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EP 0 000 404 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.1980 Patentblatt 1980/18 |
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Anmeldetag: 05.06.1978 |
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Sicherheitslenkrad für Kraftfahrzeuge
Safety steering wheel for vehicles
Direction de sécurité pour véhicules
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB SE |
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Priorität: |
07.07.1977 DE 2730672
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.01.1979 Patentblatt 1979/02 |
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Anmelder: KARL SCHMIDT GMBH |
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D-74172 Neckarsulm (DE) |
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Erfinder: |
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- Korn, Hans, Dipl.-Kfm.
D-6450 Hanau (DE)
- Grothe, Klaus, Ing. grad.
D-8750 Aschaffenburg (DE)
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Vertreter: Fischer, Ernst, Dr. |
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c/o Metallgesellschaft AG,
Reuterweg 14 60323 Frankfurt 60323 Frankfurt (DE) |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitslenkrad für Kraftfahrzeuge, bei dem die Lenkradnabe
gegenüber dem Lenkradkranz versenkt und zwischen Lenkradnabe und Lenkradkranz ein
Deformationskörper angeordnet ist.
[0002] Bei einem derartigen Lenkrad, wie es beispielsweise in der US-PS 2 946 869 beschrieben
ist, besteht eine gewisse Sicherheit gegen Unfallverletzung durch die gegenüber dem
Lenkradkranz versenkt angeordnetenNabe. Der Oberkörper des im Falle eines Unfalls
nach vorn schleudernden Fahrers wird durch den Lenkradkranz abgefangen.
[0003] Zur Erhöhung der inneren Sicherheit von Kraftfahrzeugen ist allgemein die Verwendung
von Polyurethanschaum als Schutzpolster, beispielsweise aus dem DT-GM 69 45 050, bekannt.
So ist im einzelnen vorgesehen, den Lenkradkranz mit Kunststoff zu umschäumen (DT-OS1920064)
und/oder, um den Körperaufschlag auf eine möglichst große Fläche zu verteilen, innerhalb
des Lenkrad- ,kranzes einen großflächigen, mit einem geschäumten Kunststoff gepolsterten
Deformationskörper anzubringen (DT - AS 18 15 130).
[0004] Bei der Entwicklung solcher Deformationskörper wird angestrebt, daß die Kraft-Weg-Linie
möglichst eine Horizontale über dem Verformungsweg ist, d.h., daß die Verzögerung
beim Aufprall weitgehend konstant ist. Ferner sollen aus Gewichtsgründen derartige
Deformationskörper zwar ausreichend stabil aber nicht zu schwer sein. Der Forderung,
eine möglichst konstante Verzögerung bei der Verformung zu erzielen, werden jedoch
die bisher verwendeten Polyurethanschäume aufgrund ihrer Weichheit und Elastizität
nicht gerecht, so daß sich über dem Verformungsweg eine sehr unregelmäßige 'kraftaufnahme
ergibt. Darüberhinaus besitzen die Polyurethanschäume eine vergleichsweise geringe
Eigenstabilität, so daß sie bei punktförmiger Belastung, beispielsweise durch Stoß
mit einem kleinflächigen Gegenstand im Bereich der belasteten Stelle, zerstört werden.
[0005] Auch haben diese Deformationskörper den - Nachteil, daß sie Formänderungsarbeit in
aller Regel nur bei vergleichsweise hoher Belastung aufnehmen, so daß sie beim Aufschlag
des Kopfes ihre Wirkung nicht oder nur unvollkommen entfalten.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, bei einem Sicherheitslenkrad für
Kraftfahrzeuge, bei dem die Lenkradnabe gegenüber dem Lenkradkranz versenkt und .
zwischen Lenkradnabe und Lenkradkranz ein Deformationskörper angeordnet ist, diesen
so auszubilden, daß im Falle einer Verformung die Verzögerung annähernd konstant gehalten
wird und damit eine regelmäßige Kraftaufnahme erfolgt.
[0007] Ferner soll erreicht werden, daß die Deformationskörper ihre Wirksung auch bei Kopfaufschlag
voll entfalten und daß sie bei punktförmiger Belastung im Bereich der belasteten Stelle
nicht mehr zerstört werden.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß der bei dem eingangs genannten Lenkrad
zwischen Lenkradnabe und Lenkradkranz angeordnete Deformationskörper erfindungsgemäß
aus einem mit homogenem, plastisch verformbarem Kunststoff, vorzugsweise Polyurethan,
ausgeschäumten Metalldrahtgestrick besteht. Eine zwechmäßige Weiderbildung der Eufindung
liegt danin, daß in an sich bekannter Weise der Kunststoffschaum eine mikroporöse
geschlossene Oberfläche aufweist (DT-GM 71 25806).
[0009] Die Kombination eines Kunststoffschaumes mit einem Drahtgestrick ergibt den besonderen
Effekt einer nahezu konstanten Verzögerung. Wird ein aus diesem Material bestehender
Deformationskörper verformt, dann wird dieser entlang des Verformungsweges mit großer
Regelmäßigkeit bei nahezu gleichbleibendem Verzögerungsverlauf zusammengedrückt. Das
Zusammendrücken des Deformationskörpers beginnt mit der Krafteinleitung und setzt
sich gleichmäßig fort, bis die aufgebrachte kinetische Energie aufgezehrt ist. Bei
vergleichsweise geringer Krafteinwirkung wird der Deformationskörper. nur zu einem
Teil zusammengedrückt, während das Restprofil im wesentlichen unverändert bleibt.
[0010] Die weiteren Vorteile des Gegenstandes der Erfindung liegen in der serienmäßigen
Herstellung, in den niedrigen Herstellungskosten und in ihrem geringen Gewicht. Die
Energieaufnahme kann durch die Abmessungen des Deformationskörpers, durch die Dicke
der verwendeten Drähte und durch die Dichte des Kunststoffschaums verbestimmt und
somit auf Fahrzeuge verschiedener Gewichts- und Leistungsklassen abgestimmt werden.
[0011] Die Erfindung ist in der Zeichnung schematisch und beispielhaft dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben:
Die Seitenansicht zeigt ein schüsselförmiges Sicherheitslenkrad, bei dem die Lenkradnabe
1 gegenüber dem Lenkradkranz 2 versenkt angeordnet ist. Der auf den Lenkradspeichen
3 angeordnete Deformationskörper 4 besteht aus dem Metalldrahtgestrick, das mit Polyurethan
ausgeschäumt ist.
1. Sicherheitslenkrad für Kraftfahrzeuge, bei dem die Lenkradnabe gegenüber dem Lenkradkranz
versenkt und zwischen Lenkradnabe und Lenkradkranz ein Deformationskörper angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Deformationskörper (4) aus einem Metalldrahtgestrick
besteht, das mit einem homogenen, plastisch verformbaren Kunststoff, vorzugsweise
Polyurethan, ausgeschäumt ist.
2. Lenkrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffschaum eine
mikroporöse geschlossene Oberfläche aufweist.
3. Lenkrad nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der
Drähte des Gestricks und die Dichte des Kunststoffschaums auf Gewicht und Leistung
des Kraftfahrzeuges abstimmbar ist.
1. A safety steering wheel for motor vehicles, in which the steering wheel hub is
recessed from the steering wheel rim and a deformable body is disposed between the
steering wheel hub and the steering wheel rim, characterized in that the deformable
body (4) consists of knitted metal wire, which is embedded in homogeneous, plastically
deformable, foamed plastic material, preferably polyurethane.
2. A steering wheel according to claim 1, characterized in that the foamed plastic
material has microporous, closed surface.
3. A steering wheel according to claims 1 and 2, characterized in that the thickness
of the knitted wire and the density of the foamed plastics material are adapted to
be matched to the weight and power of the motor vehicle.
1. Volant de direction à sécurité pour véhicules automobiles, dans lequel le moyeu
du volant est en retrait par rapport à la couronne dudit volant et dans lequel un
corps déformable est disposé entre le moyeu et la couronne dudit volant, caractérisé
par le fait que le corpos déformable (4) est constitué par un tricot de fils métalliques
qui est enrobé d'une mousse d'une matière plastique homogène et plastiquement déformable.
de préférence du polyuréthane, et réalisée sur le tricot lui-même.
2. Volant de direction suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que la
matière plastique mousse comporte une surface microporeuse fermée.
3. Volant de direction suivant les revendications 1 et 2 prises dans leur ensemble,
caractérisé par le fait que l'épaisseur des fils du tricot et la densité de la matière
plastique mousse peuvent être adaptées au poids et à la puissance du véhicule automobile.