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EP 0 008 687 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1981 Patentblatt 1981/42 |
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Anmeldetag: 06.08.1979 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: A47B 29/00 |
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Nähmaschinenmöbel mit einer Versenkvorrichtung
Sewing-table with a dropping device
Table de machine à coudre avec dispositif d'escamotage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE FR GB NL |
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Priorität: |
13.09.1978 DE 2839745
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.1980 Patentblatt 1980/06 |
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Anmelder: Pfaff Haushaltmaschinen GmbH |
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D-7500 Karlsruhe-Durlach (DE) |
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Erfinder: |
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- Greiner, Ulrich
D-7911 Oberelchingen (DE)
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Vertreter: Klein, Friedrich |
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Auf der Pirsch 11 67663 Kaiserslautern 67663 Kaiserslautern (DE) |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel mit einer Versenkvorrichtung für einen eine Nähmaschine
aufnehmenden Träger nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Möbel sollen im Gebrauchszustand eine aufgrund bisheriger Erfahrungen ermittelte,
ergonomisch günstige Arbeitshöhe mit ausreichender Beinfreiheit für die Näherin haben,
eine genügend große Tischfläche als Arbeitsfläche zur bequemen Handhabung des Nähgutes
bieten und möglichst auch noch mit einer Ablage für das Nähgut und zum Nähen benötigtes
Zubehör ausgestattet sein. Im Nichtgebrauchszustand soll das Möbel dagegen auf möglichst
kleine Abmessungen zusammenklappbar sein und so wenig Platz wie irgend möglich einnehmen,
um dadurch bequem abgestellt und unauffällig aufbewahrt werden zu können.
[0003] Bei den bekannten Möbeln mit Versenkeinrichtung sind diese Forderungen nur mit erheblichem
Aufwand und auch nicht restlos befriedigend zu erreichen gewesen. Insbesondere die
Forderung, dem Möbel eine möglichst geringe Höhe zum Abstellen und dem Träger der
Nähmaschine die richtige Arbeitshöhe in nähbereitem Zustand zu geben, bereitete erhebliche
Schwierigkeiten und führte zur Entwicklung von zum Teil komplizierten Versenkeinrichtungen,
die überdies nicht immer einfach zu handhaben sind. DE-A-23 04 667 und DE-A-28 10
302.
[0004] Der Erfindung liegt zur Vermeidung dieser Nachteile die Aufgabe zugrunde, den Träger
der Nähmaschine eines Möbels nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so auszugestalten,
daß er durch einfaches Herausschwenken aus der Versenkstellung auf eine die Höhe des
Möbels im Nichtgebrauchszustand übersteigende Arbeitshöhe bringbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichenteil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0006] Weitere vorteilhafte Einzelheiten, die auch zur Erfüllung der eingangs geschilderten
Forderungen beitragen, ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt
und nachfolgend näher beschrieben.
[0008] Es zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des Möbels in der Arbeitsstellung, in der die
Nähmaschine der besseren Übersicht wegen wegge- lassen wurde;
Fig. 2 eine Vorderansicht des Möbels mit der Nähmaschine in der Arbeitsstellung und
Fig. 3 eine Seitenansicht des geschnitten dargestellten Möbels und der Nähmaschine
in der Versenkstellung, in der außerdem die Arbeitsstellung von Möbel und Nähmaschine
strichpunktiert angedeutet ist.
[0009] Das Möbel weist zwei Seitenwände 1 und 2, eine Rückwand 3 und einen Boden 4 auf.
An der Bodenuntersteite sind vier Laufrollen 5 befestigt. An die Vorderkante der einen
Seitenwand (2) ist eine Tür 6 mittels eines Scharniers 7 angelenkt. Die Tür 6 ist
mit einer Deckplatte 8 rechtwinklig verbunden und bildet zusammen mit ihr eine in
sich starre Einheit. Zur Versteifung dieser Einheit dienen zwei Winkelstreben 9 (nur
eine dargestellt).
[0010] Nahe der dem Scharnier 7 gegenüberliegenden Kante der Tür 6 ist eine in einer Hülse
10 längsverschiebbare und feststellbare Stütze 11 zum Abstützen der aus Tür 6 und
Deckplatte 8 bestehenden Einheit angeordnet. In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Arbeitsstellung
bildet die Deckplatte 8 dieser Einheit einen Ablagetisch für das Nähgut
.und für zum Nähen benötigtes Zubehör.
[0011] Der Träger 12 für die Nähmaschine 13 wird von zwei Trägerelementen gebildet, die
winklig miteinander verbunden sind, so daß der Träger 12 einen winkligen Querschnitt
mit den Schenkeln 14 und 15 aufweist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das eine
Trägerelement (14), auf das die Nähmaschine 13 aufgeschraubt oder in anderer Weise
befestigt sein kann, eine Platte, während das andere Trägerelement (15) von zwei Tragwinkeln
mit den Schenkeln 16, 17 gebildet ist, die mit dem einen Schenkel (16) an der Platte
(14) befestigt und mit dem anderen Schenkel (17) an der Hinterkante des durch die
beiden Seitenwände 1 und 2 und die Rückwand 3 begrenzten, im Gebrauchszustand des
Möbels vorne offenen Versenkausschnittes bei 18 gelenkig befestigt sind. Die Schenkel
17 des Trägers 12 bilden in der Arbeitsstellung eine Verlängerung der die Schwenkachse
(18) des Trägers 12 aufnehmenden Möbelwand.
[0012] Anstelle der beiden Tragwinkel 15 als der zweite Schenkel des Trägers 12 könnte auch
eine durchgehende, mit der Platte 14 winklig verbundene Platte Verwendung finden.
[0013] Zur Abstützung des Trägers 12 mit der Nähmaschine 13 in der Arbeitsstellung ist an
der Unterseite des freien Endes der die Nähmaschine 13 tragenden Platte 14 ein als
Stange 19 mit abgebogenen Enden 20, 21 ausgebildeter Bügel schwenkbar angeordnet,
an dessen Enden 20, 21 nach außen gerichtete Führungszapfen 22 bzw. 23 vorgesehen
sind. Diese Führungszapfen 22, 23 ragen in Nutenführungen 24 (nur eine dargestellt
in Fig. 1 und 3), die in die Seitenwände 1 und 2 eingearbeit sind.
[0014] Der obere Teil der Nutenführungen 24 bildet in der Arbeitsstellung des Trägers 12
mit der Nähmaschine 13 eine Raste für die Führungszapfen 22, 23 der Stange 19.
[0015] Um eine genügend große Tischfläche zur besseren Handhabung des Nähgutes zur Verfügung
zu haben, ist an beiden Seitenkanten des die Nähmaschine 13 tragenden, als Platte
ausgebildeten Schenkels 14 des Trägers 12 mit Hilfe von je zwei Scharnieren 26 eine
Verlängerungsplatte 27 bzw. 28 gelenkig verbunden.
[0016] Zur Erläuterung der Funktionsweise des Möbels sei davon ausgegangen, daß sich der
Träger 12 mit der an ihm befestigten Nähmaschine 13 und die in die in Fig. 2 strichpunktiert
dargestellte Lage hochgeschwenkten Verlängerungen 27, 28 in der in Fig. 3 in Vollinien
dargestellten Versenkstellung befinden, die in Fig. 1 in der Stützstellung gezeigte
Stütze 11 in angehobener Stellung eingerastet ist und die Vorder- und Oberseite des
Möbels durch die aus Tür 6 und Deckplatte 8 bestehende Einheit verschlossen sind.
In diesem Nichtgebrauchszustand nimmt das Möbel einen relativ geringen Raum ein. Es
kann auf den Laufrollen 5 bequem transportiert und aufgrund der geringen Abmessungen
unauffällig abgestellt werden, beispielsweise als Teil eines größeren Möbelstückes.
[0017] Um das Möbel und die Nähmaschine zum Nähen vorzubereiten, wird die aus Tür 6 und
Deckplatte 8 bestehende Einheit um 180° um das Scharnier 7 in die in Fig. 1 und 2
dargestellte Stellung geschwenkt, in der die Deckplatte 8 als Ablagetisch benutzt
werden kann. Daraufhin wird die den Schenkel 14 des Trägers 12 bildende Platte mit
der Nähmaschine 13 und den Verlängerungen 27 und 28 um die Schwenkachse 18 in die
in Fig. 2 in Vollinien und in Fig. 3 strichpunktiert dargestellte Arbeitsstellung
auf eine durch die Länge des Schenkels 17 des Trägers 12 bestimmte, die Höhe des Möbels
in seiner Nichtgebrauchsstellung übersteigende Arbeitshöhe hochgeschwenkt. In der
Arbeitsstellung rasten die Führungszapfen 22, 23 im oberen Teil 25 der Nutenführungen
24 ein. Nach dem Umklappen der Verlängerungen 27, 28 in ihre horizontale Lage sind
Nähmaschine und Möbel zur Benutzung bereit. Wenn das Möbel in die Nichtgebrauchsstellung
gebracht werden soll, wird in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen.
1. Möbel mit einer Versenkvorrichtung für einen eine Nähmaschine aufnehmenden Träger,
der um eine horizontale Achse aus einer Versenkstellung in eine Arbeitsstellung schwenkbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (12) einen winkelförmigen Querschnitt
aufweist und in seiner Arbeitsstellung der die Nähmaschine (13) tragende Schenkel
(14) abstützbar ist, während der andere Schenkel (15) im wesentlichen eine Verlängerung
der die Achse (18) aufnehmenden Möbelwand bildet und mit der Achse (18) so verbunden
ist, daß zwischen der Achse (18) und dem Scheitel des winkelförmigen Querschnitts
ein Abstand besteht, um den der die Nähmaschine tragende Schenkel (14) in Arbeitsstellung
höher als die Achse (18) liegt.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützmittel als Stange
(19) mit abgebogenen Enden (20, 21) ausgebildet ist, an denen horizontal nach außen
gerichtete, in Nutenführungen (24) der Seitenwände (1, 2) des Möbels geführte Zapfen
(22, 23) vorgesehen sind, und daß die Stange (19) an der Unterseite des die Nähmaschine
(13) tragenden Schenkels (14) angelenkt ist.
3. Möbel nach Anspruch 1 und 2 mit einer Tür und einer Deckplatte, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tür (6) und die Deckplatte (8) eine winklig miteinander verbundene Einheit
bilden, welche mit der Vorderkante einer Seitenwand (2) des Möbels durch ein Scharnier
(7) verbunden und an der dem Scharnier (7) gegenüberliegenden Kante abstützbar ist.
4. Möbel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seitenkanten
des die Nähmaschine (13) tragenden Schenkels (14) eine Verlängerungsplatte (27 bzw.
28) angelenkt ist.
1. Cabinet with a lowering device for a support for receiving a sewing machine which
can be swivelled about a horizontal axis from its submerged to its operational position,
such cabinet being characterized by the support (12) having an angular cross section
and the leg (14) carrying the sewing machine (13) being supportable in its operational
position whereas the other leg (15) essentially is an elongation of the cabinet wall
receiving the pivot member (18) and is connected with the said pivot member (18) so
that there is a distance between the pivot (18) and the angle point of the angular
cross section by which distance the leg (14) carrying the sewing machine in its operational
position is positioned higher than the pivot (,18).
2. Cabinet according to claim 1 characterized by the support having the form of a
rod (19) with elbowed end sections (20, 21) provided with journals (22, 23) bent outwards
horizontally and guided in guide grooves (24) in the cabinet side walls (1, 2) and
by the rod (19) being pivoted to the underside of the leg (14) carrying the sewing
machine (13).
3. Cabinet according to claims 1 and 2 with a door and a cover plate, characterized
by the fact that the door (6) and the cover plate (8) are an angularly connected unit
which, in turn, is connected to the front edge of a cabinet wall (2) by a hinge (7)
and can be supported at the edge opposite the hinge (7).
4. Cabinet according to claims 1 to 3, characterized by the fact that an extension
plate (27, 28) respectively is pivoted to both side edges of the leg (14) carrying
the sewing machine (13).
1. Meuble avec un dispositif d'escamotage pour un support destiné à recevoir une machine
à coudre et apte à être amené par pivotement autour d'un axe horizontal de la position
escamotée à la position de travail, caractérisé en ce que le support (12) a une section
transversale de forme angulaire et que, dans sa position de travail, le côté (14)
qui porte la machine à coudre (13) peut être soutenu, tandis que l'autre côté (15)
forme, pour l'essentiel, un prolongement de la paroi du meuble où se trouve l'axe
(18) et est relié à cet axe (18) de telle façon que le côté (14) qui porte la machine
à coudre se trouve, en position de travail, à une hauteur qui est supérieure à celle
de l'axe (18) de la distance qui sépare celui-ci du sommet de l'angle que forme la
section transversale.
2. Meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de soutien est
conformé en tige (19) aux extrémités condées (20, 21), sur lesquelles sont prévus
des tourillons (22, 23) orientés horizontalement vers l'extérieur et guidés dans des
rainures (24) des parois latérales (1, 2) du meuble, et en ce que la tige (19) est
articulée sur la face inférieure du côté (14) qui porte la machine à coudre (13).
3. Meuble selon les revendications 1 et 2, comportant une porte et un panneau de recouvrement,
caractérisé en ce que la porte (6) et le panneau de recouvrement (8) sont reliés à
angle droit pour former un ensemble qui peut être relié par une charnière (7) au chant
avant d'une (2) des parois latérales du meuble et peut être soutenu à l'endroit du
chant opposé à celui où se trouve la charnière.
4. Meuble selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une rallonge (27, 28,
respectivement) est articulée sur chacun des bords latéraux du côté (14) du support
qui porte la machine à coudre (13).
