[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem
Bildschirm einer Anzeigeeinheit, bei der die Zeichen am Bildschirm linienweise dargestellt
werden, bei der ein Bildwiederholspeicher periodisch ausgelesen wird und bei der ein
Bildgenerator vorgesehen ist, der unter Verwendung eines Zeichengenerators den Formen
der Zeichen zugeordnete Datenwörter erzeugt.
[0002] Aus der DE-PS 25 40 734 ist eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bildschirm
einer Anzeigeeinheit bekannt, bei der die darzustellenden Zeichen durch Codezeichen
codiert in einem Datenspeicher gespeichert sind. Eine Bildsteuereinheit ruft die Codezeichen
in periodischer Folge, entsprechend 50 oder 60 Bildwechseln pro Sekunde aus dem Datenspeicher
ab. Die Bildsteuereinheit enthält einen Zeichengenerator, in dem den Formen der am
Bildschirm darstellbaren Zeichen zugeordnete Datenwörter gespeichert sind. In Abhängigkeit
von den am Bildschirm darzustellenden Zeichen werden die entsprechenden Datenwörter
aus dem Zeichengenerator ausgelesen und als Liniensignale der Anzeigeeinheit zugeführt.
Falls die Anzeigeeinheit als Kathodenstrahlröhre ausgebildet ist, stellen die Liniensignale
Videosignale dar, mit denen eine Helltastung des Elektronenstrahls erfolgt.
[0003] Bei einer aus der DE-PS 24 46 048 bekannten Anordnung zum Darstellen von Zeichen
ist der Bildwiederholspeicher als Schieberegister ausgebildet. In dem Schieberegister
laufen die den darzustellenden Zeichen zugeordneten Codezeichen entsprechend der Bildwechselfrequenz
ständig um. Unter Verwendung eines Multiplexers werden die jeweils eine Zeile darstellenden
Codezeichen aus dem Schieberegister ausgelesen. Die Codezeichen werden ebenfalls einem
Zeichengenerator zugeführt, der den Formen der Zeichen zugeordnete Datenwörter abgibt.
Unter Verwendung der Datenwörter werden auch bei dieser bekannten Anordnung die Videosignale
für die als Kathodenstrahlröhre ausgebildete Anzeigeeinheit erzeugt.
[0004] Bei diesen bekannten Anordnungen ist für die Darstellung der Zeichen ein Zeilenraster
vorgegeben, das jeweils aus mehreren Linien gebildet ist und das nicht veränderbar
ist. Weiterhin sind die Zeichen nur an vorgegebenen Zeichenplätzen darstellbar.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Darstellen von
Zeichen auf dem Bildschirm einer Anzeigeeinheit anzugeben, bei der die Zeichen in
einem beliebigen Zeilenraster und an beliebigen Stellen des Bildschirms darstellbar
sind.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Anordnung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß der Bildwiederholspeicher im Verbindungsweg zwischen dem-Bildgenerator
und der Anzeigeeinheit angeordnet ist, daß der Bildwiederholspeicher als ein mit einem
Speicher versehener Bildpunktspeicher ausgebildet ist, daß jedem Bildpunkt auf dem
Bild-schirm ein Speicherelement des Speichers zugeordnet ist und daß die Datenwörter
in den Speicherelementen des Speichers unter beliebigen Adressen speicherbar sind.
[0007] Die Anordnung gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß die Zeichen unabhängig von
einem Zeilenraster an beliebigen Stellen des Bildschirms darstellbar sind. Der Bildgenerator
liest aus einem Arbeitsspeicher einer zentralen Steuerung die Codezeichen der anzuzeigenden
Zeichen sowie deren Koordinaten aus dem Bildschirm aus. Mit Hilfe des Zeichengenerators
werden die den Codezeichen zugeordneten Datenwörter erzeugt und im Bildpunktspeicher
derart gespeichert, daß die Koordinaten den.Adressen entsprechen. Falls der Arbeitsspeicher
Bestandteil eines Mikrorechnersystems ist,und über den.Datenbus mit dem Bildgenerator
verbunden ist, hat die Anordnung weiterhin den Vorteil, daß der Datenbus wesentlich
geringer belastet wird, als wenn der Arbeitsspeicher, wie bei der bekannten. Anordnung,
gleichzeitig als Bildwiederholspeicher dienen würde. Weiterhin hat die Anordnung den
Vorteil, daß auch Graphikelemente auf einfache Weise an beliebigen Stellen des Bildschirms
darstellbar sind.
[0008] Um durch eine Überlagerung von mehreren im Zeichengenerator gespeicherten Zeichen
Doppelzeichen, wie beispielsweise das Zeichen "Φ" darstellen zu können oder die Datenwörter
im Speicher auf einfache Weise ändern oder löschen zu können, ist es vorteilhaft,
wenn dem Speicher im Bildpunktspeicher eine Verknüpfungseinheit vorgeschaltet ist,
mittels der die Datenwörter vor ihrem Einspeichern in den Speicher mit aus entsprechenden
Speicherelementen des Speichers zuvor ausgelesenen Datenwörtern verknüpfbar sind.
Der Speicher wird zu diesem Zweck vorzugsweise in einer Betriebsart "read-modify-write"
betrieben. Bei dieser Betriebsart wird bei jedem Speicherzyklus zunächst die gespeicherte
Information ausgelesen, und vor dem erneuten Einspeichern der Information ist es möglich,
diese zu ändern. Die Änderung erfolgt unter Verwendung der Verknüpfungseinheit.
[0009] Die Anordnung erfordert einen besonders geringen Aufwand, wenn die Verknüpfungseinheit
als arithmetische und logische Steuereinheit ausgebildet ist und in Abhängigkeit von
zugeführten Steuersignalen unterschiedliche Verknüpfungen durchführt. Derartige artithmethische
und logische Steuereinheiten sind im Handel als integrierte Schaltkreise erhältlich.
[0010] Es wäre denkbar, den Speicher im Bildpunktspeicher als Schieberegister auszubilden.
Das Einspeichern und Ausspeichern der Datenwörter erfolgt jedoch dann in vorteilhafter
Weise, wenn der Speicher als Halbleiterspeicher mit wahlfreiem Zugriff ausgebildet
ist. Die Anordnung erfordert insbesondere dann einen geringen Aufwand, wenn der Speicher
als dynamischer MOS-Speicher mit wahlfreiem Zugriff ausgebildet ist. Bei derartigen
dynamischen MOS-Speichern müssen die gespeicherten Informationen spätestens nach einer
jeweils vorgegebenen Zeitdauer wieder aufgefrischt ( englisch: refresh) werden. Bei
der Anordnung sind für das Auffrischen keine besonderen Maßnahmen erforderlich, wenn
das Auffrischen der im Speicher gespeicherten Datenwörter durch das periodische Auslesen
bei der Darstellung der Zeichen am Bildschirm erfolgt.
[0011] Eine Unterbrechung der Darstellung beim Einspeichern von Datenwörtern in den Speicher
ist nicht erforderlich, wenn das Einspeichern der Datenwörter in den Bildpunktspeicher
während des Linienrücklaufs und/oder während des Bildrücklaufs erfolgt.
[0012] Falls die Datenwörter im Bildpunktspeicher byteweise gespeichert sind, ist es zweckmäßig,
daß der Bildpunktspeicher einen Parallel-Serien-Umsetzer enthält, dessen parallele
Eingänge mit den Ausgängen des Speichers und dessen Ausgang mit der Anzeigeeinheit
verbunden ist.
[0013] Zur Steuerung der Zusammenarbeit des Bildpunktspeichers mit dem Bildgenerator und
der Anzeigeeinheit ist es vorteilhaft, wenn der Bildpunktspeicher eine Zeitsteuereinheit
enthält, die Steuersignale für das Einspeichern der Datenwörter in den Speicher, das
periodische Auslesen der Datenwörter aus dem Speicher und die Synchronisierung der
Anzeigeeinheit erzeugt.
[0014] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Anordnung gemäß der Erfindung anhand
von Zeichnungen beschrieben.
[0015] Es zeigen:
Figur 1 ein.Blockschaltbild eines mit der Anordnung ver- .sehenen Telekommunikationsgeräts,
Figur 2 ein Blockschaltbild eines Bildgenerators und eines Bildpunktspeichers,
Figur 3 ein Blockschaltbild einer im Bildpurktspeicher vorgesehenen Speichereinheit.
[0016] Das in Figur 1 dargestellte Telekommurlkationsgerät wird durch einen Mikroprozessor
MP gesteuert. An dem Mikroprozessor MP ist einerseits eine Unterbrechungssteuerung
IS und andererseits eine programmierbare Steuereinheit für einen direkten Speicherzugriff
DMA (direct memory access) angeschlossen. Über einen Datenbus DB und gegebenenfalls
einen Adressenbus sind ein Primärspeicher PS, ein Sekundärspeicher SS, eine Tastatur
TA, ein Drucker DR, ein Kommunikationsteil KT und eine Anordnung zum Darstellen von
Zeichen am Bildschirm BS einer Anzeigeeinheit AZ angeschlossen. Der Primärspeicher
PS ist als Halbleiterspeicher ausgebildet und er dient als Programmspeicher und Arbeitsspeicher.
Der Sekundärspeicher SS kann als Floppy-Disk-Speicher und/oder als Magnetblasenspeicher
ausgebildet sein. Die Tastatur TA enthält Tasten für die Eingabe von alphanumerischen
Zeichen und Funktionstasten zum Durchführen unterschiedlicher Funktionen.
[0017] Der Drucker DR ist in bekannter Weise ausgebildet und enthält ein Typen- oder ein
Mosaikdruckwerk. Das Kommunikationsteil KT ist mit einer Fernleitung FL verbunden
und enthält Übertragungseinheiten für das Senden mittels der Tastatur TA eingegebener
Zeichen oder gespeicherter Zeichen und für das Empfangen von Zeichen.
[0018] Die Anordnung zum Darstellen von Zeichen auf dem Bild- schirm BS einer Anzeigeeinheit
AZ enthält neben der Anzeigeeinheit AZ einen Bildgenerator BG und einen Bildpunktspeicher
BP. Bei einer Darstellung von Zeichen auf dem Bildschirm BS werden diesen Zeichen
zugeordnete Codezeichen vom Primärspeicher PS oder vom Sekundärsp eicher SS über den
Datenbus DB zum Bildgenerator BG übertragen. Der Bildgenerator BG enthält einen Zeichengenerator-
ZG, der in an sich bekannter Weise der Form der Zeichen zugeordnete Datenwörter enthält.
In Abhängigkeit von den Codezeichen werden die entsprechenden Datenwörter aus dem
Zeichengenerator ZG ausgelesen und zum Bildpunktspeicher BP übertragen. Jedem Bildpunkt
auf dem Bildschirm BS ist ein Speicherelement eines im Bildpunktspeicher BP vorgesehenen
Speichers SP zugeordnet. In diesen Speicherelementen werden die Datenwörter gespeichert.
Der Bildpunktspeicher BP dient als Bildwiederholspeicher und aus ihm werden die Datenwörter
entsprechend einer Bildwechselfrequenz von ca. 50 oder 60 Bildwechseln pro Sekunde
ausgelesen und zur Anzeigeeinheit AZ übertragen. Der Bildschirm BS der Anzeigeeinheit
AZ kann als Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre ausgebildet sein. In diesem Fall
wird aus den Datenwörtern ein Videosignal erzeugt, mit dem der Elektronenstrahl hell
getastet wird. Falls der Bild- schirm BS aus einzelnen Bildelementen gebildet wird,
werden die Datenwörter diesen Bildelementen zugeführt.
[0019] Die Darstellung der Zeichen am Bildschirm BS erfolgt linienweise und die darzustellenden
Zeichen werden aus Bild-. punkten zusammengesetzt, die auf diesen Linien angeordnet
sind. Ein Zeichenplatz wird beispielsweise aus 6x12 Bildpunkten gebildet und die Zeichen
werden innerhalb des Zeichenplatzes in einem-Grundraster von 5x7 Bildpunkten dargestellt.
[0020] Die Speicherkapazität des im Bildpunktspeicher BP vorgesehenen Speichers SP beträgt
512x256 Bit, so daß die Zeichen in 21 Zeilen mit jeweils 85 Zeichen auf dem Bild-
schirm BS darstellbar sind.
[0021] Weitere Einzelheiten werden im folgenden zusammen mit den Darstellungen in den Figuren
2'und 3 beschrieben.
[0022] Der in Figur 2 dargestellte Bildgenerator BG enthält eine Steuereinheit ST, die beispielsweise
ebenfalls als Mikroprozessorsystem ausgebildet ist. Die Steuereinheit ST ist eingangsseitig
mit dem Datenbus DB verbunden. Bei einer Darstellung eines Zeichens auf dem Bildschirm
BS wird das diesem Zeichen zugeordnete Codezeichen CZ Über den Datenbus DB zum Bildgenerator
BG übertragen. Die Steuereinheit ST schaltet das Codezeichen CZ zum Zeichengenerator
ZG durch, in dem der Form des Zeichens zugeordnete Datenwörter DW gespeichert sind.
Das Zeichen wird rasterlinienweise gebildet, wobei jede Rasterlinie einem Datenwort
DW entspricht. Außerdem werden über den Datenbus DB Adressensignale übertragen, die
den Koordinaten des Zeichens am Bildschirm BS zugeordnet sind. Diese Koordinaten werden
in zwei Registern XAR und YAR zwischengespeichert.
[0023] Der Bildpunktspeicher BP enthält eine Zeitsteuereinheit ZS, die die Übergabe der
Datenwörter DW in den in einer Speichereinheit SPE vorgesehenen Speicher SP, ein Auslesen
der Datenwörter DW aus dem Speicher SP für eine Erzeugung des Videosignals VS und.
eine Erzeugung von Signalen SV und SH für eine vertikale und horizontale Synchronisierung
der Anzeigeeinheit AZ steuert.
[0024] Die Übertragung der Datenwörter in die Speichereinheit SPE kann linienweise oder
zeichenweise erfolgen. Im ersten Fall werden jeweils die einer Linie zugeordneten
Datenwörter DW der in einer Zeile dargestellten Zeichen übertragen. Im zweiten Fall
werden zeitlich nacheinander die einem Zeichen zugeordneten Datenwörter DW übertragen.
Die Übertragung erfolgt zweckmäBigerweise jeweils nach der Darstellung einer Linie
oder eines vollständigen Bildes auf dem Bildschirm BS. Dies wird durch ein von der
Zeitsteuereinheit ZS abgegebenes Signal S1 bestimmt.
[0025] Zum Manipulieren der im Speicher SP gespeicherten Datenwörter ist dem Speicher SP
eine Verarbeitungseinheit ALU vorgeschaltet. Diese Verarbeitungseinheit ist beispielsweise
als handelsübliche arithmetische und logische Steuereinheit ausgebildet. Sie verknüpft
die an ihren Eingängen anliegenden Signale nach arithmetischen oder logischen Funktionen.
Die Art der Verknüpfung wird durch Steuersignale S2 festgelegt, die von der Steuereinheit
ST abgegeben werden.
[0026] Da der Speicher SP byteweise organisiert ist, werden die Datenwörter DW1 inder Speichereinheit
sP2 einem Parallel-Serien-Umsetzer zugeführt, der nach einer Parallel-Serienumsetzung
der Datenwörter DW1 das Videosignal VS erzeugt und dieses an die Anzeigeeinheit AZ
abgibt.
[0027] Bei dem in Figur 3 dargestellten Bildpunktspeicher BP enthält die Speichereinheit
SPE als Speicher SP einen dynamischen MOS-Speicher mit wahlfreiem Zugriff. Zum Darstellen
von 512x256 Bildpunkten an der Anzeigeeinheit AZ hat der Speicher SP eine Speicherkapazität
von 18 KB. Der Speicher SP ist byteweise organisiert, so daß sein Adressenraum 18
K umfaßt. Die niederwertigen Adressenbits werden durch die Adressensignale A2 dargestellt.
Die Adressensignale A1 und A2 werden einem Multiplexer MX1 zugeführt. Beim Einspeichern
von Datenwörtern DW in den Speicher SP schaltet der Multiplexer MX1 die Adressensignale
A1 und A2 zu einem Multiplexer MX2 durch. Das Durchschalten erfolgt durch ein von
der Zeitsteuereinheit ZS abgegebenes Signal SZ während des Linienrücklaufs und/oder
des Bildrücklaufs des Elektronenstrahls. Durch ein Signal S3 schaltet ein MX2 zunächst
die niederwertigen Bits als Zeilenadresse und anschließend die höherwertigen Bits
als Spaltenadresse des Speichers SP durch. Gleichzeitig gibt die Zeitsteuereinheit
ZS Signale ZA und SA an den Speicher SP ab, mit denen mitgeteilt wird, daß es sich
bei der jeweils anliegenden Adresse um eine Zeilen- bzw. um eine Spaltenadresse handelt.
Gleichzeitig wird ein Schreibsignal SB abgegeben. Anschließend wird das vom Bildgenerator
BG abgegebene Datenwort an der durch die Adressensignale A1 und A2 gekennzeichneten
Stelle im Speicher SP eingespeichert.
[0028] Zum Darstellen der Zeichen auf dem Bildschirm BS wird der Speicher SP zeilenweise
ausgelesen. Die Zeitsteuereinheit ZS enthält einen Zähler, der Adressensignale AD
erzeugt, die in zyklischer Reihenfolge zeitlich nacheinander die Speicherelemente
der Zeilen des Speichers SP und innerhalb der Zeilen diejenigen der einzelnen Spalten
aufrufen. Beim Auslesen schaltet das Signal SZ die Signale AD zum Ausgang des Multiplexers
MX1 durch. In ähnlicher Weise wie beim Einspeichern erzeugt die Zeitsteuereinheit
ZS die Signale S3, ZA und SA, so daß der Speicher SP zeilenweise ausgelesen wird.
Die gespeicherten Datenwörter werden byteweise parallel ausgelesen und als Signale
DW1 einem Parallel-Serien-Umsetzer PSU zugeführt. Der Parallel-Serien-Umsetzer PSU
erzeugt unter Steuerung durch ein Signal S4 aus den Datenwörtern DW1 das Videosignal
VS, das für-das Helltasten des Elektronenstrahls in der Kathodenstrahlröhre der Anzeigeeinheit
AZ verwendet wird. Die Zeitsteuereinheit ZS gibt gleichzeitig die Synchronisiersignale
SV und SH an die Anzeigeeinheit AZ ab.
[0029] Bei der Darstellung von Zeichen, deren Formen im Zeichengenerator ZG gespeichert
sind, werden, gesteuert durch das Signal S2, die Datenwörter DW unverändert über die
Verknüpfungseinheit ALU zum Speicher SP durchgeschaltet.
[0030] Bei der Darstellung von Mehrfachzeichen, die aus im Zeichengenerator ZG gespeicherten
Zeichen zusammensetzbar sind, werden zunächst die Datenwörter DW eines ersten Zeichens
in den Speicher eingespeichert. Nach dem Auslesen der gespeicherten Datenwörter DW1
werden diese mit den Datenwörtern DW des weiteren Zeichens in. der Verkaüpfungseinheit
ALU entsprechend ein er ODER-Verknüpfung verknüpft und an die entsprechende Stelle
im Speicher SP eingespeichert, an der zuvor die Datenwörter DW1 gespeichert waren.
Auf diese Weise erfolgt eine Kombination der Bildpunktmengen der beiden Zeichen, so
daß am Bildschirm BS die Vereinigungsmenge der Bildpunkte dargestellt wird. Hierzu
wird der Speicher SP vorzugsweise in der Betriebsart "read-modify-write" betrieben,
bei der zunächst die gespeicherte Information ausgelesen und dann gegebenenfalls nach
einer Änderung wieder an dieselbe Speicherstelle eingeschrieben wird. Die ODER-Verknüpfung
wird ebenfalls mit Hilfe eines Signals S2 eingestellt.
[0031] Zum Löschen eines im Speicher SP gespeicherten Datenworts wird dieses Datenwort nach
dem Auslesen entsprechend einer Antivalenzfunktion mit dem vom Zeichengenerator ZG
abgegebenen Datenwort DW verknüpft. Durch die Verknüpfung der beiden gleichen Datenwörter
wird ein aus lauter Binärwerten 0 gebildetes Datenwort im Speicher SP eingespeichert.
Auch die Antivalenzfunktion wird durch ein Signal S2 eingestellt. Es ist auch möglich,
die Zeichen am Bildschirm in- .vers darzustellen, so daß die Farben des Hintergrunds
oder des Zeichens vertauscht sind, wenn die Datenwörter DW oder DW1 mit einem aus
lauter Binärwerten 1 gebildeten Datenwort entsprechend einer Antivalenzfunktion verknüpft
werden.
[0032] Der Speicher SP kann als Abbild des Bildschirms BS aufgefaßt werden. Jedem möglichen
Bildpunkt auf dem Bildschirm BS ist ein Speicherelement im Speicher SP zugeordnet.
Wenn der Elektronenstrahl an der einem möglichen Bildpunkt zugeordneten Stelle hellgetastet
werden soll, ist in dem entsprechenden Speicherelement ein Binärzeichen mit einem
ersten Binärwert, beispielsweise dem Binärwert 1 eingespeichert. In entsprechender
Weise sind an den Stellen, an denen der Elektronenstrahl nicht hellgetastet wird,
Binärzeichen mit dem Binärwert 0 eingespeichert. Jede Zeile des Speichers SP entspricht
einer Linie auf dem Bildschirm BS.
[0033] Durch die Verwendung des Speichers SP können die Zeichen an beliebigen Koordinaten
des Bildschirms BS dargestellt werden. Diese Koordinaten werden durch die Adressensignale
A1 und A2 gekennzeichnet.
1. Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einem Bild- schirm einer Anzeigeeinheit,
bei der die Zeichen am Bildschirm linienweise dargestellt werden, bei der ein Bildxiederholspeicher
periodisch ausgelesen wird und bei der ein Bildgenerator vorgesehen ist, der unter
Verwendung eines Zeichengenerators den Formen der Zeichen zugeordnete Datenwörter
erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß der Bildwiederholspeicher im Verbindungsweg zwischen
dem Bildgenerator (BG) und der Anzeigeeinheit (AZ) angeordnet ist, daß der Bildwiederholspeicher
als ein mit .einem Speicher (SP) versehener Bildpunktspeicher ausgebildet ist, daß
jedem Bildpunkt auf dem Bildschirm (BS) ein Speicherelement des Speichers (SP) zugeordnet
ist und daß die Datenwörter (DW) in den Speicherelementen des Speichers (SP) unter
beliebigen Adressen speicherbar sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Speicher (SP) im Bildpunktspeicher
(BP) eine Verknüpfungseinheit (ALU) vorgeschaltet ist, mittels der die Datenwörter
(DW) vor ihrem Einspeichern in den Speicher (SP) mit aus entsprechenden Speicherelementen
des Speichers (SP) zuvor ausgelesenen Datenwörtern (DW) verknüpfbar sind.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungseinheit(ALU)
als arithmetische und logische Steuereinheit ausgebildet ist und in Abhängigkeit von
zugeführten Steuersignalen (S2) unterschiedliche Verknüpfungen durchführt.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß der Speicher
als Hableiterspeicher mit wahlfreiem Zugriff ausgebildet ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher als dynamischer
MOS-Speicher mit wahlfreiem Zugriff ausgebildet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffrischen der im Speicher
(SP) gespeicherten Datenwörter (DW) durch das periodische Auslesen bei der Darstellung
der Zeichen am Bildschirm (BS) erfolgt.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Einspeichern
der Datenwörter (DW) in den Bildpunktspeicher (BP) während des Linienrücklaufs und/oder
während des Bildrücklaufs am Bildschirm (BS) erfolgt.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bildpunktspeicher
(BP) einen Parallel-Serien-Umsetzer (PSU) enthält, dessen parallele Eingänge mit den
Ausgängen des Speichers (SP) und dessen Ausgang mit der Anzeigeeinheit (AZ) verbunden
ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Bildpunktspeicher
(SP) eine Zeitsteuereinheit (ZS) enthält, die Steuersignale für das Einspeichern der
Datenwörter (DW) in den Speicher (SP), das periodische Auslesen der Datenwörter (DW)
aus dem Speicher (SP) und die Synchronisierung der Anzeigeeinheit (AZ) erzeugt.