[0001] Die Erfindung betrifft eine überspannungsableitervorrichtung für Anschlußleisten
der Fernmeldetechnik, die als jeweils eine Vielzahl nebeneinander angeordneter Überspannungsableiter
aufnehmendes, steckbares, aus Ober-und Unterteil aufgebautes Isolierstoff-Gehäuse
ausgebildet ist, und bezweckt die Schaffung einer solchen Vorrichtung, die entsprechend
ihrem hohen Bedarf kostengünstig als Massenartikel herstellbar ist.
[0002] Es ist eine Uberspannungsableitervorrichtung für Anschlußleisten bekannt (DE-OS 27
50 638). Die dort verwendeten Ableiter eignen sich besonders für eine Kontaktierung
durch Kronenkontakte. Die Ableiter haben einen Durchmesser von 8 mm.
[0003] Es werden aber zunehmend auch andere Ableiterbauformen, wie z. B. 6 x 8, 8 x 8 und
Doppelableiter, die drei Kontaktstifte aufweisen, bei gleichen Anschlußleisten benötigt.
[0004] Die herkömmlichen Überspannungsableitervorrichtungen sind zur Aufnahme dieser Ableiter
ungeeignet.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine neue Ableitervorrichtung für
die herkömmlichen Anschlußleisten unter wirtschaftlicher Verwendung eines bereits
bekannten Isoliergehäuse-Unterteiles der Anmelderin nach der DE-OS 27 50 638 zu konstruieren.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gehäuse aus einem Isoliergehäuse-Unterteil
und je nach Verwendung aus einem von zwei in den Unterteil steckbaren, mit unterschiedlichen
Kontaktmessern und Erdschienen bestückten Isoliergehäuse-Oberteilen aufgebaut und
derart gestaltet ist, daß unterschiedliche Ableiterbauformen einbaubar sind.
[0007] Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der einzelnen Maßnahmen dieser Erfindung sind
in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0008] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. .Es zeigt:
Fig. 1 die Draufsicht der Überspannungsableitervorrichtung (Magazin), wobei nur der
linke und rechte Teil dargestellt ist,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Gehäuse der Überspannungsableitervorrichtung, wobei
Kontaktmesser und Erdschiene zum Einbau von Ableiternder Bauform 8 x 8 und 6 x 8 dargestellt
sind,
Fig. 2a die Seitenansicht nach Fig. 2 im Schnitt,
Fig. 3 einen Querschnitt durch das Gehäuse der Überspannungsableitervorrichtung, wobei
Kontaktmesser und Erdschiene zum Einbau von Doppelableitern dargestellt sind,
Fig. 3a die Seitenansicht nach Fig. 3 im Schnitt.
[0009] Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ist in den bekannten Gehäuseunterteil 1a ein Gehäuseoberteil
1b über die Rastmittel 7 steckbar.
[0010] Im Gehäuseoberteil 1b sind unterschiedliche Kontaktmesser 2a, 2b einbaubar, um somit
verschiedene Ableiterformen in das Gehäuse 1 einzubauen.
[0011] Die Fig. 1, 2 und 2a zeigen, daß bei Verwendung von handelsüblichen Ableitern 4b
der Bauform 6 x 8 und 8 x 8 die dafür ausgebildeten Kontaktmesser 2b, 2b' sowie die
Erdschiene 3b in das Isoliergehäuse 1 eingebaut werden.
[0012] Hierbei zeigt die Fig. 2, daß bei eingebauten Ableitern .4b das Kontaktmesser 2b,
2b' leicht aufgebogen wird - gestrichelte Linien -, um die Ableiter 4b einwandfrei
klemmbar und somit leicht austauschbar zu kontaktieren. Wie die Fig. 2 weiterhin zeigt,
werden die zweireihig
tangeordneten Ableiter 4b zwischen der mittig im Gehäuse 1 verlaufenden Erdschiene
3b und dem Kontaktmesser 2b bzw. 2b' kontaktiert.
[0013] Die Fig. 3 und 3a zeigen, daß bei Verwendung eines handelsüblichen Doppelableiters
4a die Kontaktmesser 2a, 2a' sowie die Erdschiene 3a in das Isolierstoffgehäuse 1
eingebaut werden.
[0014] Der Doppelableiter 4a besitzt bekanntlicherweise drei Stifte 5a.
[0015] Zwei dieser Stifte 5a werden in zwei sich gegenüberliegende Kontaktmesser 2a, 2a'
und der mittlere Stift 5a des Ableiters 4a in die Erdschiene 3a gesteckt, wobei sich
die Federarme 2a" des Kontaktmessers 2a und die Federarme 3a' der Erdschiene 3a aufbiegen.
[0016] Die Stifte 5a des Ableiters 4a werden durch öffnungen 6a des Gehäuseoberteiles 1b
durchgeführt.
[0017] Der Oberteil 1b des Gehäuses 1 ist, wie die Fig. 2a und 3a zeigen, als oben und unten
offenes rasterartiges Gehäuse ausgebildet, wobei mehrere Trennwände 8 parallel zu
den Stirnflächen 9 angeordnet sind.
[0018] Freimachungen 11 im Unterteil 1a und Rippen 12 am Oberteil 1b sind zur Verlängerung
von Kriechwegen vorgesehen.
[0019] Die Kontaktmesser 2a, 2a' für die Doppelableiter 4a werden durch einen an der Unterseite
des Gehäuseoberteils 1b angeformten, sich in Längsrichtung erstreckenden Absatz 10
abgestützt.
[0020] An den Stirnseiten 9 des Gehäuses 1 befinden sich Führungen 13 für die Erdschiene
3a bzw. 3b, wie die Fig. 2a und 3a zeigen.
1. Überspannungsableitervorrichtung für Anschlußleisten der Fernmeldetechnik, die
als jeweils eine Vielzahl nebeneinander angeordneter Uberspannungsableiter aufnehmendes,
steckbares, aus Ober- und Unterteil aufgebautes Isolierstoff-Gehäuse ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet , daß das Gehäuse (1) aus einem Isoliergehäuse-Unterteil (1a)
und je nach Verwendung aus einem von zwei in den Unterteil (1a) steckbaren, mit unterschiedlichen
Kontaktmessern (2a, 2b) und Erdschienen (3a, 3b) bestückten Isoliergehäuse-Oberteilen
(1b) aufgebaut und derart gestaltet ist, daß unterschiedliche Ableiterbauformen zweireihig
einbaubar sind.
2. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Verwendung von handelsüblichen Ableitern (4b) der Bauformen 6 x 8 und
8 x 8 die Kontaktmesser (2b, 2b') sowie die Erdschiene (3b) in das Isolierstoff-Gehäuse
(1) eingebaut sind, wobei die Kontaktmesser (2b, 2b') so gestaltet sind, daß die Ableiter
(4b) im Gehäuseoberteil (1b) zwischen der Erdschiene (3b) und dem Kontaktmesser (2b
bzw. 2b') klemmbar gehalten und somit kontaktiert sind.
3. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Verwendung von handelsüblichen Doppelableitern (4a) die Kontaktmesser
(2a, 2a') sowie die Erdschiene (3a) in das Isolierstoffgehäuse (1) eingebaut sind.
4. Ableitervorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß drei Stifte (5a) des Ableiters (4a) in zwei sich gegenüberliegende Kontaktmesser
(2a, 2a') und in die Erdschiene (3a) steckbar sind, wobei sich die Federarme (2a")
des Kontaktmessers (2a) und die Federarme (3a') der Erdschiene (3a) aufbiegen.
5. Ableitervorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die drei Stifte (5a) des Ableiters (4a) durch Öffnungen (6a) des Gehäuseoberteiles
(1b) durchgeführt sind.
6. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Isoliergehäuse-Oberteil (1b) innerhalb des Isoliergehäuse-Unterteiles (1a)
über Rastmittel (7) mit diesem verbindbar ist.
7. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Oberteil (1b) des Gehäuses (1) als oben und unten offenes rasterartiges Gehäuse
ausgebildet ist, wobei mehrere Trennwände (8) parallel zu den Stirnflächen (9) angeordnet
sind.
8. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Freimachungen (11) am Unterteil (1a) und Rippen (12) am Oberteil (1b) zur Verlängerung
von Kriechwegen angeordnet sind.
9. Ableitervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Abstützen der Kontaktmesser (2a, 2a') der Gehäuseoberteil (1b) an der Unterseite
einen sich in Längsrichtung erstreckenden Absatz (10) aufweist.