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EP 0 006 404 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.02.1982 Patentblatt 1982/05 |
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Anmeldetag: 28.06.1978 |
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Vorrichtung zum Entgraten ebener Werkstücke
Apparatus for deburring of flat workpieces
Appareil pour l'ébarbage de pièces de travail planes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.01.1980 Patentblatt 1980/01 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Pörsch, Hans
D-8500 Nürnberg (DE)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entgraten oder Verrunden der
Kanten ebener Werkstücke, bei der Bürsten die Werkstücke mit wechselnder Bürstrichtung
bearbeiten.
[0002] Es ist bekannt, daß beim Bürsten ebener, flächiger Werkstücke, z.B. gestanzter oder
geschnittener Bleche für Platinen, Schrankwände, Frontplatten aus der Blechebene herausstehende
Grate abgetragen sowie die Kanten oder Werkstücke verrundet werden. Man verwendet
hierzu häufig rotierende Walzenbürsten, wobei es jedoch nötig ist, die Werkstücke
in mehreren seitlich oder räumlich getrennten Schritten mit jeweils wechselnder Bürstrichtung
zu bearbeiten, um eine gleichmäßige Rundum-Entgratung bzw. Kantenverrundung zu erhalten.
Daher sind derartige Anlagen verhältnismäßig aufwendig, sowohl hinsichtlich des Antriebes
der einzelnen Walzen und deren Handhabung, wie auch hinsichtlich des Platzbedarfs.
[0003] Weiterhin ist durch die DE-AS 10 03 624 eine Vorrichtung für die Oberflächenbehandlung
von Platten oder Bändern mittels hin-und herbewegten Bürsten bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung ist jeder von einseitig eingespannten Blattfedern getragene Bürstenträger
durch eine Koppel mit einer ihm zugeordneten, exzentrische Massen aufweisenden, schnell
umlaufenden Welle verbunden, die in Lagern läuft, die durch einen um eine feststehende
Achse hin-und herschwingbaren Lenker geführt sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art zu schaffen,
mit der es möglich ist, ebene Werkstücke in einem Bearbeitungsschritt an allen Kanten
zu entgraten und zu verrunden.
[0005] Dies wird gemaß der Erfindung durch eine Vorrichtung gelöst, die gekennzeichnet ist
durch einen Spanntisch zum Halten des ebenen Werkstücks, einer Bürste mit ebener,
dem Spanntisch gegenüberstehenden Grundfläche und auf der Grundfläche senkrecht stehenden,
auf das Werkstück gerichteten Borsten, wobei deren auf der Werkstückoberfläche aufstehende
Enden eine maximale seitliche Ablenkung aufweisen die geringer ist als die vom Antrieb
der Bürste hervorgerufene Auslenkung des Borstentragkörpers, und einem Antrieb für
eine parallel zur Werkstückebene exzentrisch kreisende Bewegung der Bürste.
[0006] Bei dieser Vorrichtung wird die die Borsten tragende Bürste nicht um eine raumfeste
Rotationsachse gedreht (dabei würden die Borsten konzentrische Kreisbewegungen und
Schleifspuren beschreiben wie die Körner einer Schleifscheibe). Vielmehr wird die
Bürste wie ein Schwingschleifer derart exzentrisch kreisend bewegt, daß zwar jede
Borste eine Kreisbewegung parallel zur Werkstück-Oberfläche beschreibt, aber jede
dieser Kreisbewegungen eine eigene Rotationsachse aufweist (Fig. 1). Dadurch wird
jeder Punkt der Oberfläche von den Borsten nacheinander in stets wechselnder Richtung
überstrichen und abgeschliffen.
[0007] Da die Borsten jedoch elastisch sind, folgen sie an den Kanten dem Profil der Werkstücke
und tragen dabei die Kanten ab oder entschärfen sie durch fortwährendes geringes Umformen.
Die nacheinander über die Kanten schleifenden ("stolpernden") Borsten wechseln jedoch
entsprechend der exzentrischen Kreisbewegung der Bürste ständig ihre Richtung, so
daß es zu einer gleichmäßigen Verrundung kommt, bei der Riefen und Schleifspuren praktisch
nicht auftreten. Damit die einzelnen Borsten der exzentrischen Kreisbewegung der Bürste
folgen, ist es erforderlich, daß die seitliche Beweglichkeit der freien Bürstenenden
sehr gering, höchstens wenige Millimeter, ist. So muß die maximal mögliche seitliche
Ablenkung der auf der Oberfläche aufstehenden Borsten geringer sein als die vom Antrieb
der Bürste hervorgerufene Auslenkung des Borsten-Tragkörpers, damit die freien Borstenenden
die angestrebte Kreisbewegung auf dem Werkstück beschreiben. Die Borsten normaler
Bürsten sind nachgiebig und deren Borstenenden folgen daher der Kreisbewegung nur
sehr unvollständig. Es wird daher vorgeschlagen, Bürsten zu verwenden, deren Borsten
sehr steif sind. Dies kann durch ein geeignetes Borstenmaterial, z.B. Stahl, erreicht
werden. Vorteilhaft kann die seitliche Beweglichkeit der Borstenenden dadurch beschränkt
werden, daß die Borsten sehr dicht gepackt sind, z.B. mit einer Packungsdichte über
30%. Es können auch Borsten aus Kunststoff verwendet werden, in denen Schleifmittel
eingelagert sind.
[0008] Bevorzugt wird der Zwischenraum zwischen den Borsten mit einer Füllmasse ausgefüllt,
die plastisch oder elastisch ist, wobei diese einem höheren Abrieb unterworfen ist
als die Borsten selbst. Nach kurzen Betriebsdauern werden dabei durch den Abrieb die
freien Borstenenden in einer Tiefe von einem Millimeter oder etwas darüber freigelegt,
so daß die freien Borstenenden zwar dem Kantenprofil elastisch folgen können, jedoch
durch die verbleibende Füllmasse in ihrer seitlichen Bewegung beschränkt sind. Vorteilhaft
kann in die Füllmasse ein Schleifmittel eingelagert sein, so daß beim Abrieb der Füllmasse
zusatzliches Schleifmaterial auf die zu bearbeitende Oberfläche gelangt.
[0009] Anhand mehrerer Ausführungsbeispiele und Figuren wird die Erfindung näher erläutert.
[0010] In Fig. 1 sind die Bewegungsbahnen 20 der einzelnen Borsten, die bei einer exzentrischen
Bewegung der Bürste entstehen und jeweils Kreise um getrennte Rotationsachsen 21 darstellen,
schematisch dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung gemäß der Erfindung. In Fig.
3 ist eine bevorzugte Ausführungsform zum Halten und Transportieren des Werkstückes
gezeigt. Die Fig. 4 bis 6 betreffen vorteilhafte Ausführungen der verwendbaren Bürsten.
[0011] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht entsprechend Fig. 2 aus einem Spanntisch
1 zum Halten eines Werkstückes 2. Der Spanntisch 1 kann dabei z.B. als Magnetspanntisch
ausgebildet sein oder Saugnäpfe oder mechanische Halterungen für das Werkstück enthalten.
Der Tischfläche gegenüber ist eine Bürste 3 angeordnet, die eine ebene Grundfläche
4 und darauf senkrecht stehende, auf das Werkstück gerichtete Borsten 5 enthält. Die
Bürste 3 wird von einem Antriebsmotor 6 in eine exzentrisch kreisende Bewegung versetzt.
[0012] Die exzentrische Kreisbewegung wird hervorgerufen, indem die Antriebswelle 7 einen
am Bürstenkörper 3 befestigten Exzenter 8 antreibt. Die exzentrische Kreisbewegung
entsteht dabei aus infinitesimalen Parallelverschiebungen der Bürste, die sich zu
einer geschlossenen Kreisbahn zusammensetzen. Vorteilhaft ist zur Führung der Bürste
wenigstens ein zweiter Exzenter 9 an der Bürste angeordnet, der von einer zweiten
Antriebswelle 10 angetrieben wird. Diese zweite Antriebswelle 10 wird mittels Zahnkränzen
11 und einem Zahnriemen 12 synchron vom Antrieb 6 angetrieben.
[0013] Vorteilhaft ist die Exzentrizität der Exzenter 8 und 9 verstellbar, um die Amplitude
der exzentrischen Kreisbewegung der Nachgiebigkeit der Borsten des Werkzeuges anzupassen.
Um die Vorrichtung der jeweiligen Werkstückdicke anzupassen und bei Abrieb der Borsten
nachzustellen, ist der Abstand zwischen dem Spanntisch 1 und der Bürste 3 verstellbar.
Hierzu dient eine Schiene 14.
[0014] Für lange Werkstücke oder für einen kontinuierlichen Betrieb ist es vorteilhaft,
die Vorrichtung als Durchlauf-Bearbeitungsmaschine auszubilden, d.h. das Werkstück
wird während der Bearbeitung unter dem Werkzeug (Bürste) verschoben. Hierzu ist eine
Transporteinrichtung für das Werkstück nötig. Dazu können Rollen 30 (Fig. 3) dienen,
die das Werkstück zum Halten auf den Tisch 33 pressen und, sofern ein Rollenantrieb
31 vorgesehen ist, transportieren. Vorteilhaft stehen diesen Rollen 30 Gegenrollen
32 zur Bildung von Transportrollen-Paaren gegenüber. Der Abstand der Walzenpaare muß
kleiner sein als die Werkstücklänge, weshalf die Rollen 30 vorteilhaft in Aussparungen
sind dabei so groß gewählt, daß die Schwingkreisbewegung der Bürste durch die Rollen
nicht behindert wird. Bei hinreichend geringem Rollenabstand können sowohl lange wie
kurze Werkstücke ohne Umrüstung an der gleichen Vorrichtung bearbeitet werden.
[0015] Zur Erprobung geeigneter Bürsten wurden zunächst unter dem Namen "Feilbürsten" handelsübliche
Stahldrahtbürsten verwendet, deren Borsten etwa 0,2mm Durchmesser und etwa 5mm freie
Borstenlänge bei einer Besatzdichte von etwa 2% besitzen. Derartige Bürsten zeigen
zwar bereits eine erhebliche Entgratung und Umformung der Kanten gestanzter Bleche,
jedoch weisen die Kanten Riefen auf. Das Arbeitsergebnis kann verbessert werden, wenn
die Packung der Stahlborsten erheblich dichter gewählt wird, z.B. zu 60% Besatzdichte.
Man kan aber aus den genannten handelsüblichen Bürsten auch dadurch geeignete Bürsten
herstellen, daß die Zwischenräume mit einer Elastomermasse ausgegossen werden. Beim
Betrieb wird die Elastomermasse an der Oberfläche ausgerieben und es entsteht die
in Fig. 4 gezeigte Struktur, bei der die Drähte 40, die mittels eines Tragkörpers
41 an Bürstenrücken 42 befestigt sind, etwa einen Millimeter aus der Elastomerschicht
43 herausragen.
[0016] Mit einer durch einen derartigen Elastomer-Verguß stabilisierte Stahldrahtbürste
(Grundfläche 6x6cm), deren Borsten eine Dicke von etwa 0,08mm und eine Länge von ca.
15mm bei einer Besatzdichte von etwa 7% besitzen, wurden gestanzte Tiefziehbleche
8x8cm mit künstlichen Graten verschiedener Stärke als Prüfkörper behandelt. Dazu wurde
die Bürste als "Schleifschuh" auf einen Schwingschleifer (Frequenz etwa 50 Hz, Amplitude
etwa 4mm) gespannt. Nach einer kurzen Einlaufzeit betrug die Länge der frei aus dem
Elastomer-Verguß herausstehenden Drahtborstenenden etwa 1 mm. An den Kanten wurde
eine Materialabtragung von etwa 0,1 mm innerhalb 30 sec. erzielt. Die Oberfläche der
Kanten war praktisch riefenfrei. Ferner wurden Borsten verwendet, wie sie bei sogenannten
"flexiblen Schleifahlen" verwendet werden. Derartige Bürsten sind bisher nur in Flaschenbürsten-Form
erhältlich (Fig. 5). Sie besitzen z.B. Borsten 50 aus Polyamid mit etwa 1 mm Durchmesser
und einer freien Borstenlänge von etwa 10mm. An ihrem Ende sind Schleifkugeln 51 mit
etwa 4mm Durchmesser befestigt, die aus einem' Siliziumkarbid der Körnung 320, das
mit Kunstharz gebunden ist, bestehen. Die Besatzdichte beträgt etwa 30%. Eine derartige
Walzenbürste wurde fest eingespannt und das Werkstück zur Simulierung des Arbeitsvorganges
auf einen Schwingschleifer befestigt. Die Relativbewegung zwischen den Borsten und
der Werkstückoberfläche entspricht dabei weitgehend einer exzentrischen Kreisbewegung.
Das Werkstück zeigt nach der Behandlung eine gute Entgratung und Kantenverrundung.
Eine Bürste mit ebener Grundfläche, die nach diesem Prinzip aufgebaut ist (Fig. 5),
ist daher ebenfalls geeignet.
[0017] Auch mit Borsten aus Polyamid und darin eingebettetem Siliziumkarbid-Schleifkörnern
der Körnung 120, wie sie bei handelsüblichen Walzen-Schleifbürsten verwendet werden,
kann durch entsprechend hohe Besatzdichte ein gutes Arbeitsergebnis erzeugt werden.
Zur Erprobung wurde loses Borstenmaterial derartiger Schleifbürsten mit einer Borstenlänge
von etwa 1 cm auf einer 6x6cm großen Fläche zu einer Packungsdichte von 6096 dicht
gepackt und mit einem Tragkörper verklebt. Fig. 6 zeigt die Struktur, bei der auf
dem Tragkörper 60 die Borsten 61 mittels einer Schicht 62 aus geschmolzenem Borstenmaterial
befestigt sind. Diese Art der Befestigung, bei der auf Haltebänder verzichtet wird,
ermöglicht die angestrebte hohe Packung. Bei der Behandlung der erwähnten Probekörper
aus gestanzten Tiefziehblechen mit einer derartigen Bürste wurde nachgewiesen, daß
bereits nach 30 sec. die feinsten Stanzgrate und messerscharfen Kanten soweit entschärft
sind, daß die Schnittverletzungsgefahr beseitigt ist.
[0018] Um das gleiche Arbeitsergebnis mit einer Vorrichtung, die vier schnell rotierende
Bürsten enthält, zu erzielen, muß das Werkstück zwar nur eine erheblich kürzere (etwa
um den Faktor 10 kleinere) Zeit bearbeitet werden als bei der Vorrichtung gemäß der
Erfindung. Während nämlich bei der Vorrichtung nach der Erfindung die Borsten die
Kanten abreiben, schlagen die Borsten rotierender Walzenbürsten gegen die Kanten.
Jedoch sind hierbei vier Bearbeitungsschritte (vier nacheinander angeordnete, um verschiedene
Rotationsachsen rotierende Bürsten) anstelle eines einzigen Bearbeitungsschrittes
nötig. Die hohe Leistungsfähigkeit von Bürstmaschinen mit rotierenden Walzenbürsten
kann jedoch häufig nicht genutzt werden, so daß eine einfachere und kostengünstigere
"Schwingbürstmaschine" gemäß der Erfindung in den meisten Fällen wirtschaftlicher
ist. Außerdem benötigt die Vorrichtung nach der Erfindung nur wenig Platz und kann
daher auch in Längstaktmaschine und Fertigungsstraßen eingesetzt werden, in denen
für drei Walzenbürsten kein Platz vorhanden wäre. Insbesondere kann die Vorrichtung
in Verbindung mit einem Vorschleifen angewendet werden. So können z.B. die bei einem
Brennschneiden entstehenden Schneidwülste mit einer Bandschleifmaschine grob entfernt
werden, wobei der Bandschleifmaschine eine Schwingbürst-Vorrichtung nachgeschaltet
ist, die die entstehenden Schleifgrate entfernt und die Kanten verrundet. Dabei kann
eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit erreicht werden.
1. Vorrichtung zum Entgraten oder Verrunden der Kanten ebener Werkstücke, bei der
Bürsten die Werkstücke mit wechselnder Bürstrichtung bearbeiten, gekennzeichnett durch
einen Spanntisch (1) zum Halten des ebenen Werkstücks (2), einer Bürste (3) mit ebener,
dem Spanntisch (1) gegenüberstehenden Grundfläche (4) und auf der Grundfläche (4)
senkrecht stehenden, auf das Werkstück (2) gerichteten Borsten (5) wobei deren auf
der Werkstückoberfläche aufstehende Enden eine maximale seitliche Ablenkung aufweisen
die geringer ist als die vom Antrieb der Bürste hervorgerufene Auslenkung des Borstentragkörpers,
und einem Antrieb (6) für eine patallei zur Werkstückebene exzentrisch kreisende Bewegung
der Bürste (3).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Bewegbarkeit
der freien Borstenenden durch eine dichte Packung der Borsten (5) beschränkt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die Borsten aus
Stahl sind.
4. Vorrichtung nacn Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten aus
Kunststoff mit eingelagerten Schleifmitteln bestehen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum
zwischen den Borsten (40) von einer plastischen oder elastischen Füllmasse (43) ausgefüllt
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Füllmasse (43)
Schleifmitteln eingelagert sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
zwischen Bürste (3) und Spanntisch (1) verstellbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück
von Rollen (30) auf dem Spanntisch (33) gehalten wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (30) in Aussparungen
(34) der Bürste (35) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück
von den Rollen (30) und gegenüberstehenden Gegenrollen (32) transportiert wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antrieb (6) mehrere synchron angetriebene Exzenter (8, 9) enthält.
1. Apparatus for deburring or rounding off the edges of flat workpieces, in which
the workpieces are treated with brushes in alternating brushing directions, characterised
by a clamping table (1) which serves to hold the flat workpiece (2), a brush (3) having
a flat base (4) which is arranged opposite the clamping block (1), and provided with
bristles (5) which are mounted vertically on the base (4) and are directed towards
the workpiece, wherein the ends of the bristles contacting the workpiece surface have
a maximum lateral deflection which is smaller than the deflection of the body carrying
the bristles caused by the drive, and a drive (6) for effecting an eccentrically circular
movement of the brush parallel to the plane of the workpiece.
2. Apparatus as claimed in Claim 1, characterised in that the lateral movement of
the free ends of the bristles is limited by a dense packing of the bristles (5).
3. Apparatus as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that the bristles are made
of steel.
4. Apparatus as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that the bristles are made
of synthetic resin with abrasives embedded therein.
5. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that the space between
the bristles (40) is filled by a plastic or elastic filling compound (43).
6. Apparatus as claimed in Claim 5, characterised in that abrasives are embedded in
the filling compound (43).
7. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6, characterised in that the spacing
between the brush (3) and the clamping block (1) is adjustable.
8. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 7, characterised in that the workpiece
is held on the clamping block (33) by means of rollers (30).
9. Apparatus as claimed in Claim 8, characterised in that the rollers (30) are arranged
in recesses (34) in the brush (35).
10. Apparatus as claimed in Claim 8 or 9, characterised in that the workpiece is transported
by the rollers (30) and oppositely located counter-rollers (32).
11. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 10, characterised in that the drive
(6) contains a plurality of synchronously actuated eccentrics (8, 9).
1. Machine pour ébarber ou pour arrondir les arêtes de pièces à usiner planes, dans
laquelle des brosses traitent les pièces suivant des directions de brossage changeantes,
caractérisée par une table (1) de travail destinée à supporter la pièce (2) plane,
par une brosse (3) ayant une semelle (4) plane, qui fait face à la table (1) et de
laquelle partent des soies (5) qui sont dirigées vers la pièce (2) et dont les extrémités
reposant sur la surface de la pièce (2) présentent une déviation latérale maximale
qui est plus faible que celle, provoquée par l'entraînement de la brosse, du corps
portant les soies, et par une transmission (6) donnant à la brosse (3) un mouvement
circulaire excentrique parallèlement au plan de la pièce.
2. Machine suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la possibilité de déplacement
latéral des extrémités libres des soies est limitée par une implantation compacte
des soies (5).
3. Machine suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les soies sont
en acier.
4. Machine suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les soies sont
en matière plastique avec incorporation d'agents abrasifs.
5. Machine suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'interstice
entre les soies (40) est empli d'une masse (43) de charge plastique ou élastique.
6. Machine suivant la revendication 5, caractérisée en ce que à la masse (43) de charge
est incorporé un agent abrasif.
7. Machine suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la distance
entre la brosse (3) et la table (1) de travail est réglable.
8. Machine suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la pièce
à usiner est maintenue sur la table (33) de travail par des rouleaux (30).
9. Machine suivant la revendication 8, caractérisée en ce que les rouleaux (30) sont
disposés dans des cavités (34) de la brosse (35).
10. Machine suivant la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que la pièce à usiner
est transportée par les rouleaux (30) et par des contre-rouleaux (32) qui se trouvent
en face des rouleaux.
11. Machine suivant l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la transmission
(6) comprend plusieurs excentriques (8, 9) entraînés en synchronisme.

