltern übersichtlich und sortiert zur Schau gestellt
werden können. Es ist vorgesehen, daß die Umfangsfläche des höhenverstellbaren Bundes
für einen Warenhalter mit drei Kragarmen sechseckig und für einen Warenhalter mit
vier Kragarmen viereckig ist. Auf diese Weise läßt sich der Kragarm leicht an der
Oberfläche des Bundes flach aufliegend befestigen.
[0011] Die Ausgestaltung der Kragarme sowie der U-förmigen Drahtbügel kann beliebig sein,
jedoch sieht die Erfindung für eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung vor, daß
die Kragarme aus einem senkrecht stehenden Flachmaterial bestehen, an welchem U-förmige
Drahtbügel mit dem freien Ende der Schenkel am oberen und unteren Rand bezüglich einer
durch die Schenkel verlaufenden Ebene senkrecht stehend befestigt sind. Bei einer
derartigen Ausgestaltung ist es auch vorgesehen, daß die Kragarme selbst als U-förmige,
senkrecht stehende Tragbügel ausgebildet sind, mit welchen die freien Enden der Drahtbügelschenkel
verbunden sind.
[0012] Für den Fall, daß die Präsentation der Ware an der Ständersäule drehbar sein soll,
ist ferner vorgesehen, daß jeweils die beiden zusammenwirkenden Warenhalter im Bereich
des. Bundes miteinander verwindungssteif verbunden sind.
[0013] Da die flachen Warenpackungen verschiedener Waren unterschiedlich dick sind, ist
es wünschenswert, die Abstände der einzelnen Bügel voneinander an die Dicke der Warenpackung
anpassen zu können.
[0014] Die Erfindung sieht deshalb vor, daß die Kragarme aus Profilschienen bestehen, in
welche die Bügel in unterschiedlichen oder gleichen Abständen voneinander arretierbar
eingesetzt sind.
[0015] Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Position der Bügel an die Dicke der Warenpackung
anzupassen, so daß innerhalb eines Präsentierständers Warenpackungen unterschiedlicher
Dicke untergebracht werden können, ohne daß Stauraum verloren geht, was unvermeidlich
ist, wenn bei gleichmäßigen Abständen der Bügel Warenpackungen mit einer wesentlich
geringeren Dicke als dem Bügelabstand einsortiert werden.
[0016] Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Profilschiene
einen C-förmigen Querschnitt hat, in welchen ein komplementär geformter Fuß einsetzbar
ist, der den Bügel trägt.
[0017] Das Stauen und Präsentieren von Warenpackungen nach den Maßnahmen des Hauptpatentes
und der vorliegenden Erfindung sind jedoch nicht auf einen Präsentierständer an einer
senkrecht stehenden Säule beschränkt, sondern lassen sich auch an einem Präsentierständer
verwirklichen, der an einer Wand befestigt ist.
[0018] Die Erfindung sieht deshalb auch für einen Präsentierständer zur sortierten Zurschaustellung
von flachen Warenpackungen bestehend aus mehreren, an einer senkrechten Wand angebrachten
Warenhaltern, welche aus zwei oder mehreren waagerecht übereinander verlaufenden Profilschienen
bestehen, erfindungsgemäß vor, daß von den Profilschienen kammartig Bügel ausgehen,
die in unterschiedlichen oder gleichen Abständen voneinander arretierbar jeweils derartig
übereinander angeordnet sind, daß die Bügel übereinanderliegender Warenhalter kreuzweise
zueinander verlaufen.
[0019] Die Profilschiene kann in vorteilhafter Weise ebenfalls einen C-förmigen Querschnitt
haben, in welchen ein komplementär geformter und den Bügel tragender Fuß einsetzbar
ist.
[0020] Ein derartiger Präsentierständer läßt sich nicht nur an einer Wand, sondern auch
an einem frei stehenden Regal anbringen, indem die Profilschienen in herkömmlicher
Weise an Regalstützen befestigt werden.
[0021] Für die Befestigung der Bügel an dem in die Profilschiene einschiebbaren Fuß ist
insbesondere für die Verwendung der Bügel zusammen mit in einer Ebene übereinander
angeordneten Profilschienen, z. B. an einer Wand oder einem Regal vorgesehen, daß
am einen Warenhalter die Bügel vom Fuß aus unter einem Winkel von etwa 30
0 bis etwa 60° zur Ebene der Profilschiene verlaufen, und daß am darüber- und/oder
darunterliegenden Warenhalter die Bügel vom Fuß aus unter einem Winkel von etwa 120°
bis etwa 150° zur Ebene der Profilschiene verlaufen.
[0022] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß am Fuß, in der
Ebene des Bügels oder unmittelbar daneben parallel zur Ebene eines U-förmigen Bügels
verlaufend ein weiterer L-förmiger Bügel nach unten hängend angeordnet ist. Mit einer
derartigen Ausgestaltung wird erreicht,daß bei verhältnismäßig großem Abstand der
übereinander befindlichen Warenhalter die Ware auch noch in einer Zwischenebene gegen
seitliches Verschieben oder Kippen geschützt wird.
[0023] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht auch vor, daß anstelle
des Bügels und des weiteren L-förmigen Bügels eine rrennplatte am Fuß befestigt wird.
Diese Trennplatte übernimmt so wohl die Trenn- als auch die Haltefunktion der Bügel
und ist beim Einordnen von Warenpackungen besonders vorteilhaft, die sehr unterschiedliche
Höhenabmessungen haben.
[0024] Der Präsentierständer gemäß der Erfindung ist nicht nur für das Einordnen von beispielsweise
in flachen Warenpackungen verpackten Textilien, sondern auch für das Präsentieren
und Einordnen von Büchern geeignet. Um jedoch bei empfindlichen Waren die auf den
Drahtkanten aufliegende Stirnseite der Warenpackung gegen Verformung zu schützen,
was insbesondere beim Einordnen von Büchern wünschenswert ist, sieht die Erfindung
vor, daß die Bügel bzw. Platten längs der Oberkante einen Ablagestreifen tragen. Dieser
Ablagestreifen kann aus einer auf einem oder mehreren Bügeln oder Platten aufsteckbaren
oder auflegbaren Platte bestehen.
[0025] Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Präsentierständers gemäß der Erfindung mit mehreren
paarweise übereinander angeordneten Warenhaltern für flache Warenpackungen unterschiedlicher
Größe;
Fig. 2 zwei vierteilige übereinander-liegende Warenhalter in perspektivischer Ansicht,
mit einer für die Aufnahme von flachen Warenpackungen vorgesehenen Zuordnung;
Fig. 3 einen dreiteiligen Warenhalter in perspektivischer Ansicht;
Fig. 4 einen Warenhalter, wie er an einer senkrechten Ständersäule mehrfach übereinander
angeordnet angebracht werden kann;
Fig. 5 einen Schnitt durch eine als Kragarm verwendbare Profilschiene, in welche ein
an einem Fuß befestigter Bügel eingesetzt ist;
Fig. 6 eine Seitenansicht von zwei übereinander an einer Wand befestigten Profilschienen
mit eingesetzten Bügeln;
Fig. 7 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 3;
Fig. 8 eine an einem Fuß befestigte Trennplatte in Seitenansicht;
Fig. 9 eine an einem Fuß befestigte Trennplatte in Vorderansicht mit einem aufgesteckten
Ablagestreifen.
[0026] In Fig. 1 ist ein Präsentierständer mit einem Ständerfuß 10 und einer Ständersäule
12 dargestellt, an dem Warenhalter 14 gemäß der Erfindung angebracht sind. Die Warenhalter
14 sind als vierteilige Warenhalter aufgebaut, wie sie aus der perspektivischen Darstellung
gemäß Fig. 2 hervorgehen.
[0027] Aus Fig. 2 ist zu entnehmen, daß jeder Warenhalter 14 aus einem Bund 16 und von diesem
ausgehenden Kragarmen 18 besteht. An den Kragarmen sind jeweils U-förmige Bügel 20
befestigt, die parallel zu einem benachbarten Kragarm 18 verlaufen. Diese U-förmigen
Bügel 20 sind in einem solchen Abstand an dem Kragarm befestigt, daß zwischen die
Bügel mindestens eine flache Warenpackung einsteckbar ist.
[0028] Durch die paarweise Zuordnung von zwei um 180° gegeneinander verschwenkt angeordneten
und übereinanderliegenden Warenhaltern 14, wie dies in der perspektivischen Ansicht
gemäß Fig. 2 gezeigt ist, verlaufen die Bügel 20 der beiden Warenhalter in einem durch
jeweils zwei Kragarme begrenzten und übereinanderliegenden Sektor kreuzweise zueinander.
Diese Anordnung erlaubt es, wie aus Fig. 1 entnehmbar, zwischen die Bügel 20 des jeweils
oberen Warenhalters eines Paares Warenpackungen einzuschieben, die auf den Bügeln
des zugeordneten unteren Warenhalters aufliegen. Dadurch erhält man die Möglichkeit,
in einem durch die Kragarme begrenzten Sektor eine Vielzahl von flachen Warenpackungen
hintereinander anzuordnen, die alle auf den Bügeln 20 des zugeordneten unteren Warenhalters
aufliegen. Mit dieser Anordnung ist eine äußerst dichte Packung der Ware an einem
Präsentierständer in sehr übersichtlicher und geordneter Weise möglich, da die flachen
Packungen durch die Bügel in ihrer senkrechten Lage immer festgehalten werden und
die Frontseite bzw. der Werbeträger mit den Warenangaben der Packung an der äußersten
Packung immer gut leserlich sichtbar ist.
[0029] Wie aus der Darstellung gemäß Fig. 1 hervorgeht, können je nach der Größe der Warenpackungen
die Warenhalter eines Paares in einem entsprechenden Abstand übereinander angeordnet
werden, wobei eine höhenverstellbare Anordnung der Warenhalter an der Ständersäule
die Möglichkeit bietet, auch den Zwischenraum zwischen der oberen Kante der Warenpackungen
und dem nächstfolgenden Warenträger äußerst klein zu halten. Dies führt dazu, daß
mit Hilfe des Präsentierständers der verfügbare Raum äußerst intensiv ausgenutzt werden
kann.
[0030] In Fig. 3 ist ein dreiteiliger Warenhalter dargestellt, bei dem die Kragarme 18 unter
einem Winkel von 120° zueinander verlaufen. Die U-förmigen Bügel 20 erstrecken sich
parallel zu dem benachbarten Kragarm, der zusammen mit dem die Bügel tragenden Kragarm
den Sektorbereich begrenzt, in welchen die U-förmigen Bügel 20 ragen.
[0031] In der Zeichnung nicht dargestellt sind Warenhalter mit zwei Kragarmen oder mehr
als vier Kragarmen, jedoch ist ohne weiteres vorstellbar, daß bei einer Ausführung
eines Warenhalters mit zwei Kragarmen von diesen Kragarmen nach beiden Seiten U-förmige
Bügel verlaufen können. Durch eine Verdrehung des zweiten zugeordneten Warenhalters
eines Paares um 90° erhält man ebenfalls eine kreuzweise Anordnung der Bügel der beiden
Warenhalter eines Paares, so daß die Ablage der flachen Warenpackungen in der erwähnten
Weise möglich ist.
[0032] Für einen Warenhalter mit fünf Kragarmen verlaufen diese unter einem Winkel von 72°
zueinander, so daß fünf Sektorbereiche entstehen, in welche die U-förmigen Bügel ragen.
Bei der Verwendung solcher 5-teiliger Warenhalter ergibt sich eine seitliche Staffelung
der flachen Warenpackungen hintereinander, wobei die ständernahen Packungen etwas
zurückversetzt sind.
[0033] Obwohl in der Zeichnung nicht dargestellt, können die zwei Warenhalter 14 eines Paares
miteinander drehfest verbunden sein, indem beispielsweise der Bund des oberen Warenhalters
mit dem Bund des unteren durch eine Hülse fest verbunden ist. Bei einer derartigen
Ausgestaltung können die Warenhalter paarweise an der Ständersäule paarweise individuell
drehbar angeordnet werden. Eine solche drehbare Ausgestaltung der Warenhalter kann
wesentlich zu einer verkaufsintensiveren Darbietung beitragen.
[0034] Die Kragarme 18 der einzelnen Warenhalter können aus einem flachen Material hergestellt
sein, das mit entsprechenden Stirnflächen des Bundes 16 verschweißt ist. Die Verwendung
eines U-förmigen Drahtbügels für den Kragarm 18, wie er in der Zeichnung dargestellt
ist, erweist sich als besonders vorteilhaft, da sich auf diese Weise ein verhältnismäßig
leichter Warenhalter herstellen läßt. Die Bügel 20 sind vorzugsweise ebenfalls aus
einem Draht U-förmig gebogen und sind mit den freien Enden am U-förmigen Drahtbügel
des Kragarmes in senkrechter Lage bezüglich einer Ebene durch die Schenkel verschweißt.
[0035] Obwohl in der Zeichnung nicht dargestellt, ist es auch möglich, an einem flachen
bzw. runden Stab als Kragarm anstelle der U - förmigen Drahtbügel 20 fingerförmige
Stäbe anzuschweißen. Diese Ausgestaltung ist insbesondere für eine Verwendunggeeignet,
bei der die Abmessungen der einzelnen Warenhalter aufgrund kleiner Warenpackungen
verhältnismäßig klein sind. Diese Art der Ausgestaltung ist für kleine Warenpackungen
mit geringem Gewicht besonders preiswert.
[0036] Der in Fig. 1 dargestellte Warenhalter 30 wird zusammen mit weiteren Warenhaltern
der gleichen Art auf die Ständersäule eines nicht dargestellten Präsentierständers
aufgesteckt. Der Warenhalter besteht aus einem Bund 31, von dem Kragarme in Form von
Pröfilschienen 32 ausgehen. In der Darstellung ist ein dreiteiliger Warenhalter mit
drei unter einem Winkel von 120 gegeneinander versetzten Profilschienen dargestellt.
Der Warenhalter kann jedoch auch vierteilig aufgebaut sein, so daß vier unter einem
Winkel von 90° gegeneinander versetzte Profilschienen vom Bund 31 ausgehen. In die
C-förmigen Profilschienen 32 sind die Bügel mit jeweils einem komplementär geformten
Fuß 33 einsetzbar.
[0037] Der Aufbau eines an einem Fuß 33 befestigten Bügels geht aus Fig. 2 im Detail hervor.
Daraus kann man entnehmen, daß der Fuß 33 aus einem kurzen Profilstück besteht, das
in die Profilschiene 32 einschiebbar ist und mit einer Frontfläche geringfügig über
die vordere Ebene der Profilschiene übersteht. Mit Hilfe einer oder zwei Arretierschrauben
34 kann der Fuß in der Profilschiene an beliebiger Stelle verklemmt werden. Von der
Frontfläche des Fußes aus erstreckt sich unter einem nachfolgend noch näher erläuterten
Winkel einerseits ein U-förmiger Bügel 35 und andererseits ein L-förmiger Bügel 36,
welche bei der dargestellten Ausführungsform aus Draht hergestellt sind.
[0038] Beim Aufbau eines Präsentierständers werden, wie im Hauptpatent dargestellt, jeweils
paarweise zwei um 180 gegeneinander verschwenkte Warenhalter auf die Ständersäule
aufgeschoben. Damit wird erreicht, daß die übereinanderliegenden Profilschienen jeweils
mit der offenen Profilseite abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen weisen. Die
in die Profilschiene mit dem Fuß 33 eingesetzten Bügel ragen jeweils in .durch zwei
Kragarme begrenzte Sektoren, wobei sich die Bügel zweier übereinanderliegender Warenhalter
kreuzweise überschneiden.
[0039] Bei der Verwendung eines Warenhalters 30 mit drei unter einem Winkel von 120° versetzten
Profilschienen 32 ist es zweckmäßig, die U-förmigen Bügel 35 und die L-förmigen Bügel
36 an dem Fuß 33 jeweils unter einem Winkel von weniger als 90°, vorzugsweise einem
Winkel zwischen etwa 30 und 60° zur Ebene der Frontfläche anzuordnen. Bei der in Fig.
4 dargestellten Ausführungsform verlaufen die Bügel 35 und 36 unter einem Winkel von
45
0 zur Frontfläche des Fußes 33, wobei die Bügel auf die Senkrechte zur Frontfläche
bezogen jeweils in der Draufsicht gesehen nach links geschwenkt sind..Geht man davon
aus, daß oberhalb und unterhalb des Warenhalters 30 gemäß Fig. 4 jeweils weitere um
180° gedrehte Warenhalter angeordnet sind, so sind in diese nicht dargestellten Warenhalter
Bügel einzusetzen, die in der Draufsicht von der Senkrechten zur Frontfläche des Fußes
33 ausgehend um 45° nach rechts verschwenkt sind. Dadurch erhält man die Möglichkeit,
in einem durch die Kragarme begrenzten Sektor eine Vielzahl von Warenpackungen nebeneinander
anzuordnen, die alle auf den Bügeln des jeweils darunterliegenden Warenhalters aufliegen.
[0040] In den Fig. 6 und 7 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Profilschienen
32 an .einer Wand übereinander befestigt sind. In den Profilschienen 32 sind jeweils
an Füßen 33 Bügel mit U-förmigen Bügeln 35 und L-förmigen Bügeln 36 in der Breite
der Warenpackungen entsprechenden Abständen befestigt. Die U-förmigen Bügel, bzw.
die L-förmigen Bügel der unteren Reihe sind mit den Bezugszeichen 35' und 36' gekennzeichnet,
so daß in der Draufsicht gemäß Fig. 7 die Zugehörigkeit der Bügel zur oberen oder
unteren Reihe erkenntlich ist. Mit Hilfe von in den Präsentierständer eingesteckten
Warenpackungen 40, die strichpunktiert dargestellt sind, kann man erkennen, daß eine
zwischen zwei benachbarten Bügeln in der oberen Reihe gehaltene Warenpackung auf der
unteren Bügelreihe aufliegt und gehalten wird. Aus der Darstellung gemäß Fig. 6 ist
auch leicht zu entnehmen, daß mit Hilfe des L-förmigen Bügels 36 ein Kippen der Warenpackung
nach der Seite vermieden werden kann.
[0041] Als Auflage für die untere Reihe der Warenpackungen 40 ist ein Bord 38 gemäß Fig.
6 vorgesehen.
[0042] Wie man aus der Darstellung gemäß Fig. 7 entnehmen kann, sind die Bügel aus einer
senkrecht zur Frontfläche des jeweiligen Fußes 33 verlaufenden Ebene in der einen
Reihe nach rechts und in der anderen Reihe nach links verschwenkt, wobei der Winkel
zur Ebene der Profilschiene etwa 6C ° beträgt.
[0043] In den Fig. 8 and 9 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei
der anstelle der U-förmigen Bügel 35 und L-förmigen Bügel 36 eine Trennplatte 42 am
Fuß 33 befestigt ist. Diese Trennplatte 42 kann aus einer Blechplatte oder Kunststoffplatte
bestehen, wobei transparente Kunststoffplatten besonders vorteilhaft sind. Bei der
Verwendung von Kunststoff kann auch der Fuß 33 aus Kunststoff hergestellt sein, womit
sich die Möglichkeit bietet, sowohl den Fuß als auch die Trennplatte 42 in einem Formvorgang
herzustellen.
[0044] Der Präsentierständer gemäß der Erfindung ist zum Präsentieren von flachen Warenpackungen
aller Art geeignet, wobei diese Warenpackungen als Weich- oder Hartpackungen ausgeführt
sein können. Wenn bei der Ablage der Warenpackungen ein Eindrücken der auf dem jeweils
unteren Warenhalter aufliegenden Stirnkante der Packung vermieden werden soll, ist,
wie in Fig. 9 dargestellt, ein Ablagestreifen vorgesehen, der auf den oberen Rand
der Trennplatte 42 oder auf den U-förmigen Bügel 35 aufsteckbar ist. Dieser Ablagestreifen
kann die Form eines steckbaren T-Profils haben, jedoch ist es auch möglich, den Ablagestreifen
in Form von Platten herzustellen, die auf mehrere Trennplatten bzw. Bügel aufsteckbar
sind. Beim Aufstecken der Ablagestreifen auf einen U-förmigen Bügel ist es zweckmäßig,
daß beide Schenkel des U-förmigen Bügels 35 von der Stecknut des Ablagestreifens aufgenommen
werden.
[0045] Bei dem Aufbau eines Präsentierständers mit übereinander an einer Ständersäule angeordneten
Warenhaltern 30 gemäß Fig. 4 können die Ablagestreifen auch als Ringscheiben ausgebildet
sein, die mit einer Mittelbohrung auf die Ständersäule aufgesteckt werden und lose
auf den jeweiligen Warenhaltern aufliegen.
1. Präsentierständer zur sortierten Zurschaustellung von vorzugsweise in flachen Packungen
verpackter Ware, bestehend aus mehreren an einer senkrechten Ständersäule übereinander
angebrachten Warenhaltern, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Warenhalter (14) aus zwei oder mehreren, vorzugsweise drei oder vier in
gleichen winkligen Abständen zueinander von der Ständersäule (12) waagrecht wegverlaufenden
Kragarmen (18) bestehen, von welchen kammartig, in der Ebene der Kragarme verlaufende
Bügel (20) ausgehen, die in gleichmäßigen Abständen voneinander in den jeweiligen
von zwei benachbarten Kragarmen eingeschlossenen Flächenbereich ragen, und
- daß jeweils zwei Warenhalter (14) derartig übereinander angeordnet sind, daß die
übereinander liegenden Bügel (20) der beiden Warenhalter kreuzweise zueinander verlaufen.
2. Präsentierständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Kragarme (18) von einem an der Ständersäule (12) höhenverstellbaren Bund
(16) ausgehen.
3. Präsentierständer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Umfangsfläche des höhenverstellbaren Bundes (16) für einen Warenhalter mit
drei Kragarmen (18) sechseckig und für einen Warenhalter mit vier Kragarmen viereckig
ist.
4. Präsentierständer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Kragarme (18) aus einem senkrecht stehenden Flachmaterial bestehen, an welchem
U-förmige Drahtbügel (20) mit dem freien Ende des Schenkels am oberen und unteren
Rand mit ihrer durch die Schenkel verlaufenden Ebene senkrecht stehend befestigt sind.
5. Präsentierständer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kragarme (18) ebenfalls als U-förmige, senkrecht stehende Drahtbügel (20) ausgebildet
sind, mit welchen die freien Enden der einzelnen Drahtbügel bezüglich ihrer durch
die Schenkel verlaufenden Ebene senkrecht stehend verbunden sind.
6. Präsentierständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Kragarme aus Profilschienen (32) bestehen, in welche Bügel (35, 36, 42)
in unterschiedlichen oder gleichen Abständen voneinander arretierbar eingesetzt sind.
7. Präsentierständer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Profilschiene (32) einen C-förmigen Querschnitt hat, in welchen ein komplementär
geformter Fuß (33) einsetzbar ist, der die Bügel (35, 36, 42) trägt.
8. Präsentierständer zur sortierten Zurschaustellung von vorzugsweise in flachen Packungen
verpackter Ware bestehend aus
mehreren, an einer senkrechten Wand angebrachten Warenhaltern, welche aus zwei oder
mehreren waagerecht übereinander verlaufenden Profilschienen bestehen, dadurch gekennzeichnet,
- daß von den Profilschienen (32) kammartig Bügel (35, 36, 42) ausgehen, die in unterschiedlichen
oder gleichen Abständen voneinander arretierbar jeweils derartig übereinander angeordnet
sind, daß die Bügel (35, 36, 42) übereinanderliegender Warenhalter 30 kreuzweise zueinander
verlaufen.
9. Präsentierständer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Profilschiene (32) einen C-förmigen Querschnitt hat, in welchen ein komplementär
geformter Fuß (33) einsetzbar ist, der die Bügel (35, 36, 42) trägt.
10. Präsentierständer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
- daß die am einen Warenhalter (30) vom Fuß (33) ausgehenden Bügel (35, 36, 42) unter
einem Winkel von etwa 30 bis etwa 60° zur Ebene der Profilschiene (32) verlaufen,
und daß die am darüber und/oder darunterliegenden Warenhalter (30) angeordneten Bügel
(35, 36, 42) vom Fuß (33) aus unter einem Winkel von etwa 120 bis etwa 150 zur Ebene
der Profilschiene verlaufen.
11. Präsentierständer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
- daß am Fuß (33) in der Ebene des Bügels (35, 36) oder unmittelbar daneben parallel
zur Ebene eines U-förmigen Bügels (35) verlaufend ein L-förmiger Bügel (36) nach unten
hängend angeordnet ist.
12. Präsentierständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- daß anstelle des U-förmigen Bügels (35) und des L-förmigen Bügels (36) eine Trennplatte
(42) am Fuß (33) befestigt ist.
13. Präsentierständer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
- daß der U-förmige Bügel (35) bzw. die Trennplatte (42) längs der oberen Kante einen
Ablagestreifen (43) trägt.
14. Präsentierständer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
- daß der Ablagestreifen (43) aus einer auf einem oder mehreren Bügeln oder Trennplatten
aufsteckbaren oder auflegbaren Platte besteht.