[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsmaschine, insbesondere für Geschirr,
umfassend mindestens eine Waschkammer, eine in der Waschkammer vorgesehene Waschdüsenanordnung,
einen nahe der Unterseite der Waschkammer gebildeten Waschflottenbehälter, eine Waschflotte
vom Waschflottenbehälter zu der Waschdüsenanordnung fördernde erste Umwälzpumpe, einen
der Waschkammer in Förderrichtung des zu reinigenden, vorzugsweise kontinuierlich
entlang eines Förderweges geförderten Gutes nachgeschaltete,vorzugsweise an die Waschkammer
anschließende Nachspülkammer, eine in der Nachspülkammer vorgesehene, mit einer heißen
Nachspülflüssigkeit in vorgegebener Menge je Zeiteinheit gespeiste erste Nachspüldüsenanordnung,
einen nahe der Unterseite der Nachspülkammer vorgesehenen Nachspülflüssigkeitsbehälter,
eine in der Nachspülkammer vorgesehene, vorzugsweise bezüglich der Förderrichtung
stromauf der ersten Nachspüldüsenanordnung angeordnete zweite Nachspüldüsenanordnung
und eine Nachspülflüssigkeit von dem Nachspülflüssigkeitsbehälter zu der zweiten Nachspüldüsenanordnung
fördernde zweite Umwälzpumpe.
[0002] Eine derartige Reinigungsmaschine ist bekannt aus CH 263 607. Dabei sind die erste
Umwälzpumpe und die zweite Umwälzpumpe als untereinander gleich dargestellt, und da
die Volumina der Waschflotte im Waschflottenbehälter und der Nachspülflüssigkeit im
Nachspülflüssigkeitsbehälter annähernd gleich sind, ist anzunehmen, daß die erste
Umwälzpumpe und die zweite Umwälzpumpe für zumindest annähernd gleiche Durchsätze
ausgelegt sind. Ein relativ großer Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe und damit eine
relativ große Menge von je Zeiteinheit der zweiten Nachspüldüsenanordnung zugeführter
Nachspülflüssigkeit mögen für eine intensive Nachspülung günstig erscheinen. Tatsächlich
wurde jedoch gefunden, daß hierdurch die Nachspülwirkung nicht verbessert wird, sondern
im Gegenteil die Wirkung der ersten Nachspüldüsenanordnung, die gegenüber der zweiten
Nachspüldüsenanordnung heißere, reinere, und noch unverbrauchte Nachspülflüssigkeit
zuführt, behindert wird. Darüber hinaus bedeutet ein relativ hoher Durchsatz der zweiten
Umwälzpumpe und damit eine relativ große Menge an je Zeiteinheit von der zweiten Nachspüldüsenanordnung
abgegebener Nachspülflussigkeit, daß eine relativ große Menge dieser Nachspülflüssigkeit
mit den Wandungen der Nachspülkammern in Berührung kommt und dort abgekühlt wird,
so daß sich ein relativ großer Energieverbrauch durch diese Abkühlung und durch den
Leistungsbedarf der zweiten Umwälzpumpe ergibt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsmaschine der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß einerseits die Nachspülwirkung verbessert wird und
andererseits der Energieverbrauch für das Nachspülen verringert wird.
[0004] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Reinigungsmaschine der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß die zweite Umwälzpumpe einen Durchsatz aufweist, der mindestens
so groß ist wie die vorgegebene Menge je Zeiteinheit an heißem Nachspülwasser, die
der ersten Nachspüldüsenanordnung zugeführt wird,und die mehrfach geringer ist als
der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe.
[0005] Bei der Reinigungsmaschine gemäß der Erfindung behindert die von der zweiten Nachspüldüsenanordnung
abgegebene Nachspülflüssigkeit nicht die Spülwirkung der ersten Nachspüldüsenanordnung,
während gleichzeitig die Umwälzung der Nachspülflüssigkeit über die zweite Umwälzpumpe
und die zweite Nachspüldüsenanordnung in besonders ökonomischer Weise erfolgt.
[0006] Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert, in denen
Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine;
Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine;
Fig. 4 ein viertes Ausführungsbeispiel einer Geschirr-Reinigungsmaschine,
wobei die Ausführungsbeispiele jeweils in einem schematischen Längsschnitt dargestellt
sind.
[0008] In den Zeichnungen sind gleiche oder zumindestfunktionell gleichartige Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen; soweit in einzelnen Figuren mit Bezugszeichen versehene
Teile nicht anhand dieser Figuren beschrieben sind, gelten die Figurenbeschreibung
und die dort erläuterten Vorteile derjenigen Figur oder Figuren, bei deren Beschreibung
die entsprechenden Teile mit gleicher Bezugszahl erläutert sind.
[0009] Bei allen in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsformen dient die Geschirr-Reinigungsmaschine
zum Reinigen von Geschirr, beispielsweise Tellern 10, von denen jeweils eine Anzahl
in einen flüssigkeitsdurchlässigen Träger 12 eingestellt wird. Teller 10 und Träger
12 werden auf einem geradlinigen Förderweg mittels eines nicht dargestellten Förderers
in der von einem Pfeil 14 bezeichneten Förderrichtung gefördert,und zwar von einem
Aufgabetisch 16 durch eine Waschkammer 18 hindurch und durch eine unmittelbar daran
anschließende Nachspülkammer 20 hindurch zu einem Entnahmetisch 22. Die Förderung
kann schrittweise derart erfolgen, daß die zwischen aufeinanderfolgenden Förderschritten
liegende Verweildauer der erforderlichen Behandlungsdauer in der Waschkammer 18 entspricht.
Besonders zweckmäßig bei derartigen Geschirr-Reinigungsmaschinen ist jedoch eine kontinuierliche
Förderung, die auch bei den Ausführungsbeispielen gewählt ist. Zweckmäßig sind dabei
am Einlauf in die Waschkammer 18, am Ausgang der Nachspülkammer 20 sowie zwischen
den Kammern 18, 20 geeignete Schleusen vorgesehen, die ein Entweichen von Dampf und
Flüssigkeit bzw. einen übertritt von Dampf und Flüssigkeit zwischen den Kammern 18,
20 weitgehend verhindern.
[0010] In der Waschkammer 18 ist eine Waschdüsenanordnung 24 vorgesehen. Der untere Teil
der Waschkammer 18 ist als Waschflottenbehälter für eine Waschflotte 26 ausgebildet,
deren Niveau 28 unterhalb der Waschdüsenanordnung 24 durch die noch zu erläuternde
Zuführung von Nachspülflüssigkeit und erforderlichenfalls Frischwasser einerseits
und durch Abführung verbrauchter Waschflotte andererseits zumindest annähernd konstant
gehalten wird. Eine unterhalb des Bodens 30 der Waschkammer 18 angeordnete, erste
Umwälzpumpe 32, deren Einlaß im Boden 30 liegt, fördert Waschflotte 26 zur Waschdüsenanordnung
24, wobei der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe 32 im Hinblick auf eine günstige Reinigungswirkung
sehr groß gewählt ist, was auch ein entsprechendes Volumen der Waschflotte 26 bzw.
eine entsprechende Höhe von deren Niveau 28 bedingt.
[0011] Nachdem die Teller 10 bzw. sonstiges zu reinigendes Gut in der Waschkammer 18 gereinigt
wurde, erfolgt eine Weiterförderung in die Nachspülkammer 20. Das Nachspülen hat den
Zweck, die aktiven, meist alkalischen Bestandteile der Waschflotte zu entfernen und
mit den Resten der Waschflotte auch ggf. darin enthaltene, suspendierte Schmutzpartikel
abzuspülen. Darüber hinaus wird im allgemeinen und auch bei den Ausführungsbeispielen
eine Sterilisierung angestrebt. Hierzu wird über eine Leitung 34 eine mindestens 80°C
heiße Nachspülflüssigkeit zugeführt. Diese besteht im wesentlichen aus heißem, reinem
Wasser, das jedoch auch Zusätze enthalten kann und insbesondere im allgemeinen ein
Klarspülmittel enthält. Die Nachspülflüssigkeit gelangt über eine erste Düsenanordnung
36 mit Düsen 38, 39 auf die in der Nachspülkammer 20 befindlichen Teller oder sonstiges
Spülgut. Die nur schematisch dargestellte erste Düsenanordnung 36 umfaßt eine Vielzahl
von Düsen 38, 39, die in dem bezüglich der Förderrichtung (Pfeil 14) stromab liegenden,
hinteren Teil der Nachspülkammer 20 angeordnet sind.
[0012] Mit Rücksicht auf die zur Erhitzung der Nachspülflüssigkeit erforderliche Energie
ist man bestrebt, mit einer relativ geringen Menge an heißer Nachspülflüssigkeit auszukommen,
die über die erste Düsenanordnung 36 ausgesprüht wird. Die je Zeiteinheit zugeführte
Menge an über die Leitung 34 zugeführter, heißer Nachspülflüssigkeit ist daher vielfach
geringer als diejenige Menge an Waschflotte, die je Zeiteinheit über die Waschdüsenanordnung
24 abgegeben wird und die den Durchsatz der ersten Umwälzpumpe 32 ausmacht. Man führt
daher, solange sich in der Nachspülkammer 20 im Bereich der ersten Nachspüldüsenanordnung
36 zu-spülende Teller 10 befinden, eine vorgegebene Menge von heißer Nachspülflüssigkeit
je Zeiteinheit zu, die abhängig von der Fördergeschwindigkeit der Teller 10 so gewählt
ist, daß je Normteller von 250 mm bis 260 mm Durchmesser 0,1 1 Nachspülflüssigkeit
ausgesprüht werden. Die Düsen 38, 39 bewirken eine Verteilung der ausgesprühten Nachspülflüssigkeit
in feinsten Strahlen, ggf. bis hin zu einem Sprühnebel, um die Teller 10 oder sonstiges
Spülgut möglichst gleichmäßig und allseitig zu benetzen.
[0013] Um die Wirksamkeit der Nachspülung trotz relativ geringer Menge zugeführter heißer
Nachspülflüssigkeit weiter zu erhöhen, wird die von den Tellern 10 oder sonstigem
Spülgut abgetropfte Nachspülflüssigkeit in an sich bekannter Weise aufgefangen und
mittels einer zweiten Umwälzpumpe 40 einer zweiten Nachspüldüsenanordnung 42 zugeführt,
die nur schematisch angedeutete Düsen 44, 46 umfaßt. Wie bei der ersten Nachspüldüsenanordnung
36 ist eine nicht näher dargestellte Vielzahl solcher Düsen 44, 46 vorgesehen, die
sehr dünne Sprühstrahlen oder einen Sprühnebel erzeugen, um die Teller 10 oder sonstiges
Spülgut intensiv zu benetzen und nachzuspülen. Der Druck, den die zweite Umwälzpumpe
40 erzeugt und mit dem die Nachspülflüssigkeit aus den Düsen 44, 46 austritt, sollte
wie beim Ausführungsbeispiel annähernd so groß wie derjenige Druck sein, mit dem die
heiße Nachspülflüssigkeit aus den Düsen 38, 39 der ersten Nachspüldüsenanordnung 36
austritt. Sofern die Drücke der Nachspüldüsenanordnungen 36, 42 unterschiedlich gewählt
werden, sollte eher derjenige der zweiten Nachspüldüsenanordnung 42 etwas höher liegen.
[0014] Der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 sollte, um gegenüber der Zuführung von heißer
Nachspülflüssigkeit lediglich über die erste Nachspüldüsenanordnung 36 eine deutlich
erhöhte Nachspülwirkung zu erzielen, mindestens so groß sein wie die vorbestimmte,
über die Leitung 34 zugeführte Menge je Zeiteinheit an heißer Nachspülflüssigkeit.
Andererseits ergeben sich Vorteile, wenn der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe nicht
allzu hoch und jedenfalls mehrfach geringer als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe
32 gewählt wird.
[0015] Ein relativ, d.h. bezogen auf die erste Umwälzpumpe 32, geringer Durchsatz der zweiten
Umwälzpumpe 40 bedeutet einen relativ geringen elektrischen Leistungsbedarf für deren
Antrieb. Weiter wird bei nicht allzu großem Durchsatz ein schnelles Rezirkulieren
der Nachspülflotte vermieden, das andernfalls dazu führen würde, daß die Nachspülflüssigkeit
in allzu großer Menge oder allzu häufig mit den Wandungen der Nachspülkammer 20 in
Berührung kommt, dort abgekühlt wird und dadurch zusätzlichen Leistungsbedart bewirkt,
um einerseits die rezirkulierende Nachspülflüssigkeit ggf. mittels nicht dargestellter
Heizelemente auf genügend hoher Temperatur zu halten und um andererseits die an die
Umgebung abgegebene Wärme beispielsweise mit einer Klimaanlage wieder aus der Umgebung
zu entfernen. Ein dritter Gesichtspunkt hinsichtlich der Energieersparnis liegt darin,
daß eine zweite Umwälzpumpe 40 mit relativ geringem Durchsatz einen vorgeschalteten
Nachspülflüssigkeitsbehälter von nur relativ geringem Volumen benötigt, der somit ebenfalls
nicht allzu viel Wärme an die Umgebung abgibt; auf die in Fig. 1 bis 4 unterschiedliche
Konstruktion des Nachspülflüssigkeitsbehälters wird anhand von Fig. 1 bis 4 weiter
unten noch eingegangen.
[0016] Ein weiterer wichtiger Vorteil der erläuterten Bemessung des Durchsatzes der zweiten
Nachspülpumpe 40 liegt darin, daß hierdurch die Baulänge der Nachspülkammer 20 verkürzt
und trotzdem vermieden werden kann, daß über die zweite Nachspüldüsenanordnung 42
abgegebene Nachspülflüssigkeit noch auf die Teller 10 oder sonstiges Spülgut gelangt,
kurz bevor diese die Nachspülkammer 20 zum Entnahmetisch 22 hin verlassen. Letzteres
muß deshalb vermieden werden, weil andernfalls von den in die Nachspülkammer 20 eintretenden
Tellern 10 abgewaschene Bestandteile der Waschflotte 26, nämlich aktive alkalische
Waschmittel und suspendierte Schmutzpartikel, erneut auf die aus der Nachspülkammer
20 austretenden Teller 10 gelangen könnten. Dies wird zwar grundsätzlich bereits dadurch
erreicht, daß die erste Nachspüldüsenanordnung 36 in Förderrichtung einen gewissen
Abstand von der stromauf von ihr liegenden zweiten Nachspüldüsenanordnung 42 hat.
Dieser Abstand kann jedoch im Interesse einer nicht allzu großen Baulänge der Nachspülkammer
20 nicht allzu groß gewählt werden. Bei relativ hohem Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe
40 bestünde daher die Gefahr, daß Tröpfchen oder Tröpfchenwolken, die aus der zweiten
Nachspüldüsenanordnung 42 ausgetreten sind, durch die von der ersten Nachspüldüsenanordnung
36 erzeugten feinen Sprühstahlen oder Tröpfchenwolken hindurch bis zu den aus der
Nachspülkammer 20 austretenden Tellern 10 gelangen. Dies ist bei der erläuterten Bemessung
des Durchsatzes der zweiten Umwälzpumpe 40 nicht der Fall; im Gegenteil hat sich gezeigt,
daß der in Förderrichtung gemessene Abstand der Nachspüldüsenanordnungen 36, 42 voneinander
relativ gering gewählt werden kann und somit auch eine relativ geringe Baulänge der
Nachspülkammer 20 erreicht wird.
[0017] Bei allen Ausführungsbeispielen ist der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 derart
gewählt, daß er fünffach größer ist als die vorbestimmte Menge an heißer Nachspülflüssigkeit,
die der ersten Nachspüldüsenanordnung 36 über die Leitung 34 zugeführt wird. Einezumindest
annähernde derartige Bemessung hat sich als optimal erwiesen; je nach Bauart und Art
des zu reinigenden Gutes wird der Durchsatz der zweiten Umwälzpumpe 40 zweckmäßig
drei- bis fünffach so groß wie die vorgegebene Menge je Zeiteinheit an heißem Nachspülwasser
sein, das über die erste Nachspüldüsenanordnung 36 zugeführt wird.
[0018] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der bereits erwähnte Nachspülflüssigkeitsbehälter
vom unterhalb der Nachspüldüsenanordnungen 36, 42 liegenden, nach unten vom Boden
48 der Nachspülkammer 20 begrenzten, unteren Abschnitt 52 der Nachspülkammer 20 gebildet,
wobei hier wie auch bei den noch zu beschreibenden Ausführungsformen der Boden 48
geringfügig höher liegt als das Niveau 28 der Waschflotte 26 im Waschflottenbehälter,
dem unteren Abschnitt der Waschkammer 18. Dabei ist auf der Seite der Waschkammer
18 ein Uberlauf 50 vorgesehen, dessen Oberkante höher liegt als das Niveau 28 der
Waschflotte 26 und über den hinweg überschüssige Nachspülflüssigkeit in die Waschkammer
18 fließt. Der so gebildete Nachspülflüssigkeitsbehälter 52 hat ein Volumen, das mehrfach
geringer ist als das Volumen der Waschflotte 26. Letzteres gilt auch für die noch
anhand von Fig. 2 bis 4 zu beschreibenden weiteren Ausführungsmöglichkeiten des Nachspülflüssigkeitsbehälters.
Ebenfalls bei allen, auch den noch zu beschreibenden Ausführungsformen der Reinigungsmaschine
ist der Einlaß 54 der zweiten Umwälzpumpe 40 an die tiefste Stelle des Nachspülflüssigkeitsbehälters
angeschlossen, in Fig. 1 also an den Boden 48, um das gesamte Volumen des Nachspülflüssigkeitsbehälters
zum Ansaugen durch die zweite Umwälzpumpe 40 bereit zu halten. Auch diese Maßnahme
fördert ein relativ geringes notwendiges Volumen des Nachspülflüssigkeitsbehälters,
beispielsweise des Nachspülflüssigkeitsbehälters 52 in Fig. 1.
[0019] Zweckmäßig ist im Ansaugweg der zweiten Umwälzpumpe 40 ein Reinigungsfilter 56 vorgesehen.
Dieses liegt bei allen Ausführungsbeispielen annähernd in der Höhe des Bodens 48 der
Nachspülkammer 20 und ist dort an seinem Umfang abgedichtet derart gehalten, daß es
leicht zum Inneren der Nachspülkammer 20 hin herausgenommen werden kann, um eine Reinigung
oder Auswechselung durchführen zu können.
[0020] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist als Nachspülflüssigkeitsbehälter eine flache
Wanne 58 mit ebenem Boden 60 vorgesehen, deren umlaufender Rand 62 von den Innenseiten
der Nachspülkammer 20 vorzugsweise wie beim Ausführungsbeispiel allseitig beabstandet
ist und deren in ihrem Boden 60 gebildeter, untenliegender Auslaß 64 mit dem Einlaß
54 der zweiten Umwälzpumpe 40 unmittelbar flüssigkeitsdicht dadurch verbunden ist,
daß der Auslaß 64 in einem sich von dem Einlaß 54 nach oben erstreckenden Kragen 66
abgedichtet, jedoch herausnehmbar eingesteckt gehalten ist. Die Wanne 58 liegt oberhalb
des Bodens 48 der Nachspülkammer 20 von diesem beabstandet.
[0021] Durch die erläuterte Konstruktion der Wanne 58 werden hinsichtlich des Leistungsbedarfs
mehrere Vorteile erzielt. Erstens ist die in der Wanne 58 aufgefangene Nachspülflüssigkeit
von den Wandungen der Nachspülkammer 20 durch ein Luftvolumen isoliert, wodurch gegenüber
Fig. 1 weniger Wärme an die Umgebung abgegeben wird, eine Nachheizung der rezirkulierenden
Nachspülflüssigkeit daher in geringerem Maße oder überhaupt nicht erforderlich ist
und eine Klimatisierung der Umgebung mit geringerem Energieaufwand möglich ist. Zweitens
gelangt auf die Innenseiten der Wandungen der Nachspülkammer 20 gesprühte Nachspülflüssigkeit
nicht in den von der Wanne 58 gebildeten Nachspülflüssigkeitsbehälter, sondern fließt
zum Boden 48 der Nachspülkammer 20, wo diese gegenüber der in der Wanne 58 befindlichen
Nachspülflüssigkeit kühlere Nachspülflüssigkeit ebenso wie über den Rand 62 der Wanne
58 abfließende, überschüssige Nachspülflüssigkeit unmittelbar in die Waschkammer 18
fließt; der höher als das Niveau 28 der Waschflotte 26 liegende Boden 48 der Nachspülkammer
20 endet zur Waschkammer 18 hin freistehend und ohne Erhöhung oder Überlauf wie in
Fig. 1.
[0022] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 entspricht weitgehend demjenigen gemäß Fig.
1, unterscheidet sich gegenüber letzterem jedoch dadurch, daß der untere Abschnitt
52 der Nachspülkammer 20 nur einen Teil des Nachspülflüssigkeitsbehälters bildet,
während als weiterer solcher Teil ein von der Nachspülflüssigkeit durchsetztes, unterhalb
der Nachspülkammer 20 angeordnetes Gefäß 68 vorgesehen ist. Dieses Gefäß 68 hat die
Form eines liegenden Zylinders. Seine obenliegende Einlaßöffnung 70 ist über einen
Rohistutzen 72 mit einer im Boden 48 der Nachspülkammer 20 gebildeten, das Reinigungsfilter
56 aufnehmenden Öffnung verbunden, während an seiner Unterseite der Einlaß 54 der
hier tiefer angeordneten zweiten Umwälzpumpe 40 liegt. Das Gefäß 68 ist mit einer
elektrischen Heizvorrichtung 74 versehen, um - ggf. gesteuert von einem nicht dargestellten
Thermostaten - die rezirkulierende Nachspülflüssigkeit zumindest annähernd auf die
Temperatur der über die Leitung 34 zugeführten, heißen Nachspülflüssigkeit bringen
zu können. Zweckmäßig ist das Gefäß 68 zumindest auf seiner Mantelfläche mit einer
wärmeisolierenden Schicht 76 umgeben.
[0023] Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 vereinigt die bereits anhand von Fig. 2 und 3 erläuterten
Abwandlungen gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 hinsichtlich der Wanne
58, des Gefäßes 68 und der in Verbindung damit beschriebenen Einzelheiten.
1. Reinigungsmaschine, insbesondere für Geschirr (10), umfassend mindestens eine Waschkammer
(18), eine in der Waschkammer (18) vorgesehene Waschdüsenanordnung (24), einen nahe
der Unterseite der Waschkammer (18) gebildeten Waschflottenbehälter, eine Wasserflotte
(26) von dem Waschflottenbehälter zu der Waschdüsenanordnung (24) fördernde erste
Umwälzpumpe (32), eine der Waschkammer (18) in Förderrichtung (Pfeil 14) des zu reinigenden,
vorzugsweise kontinuierlich entlang ei-nes Förderweges geförderten Gutes (10) nachgeschaltete, vorzugsweise an die Waschkammer
(18) anschließende Nachspülkammer (20), eine in der Nachspülkammer (20) vorgesehene,
mit einer heißen Nachspülflüssigkeit in vorgegebener Menge je Zeiteinheit gespeiste
erste Nachspüldüsenanordnung (36),einen nahe der Unterseite der Nachspülkammer (20) vorgesehenen
Nachspülflüssigkeitsbehälter (52; 58; 52, 68; 58, 68), eine in der Nachspülkammer (20) vorgesehene, vorzugsweise bezüglich der Förderrichtung stromauf
der ersten Nachspüldüsenanordnung (36) angeordnete zweite Nachspüldüsenanordnung (42)
und eine Nachspülflüssigkeit von dem Nachspülflüssigkeitsbehälter (52; 58; 52, 68;
58, 68) zu der zweiten Nachspüldüsenanordnung (42) fördernde, zweite Umwälzpumpe (40),
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Umwälzpumpe (40) einen Durchsatz aufweist,
der mindestens so groß ist wie die vorgegebene Menge je Zeiteinheit an heißer Nachspülflüssigkeit,
die der ersten Nachspüldüsenanordnung (36) zugeführt wird, und die mehrfach geringer
ist als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe (32).
2. Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchsatz der
zweiten Umwälzpumpe (40) mehrfach, vorzugsweise drei- bis fünffach so groß ist wie die vorgegegebene Menge
je zeiteinheit an heißem Nachspülwasser, die der ersten Nachspüldüsenanordnung (36)
zugeführt wird, wobei diese vorgegebene Menge je Zeiteinheit vorzugsweise vielfach
geringer als der Durchsatz der ersten Umwälzpumpe (32) ist.
3. Reinigungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß
(54) der zweiten Umwälzpumpe (40) an die tiefste Stelle des Nachspülflüssigkeitsbehälters
(52; 58; 52, 68; 58, 68) ange- schlossen ist.
4. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen des Nachspülflüssigkeitsbehälters (52; 58; 52, 68; 58, 68) mehrfach
geringer ist als das Volumen der Waschflotte (26) im Waschflottenbehälter.
5. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Nachspülflüssigkeitsbehälter (52; 52, 68) zumindest teilweise vom untenliegenden,
nach unten vom Boden (48) der Nachspülkammer (20) begrenzten unteren Abschnitt (52)
der Nachspülkammer (20) gebildet ist, daß der Boden (48) der Nachspülkammer (20) mindestens
annähernd so hoch liegt wie das Niveau (28) der Waschflotte (26) im Waschflottenbehälter
und daß ein Überlauf (50) vorgesehen ist, dessen Oberkante höher liegt als das Niveau
(28) der Waschflotte (26) im Waschflottenbehälter und über den hinweg überschüssige
Nachspülflüssigkeit in die Waschkammer (18) fließt.
6. Reinigungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Nachspülflüssigkeitsbehälter (58; 58, 68) zumindest teilweise von einer Wanne
(58) gebildet ist, deren umlaufender Rand (62) von den Innenseiten der Nachspülkammer
(20) vorzugsweise allseitig beabstandet ist und deren untenliegender Auslaß (64) mit
dem Einlaß (54) der zweiten Umwälzpumpe (40) unmittelbar oder über einen weiteren
Teil (68) des Nachspülflüssigkeitsbehälters (58, 68) flüssigkeitsdicht verbunden ist.
7. Reinigungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanne (58)
oberhalb des Bodens (48) der Nachspülkammer (20) von diesem beabstandet gehalten ist
und daß der Boden (48) der Nachspülkammer (20) oberhalb des Niveaus (28) der im Waschflottenbehälter
befindlichen Waschflotte (26) liegt.
8. Reinigungsmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanne
(58) an ihrem Auslaß (64) leicht lösbar angeschlossen ist.
9. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweiten Umwälzpumpe (40) als weiterer Teil des Nachspülflüssigkeitsbehälters
(48, 68: 58, 68) ein von der Nachspülflüssigkeit durchströmtes, vorzugsweise unterhalb
der Nachspülkammer (20) angeordnetes Gefäß (68) vorgeschaltet ist.
10. Reinigungsmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das vorzugsweise
wärmeisolierte Gefäß (68) mit einer Heizvorrichtung (74) versehen ist.
11. Reinigungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß im Ansaugweg der zweiten Umwälzpumpe (40) ein vorzugsweise zum Inneren der Nachspülkammer
(20) hin herausnehmbares Filter (56) angeordnet ist.