[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaumwerfer für Feuerlöschzwecke mit einem Luftdurchtrittsöffnungen
aufweisenden Werferrohr, das koaxial an die Austrittsdüse eines Flüssigkeitszuleitungsgehäuses
anschließt, wobei der Austrittsdüse ein längsverstellbares Zentralrohr zugeordnet
ist.
[0002] Um eine gute Schaumentwicklung zu erreichen, muß dafür gesorgt sein, daß dem Flüssigkeitsstrahl
im Werfer eine ausreichende Menge Luft zugeführt und zugemischt werden kann. Es haben
sich daher Werfer als besonders geeignet erwiesen, bei denen die Luft nicht nur durch
entsprechende Durchtrittsöffnungen des Werferrohres dem Flüssigkeitsstrahl von außen
zugeführt wird, sondern zusätzlich auch noch direkt in den Flüssigkeitsstrahl einströmen
kann. Dazu ragt ein zentrales Luftrohr in die Austrittsdüse des Flüssigkeitszuleitungsgehäuses,
so daß durch die nun ringförmige Austrittsdüse der Flüssigkeitsstrahl einen hohlen
Sprühkegel bildet, in den durch das Luftrohr Luft eingesaugt wird. Die äußere und
innere Zumischung der Luft zum Flüssigkeitsstrahl garantiert die gewünschte Schaumentwicklung.
Zur Beeinflussung des Verschäumungsgrades ist es auch bekannt, die Luftdurchtrittsöffnungen
des Werferrohres und die Ansaugöffnungen des Luftrohres teilweise oder ganz zu verschließen,
wodurch unterschiedlich stabile Schäume oder sogar reine Flüssigkeitsstrahlen erzielt
werden können. Der Nachteil dieser Schaumwerfer ist bisher die fehlende Regulierbarkeit
des Flüssigkeitsstromes, wodurch eine Anpassung der Durchflußmenge an die jeweils
gegebenen löschtechnischen Erfordernisse unmöglich ist.
[0003] Es gibt zwar auch schon Löschpistolen, die eine Einstellung des reinen Flüssigkeitsstromes
über eine im Strahlrohr angeordnete Steuerspindel mit Verschlußkegel, Drallkörper
und Führungskegel erlauben, wobei durch axiale Verschiebung der Steuerspindel gegenüber
einem Mundstück des Strahlrohres der Flüssigkeitsstrom gesperrt bzw. mehr oder weniger
freigegeben wird, doch besteht hier trotz recht aufwendiger Konstruktion keine Möglichkeit
einer zentralen Luftzufuhr direkt in den Flüssigkeitsstrahl. Soll mit dieser Löschpistole
statt Löschmittel in flüssiger Form Schaum verspritzt werden, ist dem Strahlrohr ein
eigenes Schaumstrahlrohr vorzuschwenken, das durch umfangsseitige Schlitze dann dem
Flüssigkeitsstrahl lediglich Luft von außen zuführt.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen
Schaumwerfer der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei dem nicht nur eine äußere
und innere Zumischung der Luft zum Flüssigkeitsstrahl gewährleistet ist, sondern darüber
hinaus noch auf einfachste Weise die Durchsatzmenge wunschgemäß variiert werden kann.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß das Zentralrohr einen gegenüber dem
Mündungsquerschnitt verdickten Steuerwulst od. dgl. bildet, der in die Austrittsdüse
einschiebbar ist. Die bisher ausschließlich zur Reinigung und Entschlackung der Austrittsdüse
erforderliche Verschiebbarkeit des Zentralrohres läßt sich nun auf einfache Weise
zur Drosselung des die Austrittsdüse durchsetzenden Flüssigkeitsstromes heranziehen,
in dem mit dem Zentralrohr der Steuerwulst mehr oder weniger.in die Austrittsdüse
eingeschoben und damit der Ringquerschnitt der Düse entsprechend verändert wird. Die
Verstellung des Zentralrohres kann dabei schwierigkeitslos auf beliebige Art, beispielsweise
händisch, pneumatisch, elektrisch, direkt oder ferngesteuert usw. vorgenommen werden
und durch das Zentralrohr können natürlich dem Flüssigkeitsstrom statt Luft auch andere
Mittel, z.B. das Schaummittel selbst, zugemischt werden, wozu das Zentralrohr nur
an einen entsprechenden Vorratsbehälter od. dgl. für dieses Mittel anzuschließen ist.
[0006] Die Gestaltung des Steuerwulstes kann wunschgemäß den erforderlichen Einstellmöglichkeiten
des Durchsatzes angepaßt werden. So kann der Steuerwulst od. dgl. nach einer Weiterbildung
der Erfindung kegelige oder zylindrische Steuerabschnitte aufweisen, um entweder eine
kontinuierliche oder eine stufenweise Drosselung zu erreichen.
[0007] Vorteilhaft ist es auch, wenn erfindungsgemäß der Steuerwulst odo dgl. einen an die
lichte Weite der Austrittsdüse angepaßten Sperrabschnitt besitzt, da so bei entsprechend
weit vorgeschobenem Zentralrohr der Flüssigkeitsstrom sogar vollkommen unterbrochen
und die Austrittsdüse verschlossen werden kann..
[0008] An und für sich ist es nicht wichtig, wie der Steuerwulst od. dgl. hergestellt ist,
Bei einfacher Form des Steuerwulstes empfiehlt es sich aber, daß als Steuerwulst ein
konisch ausgebildeter Teil des Zentralrohres dient. Besonders günstig ist es auch,
wenn der Steuerwulst od. dgl. aus einer auf das Zentralrohr aufgezogenen Manschette
od
o dgl. besteht. In diesem Fall ist es möglich, den Steuerwulst auszuwechseln und dadurch
die Drosselmöglichkeiten wahlweise zu ändern. Auch ist bei aufwendigerer Formgebung
des Steuerwulstes die vom Zentrahlrohr unabhängige Herstellung des Steuerwulstes als
Manschette meist rationeller.
[0009] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes rein schematisch
im Horizontalschnitt dargestellt.
[0010] Ein Flüssigkeitszuleitungsgehäuse 1 mit einem entsprechenden Anschlußstutzen 2 mündet
über eine Austrittsdüse 3 in ein Werferrohr 4, das am Umfang verteilt Luftdurchtrittsöffnungen
5 aufweist. Koaxial zum Werferrohr 4 und zur Austrittsdüse 3 ist ein Zentralrohr 6
für eine innere Luftzufuhr vorgesehen, das über einen Handhebel 7 längsverstellbar
in einer Lagerbüchse 8 des Flüssigkeitszuleitungsgehäuses 1 geführt ist und mit seinem
Mündungsbereich 9 durch die Austrittsdüse 3 ragt. Auf dem Zentralrohr 6 ist ein Steuerwulst
10 ausgebildet, der einen gegenüber dem Mündungsbereich 9 vergrößerten Außenquerschnitt
besitzt und durch Verstellen des Zentralrohres 6 in die .Austrittsdüse 3 einschiebbar
ist. Dadurch wird der ringförmige Durchtrittsquerschnitt 11 der Austrittsdüse entsprechend
der Form des Steuerwulstes 10 verändert, was eine Regulierung des Flüssigkeitsstromes
durch die Austrittsdüse 3 ermöglicht. Da diese Regulierbarkeit vom Querschnitt und
dem axialen Verlauf des Steuerwulstes abhängt, kann durch entsprechende Wahl der Steuerwulstform
die Regulierungsart auf verschiedene Verhältnisse wunschgemäß abgestimmt werden, wobei
die Herstellung des Steuerwulstes selbst keine Rolle spielt und daher eine eigene
Manschette, eine Mantelverstärkung des Zentralrohres oder sogar eine bestimmte Form
des Zentralrohres als Steuerwulst dienen kann. Auch der Antrieb zum Verschieben des
Zentralrohres ist nicht an den dargestellten Handhebel gebunden, sondern in jeder
geeigneten Ausführung möglich.
1. Schaumwerfer für Feuerlöschzwecke mit einem Luftdurchtrittsöffnungen aufweisenden
Werferrohr, das koaxial an die Austrittsdüse eines Flüssigkeitszuleitungsgehäuses
anschließt, wobei der Austrittsdüse ein längsverstellbares Zentralrohr zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentralrohr.(6) einen gegenüber dem Mündungsquerschnitt
verdickten Steuerwulst (10) od. dgl. bildet, der in die Austrittsdüse (3) einschiebbar
ist.
2. Schaumwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerwulst (10)
od. dgl. kegelige und/oder zylindrische Steuerabschnitte aufweist.
3. Schaumwerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerwulst
od. dgl. einen an die lichte Weite der Austrittsdüse angepaßten Sperrabschnitt besitzt.
4. Schaumwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als
Steuerwulst ein konisch ausgebildeter Teil des Zentralrohres dient.
5. Schaumwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Steuerwulst (10) od. dgl. aus einer auf das Zetralrohr (6) aufgezogenen Manschette
od. dgl. besteht.