[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Codiersca alter zur Umsetzung der Ziffernwerte
einer in n Stufen einstellbaren linearen geometrischen Größe, zB. eines Winkels, eines
Hubs, od.dgl., in eine gemäß einem Code modulo m/n zugeordnete Anzahl von geschlossenen
Kontakten eines m-bit-poligen, n-stufigen Schalters, die maschinell elektrisch abfragbar
und mit Kennzeichnungsdaten ergänzbar sind, mit einer Schalteinrichtung, zu der Kontaktfedern
und Gegenkontakt- bzw. Brückenbahnen gehören, die in zwei zu der Verschiebungsebene
der geometrischen Größe parallelen Flächen liegen, mit einem Schritteinstellmechanismus
für die n Stufen, in einem mindestens annähernd quaderförmigen Gehäuse, dessen Seitenflächen
bei bausteinartiger Stapelung von gleichartigen Codierschaltern zu einem Schalterpaket
gegebenenfalls über eine Zwischenlage aneinander anliegen, und das eine frontseitige,
sowie eine rückseitige Stirnfläche aufweist.
[0002] Codierschalter der vorbeschriebenen Gattung finden ihr Hauptanwendungsgebiet bekanntlich
überall dort, wo unmittelbar von Hand oder mittels einer mechanischen bzw. elektromechahischen
Vorrichtung mittelbar oder automatisch einstellbare Daten, wie Ziffern-, Zahlenwerte,
oder mechanische Größen in Digitalform in eine maschinell elektronisch lesbare Form
umgewandelt, dh. elektrisch abgefragt und dann gegebenenfalls mit auf anderem Wege
vorgewählten Daten oder Kennzeichnungsdaten in eine elektronische Datenverarbeitungs-Schaltungsanordnung
eingegeben und dort mit den eingegebenen oder vorgegebenen Solldaten verknüpft werden.
Beispielsweise sollen dabei Schaltsignale oder -impnlse für die Auslösung anderer
elektrischer oder mechanischer Vorgänge bzw. die Einstellung entsprechender Betriebszustände
gewonnen werden.
[0003] Bekannte Codierschalter der hier in Rede stehenden Gattung weisen im allgemeinen
die Nachteile auf, daß sie entweder kompliziert aufgebaut sind, was eine aufwendige
Herstellung bedeutet, oder die an sie gestellten Anforderungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit
ihrer technischen Funktion, unter Umständen lediglich in Verbindung mit den Betriebsbedingungen,
nicht in ausreichendem Grade erfüllen. So ist ein Codierschalter bekannt, der - um
eine einfache Bedienung und eine gefahrlose Funktion auch unter Bedingungen, die eine
gute Abdichtung gegenüber der Umgebungsatmosphäre voraussetzen, zu ermöglichen - mit
zwei aufeinander senkrecht stehenden Achsen für den Einstellknopf einerseits und die
Ziffernrolle andrerseits ausgestattet ist (DE-OS 24 61 231).
[0004] Codierschalter, die durch ein Daumenrad oder durch einen oder zwei Drucktaster eingestellt
werden, weisen in den bekannten Ausführungsformen dagegen - abgesehen von ihrem aufwendigen
Zusammenbau - den Nachteil einer Schalteinrichtung mit Kontaktplatte, deren Anschlußlöcher
in aufwendiger Weise gebohrt werden müssen, und mehr oder weniger komplizierter Schleifkontaktanordnung
auf, bei denen - abgesehen von den bekannten prinzipiellen Nachteilen, wie zB. daß
hierbei meist rationelle Fertigungsmethoden wie mit einem Lötoad verschlossen sind
(laut DE-OS 24 61 231)- hohe Kontaktqualität durch einen kostenbelastenden Aufwand
schon für den Erst-Zusammenbau und dann in der Folge für vielfach und wiederholt erforderliches
Nachjustieren erkauft werden muß.
[0005] Bei einem wiederum anders ausgeführten Codierschalter - in Verbindung mit einem elektromechanisch
abgetasteten Zählwerk - wird durch eine Kurvenscheibe mit einer für in der Fläche
der Kontaktfedern liegenden Achse ein Kontaktfedersatz über eine mehrteilige Hebelanordnung
mit Federn, getrennten Lagerstellen usw. betätigt (DE-OS 24 31 565).
[0006] Alle beschriebenen Vorrichtungen des Standes der Technik weisen also, wie teilweise
schon dargelegt, einen ziemlich komplizierten mechanischen Aufbau und teilweise schwerwiegende
funktionstechnische Mängel auf. Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, bei einem Codierschalter der eingangs beschriebenen Gattung den Montageaufwand
wesentlich zu vermindern, damit und unabhängig davon empfindliche bzw. schwer justierbare
Baugruppen zu vermeiden und so - bei möglichst weitgehend gesteigerter Funktions-Zuverlässigkeit
- die Montierbarkeit in der Serienfertigung ohne besonders geschulte Fachkräfte und
ohne komplizierte Hilfs-Montagewerkzeuge und ohne Nach- bzw. Justierarbeiten zu gewährleisten.
Diese Aufgabe schließt naturgemäß ein, daß die Zahl der mechanischen und der elektrischen
Teile des Codierschalters gegenüber den bekannten Ausbildungen wesentlich vermindert
ist.
[0007] Die vorbeschriebene Aufgabe wird bei einem Codierschalter der eingangs beschriebenen
Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß m Kontaktfedern, die in einer Ebene parallel
zueinander ortsfest angeordnet sind, elektrisch die einen Pole des mehrpoligen Schalters
bilden und mit ebenfalls ortsfest in einer Ebene parallel zueinander liegenden Kontaktbahnen
zusammenwirken, von einer Nockenscheibe beaufschlagt werden, deren Nocken in m konzentrischen
bzw. zueinander parallelen und zu der Verschiebungsebene parallelen Bahnen entsprechend
dem Schaltprogramm des Code hinsichtlich der Lage und Länge ihrer den n Stufen zugeordneten
Abschnitte angepaßt bemessen und angeordnet sind.
[0008] Schon bei dieser Grundausstattung des Codierschalters ist gegenüber dem Stand der
Technik der technische Fortschritt erreicht, daß der Raumbedarf verringert ist, indem
mehrere Bauteile bzw. Baugruppen, beispielsweise in besonders raumsparender Weise
in mehreren parallel übereinander liegenden Ebenen angeordnet sind. Dieser technische
Vorteil wird noch dadurch gesteigert, indem einige Bauteile bzw. Baugruppen gleichzeitig
mehrere, zB. elektrische und mechanische Funktionen erfüllen, wie zB. die Funktion
des Anschlusses und der Kontaktgebung oder die elektrische Verbindung der Kontaktfedern
untereinander und die mechanische mit der Anschlußfahne. Schon dadurch wird mindestens
eine Leiterplatte zusammen mit den dabei notwendigen Bohrungen und Lötungen eingespart.
[0009] Dieser Fortschritt wird dadurch erreicht, daß die Anschlüsse der Kontaktfedern und/oder
der Kontaktbahnen eine zur Verschiebungsebene senkrechte, vorzugsweise die hintere
Stirnfläche des Gehäuses durchragen einerseits und/oder die Kontaktfedern zusammen
mit ihrer vorzugsweise rechtwinklig abgebogenen Anschlußfahne durch eine Brücke einstückig
zu einer Blattfeder insbesondere mit stufenweise versetzten Längenabschnitten vereinigt
sind andrerseits.
[0010] In noch gesteigertem Grade ist der Grundgedanke der Verminderung der Zahl von Teilen,
wozu auch die Einsparung von kostensteigernden Bohrlöchern für das Einlöten von elektrischen
Bauelementen und Anschlußdrähten gehört, wobei der Einsparung von Bestückungszeit
besonders große Bedeutung zukommt, dann verwirklicht, wenn die Kontaktbahnen als Drähte,
vorzugsweise in insbesondere über die Länge abwechselnd nach den beiden Seiten offenen
Keilnuten und/oder keilnutig aufgeformten Führungen und/oder Vierkant-Durchbrüchen
gelagert ausgebildet sind einerseits und andererseits als Drähte der Kontaktbahnen
die Anschlußdrähte von Bauelementen, wie zB. Lioden, Widerständen od.dgl. und als
Anschlußdrähte des Codierschalters deren Anschlußdrähte am gegenseitigen Ende dienen.
Diesen Besonderheiten liegt also übergeordnet das erfindungswesentliche Grundprinzip
zugrunde, möglichst viele Teile des Codierschalters als eine Funktionseinheit zu sehen.
[0011] Das neuartige Konstruktions-Prinzip mit der vorbeschriebenen Merkmalen zeichnet sich
in ebenfalls erfindungswesentlicher Weise auch noch zusätzlich dadurch aus, daß es
ohne weiteres mit verschiedenen an sich bekannten Schritteinstellmechanismen in einfacher
und logischer Weise so vereinigt werden kann, daß dafür kein zusätzlicher Raumbedarf
von wesentlicher Auswirkung entsteht. In dieser Weise wird der mit der Erfindung erreichbare
technische Fortschritt noch gesteigert, wenn die der Schritteinstellmechanismus von
außen, vorzugsweise an einer der Stirnflächen von Hand bedienbar und/oder mittels
eines sogenannten Daumenrads einstellbar sein muß, oder auch, indem er mittels eines
an sich bekannten Klinkenmechanismus, vorzugsweise durch einen einer der Stirnflächen
durchragenden Drucktaster je Druckbetätigung um eine positive bzw. gegebenenfalls
eine negative Stufe weitergerückt einstellbar ist.
[0012] Zu einem besonders wichtigen Teil der erfindungswesentlichen Besonderheiten des Anmeldungsgegenstandes
gehören diejenigen, die sich gezielt auf das mindestens annähernd quaderförmige Gehäuse
beziehen. Hierzu gehört zunächst, daß das Gehäuse aus nur zwei Teilen, nämlich einem
Grundkörper und einem Gegen-Paßstück besteht, die fugenlos ausgebildet und/oder zusammensteckbar
und/oder aus thermoplastischem Werkstoff gefertigt sind.
[0013] Bei einem Codierschalter mit einer konzentrischen Anordnung der Nocken ist es sodann
besonders vorteilhaft, wenn Bohrungen zur gegenseitigen Justierung von Codierschaltern
bzw. mit einem Endstück bei der Paketierung und Stützflächen zur Halterung der Blattfeder,
ein Wellenstumpf für die kreisförmige Träger scheibe der Nocken im einen Teil, vorzugsweise
im Grundkörper des Gehäuses, und/oder eine Klemm-Gegenstützfläche und Dorne zur Justierung
der Blattfeder, eine Paßbohrung für den Wellenstumpf bzw. seinen Ansatz zur gegenseitigen
räumlichen Justierung der Teile, sowie zur Aufnahme der den Bohrungen zugeordneten
Zapfen des benachbarten Codierschalters bzw. Endstücks im anderen Teil des Gehäuses,
vorzugsweise einem Gegenpaßstück untergebracht sind. Schließlich ist es in nochmals
gesteigerter weiterer Fortbildung des erfindungsgemäßen Codierschalters zweckmäßig,
wenn außerdem der Grundkörper und das Gegen- Paßstück die Zapfen an. der einen zur
Verschiebungsfläche parallelen Außenfläche und die Bohrungen an der anderen Außenfläche
an entsprechenden Stellen aufweisen und/oder durch Schnappelemente miteinander zwangsjustiert
verbunden sind.
[0014] In allen aufgrund der vorbeschriebenen Ausbildungen eines Codierschalters mit einer
konzentrischen Anordnung der Nocken ist es schließlich allgemein vorteilhaft, wenn
die Umfangsfläche des Nockenträgers mit Zeichen gemäß den umzusetzenden Ziffernwerten
beschriftbar und mindestens der einem dieser Zeichen auf der Umfangsfläche gegenüberliegende
Teil, vorzugsweise an der vorderen Stirnfläche des Gehäuses, aus thermoplastischem
Werkstoff mit Gegenzeichen beschriftbar gefertigt ist.
[0015] Durch eine Ausbildung des Codierschalters unter Verwertung mindestens mehrerer der
beschriebenen Merkmale wird vor allem - außer der bereits erwähnten Möglichkeit einer
raunsparenden Konstruktion - der technische Fortschritt erreicht, daß beim Zusammenbau
nur noch wenige - automatisch - vorgefertigte Teile ohne besonders ausgebildete Hilfswerkzeuge
und ohne zusätzliche Nacharbeit (zB. für Justage) bereits durch das Zusammensetzen
infolge der ausgeklügelten Formgebung der Teile mit aneinander auf engstes Raum angepaßten
Formteilen und entsprechenden Gegenstücken in der Schlage gehalten, räumlich zugeordnet
und zwangsjustiert werden.
[0016] Eine weitere Vervollkommnung des Anmeldungsgegenstandes ist vor allem durch das zuletzt
erwähnte Merkmal begründet, weil der eingestellte Ziffernwert leicht von außen ablesbar
und trotzdem das Gehäuse - sei es als ganzes durchsichtig oder mit einem cinstückig
eingeformten Fenster-schön infolge der konstruktiven Formgebung ohne zusätzliche Maßnahmen
in Verbindung mit dem Zusammenbau des Codierschalters weitgehend abgedichtet ausgebildet
ist.
[0017] Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es stellen dar:
Fig.1: den Codierschalter im zusammengebauten Zustand
a) in Untersicht
b) im Schnitt (A-A in Fig. 1c)
c) in Draufsicht
Fig.2: das Gegen-Faßstück des Gehäuses
a) im (seitlichen) Schnitt A-B der Fig.2b
b) in Untersicht (Innenseite)
c) in (seitlichem) Schnitt C-D in Fig.2b
Fig.3: die aus Kontaktfedern und einem Anschluß durch eine Brücke vereinigte Blattfeder,
im Schnitt
Fig.4: die Nockenscheibe, teilweise im Schnitt
..Fig.5: den Schieber des Klinkennechanismus für die Schritteinstellung der Nockenscheibe
Fig.6: den Grundkörper des Gehäuses
a) in einer Seitenansicht (von außen)
b) in der Draufsicht
c) in der anderen Seitenansicht
Fig.7: das Paß-Gegenstück des Gehäuses
a) in der einen Seitenansicht
b) in der Vorderansicht
c) in der anderen Seitenansicht
Fig.8: die Blattfeder von Fig.3 in der Draufsicht
Fig.9: die Nockenscheibe
a) in der Draufsicht
b) in der Unteransicht
Fig.10: den Grundkörper des Gehäuses
a) seitlich im Schnitt E-F (Fig.lob)
b) im Schnitt A-B (Fig.6b)
c) seitlich im Schnitt G-H (Fig.lob)
[0018] In Fig.1 ist - wobei zweckmäßig alle drei Teile a, b und c gleichzeitig betrachtet
werden - dargestellt, wie auf bzw. in dem Grundkörper 1 das Gegen-Paßstück 2 auf-
hzw. eingesteckt ist, so daß das aus ihnen gebildete Gehäuse mindestens annähernd
quaderförmig ist. Bei bausteinartiger Stapelung von gleichen Codierschaltern tauchen
beim daneben angeordneten Codierschalter (oder Endstück) in die Bohrungen 3, 4 an
der Unterseite des Grundkörpers 1 die angeformten Paß-Zapfen 5, 6 an der Oberseite
des Gegen-Paßstücks 2 ein und führen so eine räumlich definierte und passende und
nach Wunsch geklemmte Zusammenfügung der Gehäuse zweier Codierschalter herbei. In
der Bodenöffnung 7 ist der Zapfen 8 sichtbar, auf dem die Feder 9 für die Vorspannung
des Schiebers 1
0 für den Schritteinstellmechanismus einseitig aufgesteckt gehalten wird und auf der
entgegengesetzten Seite auf den konischen Fortsatz 13 aufgesteckt ist, so daß der
Schieber 10 mit seinem die vordere Stirnfläche 11 des Grundkörpers 1 durchragend
4n Drucktaster 12 in die Ruhelage mit Anschlag an der Innenfläche der vorderen Stirnfläche
11 des Gehäuses (1, 2) anliegt.
[0019] Auf dem ander Bodenfläche 14 des Grundkörpers 1, die bei bausteinartiger Stapelung
als Seitenfläche fungiert, ist der Wellenstumpf 15 angefornt, der zur Lagerung der
Nockenscheibe 16 dient, die ihrerseits als Ziffernrolle ausgebildet ist, wobei der
Wellenstumpf mit seinem Ansatz 17 in die Paß-Bohrung 18 des Gegen-Paßstücks 2 eintaucht
und dabei sowohl dessen Justierung als auch die räumliche Zuordnung von Grundkörper
1 und Gegen-Paßstück 2 zwangsweise festgelegt wird. Zwischen letzteren ist außerdem
die Blattfeder 19 mit den durch die Brücke 2o mechanisch einstückig und damit auch
elektrisch verbundenen Kontaktfedern 21 bis 24 - in Fig.lc gestrichelt gezeichnet
- zwischen Stützflächen und Klemm-Gegenstützflächen, wie noch in Verbindung mit Fig.2,
6, 7 und 1o ausführlicher darzustellen sein wird, mit Hilfe von Dornen 25 und Bohrungen
26 usw. eingeklemmt und zwangsjustiert befestigt.
[0020] Die Kontaktfedern 21 bis 24 werden durch die Nocken 27 auf entsprechenden Abschnitten
der Teilkreise 28 bis 31 - in Fig.lb nach oben, d.h. - in Richtung auf das Gegen-Paßstück
2 hin ausgelenkt. In diesem liegen, in Keilnuten 32, 33 bzw. keilnutartig aufgeformten
Führungen 34 gehalten, die als Kontaktbahnen wirkenden Drähte 35, zwischen denen und
der Kontaktnase 36 bei Beaufschlagung der Kontaktfeder 22 ein Kontakt geschlossen
wird, so daß dann der Stromkreis zwischen den zugehörigen die hintere Stirnfläche
37 durchragenden Anschluß 38 und der Anschlußfahne 39 der Blattfeder 19 bzw. deren
Brücke 2o geschlossen ist. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.1 ist also eine Codierung
von n = 1o Stufen entsprechend der Dekade o bis 9 auf m = 4 bit Leitungen verwirklicht,
beispielsweise nach dem BßD-Code,
[0021] In Fig.1 ist bereits ein weiterentwickeltes Ausführungsbeispiel dargestellt, weil
als Anschluß 38 der eine Anschlußdraht 4o der als Bauelement eingebauten Diode 41
und als Draht 35,der als Gegenkontakt für die Kontaktfeder 19 wirkt, der andere Anschlußdraht
42 der Diode 41 verwendet ist. Dies veranschaulicht besonders überzeugend den erdungswesnetlichen
Grundgedanken der Verminderung der Zahl von Teilen, Anschlüssen, mechanischen und
elektrischen Verbindungen usw.
[0022] Fig.2 zeigt - wiederum zweckmäßig bei gleichzeitiger Betrachtung der Teile a, b und
v - das Begen-Paßstück (2 in Fig.1) , dessen Deckplatte vier unterschiedliche dicke
Zonen 51, 52, 53 und 54 aufweist, wo- bei die relativ dünne Zone 51 von der dickeren
52 durch die Zwischenwand 55 getrennt ist, die - wie schon aus Fig.1 (allerdings ohne
Bezugsziffern) erkennbar ist - die Blattfeder 19 bzw. deren Brücke 2o zwischen sich
und den (hier nicht dargestellten) Gegen-Stützflächen des Grundkörpers festklemmt.
Zwischen den dicken Zonen 52 und 54 liegt die dünnere 53 mit keilnutartig aufgeformten
Führungen 56, die zusammen mit den Keilnuten 57 der dickeren Zonen 52 und 54 die als
Kontaktbahnen dienenden Drähte 35 halten, so daß diese nach der einen Seite in der
mittleren Zone 53 und nach der anderen Seite in beiden äußeren Zonen 52 und 54 fixiert
sind.
[0023] Im übrigen sind in Fig.2 noch die Dzrne 57, 58 für die Justierung der Blattfeder
19 bzw. deren Brücke 2
0, sowie die Schnappelemente Finger 59, 6o bzw. Nase 61 erkennbar, mit deren Hilfe
der Grundkörper 1 und das Gegen-Paßstück 2 des Gehäuses fest, aber doch lösbar miteinander
mindestens annähernd fugenlos und zwangsjustierend verbunden sind. Die Paßbohrung
62 ist in Fig.2a auch im gebrochenen Schnitt wiedergegeben.
[0024] Fig.3 zeigt die im Ausführungsbeispiel verwendete Blattfeder (19 in Fig.1b) im Schnitt
mit - von links nach rechts - der rechtwinklig abgebogenen Anschlußfahne 71, dem als
Brücke dienenden Teil 72 und die eigentlichen Kontaktfedern 73, die gegen die Brücke
in der Höhe stufenweise versetzt sind und an der der Achse 74 der (nicht dargestellten)
Nockenscheibe zugeordneten Längsstelle 75 die nasenförmige Kröpfung 76 und am Ende
den ebenfalls abgekröpften Kontaktfinger 77 besitzt, welch letzterer bei Beaufschlagung
durch die Nocken mit den als Kontaktbahnen dienenden Drähten (35 in Fig.lb) zusammenwirkt.
[0025] In Fig.4 ist - räumlich wiederum in gleicher Weise wie die Blattfeder der Fig.3 entsprechend
der tatsächlichen Einbaulage achsenweise zugeordnet - die Nokkenscheibe 81 dargestellt,
wobei die linke geschnittene Hälfte die Bohrung 82 für den Wellenstunpf (15 in Fig.1b)
und den Führungshals 83 mit dem Absatz 84 und den oberen Rand 85, die beide zur Höhenfixierung
auf dem Wellenstumpf (15 in Fig.1) zwischen Schieber (1o in Fig.1) und Gegen-Paßstück
(2 in Fig.1) dienen. Auf dem Umfang 86 (hier nicht dargestellt) sind die Ziffern entsprechend
der gewählten Winkeleinteilung und dem für die Umsetzung geltenden Code, dh. gemäß
den einstellbaren Winkelstufen als digitalen Werten angebracht.
[0026] Der zu dem Schritteinstellmechanismus gehörende Schieber (1o in Fig.1b) - vgl. Fig.5
- besteht aus der Grundplatte 91, der angeformten Drucktaster 92, der Führungsplatte
93 mit dem konischen Fortsatz 94 (13 in Fig. 1b) für die in Fig.lb eingezeichnete
Feder, sowie den wegen der Verschiebbarkeit oval-ähnlich geformten Durchbruch 95 für
den Wellenstumpf (15 in Fig. 1b) und schließlich die beiden zahnähnlichen Aufsatzfinder
96, 97, von denen der eine 96 beim ersten Eingriff in den Sternsxkranz 98 (gestrichelt
gezeichnet) der Nockenscheibe beim Eindrücken des Drucktasters 92 eine Teildrehungsbewegung
der Nockenscheibe entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt, worauf beim Loslassen des Drucktasters
92 der Aufsatzfinger 97 diese Drehung fortsetzt und schließlich die Einstellung der
Nockenscheibe in der um einen Winkelschritt weitergerückten Lage erzwingt. Der oval-ähnliche
Durchbruch führt dabei und begrenzt die Verschiebung des Schiebers (10 in Fig.1b).
Mit den gestrichelten Linien 99 sird die Außenkonturen des Gehäuses in grober Annäherung
angedeutet, um die Lagenzuordnung erkennen zu lassen.
[0027] In Fig.6 ist der Grundkörper von der Vorder-Stirnseite 1
01 (a), von der einen Seitenfläche (hier oben, b) und von der anderen, rückwärtigen
Stirnfl-äche (Stirnseite) 102 (c) dargestellt; in Fig.6a ist der Durchbruch 1
03 für den Drucktaster (92 in Fig.5), in Fig.6c sind Ausschnitte 1
04 bis 1
07 für die Außenanschlüsse erkennbar. In Fig.6b sind vor allem die Klemm-Gegenstützflächen
1
08, 109 mit den Bohrungen 11
0, 111 (26 in Fig.1b) für die schon erwähnten Dorne (57, 58 in Fig. 2) zum Festklemmen
der Blattfeder (19 in Fig.1b) hervorzuheben. Im übrigen sind der angeformtex Zapfen
(8 in Fig. 1a und 1b), die Bodenöffnung (7 in Fig. 1a) und der Wellenstumpf 112 mit
seinem Ansatz 113 (15, 17 in Fig.1b) genau entsprechend der Zeichnung der Fig.1 ausgebildet
und angeordnet; lediglich im Interesse des besseren Verständnisses ist auch noch der
Schieber (10 in Fig.1b) des Einstellmechanismus gestrichelt eingezeichnet.
[0028] Fig.7 soll ebenfalls lediglich dem besseren Verständnis des Gegen-Paßstücks (2 in
Fig.1) dienen; mit 121 sind die Zapfen (5, 6 in Fig.1c), mit 122, 123 die Schnappfinger
(59, 60 in Fig.2), mit 124 die Dorne (57, 58 in Fig.2), mit 125 die unterschiedlich
dicken Zonen mit den Führungen, Keilnuten usw. bezeichnet. In dieser Darstellung sind
die gestuften Ausschnitte im Bereich 126 hervorzuheben, die zusammen mit den entsprechenden
Ausschnitten (1
04 bis 1
07 in Fig.6) bzw. den dazwischen liegenden Lappen öffnungen für die Anschlußdrähte belassen.
[0029] Die Darstellung der Fig.8 läßt die Blattfeder (19 in Fig.1b) im Grundriß in ihren
Einzelheiten erkennen, mit den Kontaktfedern 131 bis 135, der Brücke 136, der Anschlußfahne
137, der Bohrung 138 und der Aussparung 139 für die Aufnahme der Dorne (57, 58 in
Fig.2), den Kröpfungen 14o und den Kontaktfingern 141, wobei die axiale Zuordnung
in der Zeichnung gegenüber der Fig.7 und der Fig.H 9 den räumlichen Verhältnissen
im eingebauten Zustand entspricht.
[0030] In Fig.9 ist im Teil a die Nockenscheibe mit Blick auf die gemäß dem Code auf den
Teilkreisen 151 abschnittsweise verteilten Nocken 152 entsprechender Länge und in
Teil b die Untersicht mit dem Sternkranz 153 für den Schrittschaltmechanismus dargestellt.
[0031] In Fig.lo zeigt der Schnitt B-F (vgl.Fig.10b) der Fig.loa wieder die rückwärtigen
Ausschnitte 161 des Grundkörpers und die Gegenstützflächen 162, 163 für die nicht
dargestellte Blattfeder sowie den Zapfen 164 für die ebenfalls nicht dargestellte,
zum Schrittschaltmechanismus gehörende Feder. Fig.lob entspricht etwa der Zeichnung
in Fig.1b, so daß auf nähere Angaben verzichtet und stattdessen darauf verwiesen werden
kann; im übrigen dient sie nur dem besseren Überblick. Der Schnitt G-H der Fig. 10c
zeigt die Innenfläche der vorderen Stirnwand mit der Aussparung 165, die gegebenenfalls
- wenn nicht der ganze Grundkörper - mindestens für.sich aus durchsichtigem Werkstoff
sein muß, damit die Beschriftung auf dem Umfang der Nockenscheibe (16 in Fig.1b),
von außen lesbar ist. Die weiteren konstruktiven Einzelheiten sind, wenn nicht schon
an sich, dann auf jeden Fall in Verbindung mit den anderen Figuren verständlich. Diesem
Zweck dient auch die achsenweise zuordnung aller Teilzeichnungen sowohl der Fig
o2 bis 6, als auch der Fig.7 bis 1
0.
1. Codierschalter
zur Umsetzung der Ziffernwerte eines in n Stufen einstellbaren linearen geometrischen
Größe, zB. eines Winkels, eines Hubs, od.dgl., in eine gemäß einem Code modulo m/n
zugeordnete Anzahl vor geschlossenen Kontakten eines m-bit-poligen, n-stufigen Schalters,
die maschinell elektrisch abfragbar und mit Kennzeichnungsdaten ergänzbar sind, mit
einer Schalteinrichtung, zu der Kontaktfedern und Gegenkontakt- bzw. Brückenbahnen
gehören, die in zwei zu der Verschiebungsebene der geometrischen Größe parallelen
Flächen liegen,
mit einem Schritteinstellmechanismus für die n Stufen,
in einem mindestens annähernd quaderformigen Gehäuse, dessen Seitenflächen bei bausteinartiger
Stapelung von gleichartigen Codierschaltern zu einem Schalterpaket gegebenenfalls
über eine Zwischenlage aneinander anliegen, und das eine frontseitige, sowie eine
rückseitige Stirnfläche aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß m Kontaktfedern (21 bis 24), die in einer Ebene parallel
miteinander ortsfest angeordnet sind, elektrisch die einen Pole des mehrpoligen Schalters
bilden und mit ebenfalls ortsfest in einer Ebene parallel zueinander liegenden Kontaktbahnen
(35) zusammenwirken, von einer Nockenscheibe (16) beaufschlagt werden,
deren Nocken (27) in m konzentrischen bzw. zueinander parallelen und zu der Verschiebungsebene
parallelen Bahnen (feilkreise 28 bis 31) entsprechend dem Schaltprograom des Code
hinsichtlich der Lage und Länge ihrer den n Stufen zugeordneten Abschnitte angepaßt
bemessen und angeordnet sind. (Fig.1)
2. Codierschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse (39)
der Kontaktfedern (19) und/oder der Kontaktbahnen (Drähte 35) eine zur Verschiebungsebene
senkrechte, vorzugsweise die hintere Stirilfläche (37) des Gehäuses durchragen (Fig.1).
3. Codierschalter nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontaktfedern (21 bis 24) zusammen mit ihrer vorzugsweise rechtwinklig abgebogenen
Anschlußfahne (39) durch eine Brücke (2o) einstückig zu einer Blattfeder (19) insbesondere
mit stufenweise versetzten Längenabschnitten vereinigt sind (Fig.1 bzw. Fig. 3).
4. Codierschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontaktbahnen als Drähte (35), vorzugsweise in insbesondere über die Länge abwechselnd
nach den beiden Seiten offenen Keilnuten (32, 33 in Fig.1) und/oder keilnutartig aufgeformten
Führungen (34 in Fig.1) und/oder Vierkant-Durchbrüchen (34 bzw. 56, 57 in Fig.2) gelagert
ausgebildet sind.
5. Codierschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Drähte der Kontaktbahnen
die Anschlußdrähte (4o, 42) von Bauelementen (41), wie zB. Dioden, Widerständen od.
dgl. und als Anschlußdrähte (38) des Codierschalters deren Anschlußdrähte am gegenseitigen
Ende dienen (Fig.1).
6. Codierschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schritteinstellmechanismus von außen, vorzugsweise an einer der Stirnflächen (11),
von Hand bedienbar ist.
7. Codierschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schritteinstellmechanismus mittels eines sogenannten Daumenrads einstellbar ist.
8. Codierschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schritteinstellmechanismus mittels eines an sich bekannten Klinkenmechanismus, vorzugsweise
durch einen eine der Stirnflächen durchragenden Drucktaster (12) je Druckbetätigung
um eine positive bzw. gegebenenfalls eine negative Stufe weitergerückt einstellbar
ist (Fig.1 bzw. Fig.5)r insbesondere mittels zweier versetzt in einen Sternkranz (98) eingreifender Aufsatzfinger
(96, 97 in Fig.5).
9. Codierschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein Gehäuse
mit einem Grundkörper (1) und einem Gegen-Paßstück (2), die fugenlos ausgebildet und/oder
zusammensteckbar und/oder aus thermoplastischem Werkstoff gefertigt sind (Fig. 1,
2 und 6).
10. Codierschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einer konzentrischen Anordnung
der Nocken, gekennzeichnet durch Bohrungen (3, 4 in Fig.1) zur gegenseitigen Justierung
von Codierschaltern bzw. mit einem Endstück bei der Paketierung und Stützflächen (108, 109 in Fig.6) zur Halterung der Blattfeder, einen Wellenstumpf (15 in Fig 1b) fur
die kreisförmige Trägerscheibe (16) der Nocken im einen Teil, vorzugsweise einem Grundkörper
des Gehäuses und/ oder eine Klemm-Gegenstützfläche (55 ind Fig.2) und Dorne (56, 57)
zur Justierung der Blattfeder (19 in Fig.1), eine Paßbohrung (62) für den Wellenstumpf
15 bzw. seinen Ansatz 17 zur räumlichen gegenseitigen Justierung der Teile, sowie
zur Aufnahme der den Bohrungen (3, 4) zugeordneten Zapfen (5, 6) des benachbarten
Codierschalters bzw. Endstücks im anderen Teil des Gehäuses, vorzugsweise einem Gegen-Paßstück.
11. Codierschalter nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1)
und das Gegen-Paßstück (2) die Zapfen (5, 6) an der einen zur Verschiebungsfläche
parallelen Außenfläche und die Bohrungen (3, 4) an der anderen Außenfläche an entsprechenden
Stellen aufweisen (Fig.l) und/oder durch Schnappelemente (59, 6o und 61 in Fig.2)
miteinander zwangsjustiert verbunden sind.
12. Codierschalter nach einem der Ansprüche lo und 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umfangsfläche des Nockenträgers (86 in Fig.4) mit Zeichen gemäß den umzusetzenden
Ziffernwerten beschriftbar und mindestens der einem dieser Zeichen auf der Umfangsfläche
gegenüberliegende Teil (lo2 in Fig.6), vorzugsweise an der vorderen Stirnfläche des
Gehäuses, aus thermoplastischem Werkstoff mit Gegenzeichen beschriftbar gefertigt
ist.