[0001] Die Erfindung betrifft einen Isolierschicht-Feldeffekttransistor mit einem zwischen
Source- und Drainzone eines ersten Leitungstyps gebildeten Kanal eines zweiten Leitungstyps
in einem Substrat des zweiten Leitungstyps und einer über dem Kanal liegenden isolierten
Gate-Elektrode. Ein derartiger Isolierschicht-Feldeffekttransistor ist aus der US
- A - 4021 835 bekannt.
[0002] Der Wirkungsgrad der meisten aus MOSFETs aufgebauten logischen Schaltungen hängt
davon ab, wie gut sie sich für die Stromsteuerung eignen. Die Stromsteuerung hängt
dabei wiederum von der Schwellenwertspannung ab, die eine Funktion der Spannungsdifferenz
zwischen Source-Elektrode und Substrat ist. Da bei bestimmten Schaltungsanwendungen
mit ungeerdeten Source-Elektroden die Sourcespannung schwankt, schwankt damit auch
die zwischen Source und Substrat liegende Spannung. Daher verändert sich auch die
Schwellenwertspannung, so daß die mit dem Transistor erzeugte Stromsteuerung sich
ändert. Das Problem besteht darin, die Empfindlichkeit der Schwellenwertspannung gegenüber
Veränderungen der zwischen Source und Substrat liegenden Spannung zu verringern. Die
Änderungsgeschwindigkeit der Schwellenwertspannung in bezug auf die zwischen Source
und Substrat liegende Spannung wird allgemein als die Substratempfindlichkeit des
Feldeffekttransistors bezeichnet. Die Substratempfindlichkeit ist eine Funktion verschiedener
Faktoren, wie zum Beispiel die Dicke der Oxidschicht, die Dotierung des Substrats,
die Dielektrizitätskonstante usw. Man hat sich daher das Ziel gesetzt, die Schwankungen
der Schwellenwertspannung während des Betriebs dadurch zu verringern, daß man die
Substratempfindlichkeit verringert, wodurch sich eine verbesserte Stromsteuerung ergibt.
[0003] Man hat im Stand der Technik schon vielfach versucht, die Substratempfindlichkeit
zu verbessern. Man hat beispielsweise vorgeschlagen, Substrate mit hohem spezifischem
Widerstand in der Weise zu erzielen, daß man gleichförmig die Dotierungskonzentration
des Substrats änderte, weil man geglaubt hat, damit auch eine bessere Kapazität zu
erreichen. Wenn man jedoch Substrat mit höherem spezifischem Widerstand verwendet,
dann treten bei hoher Packungsdichte Schwierigkeiten auf, wie z. B. Kanalkurzschlüsse,
und ähnliches. Wenn die gesamte Hintergrundleitfähigkeit verringert wird, können sich
in den Feldbereichen Inversionen einstellen, so daß die Schaltung nicht richtig arbeitet.
Obwohl sich einige Vorteile durch Verwendung von Substraten mit hohem spezifischem
Widerstand erzielen lassen, wird doch ein beträchtlicher Teil des so erzielten Gewinns
durch die dabei auftretenden Schwierigkeiten wieder zunichte gemacht.
[0004] Ein anderer Versuch zur Erzielung einer niedrigen Substratempfindlichkeit besteht
in einer Substratisolation, in dem man das Substrat für jeden Transistor isoliert.
Die Herstellungskosten werden dabei außerordentlich hoch, da für diese doppelte Diffusion
und die Dotierung von zwei verschiedenen Zonen komplexe Verfahren eingesetzt werden
müssen. Außerdem ergibt sich dabei eine geringere Packungsdichte, weil jeder Transistor
für sich isoliert werden muß.
[0005] Aus der US-A-4 021 835 ist es bekannt, bei einem Isolierschicht-Feldeffekttransistor
eine unter einem Kanal zwischen Source- und Drainzone liegende dotierte Schicht durch
lonenimplantation herzustellen.
[0006] Es ist ferner an sich bekannt, in der Kanalzone eines FET eine doppelte lonenimplantation
durchzuführen, wodurch ein implantierter Übergang vom Verarmungstyp in Richtung auf
die Oberfläche des Kanals verschoben wird, um das Problem eines Transistors vom Verarmungstyp
zu lösen, der sich sonst nicht steuern oder abschalten läßt. Dies wird durch doppelte
lonenimplantation von Materialien entgegenesetzen Leitungstyps erzielt, die einen
plötzlichen Übergang liefern. Es ist jedoch nicht so, daß sich durch einfache lonenimplantation
die erwünschte Verringerung der Substratempfindlichkeit zwangsläufig ergibt.
Aufgabe der Erflndung
[0007] Es ist somit Aufgabe der Erfindung, die Empfindlichkeit der Schwellenwertspannung
eines MOSFET gegenüber Veränderungen der zwischen Source und Substrat liegenden Spannung
zu verringern.
Gesamtdarstellung der Erfindung
[0008] Diese der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch die Struktur eines Isolierschicht-Feldeffekttransistors
der eingangs genannten Art gelöst, die sich dadurch auszeichnet, daß in dem Substrat
unterhalb des Kanals zwischen Source- und Drainzone eine vergrabene Isolierschicht
vorgesehen ist, die im Falle eines durch Anlegen einer kritischen Substrat-Source-Vorspannung
V
xsc vollständig verarmten Kanals vorhandene effektive Verarmungszone des Transistors
tiefer in das Substrat hinein ausdehnt, so daß der Abstand zwischen den elektrostatischen
Ladungen auf der Gate-Elektrode und den von ihnen im Substrat induzierten Ladungen
derart erhöht ist, daß die Empfindlichkeit der Schwellenwertspannung V, gegenüber
Änderungen der Substrat-Source-Vorspannung V
", verringert ist. Vorzugsweise ist die Anordnung dabei so getroffen, daß die Isolierschicht
eine dotierte Isolierschicht des ersten Leitungstyps ist, bei der sich die Verarmungszonen
des von der Isoliershicht mit dem Substrat gebildeten unteren und des von der Isolierschicht
mit dem Kanal gebildeten oberen P-N-Übergangs etwa in der Mitte der Isoliershicht
miteinander vereinigen und somit ein zusammenhängendes verarmtes Gebiet bilden.
[0009] Die Erfindung wird nunmehr anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den
beigefügten Zeichnungen im einzelnen beschrieben.
[0010] In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1A eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäß aufgebauten Struktur und
Fig. 1 B das zugehörige Dotierungsprofil längs der Schnittlinie X-X' von Fig. 1 A,
jedoch um 90° gedreht,
Fig. 2 das Dotierungsprofil der Fig. 1 B zur Darstellung der Veraramungszonen,
Fig. 3 eine graphische Darstellung der Substratempfindlichkeit in Millivolt je Volt
als Funktion der Implantierungs-Dosierung für verschiedene Implantierungsenergien
für den erfindungsgemäß ausgestalteten Feldeffekttransistor,
Fig. 4 ein Diagramm zur Darstellung der Schwellenwertspannung Vr als Funktion der zwischen Source und Substrat liegenden Spannung |Vsxl gemäß dem Stand der Technik und der Erfindung.
Fig. 5 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Substratempfindlichkeit
in Millivolt je Volt als Funktion der zwischen Source und Substrat liegenden Spannung
|Vsxl gemäß dem Stand der Tecknik und nach der Erfindung,
Fig. 6A verallgemeinert eine MOSFET-Inverterstufe und
Fig. 6B ein Diagramm zur Darstellung des normalisierten Drain-Source-Stromes und der
Ausgangsspannung unter Verwendung eines MOSFET gemäß Fig. 6A zur Darstellung der durch
die Erfindung verbesserten Stromsteuerung.
[0011] Die elektrostatische Wechselwirkung zwischen dem Substrat und der Gate-Elektrode
eines FET kann dadurch verringert werden, daß man eine Isolierschicht vorbestimmter
Dicke und Tiefe unterhalb der Oberfläche des Substrats unterhalb des Kanals anbringt,
so daß der Abstand zwischen der Gate-Elektrode und den innerhalb des Substrats befindlichen
elektrostatischen Ladungen, die zu den tatsächlich auf der Gate-Elektrode liegenden
Ladungen spiegelbildlich auftreten, effektiv erhöht wird. Da die Potentialdifferenz
zwischen der Gate-Elektrode und den spiegelbildlichen Ladungen im Inneren des Substrats
der elektrostatischen Feldstärke, multipliziert mit dem dazwischen liegenden Abstand,
direkt proportional ist, wird bei gleicher Feldstärke, dann, wenn der Abstand vergrößert
wird, auch die Potentialdifferenz erhöht. Wird der Gate-Elektrode eine Einheitsladung
mehr zugeführt, nimmt die insgesamt innerhalb des Substrats zur Aufrechterhaltung
des Ladungsgleichgewichts erforderliche Potentialerhöhung mit zunehmender Dicket der
Isolierschicht zu. Man sieht daher, daß der Einfluß auf das Gate-Potential, welcher
sich aus Veränderungen des Substrat-Potentials ergeben, d. h. die elektrostatische
Wechselwirkung sich verringert, wenn der Abstand zwischen den spiegelbildlichen Ladungen
dadurch erhöht wird, daß man eine vergrabene Isolierschicht einfügt.
[0012] Wenn an der Gate-Elektrode ein so hohes Potential liegt, daß ein Strom zwischen Source
und Drain zu fließen beginnt, d. h. daß die Gatespannung der Schwellenwertsppannung
entspricht, dann wird eine gegebene Größe einer Spannungsveränderung in der zwischen
Source und Substrat herrschenden Spannung dann eine geringere Einwirkung auf die Stromleitung
im Kanalbereich haben, wenn die dazwischen liegende Isolierschicht dicker ist, d.
h. wenn ein größerer Abstand zwischen den spiegelbildlich induzierten Ladungen im
Inneren des Substrats und in der Gate-Elektrode vorhanden ist. Wenn man daher eine
Isolierschicht einer vorgegebenen Dicke in einer gewünschten Tiefe unterhalb der Oberfläche
des Substrats im Kanalbereich einführt, dann wird die Einwirkung von Veränderungen
im Substratpotential auf die Schwellenwertspannung herabgesetzt.
[0013] Das bevorzugte Verfahren zum Einführen einer Isolierschicht besteht durch Ionen-Implantation
einer dotierten Isolierschicht 10 des gleichen einen N-Leitungstyp hervorrufenden
Dotierungsmaterials wie bei Source und Drain, mit einer vorbestimmten Tiefe von X,-X,
unterhalb der Substratoberfläche im Kanalbereich in Fig. 1A. Dadurch erhält man zwei
P-N-Übergänge, nämlich einen oberen P-N-Übergang 11 und einen unteren P-N-Übergang
13 mit dem umgebenden P-N-Übergängen bildet sich im Übergangsbereich eine Verarmungszone.
Die Dicke und die Konzentration der implantierten Isolierschicht 10 wird dabei vorzugsweise
so gewählt, daß die Verarmungszone 12 für den oberen P-N-Übergang und die Verarmungszone
14 für den unteren P-N-Ubergang 13 soweit aneinanderrücken, daß die dazwischenliegende
Schicht praktisch eine Isolierschicht ist. Daher läßt sich eine vergrabene Isolierschicht
10, die zur Verringerung der Empfindlichkeit der Schwellenwertspannung gegenüber der
Substratspannung-erwünscht ist, durch Ionen-Implantation von einer Schicht mit der
gleichen Leitfähigkeit wie Source- und Drainzone in dem Kanalbereich erzielen.
[0014] Es sei darauf verwiesen, daß bei zu hoher Konzentration der vergrabenen dotierten
Isolierschicht 10 in bezug auf die Konzentration der Hintergrunddotierung für das
Substrat 2 ein elektrischer Kurzschluß zwischen Sourcezone 4 und Drainzone 6 eintreten
kann. Ist dagegen die Konzentration der vergrabenen dotierten Isolierschicht 10 zu
niedrig, so erhält man nur einen verschwindend kleinen Einfluß auf die Empfindlichkeit
der Schwellwertspannung in bezug auf die zwischen Source und Substrat liegende Spannung.
Es wurde festgestellt, daß es dabei kritische Werte für die Tiefe X, der dotierten
Isolierschicht 10 unterhalb der Oberfläche des Substrats 2, die Dicke (X
2-X,) der dotierten Isolierschicht 10 und deren Konzentration gibt, innerhalb derer
man einen Bereich verringerter Empfindlichkeiten der Schwellenwertspannung in bezug
auf die zwischen Source und Substrat anliegende Spannung erhält. Einige Beispiele
dieser Kombination von Tiefe, Dicke und Konzentration für die vergrabene dotierte
Isolierschicht 10 sind in Fig. 3 dargestellt.
[0015] Im folgenden soll eine Analyse der Schwellenwertgleichungen mit den notwendigen Randbedingungen
für einen N-Kanal-MOSFET für eine verbesserte Substratempfindlichkeit gegeben werden.
Für diese Analyse soll die Gauss'sche Verteilung für eine tiefe Ionen-Implantation
für eine rechteckige Verteilung normalisiert werden, deren Breite 2-1/2mal der Standardabweichung
der Ausbreitung des Ionen-Implantats entspricht, während die Dosierung D die Spitzendosierung
ist. Diese Annäherung der Gauss'schen Verteilung wird dabei so durchgeführt, daß dabei
die Implantationsdosierung erhalten bleibt. Obgleich diese Analyse für N-Kanal-MOSFETS
durchgeführt wird, gilt sie mit den entsprechenden Polaritätsänderungen in gleicher
Weise für P-Kanal-MOSFETS.
[0016] Fig. 1 B ist eine zusammengesetzte Teilfigur, die das Dotierungsprofil über dem Kanalbereich
der Fig. 1A von der Gate-Isolierschicht 7 nach unten bis in as Innere des Halbleitersubstrats
2 zeigt. N
a ist die Dotierungskonzentration des Halbleitersubstrats 2. Für den Beginn der Analyse
in der Zone 1 (vergleiche auch Fig. 1A) sei angenommen, daß die Gate-Source-Vorspannung
V
GS gleich der Schwellenwertspannung V
T sei und daß die Substrat-Source-Vorspannung V
sx so gewählt sei, daß die Kanalverarmungsschicht unmittelbar unterhalb der Gate-Isolierschicht
in der Zone 1 sich nicht mit der Verarmungszone 12 vereinigt. Ferner sei angenommen,
daß die Implantationsbegindungen so gewählt sind, daß die Verarmungszonen 12 und 14
nicht ineinander fließen und daß daher die vergrabene Isolierschicht 10, die auch
als Zone 2 bezeichnet sei, die Sourcezone 4 und dia Drainzone 6 kurzschließt. Mit
diesem Ausgangspunkt soll zunächst die Bedingung für die nicht-leitende oder verarmte
Zone 2 entwickelt werden.
[0017] Anschließend wird ein Ausdruck für die kritische Substrat-Source-Vorspannung V
sxz abgeleitet, wobei bei Uberschreiten dieser Größe der Bereich 16 des Substrats 2 (auch
als Zone 1 bezeichnet) vollständig verarmt, so daß man zusammen mit der Zone 2 einen
Feldeffekttransistor mit verbesserter Substratempfindlichkeit erhält. Ist die Substrat-Vorspannung
V
sx kleiner als dieser kritische Wert und ist die Zone 2 verarmt, dann hat der Transistor
eine mit dem Stand der Technik vergleichbare Substratempfindlichkeit.
[0018] Aus Symmetrie-Bedingungen sind in der Zone 2 die Breiten X, der Verarmungszonen 12
und 14 zu beiden Seiten die gleichen. Soll in der Zone 2 eine Verarmung hergestellt
werden, dann gilt für den in die Zone 2 fallenden Teil der Breite einer Verarmungszone
X
N2;

[0019] Da unter dieser Bedingung die beiden P-N-ubergänge 11 und 13 der Zone 2 auf gleichem
Potential liegen, werden die Verarmungszonen 12 und 14 nur durch die innere Spannung
über den P-N-übergangen aufrechterhalten. Es ist aus der Theorie der stufenförmigen
Übergänge bekannt, daß

wobei
ND die Konzentration der implantierten lonen
ε0 die Dielektrizitätskonstante des freien Raumes,
εs die Dielektrizitätskonstante des Halbleitermaterials und
q die Ladung des Elektrons
Vj die innere Spannung über der Verarmungszone 12 oder 14 ist.
[0020] Für eine vollständige Verarmung der Zone 2 gilt die Gleichung

V
j verhält sich zu (X
2―X
1) gemäß dem folgenden Ausdruck, den man aus jedem beliebigen Lehrbuch über Halbleiterphysik
und auch aus Gleichung 3 ableiten kann.

wobei
k die Boltzmann-Konstante,
T die Temperatur und
n die Eigen-Trägerkonzentration des Halbleiter materials ist.
[0021] Man sieht, daß V
J sich langsam mit Bezug auf (X
2―X
1) ändert und daher durch Annahme eines Näherungswertes für (X
2―X
1) bestimmt werden kann.
[0022] Bei einer vollständigen Verarmung der Zone 1 gilt für die Breite X
s der Kanal verarmungsschicht unterhalb der Gute-Isoliershicht:

mit

wobei
φ = das Fermi-Potential des Halbleitersubstrats und
XN1 =die Breite des indie Zone 1 fallenden Teils einer Verarmungszone ist. Da die Zone
2 ebenfalls verarmt ist, ergbit sich aus der Ladungs-Neutralitätsüberlegung

die man für |VSXCl aus den obigen drei Ausdrücken löst:

[0023] Fig. 2 zeigt im wesentlichen die Einzelheiten der Fig. 1 B, wenn die Zonen 1, 2 und
3 verarmt sind. V
SXC, V
I und V
D sind dabei die über den verarmten Zonen 1, 2 und 3 liegenden Spannungen, so daß deren
Gesamtsumme etwa gleich der Substrat-Source-Vorspannung V
sx ist.
[0024] Damit ist die Analyse zur Bestimmung der kritischen Bedingungen für die Verarmung
abgeschlossen. Anschliessend sollen die verschiedenen Spannungsausdrücke, die die
Substratvorspannung bilden und zu einem Ausdruck für die verbesserte Substratempfindlichkeit
führen, abgeleitet werden.
[0025] Aus der Beziehung zwischen X
s und |V
sxc| erhält man den Spannungsabfall über X
s in der Zone 1, auf die in X
s liegenden Ladungen zu:

[0026] Das elektrische Feld E in den Verarmungszonen in Fig. 2 (vergleiche auch Fig. 1A)
von der Kanaloberfläche nach X
3, das über das innere Feld hinausgeht, steht durch das Gauss'sche Gesetz zu den in
der Zone (X
D―X
3) in Fig. 2 befindlichen Ladungen in Beziehung durch:

[0027] Dadurch erhält man die auf die Ladungen zwischen X
3 und X
D in Zone 3 zurückzuführende Spannung:

[0028] Die Verarmungszone (X
D - X
3) wird jedoch durch die Spannung V verursacht, so daß

wird.
[0029] Als Schwellenwertbedingung sieht man, daß

wobei
VFB die Flachbandspannung des Transistors und
Cox die Gate-Isolierkapazität je Flächeneinheit ist.
[0030] Wandelt man den oben genannten Ausdruck um und verwendet dabeit die Annäherung:

dann ist der Ausdruck für die Schwellenwertspannung gegeben durch:

für

und

Es sei darauf hingewiesen, daß in Gleichung 14, wenn D = 0 ist,

wird. Das ist aber die klassische Schwellenwertspannungsgleichung, die man in jedem
Handbuch über Halbleiterphysik finden kann.
[0031] Soll ein Transistor vom Verarmungstyp gebildet werden, dann kann eine weitere flache
lonenImplantation geeigneter Dosierung und Energie zur Verschiebung der Schwellenwertspannung
um den Betrag V
Dosierung verwendet werden. Da es sich hierbei um eine sehr flache Implantation handelt, wird
dadurch die durch die tiefe Implantation erzielte Verbesserung der Substratempfindlichkeit
nicht beeinflußt.
[0032] Die Substratempfindlichkeit der Halbleitervorrichtung ist gegeben durch die Differentiation
der Gleichung 14:

[0033] Diese Gleichung 18 stellt die kritische Beziehung zwischen der Dosierung D, dem oberen
Grenzwert X
1 und dem unteren Grenzwert X
2 für die vergrabene Isolierschicht 10 im Substrat 2 der Fig. 1A dar, das eine Dotierkonzentration
N
a zur Erzielung der gewünschten Empfindlichkeit der Schwellenwertspannung dV
T/dV
sx besitzt.
[0034] Ist D gleich O, dann ergibt sich die Substratempfindlichkeit der Transistoren des
Standes der Technik aus Gleichung 19:

[0035] Vergleicht man Gleichungen 18 und 19, so sieht man sofort die wesentliche Verbesserung
der Substratempfindlichkeit gemäß Gleichung 18, die sich aus der Anwesenheit des Ausdrucks

für die tiefe Ionen-Implantation ergibt.
[0036] Zur weiteren Erläuterung zeigt Fig. 3 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
der Substratempfindlichkeit in Millivolt je Volt, die über der Implantationsdosierung
für Phosphorionen und verschiedener Implantationsenergien im Bereich von 200 bis 1000
KeV aufgetragen ist, wobei X, von 85 nm bis 921.3 nm und X
2 von 295 nm bis 1358.8 nm reicht. Beim Entwurf wird man dabei die auf der Ordinate
dargestellte Größe. "Substratempfindlichkeit" im Diagramm der Fig. 3 auswählen und
eine waagerechte Linie ziehen, die eine oder mehrere der Kurven schneidet. Jede Kurve
stellt dabei eine andere lonen-Implantations-Energie für die durch den Kanalbereich
hindurch zur Bildung der vergrabenen Isolierschicht 10 implantierten Phosphorionen
dar. Entsprechend den zur Verfügung stehenden Energien der lonen-Implantations-apparatur
wird dann die richtige Kurve ausgewählt und man erhält dann die entsprechende Dosierung
für die Phosphorionen aus dem dadurch gegebenen Wert auf der Abszisse.
[0037] Als Beispiel wird eine mit einer Verarmungszone versehe Halbleiterstruktur gemäß
der Erfindung mit einer Gate-Oxidschicht 7 einer Dicke tox von 70 nm gebildet, mit
einer Hintergrunddotierungskonzentration N
. von 7, 5 x 10
15 Atome/cm
3, einer Spannung V
FB von - 1,5 Volt, einer spannung Dosierung von -3,38 Volt und einer Implantationsdosierung
von 5,3 x 10" Atome/cm
l und einer Implantationsdicke für die obere Grenze X
i der vergrabenen Isolierschicht von 920 nm und für die untere Grenze X
z von 1358 nm. Das Diagramm der sich ergebenden Schwellenwergspannung als Funktion
der Source-Substrat-Spannung wird mit der entsprechenden Schwellenwertspannung als
Funktion der Source-Substrat-Spannung gemäß dem Stand der Technik in Fig. 4 verglichen.
Man sieht, daß die erfindungsgemäß aufgebaute Struktur eine geringere Steigung oder
eine geringere Änderungsgeschwindigkeit der Schwellenwertspannung in bezug auf die
Source-Substrat-Spannung aufweist, wodurch gezeigt wird; daß bei vorgegebenen Veränderungen
der Größe der Source-Substrat-Spannung sich geringere Änderungen der Schwellenwertspannung
für eine gemäß der Erfindung aufgebaute Vorrichtung ergeben.
[0038] Fig. 5 zeigt die Substratempfindlichkeit in Millivolt je Volt als Funktion der Source-Substrat-
Spannung für die verbesserte Halbleitervorrichtung mit den oben erwähnten Parametern
im Vergleich mit einer Halbleitervorrichtung gemäß dem Stande der Technik. Man sieht,
daß bei einer erfindungsgemäß aufgebauten Halbleiterstruktur sich eine ganz wesentliche
Verringerung der Substratempfindlichkeit ergibt, verglichen mit dem Stande der Technik.
[0039] Eine einfache MOSFET-Inverterstufe kann gemäß Fign. 6A und 6B mit einem mit Eigenvorspannung
arbeitenden MOSFET vom Verarmungstyp als Last und einem aktiven MOSFET vom Anreicherungstyp
hergestellt werden, indem man die erfindungsgemäß aufgebaute Halbleiterstruktur für
den erfindungsgemäß aufgebaute Halbleiterstruktur für den Lasttransistor benutzt,
wodurch man eine wesentlich höhere Stromsteuerung des von Drain nach Source fließenden
Stromes während des Umschaltvorgangs erhält, verglichen mit dem Stande der Technik
in Fig. 6B.
[0040] Obgleich das bevorzugte Verfahren zum Einführen der Isolierschicht durch Ionen-Implantation
dargestellt wurde, läßt sich die Erfindung auch durch andere Verfahren bei der Bildung
einer vergrabenen Isolationsschicht zwischen Source und Drain durchführen. Beispielsweise
könnte eine mehrschichtige Silicium-Epitaxie-Isolatorschicht-Struktur zur Bildung
des Kanalbereichs eines Feldeffekttransistors gemäß der Erfindung verwendet werden.
[0041] Es ist bekannt, daß das Konzentrationsprofil der implantierten Isolierschicht 10
durch eine Anzahl von lonen-Implantationsstufen besonders geformt werden kann, um
ein optimales Profil zu erzielen.
1. Isolierschicht-Feldeffekttransistor mit einem zwischen Source- (4) und Drainzone
(6) eines ersten Leitungstyps gebildeten Kanal (16) eines zweiten Leitungstyps in
einem Substrat (2) des zweiten Leitungstyps und einer über dem Kanal liegenden isolierten
Gate-Elektrode, dadurch gekennzeichnte, daß in dem Substrat (2) unterhalb des Kanals
(16) zwischen Source- (4) und Drainzone (6) eine vergrabene Isolierschicht (10) vorgesehen
ist, die die im Falle eines durch Anlegen einer kritischen Substrat-Source-Vorspannung
Vxsc vollständig verarmten Kanals (16) vorhandene effektive Verarmungszone des Transistors
tiefer in das Substrat (2) hinein ausdehnt, so daß der Abstand zwischen den elektrostatischen
Ladungen auf der Gate-Elektrode und den von ihnen im Substrat (2) induzierten Ladungen
derart erhölt ist, daß die Empfindlichkeit der Schwellenwertspannung VT gegenüber Änderungen der Substrate-Source-Vorspannung Vxs verringert ist.
2. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Isolierschicht eine dotierte Isolierschicht (10) des ersten Leitungstyps ist,
bei der sich die Verarmungszonen des von der Isolierschicht (10) mit dem Substrate
(2) gebildeten unteren und des von der Isolierschicht (10) mit dem Kanal (16) gebildeten
oberen P-N-Übergangs etwa in der Mitte der Isolierschicht (10) miteinander vereinigen
und somit ein zusammenhängendes verarmtes Gebiet bilden.
3. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die dotierte Isolierschicht (10) durch lonenimplantation eines den ersten Leitungstyp
hervorbringenden Dotierstoffs gebilet ist.
4. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die dotierte Isolierschicht (10) von einem Abstand X
1 unter der Oberfläche des Substrats (2) bis zu einem Abstand X
2 unter der Oberfläche mit einer lonenimplantations-Dosierung von D in einem Substrat
mit einer Störelement-Konzentration von N,-Atomen/cm
3 gebildet ist, so daß der fertige Transistor eine Substrat-Empfindlichkeit, d. h.
ein Verhältnis der Änderung der Schwellenwertspannung V
T zur Änderung der Substrat-Source-Vorspannung V
xs, von

aufweist, daß

gegeben ist durch die Beziehung

wobei:
ε0 die Dielektrizitätskonstante des freien Raumes
εs die Dielektrizitätskonstante des Substratmaterials
Coxdie Gate-Isolierkapazität je Flächeneinheit
q die Ladung das Elektrons und
das Fermi-Potential des Substratmaterials bedeuten.
5. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach den Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die dotierte Isolierschicht (10) durch mehrere lonenimplantationen gebildet ist.
6. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kanal N-Leitung ist und daß vergrabene dotierte Isolierschicht (10) durch Implantation
mit Phosphorionen gebildet ist.
7. Isolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kanal P-leitend ist und daß die vergrabene dotierte Isolierschicht durch Implantation
von Borionen gebildet ist.
8. lsolierschicht-Feldeffekttransistor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Oberfläche des Kanals (16) zur Bildung einer Verarmungszone eine zweite mit
Ionen implantierte Schicht des ersten Leitungstyps gebildet ist, die bei N-leitendem
Kanal mit Phosphorionen und bei P-leitendem Kanal mit Borionen implantiert ist.
1. Transistor à effet de champ à couche isolante ayant une région de canal (16) d'un
second type de conductivité formée entre la source (4) et le drain (6) d'un premier
type de conductivitié, dans un substrat (2) du second type de conductivité, et un
porte isolée sur la région de canal, caractérisé en ce que dans le substrat (2) sous
la région de canal (16) entre la source (4) et le drain (6), se trouve enterrée une
couche isolante (10) qui s'étale dans le substrat (2), la zone d;'appauvrissement
effective du transistor apparaissant dans la région de canal (16) qui est complètement
appauvrie par l'application d'une polarisation de substrat-source critique Vxsc, de sorte que la distance entre les charges électrostatiques sur la porte et les
charges qu'elles induisent dans le substrat (2) augmente à un point tel qu'il y ait
réduction de la sensibilité de la tension de seuil VT relative aux changements de la polarisation de substrat-source Vxs.
2. Transistor à effet de champ à couche isolante selon la revendication 1, caractérisé
en ce que la couche isolante est une couch isolante dopée (10) du premier type de
conductivité où les zones d'appauvrissement de la jonction PN inférieure formée par
la couche isolante (10) avec le substrat (2), et de la jonction PN supérieure formée
par la couche isolante (10) avec la région de canal (16), fusionnent approximativement
au milieu de la couche isolante (10) pour former ainsi une région appauvrie continue.
3. Transistor à effet de champ à couche isolante selon la revendication 2, caractérisé
en ce que la couche isolante dopée (10) est formée par implantation ionique d'un dopant
produisant le premier type de conductivité.
4. Transistor à effet de champ à couche isolante selon la revendication 3, caractérisé
en ce que la couche isolante dopée (10) est formée à une distance s'étendant de X,
à X
2 sous la surface du substrat (2) avec un dosage d'implantation ionique D dans un substrat
ayant une concentration d'impuretés de N
a-atomes/cm
3 de sorte que le transistor fini est un substrat dont la sensibilité, c'est-à-dire
le rapport du changement de tension de seuil V
T et du changement de polarisation de substrat-source V
x,,

est donné par la relation

dans laquelle:
ε0 est la constante diélectrique de l'espace libre,
εs est la constante diélectrique du matériau du substrat,
Cox est la capacité d'isolement de la porte par unité de surface,
q est la charge de l'électron, et
le potentiel de Fermi du matériau du substrat.
5. Transistor à effet de champ à couche isolante selon les revendications 3 ou 4,
caractérisé en ce que la couche isolante dopée (10) est faite par plusieurs implantations
ioniques.
6. Transistor à effet de champ à couche isolante selon la revendication 4, caractéisé
en ce que la région de canal est de type de conductivité N, et en ce que la couche
isolante dopée enterrée (10) est faite par implantation de ions phosphore.
7. Transistor à effet de champ à couche isolante selon la revendication 4, caractérisé
en ce que la région de canal est de type de conductivité P, et en ce que la couche
isolante dopée enterrée est faite par implantation de ions bore.
8. Transistor à effet de champ à couche isolante selon la revendication 4, caractérisé
en ce que, pour former une zone d'appauvrissement, une seconde couche d'implantation
ionique de premier type de conductivité est formée sur la surface du canal (16), cette
couche étant implantée de ions phosphore lorsque le canal est de type de conductivité
N, et de ions bore lorsque le canal est de type de conductivité P.
1. Insulation layer field effect transistor with a channel region (16) of a second
conductivity type formed between source (4) and drain (6) of a first conductivity
type, in a substrate (2) of the second conductivity type and an insulated gate electrode
over the channel region, characterised in that a buried insulation layer (10) is provided
in the substrate (2) under the channel region (16) between source (4) and drain (6)
which extends into the substrate (2) the effective transistor depletion zone appearing
in connection with the channel region (16), which layer 10 can be completely depleted
by the application of a critical substrate-source bias Vxsc, whereby the distance between the electrostatic charges on the gate electrode and
the charges induced by them in the substrate (2) is increased to such an extent that
the sensitivity of the threshold voltage V, relative to the changes of the substrate-source
bias Vxs is reduced.
2. Insulation layer field effect transistor as claimed in claim 1, characterised in
that the insulation . layer is a doped insulation layer (10) of the first conductivity
type whereby the depletion zones of the lower PN junction formed between the insulation
layer (10) and the substrate (2) and of the upper PN junction formed between the insulation
layer (10) and the channel region (16) merge approximately in the middle of the insulation
layer (10) and thus form a continuous depleted region.
3. Insulation layer field effect transistor as claimed in claim 2, characterised in
that the doped insulation layer (10) is formed by ion implantation of a dopant producing
the first conductivity type.
4. Insulation layer field effect transistor as claimed in claim 3, characterised in
that the doped insulation layer (10) is formed from a distance X, under the surface
of the substrate (2) to a distance X
2 under the surface with an ion implantation dosage of D in a substrate with an impurity
concentration of N
a-atoms/-cm
3 so that the finished transistor shows a substrate sensitivity, i.e. a ratio of the
change of threshold voltage V
T to the change of substrate-source bias V
xs, of

that

is given by the relation

with the following factors applying:
ε0 the dielectric constant of the free space,
εs the dielectric constant of the substrate material
Cox the gate-insulation capacity per surface unit
q the charge of the electron, and
0 the Fermi potential of the substrate material.
5. Insulation layer field effect transistor as claimed in claim 3 or 4, characterised
in that the doped insulation layer (10) is made by several ion implantations.
6. Insulation layer field effect transistor as claimed in claim 6, characterised in
that the channel region is N-conductive, and that the buried doped insulation layer
(10) is made by phosphorus ion implantation.
7. Insulation layer field effect transistor as claimed in claim 4, characterised in
that the channel region is P-conductive, and that the buried doped insulation layer
is made by boron ion implantation.
8. Insulation layer field effect transistor as claimed in claim 4, characterised in
that for forming a depletion zone a second ion-implanted layer of the first conductivity
type is formed on the surface of the channel (16), that layer being implanted with
phosphorus ions with N-conductive channel, and with boron ions with P-conductive channel.