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EP 0 006 546 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1981 Patentblatt 1981/42 |
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Anmeldetag: 15.06.1979 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: F01P 7/04 |
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Luftgekühlte Brennkraftmaschine
Aircooled internal combustion engine
Moteur à combustion interne, refroidi à l'air
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT FR GB IT |
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Priorität: |
05.07.1978 DE 2829469
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.01.1980 Patentblatt 1980/01 |
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Anmelder: Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft |
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51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Tholen, Paul, Dipl.-Ing.
D-5060 Bergisch Gladbach 3 (DE)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine luftgekühlte Brennkraftmaschine, die von einer vorgebbaren
Drehzahl an bis zur Nenndrehzahl bei sinkendem Drehmoment auf eine annähernd konstante
Leistung geregelt wird.
[0002] Aus der DE-B-11 37 904 ist eine luftgekühlte Brennkraftmaschine bekannt, bei welcher
das Kühlluftgebläse, um den von ihm erzeugten Kühlluftstrom an den Wärmebedarf der
Brennkraftmaschine anzupassen, unter Zwischenschaltung einer hydrodynamischen Kupplung
temperaturabhängig gesteuert wird, wobei der Antrieb des Kühlluftgebläses mit der
Brennkraftmaschine drehzahimäßig gekoppelt ist.
[0003] Es ist bekannt (Diesel and Gas Turbine Progress 1973, S. 17), derartige Brennkraftmaschinen
so auszulegen, daß sie eine starke Drehmomentüberhöhung aufweisen. Sie haben einen
Drehmomentverlauf, der im oberen Drehzahlbereich sich weitgehend mit dem Verlauf der
Leistungshyperbel deckt. Da in diesem Bereich die Leistung annähernd konstant ist,
ist auch der Kühlleistungsbedart annähernd konstant. Da in dem konstanten Leistungsbereich
die Drehzahl der Brennkraftmaschine variieren kann, variiert damit analog auch die
Kühlluftgebläsedrehzahl, obwohl kein erhöhter Wärmeanfall vorliegt. Dies geschieht
deshalb, weil die Füllung der hydrodynamischen Kupplung konstant bleibt.
[0004] Es ist aus der DE-B-1173290 bei einer wassergekühlten Brennkraftmaschine bekannt,
den Lüfter unter Zwischenschaltung einer hydrodynamischen Kupplung von der Brennkraftmaschine
anzutreiben. Die hydrodynamische Kupplung arbeitet temperaturabhängig und zwar in
Abhängigkeit der Temperatur des Kühlmittels. Hierbei wird die Lüfterdrehzahl von einem
bestimmten Wert an konstant gehalten, wobei dann dafür gesorgt werden muß, daß bei
Anfall der höchsten Leistung der Brennkraftmaschine die dann anfallende Wärmemenge
rückgekühlt werden kann, da sonst die Brennkraftmaschine ein Wärrnekollaps erleidet.
[0005] Dies wird bei wassergekühlten Brennkraftmaschinen dadurch erreicht, daß der Kühlmitteldurchfluß
von der Brennkraftmaschine zum Kühler über einen Thermostaten gesteuert wird und daß
die gesamte Kühlanlage derart ausgelegt ist, daß beim Konstanthalten der Lüfterdrehzahl
noch nicht der ganze Kühlmittelfluß durch den Kühler strömt, sondern daß aufgrund
des Thermostaten erst ein Teil durch den Kühler strömt. Wird der Wärmeanfall der Brennkraftmaschine
größer, so öffnet das Thermostat den Durchfluß zum Kühler weiter, so daß die anfallende
Wärmemenge rückgekühlt wird.
[0006] Es ist weiterhin bei einer wassergekühlten Brennkraftmaschine bekannt (DE-A-1905631),
den Lüfter mit der Wasserpumpe zu koppeln und beide ab einer bestimmten Drehzahl konstant
zu halten. Auch hierbei ist die Kühlanlage derart ausgelegt, daß ab dieser Drehzahl
noch nicht die volle Kühlmittelmenge durch den Kühler strömt, sondern daß Reserven
vorhanden sind, um die beim Ansteigen der Brennkraftmaschinenleistung erfolgende erhöhte
Wärmemenge rückzukühlen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer luftgekühlten Brennkraftmaschine
der eingangs genannten Art die tatsächliche Kühlleistung eines Kühlluftgebläses der
erforderlichen Kühlleistung besser anzupassen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Drehzahl eines Kühlluftgebläses
in diesem Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine annähernd konstant gehalten wird.
[0009] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß ab der vorgebbaren Drehzahl, der
Brennkraftmaschine das Kühlluftgebläse nicht mehr in Abhängigkeit der Brennkraftmaschinendrehzahl
gesteuert wird, sondern in Abhängigkeit deren Leistung. Die bis zu der vorgebbaren
Brennkraftmaschinendrehzahl vorhandene Abhängigkeit der Kühlluftgebläsedrehzahl von
der Brennkraftmaschinendrehzahl wird also ersetzt durch eine leistungsabhängige Drehzahlregelung
des Kühlluftgebläses. Damit wird erreicht, daß sich die Leistungsaufnahme des Kühlluftgebläses
dem Kühlleistungsbedarf der Brennkraftmaschine anpaßt, so daß im hohen Drehzahlbereich
an der Abtriebswelle der Brennkraftmaschine eine größere Nutzleistung zur Verfügung
steht. Zudem ist das Gebläsegeräusch in Relation zum Motorgeräusch in diesem Bereich
verringert.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das Kühlluftgebläse über eine
hydrodynamische Kupplung angetrieben wird, dessen Füllung in Abhängigkeit von der
Stellung einer Regelstange einer Kraftstoffeinspritzpumpe mit Drehzahlregler gesteuert
wird.
[0011] Bei konstanter Drehzahl ist die Regelstangenstellung in erster Näherung ein Maß für
die Leistung der Brennkraftmaschine und damit für die bezweckte Regelung sehr gut
geeignet.
[0012] Die Füllung der hydrodynamischen Kupplung kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
durch den statischen Druck des Kühlgebläses geregelt werden. Bei Überschreitung eines
vorgebenen Haubendrucks, der mit der Kühlgebläsedrehzahl steigt, wird die Füllung
der hydrodynamischen Kupplung reduziert.
[0013] Die Erfindung kann sowohl bei frei saugenden als auch bei aufgeladenen Brennkraftmaschinen
angewendet werden. Im letzteren Fall ist es vorteilhaft, die Füllung der hydrodynamischen
Kupplung des Kühlgebläses durch den Ladedruck zu regeln. Bei Überschreiten eines vorgebenen
Ladedrucks, wird die Füllung der hydrodynamischen Kupplung zunehmend reduziert.
[0014] Ferner können andere leistungsabhängige Betriebsgrößen, z.B. charakteristische Bauteiltemperaturen
zur Regelung herangezogen werden. Die an sich bekannten thermostatischen Regelverfahren
über Abgas-, Bauteil- oder Ablufttemperaturen lassen sich in vorteilhafter Weise mit
der erfindungsgemäßen Gebläseauslegung kombinieren, wobei die letztgenannten Regelverfahren
vorzugsweise für den Teillastbereich ihre Gültigkeit behalten.
[0015] In der Zeichnung ist die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Regelung anhand eines
Schaubilds dargestellt.
[0016] In dem Schaubild sind über der Drehzahl der Brennkraftmaschine der Regelstangenweg
Y
r. das Drehmoment M
d, die Gebläsedrehzahl n
G, die Leistung der Brennkraftmaschine N
e, der Drehzahlschlupf der hydrodynamischen Kupplung und die Gebläseantriebsleistung
N
G aufgetragen. Alle Kenngrößen sind in Prozenten angegeben.
[0017] Im Drehzahlbereich von 70% bis 100% der Nenndrehzahl der Brennkraftmaschine verläuft
die Drehmomentlinie 1 ungefähr auf einer Leistungshyperbel 2.
[0018] Der Gebläseantrieb wird so ausgelegt, daß er bereits bei 70 % der Drehzahl der Brennkraftmaschine
seine Nenndrehzahl erreicht. In diesem Betriebszustand ist die hydraulische Kupplung
vollständig gefüllt, so daß ihr Schlupf annährend Null ist. Mit weiter steigender
Drehzahl der Brennkraftmaschine wird der Ölzufluß zur Kupplung in Abhängigkeit von
der Stellung einer Regelstange einer Kraftstoffeinspritzpumpe oder von anderen geeigneten
Steuerung- oder Regelgliedern, die eine leistungsabhängige Stellgröße liefern, zunehmend
gedrosselt, so daß der Schlupf des Gebläses bei Vollast und Nenndrehzahl der Brennkraftmaschine
ungefähr 30% beträgt. Der - Verlauf des Gebläseschlupfes ist im Schaubild mit 3 bezeichnet,
wobei die gestrichelte Linie den ungeregelten Verlauf darstellt.
[0019] Die Leistungsaufnahme des Gebläses ist mit 4 bezeichnet. Sie nimmt mit steigender
Drehzahl mit der dritten Potenz zu und erreicht bereits bei 70 % der Nenndrehzahl
fast ihre volle Höhe. Ohne die erfindungsgemäße Regelung des Gebläses würde die Gebläseleistung
entsprechend der gestrichelten Linie mit zunehmender Drehzahl der Brennkraftmaschine
weiter steigen und bei Nenndrehzahl der Brennkraftmaschine etwa 300 % erreichen. Durch
die Regelung wird dieser hohe Anstieg vermieden und entsprechend der Wirkungsgradminderung
auf nur 130 % begrenzt. Die Kurven 5 und 6 geben den Verlauf der Gebläsedrehzahl bzw.
der Leistung der Brennkraftmaschine wieder, während die Kurve 7 den Regelstangenweg
darstellt.
1. Luftgekühlte Brennkraftmaschine, die von einer vorgebbaren Drehzahl an bis zur
Nenndrehzahl bei sinkendem Drehmoment auf eine annähernd konstante Leistung geregelt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl eines Kühlluftgebläses in diesem Drehzahlbereich
der Brennkraftmaschine annähernd konstant gehalten wird.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlluftgebläse
über eine hydrodynamische Kupplung angetrieben wird, dessen Füllung in Abhängigkeit
von der Stellung eines Regelstange einer Kraftstoffeinspritzpumpe mit Drehzahlregler
gesteuert wird.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung einer
hydrodynamischen Kupplung des Kühlgebläses durch dessen statischen Druck geregelt
wird.
4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 2 oder 3 mit Abgasturboaufladung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllung einer hydrodynamischen Kupplung des Kühlluftgebläses durch den Ladedruck
geregelt wird.
5. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
im Teillastbereich die Füllung der hydrodynamischen Kupplung des Kühlluftgebläses
in bekannter Weise thermostatisch in Abhängigkeit von Abgas-, Bauteil- oder Ablufttemperatur
geregelt wird.
1. An air-cooled internal combustion engine which is adjusted to have an approximately
constant power output, while torque is reduced, from a predeterminable speed of the
engine up to a given speed, characterized in that the speed of a cooling-air blower
is kept approximately constant in this speed range of the combustion engine.
2. An internal combustion engine according to claim 1, characterized in that the cooling-air
blower is driven through a hydrodynamic clutch, the charging of which is controlled
in dependence upon the position of a regulating rod. of a fuel-injection pump with
a speed regulator.
3. An internal combustion engine according to claim 2, characterized in that the charging
of a hydrodynamic clutch of the cooling-air blower is regulated by its static pressure.
4. An internal combustion engine according to claim 2 or claim 3, with exhaust-driven
turbo- supercharging, characterized in that the charging of a hydrodynamic clutch
of the cooling-air blower is regulated by the supercharge pressure.
5. An internal combustion engine according to any one of claims 2 to 4, characterized
in that, in the partial load range, the charging of the hydrodynamic clutch of the
cooling-air blower is thermostatically regulated in the known manner in dependence
upon the temperature of the exhaust gas, a component, or the spent air.
1. Moteur à combustion interne refroidi par l'air et qui est régulé à partir d'une
vitesse de rotation prédéterminée jusqu'à la vitesse de rotation nominale sur une
puissance approximativement constante avec abaissement du couple moteur, moteur caractérisé
en ce que la vitesse de rotation d'une soufflante d'air de refroidissement est maintenue
approximativement constante dans cette gamme de vitesse de rotation du moteur à combustion
interne.
2. Moteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la soufflante d'air de refroidissement
est entraînée par l'intermédiaire d'un accouplement hydrodynamique dont le remplissage
est commandé en fonction de la position d'une tringle de réglage d'une pompe d'injection
de carburant munie d'un régulateur de vitesse de rotation.
3. Moteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que le remplissage de l'accouplement
hydrodynamique de la soufflante de refroidissement est réglé par la pression statique
de celle-ci.
4. Moteur à combustion interne selon la revendication 2 ou 3, comportant une suralimentation
par une turbine sur les gaz d'échappement, moteur caractérisé en ce que le remplissage
de l'accouplement hydrodynamique de la soufflante d'air de refroidissement est réglé
par la pression d'alimentation.
5. Moteur à combustion interne selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en
ce que dans la zone de charge partielle, le remplissage de l'accouplement hydrodynamique
de la soufflante d'air de refroidissement, est réglé thermostati- quement, de façon
en soi connue, en fonction de la température des gaz d'échappement, des pièces constitutives
ou bien de l'air évacué.
