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EP 0 043 908 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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20.01.1982 Patentblatt 1982/03 |
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Anmeldetag: 29.05.1981 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
16.07.1980 DE 3026832
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Anmelder: Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft |
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D-51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Collin, Karl-Heinz, Dipl.-Ing.
D-6393 Wehrheim 2 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Zerstäuberdüse für kontinuierliche Brennstoffeinspritzung |
(57) Eine Zerstäuberdüse für kontinuierliche Brennstoffeinspritzung, die als Haupteinspritzdüse
oder als Zündfackel für Brennkammern dienen kann, weist eine Einlochbrennstoffdüse
und einen davor gelegenen koaxialen Ringspalt (4) für zusätzlich mögliche Luftzufuhr
auf. Der Raum (11) zwischen Düsenöffnung (2) und Ringspalt (4) ist über Druckausgleichsöffnungen
(7) mit dem Brennerraum (10) hinter dem Ringspalt (4) verbunden. Die Druckausgleichsöffnungen
(7) werden durch einzelne Distanzstücke (6) zwischen Brennstoffdüsenkörper (1) und
Luftdüsenring (3) dargestellt.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Zerstäuberdüse für kontinuierliche Brennstoffeinspritzung,
vorzugsweise in Brennkammern von Gasturbinen, mit einem zentralen Düsenkörper zur
Brennstoffzuführung und einer dazu konzentrischen Anordnung zur ringförmigen Luftzuführung.
[0002] Es ist eine Zerstäuberdüse der genannten Gattung bekannt, bei der die vom Verdichter
kommende Luft in einer Düse ringförmig konzentrisch zum Düsenkörper geführt wird und
in der Umgebung der Düsenöffnung eine Drallvorrichtung eine Verbesserung der Zerstäubung
bewirken soll (DE-OS 15 01 934). Da die Luft und der Brennstoff sich im wesentlichen
gleichsinnig bewegen, findet eine Verwirbelung von Brennstoff und Luft allenfalls
in einer Randzone des Brennstoffstrahles statt. Die Drallvorrichtung erzeugt einen
Druckverlust, ohne die beabsichtigte Wirkung zu erzielen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Zerstäuberdüse für die kontinuierliche
Brennstoffeinspritzung vorzulegen, die ohne bewegliche Teile auskommt und bei geringer
Luftzugabe einen hohen Grad der Zerstäubung sicherstellt. Diese Aufgabe wird dadurch
gelöst, daß der Düsenkörper eine koaxiale, offene Düsenbohrung aufweist, daß die Anordnung
zur Luftzuführung aus einem Ringkörper mit einem innenliegenden Ringspalt besteht,
der in einer Ebene senkrecht zur Achse der Düsenbohrung angeordnet ist, wobei die
Luftzuführung aus dem Ringspalt in dieser Ebene radialsymmetrisch nach innen gerichtet
erfolgt, daß der Ringspalt in Einspritzrichtung hinter der Düsenbohrung angeordnet
ist und zwischen Düsenbohrung und Ringspalt ein Innenraum ausgebildet ist, der durch
Druckausgleichsöffnungen mit dem Umgebungsraum verbunden ist.
[0004] Die Zerstäubung eines Kraftstoffstrahles beruht im wesentlichen auf der Störung der
Oberflächenspannungen des Flüssigkeitszylinders, der sich nach dem Verlassen des Strahls
aus der Düsenbohrung bildet. Benutzt man zur Störung der Oberflächenspannung einen
Luftstrahl, der erfindungsgemäß aus einem um den freien Brennstoffstrahl angeordneten
Ringspalt austritt, so daß die Luft den Brennstoffstrahl in einer senkrechten Ebene
radialsymmetrisch trifft, so genügen geringe Luftmengen und ein geringer Luftdruck
und damit eine geringe Luftförderleistung zur Zerstäubung einer bestimmten Brennstoffmenge.
Ein wesentliches Merkmal dieser Zerstäuberdüse besteht darin, daß der Brennstoffstrahl
in einen Raum austritt, der den gleichen Druck aufweist, wie der Raum, in den der
Brennstoffnebel gefördert wird. Hierzu sind die erfindungsgemäßen Druckausgleichsöffnungen
vorgesehen, durch die die zur Zerstäubung notwendige Luftförderleistung deutlich herabgesetzt
werden kann. Während bekannte Ausführungen 10 bis 25

an Fördersleistung zur Brennstoffzerstäubung benötigen, kommt die erfindungsgemäß
ausgebildete Einspritzdüse mit etwa 0,5 bis 3,0

aus. Die Zerstäubung der Flüssigkeit ist so fein, daß ein Flüssigkeitsnebel entsteht,
dessen Ausbreitung von der zugeführten Luft vorgenommen wird. Die Führung der Luft
und nicht die Richtung der Brennstoffzuführung ergibt somit den Spraywinkel.
[0005] In einer besonderen erfindungsgemäßen Ausführung ist die Zerstäuberdüse zusammengesetzt
aus einem einzelnen Düsenkörper mit der zentralen Düsenbohrung und einem besonderen
Ringkörper mit einer Ringdüse. Durch an dem einem oder anderen Teil fest angeordnete
oder durch zwischengelegte Distanzstücke werden beim Verbinden mittels Schrauben oder
Nieten Druckausgleichsöffnungen zwischen den beiden Teilen durch die Spalte zwischen
den Distanzstücken gebildet.
[0006] Die Luftzuführung erfolgt in besonderer erfindungsgemäßer Ausgestaltung durch eine
Ringdüse, die mit einem verengten Spalt einen scharfen Strahl erzeugt. Hierdurch kann
die zerstäubende Wirkung weiter erhöht werden.
[0007] Wird die Einspritzdüse in Kombination mit Verdampferrohren, wie sie an Gasturbinenringbrennkammern
verwendet werden, eingesetzt, so ist die Erzeugung eines Brennstoffnebels nur in der
Startphase erforderlich. In allen anderen Triebwerksbetriebszuständen arbeitet die
Düse dadurch als einfaches Spritzrohr, daß die Luftzuführung erfindungsgemäß abgeschaltet
wird. Die Brennstoffverdampfung wird dann ausschließlich von den erhitzten Verdampfungsrohren
übernommen.
[0008] Die Abbildung zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Zerstäuberdüse. Hierin.
sind der Düsenkörper 1 mit der zentralen Düsenbohrung 2 sowie ein Ringkörper 3 mit
dem Ringspalt 4 durch Schrauben 5 miteinander verbunden. Zwischen Düsenkörper 1 und
Ringkörper 3 sind Distanzstücke 6 in Form von Unterlegscheiben angeordnet, durch die
die Druckausgleichsöffnungen 7 erzeugt werden. Der Ringkörper 3 weist einen inneren
Ringraum 8 auf, in den eine Luftzuführungsleitung 9 einmündet. Die Druckausgleichsöffnungen
7 stellen die Verbindung von einen zwischen Düsenbohrung 2 und Ringspalt 4 gelegenen
Innenraum 11 und dem außerhalb des Ringkörpers 3 liegenden Umgebungsraum 10 dar.
1. Zerstäuberdüse für kontinuierliche Brennstoffeinspritzung, vorzugsweise in Brennkammern
von Gasturbinen, mit einem zentralen Düsenkörper zur Brennstoffzuführung und einer
dazu konzentrischen Anordnung zur ringförmigen Luftzuführung, dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenkörper (1) eine koaxiale, offene Düsenbohrung (2) aufweist, daß die Anordnung
zur Luftzuführung aus einem Ringkörper (3) mit einem innenliegenden Ringspalt (4)
besteht, der in einer Ebene senkrecht zur Achse der Düsenbohrung angeordnet ist, wobei
die Luftzuführung aus dem Ringspalt in dieser Ebene radialsymmetrisch nach innen gerichtet
erfolgt, daß der Ringspalt (4) in Einspritzrichtung hinter der Düsenbohrung (2) angeordnet
ist und zwischen Düsenbohrung (2) und Ringspalt (1) ein Innenraum (11) ausgebildet
ist, der durch Druckausgleichsöffnungen (7) mit dem Umgebungsraum (10) verbunden ist.
2. Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringspalt (4) einen
gegenüber einem Ringraum (8) im Ringkörper (3) verengten Querschnitt aufweist, wobei
eine Ringdüse gebildet wird.
3. Zerstäuberdüse nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (3) und der Düsenkörper (1) trennbar miteinander
verbunden sind, wobei mehrere Distanzstücke (6) dazwischenliegende Druckausgleichsöffnungen
(7) ausbilden.
4. Zerstäuberdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem nachgeschalteten Verdampferrohr
in der Brennkammer,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düse zur Einspritzung eines glatten Strahles in das
Verdampferrohr eine Absperreinrichtung in einer mit dem Ringraum (8) im Ringkörper
(3) verbundenen Luftzuführungsleitung (9) aufweist, wobei eine Luftabschaltung nach
Erreichen der Brennkammerbetriebstemperatur erfolgt.
