(19)
(11) EP 0 044 898 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.02.1982  Patentblatt  1982/05

(21) Anmeldenummer: 80830061.0

(22) Anmeldetag:  30.07.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3C14B 1/58, F26B 9/06, F26B 21/02, F26B 21/06, F26B 25/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB LI NL SE

(71) Anmelder: C.C.E. s.r.l. Commissionaria Costruzioni Elettroniche
I-00162 Roma (IT)

(72) Erfinder:
  • Cozzi, Luigi
    Roma (IT)

(74) Vertreter: Mascioli, Alessandro, Prof.Dr. 
c/o A.N.D.I. Associazione Nazionale degli Inventori Via Urbana, 20
00184 Roma
00184 Roma (IT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren und Einrichtung zum raschen Trocknen insbesondere von Fellen


    (57) Verfahren und Einrichtung zum raschen Trocknen von Textilien und anderen breitflächigen Materialien, insbesondere von Fellen, unter Verwendung von entfeuchteter Luft, die bei Raumtemperatur in Zwangsumlauf gesetzt wird.
    Das Verfahren findet im Inneren eines wärmeisolierten Kastens (1) statt, in dem Gebläse (14, 14'; 20) die Luft bei einer Temperatur in Zwangsumlauf setzen, die der Umgebungstemperatur naheliegt, vorzugsweise zwischen 24 und 30°C. Ein elektrischer Vorwärmewiderstand (16) erhöht im Notfall die Umgebungstemperatur bis auf 24°C und setzt danach einen Kälteverdichter (2) in Betrieb, der seinerseits eine eigentliche Entfeuchtungsvorrichtung (8) betreibt. Letztere besteht aus dem Gebläse (20), aus dem Verdichter (21) und aus dem Verdampfer (22). Ein von einem Druckschalter (5) betriebener, zusätzlicher Verdichter (6') trägt mittels eines Ventils (6) zur Wiederherstellung des thermischen Gleichgewichtes bei, das von der Überhitzung durch die Motoren der Einrichtung gestört wurde (Fig. 1).




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine ent= sprechende Einrichtung zum raschen Trocknen von Tex tilien und anderen breitflächigen Materialien, insbe sondere von Fellen.

    [0002] Es ist bekannt, dass man bisher zum Trocknen von Fel len praktisch nur handwerkliche Verfahren verwendet hat, die auf dem Prinzip der Wasserverdampfung unter Einwirkung von Warmequellen beruhen, wobei es sich sowohl um statische Wärmequellen, wie z.B. ausstrah= lende Körper, als auch um dynamische Wärmequellen, wie z.B. Lufterréder handelt, die den auf Holzflä = chen aufgespannten, zu trocknenden Fellen mehr oder weniger nahe liegen, wobei diese Lüfterräder die vor gewärmte Luft in Umlauf setzen.

    [0003] Ein derartiges Verfahren erfolgte z.B. in einer An= lage, die aus einem Kasten besteht, in dem zahlrei= che Infrarotlampen und/öder Lüfterräder unter ther= mostatischer Kontrolle arbeiten. Die thermostatis= sche Kontrolle hat die Aufgabe, so gut wie möglich eine irreversible und dauernde Runzel- bzw. Ver= schrumpfwirkung zu vermeiden, die bei übermässigen Temperaturen auftritt, sodass die Felle nach dem Trocknen die natürliche Weichheit verlieren.

    [0004] Durch die vom Stand der Technik vorgesehene thermo= statische Kontrolle wird dieser Nachteil zwar ver= ringert, jedoch nicht beseitigt. Als wesentliche, nachteilige Nebenerscheinung ergibt sich vielmehr die Tatsache, dass die zum Trocknen nötige Zeit ziwschen 2) bis 20 Stunden liegt, also sehr lang ist. Weiterhin findet bei ununterbrochener Verwen dung der Herkömmlichen Anlagen die durch das Trock nen der Felle entzogene Feuchtigkeit keinen Abzug, verdampft also in Ubermässigen Mengen und tropfelt die Innenwände des Betriebskastens entlang,sodass man gezwungen ist, die Anlage zu stoppen.

    [0005] Es ist demnach Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zu verwirklichen, dass mittels einer zweckmässigen Einrichtung ein rasches Trocknen von Textilien und anderen breitflächigen Materialien, insbesondere von Fellen, derart ermöglicht, dass diese nach been deter Behandlung keinerlei Verschrumpfungs- bzw.Run zelwirkung aufweisen und somit ihre natürliche Weich heit beibehalten ohne das Verfahren selbst zu beein= trächtigen, vielmehr dessen Durchführung innerhalb von äusserst kurzer Zeit, ohne Unterbrechung und oh ne Wasserverdampfung ermöglicht, d.h. ohne jegli = che Konzentration von relativer Feuchtigkeit, und das schliesslich erlaubt, Arbeitszeiten und Arbeits kosten wesentlich herabzusetzen.

    [0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe indem ein Verfah = ren geschaffen wird, das unter Verwendung von in Zwangsumlauf gesetzter, entfreuchteter Luft in ei = nem wärmeisolierten Raum erfolgt, dessen Temperatur der Umgebungstemperatur naheliegt, bzw. vcrbestimm= te Grenzen nicht überschreitet, sowie durch die Ver wirklichung einer Einrichtung, die im Wesentlichen aus einem wärmeisolierten Kasten besteht, in den die auf einer Stützfläche aufgespannten Felle einge schoben und durch Zwangslüftungsmittel beaufschlagt werden, sowie aus einem, zum Vorwärmen des Betriebs raumes vorgesehenen, durch einen Temperaturregler gesteuerten elektrischen Widerstand, der einen Käl teverdichter einschaltet und folglich eine eigentli che Entfeuctungsvorrichtung antreibt.

    [0007] Gemäss der Erfindung besteht der die Einrichtung enthaltende Kasten aus einem selbsttragenden Rahmen, der sich aus modularen Teilen zusammensetzt und zur besseren Verstellung auf Laufrollen montiert ist. Die Aussen- und Innenwände sind aus Blechplatten ausgebildet, zwischen denen zwecks Wärmeisolierung eine Polyurethaneinlage vorgesehen ist. Etwa auf Mittelhöhe des Kastens sind an seinen längsverlau= fenden Innenwänden U-profilierte Führungen ange = bracht. Innerhalb dieser Führungen sind drei ge= trennte Stützflächen zur Aufnahme der Betriebsappa raturen abgestützt, die nachstehend näher brschrie ben werden. Die seitlichen Stützflächen sind in den genannten FÜhrungen derart zur mittigen Stütz= fläche verstellbar, dass sie dieser genähert, bzw. davon entfernt werden können, sodass zwischen dem oberen und dem unteren Raum des Kastens stets Off= nungen entstehen, die zwischen der jeweiligen Stütz fläche und der entsprechenden Seitenwand des Kastens, bzw. der jeweiligen seitlichen Stützfläche und der mittigen Stützfläche den Luftdurchtritt ermöglichen. Vorderseitig weist der genannte Kasten eine Auflage fläche zur Aufnahme der Felle auf, welche zum Trock nen in den Kasten geschoben wird. Anschliessend wird eine Klappe zugeschwenkt, die die Wärmeisolie= rung des Kastens vom Umgebungsraum absichert.

    [0008] Auf den genannten Stützflächen sind die Betriebsap= paraturen zum Trocknen der Felle unter Verwendung entfeuchteter Luft angebracht. Nachweislich liegt die Betriebstemperatur vorzugsweise zwischen 24 und 30°C. Auf den seitlichen Stützflächen ist je ein Gebläse vorgesehen, das die Luft seitlich ansaugt und in den unteren Raum des Kastens schleudert. Auf der mittigen Stützfläche befinden sich ein Kältevér dichter und in Austrichtung mit ihm die eigentliche Entfeuchtungsvorrichtung, sowie ein zusätzlicher Kondensator. Die eigentliche Entfeuchtungsvorrich= tung besteht aus einem Gebläse, einem Kondensator und einem Verdampfer und ist innerhalb eines entspre chenden Gehäuses untergebracht. In Kurzem Abstand und ebenfalls in Ausrichtung mit dem Kälteverdichter und mit dem genannten Gehäuse ist der zusätzliche Kondensator derart nachgeschaltet, dass sein Lüfter rad die Luft unmittelbar vom Umgebungsraum ansaugt und in diesen zuruckschleudert, obwohl er im Inne = ren des Betriebskastens angeordnet ist. Die Luft wird vom Gebläse rückseitig des Verdichters im Be= reich zwischen letzterem und dem zusätzlichen Kon= densator, sowie hauptsächlich durch in den Seiten= wänden des Gehäuses zwischen dem Kondensator und dem Verdampfer ausgebildete Offnungen, die nach = stehend näher beschrieben werden.

    [0009] Die angesaugte Luft gibt bei Beaufschlagung des Verdampfers Wärme ab und kondensiert, während sie beim Durchfluss durch den Kondensator Wärme auf = nimmt, um anschliessend feuchtigkeitslos in den un teren Kastenraum geschleudert zu werden.

    [0010] Vorhin wurde erwähnt, dass die optimale Leistung der Einrichtung bei Temperaturen erzielt wird, die zwischen 24 und 30°C liegen. Wenn die Umgebungs = temperatur unter 24°C liegt, sieht die Erfindung zu diesem Zweck vor, dass ein an einem seitlichen Gebläse angeordneter elektrischer Widerstand durch einen Temperaturregler eingeschaltet wird mit der Aufgabe, die Betriebstemperatur im genannten Kasten rasch bis auf 24°C zu erhöhen und die Luft im Kasten dadurch vorzuwärmen. Sobald diese Temperatur er = reicht ist, schaltet der Temperaturregler den Wi =. derstand aus und den Kälteverdichter ein. Aller = dings erzeugen die Motoren sämtlicher Gebläse,auch wenn in geringem Ausmass, ebenfalls Wärme, die das hergestellte thermische Gleichgewicht zwischen Kon densator und Verdampfer stört. Zur Wiederherstel= lung dieses Gleichgewichtes sieht die Erfindung einen Druckschalter vor, welcher in Abhängigkeit von der Temperatur die Druckänderung im Kältever dichter abliest und dabei ein im zusätzlichen Kon densator vorgesehenes Lüfterrad antreibt. Letzte= res saugt an der nach aussen zugewandten Seite des zusätzlichen Kondensators unmittelbar vom Um gebungsraum Luft an, die durch diesen Kondensa = tor fliesst und in den Umgebungsraum zurückge = schleudert wird. Durch diese nur auf den zusätzli chen Kondensator einwirkende Luft sinkt die Tempe ratur unter gleichzeitiger Wiederherstellung des thermischen Gleichgewichtes ab. Danach schaltet sich der Druckschalter automatisch aus.

    [0011] Zur betrieblichen Zusammenwirkung des zusätzlichen Kondensators, die allerdings nur dann erforderlich ist, wenn und solange die durch die motorangetrie= benen Apparaturen erzeugte Wärme das thermische Gleichgewicht zwischen Kondensator und Verdampfer stört, fliesst das Kühlgas durch eine Leitung,die vom Kälteverdichter ausgehend nacheinander durch den zusätzlichen Kondensator, den Kondensator und den Verdampfer führt, um anschliessend wieder zu dem Kälteverdichter zuruckzufliessen. Die Erfin = dung sieht weiterhin in den Seitenwänden des die Entfeuchtungsvorriehtung enthaltenden Gehäuses und zwar im Bereich zwischen dem Kondensator und dem Verdampfer zweckmässig geeichte Öffnungen vor.Soll te nämlich das Gebläse eine ubermässige Luftmenge lediglich vom rükseitigen Bereich des Verdampfers ansaugen, so würde diese Luft nur eine minimale Ent feuchtung erlauben. Die Erfindung sieht demnach vor, dass die Luftmenge, die das Gebläse in den un= teren Raum des Betriebskastens einzuschleudern hat, grösstenteils durch die genannten seitlichen Off = nungen und nur ein geringer Teil vom rückseitigen Bereich des Verdampfers angesaugt wird. Diese durch die seitlichen Offnungen angesaugte, gresse= re Luftmenge trägt nämlich ausserden zu einer bes= seren Kühlung des Kondensators bei, also zu einer besseren Kondensation. Es muss dabei bemerkt wer= den dass, wie hoch die Umgebungstemperatur eines Arbeitsraumes auch immer sein mag, ihr Wert nie = mals den Temperaturwert des verdichteten Gases ü= bersteigen kann und daher stets einen Kühlungsfak tor darstellt. Schliesslich ist zu erwehnen, dass das Kondenswasser in einem unterhalb des Verdampfers angeordneten Sammelbecken aufgenommen und von dort aus durch eine entsprechende Leitung aus dem Be= triebskasten ausgestossen wird.

    [0012] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind aus der Beschreibung reicht zu erkennen. Die Erfindung löst die Aufgabe des Trocknung von Fellen nicht etwa durch Verwendung von Wärme, sondern von trockener Luft, d.h. von Luft, die etwa bei Raumtemperatur entfeuchtet wird. Die erste unmittelbare und vor= teilhafte Folge davon besteht darin, dass die Fel le keinerlei Runzel- bzw. Verschrumpfwirkung un= terliegen und somit ihre natürliche Weichheit bei= behalten. Ein weiterer Vorteil besteht darin,dass sich innerhalb des Betriebskastens kein Kondenswas ser bildet, was einen ununterbrochenen Betrieb un= ter Erzielung von optimalen Leistungen erlaubt (8 bis max 20 Minuten gegenüber 2½ bis 20 Stunden bei den herkömmlichen Anlagen) bei gleicher Fellquali= tät und bei gleicher, zu behandelnder Menge. Es besteht keine konzentrierte Feuchtigkeit im Be= triebskasten, sodass diese auch nicht in den Um = gebungsraum mit gesundheitsschädlichen Folgen für die Arbeitskraft eindrint. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Betriebskosten herabge = setzt werden, da die Beaufschlagung der Einrich= tung nicht etwa mittels Ausstrahlkörper (elektr. Widerstände) sondern durch Motoren (Kälteverdich= ter, usw.) erfolgt. Der Vorwärmewiderstand hat nämlich nur die Aufgabe, bei Beginn des Verfah = rens die Raumtemperatur im Betriebskasten rasch zu erhöhen, nicht etwa die zu behandelnden Materia= lien zu trocknen. Die Betriebskosten werden schliess lich ebenfalls durch die kürzere Arbeitszeit herab gesetzt.

    [0013] Der Erfindungsgegenstand wird nun anhand eines nicht einschränkenden Ausführungsbeispieles näher erläu= tert, das in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. Es zeigen:

    Figur 1, eine schematische, axonometrische Ansicht der erfindungsgemässen Einrichtung mit in= neren Appareturen im Phantombild;

    Figur 2, eine Vorderansicht des Lüfterrades im zu = sätzlichen Kondensator;

    Figur 3, eine Schnittansicht des Kälteverdichters und der eigentlichen Entfeuchtungsvorrich= tung,

    Figur 4, eine axonometrische Ansicht eines der sei= tlichen Gebläse mit Vorwärmewiderstand.



    [0014] In Figur 1 wird der Betriebskasten mit 1 bezeich = net. Mit 11, 11, werden die seitlichen, verstellba ren Stützflächen bezeichnet, auf denen die Gebläse 14, 14' angebracht sind, welche die Luft in den un teren Raum 19 des Betriebskastens 1 schleudern. 12 ist die mittige, feststehende Stützfläche welche den Kälteverdichter 2 mit Lüftungsöffnungen 3 für den eigenen Motor und die eigentliche Entfeuchtungs vorrichtung 8 aufnimmt. Der Temperaturregler ist mit 4 bezeichnet und der von ihm gesteuerte Vorwär= mewiderstand mit 16. 6' bezeichnet den zusätzli = chen Kondensator. In den Seitenwänden des Gehäu = ses der Entfeuchtungsvorrichtung sind die geeich = ten Lufteintrittsöffnungen 9 ausgebildet (nur eine ist in der Zeichnung ersichtlich). Mit 13, 13' sind die freien Offnungen zwischen dem oberen und dem unteren Raum des Betriebskastens 1 bezeichnet, die sich beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sei tlich der Stützflächen 11, 11' befinden. Mit 18 ist die Auflagefläche für die Felle 17 und mit 5 der Druckschalter bezeichnet.

    [0015] In Figur 2 wird der zusätzliche Kondensator mit 6' und das dazugehörige Lüfterrad mit 6 bezeichnet.

    [0016] In Figur 3 sind der Kälteverdichter 2 und die Appa raturen der Entfeuchtungsvorrichtung 8 erkennbar , nämlich das Gebläse 20, der Kondensator 21 und der Verdampfer 22, sowie der zusätzliche Kondensator 6'. Man erkennt ebenfalls eine der seitlichen Luft eintrittsöffnungen 9 und die strichpunktiert gezeich nete Gasleitung 23, die den Kälteverdichter 2 nach= einander mit dem zusätzlichen Kondensator 6', dem Kondensator 21 und dem Verdampfer 22 verbindet, so= wie die Leitung 24 zum Ablassen des Kondenswassers. Aus dieser Figur geht auch hervor, wie der zusätzli che Kondensator 6' im Betriebskasten 1 eingebaut und mit den anderen Apparaturen lediglich durch die Leitung 23 verbunden ist, während das Lüfterrad 6 in unmittelbarer Verbindung mit dem Umgebungsraum steht.

    [0017] In Figur 4 ist das Gebläse 14' mit seinem Diffusor 15 dargestellt.

    [0018] Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Einrich tung ist folgende:

    Durch Betätigung des Hauptschalters werden die Ge= bläse 14, 14' und 20 angetrieben; diese setzen im Betriebskasten die Luft sofort in Umlauf. Liegt die Raumtemperatur unter 24°C, so schaltet der Tem peraturregler 4 sofort den elektrischen Widerstand 16 ein, sodass ein Vorwärmen bis zu einer Tempera= tur von 24°C erfolgt. Danach schaltet der Tempera turregler den Widerstand 16 aus und den Kältever = dichter 2 ein. Das bereits bei Beginn des Verfah= rens in Betrieb gesetzte Gebläse 20 saugt einen ge ringen Teil der Luft im Bereich der rückwärtigen Seite des Verdampfers 21 und einen wesentlich gres seren Teil durch die seitlichen Offnungen 9 an.Die so angesaugte Luft wird in den unteren Raum 19 des Betriebskastens 1 geschleudert, wo sich die zu trocknenden Felle 17 befinden. Im Bereich des Ver dampfers 22 gibt die Luft Wärme ab und kondensiert, wobei das Kondenswasser in einem unterhalb des Ver dichters 22 angeordneten, in der Zeichnunh nicht ersed sichtlichen Sammelbecken aufgenommen und durch die Leitung 24 in den Umgebungsraum ausgestossen wird. Die Luft nimmt anschliessend im Bereich des Kon = densators 21 wieder Wärme auf und wird, wie be = reits erwähnt, in den Raum 19 in total feuchtigkeits losem Zustand geschleudert, sodass die Felle bei der in der Einrichtung herrschenden Temperatur trocknen.



    [0019] In diesem Bereich absorbiert die Luft wieder Feuch= tigkeit von den zu trocknenden Fellen, wird aber wieder zur Entfeuchtungsvorrichtung gefuhrt, wo das Verfahren vom neuen beginnt.

    [0020] Da die motorangetriebenen Apparaturen mit der Zeit ebenfalls Wärme erzeugen, steigt die Raumtemperatur an und stört das zwischen Kondensator 21 und Ver = dampfer 22 herrschende thermische Gleichgewicht . Zur Wiederherstellung dieses Gleichgewichtes liest ein Druckschalter 5 die Druckänderung im Kaltever= dichter 2 in Abhängigkeit von der erhöhten Tempera tur ab und schaltet gleich das Lüfterrad 6 des zu= sätzlichen Kondensators 6' ein, bis die Temperatur auf ihren früheren Wert absinkt.

    [0021] Das Lüfterrad 6 saugt die Luft unmittelbar vom Um gebungsraum ab und schleudert diese nach Abkühlung des Kondensators 6' wieder in denselben Raum zu= ruck.

    [0022] Der Erfindungsgegenstand wurde anhand eines nicht einschränden Ausführungsbeispiels beschrieben und erläutert. Es sind selbstverständlich Anderungen und Varianten möglich, ohne dass-dädurch der Schutzumfang der Erfindung verletzt wird.


    Ansprüche

    1. Verfahren und Einrichtung zum raschen Trocknen durch Zwangslüftung von Textilien und anderen breitflächi= gen Materialien, insbesondere von Fellen, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verfahren unter Verwendung von in Zwangsumlauf gesetzter Luft in einem wärmeisolier= ten Raum erfolgt, dessen Temperatur der Umgebungstem peratur naheliegt, bzw. vorbestimmte Grenzen nicht überschreitet.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im wärmeisolierten Raum zu dessen Durchfuh rung gewählte Temperatur den in Arbeitsräumen ubli= chen Temperaturwerten naheliegt, vorzugsweise zwi = schen +30°C und +24°C.
     
    3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie im We= sentlichen aus einem wärmeisolierten Kasten (1) be= steht, in den die auf einer Stutzfläche aufgespann= ten, zu trocknenden Felle (17) eingeschoben und durch Zwangslüftungsmittel (14, 14' ; 20) beaufschlagt werden, sowie aus einem zur Vorwärmen des Betriebs= raumes vorgesehenen, durch einen Temperaturregler (4) gesteuerten elektrischen Widerstand (16), der einen Kälteverdichter (2) einschaltet und folglich eine eigentliche Entfeuchtungsvorrichtung (8) an = treibt.
     
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich = net, dass die Aussen- und Innenwände des Kastens (1) aus Blechplatten bestehen, zwischen denen zwecks Wärmeisolierung eine Polyurethaneinlage vorgesehen ist.
     
    5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kasten 1 auf Laufrollen montiert ist, wel= che deren Verstellung auf dem Boden ermöglichen.
     
    6. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kasten (Q) aus modularen Elementen zusam= mengesetzt ist.
     
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kasten (1) vorderseitig eine Auflagefläche (18) zur Aufnahme der Felle (17) aufweist, welche zu deren Trocknen in den Kasten geschoben wird.
     
    8. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kälteverdichter (2), der Temperaturregler (4), der Druckschalter (5), die Entfeuchtungsvorrichtung (8) und der zusätzliche Kondensator (6') auf einer mittigen, feststehen= den Stützfläche (12) und die Zwangslüftungsmittel (14,14') je auf einer seitlich, in Längsrichtung des Kastens (1) verstellbaren Stützfläche (11, 11') an= geordnet sind, wobei die seitlichen Stützflächen der art der mittigen (12) genähert, bzw. davon entfernt werden kennen, dass zwischen dem oberen und dem un= teren Raum des Kastens (1) stets Offnungen (13,13') entstehen, die zwischen der jeweiligen Stützfläche (11, 11') und der entsprechenden Seitenwand des Ka= stens (1), bzw. zwischen der jeweiligen seitlichen Fläche (11, 11') und der mittigen Stützfläche (12) den Luftdurchtritt ermöglichen.
     
    9. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Zwangslüftungsmittel aus den Ge= blasen (14, 14'; 20) bestehen, welche auf den sei = tlichen Stützflächen (11, 11'), bzw. auf der mitti= gen Stützfläche (12) innerhalb der Entfeuchtungs = vorrichtung (8) angeordnet sind, wobei diese Geblä= se unabhängig von der herrschenden Temperatur in Be trieb gesetzt werden.
     
    10. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Umgebungstemperatur unter 24°C der Temperaturregler (4) einen elektrischen Wider = stand (16) einschaltet, der den Betriebsraum im Ka= sten (1) vorwärmt und dass bei Erzielung dieser Tem peratur der Temperaturregler (4) den Kälteverdich = ter (2) der Entfeuchtungsvorrichtung (8) in Betrieb setzt.
     
    11. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eigentliche Entfeuchtungsvorrichtung (8) aus einem Gehäuse besteht, in dem das Gebläse (20), der Kondensator (21) und der Verdampfer (22) unter gebracht sind und dass in den Seitenwänden dieses Gehäuses, zwischen dem Kondensator (21) und dem Verdampfer (22) zweckmässig geeichte Luftansaugöff nungen (9) vorgesehen sind, durch die das Gebläse (20) den grnssten Teil der Luft ansaugt.
     
    12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Entfeuchtungsvorrichtung (8) ein zusätzli= cher Kondensator (6') derart nachgeschaltet ist, dass dieser im Inneren des Kastens (1) angeordnet ist, jedoch sein Lüfterrad (6) die Luft unmittel = bar vom Umgebungsraum ansaugt und in diesen zurück schleudert.
     
    13.Einrichtung nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Verdampfers (22) ein Sammelbecken für das Kondenswasser vorgesehen ist, das durch die Leitung (24) ausgestossen wird.
     
    14.Einrichtung nach den Ansprüchen 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasleitung (23) vom Kälte verichter (2) ausgeht und nacheinander durch den zusätzlichen Kondensator (6'), den Kondensator (21) und den Verdampfer (22) führt und anschliessend zu dem Kälteverdichter zurückführt.
     
    15. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei Steigerung der Temperatur im Kasten (1) infolge der von den motorangetriebe= nen Apparaturen erzeugten Warme der Druckschalter (5) das Lüfterrad (6) des zusätzlichen Kondensators (6') in Betrieb setzt, bis das thermische Gleichaei gewicht zwischen dem Kondensator (21) und dem Ver= dichter (22) wiederhergestellt ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht