(19)
(11) EP 0 001 568 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.11.1980  Patentblatt  1980/24

(21) Anmeldenummer: 78101011.1

(22) Anmeldetag:  27.09.1978
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01R 35/00, H01H 1/12, H01H 1/38

(54)

Schwenk- und seitlich verschiebbare Steckverbindung zum Anschluss einer Transformatorwicklung

Pivotable and laterally movable plug connection of a transformer winding

Prise pivotante et déplaçable latéralement pour la connexion d'un enroulement de transformateur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR NL SE

(30) Priorität: 13.10.1977 DE 2746103

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.05.1979  Patentblatt  1979/09

(71) Anmelder: TRANSFORMATOREN UNION AG
D-8000 München 22 (DE)

(72) Erfinder:
  • Kapfberger, Karlheinz
    D-8510 Fürth (DE)
  • Feyerabend, Dagobert
    D-8500 Nürnberg (DE)

(74) Vertreter: Mehl, Ernst, Dipl.-Ing. 
Postfach 22 13 17
80503 München
80503 München (DE)

   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine schwenk- und seitlich verschiebbare Steckverbindung zum Anschluß einer Transformatorwicklung an ein starr geführtes Steckertiel am Ende eines aufgezwungene Schwenkbewegungen ausführenden Hebelarms.

[0002] Innerhalb von elektrischen Geräten, beispielsweise innerhalb von Transformatoren müssen auch an unzugänglichen Stellen lösbare elektrische Kupplungen, beispielsweise beim Anschluß von Wicklungsausleitungen an Durchführungen, hergestellt werden. Derartige Kupplungen sind an betriebsbereiten Geräten unzugänglich und müssen im Betriebszustand häufig Bewegungen aufnehmen, ohne daß dabei wesentliche mechanische Kräfte übertragen werden dürfen.

[0003] Dies ist beispielsweise beim Anschluß von starren Rohrgaskabeln an Transformatoren der Fall. Die in den Rohrkapselungen auftretenden Wärmeausdehnungen bewirken Pendelbewegungen an den Durchführungen, da die Kabel üblicherweise im Winkel zu den Durchführungsachsen an diese herangeführt sind. Die auf der Innenseite des Transformators häufig als Stecker ausgeführten Enden der Durchführungen greifen in Steckbuchsen ein, von denen diese Pendelbewegungen aufgenommen werden müssen, ohne die Wicklungsausleitungen oder aber die Stecker mit wesentlichen mechanischen Kräften zu belasten. Zu diesem Zweck ist bei einer bekannten Anordnung die Steckerbuchse in einer quer zur Steckerachse verschiebbaren Platte gehalten. Infolge relativ großen Lagerspiels kann diese Platte auch geringfügige Schwenkbewegungen ausführen. Diese Lösung ist jedoch unbefriedigend, weil die Größe der zulässigen Schwenkbewegungen sehr klein ist und deswegen unkontrolliert größere mechanische Belastungen an der Steckverbindung auftreten.

[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbindung für große Ströme zu schaffen, die in Transformatoren an im Betriebszustand unzugänglichen Stellen einsetzbar ist, und größere erzwungene Pendelbewegungen und Verschiebungen aufnehem kann.

[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine den Steckerstift aufnehmende Steckerbuchse in einer in einem Kreuzgelenk gelagerten Hülse in Einschubrichtung des Steckerstiftes hinter dem Kreuzgelenk angeordnet ist und daß die Hülse quer zu ihrer Achse in den Gelenken des Kreuzgelenkes aus einer Mittenlage heraus seitlich verschiebbar ist.

[0006] Vorzugsweise dient dabei als Kupplestück zwischen zwei Lagerzapfenpaaren des Kreuzgelenkes ein Ring, in den von innen ein von der Hülse getragenes Lagerzapfenpaar eingreift und der mit Nuten auf vom Gehäuse getragenen Lagerzapfen des zweiten Lagerzapfenpaares aufliegt und auf diesen Lagerzapfen des zweiten Lagerzapfenpaares durch gehäusefeste Anschläge kippbar gehalten ist.

[0007] Nach vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung ist vorgesehen, daß die Anschläge lösbar im Gehäuse befestigt sind und daß die Hülse über flexible Kupferbänder an elektrischer Spannung liegt, wobei die Hülse über ein besonderes Band galvanisch mit dem als Abschirmelektrode ausgebildeten Gehäuse verbunden ist.

[0008] Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung besteht die Steckerbuchse aus einer Vielzahl von parallel zur Steckerstiftachse angeordneten federnden Kontaktlamellen und ist die Steckerbuchse durch eine von der Einführungsseite des Steckerstiftes in die Hülse eingeschraubten Führungsbuchse mit trichterförmiger Öffnung in der Hülse gehalten.

[0009] Die erfindungsgemäße Steckverbindung ist sehr vorteilhaft, denn sie gestattet aufgrund der kardanischen Aufhängung der Steckerbuchse Pendelbewegungen des fest in sie eingreifenden Steckerstiftes ohne dadurchgrößere mechanische Belastungen an den beteiligten Bauteilen hervorzurufen. Außerdem erleichtert die durch die Anordnung der Steckerbuchse in Einschubrichtung des Steckerstiftes hinter dem Kreuzgelenk das Ein führen des Steckerstiftes, weil sich die Anordnung zwangsweise selbst zentriert.

[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt

Figur 1 einen Längs- und

Figur 2 einen Querschnitt durch eine Steckverbindung.



[0011] Ein in nicht näher dargestellter Weise starr geführter Steckerstift 1 ist in eine Steckerbuchse 2 eingeführt.

[0012] Die Steckerbuchse 2 wird von einer in Kreuzgelenken gelagerten Hülse 3 geführt und gehalten, wobei zur Erleichterung des Einfädelns des Steckerstiftes 1 in die Steckerbuchse 2 auf der Einführungsseite der Hülse 3 eine Führungsbuchse 4 mit trichterförmiger Öffnung vorgesehen ist.

[0013] Die in die Hülse 3 fest eingeschraubte Führungsbuchse 4 dient gleichzeitig zur Sicherung der Steckerbuchse 2 gegen axiale Verschiebungen.

[0014] Die Hülse 3 trägt zwei gegeneinander um 180° versetzte Lagerzapfen 5, die verschiebbar in Bohrungen eines Ringes 6 eingreifen. In dem Ring 6 sind um 90° gegen die die Lagerzapfen 5 aufnehmenden Bohrungen versetzt nicht näher bezeichnete Nuten vorgesehen, die auf Lagerzapfen 7 aufliegen, in deren Achsrichtung der Ring 6 ebenfalls verschiebbar ist. Sowohl die Lagerzapfen 5 als auch die Lagerzapfen 7 sind overhalb des Reibungsschwerpunktes zwischen dem Steckerstift 1 und der Steckerbuchse 2 angeordnet, so daß diese beim Einführen des Steckerstiftes 1 zwangsweise zentriert wird. Die Lagerzapfen 7 sind im übrigen fest in einem gleichzeitig als Abschirmelektrode dienenden Gehäuse 8 befestigt. Die Wanddicke des vorzugsweise aus Kupferblech hergestellten Gehäuses 8 ist im Bereich der Lagerzapfen 7 durch von innen aufgelötete, die Lagerzapfen 7 gehäusefest haltende Klötze 13 verstärkt.

[0015] Der elektrische Anschluß der Steckerbuchse 2 erfolgt über die Hülse 3, an die durch eine Öffnung im Boden des Gehäuses 8 herangeführte, flexible Kupferbänder 9 angeschlossen sind. Über ein besonderes, verhältnismäßig schwaches, der Übersichtlichkeit wegen nur in Fig. 2 dargestelltes Kupferband 10 ist die Hülse 3 galvanisch auch mit einem ein Teil des Gehäuses 8 darstellenden Klotz 13 verbunden.

[0016] Nach Befestigung der flexiblen Kupferbänder 9 und 10 an der Hülse 3 wird diese zusammen mit dem auf die Lagerzapfen 5 geschobenen Ring 6 in das Gehäuse 8 eingeführt bis die nicht näher bezeichneten Nuten auf der Unterseite des Ringes 6 auf dem Lagerzapfen 7 aufliegen und ihn wenigstens teilweise umfassen. In dieser Lage wird der Ring 6 von lösbar an der durch die Klötze 13 verstärkten Wand des Gehäuses 8 befestigten Anschlägen 11 gehalten. Die als Winkel ausgebildeten Anschläge 11 werden von Schraubenverbindungen 12 gehalten und führen mit ihrem freien Schenkel den Ring 6 so, daß dieser in Richtung der Lagerzapfen 7 verschiebbar bleibt und außerdem Schwenkbewegungen auf dem Umfang der Lagerzapfen 7 ausführen kann.

[0017] Durch die Anbringung von mehreren, auf jeweils einem Paar von Lagerzapfen 7 angeordneten Steckverbindungen in einem entsprechend ausgebildeten Gehäuse sind auch mehrpolige Steckverbindungen gemäß der erfindungsgemäßen Anordnung ausführbar.


Ansprüche

1. Schwenk- und seitlich verschiebbare Steckverbindung zum Anschluß einer Transformatorwicklung an ein starr geführtes Steckerteil am Ende eines aufgezwungene Schwenkbewegungen ausführenden Hebelarms, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Steckerstift (1) aufnehmende Steckerbuchse (2) in einer in einem Kreuzgelenk gelagerten Hülse (3) in Einschubrichtung des Steckerstiftes (1) hinter dem Kreuzgelenk angeordnet ist und daß die Hülse (3) quer zu ihrer Achse in den Gelenken des Kreuzgelenkes aus einer Mittenlage heraus seitlich verschiebbar ist.
 
2. Steckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kuppelstück zwischen zwei Lagerzapfenpaaren des Kreuzgelenkes ein Ring (6) dient, in den von innen ein von der Hülse (3) getragenes Paar von Lagerzapfen (5) eingreift und der mit Nuten auf vom Gehäuse (8) getragenen Lagerzapfen (7) des zweiten Lagerzapfenpaares aufliegt und auf diesen Lagerzapfen (7) durch gehäusefeste Anschläge (11) kippbar gehalten ist.
 
3. Steckverbindung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (11) lösbar (12) im Gehäuse (8) befestigt sind.
 
4. Steckverbindung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3) über flexible Kupferbänder (9) an elektrischer Spannung liegt.
 
5. Steckverbindung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3) über ein besonderes Band (10), gegebenenfalls über einen ein Teil der Gehäusewand darstellenden Klotz (13) galvanisch mit dem Gehäuse (8) verbunden ist und daß das Gehäuse (8) als Abschirmelektrode ausgebildet ist.
 
6. Steckverbindung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckerbuchse (2) aus einer Vielzahl von parallel zur Steckerstiftachse angeordneten, federnden Kontaktamellen besteht.
 
7. Steckverbindung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckerbuchse (2) durch eine von der Einführungsseite des Steckerstiftes (1) in die Hülse (3) eingeschraubte Führungsbuchse (4) mit trichterförmiger Öffnung in der Hülse (3) gehalten ist.
 


Claims

1. Swivelling and laterally displaceable plug-in connection for the connection of a transformer winding to a rigidly guided plug component at the end of a lever arm which carries out imposed swivelling movements characterised in that a plug socket (2) which accommodates the plug pin (1) is arranged in a sleeve (3) mounted in a universal joint, behind the universal joint in the direction of insertion of the plug pin (1) and that the sleeve (3) can be laterally displaced across axis in the joints of the universal joint from a centre position.
 
2. Plug-in connection as claimed in claim 1, characterised in that a ring (6) serves as coupling piece between two bearing journal pairs of the universal joint, into which ring a pair of bearing journals (5) supported by the sleeve (3) engages from the inside and which rests on bearing journals (7) of the second bearing journal pair which are supported by the housing (8) with the aid of grooves, and which is tiltably held on these bearing journals (7) by means of stops (11) which are fixed to the housing.
 
3. Plug-in connection as claimed in claim 1 and 2, characterised in that the stops (11) are fixed in the housing (8) so as to be detachable (12).
 
4. Flug-in connection as claimed in claim 1 to 3, characterised in that the sleeve (3) is connected to an electric voltage via flexible copper tapes (9).
 
5. Plug-in connection as claimed in claim 1 to 4, characterised in that the sleeve (3) is galvanically connected to the housing (8) via a specific tape (10), possibly via a block (13) which represents a part of the wall of the housing, and that the housing (8) is designed as a screening electrode.
 
6. Plug-in connection as claimed in claim 1 to 5, characterised in that the plug socket (2) consists of a plurality of spring contact lamellae which are arranged parallel to the axis of the plug pin.
 
7. Plug-in connection as claimed in claim 1 to 6, characterised in that the plug socket (2) is held in the sleeve (3) by a guide sleeve (4) which is provided with a funnel-shaped opening and which is screwed into the sleeve (3) from the inlet side of the plug pin (1).
 


Revendications

1. Connecteur à enfichage, pivotant et déplaçable latéralement, pour le raccordement d'un enroulement de transformateur à une fiche guidée rigidement sur l'extrémité d'un bras de levier exécutant des mouvements de pivotement forcés, caractérisé par le fait qu'une douille d'enfichage (2), logeant la fiche (1), est disposée dans un manchon (3), tourillonné dans un joint de cardan, derrière ce dernier suivant la direction d'insertion de la fiche (1) et que le manchon (3) peut avoir un déplacement latéral à partir d'une position centrale transversalement par rapport à son axe dans les articulations du joint de cardan.
 
2. Connecteur à enfichage suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'on utilise comme organe d'accouplement entre deux couples de tourillons du joint de cardan une bague (6), dans laquelle s'engagent intérieurement un couple de tourillons (5), portés par le manchon (3) et qui repose par des gorges sur des tourillons (7), portés par le boîtier (8), du second couple de tourillons et est maintenue de façon à pouvoir pivoter sur ces tourillons (7) au moyen de butées (11) solidaires du boîtier.
 
3. Connecteur à enfichage suivant les revendications 1 et 2 prises dans leur ensemble caractérisé par le fait que les butées (11) sont fixées de façon détachable (12) dans le boîtier (8).
 
4. Connecteur à enfichage suivant les revendications 1 à 3 prises dans leur ensemble, caractérisé par le fait que le manchon (3) est raccordé par l'intermédiaire de rubans de cuivre flexibles (9) à une tension électrique.
 
5. Connecteur à enfichage suivant les revendications 1 à 4 prises dans leur ensemble, caractérisé par le fait que le manchon (3) est relié galvaniquement au boîtier (8) par l'intermédiaire d'un ruban particulier (10), éventuellement par l'intermédiaire d'un bloc (13) formant une partie de la paroi du boîtier, et que le boîtier (8) est constitué sous la forme d'une électrode de protection.
 
6. Connecteur à enfichage suivant les revendications 1 à 5 prises dans leur ensemble, caractérisé par le fait que la douille d'enfichage (2) est constituée par un grand nombre de lamelles élastiques de contact disposées parallèlement à l'axe de la fiche.
 
7. Connecteur à enfichage suivant les revendications 1 à 6 prises dans leur ensemble, caractérisé par le fait que la douille d'enfichage (2) est maintenue dans le manchon (3) au moyen d'une douille de guidage (4) comportant une ouverture en forme d'entonnoir et vissée dans le manchon (3) par le côté d'insertion de la fiche (1).
 




Zeichnung