(19)
(11) EP 0 017 644 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.10.1980  Patentblatt  1980/21

(21) Anmeldenummer: 80890018.7

(22) Anmeldetag:  13.02.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A62C 31/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LU NL SE

(30) Priorität: 28.03.1979 AT 2290/79

(71) Anmelder: Konrad Rosenbauer K.G.
A-4060 Leonding (AT)

(72) Erfinder:
  • Güttler, Ernst, Dipl.-Ing.
    A-4060 Leonding (AT)

(74) Vertreter: Hübscher, Gerhard, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Gerhard Hübscher Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Heiner Hübscher Spittelwiese 7
4020 Linz
4020 Linz (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schaumwerfer für Feuerlöschzwecke


    (57) Bei einem Schaumwerfer für Feuerlöschzwecke mit einem Luftdurchtrittsöffnungen (5) aufweisenden Werferrohr (4), das kbaxial an die Austrittsdüse (3) eines Flüssigkeitszuleitungsgehäuses (1) anschließt, ist der Austrittsdüse (3) ein längsverstellbares Zentralrohr (6) zugeordnet.
    Um hier auf einfache Weise die Durchsatzmenge variieren zu können, bildet das Zentralrohr (6) einen gegenüber dem Mündungsquerschnitt verdickten Steuerwulst (10), der in die Austrittsdüse (3) einschiebbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Schaumwerfer für Feuerlöschzwecke mit einem Luftdurchtrittsöffnungen aufweisenden Werferrohr, das koaxial an die Austrittsdüse eines Flüssigkeitszuleitungsgehäuses anschließt, wobei der Austrittsdüse ein längsverstellbares Zentralrohr zugeordnet ist.

    [0002] Um eine gute Schaumentwicklung zu erreichen, muß dafür gesorgt sein, daß dem Flüssigkeitsstrahl im Werfer eine ausreichende Menge Luft zugeführt und zugemischt werden kann. Es haben sich daher Werfer als besonders geeignet erwiesen, bei denen die Luft nicht nur durch entsprechende Durchtrittsöffnungen des Werferrohres dem Flüssigkeitsstrahl von außen zugeführt wird, sondern zusätzlich auch noch direkt in den Flüssigkeitsstrahl einströmen kann. Dazu ragt ein zentrales Luftrohr in die Austrittsdüse des Flüssigkeitszuleitungsgehäuses, so daß durch die nun ringförmige Austrittsdüse der Flüssigkeitsstrahl einen hohlen Sprühkegel bildet, in den durch das Luftrohr Luft eingesaugt wird. Die äußere und innere Zumischung der Luft zum Flüssigkeitsstrahl garantiert die gewünschte Schaumentwicklung. Zur Beeinflussung des Verschäumungsgrades ist es auch bekannt, die Luftdurchtrittsöffnungen des Werferrohres und die Ansaugöffnungen des Luftrohres teilweise oder ganz zu verschließen, wodurch unterschiedlich stabile Schäume oder sogar reine Flüssigkeitsstrahlen erzielt werden können. Der Nachteil dieser Schaumwerfer ist bisher die fehlende Regulierbarkeit des Flüssigkeitsstromes, wodurch eine Anpassung der Durchflußmenge an die jeweils gegebenen löschtechnischen Erfordernisse unmöglich ist.

    [0003] Es gibt zwar auch schon Löschpistolen, die eine Einstellung des reinen Flüssigkeitsstromes über eine im Strahlrohr angeordnete Steuerspindel mit Verschlußkegel, Drallkörper und Führungskegel erlauben, wobei durch axiale Verschiebung der Steuerspindel gegenüber einem Mundstück des Strahlrohres der Flüssigkeitsstrom gesperrt bzw. mehr oder weniger freigegeben wird, doch besteht hier trotz recht aufwendiger Konstruktion keine Möglichkeit einer zentralen Luftzufuhr direkt in den Flüssigkeitsstrahl. Soll mit dieser Löschpistole statt Löschmittel in flüssiger Form Schaum verspritzt werden, ist dem Strahlrohr ein eigenes Schaumstrahlrohr vorzuschwenken, das durch umfangsseitige Schlitze dann dem Flüssigkeitsstrahl lediglich Luft von außen zuführt.

    [0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen Schaumwerfer der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei dem nicht nur eine äußere und innere Zumischung der Luft zum Flüssigkeitsstrahl gewährleistet ist, sondern darüber hinaus noch auf einfachste Weise die Durchsatzmenge wunschgemäß variiert werden kann.

    [0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß das Zentralrohr einen gegenüber dem Mündungsquerschnitt verdickten Steuerwulst od. dgl. bildet, der in die Austrittsdüse einschiebbar ist. Die bisher ausschließlich zur Reinigung und Entschlackung der Austrittsdüse erforderliche Verschiebbarkeit des Zentralrohres läßt sich nun auf einfache Weise zur Drosselung des die Austrittsdüse durchsetzenden Flüssigkeitsstromes heranziehen, in dem mit dem Zentralrohr der Steuerwulst mehr oder weniger.in die Austrittsdüse eingeschoben und damit der Ringquerschnitt der Düse entsprechend verändert wird. Die Verstellung des Zentralrohres kann dabei schwierigkeitslos auf beliebige Art, beispielsweise händisch, pneumatisch, elektrisch, direkt oder ferngesteuert usw. vorgenommen werden und durch das Zentralrohr können natürlich dem Flüssigkeitsstrom statt Luft auch andere Mittel, z.B. das Schaummittel selbst, zugemischt werden, wozu das Zentralrohr nur an einen entsprechenden Vorratsbehälter od. dgl. für dieses Mittel anzuschließen ist.

    [0006] Die Gestaltung des Steuerwulstes kann wunschgemäß den erforderlichen Einstellmöglichkeiten des Durchsatzes angepaßt werden. So kann der Steuerwulst od. dgl. nach einer Weiterbildung der Erfindung kegelige oder zylindrische Steuerabschnitte aufweisen, um entweder eine kontinuierliche oder eine stufenweise Drosselung zu erreichen.

    [0007] Vorteilhaft ist es auch, wenn erfindungsgemäß der Steuerwulst odo dgl. einen an die lichte Weite der Austrittsdüse angepaßten Sperrabschnitt besitzt, da so bei entsprechend weit vorgeschobenem Zentralrohr der Flüssigkeitsstrom sogar vollkommen unterbrochen und die Austrittsdüse verschlossen werden kann..

    [0008] An und für sich ist es nicht wichtig, wie der Steuerwulst od. dgl. hergestellt ist, Bei einfacher Form des Steuerwulstes empfiehlt es sich aber, daß als Steuerwulst ein konisch ausgebildeter Teil des Zentralrohres dient. Besonders günstig ist es auch, wenn der Steuerwulst od. dgl. aus einer auf das Zentralrohr aufgezogenen Manschette odo dgl. besteht. In diesem Fall ist es möglich, den Steuerwulst auszuwechseln und dadurch die Drosselmöglichkeiten wahlweise zu ändern. Auch ist bei aufwendigerer Formgebung des Steuerwulstes die vom Zentrahlrohr unabhängige Herstellung des Steuerwulstes als Manschette meist rationeller.

    [0009] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes rein schematisch im Horizontalschnitt dargestellt.

    [0010] Ein Flüssigkeitszuleitungsgehäuse 1 mit einem entsprechenden Anschlußstutzen 2 mündet über eine Austrittsdüse 3 in ein Werferrohr 4, das am Umfang verteilt Luftdurchtrittsöffnungen 5 aufweist. Koaxial zum Werferrohr 4 und zur Austrittsdüse 3 ist ein Zentralrohr 6 für eine innere Luftzufuhr vorgesehen, das über einen Handhebel 7 längsverstellbar in einer Lagerbüchse 8 des Flüssigkeitszuleitungsgehäuses 1 geführt ist und mit seinem Mündungsbereich 9 durch die Austrittsdüse 3 ragt. Auf dem Zentralrohr 6 ist ein Steuerwulst 10 ausgebildet, der einen gegenüber dem Mündungsbereich 9 vergrößerten Außenquerschnitt besitzt und durch Verstellen des Zentralrohres 6 in die .Austrittsdüse 3 einschiebbar ist. Dadurch wird der ringförmige Durchtrittsquerschnitt 11 der Austrittsdüse entsprechend der Form des Steuerwulstes 10 verändert, was eine Regulierung des Flüssigkeitsstromes durch die Austrittsdüse 3 ermöglicht. Da diese Regulierbarkeit vom Querschnitt und dem axialen Verlauf des Steuerwulstes abhängt, kann durch entsprechende Wahl der Steuerwulstform die Regulierungsart auf verschiedene Verhältnisse wunschgemäß abgestimmt werden, wobei die Herstellung des Steuerwulstes selbst keine Rolle spielt und daher eine eigene Manschette, eine Mantelverstärkung des Zentralrohres oder sogar eine bestimmte Form des Zentralrohres als Steuerwulst dienen kann. Auch der Antrieb zum Verschieben des Zentralrohres ist nicht an den dargestellten Handhebel gebunden, sondern in jeder geeigneten Ausführung möglich.


    Ansprüche

    1. Schaumwerfer für Feuerlöschzwecke mit einem Luftdurchtrittsöffnungen aufweisenden Werferrohr, das koaxial an die Austrittsdüse eines Flüssigkeitszuleitungsgehäuses anschließt, wobei der Austrittsdüse ein längsverstellbares Zentralrohr zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentralrohr.(6) einen gegenüber dem Mündungsquerschnitt verdickten Steuerwulst (10) od. dgl. bildet, der in die Austrittsdüse (3) einschiebbar ist.
     
    2. Schaumwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerwulst (10) od. dgl. kegelige und/oder zylindrische Steuerabschnitte aufweist.
     
    3. Schaumwerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerwulst od. dgl. einen an die lichte Weite der Austrittsdüse angepaßten Sperrabschnitt besitzt.
     
    4. Schaumwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerwulst ein konisch ausgebildeter Teil des Zentralrohres dient.
     
    5. Schaumwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerwulst (10) od. dgl. aus einer auf das Zetralrohr (6) aufgezogenen Manschette od. dgl. besteht.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht