[0001] Die Erfindung betrifft einen Schlüsselanhänger gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Schlüsselanhänger ist bekannt aus dem DE-GM 7 903 167, wobei die sich
an den elastischen Bügel anschließenden Abschnitte als endseitig mit einem Haken versehene
Federschenkel ausgebildet sind, die in Einsteckstellung durch Freischnitt erzielte,
einwärts gebogene, sich gegenüberliegende Haltezungen der Flachhülse hintergreifen.
Diese Bauform ist wenig gebrauchssicher. Durch ungewollten seitlichen Druck auf den
elastischen Bügel, bspw. beim Tragen des Schlüsselanhängers in einer Tasche kann die
Raststellung bereits aufgehoben werden. Der Bügel rutscht heraus und die Schlüssel
können sodann den Bügel verlassen.
[0003] Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schlüsselanhänger
der vorausgesetzten Gattung in herstellungstechnisch einfacher Weise so auszugestalten,
daß neben einem leichten Anbringen der Schlüssel am Bügel eine sichere Gebrauchsstellung
vorliegt derart, daß ein Abnehmen von Schlüsseln vom Schlüsselanhänger nur willensbetont
durchführbar ist.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1.
[0005] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer Schlüsselanhänger von erhöhtem
Gebrauchswert angegeben. Das Zuordnen von Schlüsseln dem Schlüsselanhänger geschieht
in der Weise, daß bei nicht eingesteckter Platte das freie Ende des Bügels aus der
Nische zum Aufreihen des Schlüssels bzw. der Schlüssel herausgeschwenkt wird. Nach
Anbringen der Schlüssel kehrt das Ende zufolge der Elastizität des Bügels in die Nische
zurück. Die endgültige Sicherung der Schlüssel erfolgt erst mit dem Einschieben der
Platte in die Flachhülse, wobei die Rastklinke in der Einsteck-Endstellung in die
Öffnung der Wand der Flachhülse eingreifen kann. In dieser Einsteck-Endstellung erstreckt
sich dann die Nische im Schacht der Flachhülse, so daß jede Verlagerung des in der
Nische befindlichen Endes des elastischen Bügels ausgeschlossen ist. Ein Abnehmen
von Schlüsseln vom Schlüsselanhänger muß daher willensbetont geschehen. Dies verlangt
erstens das Herausziehen der Platte mit daran sitzendem Bügel nach Beaufschlagen der
Drucktaste und zweitens das Herausschwenken des in der Nische einliegenden Endes des
Bügels. Die Platte erfüllt daher im Grunde genommen zwei Sicherungsfunktionen. Da
die als Rastklinke ausgebildete Drucktaste der Platte in der Wand der Flachhülse einliegt,
befindet sie sich an geschützter Stelle, was einem ungewollten Auslösen der Rastklinke
entgegenwirkt.
[0006] Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß der Bügel über die Längsseitenkante
des Flachhülsen-Schachtes vorsteht.
[0007] Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Einschnapp-Öffnung an der Breitseitenwand
der Flachhülse angeordnet ist und die Rastklinke als freigeschnittene, aus der Plattenebene
schräg in Richtung des Bügels ansteigend vorstehende Kreisfläche gebildet ist. Während
der Einsteckbewegung wird die Rastklinke in Einwärtsrichtung gedrückt. Erst wenn sie
in fluchtende Lage zur querschnittsangepaßten Einschnapp-Öffnung gelangt, federt sie
in ihre Raststellung und sichert die Lage von Flachhülse und Platte zueinander. Die
Kreisform von Rastklinke und Einschnapp-Öffnung kommt dabei einer günstigen Herstellung
entgegen.
[0008] Der Sicherheitswert des Schlüsselanhängers ist dadurch erhöht, daß die Nische winkelförmig
gestaltet ist und sich ein Schenkel quergerichtet zur Einsteckrichtung der Platte
erstreckt. Ist der Bügel mit Platte der Flachhülse zugeordnet, so kann auch durch
größere Krafteinwirkung auf den Bügel der quergerichtete Schenkel nicht aus der Nische
herausbewegt werden.
[0009] Bei Herstellung der Platte mit Bügel aus Kunststoff mit entsprechenden federnden
Eigenschaften ist es von Vorteil, daß ein abgewinkelter Abschnitt des Bügels mit Spiel
in dem quergerichteten Nischen-Schenkel einliegt. Hierbei erweist es sich als günstig,
daß das Spiel durch vorstehende Spitzen der Nischenwand begrenzt ist. Diese können
beim Spritzvorgang miterzeugt werden.
[0010] Damit die Rastklinke auch bei größeren auf den Bügel wirkenden Kräften nicht aus
ihrer bestimmungsgemäßen Lage gerät, besitzt sie einen Anschlag, der gegen den Rand
der Öffnung der Flachhülsenwand stößt.
[0011] Darüberhinaus besteht ein vorteilhaftes Merkmal darin, daß die Platte an ihrer einschubseitigen
Stirnkante gerundet gestaltet ist und Federzungen besitzt, die sich gegen den Boden
des Schachtes der Flachhülse anlegen. In der Einsteck-Endstellung stehen die Federzungen
unter Spannung und bewirken eine feste Anlage der dem Bügel zugekehrten Randkante
der Rastklinke an dem entsprechenden Wandungsabschnitt der Einschnappöffnung. Das
mit den Federzungen versehene gerundete Ende gestattet ein leichtes Einführen der
Platte in die Flachhülse.
[0012] Eine weitere Variante zeichnet sich durch zwei in eine Flachhülse in entgegengesetzte
Richtungen einschiebbare Platten aus.
[0013] Bei einer Abwandlung dieser Varianten können sich die beiden Platten überlappen.
[0014] Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Fig. 1 bis
9 erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung einen Schlüsselanhänger gemäß der ersten Ausführungsform,
wobei der sich in eine Platte fortsetzende Bügel nicht eingesteckt ist,
Fig. 2 in größerer Darstellung eine Draufsicht auf die Platte mit Bügel,
Fig. 3 den Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 teils in Draufsicht, teils im Schnitt die Flachhülse in vergrößerter Darstellung,
Fig. 5 teils in Draufsicht, teils im Schnitt die in die Flachhülse eingesteckte Platte,
Fig. 6 den Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 die zweite Ausführungsform des Schlüsselanhängers, wobei eine Flachhülse zwei
in einer Ebene liegende, von entgegengesetzten Richtungen eingeschobene Platten aufnimmt,
Fig. 8 die dritte Ausführungsform des Schlüsselanhängers, bei welchem von entgegengesetzten
Richtungen Platten eingesteckt sind, welche sich jedoch überlappen und
Fig. 9 den Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 8.
[0015] Gemäß der ersten Ausführungsform besitzt der Schlüsselanhänger eine aus Kunststoff
gefertigte Flachhülse 1. Diese setzt sich zusammen aus den beiden Breitseitenwänden
11 und 12, den Längsseitenwänden 13 und 14 sowie dem Boden 15. Auf diese Weise ist
ein Schacht 16 gebildet.
[0016] Die Breitseitenwände 11, 12 der Flachhülse 1 sind im Bereich der Schachtmündung zu
einer Kehle 17 geformt, die in schräg in die Längsseitenwände einlaufende Abschnitte
18 übergeht.
[0017] In der einen Breitseitenwand 11 befindet sich eine im Querschnitt kreisförmige Einschnapp-Öffnung
2.
[0018] Vom Boden 15 der Flachhülse 1 gehen symmetrisch zur Symmetrielinie der Flachhülse
1 Stützrippen 19 aus, die die beiden Breitseitenwände 11, 12 miteinander verbinden
und mit Abstand vor der Einschnapp-Öffnung 2 enden.
[0019] Die Flachhülse 1 wirkt zusammen mit einer in diese einzuschiebenden Platte 3. Diese
besteht ebenfalls aus geeignetem Kunststoff. Von der einen Randkante 20 der Platte
geht ein elatischer Bügel 6 aus. Dieser formt in Verbindung mit der Platte 3 eine
ovale Öffnung 21. Der Bügel 6 endet in einen quer zur Einschubrichtung der Platte
abgewinkelten Abschnitt 7, der sich an einen geradlinigen Abschnitt-22 des Bügels
6 anschließt. Der geradlinige Abschnitt 22 seinerseits erstreckt sich auf Höhe der
der Randkante 20 gegenüberliegenden Randkante 23.
[0020] Der geradlinige Abschnitt 22 und der abgewinkelte Abschnitt 7 ragen in eine winkelförmig
gestaltete Nische 24 der Platte derart, daß der geradlinige Abschnitt 22 des Bügels
in dem einen Schenkel 24' und der abgewinkelte Abschnitt 7 in dem Nischen-Schenkel
24" mit Spiel einliegt. Zur Begrenzung des Spiels sind an der Nischenwand drei vorstehende
Spitzen 25, 26 und 27 vorgesehen. Die Spitzen 25, 27 liegen einander gegenüber und
erstrecken sich in Einsteckrichtung, während die Spitze 26 der Stirnkante des abgewinkelten
Abschnitts 7 zugekehrt ist.
[0021] Die Platte 3 enthält auf ihrem einsteckseitigen Ende eine als Drucktaste ausgebildete
Rastklinke 8. Diese ist als freigeschnittene, aus der Plattenebene schräg in Richtung
des Bügels 6 ansteigend vorstehende Kreisfläche gebildet. Der Freischnitt erstreckt
sich über einen Winkelbetrag derart, daß die Materialbrücke dem einsteckseitigen Ende
der Platte zugekehrt ist. Im Bereich der Materialbrücke ist durch eine quer zur Einsteckrichtung
verlaufende Nut 30 ein Scharnier gebildet, um welches die Rastklinke schwenkbar ist.
[0022] Die Rastklinke 8 weist an dem der Nut 30 gegenüberliegenden Rand R einen bogenförmig
verlaufenden Anschlag 31 auf.
[0023] Wie die Zeichnungen erkennen lassen, ist die Platte 3 an ihrer einschubseitigen Stirnkante
32 gerundet gestaltet und besitzt dort zwei Federzungen 33, 34, die durch einen bogenförmigen
Längsschlitz 35 geformt sind.
[0024] Aus Fig. 2 ist zu entnehmen, daß der Bügel 6 über die Randkanten 20, 23 der Platte
3 vorsteht. Der Abstand zwischen den beiden Randkanten 20, 23 ist etwas geringer als
das Maß zwischen den beiden Längsseitenkanten des Schachtes 16.
[0025] Sollen der Platte 3 Schlüssel zugeordnet werden, so ist der elastisch verformbare
Bügel 6 so zu verschwenken, daß der abgewinkelte Abschnitt 7 des Bügels 6 die Nische
24 verläßt. Es können dann die Schlüssel aufgereiht werden. Nach Loslassen des Bügelendes
kehrt der Abschnitt 7 in die Nische 24 zurück. Es kann nun die Platte 3 eingeschoben
werden. In der Einsteck-Endstellung beaufschlagen die Federzungen 33, 34 die vom Boden
15 der Flachhülse ausgehenden Stege 19, während die Rastklinke 8 in die Einschnapp-Öffnung
2 der Flachhülse eintaucht. Die Federzungen 33, 34 bewirken nun, daß die Rastklinke
8 mit ihrem dem Bügel 6 zugekehrten Rand R in Anlage zum Wandungsabschnitt 2' der
Einschnappöffnung 2 gelangt. In dieser Stellung befindet sich der Anschlag 31 der
Rastklinke unterhalb des Wandungsabschnitts 2', so daß sie nicht aus der Öffnung 2
herausschwenken kann, vergl. insbesondere Fig. 6.
[0026] In der Einsteck-Endstellung liegt die Nische 24 im Bereich des Schachtes 16 der Flachhülse.
Das bedeutet, daß der abgewinkelte Abschnitt 7 des Bügels 6 gegen jedes Herausschwenken
gesichert ist, vergl. hierzu Fig. 5.
[0027] Das Abnehmen der Platte 3 von der Flachhülse 1 erfordert ein Beaufschlagen der Rastklinke
8 in Einwärtsrichtung. Hierbei müssen die Kräfte der Federzungen 19 überwunden werden.
[0028] Erst wenn die Rastklinke vollständig aus der Öffnung 2 der Flachhülse 1 herausgetreten
ist, kann die Platte 3 herausgezogen werden.
[0029] Die in Fig. 7 dargestellte zweite Ausführungsform besitzt eine abgewandelte Flachhülse
36. Diese ist etwa doppelt so lang ausgebildet wie die Flachhülse 1. An den einander
entgegengesetzten Seiten der Flachhülse 36 befinden sich ähnlich gestaltete Schächte.
Ferner sind an einer Breitseitenwand 37 Einschnapp- Öffnungen 2 vorgesehen, die mit
den Rastklinken 8 der einzusteckenden Platten 3 zusammenwirken. Auch enthält die Flachhülse
36 bei dieser Ausführungsform nicht dargestellte Stege, die die Federzungen 33, 34
der Platten 3 beaufschlagen.
[0030] Bei der dritten Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9 können in eine Flachhülse 38
ebenfalls Platten 3 in entgegengesetzten Richtungen eingeschoben werden. Die Flachhülse
38 enthält zu diesem Zweck zwei parallel zueinander liegende, von entgegengesetzten
Richtungen ausgehende Schächte 39, 40, die durch eine Zwischenwand 41 voneinander
getrennt sind. Auf den äußeren Breitseitenwänden der Flachhülse 38 sind die Einschnapp-Öffnungen
2 vorgesehen, die mit den Rastklinken 8 der Platten 3 zusammenwirken.
[0031] Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale
sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht
sind.
1. Schlüsselanhänger mit mindestens einem durch das Loch der Schlüsselreide durchsteckbaren
elastischen Bügel, der sich in Abschnitte fortsetzt, die in eine Flachhülse einsteckbar
und dort in einer Raststellung gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel
(6) von der einen Randkante (20) einer in die Flachhülse (1, 36, 38) einschiebbaren
Platte (3) ausgeht und in einer Nische (24) an der anderen Längskante (23) der Platte
(3) endet, welche Nische (24) in eingeschobener Stellung im Schacht (16) der Flachhülse
liegt, deren Wand eine Öffnung (2) zum Einschnappen einer als Drucktaste (8) ausgebildeten
Rastklinke der Platte (3) besitzt.
2. Schlüsselanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (6) über
die Längsseitenkante des Ftachhülsen-Schachtes (16) vorsteht.
3. Schlüsselanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnapp-Öffnung
(2) an der Breitseitenwand (11 bzw. 37) der Flachhülse (1 bzw. 36) angeordnet ist
und die Rastklinke (8) als freigeschnittene, aus der Plattenebene schräg in Richtung
des Bügels (6) ansteigend verlaufende Kreisfläche gebildet ist.
4. Schlüsselanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nische winkelförmig
gestaltet ist und sich ein Schenkel (24") quergerichtet zur Einsteckrichtung der Platte
(3) erstreckt.
5. Schlüsselanhänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein abgewinkelter
Abschnitt (7) des Bügels (6) mit Spiel in dem quergerichteten Nischen-Schenkel (24")
einliegt.
6. Schlüsselanhänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel begrenzt
ist durch vorstehende Spitzen (25, 26, 27) der Nischenwand.
7. Schlüsselanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastklinke (8)
einen Anschlag (31) besitzt, der gegen den Rand (2') der Öffnung (2) der Flachhülsenwand
(11) stößt.
8. Schlüsselanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (3) an
ihrer einschubseitigen Stirnkante (32) gerundet gestaltet ist und Federzungen (33,
34) besitzt, die sich gegen den Boden (Stege 19) des Schachtes (16) der Flachhülse
(1, 36, 38) anlegen.
9. Schlüsselanhänger nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei in eine Flachhülse
(36, 38) in entgegengesetzte Richtungen einschiebbare Platten (3).
10. Schlüsselanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Platten
(3) sich überlappen (Fig. 8 und 9).