(19)
(11) EP 0 036 217 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.09.1981  Patentblatt  1981/38

(21) Anmeldenummer: 81102025.4

(22) Anmeldetag:  18.03.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A47L 15/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR IT LI SE

(30) Priorität: 18.03.1980 DE 3010331

(71) Anmelder: Stierlen-Maquet Aktiengesellschaft
D-76437 Rastatt (DE)

(72) Erfinder:
  • Schröder, Egon
    D-7555 Bietigheim (DE)
  • Pankratz, Rudolf, Ing. grad
    D-7550 Rastatt (DE)

(74) Vertreter: Schaumburg, Thoenes & Thurn 
Mauerkircherstrasse 31
81679 München
81679 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Reinigungsmaschine, insbesondere für Geschirr


    (57) Bei einer Reinigungsmaschine mit mindestens einer Waschkammer (18) und einer dieser zugeordneten ersten Umwälzpumpe (32) sowie mit einer Nachspülkammer (20), darin angeordneten ersten und zweiten Nachspüldüsenanordnungen (36,42) und einer der Nachspülkammer (20) zugeordneten, die zweite Nachspüldüsenanordnung (42) speisenden zweiten Umwälzpumpe (40) weist zur Energieersparnis und zur Erzielung einer guten Nachspülwirkung die zweite Umwälzpumpe (40) einen Durchsatz auf, der mindestens so groß ist wie eine vorgegebene Menge je Zeiteinheit an heißer Nachspülflüssigkeit, die der ersten Nachspüldüsenanordnung (36) zugeführt wird und die mehrfach geringer ist als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe (32).




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsmaschine, insbesondere für Geschirr, umfassend mindestens eine Waschkammer, eine in der Waschkammer vorgesehene Waschdüsenanordnung, einen nahe der Unterseite der Waschkammer gebildeten Waschflottenbehälter, eine Waschflotte vom Waschflottenbehälter zu der Waschdüsenanordnung fördernde erste Umwälzpumpe, einen der Waschkammer in Förderrichtung des zu reinigenden, vorzugsweise kontinuierlich entlang eines Förderweges geförderten Gutes nachgeschaltete,vorzugsweise an die Waschkammer anschließende Nachspülkammer, eine in der Nachspülkammer vorgesehene, mit einer heißen Nachspülflüssigkeit in vorgegebener Menge je Zeiteinheit gespeiste erste Nachspüldüsenanordnung, einen nahe der Unterseite der Nachspülkammer vorgesehenen Nachspülflüssigkeitsbehälter, eine in der Nachspülkammer vorgesehene, vorzugsweise bezüglich der Förderrichtung stromauf der ersten Nachspüldüsenanordnung angeordnete zweite Nachspüldüsenanordnung und eine Nachspülflüssigkeit von dem Nachspülflüssigkeitsbehälter zu der zweiten Nachspüldüsenanordnung fördernde zweite Umwälzpumpe.

    [0002] Eine derartige Reinigungsmaschine ist bekannt aus CH 263 607. Dabei sind die erste Umwälzpumpe und die zweite Umwälzpumpe als untereinander gleich dargestellt, und da die Volumina der Waschflotte im Waschflottenbehälter und der Nachspülflüssigkeit im Nachspülflüssigkeitsbehälter annähernd gleich sind, ist anzunehmen, daß die erste Umwälzpumpe und die zweite Umwälzpumpe für zumindest annähernd gleiche Durchsätze ausgelegt sind. Ein relativ großer Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe und damit eine relativ große Menge von je Zeiteinheit der zweiten Nachspüldüsenanordnung zugeführter Nachspülflüssigkeit mögen für eine intensive Nachspülung günstig erscheinen. Tatsächlich wurde jedoch gefunden, daß hierdurch die Nachspülwirkung nicht verbessert wird, sondern im Gegenteil die Wirkung der ersten Nachspüldüsenanordnung, die gegenüber der zweiten Nachspüldüsenanordnung heißere, reinere, und noch unverbrauchte Nachspülflüssigkeit zuführt, behindert wird. Darüber hinaus bedeutet ein relativ hoher Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe und damit eine relativ große Menge an je Zeiteinheit von der zweiten Nachspüldüsenanordnung abgegebener Nachspülflussigkeit, daß eine relativ große Menge dieser Nachspülflüssigkeit mit den Wandungen der Nachspülkammern in Berührung kommt und dort abgekühlt wird, so daß sich ein relativ großer Energieverbrauch durch diese Abkühlung und durch den Leistungsbedarf der zweiten Umwälzpumpe ergibt.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsmaschine der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß einerseits die Nachspülwirkung verbessert wird und andererseits der Energieverbrauch für das Nachspülen verringert wird.

    [0004] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Reinigungsmaschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die zweite Umwälzpumpe einen Durchsatz aufweist, der mindestens so groß ist wie die vorgegebene Menge je Zeiteinheit an heißem Nachspülwasser, die der ersten Nachspüldüsenanordnung zugeführt wird,und die mehrfach geringer ist als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe.

    [0005] Bei der Reinigungsmaschine gemäß der Erfindung behindert die von der zweiten Nachspüldüsenanordnung abgegebene Nachspülflüssigkeit nicht die Spülwirkung der ersten Nachspüldüsenanordnung, während gleichzeitig die Umwälzung der Nachspülflüssigkeit über die zweite Umwälzpumpe und die zweite Nachspüldüsenanordnung in besonders ökonomischer Weise erfolgt.

    [0006] Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0007] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert, in denen Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Es zeigt:

    Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine;

    Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine;

    Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine;

    Fig. 4 ein viertes Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine,


    wobei die Ausführungsbeispiele jeweils in einem schematischen Längsschnitt dargestellt sind.

    [0008] In den Zeichnungen sind gleiche oder zumindestfunktionell gleichartige Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen; soweit in einzelnen Figuren mit Bezugszeichen versehene Teile nicht anhand dieser Figuren beschrieben sind, gelten die Figurenbeschreibung und die dort erläuterten Vorteile derjenigen Figur oder Figuren, bei deren Beschreibung die entsprechenden Teile mit gleicher Bezugszahl erläutert sind.

    [0009] Bei allen in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsformen dient die Geschirr-Reinigungsmaschine zum Reinigen von Geschirr, beispielsweise Tellern 10, von denen jeweils eine Anzahl in einen flüssigkeitsdurchlässigen Träger 12 eingestellt wird. Teller 10 und Träger 12 werden auf einem geradlinigen Förderweg mittels eines nicht dargestellten Förderers in der von einem Pfeil 14 bezeichneten Förderrichtung gefördert,und zwar von einem Aufgabetisch 16 durch eine Waschkammer 18 hindurch und durch eine unmittelbar daran anschließende Nachspülkammer 20 hindurch zu einem Entnahmetisch 22. Die Förderung kann schrittweise derart erfolgen, daß die zwischen aufeinanderfolgenden Förderschritten liegende Verweildauer der erforderlichen Behandlungsdauer in der Waschkammer 18 entspricht. Besonders zweckmäßig bei derartigen Geschirr-Reinigungsmaschinen ist jedoch eine kontinuierliche Förderung, die auch bei den Ausführungsbeispielen gewählt ist. Zweckmäßig sind dabei am Einlauf in die Waschkammer 18, am Ausgang der Nachspülkammer 20 sowie zwischen den Kammern 18, 20 geeignete Schleusen vorgesehen, die ein Entweichen von Dampf und Flüssigkeit bzw. einen übertritt von Dampf und Flüssigkeit zwischen den Kammern 18, 20 weitgehend verhindern.

    [0010] In der Waschkammer 18 ist eine Waschdüsenanordnung 24 vorgesehen. Der untere Teil der Waschkammer 18 ist als Waschflottenbehälter für eine Waschflotte 26 ausgebildet, deren Niveau 28 unterhalb der Waschdüsenanordnung 24 durch die noch zu erläuternde Zuführung von Nachspülflüssigkeit und erforderlichenfalls Frischwasser einerseits und durch Abführung verbrauchter Waschflotte andererseits zumindest annähernd konstant gehalten wird. Eine unterhalb des Bodens 30 der Waschkammer 18 angeordnete, erste Umwälzpumpe 32, deren Einlaß im Boden 30 liegt, fördert Waschflotte 26 zur Waschdüsenanordnung 24, wobei der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe 32 im Hinblick auf eine günstige Reinigungswirkung sehr groß gewählt ist, was auch ein entsprechendes Volumen der Waschflotte 26 bzw. eine entsprechende Höhe von deren Niveau 28 bedingt.

    [0011] Nachdem die Teller 10 bzw. sonstiges zu reinigendes Gut in der Waschkammer 18 gereinigt wurde, erfolgt eine Weiterförderung in die Nachspülkammer 20. Das Nachspülen hat den Zweck, die aktiven, meist alkalischen Bestandteile der Waschflotte zu entfernen und mit den Resten der Waschflotte auch ggf. darin enthaltene, suspendierte Schmutzpartikel abzuspülen. Darüber hinaus wird im allgemeinen und auch bei den Ausführungsbeispielen eine Sterilisierung angestrebt. Hierzu wird über eine Leitung 34 eine mindestens 80°C heiße Nachspülflüssigkeit zugeführt. Diese besteht im wesentlichen aus heißem, reinem Wasser, das jedoch auch Zusätze enthalten kann und insbesondere im allgemeinen ein Klarspülmittel enthält. Die Nachspülflüssigkeit gelangt über eine erste Düsenanordnung 36 mit Düsen 38, 39 auf die in der Nachspülkammer 20 befindlichen Teller oder sonstiges Spülgut. Die nur schematisch dargestellte erste Düsenanordnung 36 umfaßt eine Vielzahl von Düsen 38, 39, die in dem bezüglich der Förderrichtung (Pfeil 14) stromab liegenden, hinteren Teil der Nachspülkammer 20 angeordnet sind.

    [0012] Mit Rücksicht auf die zur Erhitzung der Nachspülflüssigkeit erforderliche Energie ist man bestrebt, mit einer relativ geringen Menge an heißer Nachspülflüssigkeit auszukommen, die über die erste Düsenanordnung 36 ausgesprüht wird. Die je Zeiteinheit zugeführte Menge an über die Leitung 34 zugeführter, heißer Nachspülflüssigkeit ist daher vielfach geringer als diejenige Menge an Waschflotte, die je Zeiteinheit über die Waschdüsenanordnung 24 abgegeben wird und die den Durchsatz der ersten Umwälzpumpe 32 ausmacht. Man führt daher, solange sich in der Nachspülkammer 20 im Bereich der ersten Nachspüldüsenanordnung 36 zu-spülende Teller 10 befinden, eine vorgegebene Menge von heißer Nachspülflüssigkeit je Zeiteinheit zu, die abhängig von der Fördergeschwindigkeit der Teller 10 so gewählt ist, daß je Normteller von 250 mm bis 260 mm Durchmesser 0,1 1 Nachspülflüssigkeit ausgesprüht werden. Die Düsen 38, 39 bewirken eine Verteilung der ausgesprühten Nachspülflüssigkeit in feinsten Strahlen, ggf. bis hin zu einem Sprühnebel, um die Teller 10 oder sonstiges Spülgut möglichst gleichmäßig und allseitig zu benetzen.

    [0013] Um die Wirksamkeit der Nachspülung trotz relativ geringer Menge zugeführter heißer Nachspülflüssigkeit weiter zu erhöhen, wird die von den Tellern 10 oder sonstigem Spülgut abgetropfte Nachspülflüssigkeit in an sich bekannter Weise aufgefangen und mittels einer zweiten Umwälzpumpe 40 einer zweiten Nachspüldüsenanordnung 42 zugeführt, die nur schematisch angedeutete Düsen 44, 46 umfaßt. Wie bei der ersten Nachspüldüsenanordnung 36 ist eine nicht näher dargestellte Vielzahl solcher Düsen 44, 46 vorgesehen, die sehr dünne Sprühstrahlen oder einen Sprühnebel erzeugen, um die Teller 10 oder sonstiges Spülgut intensiv zu benetzen und nachzuspülen. Der Druck, den die zweite Umwälzpumpe 40 erzeugt und mit dem die Nachspülflüssigkeit aus den Düsen 44, 46 austritt, sollte wie beim Ausführungsbeispiel annähernd so groß wie derjenige Druck sein, mit dem die heiße Nachspülflüssigkeit aus den Düsen 38, 39 der ersten Nachspüldüsenanordnung 36 austritt. Sofern die Drücke der Nachspüldüsenanordnungen 36, 42 unterschiedlich gewählt werden, sollte eher derjenige der zweiten Nachspüldüsenanordnung 42 etwas höher liegen.

    [0014] Der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 sollte, um gegenüber der Zuführung von heißer Nachspülflüssigkeit lediglich über die erste Nachspüldüsenanordnung 36 eine deutlich erhöhte Nachspülwirkung zu erzielen, mindestens so groß sein wie die vorbestimmte, über die Leitung 34 zugeführte Menge je Zeiteinheit an heißer Nachspülflüssigkeit. Andererseits ergeben sich Vorteile, wenn der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe nicht allzu hoch und jedenfalls mehrfach geringer als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe 32 gewählt wird.

    [0015] Ein relativ, d.h. bezogen auf die erste Umwälzpumpe 32, geringer Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 bedeutet einen relativ geringen elektrischen Leistungsbedarf für deren Antrieb. Weiter wird bei nicht allzu großem Durchsatz ein schnelles Rezirkulieren der Nachspülflotte vermieden, das andernfalls dazu führen würde, daß die Nachspülflüssigkeit in allzu großer Menge oder allzu häufig mit den Wandungen der Nachspülkammer 20 in Berührung kommt, dort abgekühlt wird und dadurch zusätzlichen Leistungsbedart bewirkt, um einerseits die rezirkulierende Nachspülflüssigkeit ggf. mittels nicht dargestellter Heizelemente auf genügend hoher Temperatur zu halten und um andererseits die an die Umgebung abgegebene Wärme beispielsweise mit einer Klimaanlage wieder aus der Umgebung zu entfernen. Ein dritter Gesichtspunkt hinsichtlich der Energieersparnis liegt darin, daß eine zweite Umwälzpumpe 40 mit relativ geringem Durchsatz einen vorgeschalteten Nachspülflüssigkeitsbehälter von nur relativ geringem Volumen benötigt, der somit ebenfalls nicht allzu viel Wärme an die Umgebung abgibt; auf die in Fig. 1 bis 4 unterschiedliche Konstruktion des Nachspülflüssigkeitsbehälters wird anhand von Fig. 1 bis 4 weiter unten noch eingegangen.

    [0016] Ein weiterer wichtiger Vorteil der erläuterten Bemessung des Durchsatzes der zweiten Nachspülpumpe 40 liegt darin, daß hierdurch die Baulänge der Nachspülkammer 20 verkürzt und trotzdem vermieden werden kann, daß über die zweite Nachspüldüsenanordnung 42 abgegebene Nachspülflüssigkeit noch auf die Teller 10 oder sonstiges Spülgut gelangt, kurz bevor diese die Nachspülkammer 20 zum Entnahmetisch 22 hin verlassen. Letzteres muß deshalb vermieden werden, weil andernfalls von den in die Nachspülkammer 20 eintretenden Tellern 10 abgewaschene Bestandteile der Waschflotte 26, nämlich aktive alkalische Waschmittel und suspendierte Schmutzpartikel, erneut auf die aus der Nachspülkammer 20 austretenden Teller 10 gelangen könnten. Dies wird zwar grundsätzlich bereits dadurch erreicht, daß die erste Nachspüldüsenanordnung 36 in Förderrichtung einen gewissen Abstand von der stromauf von ihr liegenden zweiten Nachspüldüsenanordnung 42 hat. Dieser Abstand kann jedoch im Interesse einer nicht allzu großen Baulänge der Nachspülkammer 20 nicht allzu groß gewählt werden. Bei relativ hohem Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 bestünde daher die Gefahr, daß Tröpfchen oder Tröpfchenwolken, die aus der zweiten Nachspüldüsenanordnung 42 ausgetreten sind, durch die von der ersten Nachspüldüsenanordnung 36 erzeugten feinen Sprühstahlen oder Tröpfchenwolken hindurch bis zu den aus der Nachspülkammer 20 austretenden Tellern 10 gelangen. Dies ist bei der erläuterten Bemessung des Durchsatzes der zweiten Umwälzpumpe 40 nicht der Fall; im Gegenteil hat sich gezeigt, daß der in Förderrichtung gemessene Abstand der Nachspüldüsenanordnungen 36, 42 voneinander relativ gering gewählt werden kann und somit auch eine relativ geringe Baulänge der Nachspülkammer 20 erreicht wird.

    [0017] Bei allen Ausführungsbeispielen ist der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 derart gewählt, daß er fünffach größer ist als die vorbestimmte Menge an heißer Nachspülflüssigkeit, die der ersten Nachspüldüsenanordnung 36 über die Leitung 34 zugeführt wird. Einezumindest annähernde derartige Bemessung hat sich als optimal erwiesen; je nach Bauart und Art des zu reinigenden Gutes wird der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 zweckmäßig drei- bis fünffach so groß wie die vorgegebene Menge je Zeiteinheit an heißem Nachspülwasser sein, das über die erste Nachspüldüsenanordnung 36 zugeführt wird.

    [0018] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der bereits erwähnte Nachspülflüssigkeitsbehälter vom unterhalb der Nachspüldüsenanordnungen 36, 42 liegenden, nach unten vom Boden 48 der Nachspülkammer 20 begrenzten, unteren Abschnitt 52 der Nachspülkammer 20 gebildet, wobei hier wie auch bei den noch zu beschreibenden Ausführungsformen der Boden 48 geringfügig höher liegt als das Niveau 28 der Waschflotte 26 im Waschflottenbehälter, dem unteren Abschnitt der Waschkammer 18. Dabei ist auf der Seite der Waschkammer 18 ein Uberlauf 50 vorgesehen, dessen Oberkante höher liegt als das Niveau 28 der Waschflotte 26 und über den hinweg überschüssige Nachspülflüssigkeit in die Waschkammer 18 fließt. Der so gebildete Nachspülflüssigkeitsbehälter 52 hat ein Volumen, das mehrfach geringer ist als das Volumen der Waschflotte 26. Letzteres gilt auch für die noch anhand von Fig. 2 bis 4 zu beschreibenden weiteren Ausführungsmöglichkeiten des Nachspülflüssigkeitsbehälters. Ebenfalls bei allen, auch den noch zu beschreibenden Ausführungsformen der Reinigungsmaschine ist der Einlaß 54 der zweiten Umwälzpumpe 40 an die tiefste Stelle des Nachspülflüssigkeitsbehälters angeschlossen, in Fig. 1 also an den Boden 48, um das gesamte Volumen des Nachspülflüssigkeitsbehälters zum Ansaugen durch die zweite Umwälzpumpe 40 bereit zu halten. Auch diese Maßnahme fördert ein relativ geringes notwendiges Volumen des Nachspülflüssigkeitsbehälters, beispielsweise des Nachspülflüssigkeitsbehälters 52 in Fig. 1.

    [0019] Zweckmäßig ist im Ansaugweg der zweiten Umwälzpumpe 40 ein Reinigungsfilter 56 vorgesehen. Dieses liegt bei allen Ausführungsbeispielen annähernd in der Höhe des Bodens 48 der Nachspülkammer 20 und ist dort an seinem Umfang abgedichtet derart gehalten, daß es leicht zum Inneren der Nachspülkammer 20 hin herausgenommen werden kann, um eine Reinigung oder Auswechselung durchführen zu können.

    [0020] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist als Nachspülflüssigkeitsbehälter eine flache Wanne 58 mit ebenem Boden 60 vorgesehen, deren umlaufender Rand 62 von den Innenseiten der Nachspülkammer 20 vorzugsweise wie beim Ausführungsbeispiel allseitig beabstandet ist und deren in ihrem Boden 60 gebildeter, untenliegender Auslaß 64 mit dem Einlaß 54 der zweiten Umwälzpumpe 40 unmittelbar flüssigkeitsdicht dadurch verbunden ist, daß der Auslaß 64 in einem sich von dem Einlaß 54 nach oben erstreckenden Kragen 66 abgedichtet, jedoch herausnehmbar eingesteckt gehalten ist. Die Wanne 58 liegt oberhalb des Bodens 48 der Nachspülkammer 20 von diesem beabstandet.

    [0021] Durch die erläuterte Konstruktion der Wanne 58 werden hinsichtlich des Leistungsbedarfs mehrere Vorteile erzielt. Erstens ist die in der Wanne 58 aufgefangene Nachspülflüssigkeit von den Wandungen der Nachspülkammer 20 durch ein Luftvolumen isoliert, wodurch gegenüber Fig. 1 weniger Wärme an die Umgebung abgegeben wird, eine Nachheizung der rezirkulierenden Nachspülflüssigkeit daher in geringerem Maße oder überhaupt nicht erforderlich ist und eine Klimatisierung der Umgebung mit geringerem Energieaufwand möglich ist. Zweitens gelangt auf die Innenseiten der Wandungen der Nachspülkammer 20 gesprühte Nachspülflüssigkeit nicht in den von der Wanne 58 gebildeten Nachspülflüssigkeitsbehälter, sondern fließt zum Boden 48 der Nachspülkammer 20, wo diese gegenüber der in der Wanne 58 befindlichen Nachspülflüssigkeit kühlere Nachspülflüssigkeit ebenso wie über den Rand 62 der Wanne 58 abfließende, überschüssige Nachspülflüssigkeit unmittelbar in die Waschkammer 18 fließt; der höher als das Niveau 28 der Waschflotte 26 liegende Boden 48 der Nachspülkammer 20 endet zur Waschkammer 18 hin freistehend und ohne Erhöhung oder Überlauf wie in Fig. 1.

    [0022] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 entspricht weitgehend demjenigen gemäß Fig. 1, unterscheidet sich gegenüber letzterem jedoch dadurch, daß der untere Abschnitt 52 der Nachspülkammer 20 nur einen Teil des Nachspülflüssigkeitsbehälters bildet, während als weiterer solcher Teil ein von der Nachspülflüssigkeit durchsetztes, unterhalb der Nachspülkammer 20 angeordnetes Gefäß 68 vorgesehen ist. Dieses Gefäß 68 hat die Form eines liegenden Zylinders. Seine obenliegende Einlaßöffnung 70 ist über einen Rohistutzen 72 mit einer im Boden 48 der Nachspülkammer 20 gebildeten, das Reinigungsfilter 56 aufnehmenden Öffnung verbunden, während an seiner Unterseite der Einlaß 54 der hier tiefer angeordneten zweiten Umwälzpumpe 40 liegt. Das Gefäß 68 ist mit einer elektrischen Heizvorrichtung 74 versehen, um - ggf. gesteuert von einem nicht dargestellten Thermostaten - die rezirkulierende Nachspülflüssigkeit zumindest annähernd auf die Temperatur der über die Leitung 34 zugeführten, heißen Nachspülflüssigkeit bringen zu können. Zweckmäßig ist das Gefäß 68 zumindest auf seiner Mantelfläche mit einer wärmeisolierenden Schicht 76 umgeben.

    [0023] Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 vereinigt die bereits anhand von Fig. 2 und 3 erläuterten Abwandlungen gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 hinsichtlich der Wanne 58, des Gefäßes 68 und der in Verbindung damit beschriebenen Einzelheiten.


    Ansprüche

    1. Reinigungsmaschine, insbesondere für Geschirr (10), umfassend mindestens eine Waschkammer (18), eine in der Waschkammer (18) vorgesehene Waschdüsenanordnung (24), einen nahe der Unterseite der Waschkammer (18) gebildeten Waschflottenbehälter, eine Wasserflotte (26) von dem Waschflottenbehälter zu der Waschdüsenanordnung (24) fördernde erste Umwälzpumpe (32), eine der Waschkammer (18) in Förderrichtung (Pfeil 14) des zu reinigenden, vorzugsweise kontinuierlich entlang ei-nes Förderweges geförderten Gutes (10) nachgeschaltete, vorzugsweise an die Waschkammer (18) anschließende Nachspülkammer (20), eine in der Nachspülkammer (20) vorgesehene, mit einer heißen Nachspülflüssigkeit in vorgegebener Menge je Zeiteinheit gespeiste erste Nachspüldüsenanordnung (36),einen nahe der Unterseite der Nachspülkammer (20) vorgesehenen Nachspülflüssigkeitsbehälter (52; 58; 52, 68; 58, 68), eine in der Nachspülkammer (20) vorgesehene, vorzugsweise bezüglich der Förderrichtung stromauf der ersten Nachspüldüsenanordnung (36) angeordnete zweite Nachspüldüsenanordnung (42) und eine Nachspülflüssigkeit von dem Nachspülflüssigkeitsbehälter (52; 58; 52, 68; 58, 68) zu der zweiten Nachspüldüsenanordnung (42) fördernde, zweite Umwälzpumpe (40), dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Umwälzpumpe (40) einen Durchsatz aufweist, der mindestens so groß ist wie die vorgegebene Menge je Zeiteinheit an heißer Nachspülflüssigkeit, die der ersten Nachspüldüsenanordnung (36) zugeführt wird, und die mehrfach geringer ist als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe (32).
     
    2. Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe (40) mehrfach, vorzugsweise drei- bis fünffach so groß ist wie die vorgegegebene Menge je zeiteinheit an heißem Nachspülwasser, die der ersten Nachspüldüsenanordnung (36) zugeführt wird, wobei diese vorgegebene Menge je Zeiteinheit vorzugsweise vielfach geringer als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe (32) ist.
     
    3. Reinigungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß (54) der zweiten Umwälzpumpe (40) an die tiefste Stelle des Nachspülflüssigkeitsbehälters (52; 58; 52, 68; 58, 68) ange- schlossen ist.
     
    4. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des Nachspülflüssigkeitsbehälters (52; 58; 52, 68; 58, 68) mehrfach geringer ist als das Volumen der Waschflotte (26) im Waschflottenbehälter.
     
    5. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachspülflüssigkeitsbehälter (52; 52, 68) zumindest teilweise vom untenliegenden, nach unten vom Boden (48) der Nachspülkammer (20) begrenzten unteren Abschnitt (52) der Nachspülkammer (20) gebildet ist, daß der Boden (48) der Nachspülkammer (20) mindestens annähernd so hoch liegt wie das Niveau (28) der Waschflotte (26) im Waschflottenbehälter und daß ein Überlauf (50) vorgesehen ist, dessen Oberkante höher liegt als das Niveau (28) der Waschflotte (26) im Waschflottenbehälter und über den hinweg überschüssige Nachspülflüssigkeit in die Waschkammer (18) fließt.
     
    6. Reinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachspülflüssigkeitsbehälter (58; 58, 68) zumindest teilweise von einer Wanne (58) gebildet ist, deren umlaufender Rand (62) von den Innenseiten der Nachspülkammer (20) vorzugsweise allseitig beabstandet ist und deren untenliegender Auslaß (64) mit dem Einlaß (54) der zweiten Umwälzpumpe (40) unmittelbar oder über einen weiteren Teil (68) des Nachspülflüssigkeitsbehälters (58, 68) flüssigkeitsdicht verbunden ist.
     
    7. Reinigungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanne (58) oberhalb des Bodens (48) der Nachspülkammer (20) von diesem beabstandet gehalten ist und daß der Boden (48) der Nachspülkammer (20) oberhalb des Niveaus (28) der im Waschflottenbehälter befindlichen Waschflotte (26) liegt.
     
    8. Reinigungsmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanne (58) an ihrem Auslaß (64) leicht lösbar angeschlossen ist.
     
    9. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiten Umwälzpumpe (40) als weiterer Teil des Nachspülflüssigkeitsbehälters (48, 68: 58, 68) ein von der Nachspülflüssigkeit durchströmtes, vorzugsweise unterhalb der Nachspülkammer (20) angeordnetes Gefäß (68) vorgeschaltet ist.
     
    10. Reinigungsmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das vorzugsweise wärmeisolierte Gefäß (68) mit einer Heizvorrichtung (74) versehen ist.
     
    11. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Ansaugweg der zweiten Umwälzpumpe (40) ein vorzugsweise zum Inneren der Nachspülkammer (20) hin herausnehmbares Filter (56) angeordnet ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht