[0001] Die Erfindung betrifft ein photographisches Material mit mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht,
das durch Zusatz von Thiocarbohydrazid-Derivaten verbessert ist. Die Erfindung betrifft
weiterhin ein Verfahren zur Herstellung photographischer Bilder in Gegenwart derartiger
Verbindungen.
[0002] Lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionen neigen bekanntlich zur Bildung von Schleiern,
d.h. Keimen, die ohne Belichtung entwickelbar sind. Eine derartige Schleierbildung
tritt verstärkt bei längeren Entwicklungszeiten oder einer Entwicklung bei höheren
Temperaturen auf. Die Schleierbildung ist sowohl bei Materialien, die einer Negativentwicklung
unterogen werden als auch bei Materialien, die einer Umkehrverarbeitung in den üblichen
Bädern unterworfen sind, störend. Beispielsweise bewirken Schleierkeime, daß bei der
Umkehrverarbeitung im Erstentwickler auch an den unbelichteten Stellen Silberhalogenid
reduziert wird, so daß bei der Zweitenwicklung zuwenig Silberhalogenid zur Verfügung
steht mit der Folge, daß zu geringe Maximal-Dichten erhalten werden.
[0003] Es ist bekannt, photographischen Silberhalogenidemulsionen zur Verminderung der Schleierbildung
sogennannte Antischleiermittel oder Stabilisatoren zuzusetzen. Stabilisierende Wirkung
besitzen u.a. heterocyclische Mercaptoverbindungen, z.B. solche, die in der DT-B-1
183 371, DT-A-2 308 530 und DT-A-1 622 271 beschrieben sind.
[0004] Es sind weiterhin aus der DT-A-2 548 880 Inhibitoren bekannt, die als Fluchtgruppen
in DIR-Verbindungen vorliegen. DIR-Verbindungen reagieren mit dem Oxidationsprodukt
von p-Phenylendiamin Farbentwicklern unter Abspaltung eines Restes, welcher die Reduktion
von Silberhalogenid zu metallischem Silber hemmt. Diese Reste werden auch als "Fluchtgruppen"
bezeichnet.
[0005] Derartige Inhibitoren und Stabilisatoren können sich aber bei der Umkehrverarbeitung
während der Erstentwicklung am restlichen Silberhalogenid anreichern und die Zweitentwicklung
behindern, so daß nur verminderte Farbdichten erhalten werden.
[0006] Um eine derartige Behinderung der Farbstoffbildung zu vermeiden, ist in der DT-A
2 548 880 vorgeschlagen worden, die photographischen Materialien vor der Zweitentwicklung
mit bestimmten chemischen Verschleierungsbädern zu behandeln. Nachteilig an der Verwendung
derartiger Verschleierungsbäder ist jedoch deren Instabilität.
[0007] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, Verbindungen für photographische Materialien
mit mindestens einer Silberhalogenidemulsschichtaufzufinden, die eine Schleierbildung
vermindern, jedoch die Nachteile bekannter Stabilisatoren vermeiden und die Zweitentwicklung
bei einer Umkehrverarbeitung nicht nachteilig beeinflussen. Eine weitere Aufgabe ist
es, ein Verfahren zur Herstellung photographischer Bilder durch Verarbeitung photographischer
Materialien in Gegenwart derartiger Verbindungen aufzufinden.
[0008] Es wurde nun gefunden, daß bestimmte Thiocarbohydrazid-derivate bei der Verarbeitung
von photographischen Materialien in den üblichen Schwarzweiß-Einwicklern, wie sie
beispielsweise als Erstentwickler bei Farbumkehrprozessen verwendet werden, als Stabilisator
wirken, jedoch bei der Umkehrverarbeitung in den üblichen (Farb)-Zweitentwicklern
nicht entwicklungsinhibierend wirken, sondern die Farbentwicklung im Zweitentwickler
begünstigen, gegebenenfalls so, daß auf eine Zweitbelichtung oder die üblichen Bäder
zur chemischen Verschleierung verzichtet werden kann.
[0009] Gefunden wurde ein lichtempfindliches photographisches Material mit mindestens einer
Silberhalogenidemulsionschicht und mindestens einer Verbindung der folgenden Formel
I

worin
R',R4 gleiche oder verschiedene Reste bedeuten und zwar Wasserstoff, eine gesättigte oder
olefinisch ungesättigte aliphatische Gruppe, Aryl, eine heterocyclische Gruppe oder
Acyl;
R2,R3 gleiche oder verschiedene Reste bedeuten und zwar Wasserstoff, eine gesättigte oder
olefinisch ungesättigte aliphatische Gruppe, Aryl oder eine heterocyclische Gruppe;
R5 Wasserstoff bedeutet
und worin ferner
R1 zusammen mit R2
und/oder
R3 zusammen mit R4 Alkyliden bedeuten kann, vorzugsweise eine gegebenenfalls durch Alkyl, Aryl, eine
heterocyclische Gruppe oder Acyl substituierte Methylidengruppe, wobei zwei derartige
Substituenten zusammen mit dem Kohlenstoffatom der Methylidengruppe einen carbocyclischen
oder heterocyclischen Ring vervollständigen können, beispielsweise einen Cyclopentan-,
Indan-, Indanon-, Indandion-, Piperidin- oder Pyrrolidonring. Beispiele für nicht
ringgeschlossene substituierte Methylidengruppen sind Äthyliden, 3,3-Dimethyl-2-butyliden,
Benzyliden und Furfuryliden;
und/oder
R' zusammen mit R4 oder R5 den zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ringes, insbesondere
eines 1,2,3,4-Tetrazolidin-5-thionringes, eines Hexahydro-1,2,4,5-tetrazin-3-thionringes,
eines Hexahydro-1,2,4-triazin-3-thionringes oder eines 2,3,4,5-Tetrahydro-1,2,4-triazin-3-thionringes
erforderlichen Rest bedeuten kann; hierbei handelt es sich in der Regel um eine Methylengruppe,
die gegebenenfalls einfach oder zweifach weiter substituiert sein kann, z.B. mit Alkyl,
Cycloalkyl, Aralkyl oder Aryl; zwei derartige Substituenten, z.B. zwei Alkylreste,
können ihrerseits zusammen mit dem Kohlenstoffatom der Methylengruppe einen Ring,
insbesondere einen carbocyclischen Ring bilden, wie beispielsweise einen Cyclopentan-,
Cyclohexan- oder 3,3,5-Trimethylcyclohexanring.
[0010] Beispiele für gesättigte aliphatische Gruppen sind Alkylreste, die geradkettig, verzweigt
oder cyclisch sein können und bis zu 18 C-Atome enthalten sowie weiter substituiert
sein können, beispielsweise mit Carboxyl, Carbamoyl oder Nitril.
[0011] Eine geeignete olefinisch ungesättigte aliphatische Gruppe ist beispielsweise Allyl,
qeeiqnete heterocyclische Gruppen sind insbesondere stickstoffhaltige 5- oder 6-gliedrige
Ringe, vor allem die oben angegebenen.
[0012] Als Aryl kommt insbesondere Phenyl in Frage, das substituiert sein kann, beispielsweise
durch Halogen, Hydroxyl, Alkoxy, Alkylthio, Carboxyl, Sulfamoyl, Amino und/oder Alkyl.
[0013] Als Acylreste werden solche verstanden, die sich ableiten von aliphatischen oder
aromatischen Carbon- oder Sulfonsäuren, einschließlich (Thio-) Kohlensäuremonoestern,
Carbaminsäuren oder Sulfaminsäuren. Beispiele für derartige Acylreste sind Acetyl,
Benzoyl, Phenylsulfonyl, Carbamoyl, Phenylcarbamoyl, Äthoxycarbonyl, Äthoxythiocarbonyl.
[0014] Die Verbindungen gemäß Formel (I) können gegebenenfalls mit einem diffusionsfest
machenden Rest versehen sein, z.B. mit einer langkettigen Alkyl- oder Alkylengruppe,
der gegebenenfalls über ein Heteroatom angeknüpft ist.
[0015] Besonders geeignete Verbindungen entsprechend der Formel (I) sind solche, bei denen
mindestens einer der Reste R' und R
4 einen Acylrest mit R
2, R
3 und R
5 Wasserstoff bedeuten, beispielsweise die folgenden Verbindungen:

[0016] Die erfindungsgemäßen Verbindungen können nach bekannten Methoden aus Thiocarbohydrazid
erhalten werden, wie sie beispielsweise in der Literatur zu finden sind in J. Indian
Chem. Soc. 1, 141 und in J. Org. Chem. 34, 756.
[0017] Aus der Zeitschrift "Research Disclosure", Mai 1977, Artikel Nr. 15 750 ist bereits
ein Verfahren zur Herstellung farbphotographischer Bilder nach dem Farbstoffdiffusionsübertragungsverfahren
sowie ein hierfür geeignetes photographisches Material bekannt, welches Verbindungen
enthält, die in oxidierter Form in alkalischen Entwicklermedium einen diffundierenden
Farbstoff in Freiheit zu setzen vermögen. Die Entwicklung derartiger Emulsionen muß
unter schleiernden Bedingungen vorgenommen werden, wofür Thiocarbohydrazide verwendbar
sind. Demgegenüber bezeiht sich die vorliegende Erfindung weder auf Farbstoffdiffusionsübertragungsverfahren
noch auf dafür geeignete Materialien.
Herstellung der Verbindungli
[0018] In einer Suspension von 53 g Thiocarbohydrazid in 350 ml Pyridin werden unter Rühren
und Kühlung 116 ml Benzoylchlorid bei einer Temperatur von 25°C; zugetropft. Nach
beendeter Zugabe wird noch 3 weitere Stunden bei Raumtemperatur gerührt und danach
mit 6 Liter Wasser versetzt. Der erhaltene Niederschlag wird abgetrennt, aus Methanol/Wasser
umgefällt und nach Trocknen an der Luft mit 1,7 liter siedendem Essigester verrührt
und nach Erkalten abgesaugt und an der Luft getrocknet. Es werden 112 g 1,5-Bisbenzoyl-thiocarbohydrazid
erhalten, das bei 117-179°C unter Zersetzung schmilzt.
[0019] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Umkehrverfahren zur Herstellung von photographischen
Bildern durch bildmäßige Belichtung, Erstentwicklung, Verschleierung und Zweitentwicklung
eines photographischen Materials, wobei die Erstentwicklung und gegebenenfalls die
Verschleierung und die Zweitenwicklung in Gegenwart der erfindungsgemäß zu verwendenden
Substanzen durchgeführt wird.
[0020] Die erfindungsgemäßen Materialien können nach den üblichen Verfahren mit dem üblichen
Entwicklern verarbeitet werden. Als Schwarz/VJeiß-Entwicklersubstanzen können beispielsweise
verwendet werden: Hydrochinon, p-Methylaminophenol und 1-Phenyl-3-pyrazolidon. Als
Farbentwicklersubstanzen können beispielsweise verwendet werden:
N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, 4-Amino-3-methyl-N-äthyl-N-methoxyäthylanilin, Monomethylp-phenylendiamin,
2-Amino-5-diäthylaminotoluol, N-Butyl-N- sulfobutyl-p-phenylendiamin, 2-Amino-5-(N-äthyl-N-ß-methansulfonamidäthyl-amino)-toluol,
N-Äthyl-N-ß-hydroxyäthyl-p-phenylendiamin, N,N-Bis-(ß-hydroxyäthyl)-p-phenylendiamin,
2-Amino-5-(N-äthyl-N-ß-hydroxyäthylamino)-toluol und dergleichen. Weitere brauchbare
Farbentwickler sind beispielsweise beschrieben in J.Amer.Chem. Soc. 73, 3100 (1951).
[0021] Für die vorliegende Erfindung sind die üblichen Silberhalogenidemulsionen geeignet.
Diese können als Silberhalogenid, Silberchlorid, Silberbromid, Silberjodid oder Gemische
davon enthalten.
[0022] Das erfindungsgemäß hergestellte photographische Material kann die üblichen Farbkuppler
enthalten, die in der Regel den Silberhalogenidschichten selbst einverleibt sind.
So enthält die rotempfindliche Schicht beispielsweise einen nicht diffundierenden
Farbkuppler zur Erzeugung des blaugrünen Teilfarbenbildes, in der Regel einen Kuppler
vom Pheno!- oder a-Naphtholtyp. Die grünempfindliche Schicht enthält mindestens einen
nicht diffundierenden Farbkuppler zur Erzeugung des purpurnen Teilfarbenbildes, wobei
üblicherweise Farbkuppler vom Typ des 5-Pyrazolons oder des Indazolons Verwendung
finden. Die blauempfindliche Schichteinheit schließlich enthält mindestens einen nicht
diffundierenden Farbkuppler zur Erzeugung des gelben Teilfarbenbildes, in der Regel
einen Farbkuppler mit einer offenkettigen Ketomethylengruppierung. Farbkuppler dieser
Arten sind in großer Zahl bekannt und in einer Vielzahl von Patentschriften beschrieben.
Beispielhaft sei hier auf die Veröffentlichung "Farbkuppler" von W. Pelz in "Mitteilungen
aus den Forschungslaboratorien der Agfa, Leverkusen/ München", Band 111 (1961) und
K. Venkataraman in "The Chemistry of Synthetic Dyes", Vol. 4, 341 bis 387 Academic
Press 1971 hingeweisen.
[0023] Als nicht diffundierende Farbkuppler können 2-Äquivalentkuppler verwendet werden;
diese enthalten in der Kupplungsstelle einen abspaltbaren Substituenten, so daß sie
zur Farbbildung nur zwei Äquivalente Silberhalogenid benötigen im Unterschied zu den
üblichen 4-Äquivalentkupplern. Zu den einsetzbaren 2-Äquivalentkupplern gehorren beispielsweise
die bekannten DIR-Kuppler, bei denen der abspaltbare Rest nach Reaktion mit Farbentwickleroxydationsprodukten
als diffundierender Entwicklungsinhibitor in Freiheit gesetzt wird. Weiterhin können
zur Verbesserung der Eigenschaften des photographischen Materials die sogenannten
Weißkuppler eingesetzt werden.
[0024] Die nicht diffundierenden Farbkuppler und farbgebenden Verbindungen werden den lichtempfindlichen
Silberhalogenidemulsionen oder sonstigen Gießlösungen nach üblichen bekannten Methoden
zugesetzt. Wenn es sich um wasser-oder alkalilösliche Verbindungen handelt, können
sie den Emulsionen in Form von wäßrigen Lösungen, gegebenenfalls unter Zusatz von
mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln wie Äthanol, Aceton oder Dimethylformamid,
zugestzt werden. Soweit es sich bein den nicht diffundierenden Farbkupplem und farbgebenden
Verbindungen um wasser- bzw. alkyliunlösliche Verbindungen handelt, können sie in
bekannter Weise emulgiert werden z.B., indem eine Lösung dieser Verbindungen in einem
niedrigsiedenden organischen Lösungsmittel direkt mit der Silberhalogenidemulsion
oder zunächst mit einer wäßrigen Gelatinelösung vermischt wird, worauf das organische
Lösungsmittel in üblicher Weise entfernt wird. Ein so erhaltenes Gelatine-emulgat
der jeweiligen Verbindung wird anschließend mit der Silberhalogendemulsion vermischt.
Gegebenenfalls verwendet man zur Einemulgierung derartiger hydrophober Verbindungen
zusätzlich noch sogenannte Kupplerlösungsmittel oder Ölformer; das sind in der Regel
höhersiedende organische Verbindungen, die die in den Silberhalogenidemulsionen zu
emulgierenden nicht diffundierenden Farbkuppler und Entwicklungsinhibitor abspaltenden
Verbindungen in Form öliger Tröpfchen einschließen. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang
beispielsweise auf die US-Patentschriften 2 322 027; 2 533 514; 3 689 271; 3 764 336
und 3 765 897.
[0025] Als Bindemittel für die photographischen Schichten wird vorzugsweise Gelatine verwendet.
Diese kann jedoch ganz oder teilweise durch andere natürliche oder synthetische Bindemittel
ersetzt werden. An natürlichen Bindemitteln sind z.B. Alginsäure und deren Derivate
wie Salze, Ester oder Amide, Cellulosederivate wie Carboxymethylcellulose, Alkylcellulose
wie Hydroxyäthylcellulose, Stärke oder deren Derivate wie Äther oder Ester oder Caragenate
geeignet. An synthetischen Bindemitteln seien erwähnt Polyvinylalkohol, teilweise
verseiftes Polyvinylacetat, Polyvinylpyrrolidon und dergleichen.
[0026] Die Emulsionen können auch chemisch sensibilisiert werden, z.B. durch Zusatz schwefelhaltiger
Verbindungen bei der chemischen Reifung, beispielsweise Allylisothiocyanat, Allylthioharnstoff,
Natriumthiosulfat und ähnliche. Als chemische Sensibilisatoren können ferner auch
Reduktionsmittel, z.B. die in den belgischen Patentschriften 493 464 oder 568 687
beschriebenen Zinnverbindungen, ferner Polyamine wie Diäthylentriamin oder Aminomethylsulfinsäurederivate,
z.B. gemäß der belgischen Patentschrift 547 323 verwendet werden.
[0027] Geeignet als chemische Sensibilisatoren sind auch Edelmetalle bzw. Edelmetallverbindungen
wie Gold, Platin, Palladium, Iridium, Ruthenium oder Rhodium. Diese Methode der chemischen
Sensibilisierung ist in dem Artikel von R. Koslowsky, Z.wiss.Phot. 46, 65-72, (1951)
beschrieben.
[0028] Es ist ferner möglich, die Emulsionen mit Polyalkylenoxid-derivaten zu sensibilisieren,
z.B. mit Polyäthylenoxid eines Molekulargewichtes zwischen 1000 und 20 000, ferner
mit Kondensationsprodukten von Alkylenoxiden und aliphatischen Alkoholen, Glykolen,
cyclischen Dehydratisierungsprodukten von Hexitolen, mit alkylsubstituierten Phenolen,
aliphatischen Carbonsäuren, aliphatischen Aminen, aliphatischen Diaminen und Amiden.
Die Kondensationsprodukte haben ein Molekulargewicht von mindestens 700, vorzugsweise
von mehr als 1000. Zur Erzielung besonderer Effekte kann man diese Sensibilisatoren
selbstverständlich kombiniert verwenden, wie in der belgischen Patentschrift 537 278
und in der britischen Patentschrift 727 982 beschrieben.
[0029] Die Emulsionen können auch optisch sensibilisiert sein, z.B. mit den üblichen Polymethinfarbstoffen,
wie Neutrocyanine, basischen oder sauren Carbocyaninen, Rhodacyaninen, Hemicyaninen,
Styrylfarbstoffen, Oxonolen und ähnlichen. Derartige Sensibilisatoren sind in dem
Werk von F. M. Hamer "The Cyanine Dyes and related Compounds", (1964) beschrieben.
[0030] Die Emulsionen können zusätzlich die üblichen Stabilisatoren enthalten, wie z.B.:
Azaindene, vorzugsweise Tetra- oder Pentaazaindene, insbesondere solche, die mit Hydroxyl-oder
Aminogruppen substituiert sind. Derartige Verbindungen sind in dem Artikel von Birr,
Z. Wiss. Phot. 47 (1952) 2 bis 58 beschrieben. Weitere geeignete Stabilisatoren sind
u.a. heterocyclische Mercaptoverbindungen, z.B. Phenylmercaptotetrazol, quaternäre
Benzthiazolderivate, Benztriazol und ähnliche.
[0031] Die Emulsionen können in der üblichen Weise gehärtet sein, beispielsweise mit Formaldehyd
oder halogensubstituierten Aldehyden, die eine Carboxylgruppe enthalten, wie Mucobromsäure,
Diketonen, Methansulfonsäureester, Dialdehyden und dergleichen.
[0032] Weiterhin können die photographischen Schichten mit Härtern des Epoxityps, des heterocyclischen
Äthylenimins oder des Acryloyltyps gehärtet werden. Beispiele derartiger Härter sind
z.B. in der deutschen Offenlegungsschrift 2 263 602 oder in der britischen Patentschrift
1 266 655 beschrieben. Weiterhin ist es auch möglich, die Schichten gemäß dem Verfahren
der deutschen Offenlegungsschrift. 2 218 009 zu härten, um farbphotographische Materialien
zu erzielen, die für eine Hochtemperaturverarbeitung geeignet sind.
[0033] Es ist ferner möglich, die photographischen Schichten bzw. die farbphotographischen
Mehrschichtenmaterialien mit Härtern der Diazin-, Triazin- oder 1,2-Dihydrochinolin-Reihe
zu härten, wie in den britischen Patentschriften 1 193 290, 1 251 091, 1 306 544,
1 266 655, der französischen Patentschrift 7 102 716 oder der deutschen Offenlegungsschrift
23 32 317 beschrieben ist. Beispiele derartiger Härter sind Alkyl- oder Arylsulfonylgruppen-haltige
Diazinderivate, Derivate von hydrierten Diazinen oder Triazinen, wie z.B. 1,3,5-Hexahydrotriazin;
Fluor-sübstituierte Diazinderivate, wie z.B. Fluorpyrimidin, Ester von 2-substituierten
1,2-Dihydrochinolin- oder 1,2-Dihydroisochinolin-N-carbonsäuren. Brauchbar sind weiterhin
Vinylsulfonsäurehärter, Carbodiimid- oder Carbamoylhärter, wie z.B. in den deutschen
Offenlegungsschriften 22 63 602, 22 25 230 und 18 08 685, der französischen Patentschrift
1 491 807, der deutschen Patentschrift 872 153 und der DDR-Patentschrift 7218 beschrieben.
Weitere brauchbare Härter sind beispielsweise in der britischen Patentschrift 1 268
550 beschrieben.
[0034] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen können in diffusionsfähiger oder
in diffusionsfester Form in mindestens eine Schicht oder Zwischenschicht eines photographischen
Materials sowohl in emulgierter als auch in dispergierter oder löslicher Form eingebracht
werden. Sie können den lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten nach der
chemischen Reifung oder der fertigen Gießlösung zugesetzt oder auch zusammen mit der
letzten Schutzschicht aufgebracht werden. Gegebenenfalls können die erfindungsgemäß
zu verwendenden Verbindungen in die photographischen Materialien vor der Erstentwicklung
mittels eines Bades eingebracht werden.
[0035] Die Konzentration der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen in den Schichten
oder in einem Bad kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Sie richtet sich nach dem
gewünschten Effekt und der Zusammensetzung des photographischen Materials. Bei Verwendung
in einer photographischen Schicht haben sich Mengen von 10
-7 bis 10-
4 mol pro m
2 als geeignet erweisen. Bevorzugt sind Mengen zwischen 10-
6 und 10-
5 mol/m
z.
[0036] Auch für den Fall, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen in das Material
vor der Erstenwicklung eingebadet werden sollen, sind optimale Konzentrationen im
Bad leicht durch wenige einfache Handversuch zu ermitteln. Hier haben sich Konzentrationen
zwischen 10-
6 bis 10-
2 mol/I als ausreichend erwiesen. Besonders bevorzugt sind Konzentrationen zwischen
10
-5-10
-3 Mol/1 Behandlungsbad.
[0037] Die vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen
sind um so erstaunlicher, als hier durch eine chemische Substanz zwei an sich einander
entgegengerichtete Wirkungen gezielt erreicht werden können: Eine stabilisierende
Wirkung bei der Erstentwicklung von photographischen Umkehrmaterialien und eine verschleiernde
Wirkung bei der Zweitentwicklung von photographischen Umkehrmaterialien. Die Verbindungen,
insbesondere beispielsweise die Verbindungen der Formel (11), können überdies einen
stabilisierenden Effekt bei der üblichen Color-Negativ-Entwicklung bewirken.
[0038] Ein weiteres Kennzeichen der genannten Verbindungen ist ihre sehr gleichmäßige Wirkung
auf die verschiedenen Emulsionschichten, die in Abhängigkeit von der angewandten Konzentration
der Verbindungen bei gleicher Entwicklungszeit zu einer Parallelverschiebung der Gradationen
führt oder aber eine weitgehend beliebige Einstellung der Erstentwicklungszeit ermöglicht.
[0039] Die Vorteilhaftigkeit der erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisatoren wird anhand
der folgenden Beispiele deutlich, ohne daß die Erfindung auf die Ausführungsformen
in diesen Beispielen beschränkt ist.
Beispiel
[0040] Auf einen Schichtträger aus Zellulosetriacetat mit einer Antihaloschicht aus schwarzem
kolloidalem Silber werden nacheinander aufgetragen:
Schicht 1:
[0041] Eine Blaugrünschicht, enthaltend eine Silberbromidjodidemulsion mit 7 Mol-% Jodid,
hergestellt gemäß Glafkides "Photographic Chemistry", Vol. 1, Seite 289 ff, Fountain
Press, London 1958. Der Silbergehalt der Emulsion beträgt - ausgedrückt in AgN0
3 - 100 g pro kg Emulsion. Die Emulsion wird in bekannter Weise durch Zusätze von Schwefelverbindungen
und Gold-I-Verbindungen gereift. Sie ist für den roten Spektralbereich sensibilisiert
und enthält einen Farbkuppler folgender Formel:

Schicht 2:
[0042] Eine zweite Blaugrünschicht, enthaltend eine Silberbromidjodidemulsion mit 6 Mol-%
Jodid, hergestellt nach dem unter Schicht 1 beschriebenen Verfahren, jedoch mit einer
höheren Empfindlichkeit. Die Schicht enthält den gleichen Farbkuppler wie Schicht
1.
Schicht 3:
[0043] Eine Purpurschicht, enthaltend eine Silberbromidjodidemulsion wie unter Schicht 1
beschrieben, jedoch für den grünen Spektralbereich sensibilisiert. Sie enthält einen
Kuppler folgender Formel:

Schicht 4:
[0044] Eine zweite Purpurschicht enthaltend eine Emulsion, wie unter Schicht 2 beschrieben,
jedoch für den grünen Spektralbereich sensibilisiert und mit dem gleichen Kuppler
wie Schicht 3.
Schicht 5:
[0045] Eine Gelbfilterschicht aus einem Silbersol.
Schicht 6:
[0046] Eine Gelbschicht, enthaltend eine Silberbromidjodidemulsion mit 4 Mol-% Jodid, hergestellt
wie unter Schicht 1 beschrieben, die für den blauen Spektralbereich empfindlich ist.
Die Schicht enthält einen Kuppler folgender Formel:

Schicht 7:
[0047] Eine weitere Gelbschicht enthaltend eine Silberbromidjodidemulsion mit 6 Mol-% Jodid,
hergestellt wie unter Schicht 1 beschrieben, jedoch mit einer höheren Empfindlichkeit
im blauen Spektralbereich als Schicht 6. Die Schicht enthält den gleichen Farbkuppler
wie Schicht 6.
Schicht 8:
[0048] Der Aufbau wird mit einer Schutzschicht abgeschlossen. Die hierzu verwendete Gießlösung
enthält neben dem Härtungs- und Netzmittel 1,6% Gelatine. Auftrag entsprechend 50
ml/qm.
[0049] Die Gießlösung für Schicht 8 wird wie folgt variiert (Menge pro Liter Gießlösung):
A: Gießlösung ohne weiteren Zusatz
B: Gießlösung mit 100 mg Vergleichssubstanz
C: Gießlösung mit 100 mg Verbindung II
D: Gießlösung mit 100 mg Verbindung V
E: Gießlösung mit 200 mg Verbindung II
F: Gießlösung mit 60 mg Verbindung III
[0050] Als Vergleichssubstanz wird das als Stabilisator bekannte 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol
verwendet.
[0051] Die Materialien werden in üblicher Weise bildmäßig belichtet und einer Umkehrverarbeitung
mit den folgenden Bädern unterworfen:
Verarbeigung /
[0052] Das photographische Material wird 8 Minuten lang bei 30°C in dem folgenden Erstentwickler
I entwickelt. Anschließend wird das photographische Material einem Stopbad unterworfen,
gewässert, zweitbelichtet und 6 Minuten lang in dem Entwickler II entwickelt. Nach
der Zweitentwicklung wird wie üblich gestoppt, gewässert, gebleicht und fixiert, gewässert
und getrocknet.
Entwickler 1 (Konzentration pro Liter)
[0053]

Entwickler II (Konzentration pro Liter)
[0054]

Verarbeitung II
[0055] Es wird wie unter Verarbeitung 1 angegeben verfahren mit folgender Abänderung:
Die Zweitbelichtung wird ausgelassen, statt dessen wird das Material 2 Minuten mit
einem wäßrigen Bad behandelt, welches lediglich 30 g NaOH pro Liter enthält.
[0056] Es werden folgende Maximaldichten erhalten:

[0057] Während demnach bekannte Stabilisatoren die Farbstoffbildung im Zweitentwickler behindern,
wird die Farbstoffbildung durch die erfindungsgemäß zu verwendenden Substanzen derart
begünstigt, daß auf eine Zweitbelichtung verzichtet werden kann.
1. Umkehrverfahren zur Herstellung von Bildern durch bildmäßige Belichtung, Erstentwicklung,
Verscheierung und Zweitentwicklung eines photographischen Materials, welches wenigstens
eine Silberhalogenidemulsionsschicht enthält, dsdurch gekennzeichnet, daß die Erstentwickung
- sowie gegebenenfalls die Verschleierung und die Zweitentwicklung - des photographischen
Materials in Gegenwart wenigstens einer Verbindung der folgenden Formel vorgenommen
wird

worin
RI,R4 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, eine gesättigte oder olefinisch ungesättigte
aliphatische Gruppe, Aryl, eine heterocyclische Gruppe oder Acyl bedeuten;
R2, R3 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, eine gesättigte oder olefinisch ungesättigte
Gruppe, Aryl oder eine heterocyclische Gruppe bedeuten;
R5 Wasserstoff bedeutet
worin ferner
R1 zusammen mit R2
und/oder
R3 zusammen mit R4 gegebenenfalls durch Alkyl, Aryl, eine heterocyclische Gruppe oder Acyl substituierte
Methylidengruppen bedeuten können, wobei zwei derartige Substituenten zusammen mit
dem Kohlenstoffatom der Methylidengruppe einen carbocyclischen oder heterocyclischen
Ring vervollständigen können;
und worin ferner
R1 zusammen mit R4 oder R5 den zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ringes erforderlichen
Rest bedeuten kann.
2. Umkehrverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der angegebenen
Formel R1 und/oder R4 eine Acylgruppe bedeutet, die sich von aliphatischen oder aromatischen Carbon- oder
Sulfonsäuren, einschließlich Kohlensäuremonoestern, Thiokohlensäuremonoester, Carbaminsäuren
oder Sulfaminsäuren ableitet.
3. Umkehrverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der angegebenen
Formel R1 zusammen mit R2 und/oder R3 zusammen mit R4 eine Methylidengruppe bedeuten, die Teil eines Cyclopentan-, Cyclohexan-, Indan-,
Indanon-, Indandion-, Piperidin- oder Pyrrolidonringes ist.
4. Umkehrverfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß R2, R3 und R5 Wasserstoff bedeuten.
5. Lichtempfindliches photographisches Material mit mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht
und wenigstens einem nichtdiffundierenden Kuppler, gekennzeichnet durch den Gehalt
an wenigstens einer Verbindung der Formel

worin
R1,R4 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, eine gesättigte oder olefinisch ungesättigte
aliphatische Gruppe, Aryl, eine heterocyclische Gruppe oder Acyl bedeuten;
RZ,R3 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, eine gesättigte oder olefnisch ungesättigte
aliphatische Gruppe, Aryl oder eine heterocyclische Gruppe bedeuten,
R5 Wasserstoff bedeutet,
und worin ferner
R' zusammen mit R
und/oder
R3 zusammen mit R4 gegebenenfalls durch Alkyl, Aryl, eine heterocyclische Gruppe oder Acyl substituierte
Methylidengruppe bedeuten können, wobei zwei derartige Substituenten zusammen mit
dem Kohlenstoffatom der Methylidengruppe einen carbocyclischen oder heterocyclischen
Ring vervollständigen können;
und worin
R' zusammen mit R4 oder R5 den zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen Ringes erforderlichen Rest bedeuten
kann.
6. Material nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der angegebenen Formel
R' und/ oder R4 eine Acylgruppe bedeutet, die sich von aliphatischen oder aromatischen Carbon- oder
Sulfonsäuren, einschließlich Kohlensäuremonoestern, Thiokohlensäuremonoester, Carbaminsäuren
oder Sulfaminsäuren ableitet.
7. Material nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der angegebenen Formel
R' zusammen mit R2 und/oder R3 zusammen mit R4 eine Methylidengruppe bedeuten, die Teil eines Cyclopentan-, Cyclohexan-, Indan-,
Indanon-, Indandion-, Piperidin- oder Pyrrolidonringes ist.
8. Material nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß RZ, R3 und R5 Wasserstoff bedeuten.
9. Material nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Material für eine
Umkehrverarbeitung durch Erstentwicklung, Verschleierung und Zweitentwicklung ist.
1. Procédé d'inversion pour la formation d'images par exposition sous forme d'une
image, premier développement, formation de voile et deuxième développement d'un élément
photographique contenant au moins une couche de'émulsion à l'halogénure d'argent,
caractérisé en ce qu'on effectue le premier développement, ainsi qu'éventuellement
la formation de voile et le deuxième développement de l'élément photographique en
présence d'au moins un composé répondant à la formule suivante:

dans laquelle
R1, R4 sont identiques ou différents et représentent chacun un atome d'hydrogène, un groupe
aliphatique saturé ou à insaturation oléfinique, un groupe aryle, un groupe hétérocyclique
ou un groupe acyle;
R2, R3 sont identiques ou différents et représentent chacun un atome d'hydrogène, un groupe
saturé ou à insaturation oléfinique, un groupe aryle ou un groupe hétérocyclique;
R5 représente un atome d'hydrogène
et, en outre
R' ensemble avec R2
et/ou
R3 ensemble avec R4 peuvent représenter des groupes méthylidène éventuellement substitués par un groupe
alkyle, un groupe aryle, un groupe hétérocyclique ou un groupe acyle, deux de ces
substituants pouvant compléter un noyau carbocyclique ou héterocyclique conjointement
avec l'atome de carbone du groupe méthylidène;
et, en outre
R1 et R4 ou R5 ensemble peuvent représenter le radical nécessaire pour compléter un noyau hétérocyclique
pentagonal ou hexagonal.
2. Procédé d'inversion suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la
formule indiquée, R1 et/ou R4 représentent un groupe acyle dérivant d'acides sulfoniques ou carboxyliques aromatiques
ou aliphatiques, y compris les monoesters d'acide carbonique, les monoesters d'acide
thiocarbonique, les acides carbamiques ou les acides sulfamiques.
3. Procédé d'inversion suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la
formule indiquée, R1 ensemble avec R2 et/ou R3 ensemble avec R4 représentent un groupe méthylidène faisant partie d'un noyau cyclopentane, d'un noyau
cyclohexane, d'un noyau indane, d'un noyau indanone, d'un noyau indanedione, d'un
noyau pipéridine ou d'un noyau pyrrolidone.
4. Procédé d'inversion suivant les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que R2, R3 et R5 représentent chacun un atome d'hydrogène.
5. Elément photographique photosensible comportant au moins une couche d'émulsion
à l'halogénure d'argent et au moins un copulant non diffusible, caractérisé en ce
qu'il contient au moins un composé de formule:

dans laquelle
R1, R4 sont identiques ou différents et représentent chacun un atome d'hydrogène, un groupe
aliphatique saturé ou à insaturation oléfinique, un groupe aryle, un groupe hétérocyclique
ou un groupe acyle,
RZ, R3 sont identiques ou différents et représentent chacun un atome d'hydrogène, un groupe
aliphatique saturé ou à insaturation oléfinique, un groupe aryle ou un groupe hétérocyclique,
R5 représente un atomè d'hydrogène,
et, en outre,
R1 ensemble avec R2
e/ou
R3 ensemble avec R4 peuvent représenter un groupe méthylidène éventuellement substitué par un groupe
alkyle, par un groupe aryle, par un groupe hétérocyclique ou par un groupe acyle,
deux de ces substituants pouvant compléter un noyau carbocyclique ou hétérocyclique
conjointement avec l'atome de carbone du groupe méthylidène; et
R1 et R4 ou R5 ensemble peuvent représenter un radical nécessaire pour compléter un noyau pentagonal
ou hexagonal.
6. Elément suivant la revendication 5, caractérisé en ce que, dans la formule indiquée,
R1 et/ou R4 représentent un groupe acyle dérivant d'acides sulfoniques ou carboxyliques aliphatiques
ou aromatiques, y compris les monoesters d'acide carbonique, les monoesters d'acide
thiocarbonique, les acides carbamiques ou les acides sulfamiques.
7. Elément suivant la revendication 5, caractérisé en ce que, dans la formule indiquée,
R1 ensemble avec R2 et/ou R3 ensemble avec R4 représentent un groupe méthylidène faisant partie d'un noyau cyclopentane, d'un noyau
cyclohexane, d'un noyau indane, d'un noyau indanone, d'un noyau indanedione, d'un
noyau pipéridine ou d'un noyau pyrrolidone.
8. Elément suivant la revendication 6, caractérisé en ce que R2, R3 et R5 représentent chacun un atome d'hydrogène.
9. Elément suivant la revendication 5, caractérisé en ce qu'il est un élément pour
un traitement par inversion en effectuant un premier développement, une formation
de voile et un deuxième développement.
1. Reversal process for the production of images by imagewise exposure, first development,
fogging and second development of a photographic material, which contains at least
one silver halide emulsion layer, characterised in that the first development, and,
if appropriate, the fogging and the second development, of the photographic material
is carried out in the presence of at least one compound of the following. formula

wherein
R' and R4 are identical or different and denote hydrogen, a saturated or olefinically unsaturated
aliphatic group, aryl, a heterocyclic group or acyl;
R2 and R3 are identical or different and denote hydrogen, a saturated or olefinically unsaturated
group, aryl or a heterocyclic group; and R5 denotes hydrogen,
and wherein, furthermore,
R1 together with R2, and/or R3 together with R4 can denote methylidene groups which are optionally substituted by alkyl, aryl, a
heterocyclic group or acyl, it being possible for two such substituents, together
with the carbon atom of the methylidene group, to complete a carbocyclic or heterocyclic
ring;
and wherein, furthermore,
R1 together with R4 or R5 can denote the radical required to complete a 5-membered or 6- membered heterocyclic
ring.
2. Reversal process according to Claim 1, characterised in that, in the formula given,
R1 and/or R4 denotes an acyl group which is derived from aliphatic or aromatic carboxylic or sulphonic
acids, including carbonic acid monoesters, thiocarbonic acid monoesters, carbamic
acids or sulphamic acids.
3. Reversal process according to Claim 1, characterised in that, in the formula given,
R1 together with R2, and/or R3 together with R4 denote a methylidene group which is part of a cyclopentane, cyclohexane, indane,
indanone, indanedione, piperidine or pyrrolidone ring.
4. Reversal process according to Claims 1 and 2, characterised in that R2, R3 and R5 denote hydrogen.
5. Light-sensitive photographic material with at least one silver halide emulsion
layer and at least one non-diffusible coupling compound, characterised in that it
contains at least one compound of the formula

wherein
Rt and R4 are identical or different and denote hydrogen, a saturated or olefinically unsaturated
aliphatic group, aryl, a heterocyclic group or acyl,
R2 and R3 are identical or different and denote hydrogen, a saturated or olefinically unsaturated
group, aryl or a heterocyclic group, and R5 denotes hydrogen,
and wherein, furthermore,
R' together with R2, and/or R3 together with R4 can denote methylidene groups which are optionally substituted by alkyl, aryl, a
heterocyclic group or acyl, it being possible for two such substituents, together
with the carbon atom of the methylidene group, to complete a carbocyclic or heterocyclic
ring,
and wherein
Rt together with R4 or R5 can denote the radical required to complete a 5-membered or 6- membered ring.
6. Material according to Claim 5, characterised in that, in the formula given, Rt and/or R4 denotes an acyl group which is derived from aliphatic or aromatic carboxylic or sulphonic
acids, including carbonic acid monoesters, thiocarbonic acid monoesters, carbamic
acids or sulphamic acids.
7. Material according to Claim 5, characterised in that, in the formula given, R1 together with R2, and/or R3 together with R4 denote a methylidene group which is part of a cyclopentane, cyclohexane, indane,
indanone, indanedione, piperidine or pyrrolidone ring.
8. Material according to Claim 6, characterised in that R2, R3 and R5 denote hydrogen.
9. Material according to Claim 5, characterised in that it is a material for reversal
processing by first development, fogging and second development.