[0001] Die Erfindung betrifft einen wärmeisolierenden Profilkörper, insbesondere zur Verwendung
für Tür-oder Fensterrahmen oder dergleichen, bestehend aus zwei Profilschienen, vorzugsweise
solchen aus Metall, die durch zwei aus wärmeisolierendem Werkstoff bestehenden profilierten
Verbindungsleisten miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsleisten in hinterschnittene
Nuten der Profilschienen verankert sind.
[0002] Es ist bekannt, die Verbindungsleisten in den Nuten durch Verwendung von Klebemitteln
zu verankern. Das Herstellen derartiger Profilkörper ist jedoch sehr arbeitsaufwendig.
[0003] Es ist ferner bekannt, die Verbindungsleiten so zu diemensionieren, daß sie mit allseitigem
Spiel in die hinterschnittenen Nuten eingeschoben werden können. Die Arretierung erfolgt
dann dadurch, daß ein von den Verbindungsleisten und Profilschienen eingeschlossener
Hohlraum mit vor dem Erstarren expandierendem Schaumstoff gefüllt wird, der die Profilschienen
und Verbindungsleisten in ihre Paßlage drückt. An den Verbindungsstellen zwischen
den Profilschienen und Verbindungsleisten entsteht dann ein Reibschluß der ein gegenseitiges
Verschieben verhindert. Auch wirkt die Schaummasse als Klebemittel. Nach diesem Verfahren
hergestellte Profilkörper haben hervorragende Eigenschaften, für die Herstellung sind
jedoch hohe Anlagekosten erforderlich.
[0004] Bekannt ist es ferner, die Kunststoffleisten ebenfalls mit Spiel in die Nuten einzuführen
und dann einen eine Nutenwand bildenden Steg der betreffenden Profilschiene so zu
verbiegen, daß er seitlich gegen die Verbindungsleiste gedrückt wird. Bei dieser Methode
muß jedoch das Metall der Profilschienen relativ weich sein und eine hohe Wandstärke
haben. Dadurch wird der Profilkörper relativ schwer und teuer. Wenn das für die Verbindungsleisten
verwendete wärmeisolierende Material, für das in der Regel Kunststoff verwendet wird,
nicht nachgiebig genug ist, läßt die Andruckkraft der gegen die Profilleisten drückenden
Metallstege ausserdem mit der Zeit nach. Dadurch geht die Starrheit des Profilkörpers
mit der Zeit verloren, d.h. er wird wacklig.
[0005] Schließlich ist es noch bekannt, die Kunststoffleisten als zweiteilige Sonderkonstruktionen
herzustellen. Der eine Teil wird zunächst in die hinterschnittene Nuten der Profilschienen
eingehängt, der andere Teil ist keilförmig und wird nach der Montage in den erstgenannten
Teil (nicht in die hinterschnittene Nuten) eingedrückt, um den erstgenannten Teil
zu spreizen, wodurch der Profilkörper in sich arretiert wird. Auf diese Weise hergestellte
Profilkörper sind jedoch wegen der zweiteiligen Sonderprofile sowohl bezüglich der
Materialkosten als auch der Montagekosten teuer.
[0006] Der Erfindungliegt die Aufgabe zugrunde, einen wärmeisolierenden Profilkörper der
eingangs beschriebenen Art so zu gestalten, daß er die oben genannten Nachteile vermeidet.
[0007] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verbindungsleisten in den
hinterschnittenen Nuten mit zusätzlichen Befestigungselementen, vorzugsweise solchen
aus Metall verankert sind.
[0008] Im Gegensatz zu dem letztgenannten bekannten Profilkörper mit den zweiteiligen Verbindungsleisten
sind die zusätzlichen Befestigungselemente direkt im Bereich der hinterschnittenen
Nuten wirksam, d.h. sie sind an der Verankerung unmittelbar beteiligt.
[0009] Metall als Werkstoff für die zusätzlichen Befestigungselemente hat den Vorteil, daß
es teilweise einfacher, aber auf jeden Fall vielgestaltiger als die normalerweise
verwendeten wärmeisolierenden Werkstoffe, wie Kunststoff, verarbeitet werden kann.
Ausserdem ist es härter. Man kann durch die Kombination von zusätzlichen Befestigungselementen
aus Metall und Verbindungsleisten aus wärmeisolierendem Werkstoff infolge der vorgenannten
Eigenschaften eine optimale Krafteinleitung von den zusätzlichen Befestigungselementen
in die Profilschienen einerseits und in die Verbindungsleisten andererseits erzielen.
[0010] Die entsprechend der erfindungsgemäßem Lehre hergestellten Profilkörper haben ausserdem
den Vorzug, daß der von den Profilschienen und Verbindungsleisten eingeschlossene
Hohlraum - falls gewünscht -nach wie vor in der bekannten Weise ausgeschäumt werden
kann, wobei die zusätzlichen Befestigungselemente so gestaltet werden können, daß
sie der expandierenden Schaummasse auch den Eintritt in die hinterschnittenen Nuten
gestatten.
[0011] Eine erste praktische Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, daß die
Verbindungsleisten in den hinterschnittenen Nuten mit Arretierstreifen aus einem weichen
verformbaren Werkstoff hinterlegt sind, die nach der Montage durch Stauchen verbreitert
worden sind.
[0012] Wenn die Verbindungsleisten - im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene
Nuten eingreifende parallele Verankerungsschenkel und einen die Verankerungsschenkel
verbindenden Verbindungsschenkel aufweisen (also C-Profil haben), dann kann eine Weiterbildung
der ersten Ausführungsform darin bestehen, daß jeder Arretierstreifen an der von dem
jeweiligen Verankerungsschenkel weggerichteten Seite des Verbindungsschenkels in die
betreffende Nute eingelegt und an seinem der Nutenöffnung zugewandten Rand über seine
Länge kontinuierlich oder in Abständen gestaucht ist.
[0013] Als Material für die Arretierstreifen kann vorzugsweise Weich-Aluminium verwendet
werden.
[0014] Das Stauchen in Abständen kann beispielsweise mittels eines mit Druck über den der
Nutenöffnung zugewandten Rand des betreffenden Arretierstreifens geführten Zahnrades
erfolgen. An einer Isolierleiste gegenüberliegende Arretierstreifen können mittels
zwei parallel laufenden Zahnrädern gestaucht werden, die die Profilschienen gleichzeitig
auf Paßabstand drücken.
[0015] Eine zweite Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, daß die zusätzlichen
Befestigungselemente keilförmig ausgebildet sind.
[0016] Wenn die Verbindungsleisten - im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene
Nuten eingreifende parallele Verankerungsschenkel und einen die Verankerungsschenkel
verbindenen Verbindungsschenken aufweisen (also C-Form), so kann jedes keilförmige
Befestigungselement an der von dem jeweiligen Verankerungsschenkel weggerichteten
Seite des Verbindungsschenkels zwischen die entsprechenden Nutenwand und die erwähnte
Seite des Verbindungsschenkels eingetrieben werden.
[0017] Die keilförmigen Befestigungselemente können von sich über die ganze Länge des Profilkörpers
erstreckenden Keilstreifen gebildet sein. Es ist aber auch möglich, daß sie aus einer
vielzahl von Keilen bestehen, die mit gegenseitigem Abstand über die Länge des Profilkörpers
verteilt sind. Im zuletzt genannten Fall kann durch die Zwischenräume zwischen den
Keilen Schaum in die hinterschnittenen Nuten eintreten, falls ein Ausschäumen des
von den Profilschienen und Verbindungsleisten umschlossenen Hohlraumes gewünscht ist.
[0018] Die Keilstreifen oder Einzelkeile und/oder die entsprechenden Nutenwände und/oder
die entsprechenden Seiten der Verbindungsschenkel der Verbindungs-eisten können mit
Längsriefen versehen sein, um den eingetriebenen Keil zu fixieren.
[0019] Besonders vorteilhaft ist die Anwendung der Erfindung für den Fall, daß die Verbindungsleisten
aus - im Profilschnitt gesehen - rechteckigen flachen Streifen, vorzugsweise aus Schichtwerkstoff
wie Hartpapier, bestehen. Dieses Material zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit,
Steifheit und Hitzbeständigkeit aus. Ausserdem ist es billig. Es hat jedoch den Nachteil,
daß es sich nur sehr beschränkt profilieren läßt. Man kann dieses Material nicht so
formen, oder bearbeiten, daß es zum Eingriff in hinterschnittene: Nuten geeignete
Endverdickungen aufweist, wie dies beispielsweise bei Isolierleisten möglich ist,
die aus Kunststoff extrudiert sind. Dieser Nachteil wird unter Ausnutzung der erfindungsgemäßen
Lehre dadurch beseitigt, daß die Verbindungsleisten an ihren Rändern mit Ausnehmungen
oder Löchern versehen werden, in denen die Befestigungselemente verankert werden können.
Die Befestigungselemente übernehmen dann ihrerseits den Eingriff in die hinterschnittenen
Nuten und leiten in optimaler Weise den Kraftfluß von den Profilschienen in die Verbindungsleisten
und umgekehrt. Die Form der Löcher oder Ausnehmungen und ihr Abstand in Längsrichtung
der Verbindungsleisten können so gewählt werden, daß für jeden speziellen Profilkörper
bezüglich des Kraftflusses zwischen den Verbindungsleisten und den Profilschienen
ein Optimum erzielt wird.
[0020] Ausgehend von der zuvor genannten Art der Verbindungsleisten und der Anordnung der
Befestigungselemente an ihnen kann eine weitere Ausgestaltung darin bestehen, daß
sich eine hinterschnittene Nute zur Aufnahme der Befestigungselemente in mindestens
einem von zwei an jeder Profilschiene vorgesehenen und sich in Richtung auf die jeweils
andere Profilschiene erstreckenden Stegen befindet und daß einer der beiden Stege
vor der Montage von dem anderen Steg weggebogen und nach der Montage in eine zu dem
anderen Steg etwa parallele Stellung gebogen ist.
[0021] Es ist auch möglich, daß in jedem der beiden Stege hinterschnittene Nuten vorgesehen
sind und daß sich die Befestigungselemente in beide Nuten erstrecken.
[0022] Gemäß einer dritten praktischen Ausführungsform der Erfindung können die Befestigungselemente
von in runde Löcher in den Verbindungsleisten eingesetzten zylindrischen Stiften gebildet
sein.
[0023] Die hinterschnittenen Nuten können - im Schnitt gesehen - ein gegen den Nutengrund
sich konisch verengendes Profil haben, wobei der Durchmesser der an den Enden stumpfen
zylindrischen Stifte etwa gleich dem Nutendurchmesser in etwa halber Nutentiefe ist.
Durch diese Wahl des Durchmessers der Stifte wird gewährleistet, daß sich die Stifte
in die Nutenwandung einpressen, wenn der andere Steg nach der Montage gegen den erstgenannten
Steg gedrückt wird.
[0024] Es ist auch möglich, daß die hinterschnittenen Nuten - im Schnitt gesehen - ein gegen
den Nutengrund spitz zulaufendes Profil haben und daß die zylindrischen Stifte an
ihren Enden unter Bildung von mindestens drei Flächen und Schnittkanten mit etwa dem
gleichen Winkel wie die Nuten zugespitzt sind.
[0025] Die Stifte sollten vorzugsweise aus einem härteren Material als die Profilschienen
bestehen . Wenn die Profilschienen aus normalem Aluminium bestehen, so sollten die
Stifte aus Hartaluminium hergestellt sein. Die Stifte drücken sich dann in die Nutenwandung
hinein.
[0026] Eine vierte Ausführungsform der Erfindung kann unter Anwendung auf Verbindungsleisten,
die - im Profilschnitt gesehen - rechteckige flache Streifen sind, darin bestehen,
daß die Befestigungselemente von Zahnleisten gebildet sind, wobei die Zähne durch
Löcher in den Verbindungsleisten gesteckt sind. Zahnleisten haben den Vorzug, daß
sie sich schneller und einfacher montieren lassen.
[0027] Die Zähne können rechteckig oder an ihrem vorderen Ende angespitzt sein. Die Löcher
in den Verbindungsleisten können in Längsrichtung des Profilkörpers langgestreckt
sein und einen etwa rechteckförmigen Querschnitt haben.
[0028] Die aus der Verbindungsleiste herausschauenden Teile der Zähne können umgebogen oder
verdreht werden.
[0029] Wenn die hinterschnittenen Nuten von einem - im Profilschnitt - L-förmigen und einem
geraden Steg gebildet sind, die beide gegen die andere Profilschiene hin vorstehen,
so kann der durchgehende Teil der Zahnleiste an der dem L-förmigen Steg zugewandten
Seite der Verbindungsleiste vorgesehen werden, während sich die auf der anderen Seite
der Verbindungsleiste herausschauenden umgebogenen oder verdrehten Teile der Zähne
an dem geraden Steg abstützen. Die Umbiegung oder Verdrehung der aus der Verbindungsleiste
herausschauenden Teile der Zähne wirkt wie eine Vernietung.
[0030] Verbindungsleisten mit Zahnleisten können in hinterschnittene Nuten der zuletzt beschriebenen
Art in einfacher Weise in gekippter Form eingeführt und durch Aufrichten ärretiert
werden. Die Arretierung erfolgt durch das erwähnte Abstützen der umgebogenen oder
verdrehten Teile der Zähne an den geraden Stegen. Man kann diese Art der Montage auch
als Einklinken bezeichnen. Um das Einklinken also die Schwenkbewegung zwischen Kippstellung
und gerader Stellung zu erleichtern, können die Ränder der Verbindungsleisten abgerundet
werden.
[0031] Ebenfalls erleichtert wird das Einklinken dann, wenndie umgebogenen Teile der Zähne
am Ende so abgerundet sind, daß sie sich beim Kippen der Verbindungsleiste an dem
geraden Steg abwälzen.
[0032] Wenn der von den Verbindungsleisten und Profilschienen eingeschlossene Hohlraum ausgeschäumt
werden soll, so können ferner an den Rändern der Verbindungsleisten Ausnehmungen zum
Durchtritt der Schaummasse in die hinterschnittene Nuten vorgesehen werden.
[0033] Eine fünfte Ausführungsform der Erfindung in Anwendung auf die - im Profilschnitt
gesehen - rechteckförmigen flachen Verbindungsleisten kann darin bestehen, daß die
Befestigungselemente von in die Löcher oder Ausnehmungen der Verbindungsleisten eingreifenden
Zahnleisten gebildet sind, die in die hinterschnittenen Nuten eingreifende Federzungen
aufweisen.
[0034] Eine Ausgestaltung dieser fünften Ausführungsform besteht darin, daß sich eine hinterschnittene
Nute zur Aufnahme der Federzungen in mindestens einem von zwei an jeder Profilschiene
vorgesehenen und sich in Richtung auf die jeweils andere Profilschiene erstreckenden
Stegen befindet, daß die hinterschnittene Nute - im Profilschnitt gesehenvon einerzur
Verbindungsleiste etwa senkrechten und einer vom Nutengrund schräg gegen die zugehörige
Profilschiene hin verlaufenden Nutenflanke gebildet ist, und daß die Zahnleiste -
im Profilschnitt durch den Zahnbereich gesehenetwa U-Profil hat, wobei der eine U-Schenkel
den Zahn bildet, der andere U-Schenkel die Verbindungsleiste federnd untergreift,
und aus dem die beiden U-Schenkel verbindenden Verbindungsschenkel die durch Einschnitte
gebildeten Federzungen herausgebogen sind.
[0035] Die Federzungen können innerhalb von Toleranzgrenzen unterschiedliche Länge haben.
Dabei werden die zu langen Federzungen durch dien Nutenhals in die Ebene des Verbindungsschenkels
gedrückt. Die Federzungen mit der richtigen Länge hintergreifen die etwa senkrecht
zur Ebene der Verbindungsleiste verlaufende Nutenflanke, und die zu kurzen Federzungen
dienen als Belastungsreserve.
[0036] Bei dieser fünften Ausführungsform erfolgt die Krafteinleitung von den Verbindungsleisten
in die zusätzlichen Befestigungselemente über die Zähne der Zahnleiste. Die Krafteinleitung
von den zusätzlichen Befestigungselementen in die Profilschienen erfolgt über die
Federzungen. Damit ist ein optimaler Kraftfluß zwischen den Verbindungsleisten und
Profilschienen gewährleistet. Die Größe und der Abstand der Zähne und der sie aufnehmenden
Löcher in den Verbindungsleisten können so gewählt werden, daß eine große Ausreißfestigkeit
gegeben ist. Die Federzungen haben scharfe Kanten (was bei Metall nicht schädlich
ist aber bei Kunststoff eine schädliche Kerbwirkung hervorruft), mit denen sie die
hinterschnittenen Nuten in den aus Metall bestehenden Profilschienen formschlüssig
und arretierend hintergreifen können. Mit derartigen Zahnleisten versehene Verbindungsleisten
können daher wesentlich schlanker ausgeführt werden als Verbindungsleisten aus Kunststoff,
an denen Endverdickungen zum Hintergreifen der hinterschnittenen Nuten angeformt sind.
[0037] Ein weiterer Vorteil der Zahnleisten mit Federzungen besteht darin, daß die Verbindungsleisten
nicht in Längsrichtung des Profilkörpers in die Nuten eingeschoben werden müssen,
sondern direkt in die Nuten eingestoßen werden können, wobei die Federzungen mit den
hinterschnittenen Nuten eine Schnappverbindung bilden. Die Montage ist daher einfacher
und weniger zeitaufwendig. Um das Einführen zu erleichtern, kann zumindest derjenige
Steg - im Profilschnitt gesehen - am Ende angeschrägt sein, der die Nute zur Aufnahme
der Federzungen enthält. Die nach außen gebogenen Federzungen können dann an der Schräge
entlang gleiten, wodurch sie zunächst in die Ebene des Verbindungs- schenkels des
U-Profiles gedrückt werden und nach Passieren der Halsenge der hinterschnittenen Nute
wieder ausschnappen können.
[0038] Während es möglich ist, die Profilschienen in beliebiger Länge herzustellen, sind
die flachen, im Schnitt rechteckförmigen Verbindungsstege, insbesondere solche aus
Schichtmaterial, wie Hartpapier, nur in bestimmten Längen (beispielsweise in der Länge
von 2m) erhältlich. Sofern derartige Verbindungsleisten bisher überhaupt verwendet
wurden (sie wurden in die Nuten eingeklebt), wurden sie an den Stoßstellen miteinander
verklebt. Die Klebestellen mußten mechanisch tragend, d.h. stabil sein,damit die Verbindungsleisten
ebenso wie die Profilschienen in größerer Länge verwendet werden konnten.
[0039] Eine Weiterbildung der Erfindung betreffend die zuletzt genannten Verbindungsleisten
mit Zahnleisten kann nun darin bestehen, daß bei in Längsrichtung des Profilkörpers
aneinanderstoßenden Verbindungsleisten und Zahnleisten letztere gegenüber den Verbindungsleisten
versetzt angeordnet sind, derart, daß die Stöße der Verbindungsleisten von Zahnleisten
überbrückt sind. Um an der Stoßstelle eine Abdichtung zu erhalten, kann hier eine
beliebige Dichtungsmasse vorgesehen werden, die jedoch keine tragende Verbindung mehr
bilden muß.
[0040] Eine sechste Ausführungsform der Erfindung, die ebenfalls Anwendung findet auf flache
und im Schnitt rechteckförmige Verbindungsleisten, vorzugsweise solchen aus Schichtwerkstoff,
wie Hartpapier, kann darin bestehen, daß die Befestigungselemente von U-förmigen Federn
gebildet sind, von denen jede innerhalb eines der in den Verbindungsleisten vorgesehenen
Löchern angeordnet ist, wobei das Ende eines U-Schenkels aus dem Loch herausschaut
und in eine entsprechende hinterschnittene Nute eingreift.
[0041] Eine Ausgestaltung dieser sechsten Ausführungsform kann darin bestehen, daß jedes
Loch zur Aufnahme einer U-förmigen Feder einen nächst dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste
liegende sich senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende ebene Lochwand sowie
eine entfernter von dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste liegende schräg zur
Verbindungsleiste-Ebene verlaufende ebene Lochwand aufweist, daß die beiden U-Schenkel
der Feder etwa den gleichen Winkel einschließen, wie die beiden Lochwände, und daß
die Nuten von - im Profilschnitt sägezahnförmigen - Riefen gebildet sind, die sich
an den gegeneinander gerichteten Seiten von zwei an der jeweiligen Profilschiene vorgesehenen
und gegen die andere Profilschiene vorstehenden Stegen befinden, und daß das aus dem
Loch herausschauende Ende des einen U-Schenkels eine zum Eingriff in die Riefen bestimmte
Schneide bildet.
[0042] Auch diese sechste Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die
Verbindungsleisten direkt in die Nuten eingestoßen werden können. Die Spitzen an den
aus den Löchern herausschauenden Enden der U-förmigen Federn bilden dabei mit der
sägezahnförmigen Riefen eine Rastverbindung, dereart, daß zwar ein Einstoßen der Verbindungsleisten
in die Nuten möglich ist, jedoch kein Herausziehen mehr.
[0043] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben.
[0044] Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 3 bis 5 Verbindungsleuten mit verschiedenen Löchern uns Ausnehmungen;
Fig. 6 und 7 eine dritte Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 8 und 9 eine erste Modifikation der dritten Ausführungsform;
Fig. 1o und 11 eine zweite Modifikation der dritten Ausführungsform;
Fig. 12 bis 14 eine vierte Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 15 und 16 eine erste Modifikation der vierten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 17 und 18 eine zweite Modifikation der vierten Ausführungsform;
Fig. 19 bis 21 eine fünfte Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 22 und 23 eine sechste Ausführungsform der Erfindung.
[0045] Figur 1 zeigt im Schnitt zwei Metall-Profilschienen 1 und 2, die durch zwei Verbindungsleisten
6 und 7 miteinander verbunden sind. Jede der beidenMetallprofilschienen weist dazu
zwei hinterschnittene Nuten 5 auf. Jede hinterschnittene Nut ist von einem geraden
Steg 3 und einem L-förmigen Steg 4 gebildet. Die beiden Stege stehen gegen die jeweils
andere Profilschiene vor. Die Verbindungsleisten bestehen aus Kunststoff und haben
C-Profil. Das bedeutet, sie bestehen aus zwei Verankerungsschenkeln 13,14 die durch
einen Verbindungsschenkel 12 miteinander verbunden sind. Die Verankerungsschenkel
ragen in die von den L-Stegen 4 umschlossenen hinterschnittenen Nuten 5 hinein.
[0046] Zur Arretierung der Verbindungsleisten 6,7 in den hinterschnittenenNuten 5, in denen
sie normalerweise Spiel haben, sind in die Nuten noch Arretierstreifen 8 eingelegt.
Diese bestehen aus einem leicht verformbaren Metall. Wenn die Profilschienen 1 aus
normalem Aluminium bestehen, so bestehen die Arretierstreifen 8 aus Weichaluminum.
Die Arretierstreifen sind zwischen die Seite des Verbindungsschenkels 12, die von
dem betreffenden Verankerungsschenkel 13,14 abgewandt ist sowie die Innenwand des
geraden Steges 3 eingelegt.
[0047] über die Arretierstreifen werden dann zwei Zahnräder 1
0,11 geführt, die von einem Antriebsmechanismus 12 angetrieben werden. Die Zahnräder
1o,11stauchen die Arretierstreifen 8 in regelmäßigen Abständen. Ausserdem drücken
die Zahnräder 1
0,11 die Verbindungsprofilschienen 1 in den vorgesehenen Paßabstand. Nach dem Stauchen
der Arretierstreifen 8 ist der aus den Profilschienen 1,2 und den Verbindungsleisten
6,7 gebildete Profilkörper starr und stabil. Bemerkenswert ist noch, daß sich die
gestauchten Teile der Arretierstreifen 8 in das Kunststoff-Material der Verbindungsleisten
6,7 eindrückt.
[0048] Figur 2 zeigt einen ähnlichen Profilkörper wie Fig. 1. Hier werden jedoch anstelle
der Arretierstreifen Keilstreifen 18 in die hinterschnittenen Nuten 5 eingetrieben.
Auch hier befinden sich die Keilstreifen 18 zwischen der Innenwand eines geraden Steges
und dem Verbindungsschenkel 12 der betreffenden Verbindungsleiste 6,7. Statt der Keilstreifen
18 können auch Einzelkeile verwendet werden, die über die Länge des Profilkörpers
einen Abstand haben. Um die Keilstreifen 18 oder Einzelkeile in den hinterschnittenen
Nuten festzuhalten sind im vorliegenden Fall die Innenseiten der geraden Stege 3 mit
einer Riffelung 15 versehen.
[0049] Anstelle der in den Fig. 1 und 2 verwendeten Kunststoff-Verbindungsleisten mit C-Form
können als Verbindungsleisten auch flache Streifen aus Schichtmaterial, beispielsweise
solche aus Hartpapier verwendet werden. Zum Eingriff in die hinterschnittenen Nuten
dienen dann zusätzliche Befestigungselemente, die in Löcher oder Ausnehmungen eingesetzt
werden , welche am Rand der Verbindungsleisten vorgesehen werden. In den Figuren 3
bis 5 sind drei Ausführungsformen gezeigt. InFigur 3 sind die Löcher rund, in Figur
4 sind die Löcher in Längsrichtung langgestreckt und rechteckig und in Fig. 5 sind
statt der Löcher meanderförmige Ausnehmungen 23 vorgesehen.
[0050] Bei der in den Fig. 6 und 7 gezeigten Ausführungsform sind Verbindungsleisten 2o
gemäß Fig. 3 verwendet. In die runden Löcher sind hier kurze zylindrische Stifte 24
eingesetzt. Die Profilschienen, von denen hier nur die Profilschiene 2 gezeigt ist,
weisen zwei sich gegen die jeweils andere (nicht dargestellte Profilschiene) vorstreckende
Stege 25, 26 auf. Der Steg 25 ist gegenüber dem gerade vorstehenden Steg 26 zurückgebogen.
Der Steg 26 ist mit einer im Schnitt trapezförmigen Nute 19 versehen. Zur Befestigung
wird die Verbindungsleiste 2o mit den Stiften 24 zwischen die beiden Stege 25,26 eingesetzt.
Danach wird der Steg 25 gegen den Steg 26 hin verbogen. Dies erfolgt in bekannter
Weise durch Anrollen. Da der Durchmesser der zylindrischen Stifte 24 etwa gleich dem
Durchmesser der Nute 19 in mittlerer Tiefe ist, drücken sich die Stifte 21 beim Anrollen
des Steges 25 in die Nute ein. Die Stifte 24 bestehen aus einem härteren Material
als die Profilschienen 2,3. Wenn die Profilschienen 2,3 aus normalem Aluminium bestehen,
so können die Stifte 24 beispielsweise aus Hartaluminium bestehen. Dadurch drücken
sie sich verformend in die Nutenwandung ein und bilden eine feste Verankerung.
[0051] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9 ist sowohl in dem Steg 25 als auch
in dem Steg 26 jeweils eine im Querschnitt rechteckförmige Nute vorgesehen. Die zylindrischen
Stifte 28 sind hier etwas länger als bei der Ausführungsform nach den Figuren 6 und
7,so daß sie nach beiden Seiten der Verbindungsleiste 2o vorstehen. Auch hier wird
der Steg 25 durch Anrollen gegen den Steg 26 gebogen, so daß die Stifte 28 mit beiden
Enden jeweils in eine der beiden Nuten 27 eingreifen.
[0052] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1o und 11 sind Stifte 29 verwendet, die
ähnlich kurz wie die Stifte 24 in den Figuren 6 und 7 sind. Die Steifte 29 schauen
nur mit einem Ende aus der Verbindungsleiste 2o heraus. Dieses Ende ist mit einer
Spitze 31 versehen, die von drei Flächen 32 gebildet ist. Die drei Flächen bilden
drei Schneiden. Man erkennt dies aus der Draufsicht XI auf die Verbindungsleiste 2
0. Der gerade Steg 26 ist mit einer spitz zulaufenden Nute 3o versehen, in die sich
die Spitze 31 einbohrt, wenn der zunächst zurückgebogene Steg 25 durch Anrollen an
die Verbindungsleiste 2o gerade gebogen wird. Auch hier bestehen die Stifte 29 aus
einem härteren Metall, beispielsweise aus Hartaluminium als die Profilschiene 2, die
beispielsweise aus normalen Aluminium besteht.
[0053] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 12 bis 14 sind Verbindungsleisten gemäß
Fig. 4 verwendet, also solche mit rechteckigen Löchern 22. Statt einzelner Stifte,
die zusätzlichen Befestigungselemente hier aus Zahnleisten 33, die mit rechteckförmigen
oder angespitzen Zähnen 34 versehen sind. Die Zähne werden in die rechteckförmigen
Löcher 22 eingeführt, so daß auf der einen Seite der Verbindungsleiste 2o der durchgehende
Teil der Zahnleisten 33 stehen bleibt, während auf der anderen Seite die Zähne 34
herausschauen.
[0054] Auch hier weisen die Profilschienen, von denen in Figur 13 nur die Profilschiene
2 gezeigt ist, gegen die andere (nicht dargestellte) Profilschiene 3 vorstehende Stege
25,26 auf, von denen der Steg 25 zunächst zurückgebogen ist. Beide Stege weisen im
Schnitt rechteckförmige Nuten 27 auf. Nach dem Einsetzen der mit einer Zahnleiste
33 versehenen Verbindungsleiste 2o wird der Steg 25 gegen die Verbindungsleiste 2o
gerollt. Dabei greifen die aus den Löchern herausschauenden Teile der Zähne 34 in
die Nute 27 des Steges 26 ein, während der durchgehende Teil der Zahnleiste 33 in
die Nute 27 des Steges 25 eingreift.
[0055] Um beliebige Längen von Profilkörpern herstellen zu können, müssen auch die Verbindungsleisten
2o in beliebiger Länge vorliegen. Sie sind jedoch im Gegensatz zu den Profilschienen
2,3 normalerweise nur in Längen bis zu 2m erhältlich. Eine stabile Verbindung wird
nun gemäß Fig. 14 dadurch hergestellt, daß man jeweils zwei Verbindungsleisten 2o
an den Stoßstellen durch Zahnklammern 37 überbrückt. Die Zahnleisten 33 sind jeweils
nur so lang, daß sie sich bis zum vorletzten Loch an beiden Enden der betreffenden
Verbindungsleiste 2o erstrecken, so daß zumindest das letzte Loch zum Einführen von
Zahnklammern frei bleibt.
[0056] Wenn die hinterschnittenen Nuten gemäß Fig. 15 wie in den Figuren 1 und 2 von jeweils
einem geraden Steg 3 und einem L-förmigen Steg 4 gebildet sind, so können Verbindungsleisten
2o der in Fig. 4 gezeigten Art in den hinterschnittenen Nuten ebenfalls durch die
Verwendung von Zahnleisten 33 verankert werden. Eine solche Zahnleiste ist in Fig.
16 vergrößert und perspektivisch dargestellt.
[0057] Die aus den Löchern 22 herausschauenden Enden der Zähne 34 werden dazu nach oben
umgebogen. Der umgebogene Teil stützt sich dann an dem geraden Steg 3 ab. Der durchgehende
Teil der Zahnleiste 33 untergreift den einen L-Schenkel des L-förmigen Steges 4. Ein
besonderer Vorteil der in Fig. 15 gezeigten Ausführungsform besteht darin, daß die
Verbindungsleiste 2o durch Kippen in die hinterschnittene Nute 5 eingeklinkt werden
kann. Um das Kippen zu erleichtern, sind die Ränder der Verbindungsleiste 2o mit einer
Abrundung 35 versehen. In Fig. 15 ist nur ein Rand gezeigt. Bei dem nicht dargestellten
anderen Rand sind die Verhältnisse spiegelbildlich gleich. Ausserdem sind an den beiden
Rändern der Verbindungsleiste 2o in regelmäßigen Abständen über die Länge des Profilkörpers
verteilt Ausnehmungen 36 vorgesehen, über die Schaummasse in die hinterschnittene
Nute 5 eintreten kann, wenn der von den Profilschienen 2,3 und den Verbindungsleisten
2o eingeschlossene Hohlraum vor dem Erstarren expandierender Schaummasse gefüllt wird.
[0058] Bei der in Fig. 16 gezeigten Zahnleiste ist der hintere Zahn 34 am Ende umgebogen
(wie in Fig. 15 im Schnitt gezeigt), während der vordere Zahn 34 noch nicht umgebogen
ist.
[0059] Die in den Fig. 17 und 18 gezeigte Ausführungsform ist ähnlich wie die Ausführungsform
nach den Figuren 15 und 16. Hier sind jedoch die Enden der Zähne 34 nicht umgebogen,
sondern um 9o0 verdreht. Man erkennt dies insbesondere aus der perspektivischen Darstellung
18 der Verbindungsleiste 2o und der Zahnleiste 33. Ausserdem sind die verdrehten Enden
der Zähne 34 derart abgerundet, daß sie eine Abwälzkurve 16 bilden, mit der sich das
Zahnende beim Einklinken der Verbindungsleiste 2o in die hinterschnittene Nute 5 an
dem geraden Steg 3 abwälzt. Auch hier sind die beiden Ränder der Verbindungsleiste
2o wiederum mit Ausnehmungen 36 versehen, die zum Eintritt von Schaummasse dienen.
Man erkennt dies besonders gut in Figur 18.
[0060] Auch bei derAusführungsform nach den Figuren 19 bis 21 sind Verbindungsleisten der
in Figur 4 gezeigten Art verwendet. Desgleichen sind Zahnleisten 44 verwendet. Diese
haben, jenachdem wo der Schnitt geführt wird, entweder L-oder U-Profil. Wenn der Schnitt
durch einen Zahn 45 geführt wird, beispielsweise der Schnitt XXI, der in Figur 21
dargestellt ist, so hat die Zahnleiste U-Prcfil. Wenn der Schnitt nicht durch einen
Zahn geführt wird, wie beispielsweise der Schnitt XX, der in Fig. 2o gezeigt ist,
so hat die Zahnleiste 44 L-Profil. Der einen U-Schenkel 45 bildet also die Zähne.
Der andere sich über die gesamte Länge der Zahnleiste 44 erstreckende U-Schenkel 46
untergreift die Verbindungsleiste 2o federn. Aus dem die beiden U-Schenkel 45,46 verbindenden
Verbindungsschenkel 43 sind durch Einschnitte 47 zwischen den Zähnen 45 Federzungen
42 ausgeschnitten, die von der Verbindungsleiste 2o weggebogen sind. Jede der beiden
Profilschienen, von denen nur die Profilschiene 2 gezeigt ist, weist zwei gegen die
andere 7rofilschiene vorstehende Stege 25,26 auf. Der Steg 26 ist mit einer hinterschnittenen
Nute 38 versehen. Diese besteht aus einer senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende
Nutenflanke 39 und einer schräg dazu gegen die Profilschiene 2 hin verlaufende Nutenflanke
4
0. Die Federzungen 42 haben innerhalb gewisser Toleranzgrenzen eine unterschiedliche
Länge. Die längsten Federzungen sind vom Nutenhals in die Ebene.des Verbindungsschenkels
43 gedrückt. Die Federzungen 42 mit der richtigen Länge liegen mit ihrem Ende an der
senkrecht zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufenden Nutenflanke 39 an. Die kürzeren
Federzungen 42 bilden eine Belastungsreserve. Der U-Schenkel 46 steht unter Federspannung
und sucht die Verbindungsleiste 2o entgegen der Rückhaltekraft der an der Nutenflanke
39 anliegenden Federzungen 42 nach oben zu drücken.
[0061] Die Montage erfolgt bei der Ausführungsform nach den Figuren 19 bis 21 in einfacher
Weise dadurch, daß die Verbindungsleisten 2o - in der Schnittebene gesehen - vonoben
zwischen die beiden Stege 25,26 gedrückt werden. Der Steg 26 weist eine Anschrägung
41 auf, an der sich die Federzungen 42 abstützen und bei fortschreitender Bewegung
der Verbindungsleiste 2o nach unten in die Ebene des Verbindungsschenkels 43 gedrückt
werden. Wenn die Verbindungsleiste 2o tief genug in die Ausnehmung zwischen den beiden
Stegen 25,26 eingedrückt ist, schnappen die betreffenden Federzungen 42 nach außen
und hintergreifen die Nutenflanke 39. Auf diese Weise wird eine feste und stabile
Schnappverbindung gebildet.
[0062] Bei der in den Figuren 22 und 23 gezeigten Ausführungsform sind ebenfalls flache
und im Schnitt rechteckförmige Verbindungsleisten verwendet. Die Löcher 48 sind zwar
in derAnsicht auf beide Seiten der Verbindungsleiste 2o rechteckförmig, jedoch bei
der Schnittansicht in Fig. 22 trapezförmig. Das bedeutet mit anderen Worten, die Löcher
48 bestehen aus einer nahe dem Rand der Verbindungsleiste 2o befindlichen und senkrecht
zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufenden Lochwand 5o und
3iner von dem Rand entfernteren schräg zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende Lochwand
49. Die beidenLochwände 49,5o sind eben.
[0063] In jedes Loch 48 ist eine U-förmige Feder 51 eingelegt. Die beiden U-Schenkel der
Feder schließen etwa den gleichen Winkel ein wie die beiden Lochwände 49,5
0. Das Ende des in Figur 2 unteren U-Schenkels schaut aus dem Loch 48 heraus und ist
mit einer Schneide 55 versehen. Auch der Bogen am Grund der U-förmigen Feder schaut
aus dem Loch 48 heraus. Die Profilschiene 2, die hier repräsentativ für beide Profilschienen
dargestellt ist, ist mit zwei gegen die andere (nicht dargestellte) Profilschiene
vorstehenden Stegen 25,26 versehen, die an ihrer Innenseite sägezahnförmige Riefen
54 aufweisen. In diese Riefen greift die Schneide 55 ein, und an diesen Riefen stützt
sich auch der Bogen am Grund der U-förmigen Feder 51 ab.
[0064] Die Montage erfolgt bei der in den Figuren 22 und 23 dargestellten Ausführungsform
dadurch, daß die Verbindungsleiste 2o - in der Schnittebene gesehen - von oben zwischen
die beiden Stege 25,26 gestoßen wird. Dabei biegt sich der untere U-Schenkel 53 der
Feder 51 nach oben aus, während der obere U-Schenkel 52 an der Lochwand 49 anliegt.
Durch das Ausbiegen des U-Schenkels 53 kann die Schneide 55 folgeweise von einer Riefe
54 zur nächst tieferen rutschen. Wenn die Federleiste 2o am Grund der von den beiden
Stegen 25,26 gebildeten Ausnehmung ist, kann sie nicht mehr zurückgezogen werden,
da sich der untere U-Schenkel 53 dann an der unteren Lochwand 5o abstützt. Auf diese
Weise wird also eine starre stabile Verbindung gebildet.
[0065] Bei den meisten, zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist dieAusreißfestigkeit der
Verbindungsleisten unabhängig von der Klemmkraft, die von den hinterschnittenen Nuten
auf die metallischen Befestigungselemente ausgeübt wird.
1) Wärmeisolierender Profilkörper, insbesondere zur Verwendung für Tür- oder Fensterrahmen
oder dergleichen, bestehend aus zwei Profilschienen, vorzugsweise solchen aus Metall,
die durch zwei aus wärmeisolierendem Werkstoff bestehenden profilierten Verbindungsleisten
miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsleisten in hinterschnittenen Nuten
der Profilschienen verankert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleisten
(6,7,2o) in den hinterschnittenen Nuten (5,19,27,30,38,54) mit zusätzlichen Befestigungselementen (8,18,24,28,29,33,37,44,51), vorzugsweise
solchen aus Metall verankert sind.
2) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsleisten (6,7) in den hinterschnittenen Nuten (5) mit Arretierstreifen (8)
aus einem weichen verformbaren Werkstoff hinterlegt sind, die nach der Montage durch
Stauchen verbreitert worden sind.
3) Wärmeisolierender Profilkörper, nach Anspruch 2, bei dem die Verbindungsleisten
- im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene Nuten eingreifende einen parallele
Verankerungsschenkel und die Verankerungsschenkel verbindenden Verbindungsschenkel
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Arretierstreifen (8) an der von dem jeweiligen
Verankerungsschenkel (13,14) weggerichteten Seite des Verbindungsschenkels (12) in
die betreffende Nute (5) eingelegt und an seinem der Nutenöffnung zugewandten Rand
über seine Länge kontinuierlichen oder in Abständen gestaucht ist (Fig. 1).
4) Wärmeistolierender Profilkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Arretierstreifen (8) aus Weich-Aluminium bestehen (Fig. 1).
5) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stauchen in Abständen mittels eines mit Druck über den der Nutenöffnung zugewandten
Rand des betreffenden Arretierstreifens (8) geführten Zahnrades (10,11) erfolgt (Fig.1).
6) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stauchen gegenüberliegender Arretierstreifen (8) an einer Isolierleiste (6,7) mittels
zwei die Profilschienen (1,2) gleichzeitig auf Paßabstand drückenden Zahnrädern (10,11) erfolgt (Fig.1).
7) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
zusätzlichen Befestigungselemente (18) keilförmig ausgebildet sind (Fig. 2).
8) Wärmesiolierender Profilkörper nach Anspruch 7, bei dem die Verbindungsleisten
- im Profilschnitt gesehen - zwei in hinterschnittene Nuten eingreifende parallele
Verankerungsschenkel und einen die Verankerungsschenkel verbindenden Verbindungsschenkel
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß jedes keilförmige Befestigungselement (18)
an der von dem jeweiligen Verankerungsschenkel (13,14) weggerichteten Seite des Verbindungsschenkels
(12) zwischen die entsprechende Nutenwand und die erwähnte Seite des Verbindungsschenkels
(12) eingetrieben ist (Fig. 2).
9) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die keilförmigen Befestigungselemente (18) von sich über die ganze Länge des Profilkörpers
erstreckenden Keilstreifen oder von einer Vielzahl von Keilen gebildet sind, die mit
gegenseitigem Abstand über die Länge des Profilkörpers verteilt sind (Fig.2).
10) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Keilstreifen oder Einzelkeile und/oder die entsprechenden Nutenwände und/oder die
entsprechenden Seiten der Verbindungschenkel (2) der Verbindungsleisten (6,7) mit
Längsriefen (15) versehen ist (Fig.2).
11) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsleisten (20) aus - im Profilschnitt gesehen - rechteckigen flachen Streifen,
vorzugsweise aus Schichtwerkstoff, wie Hartpapier, bestehen, daß die Verbindungsleisten
(20) an ihren Rändern mit Ausnehmungen (23) oderLöchern (21,22,48) versehen sind,
in denen die Befestigungselemente (24,28,29,33,37,44,51) verankert sind, und daß die
Befestigungselemente in die hinterschnittenen Nuten (5,19,27,30,38,54) eingreifen (Fig. 3-23)
12) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich
eine hinterschnittene Nute (19,27,3o) zur Aufnahme der Befestigungselemente (24, 29,28)
in mindestens einem von zwei an jeder Profilschiene (1,2) vorgesehenen und sich in
Richtung auf die jeweils andere Profilschiene erstreckenden Stegen (25,26) befindet
und daß einer der beiden Stege (25) vor der Montage von dem anderen Steg (26) weggebogen
und nach der Montage in eine, zu dem anderen Steg (26) etwa parallele Stellung gebogen
ist (Fig. 6-1-1, 13,14).
13) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß in
jedem der beiden Stegen (25,26) eine hinterschnittene Nute (27) vorgesehen ist, und
daß sich die Befestigungselemente (33) in beide Nuten (27) erstrecken (Fig. 10,11,13,14).
14) Wärmeisolierender Profilkörper nach einem der Ansprüche 11-13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente von in runde Löcher (21) in den Verbindungsleisten (2o)
eingesetzten zylindrischen Stiften (24,28,29) gebildet sind.(Fig. 6-11).
15) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
hinterschnittenen Nuten (19) - im Schnitt gesehen - ein gegen den Nutengrund sich
konisch verengendes Profil haben, und daß der Durchmesser der an den Enden stumpfen
zylindrischen Stifte (24) etwa gleich dem Nutendurchmesser in etwa halber Nutentiefe
ist. (Fig. 6,7).
16) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
hinterschnittenen Nuten (30) - im Schnitt gesehen - ein gegen den Nutengrund spitz zulaufendes Profil haben,
und daß die zylindrischen Stifte (29) an ihren Enden unter Bildung von mindestens
drei Flächen (32) und Schnittkanten mit etwa dem gleichen Winkel wie die Nuten (3o)
zugespitzt sind (Fig. 10,11).
17) Wärmeisoliender Profilkörper nach Anspruch 16; dadurch gekennzeichnet, daß die
Stifte (29) aus einem härteren Material als die Profilschienen (1,2) bestehen (Fig.
10, 11).
18) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11-13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungselemente von Zahnleisten (33,44) gebildet sind, wobei die Zähne (34,45)
durch Löcher (22) in den Verbindungsleisten (2o) gesteckt sind (Fig. 12-21).
19) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zähne (34,45) rechteckig oder an ihrem vorderen Ende angespitzt sind,und daß die Löcher
(22) in den Verbindungsleisten (2o) in Längsrichtung des Profilkörpers langgestreckt
sind und einen etwa rechteckförmigen Querschnitt haben (Fig. 12-21).
20) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus der Verbindungsleiste (20) herausschauenden Teile der Zähne (34) umgebogen
oder verdreht sind (Fig. 15-18).
21) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11 und 20, bei dem die hinterschnittenen Nuten jeweils von einem - im Profilschnitt - L-förmigen
und einem geraden Steg gebildet sind, die beide gegen die andere Profilschiene hin
vorstehen dadurch gekennzeichnet, daß sich der durchgehende Teil der Zahnleiste (33)
an der dem L-förmigen Steg (4) zugewandten Seite der Verbindungsleiste (2o) befindet,
und daß sich die auf der anderen Seite der Verbindungsleiste (2o) herausschauenden
umgebogenen oder verdrehten Teile der Zähne (34) an dem geraden Steg (3) abstützen
(Fig. 15-18).
22) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ränder der Verbindungsleisten (20) abgerundet sind (Fig. 15).
23) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet,
daß die umgebogenen Teile der Zähne (34) am Ende so abgerundet sind, daß sie sich
beim Kippen der Verbindungsleiste (2o) an dem geraden Steg (3) abwälzen (Fig. 17,18).
24) Wärmeisolierender Profilkörper nach einem der Ansprüche 21-23, bei dem ein zwischen
den beiden Profilschienen und den beiden Verbindungsleisten gebildeter Hohlraum mit
einer vor Erstarrung expandierenden Schaummasse gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Rändern der Verbindungsleisten (20) Ausnehmungen (36) zum Durchtritt der
Schaummasse in die hinterschnittenen Nuten (5) vorgesehen sind (Fig. 15-18).
25) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet; daß die
Befestigungselemente von in die Löcher (22) oder Ausnehmungen (23) der Verbindungsleisten
(2o) eingreifenden Zahnleisten (44) gebildet sind, die in die hinterschnittenen Nuten
(38) eingreifende Federzungen (42) aufweisen (Fig. 19-21).
26) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß sich
eine hinterschnittene Nute (38) zur Aufnahme der Federzungen (42) in mindestens einem
von zwei an jeder Profilschiene (1,2) vorgesehenen und sich inRichtung auf die jweils
andere Profilschiene erstreckenden Stegen (25,26) befindet, daß die hinterschnittene
Nute (38) - im Profilschnitt gesehen - von einer zur Verbindungsleiste (20) etwa senkrechten
(39) und einer vom Nutengrund schräg gegen die zugehörige Profilschiene (2) hin verlaufenden
Nutenflanke (4o) gebildet ist, und daß die Zahnleiste (44) - im Profilschnitt durch
den Zahnbereich gesehen - etwa U-Profil hat, wobei der eine U-Schenkel (45) den Zahn
bildet, der andere U-Schenkel (46) die Verbindungsleiste (2o) federnd untergreift
und aus dem die beiden U-Schenkel (45,46) verbindenden Verbindungsschenkel (43) die
durch Einschnitte (47) gebildeten Federzungen (42) herausgebogen sind (Fig. 19-21).
27) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die
Federzungen (42) innerhalb von Toleranzgrenzen eine unterschiedliche Länge haben (Fig.
19-21).
28) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest derjenige Steg (25,26) - im Profilschnitt gesehen - am Ende angeschrägt
ist, der die Nute (38) enthält (Fig. 2o,21).
29) Wärmeisolierender Profilkörper nach einem der Ansprüche 17 bis 28, dadurch gekennzeichnet,
daß bei in Längsrichtung des Profilkörpers aneinanderstoßenden Verbindungsleisten
(2o) und Zahnleisten (33,44) letztere gegenüber den Verbindungsleisten (20) versetzt
angeordnet sind, derart, daß die Stöße der Verbindungsleisten (20) von Zahnleisten
überbrückt sind. (Fig. 14)
30) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Befestigungselemente von U-förmigen Federn (51) gebildet sind, von denen jede innerhalb
eines der in den Verbindungsleisten (20) vorgesehenen Löchern (48) angeordnet ist,
wobei das Ende (55) eines U-Schenkels (53) aus dem Loch (49) herausschaut und in eine
entsprechende hinterschnittene Nute (54) eingreift (Fig. 22,23).
31) Wärmeisolierender Profilkörper nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Loch (48) zur Aufnahme einer U-förmigen Feder
(51) eine nächst dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste (20) liegende sich senkrecht
zur Verbindungsleisten-Ebene verlaufende ebene Lochwand (50) sowie eine entfernter
von dem betreffenden Rand der Verbindungsleiste (20) liegende schräg zur Verbindungsleisten-Ebene
verlaufende ebene Lochwand (49) aufweist, daß die beiden U-Schenkel (52,53) der Feder
(51) etwa den gleichen Winkel einschließen, wie die beiden Lochwände (49,50), daß
die Nuten von - im Profilschnitt sägeförmigen - Riefen (54) gebildet sind, die sich
an den gegeneinander gerichteten Seitenvon zwei an der (1,2) jeweiligen Profilschiene
vorgesehenen und gegen die andere Profilschiene vorstehenden Stegen (25,26) befinden,
und daß das aus dem Loch (48) herausschauende Ende (55) des einen U-Schenkels (53)
eine Schneide (55) bildet (Fig. 22,23).