(19)
(11) EP 0 038 412 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.10.1981  Patentblatt  1981/43

(21) Anmeldenummer: 81101410.9

(22) Anmeldetag:  26.02.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01T 1/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR IT LI LU SE

(30) Priorität: 17.04.1980 DE 3014796

(71) Anmelder: KRONE GmbH
D-1000 Berlin 37 (DE)

(72) Erfinder:
  • Forberg, Horst
    D-1000 Berlin 42 (DE)
  • Achtnig, Klaus-Peter
    D-1000 Berlin 45 (DE)

(74) Vertreter: Beetz & Partner Patentanwälte 
Steinsdorfstrasse 10
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Überspannungsableitervorrichtung für Anschlussleisten der Fernmeldetechnik


    (57) Bei dieser Überspannungsableiteworrichtung, die als jeweils eine Vielzahl nebeneinander angeordneter Überspannungsableiter (4a,4b) aufnehmendes, steckbares, aus Oberteil (1b) und Unterteil (1a) aufgebautes Isolierstoff-Gehäuse (1) ausgebildet ist, setzt man das Gehäuse (1) aus einem für jeden Anwendungsfall gleichen Unterteil (1a) und je nach Verwendung aus einem von zwei in den Unterteil (1a) steckbaren, mit unterschiedlichen Kontaktmessern (2a,2b) und Erdschienen (3a,3b) bestückten Oberteilen (1b) darart zusammen, daß unterschiedliche Ableiterbauformen zweireihig einbaubar sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine überspannungsableitervorrichtung für Anschlußleisten der Fernmeldetechnik, die als jeweils eine Vielzahl nebeneinander angeordneter Überspannungsableiter aufnehmendes, steckbares, aus Ober-und Unterteil aufgebautes Isolierstoff-Gehäuse ausgebildet ist, und bezweckt die Schaffung einer solchen Vorrichtung, die entsprechend ihrem hohen Bedarf kostengünstig als Massenartikel herstellbar ist.

    [0002] Es ist eine Uberspannungsableitervorrichtung für Anschlußleisten bekannt (DE-OS 27 50 638). Die dort verwendeten Ableiter eignen sich besonders für eine Kontaktierung durch Kronenkontakte. Die Ableiter haben einen Durchmesser von 8 mm.

    [0003] Es werden aber zunehmend auch andere Ableiterbauformen, wie z. B. 6 x 8, 8 x 8 und Doppelableiter, die drei Kontaktstifte aufweisen, bei gleichen Anschlußleisten benötigt.

    [0004] Die herkömmlichen Überspannungsableitervorrichtungen sind zur Aufnahme dieser Ableiter ungeeignet.

    [0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine neue Ableitervorrichtung für die herkömmlichen Anschlußleisten unter wirtschaftlicher Verwendung eines bereits bekannten Isoliergehäuse-Unterteiles der Anmelderin nach der DE-OS 27 50 638 zu konstruieren.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gehäuse aus einem Isoliergehäuse-Unterteil und je nach Verwendung aus einem von zwei in den Unterteil steckbaren, mit unterschiedlichen Kontaktmessern und Erdschienen bestückten Isoliergehäuse-Oberteilen aufgebaut und derart gestaltet ist, daß unterschiedliche Ableiterbauformen einbaubar sind.

    [0007] Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der einzelnen Maßnahmen dieser Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

    [0008] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. .Es zeigt:

    Fig. 1 die Draufsicht der Überspannungsableitervorrichtung (Magazin), wobei nur der linke und rechte Teil dargestellt ist,

    Fig. 2 einen Querschnitt durch das Gehäuse der Überspannungsableitervorrichtung, wobei Kontaktmesser und Erdschiene zum Einbau von Ableiternder Bauform 8 x 8 und 6 x 8 dargestellt sind,

    Fig. 2a die Seitenansicht nach Fig. 2 im Schnitt,

    Fig. 3 einen Querschnitt durch das Gehäuse der Überspannungsableitervorrichtung, wobei Kontaktmesser und Erdschiene zum Einbau von Doppelableitern dargestellt sind,

    Fig. 3a die Seitenansicht nach Fig. 3 im Schnitt.



    [0009] Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ist in den bekannten Gehäuseunterteil 1a ein Gehäuseoberteil 1b über die Rastmittel 7 steckbar.

    [0010] Im Gehäuseoberteil 1b sind unterschiedliche Kontaktmesser 2a, 2b einbaubar, um somit verschiedene Ableiterformen in das Gehäuse 1 einzubauen.

    [0011] Die Fig. 1, 2 und 2a zeigen, daß bei Verwendung von handelsüblichen Ableitern 4b der Bauform 6 x 8 und 8 x 8 die dafür ausgebildeten Kontaktmesser 2b, 2b' sowie die Erdschiene 3b in das Isoliergehäuse 1 eingebaut werden.

    [0012] Hierbei zeigt die Fig. 2, daß bei eingebauten Ableitern .4b das Kontaktmesser 2b, 2b' leicht aufgebogen wird - gestrichelte Linien -, um die Ableiter 4b einwandfrei klemmbar und somit leicht austauschbar zu kontaktieren. Wie die Fig. 2 weiterhin zeigt, werden die zweireihigtangeordneten Ableiter 4b zwischen der mittig im Gehäuse 1 verlaufenden Erdschiene 3b und dem Kontaktmesser 2b bzw. 2b' kontaktiert.

    [0013] Die Fig. 3 und 3a zeigen, daß bei Verwendung eines handelsüblichen Doppelableiters 4a die Kontaktmesser 2a, 2a' sowie die Erdschiene 3a in das Isolierstoffgehäuse 1 eingebaut werden.

    [0014] Der Doppelableiter 4a besitzt bekanntlicherweise drei Stifte 5a.

    [0015] Zwei dieser Stifte 5a werden in zwei sich gegenüberliegende Kontaktmesser 2a, 2a' und der mittlere Stift 5a des Ableiters 4a in die Erdschiene 3a gesteckt, wobei sich die Federarme 2a" des Kontaktmessers 2a und die Federarme 3a' der Erdschiene 3a aufbiegen.

    [0016] Die Stifte 5a des Ableiters 4a werden durch öffnungen 6a des Gehäuseoberteiles 1b durchgeführt.

    [0017] Der Oberteil 1b des Gehäuses 1 ist, wie die Fig. 2a und 3a zeigen, als oben und unten offenes rasterartiges Gehäuse ausgebildet, wobei mehrere Trennwände 8 parallel zu den Stirnflächen 9 angeordnet sind.

    [0018] Freimachungen 11 im Unterteil 1a und Rippen 12 am Oberteil 1b sind zur Verlängerung von Kriechwegen vorgesehen.

    [0019] Die Kontaktmesser 2a, 2a' für die Doppelableiter 4a werden durch einen an der Unterseite des Gehäuseoberteils 1b angeformten, sich in Längsrichtung erstreckenden Absatz 10 abgestützt.

    [0020] An den Stirnseiten 9 des Gehäuses 1 befinden sich Führungen 13 für die Erdschiene 3a bzw. 3b, wie die Fig. 2a und 3a zeigen.


    Ansprüche

    1. Überspannungsableitervorrichtung für Anschlußleisten der Fernmeldetechnik, die als jeweils eine Vielzahl nebeneinander angeordneter Uberspannungsableiter aufnehmendes, steckbares, aus Ober- und Unterteil aufgebautes Isolierstoff-Gehäuse ausgebildet ist,
    dadurch gekennzeichnet , daß das Gehäuse (1) aus einem Isoliergehäuse-Unterteil (1a) und je nach Verwendung aus einem von zwei in den Unterteil (1a) steckbaren, mit unterschiedlichen Kontaktmessern (2a, 2b) und Erdschienen (3a, 3b) bestückten Isoliergehäuse-Oberteilen (1b) aufgebaut und derart gestaltet ist, daß unterschiedliche Ableiterbauformen zweireihig einbaubar sind.
     
    2. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß bei der Verwendung von handelsüblichen Ableitern (4b) der Bauformen 6 x 8 und 8 x 8 die Kontaktmesser (2b, 2b') sowie die Erdschiene (3b) in das Isolierstoff-Gehäuse (1) eingebaut sind, wobei die Kontaktmesser (2b, 2b') so gestaltet sind, daß die Ableiter (4b) im Gehäuseoberteil (1b) zwischen der Erdschiene (3b) und dem Kontaktmesser (2b bzw. 2b') klemmbar gehalten und somit kontaktiert sind.
     
    3. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß bei der Verwendung von handelsüblichen Doppelableitern (4a) die Kontaktmesser (2a, 2a') sowie die Erdschiene (3a) in das Isolierstoffgehäuse (1) eingebaut sind.
     
    4. Ableitervorrichtung nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß drei Stifte (5a) des Ableiters (4a) in zwei sich gegenüberliegende Kontaktmesser (2a, 2a') und in die Erdschiene (3a) steckbar sind, wobei sich die Federarme (2a") des Kontaktmessers (2a) und die Federarme (3a') der Erdschiene (3a) aufbiegen.
     
    5. Ableitervorrichtung nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die drei Stifte (5a) des Ableiters (4a) durch Öffnungen (6a) des Gehäuseoberteiles (1b) durchgeführt sind.
     
    6. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Isoliergehäuse-Oberteil (1b) innerhalb des Isoliergehäuse-Unterteiles (1a) über Rastmittel (7) mit diesem verbindbar ist.
     
    7. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Oberteil (1b) des Gehäuses (1) als oben und unten offenes rasterartiges Gehäuse ausgebildet ist, wobei mehrere Trennwände (8) parallel zu den Stirnflächen (9) angeordnet sind.
     
    8. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß Freimachungen (11) am Unterteil (1a) und Rippen (12) am Oberteil (1b) zur Verlängerung von Kriechwegen angeordnet sind.
     
    9. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zum Abstützen der Kontaktmesser (2a, 2a') der Gehäuseoberteil (1b) an der Unterseite einen sich in Längsrichtung erstreckenden Absatz (10) aufweist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht