[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zuführen von Toner zu einer elektrophoretischen
Entwicklungsstation gemäß dem Gattungsbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Da dem Entwicklergemisch beim Entwickeln von elektrostatischen Ladungsmustern laufend
Toner entnommen wird, eine konstante Tonerkonzentration im Entwicklergemisch für eine
einwandfreie, gleichmäßige Entwicklung jedoch von entscheidender Bedeutung ist, muß
dem Entwicklergemisch laufend Toner zudosiert werden. Bei direkter Zudosierung des
Toners in die Entwicklungsstation unterliegt die Tonerkonzentration in der Entwicklungsstation
Schwankungen, die bei den heutigen hohen Anforderungen an die Qualität der zu erstellenden
Kopien oder sonstigen Aufzeichnungen nicht mehr tragbar sind. Es finden daher Mischbehälter
Verwendung, die der Entwicklungsstation vorgeschaltet sind und in denen der Toner
mit der Entwicklerflüssigkeit vorgemischt wird, so daß bereits hierdurch eine Glättung
der Konzentrationskurve erreicht wird.
[0003] Eine solche Vorrichtung ist z. B. in der DE-OS 22 60 869 gezeigt. Bei der hier offenbarten
Vorrichtung wird das flüssige Tonerkonzentrat unter Druck in den Mischbehälter eingepumpt,
wobei eine aufwendige Rotoreinrichtung für die Durchmischung des Tonerkonzentrates
mit der Entwicklerflüssigkeit sorgt. Zusätzlich wird von einem weiteren Entwicklervorratsbehälter,
der dem Mischbehälter und der Entwicklungsstation zwischengeschaltet ist, Entwicklerflüssigkeit
in den Mischbehälter gempumpt, so daß hierdurch eine Durchwirbelung der Entwicklerflüssigkeit
zur weiteren Verbesserung des Durchmischungsgrades von Tonerkonzentrat und Entwicklergemisch
erfolgt.
[0004] Die vorbekannte Einrichtung umfaßt mehrere Pumpen, zusätzlich zum Mischbehälter einen
weiteren Entwicklervorratsbehälter und eine aufwendige Rotor-Stator-Einrichtung innerhalb
des Mischbehälters, die schwer zugänglich und daher umständlich zu reinigen ist. Sie
ist daher aufwendig, relativ störanfällig und wenig servicegerecht.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung gemäß dem Gattungsbegriff
des Hauptanspruches zu schaffen, die gegenüber dem bekannten Stand der Technik einfacher
im Aufbau und wartungsfreundlicher ist und dennoch eine gute Durchmischung von Toner
und Entwicklergemisch gewährleistet.
[0006] Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, daß der Mischbehälter drehbar gelagert und
antreibbar ist und daß im Inneren des Mischbehälters mindestens ein Mischflügel vorgesehen
ist, welches mit dem Mischbehälter drehfest verbunden ist. Durch Antrieb des Mischbehälters
über ein außerhalb des Mischbehälters angeordnetes Antriebsglied, z. B. ein Zahnrad,
werden gleichzeitig auch die innerhalb des Mischbehälters vorgesehenen Mischflügel
angetrieben, so daß innerhalb des Mischbehälters auf relativ zueinander bewegliche
Teile verzichtet werden kann, was bereits eine deutliche Vereinfachung des Aufbaus
des Mischsystems bei gleichzeitiger Verminderung der Störanfälligkeit zur Folge hat.
[0007] Da auf einen eigenen Antrieb der Mischflügel somit verzichtet werden kann, kann der
Raum oberhalb des Mischbehälters frei von irgendwelchen Antriebsaggregaten gehalten
werden, so daß gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal der Vorratsbehälter oberhalb
des Mischbehälters angeordnet ist und mit seiner durch ein Ventil verschließbaren
öffnung in den Vorratsbehälter ragt. Dies stellt wiederum eine besonders einfache
und daher zweckmäßige Anordnung dar, da nunmehr der Toner vom Vorratsbehälter direkt
in den Mischbehälter einfließen kann und auf Zwischenleitungen verzichtet werden kann.
[0008] Der Vorratsbehälter ist vorzugsweise symmetrisch zur Drehachse des Mischbehälters
angeordnet und es ist eine mit dem Mischbehälter drehfest verbundene Welle vorgesehen,
die ins Innere des Vorratsbehälters ragt und ein im Inneren des Vorratsbehälters angeordnetes
Flügelrad antreibt. Zweckmäßigerweise ist das Flügelrad am oberen Ende der in den
Mischbehälter hineinragenden Welle befestigt. Hierdurch wird auf einfachste Weise
eine zusätzliche Mischeinrichtung für den im Vorratsbehälter befindlichen Toner geschaffen,
wodurch eine Sedimentation des Toners im Vorratsbehälter vermieden wird. Dies wiederum
steigert in hohem Maß die Betriebssicherheit der Vorrichtung, da andernfalls des öfteren
mit einem Verstopfen des Vorratsbehälterventils aufgrund sedimentierten Toners zu
rechnen wäre.
[0009] Wenn der Vorratsbehälter gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung als auswechselbare
Flasche ausgebildet ist, so ist es vorteilhaft, wenn die Flügel des im Vorratsbehälter
befindlichen Flügelrades in eine zur Welle im wesentlichen parallele Richtung verschwenkbar
sind, so daß das Flügelrad samt Welle ohne weiteres aus der Vorratsflasche herausgezogen
werden kann.
[0010] Das Auswechseln des Vorratsbehälters gestaltet sich besonders einfach, wenn gemäß
einem weiteren Erfindungsmerkmal die Welle ein mischbehälterseitiges Teil und ein
vorratsbehälterseitiges Teil umfaßt, wobei beide Teile drehfest miteinander verbindbar
sind, insbesondere dann, wenn beim Aufsetzen des Vorratsbehälters in seine Betriebsstellung
oberhalb des Mischbehälters das vorratsbehälterseitige Teil der Welle mit dem mischbehälterseitigen
Teil der Welle selbsttätig in angriffsmäßigen Eingriff kommt.
[0011] Die Welle ist vorzugsweise im Bereich des Mischbehälters als zu dessen Drehachse
konzentrisches Rohr ausgebildet und weist mindestens eine als Überlauf für die im
Mischbehälter zu mischende Flüssigkeit dienende Öffnung auf.
[0012] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen im Zusammenhang
mit der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen, in der ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben ist. In der Zeichnung zeigen
Figur 1 den Aufbau der Tonerzuführeinrichtung gemäß der Erfindung in schematischer
Darstellung und
Figur 2 einen Schnitt durch den Vorratsbehälter und den Mischbehälter einer Tonerzuführeinrichtung
gemäß Fig. 1.
[0013] In Figur 1 ist mit der Bezugsziffer 1 schematisch der Entwicklertrog einer Entwicklungsstation
bezeichnet. In diesem Entwicklertrog befindet sich ein Entwicklergemisch 2, welches
im wesentlichen eine Trägerflüssigkeit sowie in dieser Trägerflüssigkeit suspendierten
Toner beinhaltet. Dieses Entwicklergemisch 2 dient zum elektrophoretischen Entwickeln
elektrostatischer Ladungsmuster auf einem Aufzeichnungsträger nach bekannten Verfahren,
z. B. für elektrofotografische Kopieträger, elektrografische oder elektroradiografische
Aufzeichnungen.
[0014] Da bei der elektrophoretischen Entwicklung von Ladungsmustern dem Entwicklergemisch
laufend Toner entzogen wird, muß dafür Sorge getragen werden, daß die Tonerkonzentration
im Entwicklertrog überwacht und durch Zudosierung von Tonerkonzentrat konstant gehalten
wird.
[0015] Hierzu wird über Leitungen 3 und 4 mittels einer Pumpe 5 dem Entwicklertrog 1 laufend
Entwicklergemisch entnommen. Die jeweilige Tonerkonzentration wird in einer geeigneten
Dichtemeßeinrichtung 6 bekannter Art gemessen, wobei die Dichte z. B. auf optischem
Weg über zwei Glaslichtleiter, zwischen denen die Flüssigkeit hindurchströmt, ermittelt
wird. Mit Hilfe des Meßsignals der
Dichtemeßeinrichtung 6 wird ein Doppelkegelventil 7 gesteuert, welches die öffnung
eines flaschenförmigen Vorratsbehälters 8 für
Tonerkonzentrat 9 verschließt. Der Tonervorratsbehälter 8 ist über eine Halterung 10
an einer Geräteplatine 11 lösbar befestigt.
[0016] Über ein Leitungsstück 12 wird die dem Entwicklertrog 1 entnommene Entwicklerflüssigkeit
einem zylindrischen Mischbehälter 13 zugeführt. Dieser Mischbehälter 13 ist nach oben
hin geöffnet und unterhalb der durch das Doppelkegelventil 7 verschließbaren öffnung
des Tonervorratsbehälters 8 angeordnet. Die Zylinderachse des flaschenförmigen Tonervorratsbehälters
8 fällt mit der Achse des zylindrischen Mischbehälters 13 zusammen.
[0017] Der Mischbehälter 13 ist als ganzes um seine Symmetrieachse drehbar gelagert und
über ein an seinem äußeren Umfang angeformtes Zahnrad 14 mittels eines Antriebsaggregates
15 antreibbar. Die Lagerung des Mischbehälters 13 erfolgt über ein Lager
17, an dem die rohrförmige Welle 16 des Mischbehälters 13 gelagert ist. Das Lager 17
seinerseits ist über einen Halter 18 an der Geräteplatine 11 befestigt.
[0018] Das obere offene Ende 16 a des Rohres 16 dient als Überlauf für das sich im Mischbehälter
13 sammelnde Entwicklergemisch 2, welches über das Rohr 16 und die Leitung 20 zurück
zum Entwicklertrog 1 geleitet wird. Zwischen dem rotierenden Rohr 16 und der feststehenden
Leitung 20 ist eine fluiddichte Drehverbindung 21 vorgesehen.
[0019] Im unteren Bereich des Mischbehälters 13 ist ein Flügelrad 22 angeordnet, welches
mit der Welle 16 und hierdurch auch mit dem Mischbehälter 13 drehfest verbunden ist
und somit bei Rotation des Mischbehälters 13 für eine Durchmischung des Mischbehälterinhalts
2 sorgt. Der Antrieb des Mischbehälters 13 und somit des Flügelrades 22 erfolgt intermittierend,
um so die Effektivität der Durchmischung noch zu steigern.
[0020] Eine Welle 23 ist über Mitnehmer 23 a, die an Mitnehmern 16 b der rohrartigen Welle
16 anliegen, mit dieser Welle 16 drehfest verbindbar und ragt in das Innere des Tonervorratsbehälters
hinein. Das obere Ende der Welle 23 trägt ein weiteres Flügelrad 24, welches bei Rotation
eine Sedimentation des Toners im Bereich des Doppelkegelventils verhindert. Zum Auswechseln
des Tonervorratsbehälters wird dieser lediglich nach oben abgezogen, beim Ansetzen
des Tonervorratsbehälters kommt die Welle 23 über die Mitnehmer 23 a mit der Welle
16 selbsttätig in antriebsmäßigen Eingriff.
[0021] Wie aus Figur 2 ersichtlich, ist der Tonervorratsbehälter 8 durch eine Verschlußkappe
25 verschließbar. Die Halterung 10 weist eine Bohrung 10 a vom Durchmesser dieser
Verschlußkappe auf, durch die hindurch der Vorratsbehälter auf das Halteelement 10
aufgesteckt wird. Ein am oberen Rand der Verschlußkappe ausgebildeter Ringflansch
26 stützt den Vorratsbehälter auf dem Halteelement 10 ab. Ein in nicht näher dargestellter
Weise am Halteelement 10 gelagerter Schieber 27 wird nach dem Ansetzen der Flasche
an das Halteelement 10 über den Ringflansch 26 geschoben, so daß die Verschlußkappe
25 und dadurch der Vorratsbehälter 8 in seiner Betriebsstellung fixiert ist.
[0022] Das Doppelkegelventil ist in der Verschlußkappe 25 gelagert und umfaßt zwei kegelartige
Dichtungen 28, 29, die über ein Rohrstück 30 miteinander verbunden sind. Das Rohrstück
30 ist an der Welle 23 verschieblich gelagert. Eine Feder 31, die zwischen die obere
Dichtung 28 und im Inneren der Verschlußkappe 25 angeformte Stützen 32 gespannt ist,
drückt die obere Dichtung 28 in Dichtstellung.
[0023] Um beispielsweise zum Auffüllen oder Entleeren des Vorratsbehälters die Verschlußkappe
25 samt Doppelkegelventil und Flügelrad vollständig vom Vorratsbehälter entfernen
zu können, sind die beiden Flügel 24 a und 24 b auf einer Welle 24 c zwischen den
beiden in Figur 2 eingezeichneten Positionen schwenkbar gelagert, so daß beim Abziehen
der Verschlußkappe die Flügel des Flügelrades in ihre strichpunktiert eingezeichneten
Position zusammenklappen kennen.
[0024] Die Bewegung des Dosierventils in,Richtung der Welle 23 erfolgt über einen Hubmagneten
33, der auf das eine Ende einer Wippe 34 einwirkt, dessen anderes Ende am Trägerelement
10 schwenkbar befestigt ist. Die Wippe 34 weist in ihrem mittleren Bereich eine Bohrung
auf, durch die hindurch das obere Ende der rohrförmigw Welle 16 ragt. Am oberen Ende
der Welle 16 ist ein Ringflansch 36 angeformt, der auf der Wippe 34 aufliegt, so daß
beim Anheben der Wippe 34 mittels des Hubmagneten 33 das Rohr 16 und hierdurch auch
die Welle 23 und somit das gesamte Doppelkegelventil angehoben wird. Um ein Anheben
der Welle 16 zu ermöglichen, ist diese in der Übersichtlichkeit halber nicht näher
dargestellter Weise aus zwei konzentrischen, gegeneinander verschieblichen, drehfest
miteinander verbundenen Rohrstücken aufgebaut.
[0025] Eine weitere Möglichkeit der Ventilbetätigung besteht darin, die Wippe 34 beispielsweise
direkt auf die untere Kegeldichtung 29 einwirken zu lassen.
1. Einrichtung zum Zuführen von Toner zu einer elektrophoretischen Entwicklungsstation,
wobei in Abhängigkeit von der Tonerkonzentration des in der Entwicklungsstation befindlichen
Entwicklergemisches diesem Toner zudosiert wird, mit einem Vorratsbehälter für Toner
und einem Mischbehälter, in dem der Toner dem Entwicklergemisch zudosiert und mit
diesem vermischt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischbehälter (13) drehbar
gelagert und antreibbar ist und daß im Inneren des Mischbehälters mindestens ein Mischflügel
(22) vorgesehen ist, welcher mit dem Mischbehälter drehfest verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (8)
oberhalb des Mischbehälters (13) angeordnet ist und mit seiner durch ein Ventil (7)
verschließbaren öffnung in den Vorratsbehälter ragt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter als
auswechselbare Flasche (8) ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter
(8) symmetrisch zur Drehachse des Mischbehälters (13) angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Mischbehälter
(13) drehfest verbundene Welle (16, 23) vorgesehen ist, die ins Innere des Vorratsbehälters
(8) ragt und ein im Inneren des Vorratsbehälters angeordnetes Flügelrad (24) antreibt.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelrad (24) am
oberen Ende der in den Mischbehälter hineinragenden Welle (23) befestigt ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,.daß die Flügel (24 a, 24 b)
des Flügelrades (24) in eine zur Welle (23) im wesentlichen parallele Richtung verschwenkbar
sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle
im Bereich des Mischbehälters (13) als zu dessen Drehachse konzentrisches Rohr (16)
ausgebildet ist, welche mindestens eine als Überlauf dienende öffnung (16 a) aufweist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle
ein mischbehälterseitiges Teil (16) und ein vorratsbehälterseitiges Teil (23) umfaßt,
wobei beide Teile drehfest miteinander verbindbar sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ansetzen des Vorratsbehälters
(8) in seine Betriebsstellung oberhalb des Mischbehälters (13) das vorratsbehälterseitige
Teil (23) der Welle mit dem mischbehälterseitigen Teil (16) der Welle selbsttätig
in antriebsmäßigen Eingriff kommt.
11. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mischbehälter intermittierend antreibbar ist.