[0001] Die Erfindung betrifft einen Heißgaserzeuger mit einer in etwa konischen Brennkammer,
die am weiten Konusende mit einer axial in die Brennkammer mündenden Brennereinrichtung
und am entgegengesetzen Ende mit einer Luftzufuhreinrichtung versehen ist und die
im Bereich des weiten Endes einen seitlichen Heißgasaustritt aufweist.
[0002] Brennkammern der eingangs bezeichneten Art sind für Triebwerke, d.h. also in kleinen
Dimensionen und für den Betrieb mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen grundsätzlich
bekannt.
[0003] Im industriellen Bereich, insbesondere für Trocknungszwecke oder die Bereitstellung
von Prozeßwärme werden jedoch Brennkammern mit erheblich größeren Abmessungen benötigt.
Darüber hinaus besteht vielfach das Erfordernis, für 4ie Wärmeerzeugung auch vorhandene
staubförmige Brennstoffe mit zu verwenden, insbesondere bei Fabrikationsprozessen,
Lei denen, wie beispielsweise in der holzverarbeitenden Industrie, brennbare Stäube
anfallen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Heißgaserzeuger zu schaffen, dessen
Brennereinrichtung auch mit staubförmigen Brennstoffen, insbesondere schwer brennbaren
staubförmigen Stoffen betrieben werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Brennereinrichtung
einen öl- oder gasbeaufschlagten Brenner und eine ringförmig hierzu angeordnete Düse
für die Zufuhr von staubförmigen Brennstoffen, insbesondere von kunstharzhaltigen
Holzstäuben sowie eine Düse für die Zufuhr von Primärluft aufweist. Der erfindungsgemäße
Heißgaserzeuger hat den Vorteil, daß der Hauptanteil der Verbrennungsluft im Gegenstrom
zum Brennstoff geführt wird, so daß sich lange Ausbrandwege und eine intensive Durchmischung
des zugeführten staubförmigen Brennstoffs im Flammenbereich ergibt. Da der Kunstharzanteil,
insbesondere bei phenolharzhaltigen Stäuben nur in einer direkten Flamme einwandfrei
verbrennt, ist hierdurch ein nahezu vo: ständiger Ausbrand gewährleistet. Der vorgesehene
öl- oder gasbeaufschlagte Brenner dient hier lediglich als Stütz- bzw. Zündbrenner.
[0006] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Brennkammer
stehend angeordnet ist, die Brennereinrichtung nach unten weisend am oberen Ende der
Brennkammer angeordnet ist und das untere Brennkammerende eine Ascheaustrittsöffnung
aufweist, die in einen Brennraum mit Ausbrennfläche mündet, der mit einer zusätzlichen
Luftzufuhr sowie mit einer Zufuhreinrichtung für stückigen Brennstoff, insbesondere
Holzabfälle sowie mit einem Zündbrenner im Mündungsbereich der Stoffzufuhreinrichtung
versehen ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß zusätzlich zu den staubförmigen
Abfallprodukten auch stückige, brennbare Abfallprodukte, beispielsweise in der holzverarbeitenden
Industrie Holzabfälle, Rinde oder dgl. für die Heißgaserzeugung ausgenutzt werden
können. Da durch die zusätzliche Brennstoffzufuhr auf der Ausbrennfläche ein Glutbett
gebildet wird, werden mit etwaigen Ascheanteilen aus der Brennkammer in den Brennraum
gelangende, nicht ausgebrannte Partikel auf der Ausbrennfläche vollständig verbrannt.
Die Anordnung hat zudem den Vorteil, daß der in die Brennkammer in Form eines Staubes
eingebrachte feste Brennstoff einen verhältnismäßig hohen Anteil an grobem Korn aufweisen
kann, da diese in der Brennkammer nicht vollständig ausbrennenden grobkörnigen Anteile
im Brennraum vollständig ausbrennen können. Der Zündbrenner'für den Brennraum wird
nur so lange eingeschaltet, bis die Ausmauerung des Brennraumes so weit aufgeheizt
ist, daß die Verbrennung des zugeführten stückigen Brennstoffs selbsttätig abläuft.
Die im Brennraum anfallenden heißen Abgase gelangen durch die Aschenaustrittsöffnung
in die Brennkammer, werden dort weiter aufgeheizt. Die aus der Brennkammer am oberen
Ende abgezogenen Heißgase stehen dann vollständig für den gewünschten Verwendungszweck,
beispielsweise für die Durchführung eines Trocknungsprozesses zur Verfügung. In zweckmäßger
Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ausbrennfläche als Vorschubrost
mit weitgehend durchfallfreiem Rostbelag ausgebildet ist. Hierdurch ist gewährleistet,
daß sich ein verhältnismäßig dichtes Glutbett auf der Ausbrennfläche bildet, das den
Durchfall von staubförmigen Partikeln behindert.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Brennkammer doppelwandig
ausgebildet ist und daß der freie Raum zwischen Innenwandung und Außenwandung im Bereich
der Brennereinrichtung mit wenigstens einer Eintrittsöffnung für kalte Luft und am
unteren Ende mit wenigstens einer Austrittsöffnung für die heiße Luft versehen ist
und daß die Heißluftaustrittsöffnung mit der unteren Luftzufuhreinrichtung der Brennkammer
in Verbindung steht. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß zum einen die Wandungen
der Brennkammer gekühlt werden und daß die so erhitzte Luft am unteren Ende als aufgeheizte
Verbrennungsluft eingeführt werden kann.
[0008] In zweckmäßiger Ausgestaltung.der Erfindung ist vorgesehen, daß die untere Luftzufuhreinrichtung
durch einen außen um das untere Brennkammerende herumgelegten Ringkanal gebildet wird,
der mit wenigstens einer außen liegenden Lufteintrittsöffnung und einer Mehrzahl tangential
in die Brennkammer mündenden Luftdurchtrittsöffnungen versehen ist. Durch die tangentiale
Einführung der Verbrennungsluft wird eine definierte Gegenstromführung von Luft und
Brennstoff erreicht, durch die gleichzeitig sichergestellt ist, daß die Brennkammerwandung
gegenüber der Flamme durch einen Luftschleier abgeschirmt ist. Die tangentiale Einführung
der Hauptverbrennungsluft hat ferner den Vorteil, daß die durch die Ascheaustrittsöffnung
aus dem Brennraum in die Brennkammer eintretenden heißen Abgase mit in den erzeugten
Luftwirbel einbezogen werden, so daß sich stabile Strömungsverhältnisse in der Brennkammer
ergeben und eine bestmögliche Verbrennung des staubförmigen Brennstoffs sichergestellt
ist. Die zugeführte Verbrennungsluft und die aus dem Brennraum austretenden heißen
Abgase werden in einer Drallströmung entlang der Innenwandung der Brennkammer nach
oben geführt. Hierbei werden nicht vollständig ausgebrannte Brennstoffteilchen wiederum
mit nach oben gerissen und infolge der sich im oberen Teil der Brennkammer ausbildenden,toroidförmigen
Sekundärströmung wieder in die Flamme zurückgeführt, wo sie vollständig ausbrennen
können.Zweckmäßig ist es, wenn erfindungsgemäß die Luftdurchtrittsöffnungen mit Stellklappen
versehen sind. Hierdurch ist eine optimale Einstellung derDrallströmung möglich.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Ringkanal einen in
Strömungsrichtung abnehmenden Querschnitt aufweist und an einem Ende gegenüber der
Lufteintrittsöffnung abgeschlossen ist, das koaxial um den Ringkanal ein zweiter Ringkanal
angeordnet ist, mit einem seitlich neben dem Lufteintritt des ersten Ringkanals liegenden
Luftaustritt und daß der zweite Ringkanal mit einer Mehrzahl von Luftdurchtrittsöffnungen
versehen ist, die in den Raum zwischen Innen- und Außenwandung der Brennkammer münden.
Da die Außenwandung des zweiten Ringkanals koaxial zu Innenwandung des ersten Ringkanals
verläuft, ergibt sich zwangsläufig für den zweiten Ringkanal ein zur Luftaustrittsöffnung
hin sich erweiternder Strömungsquerschnitt, so daß sich sowohl für den Abzug der durch
den Zwischenraum zwischen Außenwandung und Innenwandung geführten Kühlluft als auch
für die Zufuhr der Hauptverbrennungsluft ein konstruktiv einfaches Bauteil ergibt.
Da der Querschnitt des ersten Ringkanals entsprechend der Abnahme der in die Brennkammer
einzuführenden Luftmenge sich verringert, andererseits der Querschnitt des zweiten
Ringkanals entsprechend der Zunahme der aus dem Zwischenraum abgezogenen Luftmenge
sich vergrößert, wird ein über den Umfang gleichmäßig verteilter Luftdurchtritt sowohl
für den ersten Ringkanal als auch für den zweiten Ringkanal erreicht. Der Luftaustritt
des zweiten Ringkanals kann nun mit der Saugseite und der Lufteintritt des ersten
Ringkanals mit der Druckseite eines Heißgasventilators verbunden sein, so daß die
durch den Zwischenraum zwischen Innen- und Außenwandung der Brennkammer hindurchgezogene
Kühlluft unmittelbar als aufgeheizte Verbrennungsluft in die Brennkammer eingeführt
werden .kann.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Innenwandung
der Brennkammer durch Rohr-Steg-Rohre gebildet wird, die vertikal verlaufen und jeweils
oben und unten in eine Ringleitung münden, wobei die obere Ringleitung mit dem Zulauf
und die untere Ringleitung mit dem Rücklauf eines von einem Wärmeträger durchströmten
Wärmeverbrauchers in Verbindung stehen. Diese Ausgestaltung hat nicht nur den Vorteil,
daß neben der Heißgaserzeugung auch noch die Aufheizung eines flüssigen und/oder dampfförmigen
Wärmeträgers möglich ist. Der bzw. die Wärmeverbraucher können nachgeschaltete Wärmetauscher
sein, in denen Luft, Wasser oder auch im Falle der holzverarbeitenden Industrie Pressen
aufgeheizt werden können. Die Ausgestaltung ist ferner bei der Verwendung von phenolhalzhaltigen
Holzschleifstäuben vom Vorteil. Die bei dieser Ausführungsform mögliche intensivere
Kühlung der Brennkammerwände erlaubt es, Oberflächentemperaturen einzuhalten, die
unterhalb des Schmelzpunktes des beim Verbrennen von Phenolhalz anfallenden Ätznatrons
liegt. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn im Bereich der Heißgasaustrittsöffnung
der Brennkammer die die Innenwandungen bildenden Rohre stegfrei ausgeführt und mit
Abstand zueinander verlaufen. Die Rohre bilden hier eine Art Fanggitter, durch das
die in der Brennkammer erzeugten Geißgase hindurchströmen müssen. Flugstaub, unverbrannte
Brennstoffteilchen können sich hier anlagern und gleichzeitig führt die beim Durchströmen
dieses Fanggitters einsetzende geringe Abkühlung des Gasstromes bei der Verwendung
von Phenolharzstaub zum Löschen eines Teils der
6ltl. noch glühend austretenden Phenolharzstaubteilchen. In den Abgasen enthaltene aggressive
flüchtige Bestandteile der verbrannten Kunstharzanteile können sich ebenfalls infolge
der bewirkten Abkühlung an diesem Fanggitter niederschlagen. Durch entsprechende Reinigungsöffnungen
im Deckenbereich der Brennkammer können die Rohre ebenso wie die gesamte Innenwandung
der Brennkammer von Zeit zu Zeit abgereinigt werden. In einer bevorzugten weiteren
Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß im oberen Bereich der Brennkammer
ein Heißgaskanal vorgesehen ist, der sich über einen Teil der Brennkammerinnenwandung
erstreckt und dessen Wandung aus Rohr-Steg-Rohren gebildet ist, die mit den übrigen
Rohr-Steg-Rohren der Innenwandung verbunden sind und daß der Kanal mit einem Ende
gegen die Rotation der Gasströmung zum Brennkammerinnenraum hin offen ist und mit
seinem anderen Ende in einen absperrbaren Gasabzug mündet. Diese Anordnung hat den
Vorteil, daß die Brennkammer auch im Teillastbereich betrieben werden kann, wenn keine
Heißgase für einen beispielsweise nachgeschalteten Trocknungsprozeß benötigt werden,
gleichwohl über den flüssigen bzw. dampfförmigen Wärmeträger entsprechende Wärmemengen
zur Verfügung gestellt werden müssen. In diesem Fall wird der Heißgasaustritt der
Brennkammer abgesperrt, so daß die nunmehr bei verringerter Brennstoffzufuhr erzeugten
heißen Abgase durch den entlang der Innenwandung im oberen Bereich geführten Heißgaskanal
abgezogen werden können, wobei sie ihren Wärmeinhalt weitgehend an die aus Rohr-Steg-Rohren
gebildeten Kanalwandungen abgeben. Die abgekühlten Abgase können dann über eine Entstaubungsvorrichtung
ins Freie abgeblasen werden.
[0011] In vorteilhafter weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß an die
Heißgasaustrittsöffnung der Brennkammer ein nach Art eines Venturi-Rohres ausgebildeter
Teil einer Heißgasabzugsleitung angeschlossen ist und daß an den Bereich des engsten
Querschnitts ein diesen Teil umfassender Ringkanal angeordnet ist, der mit vorzugsweise
tangential in die Abzugsleitung mündenden Luftdurchtrittsöffnungen und wenigstens
einem Lufteintritt verbunden ist. Durch diesen Ringkanal ist es möglich, den heißen
Abgasen zu Regelungszwecken zusätzlich Luft zuzuführen, und zwar um sowohl Temperaturspitzen
ausregeln zu können als auch beim nachgeschalteten Verbraucher auftretende Abnahmeschwankungen
hinsichtlich der Heißgasmenge ausregulieren zu können. Entsprechend kann hier Kaltluft
oder aber auch über die Kühlung der Brennkammerwandung anfallende Heißluft eingeführt
werden. Diese Heißluft kann entweder unmittelbar bei einer luftgekühlten Brennkammer
zur Verfügung stehen oder aber bei einer flüssigkeitsgekühlten Brennkammer über einen
Wärmetauscher durch den Wärmeträger der Kühlung der Brennkammerinnenwandung aufgeheizt
werden.
[0012] Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt eines Heißgaserzeugers
Fig. 2 in größerem Maßstab einen Horizontalschnitt gemäß der Linie II - II in Fig.
1
Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Heißgaserzeugers im Vertikalschnitt
Fig. 4 einen Horizontalschnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 3
Fig. 5 in größerem Maßstab einen Schnitt durch die aus Rohr-Steg-Rohren gebildete
Innenwand der Ausführungsform gemäß Fig.3
Fig. 6 eine Ausführungsform mit zusätzlicher Luftkühlung der Brennkammerwandung
Fig. 7 einen Ringkanal für die Ausführungsform gemäß Fig. 6
Fig. 8a,b eine Umlenkfläche für den Heißgasaustritt.
[0013] Die in Fig.1 in einem Vertikalschnitt dargestellte Ausführungsform des Heißgaserzeugers
weist eine vertikal ausgerichtete, im wesentlichen konisch ausgebildete Brennkammer
1 auf. In diese Brennkammer ragt von oben in den erweiterten Bereich eine Brennereinrichtung
2 herein, die einen öl- oder gasbeaufschlagten Brenner 3 üblicher Bauart aufweist,
dem eine Ringdüse 4 für die Zufuhr eines staubförmigen Brennstoffes sowie eine weitere
Ringdüse 5 für die Zufuhr von Primärverbrennungsluft zugeordnet sind.
[0014] Auf der der Brennereinrichtung entgegengesetzten Seite weist die Brennkammer 1 eine
Aschenaustrittsöffnung 6- auf, die in einen Brennraum 7 mit einer als Stufenrost ausgebildeten,
geneigten Ausbrennfläche 8 mündet. Am oberen Ende des Brennraums 7 ist eine Zufuhröffnung
9 für einen stückigen Brennstoff, beispielsweise Holzabfälle oder Rinde vorgesehen,
die in üblicher Weise mittels einer nicht mehr dargestellten Doppelklappenschleuse
gegen die Außenluft abgeschlossen ist. Im Bereich des oberen Endes der Ausbrennfläche
8 ist ein Zündbrenner 10 angeordnet, durch den die Verbrennung des auf die Ausbrennfläche
8 aufgebrachten Brennstoffs eingeleitet werden kann.
[0015] Die Hauptverbrennungsluft wird über einen außen um das untere Brennkammerende herumgelegten
Ringkanal 11 zugeführt, der mit einer Mehrzahl tangential in die Brennkammer mündender
Luftdurchtrittsöffnungen 12 versehen ist. Die vorzugsweise aufgeheizte Verbrennungsluft
wird über eine außen liegende Lufteintrittsöffnung 13 zugeführt, die an einen entsprechenden
Zufuhrkanal 14 angeschlossen ist, über den die Hauptmenge der Verbrennungsluft von
einem Lufterhitzer zugeführt wird. Von dem Zufuhrkanal 14 zweigt ein Mischluftkanal
15 ab, der zu einem weiteren Ringkanal 16 geführt ist, der um die an die Heißgasaustrittsöffnung
17 der Brennkammer 1 angeschlossene Heißgasabzugsleitung 18 herumgelegt ist. Auch
der Ringkanal 16 ist mit einer Reihe von Luftdurchtrittsöffnungen 19 versehen, die
tangential in die Heißgasabzugsleitung 18 einmünden. Im Bereich der Heißgasaustrittsöffnung
17 ist die Heißgasabzugsleitung 18 nach Art eines Venturi-Rohres ausgebildet, so daß
der Ringkanal 16 im Bereich des engsten Querschnittes dieses Teils der Heißgasabzugsleitung
18 angeordnet ist.
[0016] Die Brennkammer 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist doppelwandig ausgeführt, so
daß zwischen der Innenwandung 20, die beispielsweise durch eine feuerfeste Ausmauerung
gebildet wird, und der Außenwandung 21, die beispielsweise aus Isoliermaterial besteht,
ein freier Zwischenraum 22 verbleibt. Der Zwischenraum 22 ist im Bereich des oberen
Endes der Brennkammer mit einer Eintrittsöffnung 23 für Kaltluft und im Bereich des
unteren Endes mit einer Austrittsöffnung 24 für die Heißluft versehen. Mit Hilfe der
durch den Zwischenraum geführten Kaltluft kann so die Innenwandung 20 der Brennkammer
ständig gekühlt werden, wobei die Kaltluft in den Bereich mit der höchsten Temperatur
eingeführt wird, so daß ein ausreichender Schutz der Ausmauerung erreicht wird.
[0017] Die bei der Kühlung der Brennkammerwandung gewonnene Heißluft kann nun vorteilhaft
bereits als aufgeheizte Verbrennungsluft wieder in die Brennkammer zurückgeführt werden.
Dies geschieht zweckmäßigerweise über einen Ringkanal 11', wie er im Horizontalschnitt
in Fig. 2 dargestellt ist. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform ist um einen als
Luftzufuhr zur Brennkammer dienenden Ringkanal 11a mit in Strömungsrichtung der Heißluft
(Pfeil 25) abnehmenden Querschnitt ein zweiter als Luftabzug für den Zwischenraum
22 dienender Ringkanal 11b koaxial herumgelegt. Dieser Ringkanal weist entsprechend
in Strömungsrichtung der eingeführten Luft (Pfeil 26) einen zunehmenden Querschnitt
auf. An seiner Oberseite ist der Ringkanal 11b mit einer Vielzahl von Luftdurchtrittsöffnungen
27 versehen, die in den Zwischenraum 22 der Brennkammer 1 münden. Die in die Brennkammer
einmündenden Luftdurchtrittsöffnungen 12 des Ringkanals 11a sind bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel jeweils mit einer Stellklappe 28 versehen, die über einen nicht
näher dargestellten zentralen Stellantrieb üblicher Bauart verstellt werden können.
[0018] Die Lufteintrittsöffnung 13 des Ringkanals 11a und die Luftaustrittsöffnung 29 stehen
über entsprechende-Rohrleitungen mit einem Heißgasventilator 30 in Verbindung. Hierbei
ist der Luftaustritt 29 mit der Saugseite und der Lufteintritt 13 mit der Druckseite
des Heißgasventilators verbunden. An die druckseitige Leitung, die der Rohrleitung
14 in Fig. 1 entspricht, kann entsprechend eine Zweigleitung 15 ebenfalls entsprechend
Fig. 1 angeschlossen werden. Die Rohrleitung 14 und auch die Rohrleitung 15 kann durch
entsprechende Schieber 31, 32 entsprechend abgeschiebert werden.
[0019] In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heißgaserzeugers
dargestellt. Die Form sowie der verfahrenstechnische Aufbau entsprechen der Ausführungsform
gemäß Fig. 1. Die Brennereinrichtung 2 entsprechend Fig. 1 ist durch einen Pfeil angedeutet.
[0020] Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist jedoch bei der Fig. 3 die Innenwandung
der Brennkammer 1 durch sogenannte Rohr-Steg-Rohre 33 gebildet, die jeweils mit ihrem
unteren Ende und mit ihrem oberen Ende in eine Ringleitung 34 bzw. 35 münden. Ein
über die Ringleitungen und die Rohr-Steg-Rohre von unten nach oben geführter flüssiger
bzw. dampfförmiger Wärmeträger wird vorzugsweise im Kreislauf über einen nicht häher
dargestellten Wärmeverbraucher geführt, wobei die untere Ringleitung 34 mit dem Rücklauf
36 und die obere Ringleitung 35 mit dem Zulauf 37 des Wärmeverbrauchers verbunden
sind. Die Auskleidung mittels Rohr-Steg-Rohren-stellt eine vollständig geschlossene
gasdichte Auskleidung dar, weil, wie der Schnitt gemäß Fig. 5. zeigt, die einzelnen
Rohre 38, die einen runden oder ovalen Querschnitt haben können, durch Zwischenstege
39 fest miteinander verbunden sind, so daß eine geschlossene, aus einer Vielzahl nebeneinander
verlaufender Rohre gebildete Wand entsteht. Lediglich im Bereich der Gasdurchtrittsöffnung
werden die entsprechenden Stege weggelassen, so daß in diesem Bereich durch die Rohre
38 eine Art Fanggitter für etwaige Feststoffteilchen gebildet wird.
[0021] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist die aus Rohr-Steg-Rohren
gebildete Innenwandung 33 auf ihrer Außenseite mit einer wärmeisolierenden Außenschicht
40 versehen. Der Ringkanal 11 mit seinen Luftdurchtrittsöffnungen 12 ist an ein nicht
näher dargestelltes Gebläse angeschlossen, durch das aufgeheizte Verbrennungsluft
zugeführt werden kann. Die Aufheizung der Verbrennungsluft kann beispielsweise in
der Weise erfolgen, daß der über die Rohr-Steg-Rohre geführte Wärmeträger durch einen
Wärmetauscher geführt wird, mit dessen Hilfe die Verbrennungsluft aufgeheizt wird.
Durch die Wärmeabgabe beim Wärmeverbraucher, es können auch mehrere Wärmeverbraucher
sein, wird die Innenwandung der Brennkammer 1 im gewünschten Maße gekühlt.
[0022] Da die aus Rohr-Steg-Rohren gebildete Innenwandung 33 mit den Ringleitungen 34 und
35 ein in sich geschlossenes Bauteil darstellt, kann ebenso wie bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 1, zwischen der Innenwandung 33 und der isolierenden Außenwandung 40 ein
entsprechender Zwischenraum vorgesehen werden, durch den dann mit Hilfe eines Gebläses
Luft hindurchgeführt wird, die unmittelbar als aufgeheizte Verbrennungsluft über den
Ringkanal 11, der in diesem Fall entsprechend der Darstellung gemäß Fig. 2 ausgebildet
sein kann, in die Brennkammer als Verbrennungsluft eingeführt werden. Je nach der
Bemessung der Gebläseleistung und der geforderten Luftmenge kann bei entsprechender
Auslegung ein gesonderter Wärmetauscher zur Aufheizung der Verbrennungsluft entfallen,
da über die durch den Zwischenraum zwischen der Innenwandung 33 und der isolierenden
Außenwandung 40 die erforderlichen Luftmengen auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt
werden können.
[0023] Da bei der im Zusammenhang mit Fig. 2 erläuterten Luftführung durch den Zwischenraum
die aufgeheizte Luft gefördert werden muß und dementsprechend ein hoher Volumenstrom
zu fördern ist, wird anhand der Figuren 6 und 7 eine modifizierte Ausführungsform
für die Ausbildung des Zwischenraums zwischen Innenwandung und Außenwandung erläutert,
die es erlaubt, die kalte Luft unter Druck durch den Zwischenraum hindurchzuführen.
In Fig. 6 ist die Brennkammerwand teilweise im Schnitt, teilweise in Form einer Abwicklung
dargestellt. Fig. 7 zeigt die entsprechende Ausbildung des zugehörigen unteren Ringkanals
11.
[0024] Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform ist der "wischenraum 22 zwischen
einer beispielsweise aus Rohr-Steg-Rohren gebildeten Innenwandung 33 und einer isolierten
Außenwandung 40 durch vertikal verlaufende Stege in eine Vielzahl von nebeneinander
verlaufenden Teilkanälen 41, 42 unterteilt. Die Stege sind so ausgebildet, daß jeweils
jeder zweite Steg etwas kürzer ist, so daß eine Überströmöffnung 43 jeweils oben zwischen
den Kanälen 41 und 42 verbleibt. Das untere Ende eines jeden Kanals 41 ist dementsprechend
an eine Luftdurchtrittsöffnung 44 des äußeren Ringkanals 45 angeschlossen, während
das untere Ende des danebenliegenden Kanals 42 an eine Luftdurchtrittsöffnung 46 des
inneren Ringkanals 47 angeschlossen ist. Wird nun unter Druck über die mit dem äußeren
Ringkanal 45 verbundene Lufteintrittsöffnung 48 Kaltluft in den Ringkanal eingepreßt,
so strömt diese durch die Luftdurchtrittsöffnungen 44 und den zugehörigen Kanal 41
im Zwischenraum 22 zunächst nach oben und strömt dann über die Luftübertrittsöffnung
43 im danebenliegenden Kanal 42 nach unten und kann dann über die Luftdurchtrittsöffnung
46 in den inneren Ringkanal 47 und von da über die Luftdurchtrittsöffnungen 12 in
die Brennkammer eintreten.
[0025] Wie aus der Schnittdarstellung in Fig. 6 ersichtlich, ist es zweckmäßig, wenn die
Außenseite der aus Rohr-Steg-Rohren gebildeten Innenwandung 33 mit Vorsprüngen in
Form von Zapfen, Warzen, Stegen oder dgl. versehen ist, durch die die Wärmeübertragungsfläche
vergrößert wird, so daß die Wärmeübertragung von der Innenwandung 33 auf die durch
die Kanäle 41, 42 geführte Luft noch erhöht wird. Hierdurch wird die Wirksamkeit der
gleichzeitig der Lufterhitzung dienenden Kühlluftführung zur Kühlung der Brennkammer
verbessert.
[0026] die Bauform gemäß Fig. 3 mit einer Innenwandung aus Rohr-Steg-Rohren aufgrund der
möglichen Verwendung von Wasser als Wärmeträger neben der Heißgaserzeugung auch zur
Heißwasser- bzw. Dampferzeugung verwendet werden kann, muß für manche Einsatzfälle
auch eine Möglichkeit geschaffen werden, die Brennkammer auch dann zu betreiben, wenn
zwar kein Bedarf an Heißgas besteht, jedoch Heißwasser bzw. Dampf zur Verfügung gestellt
werden muß. Da hierbei die Brennereinrichtung 2 nur noch mit verminderter Leistung
gefahren zu werden braucht, gleichwohl aber der Wunsch besteht, auch bei reduzierter
Brennerleistung den staubförmigen Brennstoff, insbesondere staubförmigen brennbaren
Abfall auszubrennen, zeigt die Ausführungsform gemäß Fig. 3 eine Einrichtung, die
einen derartigen reinen Heißwasser- bzw. Dampfbetrieb ermöglicht. Zu diesem Zweck
ist in der Flammzone im oberen Bereich der Brennkammer von jedem zur
; Innenwand 33 gehörenden Rohr ein Parallelrohr 49 in der dargestellten Weise vorgesehen.
Diese nebeneinanderliegenden Parallelrohre 49 sind wiederum durch Stege zu einer dichten
Wand verbunden, so daß zwischen den in diesem Bereich wandseits verlaufenden Rohrstücken
50 und den Parallelrohren 49 ein Kanal gebildet wird, wie dies aus der Schnittdarstellung
gemäß Fig. 4 ersichtlich ist. Dieser Kanal 50'erstreckt sich über einen Teil des Brennkammerumfanges
in diesem Bereich und läßt lediglich den zur Gasdurchtrittsöffnung 17 gehörigen Bereich
frei. Ein Ende dieses Kanals ist zum Brennkammerinnenrcum hin offen, während das andere
Ende des Kanals gegenüber dem Brennkammerinnenraum abgeschlossen ist und über eine
nicht näher dargestellte Filtereinrichtung an einen Abgaskamin angeschlossen ist.
Ggf. können im Kanal zusätzliche Parallelrohre 51 angeordnet sein, die jedoch in größerem
Abstand zueinander angeordnet sind, durch die die Wärmeübertragungsfläche im Bereich
des Kanals 50'vergrößert wird.
[0027] Falls nun kein Bedarf an Heißgasen für etwaige nachgeschaltete Trockner oder dgl.
besteht, wird über einen nicht näher dargestellten Schieber die Heißgasaustrittsöffnung
17 abgesperrt und die Austrittsöffnung 52 des Kanals 50'zum Abgaskamin geöffnet. Zur
Überwindung der Strömungswiderstände,insbesondere der Entstaubungsanlage, ist es zweckmäßig,
wenn hinter der Entstaubungsanlage noch ein im Saugzug arbeitender Abgasventilator
angeordnet ist. Da die bei der Verbrennung erzeugten heißen Abgase nicht mehr durch
die abgesperrte Heißgasaustrittsöffnung 17 austreten können, strömen sie durch den
Kanal 50' und werden dann: über die Filteranlage und den Abgaskamin abgezogen. Auf
diesem Wege geben sie ihre Wärme an die Zusatzrohre 51 sowie an die an die Parallelrohre
49 und 50 ab, die den Kanal 50' begrenzen.
[0028] Zum besseren Verständnis sei erwähnt, daß in der Darstellung gemäß Fig. 3 lediglich
die in der Schnittebene liegenden Rohre der Innenwand 33 dargestellt sind. Aus der
Vielzahl der die Innenwandung bildenden Rohre ist lediglich das Rohr noch dargestellt,
das am abgeschlossenen Ende 53 des Kanals 50' liegt.
[0029] Der Kanal 50' ist über Reinigungsöfffnungen 54 im Deckenbereich der Brennkammer in
üblicher Weise zu Abreinigungszwecken zugänglich, ebenso der das Fanggitter bildende
Teil der Rohre im Bereich der Heißgasaustrittsöffnung 17.
[0030] Die in Fig. 7 dargestellte Ausführung eines Ringkanals für die untere Luftzufuhr
der Brennkammer bietet auch die Möglichkeit, über eine entsprechende öffnung und eine
Stellklappe 55 in den inneren Ringkanal 47 zusätzlich zu den durch die Luftdurchtrittsöffnungen
46 eingeführten Heißluftmengen Luft einzuführen. Hierdurch ergibt sich eine weitere
Regelungsmöglichkeit für die Brennkammer.
[0031] Die in Fig. 6 gezeigte Anordnung der Kanäle im Zwischenraum zwischen Außenwandung
und Innenwandung stellt eine bevorzugte Ausführungsform dar, die bei großen aufzuheizenden
Luftmengen den geringsten Strömungswiderstand bietet. Abweichend hiervon können die
Kanäle auch anders, beispielsweise schraubenlinienförmig verlaufen.
[0032] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Rohre
50 im Bereich der Heißgasaustrittsöffnung 17 der Brennkammer 1 jeweils mit nach innen
gerichteten Umlenkflächen 57 versehen sind. Hierdurch ergibt sich nicht nur eine bessere
Führung der rotierenden Gasströmung in der Brennkammer entlang den mit Abstand zueinander
geführten Rohren 50 im Bereich der Heißgasaustrittsöffnung, sondern darüber hinaus
wird der Rückhalt von Feststoffteilchen in der Brennkammer selbst noch verbessert.
Die über die Heißgasaustrittsöffnung 17 abströmenden Gasmengen müssen nämlich beim
Übertritt aus der Rotationsströmung der Brennkammer jeweils die freien Kanten der
Umlenkflächen unter Richtungsänderung umströmen, so daß in der Gasströmung enthaltene
Feststoffpartikel in der Rotationsströmung gehalten werden und nicht über den Heißgasaustritt
in die Heißgasabzugsleitung 18 gelangen können. Besonders vor- teilhaft ist es, wenn
die Umlenkflächen 57 in etwa gleichsinnig mit der Rotation der Gasströmung schräg
nach innen ausgerichtet sind. Hierdurch wird die umlenkende Wirkung der Umlenkflächen
57 noch verstärkt, so daß die Abscheidewirkung im Bereich der freien Kanten der Umlenkflächen
erhöht wird.. Gleichzeitig wird hierdurch sichergestellt, daß wenigstens ein Teil
der sich auf der in die Brennkammer weisenden Oberfläche der Umlenkflächen gelangenden
Feststoffteilchen der Rotationsströmung dann wieder aufgenommen und weiter mitgerissen
werden. Die prinzipielle Anordnung derartiger Umlenkflächen ist in Fig. 4 dargestellt.
[0033] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist hierbei vorgesehen, daß die Umlenkflächen
57 hinsichtlich ihrer Ausrichtung ; einstellbar mit dem jeweiligen Rohr 50 verbunden
sind, um eine optimale Einstellung vornehmen zu können.
[0034] Zweckmäßig ist es ferner, wenn jede Umlenkfläche aus mehreren übereinander angeordneten
Teilflächen gebildet ist und daß jede Teilfläche mit einer Keilverbindung am jeweiligen
Rohr 50 festgelegt ist. Hierdurch ist es möglich, auch bei einer großen Höhe der Heißgasaustrittsöffnung
mit entsprechend großer Länge der Umlenkflächen Wärmespannungen zu verhindern, da
zwischen den einzelnen Teilflächen entsprechende Dehnungsfugen vorgesehen werden können.
Die Anordnung einer Keilverbindung erlaubt ein einfaches Auswechseln der Lenkflächen,
da auch ein verzunderter Keil ohne Schwierigkeiten herausgeschlagen werden kann. Ein
Bauelement für eine derartige Teilfläche mit Keilverbindung ist in Fig. 8a, b in Aufsicht
und Seitenansicht dargestellt. Das gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt ferner eine
mögliche Ausbildung für die Form der Umlenkfläche. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist die frei in die Brennkammer hineinragende Strömungskante 58 in Bezug auf die Rotationsströmung
(Pfeil 59) noch zusätzlich abwinkelt, so daß die Umlenkung für die Gasströmung beim
Eintritt in die Heißgasaustrittsöffnung 17 noch verstärke wird.
[0035] Das Bauteil ist beispielsweise als Gußteil hergestellt und weist zwei das betreffende
Rohr 50 umgreifende ösen 60 auf, in die ein Keil 61 eingetrieben wird, durch den die
Umlenkfläche 57 auf dem Rohr 50 festgelegt wird. Dadurch, daß die öffnungen der beiden
Ösen 60 in Bezug auf die Rohrachse 62 schräg verlaufen, ist außerdem der Keil gegen
ein Herausfallen gesichert.
1. Heißgaserzeuger mit einer in etwa konischen Brennkammer, die am weiten Konusende
mit einer axial in die Brennkammer mündenden Brennereinrichtung und am entgegengesetzten
Ende mit einer Luftzufuhreinrichtung versehen ist und die im Bereich des weiten Endes
einen seitlichen Heißgasaustritt aufweist, dadurch gekennzeichnet , daß die Brennereinrichtung
(2) einen öl- oder gasbeaufschlagten Brenner (3) und eine ringförmig hierzu angeordnete
Düse (4) für die Zufuhr von staubförmigem Brennstoff, insbesondere von kunstharzhaltigen
Holzstäuben sowie eine Düse (5) für die Zufuhr von Primärluft aufweist.
2. Heißgaserzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Brennkammer (1)
stehend angeordnet ist und die Brennereinrichtung (2) nach unten weisend am oberen
Ende der Brennkammer (1) angeordnet ist und das untere Brennkammerende eine Ascheaustrittsöffnung
(6) aufweist, die in einen Brennraum (7) mit Ausbrennfläche (8) mündet, der mit einer
zusätzlichen Luftzufuhr sowie mit einer Zufuhreinrichtung (9) für stückigen Brennstoff,
insbesondere Holzabfälle, sowie mit einem Zündbrenner (10) im Mündungsbereich der
Zufuhreinrichtung für den stückigen Brennstoff versehen ist.
3. Heißgaserzeuger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Ausbrennfläche
(8) als Vorschubrost mit weitgehend durchfallfreiem Rostbelag ausgebildet ist.
4. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Brennkammer (1) doppelwandig ausgebildet ist und daß der freie Raum (22) zwischen
Innenwandung (20; 33) und Außenwandung (21; 40) im Bereich der Brennereinrichtung
(2) mit wenigstens einer Eintrittsöffnung (23) für Frischluft und am unteren Ende
mit wenigstens einer Austrittsöffnung (27) für die heiße Luft versehen ist und daß
die Heißluftaustrittsöffnung (27) mit der unteren Luftzufuhreinrichtung der Brennkammer
(1) in Verbindung steht.
5. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß
die untere Luftzufuhreinrichtung durch einen außen um das untere Brennkammerende herumgelegten
Ringkanal (11) gebildet wird, der mit wenigstens einer außen liegenden Lufteintrittsöffnung
(13) und einer Mehrzahl tangential in die Brennkammer (1) mündenden Luftdurchtrittsöffnungen
(12) versehen ist.
6. Heißgaserzeuger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Luftdurchtrittsöffnungen
(12) mit Stellklappen (28) versehen sind.
7. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet ,
daß der Ringkanal (11a) einen in Strömungsrichtung (25) abnehmenden Querschnitt aufweist
und an einem Ende gegenüber der Lufteintrittsöffnung (13) abgeschlossen ist, daß koaxial
um den Ringkanal (11a) ein zweiter Ringkanal (11b) angeordnet ist, mit einem seitlich
neben dem Lufteintritt (13) des ersten Ringkanals (11a) liegenden Luftaustritt (29)
und daß der zweite Ringkanal (11b) mit einer Mehrzahl von Luftdurchtrittsöffnungen
(27) versehen ist, die in den Raum (22) zwischen Innenwandung (20; 33) und Außenwandung
(21; 40) der Brennkammer (1) münden.
8. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß
die Innenwandung (33) der Brennkammer (1) durch Rohr-Steg-Rohre gebildet wird, die
vertikal verlaufen und jeweils oben und unten in eine Ringleitung (34, 35) münden,
wobei die obere Ringleitung (35) mit dem Zulauf (37) und die untere Ringleitung (34)
mit dem Rücklauf (36) eines von einem Wärmeträger durchströmten Wärmeverbrauchers
in Verbindung stehen.
9. Heißgaserzeuger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß im Bereich der Heißgasaustrittsöffnung
(17) der Brennkammer (1) die die Innenwandung (33) bildenden Rohre stegfrei ausgeführt
sind und mit Abstand zueinander verlaufen.
10. Heißgaserzeuger nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet , daß im oberen
Bereich der Brennkammer (1) ein Heißgaskanal (50') vorgesehen ist, der sich über einen
Teil der Brennkammerinnenwandung (33) erstreckt und dessen Wandung aus Rohr-Steg-Rohren
(49) gebildet ist, die mit den übrigen Rohr-Steg-Rohren der Innenwandung (33) verbunden
sind und daß der Kanal (50') mit einem Ende gegen die Rotation der Gasströmung zum
Brennkammerinnenraum hin offen ist und mit seinem anderen Ende (52) in einem absperrbaren
Gasabzug mündet.
11. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß
an die Heißgasaustrittsöffnuhg (17) der Brennkammer (1) ein nach Art eines Venturi-Rohres
ausgebildeter Teil einer Heißgasabzugsleitung (18) angeschlossen ist und daß ein den
Bereich des engsten Querschnittes dieses Teils umfassender Ringkanal (16) vorgesehen
ist, der mit vorzugsweise tangential in die Abzugsleitung (18) mündenden Luftdurchtrittsöffnungen
(19) und wenigstens einem Lufteintritt verbunden ist.
12. Heißgaserzeuger nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß der Lufteintritt
des Ringkanals (16) um die Heißgasabzugsleitung (18) und/oder der Lufteintritt des
Ringkanals (11) am unteren Ende der Brennkammer (1) mit einer Lufterhitzungseinrichtung
in Verbindung steht.
13. Heißgaserzeuger nach.Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß die Lufterhitzungseinrichtung
von wenigstens einem Teil des durch die Rohr-Steg-Rohre der Brennkammer (1) strömenden
Wärmeträgers beaufschlagt wird.
14. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet , daß
die Brennkammer (1) doppelwandig ausgebildet ist und daß der freie Raum (22) zwischen
Innenwandung (20; 33) und Außenwandung (21; 40) in Kanäle (41, 42) unterteilt ist,
daß je zwei nebeneinanderliegende Kanäle (41, 42) im oberen Bereich durch eine Luftübertrittsöffnung
(43) in Verbindung stehen, daß am unteren Brennkammerende zwei getrennte Ringkanäle
(45, 47) vorgesehen sind, daß jeweils jeder zweite Vertikalkanal (41) über eine Luftdurchtrittsöffnung
(44) mit dem einen Ringkanal (45) und die jeweils anderm Vertikalkanäle über Luftdurchtrittsöffnungen
(46) mit dem zweiten Ringkanal (47) verbunden sind, daß der zweite Ringkanal (47)
mit den in die Brennkammer (1) mündenden Luftdurchtrittsöffnungen (12) versehen ist
und daß mindestens der erste Ringkanal (45) mit einer Frischluftzufuhröffnung (48)
versehen ist.
15. Heißgaserzeuger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß die Kanäle (41,
42) im wesentlichen vertikal verlaufen.
16. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rohre (50) im Bereich der Heißgasaustrittsöffnung (17) der Brennkammer (1) jeweils
mit nach innen gerichteten Umlenkflächen (57) versehen sind.
17. Heißgaserzeuger nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet , daß die Umlenkflächen
(57) in etwa gleichsinnig mit der Rotationsrichtung (59) der Gasströmung schräg nach
innen ausgerichtet sind.
18. Heißgaserzeuger nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet , daß die Umlenkflächen
(57) hinsichtlich ihrer Ausrichtung einstellbar mit dem jeweiligen Rohr (50) verbunden
sind.
19. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet , daß
jede Umlenkfläche (57) aus mehreren Teilflächen gebildet ist und daß die Teilflächen
jeweils mit einer Keilverbindung (60, 61) am jeweiligen Rohr (50) festgelegt sind.
20. Heißgaserzeuger nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet , daß
die in die Brennkammer (1) mündende öffnung (63) des Heißgaskanals (50') durch eine
mit Abstand hierzu angeordnete Umlenkfläche (64) abgedeckt ist.