(19)
(11) EP 0 037 961 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.10.1981  Patentblatt  1981/42

(21) Anmeldenummer: 81102448.8

(22) Anmeldetag:  01.04.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3F23D 11/44, F23D 13/40
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 11.04.1980 DE 3014059

(71) Anmelder:
  • FORSCHUNGSZENTRUM JÜLICH GMBH
    52425 Jülich (DE)
  • Rosenthal Technik AG
    D-8672 Selb/Bayern (DE)

(72) Erfinder:
  • Förster, Siegfried, Dr.
    D-5110 Alsdorf (DE)
  • Schindler, Stefan R., Dr.
    D-8672 Selb (DE)
  • Keller, Hartmut, Dr.
    D-8672 Selb (SE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Keramischer Brennerkopf mit zum Brennermund parallel zueinander geführten, schlitzförmigen Strömungskanälen für Brennstoff und Oxidationsmittel


    (57) In einem keramischen Brennerkopf verlaufen zum Brennermund (3) parallel zueinander geführte, schlitzförmige Strömungskanäle (1, 2) für Brennstoff und Oxidationsmittel. Im Bereich des Brennermundes (3) bestehen die Trennwände zwischen den benachbart angeordneten Strömungskanälen (1, 2) im Gegensatz zum übrigen Teil der Strömungskanäle, die aus gasdichter Keramik bestehen. aus einem für den Brennstoff durchlässigen, porösen Werkstoff. Dieser Teil der Strömungskanäle wird zur Vereinfachung der Herstellung des keramischen Brennerkopfes als gesondertes Mundstück (5) gefertigt. Das Mundstück (5) wird im Brennerkopf in gasdichten Außenwänden (6. 7. 8. 9) eingebettet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen keramischen Brennerkopf mit zum Brennermund parallel zueinander geführten, schlitzförmigen Strömungskanälen für Brennstoff und Oxidationsmittel, die benachbart angeordnet sind und zwischen sich im Bereich des Brennermundes Trennwände aus für den Brennstoff durchlässigem, porösem Werkstoff aufweisen.

    [0002] Keramische Brennerköpfe dieser Art sind sowohl für den Einsatz in Industrieöfen als auch für Wärmeerzeuger kleinerer Einheit bestimmt. Sie sind für gasförmige aber auch flüssige Brennstoffe geeignet. Bei Verwendung flüssiger Brennstoffe wird der Brennstoff vor Austritt am Brennermund durch Vorwärmen des Oxidationsmittels und entsprechendem Wärmeaustausch zwischen Oxidationsmittel und flüssigem Brennstoff in den Strömungskanälen im keramischen Brennerkopf verdunstet. Der flüssige Brennstoff durchdringt die porösen Trennwände zwischen den Strömungskanälen im Bereich des Brennermundes und wird von der vorgewärmten Verbrennungsluft aufgenommen. Infolge der Verdunstung des flüssigen Brennstoffs auf der Oberfläche der porösen Wände wird eine unerwünschte überhitzung des Brennstoffs, die zum Cracken führt, verhindert. Im Strömungskanal für die Verbrennungsluft werden Brennstoff und Verbrennungsluft miteinander vermischt und als zündfähiges Gemisch zum Brennermund geführt.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es,die Ausbildung des Brennerkopfes mit porösen Trennwänden zwischen den Strömungskanälen für Oxidationsmittel und Brennstoff im Bereich des Brennermundes zu vereinfachen.

    [0004] Diese Aufgabe wird bei einem keramischen Brennerkopf der eingangs erwähnten Art durch die im Patentanspruch 1 angegebene Ausbildung gelöst. Danach ist am Brennermund ein Mundstück, das aus für den Brennstoff durchlässigem, porösem Werkstoff besteht, in das Mundstück gasdicht umschließenden Außenwänden eingebettet. Das Mundstück ist in vorteilhafter Weise unabhängig von der Ausgestaltung der Oxidationsmittel und Brennstoff führenden Strömungskanäle ausbildbar und kann der gewünschten, für den jeweiligen Verwendungszweck des Brennerkopfes zweckmäßigen Form der Mündungen der Strömungskanäle angepaßt werden.

    [0005] Um Schwierigkeiten beim Anschluß des porösen Mundstücks an den die Verbrennungsluft führenden Strömungskanälen zu vermeiden, ist das Mundstück im Brennerkopf mit Abstand zu den Strömungskanälen für das Oxidationsmittel angeordnet, Patentanspruch 2.

    [0006] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen im einzelnen

    Figur 1 Querschnitt durch einen keramischen Brennerkopf mit einem im Brennermund eingebetteten Mundstück, gemäß Schnittlinie I/I nach Figur 2

    Figur 2 Längsschnitt durch einen keramischen Brennerkopf nach Figur 1 gemäß Schnittlinie II/II.



    [0007] Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, weist der Brennerkopf parallel zueinander geführte, schlitzförmige Strömungskanäle 1, 2 für Brennstoff und Oxidationsmittel auf. Im Ausführungsbeispiel wird im Strömungskanal 1 vorgewärmte Verbrennungsluft, im Strömungskanal 2 Brennstoff geführt. Es können gasförmige oder flüssige Brennstoffe verwendet werden. Die Strömungskanäle 2 für den Brennstoff sind am Brennermund 3 mit Endstücken 4 verschlossen. Am Brennermund ist ein Mundstück 5 eingesetzt, das aus für den Brennstoff durchlässigem, porösem Werkstoff besteht. Das Mundstück ist in gasdichten Abdeckungen 6, 7 , 8, 9 eingebettet, die - bis auf die Abdeckung 9 - im Ausführungsbeispiel den keramischen Brennerkopf als Außenwände abschließen. In der Abdeckung 9 ist eine Ausnehmung 1o vorgesehen, durch die der Brennstoff, der in einem Kanal 11 im Deckenteil 12 des keramischen Brennerkopfes geführt wird, in die Strömungskanäle 2 des Mundstücks 5 einströmen kann.

    [0008] Durch Strömungskanäle 1' wird dem keramischen Brennerkopf Verbrennungsluft zugeführt. Die Strömungsrichtung der Luft ist in Figur 2 durch einen mit gestrichelten Linien gezeichneten Pfeil angegeben. Die Strömungskanäle 1' bilden im Ausführungsbeispiel den Teil eines Gegenstromwärmetauschers, in dem die Verbrennungsluft vorerhitzt wird. Zur Vorerhitzung dient zweckmäßig Abgas, das in dem Gegenstromwärmetauscher in parallel zu den Strömungskanälen 1' verlaufenden Abgaskanälen geführt ist, die in der Zeichnung nicht gesondert dargestellt sind. Das Abgas wird im Gegenstromwärmetauscher am Zugang 13 eingeführt.

    [0009] Das Mundstück 5 ist mit Abstand 14 vom Ende der Strömungskanäle 1' im keramischen Brennerkopf angeordnet. Der Abstand beträgt ein mehrfaches der Schlitzbreite der Strömungskanäle 1', um in dem auf diese Weise entstehenden Zwischenraum 15 zwischen dem Ende der Strömungskanäle 1' und dem sich anschließenden Mundstück 5 die Strömungsführung der Verbrennungsluft zum Brennermund zu vergleichmäßigen.

    [0010] Die den Brennstoff führenden Strömungskanäle 2 im Mundstück 5 sind zum Zwischenraum 15 hin durch Endstücke 16 verschlossen. Der in die Strömungskanäle 2 einströmende Brennstoff gelangt durch die porösen Wände des Mundstücks 5 hindurch in die Strömungskanäle 1 und vermischt sich mit der dort strömenden vorgewärmten Verbrennungsluft zu einem zündfähigen Gemisch, das zum Brennermund 3 geführt und im Brennraum gezündet wird.

    [0011] Das Mundstück 5 ist in den Abdeckungen 6, 7, 8, 9 mit Schlickermasse eingesetzt. Zur gasdichten Verbindung des Mundstücks mit den Abdeckungen wird der keramische Brennerkopf nachgebrannt.


    Ansprüche

    1. Keramischer Brennerkopf mit zum Brennermund parallel zueinander geführten, schlitzförmigen Strömungskanälen für Brennstoff und Oxidationsmittel, die benachbart angeordnet sind und zwischen sich im Bereich des Brennermundes Trennwände aus für den Brennstoff durchlässigem, porösem Werkstoff aufweisen, dadurch gekennzeichnet , daß am Brennermund (3) ein aus für den Brennstoff durchlässigem porösem Werkstoff bestehendes Mundstück (5) in das Mundstück (5) gasdicht umschließenden Außenwänden (6, 7, 8, 9) eingebettet ist.
     
    2. Keramischer Brennerkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück (5) mit Abstand (14) zu zum Brennerkopf geführten Strömungskanälen (1') für vorgewärmte Oxidationsmittel angeordnet ist.
     




    Zeichnung