(19)
(11) EP 0 004 359 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.10.1979  Patentblatt  1979/20

(21) Anmeldenummer: 79100819.6

(22) Anmeldetag:  16.03.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2F16S 3/02, E06B 3/26
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 20.03.1978 DE 2812128

(60) Teilanmeldung:
81102214.4 / 0032408

(71) Anmelder: Nahr, Helmar, Dr. Dr.
D-8530 Neustadt/Aisch (DE)

(72) Erfinder:
  • Nahr, Helmar, Dr. Dr.
    D-8530 Neustadt/Aisch (DE)

(74) Vertreter: Schmidt-Evers, Jürgen, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Mitscherlich & Partner, Postfach 33 06 09
80066 München
80066 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Wärmeisolierender Profilkörper


    (57) Der wärmeisolierende Profilkörper findet Verwendung für Fenster- oder Türrahmen. Er besteht aus zwei Metall-Profilschienen, die mit hinterschnittenen Nuten versehen sind. Die Metall-Profilschienen sind durch Verbindungsleisten aus Isoliermaterial miteinander verbunden. Die Verbindungsleisten tauchen in die hinterschnittenen Nuten der Metall-Profilschienen ein und sind dort mit metallischen Befestigungselementen verankert.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen wärmeisolierenden Profilkörper, insbesondere zur Verwendung für Tür-oder Fensterrahmen oder dergleichen, bestehend aus zwei Profilschienen, vorzugsweise solchen aus Metall, die durch zwei aus wärmeisolierendem Werkstoff bestehenden profilierten Verbindungsleisten miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsleisten in hinterschnittene Nuten der Profilschienen verankert sind.

    [0002] Es ist bekannt, die Verbindungsleisten in den Nuten durch Verwendung von Klebemitteln zu verankern. Das Herstellen derartiger Profilkörper ist jedoch sehr arbeitsaufwendig.

    [0003] Es ist ferner bekannt, die Verbindungsleiten so zu diemensionieren, daß sie mit allseitigem Spiel in die hinterschnittenen Nuten eingeschoben werden können. Die Arretierung erfolgt dann dadurch, daß ein von den Verbindungsleisten und Profilschienen eingeschlossener Hohlraum mit vor dem Erstarren expandierendem Schaumstoff gefüllt wird, der die Profilschienen und Verbindungsleisten in ihre Paßlage drückt. An den Verbindungsstellen zwischen den Profilschienen und Verbindungsleisten entsteht dann ein Reibschluß der ein gegenseitiges Verschieben verhindert. Auch wirkt die Schaummasse als Klebemittel. Nach diesem Verfahren hergestellte Profilkörper haben hervorragende Eigenschaften, für die Herstellung sind jedoch hohe Anlagekosten erforderlich.

    [0004] Bekannt ist es ferner, die Kunststoffleisten ebenfalls mit Spiel in die Nuten einzuführen und dann einen eine Nutenwand bildenden Steg der betreffenden Profilschiene so zu verbiegen, daß er seitlich gegen die Verbindungsleiste gedrückt wird. Bei dieser Methode muß jedoch das Metall der Profilschienen relativ weich sein und eine hohe Wandstärke haben. Dadurch wird der Profilkörper relativ schwer und teuer. Wenn das für die Verbindungsleisten verwendete wärmeisolierende Material, für das in der Regel Kunststoff verwendet wird, nicht nachgiebig genug ist, läßt die Andruckkraft der gegen die Profilleisten drückenden Metallstege ausserdem mit der Zeit nach. Dadurch geht die Starrheit des Profilkörpers mit der Zeit verloren, d.h. er wird wacklig.

    [0005] Schließlich ist es noch bekannt, die Kunststoffleisten als zweiteilige Sonderkonstruktionen herzustellen. Der eine Teil wird zunächst in die hinterschnittene Nuten der Profilschienen eingehängt, der andere Teil ist keilförmig und wird nach der Montage in den erstgenannten Teil (nicht in die hinterschnittene Nuten) eingedrückt, um den erstgenannten Teil zu spreizen, wodurch der Profilkörper in sich arretiert wird. Auf diese Weise hergestellte Profilkörper sind jedoch wegen der zweiteiligen Sonderprofile sowohl bezüglich der Materialkosten als auch der Montagekosten teuer.

    [0006] Der Erfindungliegt die Aufgabe zugrunde, einen wärmeisolierenden Profilkörper der eingangs beschriebenen Art so zu gestalten, daß er die oben genannten Nachteile vermeidet.

    [0007] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verbindungsleisten in den hinterschnittenen Nuten mit zusätzlichen Befestigungselementen, vorzugsweise solchen aus Metall verankert sind.

    [0008] Im Gegensatz zu dem letztgenannten bekannten Profilkörper mit den zweiteiligen Verbindungsleisten sind die zusätzlichen Befestigungselemente direkt im Bereich der hinterschnittenen Nuten wirksam, d.h. sie sind an der Verankerung unmittelbar beteiligt.

    [0009] Metall als Werkstoff für die zusätzlichen Befestigungselemente hat den Vorteil, daß es teilweise einfacher, aber auf jeden Fall vielgestaltiger als die normalerweise verwendeten wärmeisolierenden Werkstoffe, wie Kunststoff, verarbeitet werden kann. Ausserdem ist es härter. Man kann durch die Kombination von zusätzlichen Befestigungselementen aus Metall und Verbindungsleisten aus wärmeisolierendem Werkstoff infolge der vorgenannten Eigenschaften eine optimale Krafteinleitung von den zusätzlichen Befestigungselementen in die Profilschienen einerseits und in die Verbindungsleisten andererseits erzielen.

    [0010] Die entsprechend der erfindungsgemäßem Lehre hergestellten Profilkörper haben ausserdem den Vorzug, daß der von den Profilschienen und Verbindungsleisten eingeschlossene Hohlraum - falls gewünscht -nach wie vor in der bekannten Weise ausgeschäumt werden kann, wobei die zusätzlichen Befestigungselemente so gestaltet werden können, daß sie der expandierenden Schaummasse auch den Eintritt in die hinterschnittenen Nuten gestatten.

    [0011] Eine erste praktische Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, daß die Verbindungsleisten in den hinterschnittenen Nuten mit Arretierstreifen aus einem weichen verformbaren Werkstoff hinterlegt sind, die nach der Montage durch Stauchen verbreitert worden sind.

    [0012] Wenn die Verbindungsleisten - im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene Nuten eingreifende parallele Verankerungsschenkel und einen die Verankerungsschenkel verbindenden Verbindungsschenkel aufweisen (also C-Profil haben), dann kann eine Weiterbildung der ersten Ausführungsform darin bestehen, daß jeder Arretierstreifen an der von dem jeweiligen Verankerungsschenkel weggerichteten Seite des Verbindungsschenkels in die betreffende Nute eingelegt und an seinem der Nutenöffnung zugewandten Rand über seine Länge kontinuierlich oder in Abständen gestaucht ist.

    [0013] Als Material für die Arretierstreifen kann vorzugsweise Weich-Aluminium verwendet werden.

    [0014] Das Stauchen in Abständen kann beispielsweise mittels eines mit Druck über den der Nutenöffnung zugewandten Rand des betreffenden Arretierstreifens geführten Zahnrades erfolgen. An einer Isolierleiste gegenüberliegende Arretierstreifen können mittels zwei parallel laufenden Zahnrädern gestaucht werden, die die Profilschienen gleichzeitig auf Paßabstand drücken.

    [0015] Eine zweite Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, daß die zusätzlichen Befestigungselemente keilförmig ausgebildet sind.

    [0016] Wenn die Verbindungsleisten - im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene Nuten eingreifende parallele Verankerungsschenkel und einen die Verankerungsschenkel verbindenen Verbindungsschenken aufweisen (also C-Form), so kann jedes keilförmige Befestigungselement an der von dem jeweiligen Verankerungsschenkel weggerichteten Seite des Verbindungsschenkels zwischen die entsprechenden Nutenwand und die erwähnte Seite des Verbindungsschenkels eingetrieben werden.

    [0017] Die keilförmigen Befestigungselemente können von sich über die ganze Länge des Profilkörpers erstreckenden Keilstreifen gebildet sein. Es ist aber auch möglich, daß sie aus einer vielzahl von Keilen bestehen, die mit gegenseitigem Abstand über die Länge des Profilkörpers verteilt sind. Im zuletzt genannten Fall kann durch die Zwischenräume zwischen den Keilen Schaum in die hinterschnittenen Nuten eintreten, falls ein Ausschäumen des von den Profilschienen und Verbindungsleisten umschlossenen Hohlraumes gewünscht ist.

    [0018] Die Keilstreifen oder Einzelkeile und/oder die entsprechenden Nutenwände und/oder die entsprechenden Seiten der Verbindungsschenkel der Verbindungs-eisten können mit Längsriefen versehen sein, um den eingetriebenen Keil zu fixieren.

    [0019] Besonders vorteilhaft ist die Anwendung der Erfindung für den Fall, daß die Verbindungsleisten aus - im Profilschnitt gesehen - rechteckigen flachen Streifen, vorzugsweise aus Schichtwerkstoff wie Hartpapier, bestehen. Dieses Material zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit, Steifheit und Hitzbeständigkeit aus. Ausserdem ist es billig. Es hat jedoch den Nachteil, daß es sich nur sehr beschränkt profilieren läßt. Man kann dieses Material nicht so formen, oder bearbeiten, daß es zum Eingriff in hinterschnittene: Nuten geeignete Endverdickungen aufweist, wie dies beispielsweise bei Isolierleisten möglich ist, die aus Kunststoff extrudiert sind. Dieser Nachteil wird unter Ausnutzung der erfindungsgemäßen Lehre dadurch beseitigt, daß die Verbindungsleisten an ihren Rändern mit Ausnehmungen oder Löchern versehen werden, in denen die Befestigungselemente verankert werden können. Die Befestigungselemente übernehmen dann ihrerseits den Eingriff in die hinterschnittenen Nuten und leiten in optimaler Weise den Kraftfluß von den Profilschienen in die Verbindungsleisten und umgekehrt. Die Form der Löcher oder Ausnehmungen und ihr Abstand in Längsrichtung der Verbindungsleisten können so gewählt werden, daß für jeden speziellen Profilkörper bezüglich des Kraftflusses zwischen den Verbindungsleisten und den Profilschienen ein Optimum erzielt wird.

    [0020] Ausgehend von der zuvor genannten Art der Verbindungsleisten und der Anordnung der Befestigungselemente an ihnen kann eine weitere Ausgestaltung darin bestehen, daß sich eine hinterschnittene Nute zur Aufnahme der Befestigungselemente in mindestens einem von zwei an jeder Profilschiene vorgesehenen und sich in Richtung auf die jeweils andere Profilschiene erstreckenden Stegen befindet und daß einer der beiden Stege vor der Montage von dem anderen Steg weggebogen und nach der Montage in eine zu dem anderen Steg etwa parallele Stellung gebogen ist.

    [0021] Es ist auch möglich, daß in jedem der beiden Stege hinterschnittene Nuten vorgesehen sind und daß sich die Befestigungselemente in beide Nuten erstrecken.

    [0022] Gemäß einer dritten praktischen Ausführungsform der Erfindung können die Befestigungselemente von in runde Löcher in den Verbindungsleisten eingesetzten zylindrischen Stiften gebildet sein.

    [0023] Die hinterschnittenen Nuten können - im Schnitt gesehen - ein gegen den Nutengrund sich konisch verengendes Profil haben, wobei der Durchmesser der an den Enden stumpfen zylindrischen Stifte etwa gleich dem Nutendurchmesser in etwa halber Nutentiefe ist. Durch diese Wahl des Durchmessers der Stifte wird gewährleistet, daß sich die Stifte in die Nutenwandung einpressen, wenn der andere Steg nach der Montage gegen den erstgenannten Steg gedrückt wird.

    [0024] Es ist auch möglich, daß die hinterschnittenen Nuten - im Schnitt gesehen - ein gegen den Nutengrund spitz zulaufendes Profil haben und daß die zylindrischen Stifte an ihren Enden unter Bildung von mindestens drei Flächen und Schnittkanten mit etwa dem gleichen Winkel wie die Nuten zugespitzt sind.

    [0025] Die Stifte sollten vorzugsweise aus einem härteren Material als die Profilschienen bestehen . Wenn die Profilschienen aus normalem Aluminium bestehen, so sollten die Stifte aus Hartaluminium hergestellt sein. Die Stifte drücken sich dann in die Nutenwandung hinein.

    [0026] Eine vierte Ausführungsform der Erfindung kann unter Anwendung auf Verbindungsleisten, die - im Profilschnitt gesehen - rechteckige flache Streifen sind, darin bestehen, daß die Befestigungselemente von Zahnleisten gebildet sind, wobei die Zähne durch Löcher in den Verbindungsleisten gesteckt sind. Zahnleisten haben den Vorzug, daß sie sich schneller und einfacher montieren lassen.

    [0027] Die Zähne können rechteckig oder an ihrem vorderen Ende angespitzt sein. Die Löcher in den Verbindungsleisten können in Längsrichtung des Profilkörpers langgestreckt sein und einen etwa rechteckförmigen Querschnitt haben.

    [0028] Die aus der Verbindungsleiste herausschauenden Teile der Zähne können umgebogen oder verdreht werden.

    [0029] Wenn die hinterschnittenen Nuten von einem - im Profilschnitt - L-förmigen und einem geraden Steg gebildet sind, die beide gegen die andere Profilschiene hin vorstehen, so kann der durchgehende Teil der Zahnleiste an der dem L-förmigen Steg zugewandten Seite der Verbindungsleiste vorgesehen werden, während sich die auf der anderen Seite der Verbindungsleiste herausschauenden umgebogenen oder verdrehten Teile der Zähne an dem geraden Steg abstützen. Die Umbiegung oder Verdrehung der aus der Verbindungsleiste herausschauenden Teile der Zähne wirkt wie eine Vernietung.

    [0030] Verbindungsleisten mit Zahnleisten können in hinterschnittene Nuten der zuletzt beschriebenen Art in einfacher Weise in gekippter Form eingeführt und durch Aufrichten ärretiert werden. Die Arretierung erfolgt durch das erwähnte Abstützen der umgebogenen oder verdrehten Teile der Zähne an den geraden Stegen. Man kann diese Art der Montage auch als Einklinken bezeichnen. Um das Einklinken also die Schwenkbewegung zwischen Kippstellung und gerader Stellung zu erleichtern, können die Ränder der Verbindungsleisten abgerundet werden.

    [0031] Ebenfalls erleichtert wird das Einklinken dann, wenndie umgebogenen Teile der Zähne am Ende so abgerundet sind, daß sie sich beim Kippen der Verbindungsleiste an dem geraden Steg abwälzen.

    [0032] Wenn der von den Verbindungsleisten und Profilschienen eingeschlossene Hohlraum ausgeschäumt werden soll, so können ferner an den Rändern der Verbindungsleisten Ausnehmungen zum Durchtritt der Schaummasse in die hinterschnittene Nuten vorgesehen werden.

    [0033] Eine fünfte Ausführungsform der Erfindung in Anwendung auf die - im Profilschnitt gesehen - rechteckförmigen flachen Verbindungsleisten kann darin bestehen, daß die Befestigungselemente von in die Löcher oder Ausnehmungen der Verbindungsleisten eingreifenden Zahnleisten gebildet sind, die in die hinterschnittenen Nuten eingreifende Federzungen aufweisen.

    [0034] Eine Ausgestaltung dieser fünften Ausführungsform besteht darin, daß sich eine hinterschnittene Nute zur Aufnahme der Federzungen in mindestens einem von zwei an jeder Profilschiene vorgesehenen und sich in Richtung auf die jeweils andere Profilschiene erstreckenden Stegen befindet, daß die hinterschnittene Nute - im Profilschnitt gesehenvon einerzur Verbindungsleiste etwa senkrechten und einer vom Nutengrund schräg gegen die zugehörige Profilschiene hin verlaufenden Nutenflanke gebildet ist, und daß die Zahnleiste - im Profilschnitt durch den Zahnbereich gesehenetwa U-Profil hat, wobei der eine U-Schenkel den Zahn bildet, der andere U-Schenkel die Verbindungsleiste federnd untergreift, und aus dem die beiden U-Schenkel verbindenden Verbindungsschenkel die durch Einschnitte gebildeten Federzungen herausgebogen sind.

    [0035] Die Federzungen können innerhalb von Toleranzgrenzen unterschiedliche Länge haben. Dabei werden die zu langen Federzungen durch dien Nutenhals in die Ebene des Verbindungsschenkels gedrückt. Die Federzungen mit der richtigen Länge hintergreifen die etwa senkrecht zur Ebene der Verbindungsleiste verlaufende Nutenflanke, und die zu kurzen Federzungen dienen als Belastungsreserve.

    [0036] Bei dieser fünften Ausführungsform erfolgt die Krafteinleitung von den Verbindungsleisten in die zusätzlichen Befestigungselemente über die Zähne der Zahnleiste. Die Krafteinleitung von den zusätzlichen Befestigungselementen in die Profilschienen erfolgt über die Federzungen. Damit ist ein optimaler Kraftfluß zwischen den Verbindungsleisten und Profilschienen gewährleistet. Die Größe und der Abstand der Zähne und der sie aufnehmenden Löcher in den Verbindungsleisten können so gewählt werden, daß eine große Ausreißfestigkeit gegeben ist. Die Federzungen haben scharfe Kanten (was bei Metall nicht schädlich ist aber bei Kunststoff eine schädliche Kerbwirkung hervorruft), mit denen sie die hinterschnittenen Nuten in den aus Metall bestehenden Profilschienen formschlüssig und arretierend hintergreifen können. Mit derartigen Zahnleisten versehene Verbindungsleisten können daher wesentlich schlanker ausgeführt werden als Verbindungsleisten aus Kunststoff, an denen Endverdickungen zum Hintergreifen der hinterschnittenen Nuten angeformt sind.

    [0037] Ein weiterer Vorteil der Zahnleisten mit Federzungen besteht darin, daß die Verbindungsleisten nicht in Längsrichtung des Profilkörpers in die Nuten eingeschoben werden müssen, sondern direkt in die Nuten eingestoßen werden können, wobei die Federzungen mit den hinterschnittenen Nuten eine Schnappverbindung bilden. Die Montage ist daher einfacher und weniger zeitaufwendig. Um das Einführen zu erleichtern, kann zumindest derjenige Steg - im Profilschnitt gesehen - am Ende angeschrägt sein, der die Nute zur Aufnahme der Federzungen enthält. Die nach außen gebogenen Federzungen können dann an der Schräge entlang gleiten, wodurch sie zunächst in die Ebene des Verbindungs- schenkels des U-Profiles gedrückt werden und nach Passieren der Halsenge der hinterschnittenen Nute wieder ausschnappen können.

    [0038] Während es möglich ist, die Profilschienen in beliebiger Länge herzustellen, sind die flachen, im Schnitt rechteckförmigen Verbindungsstege, insbesondere solche aus Schichtmaterial, wie Hartpapier, nur in bestimmten Längen (beispielsweise in der Länge von 2m) erhältlich. Sofern derartige Verbindungsleisten bisher überhaupt verwendet wurden (sie wurden in die Nuten eingeklebt), wurden sie an den Stoßstellen miteinander verklebt. Die Klebestellen mußten mechanisch tragend, d.h. stabil sein,damit die Verbindungsleisten ebenso wie die Profilschienen in größerer Länge verwendet werden konnten.

    [0039] Eine Weiterbildung der Erfindung betreffend die zuletzt genannten Verbindungsleisten mit Zahnleisten kann nun darin bestehen, daß bei in Längsrichtung des Profilkörpers aneinanderstoßenden Verbindungsleisten und Zahnleisten letztere gegenüber den Verbindungsleisten versetzt angeordnet sind, derart, daß die Stöße der Verbindungsleisten von Zahnleisten überbrückt sind. Um an der Stoßstelle eine Abdichtung zu erhalten, kann hier eine beliebige Dichtungsmasse vorgesehen werden, die jedoch keine tragende Verbindung mehr bilden muß.

    [0040] Eine sechste Ausführungsform der Erfindung, die ebenfalls Anwendung findet auf flache und im Schnitt rechteckförmige Verbindungsleisten, vorzugsweise solchen aus Schichtwerkstoff, wie Hartpapier, kann darin bestehen, daß die Befestigungselemente von U-förmigen Federn gebildet sind, von denen jede innerhalb eines der in den Verbindungsleisten vorgesehenen Löchern angeordnet ist, wobei das Ende eines U-Schenkels aus dem Loch herausschaut und in eine entsprechende hinterschnittene Nute eingreift.

    [0041] Eine Ausgestaltung dieser sechsten Ausführungsform kann darin bestehen, daß jedes Loch zur Aufnahme einer U-förmigen Feder einen nächst dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste liegende sich senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende ebene Lochwand sowie eine entfernter von dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste liegende schräg zur Verbindungsleiste-Ebene verlaufende ebene Lochwand aufweist, daß die beiden U-Schenkel der Feder etwa den gleichen Winkel einschließen, wie die beiden Lochwände, und daß die Nuten von - im Profilschnitt sägezahnförmigen - Riefen gebildet sind, die sich an den gegeneinander gerichteten Seiten von zwei an der jeweiligen Profilschiene vorgesehenen und gegen die andere Profilschiene vorstehenden Stegen befinden, und daß das aus dem Loch herausschauende Ende des einen U-Schenkels eine zum Eingriff in die Riefen bestimmte Schneide bildet.

    [0042] Auch diese sechste Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Verbindungsleisten direkt in die Nuten eingestoßen werden können. Die Spitzen an den aus den Löchern herausschauenden Enden der U-förmigen Federn bilden dabei mit der sägezahnförmigen Riefen eine Rastverbindung, dereart, daß zwar ein Einstoßen der Verbindungsleisten in die Nuten möglich ist, jedoch kein Herausziehen mehr.

    [0043] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben.

    [0044] Es zeigen:

    Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung;

    Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Erfindung;

    Fig. 3 bis 5 Verbindungsleuten mit verschiedenen Löchern uns Ausnehmungen;

    Fig. 6 und 7 eine dritte Ausführungsform der Erfindung;

    Fig. 8 und 9 eine erste Modifikation der dritten Ausführungsform;

    Fig. 1o und 11 eine zweite Modifikation der dritten Ausführungsform;

    Fig. 12 bis 14 eine vierte Ausführungsform der Erfindung;

    Fig. 15 und 16 eine erste Modifikation der vierten Ausführungsform der Erfindung;

    Fig. 17 und 18 eine zweite Modifikation der vierten Ausführungsform;

    Fig. 19 bis 21 eine fünfte Ausführungsform der Erfindung;

    Fig. 22 und 23 eine sechste Ausführungsform der Erfindung.



    [0045] Figur 1 zeigt im Schnitt zwei Metall-Profilschienen 1 und 2, die durch zwei Verbindungsleisten 6 und 7 miteinander verbunden sind. Jede der beidenMetallprofilschienen weist dazu zwei hinterschnittene Nuten 5 auf. Jede hinterschnittene Nut ist von einem geraden Steg 3 und einem L-förmigen Steg 4 gebildet. Die beiden Stege stehen gegen die jeweils andere Profilschiene vor. Die Verbindungsleisten bestehen aus Kunststoff und haben C-Profil. Das bedeutet, sie bestehen aus zwei Verankerungsschenkeln 13,14 die durch einen Verbindungsschenkel 12 miteinander verbunden sind. Die Verankerungsschenkel ragen in die von den L-Stegen 4 umschlossenen hinterschnittenen Nuten 5 hinein.

    [0046] Zur Arretierung der Verbindungsleisten 6,7 in den hinterschnittenenNuten 5, in denen sie normalerweise Spiel haben, sind in die Nuten noch Arretierstreifen 8 eingelegt. Diese bestehen aus einem leicht verformbaren Metall. Wenn die Profilschienen 1 aus normalem Aluminium bestehen, so bestehen die Arretierstreifen 8 aus Weichaluminum. Die Arretierstreifen sind zwischen die Seite des Verbindungsschenkels 12, die von dem betreffenden Verankerungsschenkel 13,14 abgewandt ist sowie die Innenwand des geraden Steges 3 eingelegt.

    [0047] über die Arretierstreifen werden dann zwei Zahnräder 10,11 geführt, die von einem Antriebsmechanismus 12 angetrieben werden. Die Zahnräder 1o,11stauchen die Arretierstreifen 8 in regelmäßigen Abständen. Ausserdem drücken die Zahnräder 10,11 die Verbindungsprofilschienen 1 in den vorgesehenen Paßabstand. Nach dem Stauchen der Arretierstreifen 8 ist der aus den Profilschienen 1,2 und den Verbindungsleisten 6,7 gebildete Profilkörper starr und stabil. Bemerkenswert ist noch, daß sich die gestauchten Teile der Arretierstreifen 8 in das Kunststoff-Material der Verbindungsleisten 6,7 eindrückt.

    [0048] Figur 2 zeigt einen ähnlichen Profilkörper wie Fig. 1. Hier werden jedoch anstelle der Arretierstreifen Keilstreifen 18 in die hinterschnittenen Nuten 5 eingetrieben. Auch hier befinden sich die Keilstreifen 18 zwischen der Innenwand eines geraden Steges und dem Verbindungsschenkel 12 der betreffenden Verbindungsleiste 6,7. Statt der Keilstreifen 18 können auch Einzelkeile verwendet werden, die über die Länge des Profilkörpers einen Abstand haben. Um die Keilstreifen 18 oder Einzelkeile in den hinterschnittenen Nuten festzuhalten sind im vorliegenden Fall die Innenseiten der geraden Stege 3 mit einer Riffelung 15 versehen.

    [0049] Anstelle der in den Fig. 1 und 2 verwendeten Kunststoff-Verbindungsleisten mit C-Form können als Verbindungsleisten auch flache Streifen aus Schichtmaterial, beispielsweise solche aus Hartpapier verwendet werden. Zum Eingriff in die hinterschnittenen Nuten dienen dann zusätzliche Befestigungselemente, die in Löcher oder Ausnehmungen eingesetzt werden , welche am Rand der Verbindungsleisten vorgesehen werden. In den Figuren 3 bis 5 sind drei Ausführungsformen gezeigt. InFigur 3 sind die Löcher rund, in Figur 4 sind die Löcher in Längsrichtung langgestreckt und rechteckig und in Fig. 5 sind statt der Löcher meanderförmige Ausnehmungen 23 vorgesehen.

    [0050] Bei der in den Fig. 6 und 7 gezeigten Ausführungsform sind Verbindungsleisten 2o gemäß Fig. 3 verwendet. In die runden Löcher sind hier kurze zylindrische Stifte 24 eingesetzt. Die Profilschienen, von denen hier nur die Profilschiene 2 gezeigt ist, weisen zwei sich gegen die jeweils andere (nicht dargestellte Profilschiene) vorstreckende Stege 25, 26 auf. Der Steg 25 ist gegenüber dem gerade vorstehenden Steg 26 zurückgebogen. Der Steg 26 ist mit einer im Schnitt trapezförmigen Nute 19 versehen. Zur Befestigung wird die Verbindungsleiste 2o mit den Stiften 24 zwischen die beiden Stege 25,26 eingesetzt. Danach wird der Steg 25 gegen den Steg 26 hin verbogen. Dies erfolgt in bekannter Weise durch Anrollen. Da der Durchmesser der zylindrischen Stifte 24 etwa gleich dem Durchmesser der Nute 19 in mittlerer Tiefe ist, drücken sich die Stifte 21 beim Anrollen des Steges 25 in die Nute ein. Die Stifte 24 bestehen aus einem härteren Material als die Profilschienen 2,3. Wenn die Profilschienen 2,3 aus normalem Aluminium bestehen, so können die Stifte 24 beispielsweise aus Hartaluminium bestehen. Dadurch drücken sie sich verformend in die Nutenwandung ein und bilden eine feste Verankerung.

    [0051] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9 ist sowohl in dem Steg 25 als auch in dem Steg 26 jeweils eine im Querschnitt rechteckförmige Nute vorgesehen. Die zylindrischen Stifte 28 sind hier etwas länger als bei der Ausführungsform nach den Figuren 6 und 7,so daß sie nach beiden Seiten der Verbindungsleiste 2o vorstehen. Auch hier wird der Steg 25 durch Anrollen gegen den Steg 26 gebogen, so daß die Stifte 28 mit beiden Enden jeweils in eine der beiden Nuten 27 eingreifen.

    [0052] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1o und 11 sind Stifte 29 verwendet, die ähnlich kurz wie die Stifte 24 in den Figuren 6 und 7 sind. Die Steifte 29 schauen nur mit einem Ende aus der Verbindungsleiste 2o heraus. Dieses Ende ist mit einer Spitze 31 versehen, die von drei Flächen 32 gebildet ist. Die drei Flächen bilden drei Schneiden. Man erkennt dies aus der Draufsicht XI auf die Verbindungsleiste 20. Der gerade Steg 26 ist mit einer spitz zulaufenden Nute 3o versehen, in die sich die Spitze 31 einbohrt, wenn der zunächst zurückgebogene Steg 25 durch Anrollen an die Verbindungsleiste 2o gerade gebogen wird. Auch hier bestehen die Stifte 29 aus einem härteren Metall, beispielsweise aus Hartaluminium als die Profilschiene 2, die beispielsweise aus normalen Aluminium besteht.

    [0053] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 12 bis 14 sind Verbindungsleisten gemäß Fig. 4 verwendet, also solche mit rechteckigen Löchern 22. Statt einzelner Stifte, die zusätzlichen Befestigungselemente hier aus Zahnleisten 33, die mit rechteckförmigen oder angespitzen Zähnen 34 versehen sind. Die Zähne werden in die rechteckförmigen Löcher 22 eingeführt, so daß auf der einen Seite der Verbindungsleiste 2o der durchgehende Teil der Zahnleisten 33 stehen bleibt, während auf der anderen Seite die Zähne 34 herausschauen.

    [0054] Auch hier weisen die Profilschienen, von denen in Figur 13 nur die Profilschiene 2 gezeigt ist, gegen die andere (nicht dargestellte) Profilschiene 3 vorstehende Stege 25,26 auf, von denen der Steg 25 zunächst zurückgebogen ist. Beide Stege weisen im Schnitt rechteckförmige Nuten 27 auf. Nach dem Einsetzen der mit einer Zahnleiste 33 versehenen Verbindungsleiste 2o wird der Steg 25 gegen die Verbindungsleiste 2o gerollt. Dabei greifen die aus den Löchern herausschauenden Teile der Zähne 34 in die Nute 27 des Steges 26 ein, während der durchgehende Teil der Zahnleiste 33 in die Nute 27 des Steges 25 eingreift.

    [0055] Um beliebige Längen von Profilkörpern herstellen zu können, müssen auch die Verbindungsleisten 2o in beliebiger Länge vorliegen. Sie sind jedoch im Gegensatz zu den Profilschienen 2,3 normalerweise nur in Längen bis zu 2m erhältlich. Eine stabile Verbindung wird nun gemäß Fig. 14 dadurch hergestellt, daß man jeweils zwei Verbindungsleisten 2o an den Stoßstellen durch Zahnklammern 37 überbrückt. Die Zahnleisten 33 sind jeweils nur so lang, daß sie sich bis zum vorletzten Loch an beiden Enden der betreffenden Verbindungsleiste 2o erstrecken, so daß zumindest das letzte Loch zum Einführen von Zahnklammern frei bleibt.

    [0056] Wenn die hinterschnittenen Nuten gemäß Fig. 15 wie in den Figuren 1 und 2 von jeweils einem geraden Steg 3 und einem L-förmigen Steg 4 gebildet sind, so können Verbindungsleisten 2o der in Fig. 4 gezeigten Art in den hinterschnittenen Nuten ebenfalls durch die Verwendung von Zahnleisten 33 verankert werden. Eine solche Zahnleiste ist in Fig. 16 vergrößert und perspektivisch dargestellt.

    [0057] Die aus den Löchern 22 herausschauenden Enden der Zähne 34 werden dazu nach oben umgebogen. Der umgebogene Teil stützt sich dann an dem geraden Steg 3 ab. Der durchgehende Teil der Zahnleiste 33 untergreift den einen L-Schenkel des L-förmigen Steges 4. Ein besonderer Vorteil der in Fig. 15 gezeigten Ausführungsform besteht darin, daß die Verbindungsleiste 2o durch Kippen in die hinterschnittene Nute 5 eingeklinkt werden kann. Um das Kippen zu erleichtern, sind die Ränder der Verbindungsleiste 2o mit einer Abrundung 35 versehen. In Fig. 15 ist nur ein Rand gezeigt. Bei dem nicht dargestellten anderen Rand sind die Verhältnisse spiegelbildlich gleich. Ausserdem sind an den beiden Rändern der Verbindungsleiste 2o in regelmäßigen Abständen über die Länge des Profilkörpers verteilt Ausnehmungen 36 vorgesehen, über die Schaummasse in die hinterschnittene Nute 5 eintreten kann, wenn der von den Profilschienen 2,3 und den Verbindungsleisten 2o eingeschlossene Hohlraum vor dem Erstarren expandierender Schaummasse gefüllt wird.

    [0058] Bei der in Fig. 16 gezeigten Zahnleiste ist der hintere Zahn 34 am Ende umgebogen (wie in Fig. 15 im Schnitt gezeigt), während der vordere Zahn 34 noch nicht umgebogen ist.

    [0059] Die in den Fig. 17 und 18 gezeigte Ausführungsform ist ähnlich wie die Ausführungsform nach den Figuren 15 und 16. Hier sind jedoch die Enden der Zähne 34 nicht umgebogen, sondern um 9o0 verdreht. Man erkennt dies insbesondere aus der perspektivischen Darstellung 18 der Verbindungsleiste 2o und der Zahnleiste 33. Ausserdem sind die verdrehten Enden der Zähne 34 derart abgerundet, daß sie eine Abwälzkurve 16 bilden, mit der sich das Zahnende beim Einklinken der Verbindungsleiste 2o in die hinterschnittene Nute 5 an dem geraden Steg 3 abwälzt. Auch hier sind die beiden Ränder der Verbindungsleiste 2o wiederum mit Ausnehmungen 36 versehen, die zum Eintritt von Schaummasse dienen. Man erkennt dies besonders gut in Figur 18.

    [0060] Auch bei derAusführungsform nach den Figuren 19 bis 21 sind Verbindungsleisten der in Figur 4 gezeigten Art verwendet. Desgleichen sind Zahnleisten 44 verwendet. Diese haben, jenachdem wo der Schnitt geführt wird, entweder L-oder U-Profil. Wenn der Schnitt durch einen Zahn 45 geführt wird, beispielsweise der Schnitt XXI, der in Figur 21 dargestellt ist, so hat die Zahnleiste U-Prcfil. Wenn der Schnitt nicht durch einen Zahn geführt wird, wie beispielsweise der Schnitt XX, der in Fig. 2o gezeigt ist, so hat die Zahnleiste 44 L-Profil. Der einen U-Schenkel 45 bildet also die Zähne. Der andere sich über die gesamte Länge der Zahnleiste 44 erstreckende U-Schenkel 46 untergreift die Verbindungsleiste 2o federn. Aus dem die beiden U-Schenkel 45,46 verbindenden Verbindungsschenkel 43 sind durch Einschnitte 47 zwischen den Zähnen 45 Federzungen 42 ausgeschnitten, die von der Verbindungsleiste 2o weggebogen sind. Jede der beiden Profilschienen, von denen nur die Profilschiene 2 gezeigt ist, weist zwei gegen die andere 7rofilschiene vorstehende Stege 25,26 auf. Der Steg 26 ist mit einer hinterschnittenen Nute 38 versehen. Diese besteht aus einer senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende Nutenflanke 39 und einer schräg dazu gegen die Profilschiene 2 hin verlaufende Nutenflanke 40. Die Federzungen 42 haben innerhalb gewisser Toleranzgrenzen eine unterschiedliche Länge. Die längsten Federzungen sind vom Nutenhals in die Ebene.des Verbindungsschenkels 43 gedrückt. Die Federzungen 42 mit der richtigen Länge liegen mit ihrem Ende an der senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufenden Nutenflanke 39 an. Die kürzeren Federzungen 42 bilden eine Belastungsreserve. Der U-Schenkel 46 steht unter Federspannung und sucht die Verbindungsleiste 2o entgegen der Rückhaltekraft der an der Nutenflanke 39 anliegenden Federzungen 42 nach oben zu drücken.

    [0061] Die Montage erfolgt bei der Ausführungsform nach den Figuren 19 bis 21 in einfacher Weise dadurch, daß die Verbindungsleisten 2o - in der Schnittebene gesehen - vonoben zwischen die beiden Stege 25,26 gedrückt werden. Der Steg 26 weist eine Anschrägung 41 auf, an der sich die Federzungen 42 abstützen und bei fortschreitender Bewegung der Verbindungsleiste 2o nach unten in die Ebene des Verbindungsschenkels 43 gedrückt werden. Wenn die Verbindungsleiste 2o tief genug in die Ausnehmung zwischen den beiden Stegen 25,26 eingedrückt ist, schnappen die betreffenden Federzungen 42 nach außen und hintergreifen die Nutenflanke 39. Auf diese Weise wird eine feste und stabile Schnappverbindung gebildet.

    [0062] Bei der in den Figuren 22 und 23 gezeigten Ausführungsform sind ebenfalls flache und im Schnitt rechteckförmige Verbindungsleisten verwendet. Die Löcher 48 sind zwar in derAnsicht auf beide Seiten der Verbindungsleiste 2o rechteckförmig, jedoch bei der Schnittansicht in Fig. 22 trapezförmig. Das bedeutet mit anderen Worten, die Löcher 48 bestehen aus einer nahe dem Rand der Verbindungsleiste 2o befindlichen und senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufenden Lochwand 5o und 3iner von dem Rand entfernteren schräg zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende Lochwand 49. Die beidenLochwände 49,5o sind eben.

    [0063] In jedes Loch 48 ist eine U-förmige Feder 51 eingelegt. Die beiden U-Schenkel der Feder schließen etwa den gleichen Winkel ein wie die beiden Lochwände 49,50. Das Ende des in Figur 2 unteren U-Schenkels schaut aus dem Loch 48 heraus und ist mit einer Schneide 55 versehen. Auch der Bogen am Grund der U-förmigen Feder schaut aus dem Loch 48 heraus. Die Profilschiene 2, die hier repräsentativ für beide Profilschienen dargestellt ist, ist mit zwei gegen die andere (nicht dargestellte) Profilschiene vorstehenden Stegen 25,26 versehen, die an ihrer Innenseite sägezahnförmige Riefen 54 aufweisen. In diese Riefen greift die Schneide 55 ein, und an diesen Riefen stützt sich auch der Bogen am Grund der U-förmigen Feder 51 ab.

    [0064] Die Montage erfolgt bei der in den Figuren 22 und 23 dargestellten Ausführungsform dadurch, daß die Verbindungsleiste 2o - in der Schnittebene gesehen - von oben zwischen die beiden Stege 25,26 gestoßen wird. Dabei biegt sich der untere U-Schenkel 53 der Feder 51 nach oben aus, während der obere U-Schenkel 52 an der Lochwand 49 anliegt. Durch das Ausbiegen des U-Schenkels 53 kann die Schneide 55 folgeweise von einer Riefe 54 zur nächst tieferen rutschen. Wenn die Federleiste 2o am Grund der von den beiden Stegen 25,26 gebildeten Ausnehmung ist, kann sie nicht mehr zurückgezogen werden, da sich der untere U-Schenkel 53 dann an der unteren Lochwand 5o abstützt. Auf diese Weise wird also eine starre stabile Verbindung gebildet.

    [0065] Bei den meisten, zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist dieAusreißfestigkeit der Verbindungsleisten unabhängig von der Klemmkraft, die von den hinterschnittenen Nuten auf die metallischen Befestigungselemente ausgeübt wird.


    Ansprüche

    1) Wärmeisolierender Profilkörper, insbesondere zur Verwendung für Tür- oder Fensterrahmen oder dergleichen, bestehend aus zwei Profilschienen, vorzugsweise solchen aus Metall, die durch zwei aus wärmeisolierendem Werkstoff bestehenden profilierten Verbindungsleisten miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsleisten in hinterschnittenen Nuten der Profilschienen verankert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleisten (6,7,2o) in den hinterschnittenen Nuten (5,19,27,30,38,54) mit zusätzlichen Befestigungselementen (8,18,24,28,29,33,37,44,51), vorzugsweise solchen aus Metall verankert sind.
     
    2) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleisten (6,7) in den hinterschnittenen Nuten (5) mit Arretierstreifen (8) aus einem weichen verformbaren Werkstoff hinterlegt sind, die nach der Montage durch Stauchen verbreitert worden sind.
     
    3) Wärmeisolierender Profilkörper, nach Anspruch 2, bei dem die Verbindungsleisten - im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene Nuten eingreifende einen parallele Verankerungsschenkel und die Verankerungsschenkel verbindenden Verbindungsschenkel aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Arretierstreifen (8) an der von dem jeweiligen Verankerungsschenkel (13,14) weggerichteten Seite des Verbindungsschenkels (12) in die betreffende Nute (5) eingelegt und an seinem der Nutenöffnung zugewandten Rand über seine Länge kontinuierlichen oder in Abständen gestaucht ist (Fig. 1).
     
    4) Wärmeistolierender Profilkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierstreifen (8) aus Weich-Aluminium bestehen (Fig. 1).
     
    5) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stauchen in Abständen mittels eines mit Druck über den der Nutenöffnung zugewandten Rand des betreffenden Arretierstreifens (8) geführten Zahnrades (10,11) erfolgt (Fig.1).
     
    6) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stauchen gegenüberliegender Arretierstreifen (8) an einer Isolierleiste (6,7) mittels zwei die Profilschienen (1,2) gleichzeitig auf Paßabstand drückenden Zahnrädern (10,11) erfolgt (Fig.1).
     
    7) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Befestigungselemente (18) keilförmig ausgebildet sind (Fig. 2).
     
    8) Wärmesiolierender Profilkörper nach Anspruch 7, bei dem die Verbindungsleisten - im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene Nuten eingreifende parallele Verankerungsschenkel und einen die Verankerungsschenkel verbindenden Verbindungsschenkel aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß jedes keilförmige Befestigungselement (18) an der von dem jeweiligen Verankerungsschenkel (13,14) weggerichteten Seite des Verbindungsschenkels (12) zwischen die entsprechende Nutenwand und die erwähnte Seite des Verbindungsschenkels (12) eingetrieben ist (Fig. 2).
     
    9) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmigen Befestigungselemente (18) von sich über die ganze Länge des Profilkörpers erstreckenden Keilstreifen oder von einer Vielzahl von Keilen gebildet sind, die mit gegenseitigem Abstand über die Länge des Profilkörpers verteilt sind (Fig.2).
     
    10) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilstreifen oder Einzelkeile und/oder die entsprechenden Nutenwände und/oder die entsprechenden Seiten der Verbindungschenkel (2) der Verbindungsleisten (6,7) mit Längsriefen (15) versehen ist (Fig.2).
     
    11) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleisten (20) aus - im Profilschnitt gesehen - rechteckigen flachen Streifen, vorzugsweise aus Schichtwerkstoff, wie Hartpapier, bestehen, daß die Verbindungsleisten (20) an ihren Rändern mit Ausnehmungen (23) oderLöchern (21,22,48) versehen sind, in denen die Befestigungselemente (24,28,29,33,37,44,51) verankert sind, und daß die Befestigungselemente in die hinterschnittenen Nuten (5,19,27,30,38,54) eingreifen (Fig. 3-23)
     
    12) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine hinterschnittene Nute (19,27,3o) zur Aufnahme der Befestigungselemente (24, 29,28) in mindestens einem von zwei an jeder Profilschiene (1,2) vorgesehenen und sich in Richtung auf die jeweils andere Profilschiene erstreckenden Stegen (25,26) befindet und daß einer der beiden Stege (25) vor der Montage von dem anderen Steg (26) weggebogen und nach der Montage in eine, zu dem anderen Steg (26) etwa parallele Stellung gebogen ist (Fig. 6-1-1, 13,14).
     
    13) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem der beiden Stegen (25,26) eine hinterschnittene Nute (27) vorgesehen ist, und daß sich die Befestigungselemente (33) in beide Nuten (27) erstrecken (Fig. 10,11,13,14).
     
    14) Wärmeisolierender Profilkörper nach einem der Ansprüche 11-13, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente von in runde Löcher (21) in den Verbindungsleisten (2o) eingesetzten zylindrischen Stiften (24,28,29) gebildet sind.(Fig. 6-11).
     
    15) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die hinterschnittenen Nuten (19) - im Schnitt gesehen - ein gegen den Nutengrund sich konisch verengendes Profil haben, und daß der Durchmesser der an den Enden stumpfen zylindrischen Stifte (24) etwa gleich dem Nutendurchmesser in etwa halber Nutentiefe ist. (Fig. 6,7).
     
    16) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die hinterschnittenen Nuten (30) - im Schnitt gesehen - ein gegen den Nutengrund spitz zulaufendes Profil haben, und daß die zylindrischen Stifte (29) an ihren Enden unter Bildung von mindestens drei Flächen (32) und Schnittkanten mit etwa dem gleichen Winkel wie die Nuten (3o) zugespitzt sind (Fig. 10,11).
     
    17) Wärmeisoliender Profilkörper nach Anspruch 16; dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (29) aus einem härteren Material als die Profilschienen (1,2) bestehen (Fig. 10, 11).
     
    18) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11-13, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente von Zahnleisten (33,44) gebildet sind, wobei die Zähne (34,45) durch Löcher (22) in den Verbindungsleisten (2o) gesteckt sind (Fig. 12-21).
     
    19) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (34,45) rechteckig oder an ihrem vorderen Ende angespitzt sind,und daß die Löcher (22) in den Verbindungsleisten (2o) in Längsrichtung des Profilkörpers langgestreckt sind und einen etwa rechteckförmigen Querschnitt haben (Fig. 12-21).
     
    20) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Verbindungsleiste (20) herausschauenden Teile der Zähne (34) umgebogen oder verdreht sind (Fig. 15-18).
     
    21) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11 und 20, bei dem die hinterschnittenen Nuten jeweils von einem - im Profilschnitt - L-förmigen und einem geraden Steg gebildet sind, die beide gegen die andere Profilschiene hin vorstehen dadurch gekennzeichnet, daß sich der durchgehende Teil der Zahnleiste (33) an der dem L-förmigen Steg (4) zugewandten Seite der Verbindungsleiste (2o) befindet, und daß sich die auf der anderen Seite der Verbindungsleiste (2o) herausschauenden umgebogenen oder verdrehten Teile der Zähne (34) an dem geraden Steg (3) abstützen (Fig. 15-18).
     
    22) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der Verbindungsleisten (20) abgerundet sind (Fig. 15).
     
    23) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß die umgebogenen Teile der Zähne (34) am Ende so abgerundet sind, daß sie sich beim Kippen der Verbindungsleiste (2o) an dem geraden Steg (3) abwälzen (Fig. 17,18).
     
    24) Wärmeisolierender Profilkörper nach einem der Ansprüche 21-23, bei dem ein zwischen den beiden Profilschienen und den beiden Verbindungsleisten gebildeter Hohlraum mit einer vor Erstarrung expandierenden Schaummasse gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an den Rändern der Verbindungsleisten (20) Ausnehmungen (36) zum Durchtritt der Schaummasse in die hinterschnittenen Nuten (5) vorgesehen sind (Fig. 15-18).
     
    25) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet; daß die Befestigungselemente von in die Löcher (22) oder Ausnehmungen (23) der Verbindungsleisten (2o) eingreifenden Zahnleisten (44) gebildet sind, die in die hinterschnittenen Nuten (38) eingreifende Federzungen (42) aufweisen (Fig. 19-21).
     
    26) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine hinterschnittene Nute (38) zur Aufnahme der Federzungen (42) in mindestens einem von zwei an jeder Profilschiene (1,2) vorgesehenen und sich inRichtung auf die jweils andere Profilschiene erstreckenden Stegen (25,26) befindet, daß die hinterschnittene Nute (38) - im Profilschnitt gesehen - von einer zur Verbindungsleiste (20) etwa senkrechten (39) und einer vom Nutengrund schräg gegen die zugehörige Profilschiene (2) hin verlaufenden Nutenflanke (4o) gebildet ist, und daß die Zahnleiste (44) - im Profilschnitt durch den Zahnbereich gesehen - etwa U-Profil hat, wobei der eine U-Schenkel (45) den Zahn bildet, der andere U-Schenkel (46) die Verbindungsleiste (2o) federnd untergreift und aus dem die beiden U-Schenkel (45,46) verbindenden Verbindungsschenkel (43) die durch Einschnitte (47) gebildeten Federzungen (42) herausgebogen sind (Fig. 19-21).
     
    27) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Federzungen (42) innerhalb von Toleranzgrenzen eine unterschiedliche Länge haben (Fig. 19-21).
     
    28) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest derjenige Steg (25,26) - im Profilschnitt gesehen - am Ende angeschrägt ist, der die Nute (38) enthält (Fig. 2o,21).
     
    29) Wärmeisolierender Profilkörper nach einem der Ansprüche 17 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß bei in Längsrichtung des Profilkörpers aneinanderstoßenden Verbindungsleisten (2o) und Zahnleisten (33,44) letztere gegenüber den Verbindungsleisten (20) versetzt angeordnet sind, derart, daß die Stöße der Verbindungsleisten (20) von Zahnleisten überbrückt sind. (Fig. 14)
     
    30) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente von U-förmigen Federn (51) gebildet sind, von denen jede innerhalb eines der in den Verbindungsleisten (20) vorgesehenen Löchern (48) angeordnet ist, wobei das Ende (55) eines U-Schenkels (53) aus dem Loch (49) herausschaut und in eine entsprechende hinterschnittene Nute (54) eingreift (Fig. 22,23).
     
    31) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Loch (48) zur Aufnahme einer U-förmigen Feder (51) eine nächst dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste (20) liegende sich senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende ebene Lochwand (50) sowie eine entfernter von dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste (20) liegende schräg zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende ebene Lochwand (49) aufweist, daß die beiden U-Schenkel (52,53) der Feder (51) etwa den gleichen Winkel einschließen, wie die beiden Lochwände (49,50), daß die Nuten von - im Profilschnitt sägeförmigen - Riefen (54) gebildet sind, die sich an den gegeneinander gerichteten Seitenvon zwei an der (1,2) jeweiligen Profilschiene vorgesehenen und gegen die andere Profilschiene vorstehenden Stegen (25,26) befinden, und daß das aus dem Loch (48) herausschauende Ende (55) des einen U-Schenkels (53) eine Schneide (55) bildet (Fig. 22,23).
     




    Zeichnung