[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Staubsaugerdüse, die einen gegenüber dem Saugmundstück
gesondert angeordneten Tragkörper aufweist und bei der die Mundstückkanten des Saugmundstückes
gegenüber der Tragflächenebene des Tragkörpers tiefer angeordnet sind.
[0002] Eine solche Staubsaugerdüse ist durch die US-PS 1020104 bekannt. Bei dieser Düse
weist der Tragkörper eine relativ kleine Tragfläche auf, wobei der Tragkörper in eine
vor und eine hinter dem Saugmundstück liegende Tragfläche unterteilt ist. Die Mundstückkanten
des Saugmundstückes liegen in einer Ebene und sind gegenüber der Tragfläche etwas
tiefer angeordnet. Durch die kleine Tragfläche bedingt, sinkt die Düse auf weichen
(langflorigen) Teppichen tief ein, wodurch eine starke Erhöhung der Schiebekraft eintritt.
Durch das tiefe Einsinken besteht die Gefahr, daß der Saugschlitz des Saugmundstückes
zu stark von dem Teppichflor verschlossen und dadurch die angesaugte Luftmenge stark
gedrosselt wird, so daß sich die Düse am Teppichgrund festsaugt. Damit kann die Düse
überhaupt nicht mehr weiterbewegt werden und es wird die Reinigungswirkung vermindert.
Durch die vor dem Saugmundstück angeordnete Tragfläche kann frontal nicht bis an eine
Wand abgesaugt werden.
[0003] Durch die US-PS.2 540 917 ist ein Bürststaubsauger bekannt, bei dem das vordere Räderpaar
aus jeweils drei Rädern mit unterschiedlichem Durchmesser besteht. Je nachdem, ob
mit einem solchen Bürststaubsauger auf einem festen oder weichen Teppich gesaugt wird,
sinken die Räder entsprechend in den Teppich ein und damit auch das vor den Rädern
angeordnete, mit einer rotierenden Bürste versehene Saugmundstück. Die Mundstückkanten
liegen in einer Ebene und sind gegenüber der Tragfläche der Räder höher angeordnet.
Die Bürste selbst ragt mit ihren Borstenreihen aus dem Saugmundstück hervor. Durch
das verschieden tiefe Einsinken der Räder wird erreicht, daß bei einem langflorigen
Teppich die Bürste noch tief genug in den Teppichflor eindringt und damit auch noch
am Grund des Teppichflors eine Reinigung erfolgt. Die Reinigungswirkung wird durch
die den Teppichflor bearbeitende Bürste erzielt. Der Saugstrom dient lediglich zum
Abtransport des durch die Bürste gelösten Schmutzes.
[0004] Weiterhin ist durch die US-PS 2 093 741 eine Staubsaugerdüse mit einem hinter dem
Saugmundstück angeordneten und sich über die ganze Düsenbreite erstreckenden Tragkörper
bekannt. Die Mundstückkanten des Saugmundstückes liegen in einer Ebene, die mit der
Tragflächenebene des Tragkörpers auf gleicher Höhe liegt. Das Saugmundstück kann daher
gegenüber dem Tragkörper nicht tiefer in den Teppich eindringen, wodurch keine optimale
Reinigungswirkung erzielt wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Staubsabagerdüse so auszubilden daß
bei der Reinigung von Teppichen verschiedener Art die zum Bewegen der Düse notwendige
Schiebekraft möglichst gering und ein zur Erzielung einer guten Reinigungswirkung
ausreichend tiefes Eindringen des Saugmundstückes ohne die Gefahr des Festsaugens
möglich ist.
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt nach der Erfindung dadurch, daß sich der
Tragkörper über die ganze Düsenbreite erstreckt und mehrere in der Höhe zueinander
versetzte Tragflächen aufweist, und daß die vordere Mundstückkante gegenüber der untersten
Tragflächenebene tiefer als die hintere Mundstückkante angeordnet ist.
[0007] Durch die höhenversetzte Anordnung der Tragflächen wird eine von der Art des Teppichflors
abhängende Eindringtie-fe des Saugmundstückes erreicht. Je nachdem, ob der Teppich
einen härteren oder weicheren bzw. kürzeren oder la geren Flor besitzt, kommen eine
oder mehrere der höhenversetzten Tragflächen mit dem Teppich in Ringriff. Bei einer
sehr weichen Teppichflor wird die Staubsaugerdüse soweit in den Flor einsinken, bis
alle Tragflächen zum Tragen kommen. Die Größe der Tragflächen ist so bemessen, daß
die Düse zur Vermeidung einer zu hohen Schiebekraft nicht zu tief in den Teppich einsinkt.
Da die vordere Mundstückkan te gegenüber der hinteren Mundstückkante tiefer angeordne
ist, kann über die hintere Mundstückkante auch bei einem Aufliegen der vorderen Mundstückkante
auf dem Teppichgrund noch Luft zuströmen, so daß ein Festsaugen der Düse nicht mehr
möglich ist. Die unterschiedlich tiefe Anordnung der Mundstückkanten ergibt an der
hinteren Mundstückkante einen geringeren Strömungswiderstand, so daß eine größere
Luftmenge über diese hintere Mundstückkante in den Saugkanal eintritt, durch die die
von der vorderen Mundstück kante gelösten Schmutzteile sicher erfaßt und

tiert werden.
[0008] Ein frontales Randsaugen läßt sich in bekannter Weise dadurch erreichen, daß der
Tragkörper in Arbeitsrichtung hinter dem Saugmundstück angeordnet ist.
[0009] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird der Anmeldungsgegenstand
nachfolgend näher beschrieben.
[0010] Es zeigt:
Figur 1 eine Draufsicht der Unterseite der Staubsaugerdüse,
Figur 2 eine Staubsaugerdüse im Schnitt entlang der Linie II-II in Figur 1,
Figur 3 eine Staubsaugerdüse mit gegenüber der Tragfläche unterschiedlich tief angeordneten
Mundstückkanten im Querschnitt.
[0011] In Figur 1 ist mit 1 ein Saugmundstück bezeichnet, das mit einem gesonderten Tragkörper
2 verbunden ist. Das Saugmundstück 2 besitzt einen Saugkanal 3, der durch die Mundstückkanten
4 und 5 begrenzt wird. Der Saugkanal 3 steht mit einer Absaugöffnung 6 in Saugverbindung.
Der Tragkörper 2 weist eine erste, aus Teilflächen 7 bestehende Tragfläche auf. Gegenüber
dieser ersten Tragfläche ist eine zweite Tragfläche 8 vorgesehen, die gegenüber der
ersten Tragfläche 7 in der Höhe versetzt ist. Die erste Tragfläche 7 bildet die gegenüber
der abzusaugenden Fläche unterste Tragflächenebene.
[0012] Wie die Darstellung nach Figur 2 zeigt, ist das Saugmundstück 1 gegenüber dem Tragkörper
2 tiefer angeordnet. Hierdurch ist bereits eine bestimmte Eindringtiefe vorgegeben.
Beim Absaugen eines Teppichs mit festerem Flor reichen bereits die Teilflächen der
ersten Tragfläche 7 aus, um die Staubsaugerdüse auf dem Teppich zu tragen. Besitzt
der Teppich hingegen einen weicheren Flor, so sinken die Teilflächen der ersten Tragfläche
7 tiefer in den Teppich ein, so daß auch noch die zweite Tragfläche 8 zum Tragen kommt.
Hierdurch dringt dann auch das Saugmundstück 1 tiefer in den Flor ein und vermag den
Schmutz aus den Tiefen des Teppichs herauszuholen. Durch die höhenversetzte Anordnung
der Tragflächen 7 und 8 wird erreicht, daß das Saugmundstück 1 je nach Art des Teppichs
verschieden tief in den Flor eindringt. Dabei wird ein die Schiebekraft erhöhendes,
zu tiefes Eindringen durch die entsprechend wirksam werdenden Tragflächen verhindert.
[0013] Die in Figur 3 dargestellte Staubsaugerdüse 11 besitzt einen Tragkörper 12, mit dem
ein Saugmundstück 13 verbunden ist. Das Saugmundstück 13 enthält einen sich quer zur
Arbeitsrichtung erstreckenden Saugkanal 14, der über eine Saugöffnung 15 mit dem Saugstutzen
16 der Staubsaugerdüse 11 in Verbindung steht. An den Saugstutzen 16 ist über ein
Saugrohr oder einen Saugschlauch ein Staubsauger anschließbar. Der Saugkanal 14 besitzt
eine vordere Mundstückkante 17 und eine hintere Mundstückkante 18. Die vordere Mundstückkante
17 ist gegenüber der Auflageebene 19, welche die gegenüber der abzusaugenden Fläche
unterste Tragflächenebene des Tragkörpers 12 darstellt, um das Maß a und die hintere
Mundstückkante 18 um das Maß b tiefer angeordnet. Das Maß a ist größer als das Maß
b gewählt.
[0014] Beim Absaugen eines langflorigen Teppichs kann das Saugmundstück 13 tief in den Teppichflor
eindringen und somit den Schmutz besser absaugen. Durch die vordere Mundstückkante
17 wird hierbei der Schmutz mechanisch von dem Teppichflor gelöst. Da die hintere
Mundstückkante 18 gegenüber der vorderen Mundstückkante 17 zurückgesetzt ist, kann
die Luft über diese hintere Mundstückkante 18 besser in den Saugkanal 14 einströmen.
Durch den über die hintere Mundstückkante 18 eintretenden Luftstrom werden die von
der vorderen Mundstückkante 17 gelösten Schmutzpartikel mitgerissen und in den Staubsauger
transportiert, so daß sich eine bessere Reinigungswirkung ergibt.
1. Staubsaugerdüse, die einen gegenüber dem Saugmundstück gesonder angeordneten Tragkörper
aufweist und bei der die Mundstückkanten des Saugmundstückes gegenüber der Tragflächenebene
des Tragkörpers tiefer angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet , daß sich der Tragkörper
(2) über die ganze Düsenbreite erstreckt und mehrere in der Höhe zueinander versetzte
Tragflächen (7, 8) aufweist, und daß die vordere Mundstückkante (17) gegenüber der
untersten Tragflächenebene tiefer als die hintere Mundstückkante (18) angeordnet ist.
2. Staubsaugerdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Tragkörper (2)
in Arbeitsrichtung hinter dem Saugmundstück (1) angeordnet ist.