[0001] Die Erfindung betrifft einen Kennzeichnungsreiter mit einem eine Tasche zur Aufnahme
eines Kennzeichnungsstreifens aufweisenden Kopf und einem zwei Schenkel aufweisenden
Klemmfuß, mittels dessen der Kennzeichnungsreiter sowohl auf den Rand eines nur eine
einfache Kartonstärke aufweisenden Vorder- oder Rückendeckels eines Hängehefters als
auch auf den Rückenfalz eines Hängehefters aufsteckbar ist, der infolge der in ihn
eingeschobenen Hängeschiene eine größere Dicke aufweist.
[0002] Ein derartiger, aus der DE-OS 28 08 482 bekannter Kennzeichnungsreiter weist zwischen
den beiden Schenkeln des Klemmfußes einen zusätzlichen kürzeren Steg auf, der mit
dem vorderen Schenkel einen engeren Spalt als mit dem hinteren Schenkel bildet. Der
vordere Spalt dient zur Aufnahme eines verhältnismäßig dünnen Randstreifens eines
Umschlagdeckels eines Schnellhefters, einer Karteikarte od.dgl., während der breitere
Spalt die Möglichkeit bietet, den Kennzeichnungsreiter auf dickere Ränder aufzustecken,
beispielsweise auf den waagerechten Rand eines eine eingeschobene Hängeschiene aufweisenden
Falzes eines Hängehefters oder einer Hängetasche. Um ein unbeabsichtigtes seitliches
Verschieben eines solchen Reiters zu vermeiden und über die Klemmwirkung der Schenkel
hinaus eine sichere Verrastung des Reiters am Falz oder auch der Randkante eines Hängehefters
zu gewährleisten, weist der vordere Schenkel des Klemmfußes Sicken oder Nocken auf,
die in entsprechende, am Falz eines Hängehefters oder an dessen vorderer Randkante
vorgesehene Ausnehmungen einrasten. Da diese Nocken bei dem vorbekannten Reiter unterhalb
der freien Längskante des zusätzlichen Zwischensteges angeordnet sind, bereitet das
Aufstecken dieses Reiters auf einen nur Kartonstärke aufweisenden Rand Schwierigkeiten,
da diese Nocken den Einschub der Randkante in die vordere, durch den Zwischensteg
und den vorderen Schenkel gebildete Tasche blockieren und beim gewaltsamen Einschieben
des Randstreifens zu dessen Beschädigung führen. Auch benötigt der vorbekannte Reiter,
um sowohl am Falz eines Hängehefters als auch an dessen Randstreifen sicher mittels
Verrastung befestigt werden zu können, zwei getrennte Arten von Verrastungen für die
beiden vorgesehenen Verwendungsarten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kennzeichnungsreiter der vorgenannten
Gattung so auszubilden, daß er die beiden vorgenannten Zwecke ohne die Gefahr einer
Beschädigung der von ihm umgriffenen Aufsteckränder zuverlässig erfüllt, eine einfachere
Konstruktion aufweist und leichter zu handhaben ist. Diese Aufgabe wird gemäß der
Erfindung mit den im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Mitteln gelöst, während
spezielle Ausgestaltungen in den Kennzeichen der Unteransprüche angegeben sind.
[0004] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Kennzeichnungsreiters bestehen insbesondere in
einer Erhöhung der elastischen Abspreizfähigkeit des hinteren Schenkels des Klemmfußes,
wodurch ein Aufsetzen des Reiters sowohl auf dünne als auch dicke Ränder wesentlich
erleichtert wird, sowie auch darin, daß die am vorderen Schenkel des Klemmfußes angebrachten
Nocken sicher zum Eingriff mit entsprechenden Aussparungen an den Randstreifen gebracht
werden können.
[0005] Abgesehen von dem Wegfall eines zusätzlichen Zwischensteges und der Notwendigkeit
zweier Verrastungssysteme besteht ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Kennzeichnungsreiters
darin, daß der hintere Schenkel des Klemmfußes infolge seiner Formgebung weitere Funktionen
erfüllt. Er bildet nicht nur die rückwärtige Begrenzung des unteren Teils der den
Kennzeichnungsstreifen aufnehmenden Tasche, sondern mittels der U-förmig ausgebildeten
Schleife eine den Randstreifen eines Hefters aufnehmende Tasche und darüber hinaus
mittels der seitlichen Ausbuchtung einen Anschlag für den infolge der Aufnahme einer
Aufhängeschiene dickeren Rückenfalz eines Hängehefters.
[0006] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kennzeichnungsreiters
in schematischer Weise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch den Kennzeichnungsreiter;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorderseite des Kennzeichnungsreiters in verkleinertem
Maßstab.
[0007] Der Kennzeichnungsreiter weist in seinem Kopf eine Einschiebtasche 1 auf, die durch
eine Vorderplatte 11 und zwei rückseitige Abbiegungen 12 und 13 gebildet wird, von
denen die obere Abbiegung 12 etwas länger ausgebildet ist und federnd gegen die Vorderplatte
11 anliegt. Die untere, wesentlich kürzere Abbiegung 13 bildet mit der Vorderplatte
11 einen Spalt, in den ein Kennzeichnungsstreifen leicht seitlich eingeschoben werden
kann, wenn die obere Abbiegung 12 etwas abgespreizt wird. Da ein einzuschiebender
Kennzeichnungsstreifen von der unteren Abbiegung 13 nicht geklemmt wird, liegt er
sicher gegen die Sohle des Spaltes an und wird von der oberen Abbiegung 12 auch dann
sicher gehalten, wenn er nicht die gesamte Höhe der Tasche 1 aufweist.
[0008] Der Klemmfuß 2 des Reiters besteht aus dem vorderen dickeren Schenkel 21 und dem
hinteren dünneren und längeren Schenkel 22. Dadurch, daß die Wurzel des hinteren Schenkels
sich nicht auf der Höhe der Sohle der Einschiebtasche befindet, dieser Schenkel vielmehr
eine um die Länge der U-förmigen Schleife 23 vergrößerte Länge aufweist, ist die Federung
dieses Schenkels eine weichere bzw. größere, so daß das Aufstecken des Reiters erleichtert
und der meist eine Perforierung aufweisende Rand eines Kartons geschont wird. Der
engere, durch die U-förmige Schleife 23 gebildete Spalt nimmt den Randstreifen eines
Kartons auf, während die Kante eines dickeren, durch einen Falz gegebenenfalls mit
eingeschobener Hängeschiene gebildeten Randstreifens gegen die Abbiegung 24 des Schenkels
22 anliegt. In beiden Fällen ist eine sichere Verankerung des Reiters durch die am
vorderen Schenkel 21 vorgesehenen Sicken oder Nocken 25 gewährleistet, die durch die
Perforation des Randstreifens hindurchgreifend in die durch Aussparungen 26 gebildeten
Rasten des Schenkels 22 eingreifen. Diese Verrastung ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
dadurch noch verbessert, daß die Innenfläche des vorderen Schenkels 21 an dessen freiem
Ende eine Abschrägung in Richtung auf die vordere Fläche dieses Schenkels aufweist.
1. Kennzeichnungsreiter, der einen Kopf mit einer Tasche zur Aufnahme eines Kennzeichnungsstreifens
und einen Klemmfuß mit zwei Schenkeln aufweist, mittels deren er sowohl auf den Rand
eines nur eine einfache Kartonstärke aufweisenden Vorder- oder Rückendeckels eines
Hängehefters als auch auf den Rückenfalz eines Hängehefters aufsteckbar ist, der infolge
der in ihn eingeschobenen Hängeschiene eine größere Dicke aufweist, wobei der vordere
Schenkel des Klemmfußes eine Verlängerung der Vorderplatte der den Kennzeichnungsstreifen
aufnehmenden Tasche bildet, die einen oberen und einen unteren Rückenwandteil aufweist,
dadurch gekennzeichnet , daß der hintere Schenkel (22) des Klemmfußes (2) eine U-förmige
Schleife (23) bildet, an deren Spalt sich eine Verbreiterung des Abstandes der beiden
mit ihren freien Enden federnd gegeneinander anliegenden Schenkel (21,22) anschließt.
2. Reiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Verbreiterung des Abstandes
der beiden Schenkel (21,22) des Klemmfußes (2) bei im wesentlichen ebener Rückseite
des vorderen Schenkels (21) durch eine Ausbiegung (24) des hinteren Schenkels (22)
bewirkt wird.
3. Reiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Verbreiterung des Abstandes
der beiden Schenkel (21,22) des Klemmfußes (2) bei im wesentlichen geradliniger Erstreckung
des hinteren Schenkels (22) durch eine Aussparung im vorderen Schenkel (21) bewirkt
wird.
4. Reiter nach den Ansprüchen 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß der vordere
Schenkel (21) nahe seines freien Endes eine oder mehrere Sicken oder Nocken (25) und
der hintere Schenkel (22) entsprechende Aussparungen (26) aufweist.
5. Reiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Rückseite des vorderen
Schenkels (21) an ihrem an die Sicken (25) angrenzenden Endbereich eine auf die Vorderseite
gerichtete Abbiegung oder Abschrägung aufweist.
6. Reiter nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet , daß von den beiden Rückenwandteilen
(12,13) der Tasche (1) der durch eine Abbiegung der Vorderplatte (11) gebildete obere
Teil (12) der Rückenwand federnd gegen die Vorderplatte (11) anliegt und der untere,
vorzugsweise kürzere Teil (13) der Rückenwand einen Spalt konstanter Breite begrenzt.