[0001] Die Erfindung betrifft ein Dampf-Drosselventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein Ventil dieser Art ist aus der DE-B-1 526 977 bekannt. Bei diesem Ventil wird
das Einspritzwasser nahe dem Ventilsitz zugeführt. Dies hat starke Temperaturänderungen
am Ventilsitz und am Verschlussteil zur Folge, was zu einer raschen Zermürbung des
Werkstoffs dieser beiden Teile durch Wärmespannungen führt. Verstärkt wird diese Tendenz
noch dadurch, dass das Wasser aus einem Ringsplat austritt, der im Laufe des Betriebes,
durch ungleiches Verziehen bedingt, nach kurzer Zeit über dem Umfang ungleiche Weiten
aufweist.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, das Ventil der eingangs genannten Art so zu verbessern,
dass Wärmespannungen am Ventilsitz und am Verschlussteil auf konstruktiv einfache
Art vermieden werden.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Die Vorteile der Erfindung liegen in der erheblich einfacheren Konstruktion des Ventils
sowie darin, dass am Ventilsitz keine Erhöhung des Temperaturgradienten auftritt.
Ueberdies lassen sich Schäden durch Erosion oder Thermoschock im Bereich der Kühlwasserkanäle
leicht reparieren, ohne dass dabei kostspielige Teile, wie Ventilgehäuse oder Ventildeckel,
ersetzt werden müssten.
[0006] Aus der DE-B-1 626 313 ist ein Dampf- drosselventil bekannt, bei dem kein Ventilkorb
vorgesehen ist, jedoch der Kühlwassermündungsbereich durch eine Vielzahl von Kanälen
gebildet ist, die durch in die Ventilstange eingearbeitete Nuten und eine die Ventilstange
umgebende Führungsfläche begrenzt sind. Wegen den Relativbewegungen zwischen der Führungsfläche
und der Ventilstange im Zusammenwirken mit dem strömenden Kühlwasser besteht die Gefahr,
dass sich die aufeinandergleitenden Flächen stark abnutzen, was nicht nur zu einer
falschen Einspritzwassermenge, sondern auch zu einer schlechten Führung der Ventilspindel
führt.
[0007] Die Lösung nach Anspruch 2 hat die konstruktiven Vorteile, dass etwaige Teilungsfehler
beim Herstellen der Kühlwasserkanäle nicht ins Gewicht fallen, weil die beiden in
der Berührungsfläche aneinanderstossenden Teile des Ventils unabhängig voneinander
gefertigt werden, und dass der eine der beiden Teile mehr von Wärmespannungen entlastet
wird.
[0008] . Das Merkmal nach Anspruch 3 führt zu einer konstruktiv besonders einfachen Lösung,
da der Ventilkorb dann einen leicht demontierbaren Verschleissteil bildet.
[0009] Durch das Merkmal nach Anspruch 4 werden Wirkungen von Thermoschockbeanspruchungen
im Kühlwassermündungsbereich zusätzlich herabgesetzt und allgemein die Wärmespannungen
vermindert.
[0010] Das Merkmal gemäss Anspruch 5 zeigt einen Weg, um auch in den massiven Teilen des
Ventils die durch hohen Wärmeübergang entstehenden Wärmespannungen zu reduzieren.
[0011] Die Erfindung wird in der Zeichnung an vier Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen :
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein Dampf- Drosselventil nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Teilschnitt nach 11-11 in Fig. 1,
Fig. 3 einen axialen Teilschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 ein drittes Beispiel, der Fig. 3 entsprechend dargestellt,
Fig. 5 ein viertes Beispiel, ebenfalls der Fig. 3 entsprechend dargestellt.
[0012] Ein Dampf-Drosselventil 1 nach Fig. 1 weist ein Ventilgehäuse 2 mit einem Dampfeintrittstutzen
3 und einem Dampfaustrittstutzen 4, sowie einen abnehmbaren Deckel 6 mit Wasserzufuhrbohrung
7 auf. Der Deckel 6 ist durch eine Reihe von Schrauben 10, die gleichzeitig den Fussflansch
11 eines Ständers 12 für einen nicht gezeichneten Servomotor halten, dicht mit dem
Gehäuse 2 verbunden. Der Deckel 6 weist in einer zentralen Führung 13 eine axiale
Bohrung 14 auf, in der eine Ventilspindel 15 beweglich angeordnet ist. Die Ventilspindel
15 trägt einen Verschlusskörper 16, der mit einem durch Hartmetallauftrag 17 geschützten
Ventilsitz 18 zusammenwirkt. In der oberen Partie des Deckels 6 ist eine Stopfbüchse
20 angeordnet, welche den Spalt zwischen der Spindell5 und der Bohrung 14 abdichtet.
[0013] An einer Schulter 25 des Deckels 6, die durch eine Eindrehung 26 zu einem Flansch
gestaltet ist, ist ein etwa kreiszylindrischer Ventilkorb 30 durch Schrauben 32 befestigt.
Das andere Ende 34 des Ventilkorbs 30 ist in einer Eindrehung 36 des Gehäuses 2 seitlich
geführt. Im mittleren Bereich des Ventilkorbs 30 ist ein Netz von Durchtrittsbohrungen
38 für den das Ventil durchströmenden Dampf vorgesehen. Im oberen Teil des Ventilkorbs
weist dieser einen nach innen gerichteten Flansch 40 auf, der - über den Umfang gleichmässig
verteilt - Nuten 42 aufweist. Dem Flansch 40 steht, mit sehr geringem Radialspiel,
ein nach aussen gerichteter Flanch 44 gegenüber
*, Oberhalb der beiden Flansche 40 und 44 und unterhalb der Schulter 25 ist ein Ringraum
50 gebildet, der über eine Vertikalbohrung 52 mit der Wasserzufuhrbohrung 7 verbunden
ist. An der Mündung der Wasserzufuhrbohrung 7 sitzt ein Kopf 56 einer Wasserzufuhrleitung
58, der durch ein Querhaupt 60 mittels nicht gezeichneter Schrauben am Deckel 6 seitlich
angepresst wird.
* der eine zylindrische Umfangsfläche 43 aufweist (Fig. 2).
[0014] Im Betrieb strömt Dampf unter dem angehobenen Verschlusskörper 16 hindurch in den
Raum innerhalb des Ventilkorbs 30, wo eine starke Turbulenz herrscht. Ueber die von
den Nuten 42 gebildeten Wassereinspritzkanäle wird aus dem Ringraum 50 Wasser in den
Dampf eingedüst, das dort zum grössten Teil verdampft und zum kleineren Teil vom Dampf
in Form kleiner Tröpfchen durch die Bohrungen 38 mitgerissen und gegebenenfalls über
den Austrittstutzen 4 mitgeschleppt wird.
[0015] Das Einspritzwasser wird über ein nicht gezeichnetes Ventil, die Leitung 58, die
Wasserzufuhrbohrung 7 und die Vertikalbohrung 52 dem Ringraum 50 zugeführt. Besonders
während transienter Zustände weist es im Ringraum 50 eine erheblich tiefere Temperatur
auf als der Dampf unterhalb der Flansche 40 und 44. An den Teilen 30 und 6, dort insbesondere
im Bereich des Flansches 44, ergeben sich daher erhebliche Temperaturdifferenzen.
Besonders im Bereich der Nuten 42 führt dies wegen der dort herrschenden, hohen Strömungsgeschwindigkeit
des Wassers zu hohen Temperaturgradienten, die sich aber im vorliegenden Fall nicht
zerstörend auswirken, weil ja eine Trennung zwischen dem Flansch 40, der nach aussen,
und dem Flansch 44, der nach innen wegschrumpfen möchte, besteht. Die bei diesem Zustand
sich ergebende Vergrösserung des Radialspiels zwischen den beiden Flanschen ist nicht
erheblich, da durch das geringe zusätzliche Spiel der Gesamtdurchtrittsquerschnitt
für das Wasser nicht erheblich zunimmt.
[0016] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist auf der Führung 13 des Deckels 6 anstelle
eines Flansches 44 eine innere Hülse 64 mit U-Förmigem Querschnitt aufgeschoben und
mit einer Schweissnaht 66 befestigt. Statt des am Ventilkorb 30 nach innen gerichteten
Flansches 40 ist analog eine äussere Hülse 68 mit S-förmigem Querschnitt angeordnet,
die oben einen Flansch 70 aufweist, der zwischen der Schulter 25 des Deckels 6 und
dem oberen Flansch 27 des Ventilkorbes 30 eingespannt ist. Die Hülsen 64 und 68 berühren
sich in einer zylindrischen Fläche, von der aus Wassereinspritzkanäle bildende Nuten
42 in die äussere Hülse 68 eingearbeitet sind. Diese Ausführungsform hat den Vorteil,
dass neben den Lippen 72 der Hülsen 64 und 68 Ringräume 74 gebildet sind, in denen
das Wasser im wesentlichen stagniert, sodass dort wasserseitig eine Zone relativ geringen
Wärmeübergangs besteht, was geringere Temperaturgradienten in den Hülsen zur Folge
hat. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass die äussere Hülse
68, an der eventuell Erosionskorrosionen auftreten können, leicht und kostengünstig
ausgewechselt werden kann.
[0017] Im Beispiel nach Fig. 4 sind, im Unterschied zu Fig. 3, die Lippen 72 nicht nach
oben, sondern nach unten gerichtet, sodass die Ringräume, mit stagnierendem Dampf
gefüllt, wieder neben den beiden Lippen 72 liegen. Damit ist die Temperatur der Hülsen
näher an der tieferen Wassertemperatur. Es sind daher geringere Temperaturgradienten
zu erwarten als im Falle nach Fig. 3, weil im Bereich der Nuten 42 ohnehin die Wassertemperatur
dominierend auf die Temperatur der Hülsen einwirkt.
[0018] Im Gegensatz zu Fig. 3 sind sodann im Beispiel nach Fig. 4 der Deckel 6, die Hülse
68 und der Ventilkorb 30 durch eine zirkulare Schweissnaht 76 miteinander verbunden.
Diese Schweissnaht lässt sich beim Ersatz des Ventilkorbes 30 leicht wegschleifen
oder wegdrehen. Dabei wird auch die Hülse 68 frei, die - je nach Zustand - ebenfalls
ersetzt oder wieder eingebaut werden kann.
[0019] Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 stützt sich die Innenhülse 64 an ihren beiden
Enden auf der Führung 13 des Deckels 6 ab. Dadurch wird ein praktisch geschlossener
Ringraum 80 gebildet, der den Temperaturgradienten an der Verlängerung 13 in axialer
Richtung herabsetzt. Die Hülse 64 ist hier gepaart mit dem nach innen gerichteten
Flansch 40 des Ventilkorbes 30.
[0020] Analog wie bei Fig. 4 ist der Ventilkorb 30 durch eine zirkulare Schweissnaht 82
mit dem Deckel 6 verbunden.
[0021] Selbstverständlich lassen sich die verschiedenen Hülsen und Flansche auch auf andere
Weise miteinander kombinieren, wobei jeweils besondere Vorteile, z.B. hinsichtlich
Fertigung und Montage, Ausbaubarkeit und Kosten auftreten können. Ist es erwünscht,
dass die Nuten 42 nach einer Konusfläche verlaufen, so ist auch das ohne weiteres
möglich, indem die Berührungsflächen entsprechend geformt werden. Soll diese Konusfläche
nach unten sich erweitern, so ist es zweckmässig, eine innere Hülse und eine äussere
Hülse vorzusehen, wobei die innere Hülse 64 entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 5, auf das Wasser bezogen, am stromunterseitigen Rand angeschweisst wird. Zu
dieser Operation werden die beiden Hülsen, Konus auf Konus gesteckt, auf die Führung
13 aufgeschoben bis der Flansch der äusseren Hülse die Schulter 25 des Deckels 6 berührt.
[0022] Um die Einspritzwasserstrahlen von der Führung 13 weg gegen den Ventilkorb 30 zu
richten, kann es auch zweckmässig sein, die Nuten 42, statt parallel zur Ventilachse,
beispielsweise unter einem Winkel von 25°, windschief zur Achse anzuordnen. Zum gleichen
Zwecke können die Nuten 42 auch als Schraubenlinien gleicher Steigung ausgebildet
sein.
[0023] Anstelle der zirkularen Schweissnähte 66, 76 und 82 können auch Heftschweissungen
genügen.
1. Dampfdrosselventil-mit stromunterhalb des Drosselquerschnittes angeordnetem - Ventilkorb
(30) und mit in den Strömungsraum zwischen dem Drosselquerschnitt und den Oeffnungen
(38) des Ventilkorbes mündendem, aus einem konzentrisch zur Ventilspindel (15) angeordneten
Ringraum (50) gespeisten Kühlwassermündungsbereich, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kühlwassermündungsbereich durch eine Vielzahl von Kanälen (42) gebildet ist, die längs
einer Umfangsfläche (43) verlaufen, die zwischen dem Ventilkorb (30) und der konzentrisch
im Ventilkorb angeordneten Führung (13) der Ventilspindel (15) vorgesehen ist.
2. Dampfdrosselventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührungsfläche
(43) eine zylindrische oder konische Umfangsfläche bildet und dass die Kühlwasserkanäle
durch Nuten (42) in einem Flansch (40) des Ventilkorbes (30) und durch die Umfangsfläche
(43) begrenzt sind.
3. Dampfdrosseiventil nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Ventilkorb (30) auswechselbar ausgebildet ist.
4. Dampfdrosselventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führung (13) der Ventilspindel als dünnwandige, bis zur Umfangsfläche (43) reichende
Hülse ausgebildet ist.
5. Dampfdrosselventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich der Kühlwasserkanäle (42) mindestens ein Ringraum (74) für stagnierendes
Wasser oder stagnierenden Dampf gebildet ist.
6. Dampfdrosselventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kühlwasserkanäle (42) windschief zur Ventilachse, vorzugsweise unter jeweils gleichem
Winkel, angeordnet sind.
1. A steam throttle valve, with a valve cage (30) disposed downstream of the throttle
cross-section and having a cooling water discharge area leading into the flow chamber
between the throttle cross-section and the valve cage apertures (38), and fed from
an annular chamber (50) disposed concentrically with respect to the valve spindle
(15), characterised in that the cooling water discharge area is formed by a plurality
of ducts (42) extending along a peripheral surface (43) provided between the valve
cage (30) and the guide (13) of the valve spindle (15), said guide being disposed
concentrically in the valve cage.
2. A steam throttle valve according to claim 1, characterised in that the contact
surface (43) forms a cylindrical or conical peripheral surface and the cooling water
ducts are defined by grooves (42) in a flange (40) of the valve cage (30) and by the
peripheral surface (43).
3. A steam throttle valve according to claim 1 or 2, characterised in that the valve
cage (30) is replaceable.
4. A steam throttle valve according to any one of claims 1 to 3, characterised in
that the guide (13) for the valve spindle is in the form of a thin-walled sleeve extending
to the peripheral surface (43).
5. A steam throttle valve according to any one of claims 1 to 4, characterised in
that at least one annular chamber (74) for stagnant water of stagnant steam is formed
in the region of the cooling water ducts (42).
6. A steam throttle valve according to any one of claims 1 to 5, characterised in
that the cooling water ducts are arranged skew fashion (helically or possibly spirally)
relative to the valve axis preferably each at the same angle.
1. Soupape de laminage de vapeur comportant un chapelle (30) disposée en aval de la
section d'étranglement et une zone d'arrivée de l'eau de refroidissement, débouchant
dans l'espace d'écoulement entre la section d'étranglement et les ouvertures (38)
de la chapelle, et alimentée par un espace annulaire (50) concentrique à la tige (15)
de soupape, cette dernière étant caractérisée en ce que la zone d'arrivée de l'eau
de refroidissement est formée par de nombreux canaux (42), disposés suivant une surface
circonférentielle (43) prévue entre la chapelle (30) et le guide (13) de la tige (15),
disposé concentriquement dans la chapelle.
2. Soupape de laminage de vapeur selon la revendication 1, caractérisée en ce que
la surface de contact (43) forme une surface circonférentielle cylindrique ou conique
; et les canaux d'eau de refroidissement sont délimités par des rainures (42) d'une
bride (40) de la chapelle (30) et par la surface circonférentielle (43).
3. Soupape de laminage de vapeur selon une des revendications 1 et 2, caractérisée
en ce que la chapelle (30) est interchangeable.
4. Soupape de laminage de vapeur selon une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que le guide (13) de la tige de soupape est réalisé sous forme d'une douille
à paroi mince, s'étendant jusqu'à la surface circonférentielle (43).
5. Soupape de laminage de vapeur selon une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée
par la formation, dans la zone des canaux d'eau de refroidissement (42), d'au moins
un espace annulaire (74) pour de l'eau stagnante ou de la vapeur stagnante.
6. Soupape de laminage de vapeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que les canaux d'eau de refroidissement (42) sont disposés de travers
par rapport à l'axe de la soupape, de préférence chaque fois avec un angle égal.