(19)
(11) EP 0 015 576 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.05.1982  Patentblatt  1982/18

(21) Anmeldenummer: 80101178.4

(22) Anmeldetag:  07.03.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B65D 19/24

(54)

Palette

Pallet

Palette


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 09.03.1979 DE 2909206

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.09.1980  Patentblatt  1980/19

(71) Anmelder: Hermann Schleicher GmbH & Co. Maschinenfabrik
D-8520 Erlangen (DE)

(72) Erfinder:
  • Schleicher, Hermann
    D-8521 Erlangen-Rathsberg (DE)
  • Vogel, Norbert, Dipl.-Ing.
    D-8520 Erlangen (DE)

(74) Vertreter: Bardehle, Heinz, Dipl.-Ing. 
Patent- und Rechtsanwälte Bardehle . Pagenberg . Dost . Altenburg . Frohwitter . Geissler & Partner Galileiplatz 1
81679 München
81679 München (DE)

   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Palette aus wellenartig abgekantetem Blech mit im wesentlichen rechteckigem oder trapezförmigem Querschnitt der Wellen, die mit senkrecht zur Stand- und Ladefläche angeordneten Stützwänden kastenartige Hohlträger bildet.

[0002] Eine derartige Palette ist aus der US-A-2 306 752 bekannt. Diese Palette besteht aus mehreren wellenartig profilierten Bodenblechen und Deckblechen, welche an ihren Enden und in der Mitte von besonderen, profilierten Stützwänden in Abstand gehalten sind. Diese Stützwände haben kurze abgebogene Schenkel und greifen in die Profilierung der Deck- und Bodenbleche ein, mit denen sie durch Punktschweissung fest verbunden sind. Die Deck- und Bodenbleche, welche die Lade- und Standfläche der Palette bilden, ergeben mit den senkrecht hierzu angeordneten Stützwänden kastenartige Hohlträger, die sich über die gesamte Breite der Palette erstrecken.

[0003] Derartige Paletten erfordern einen grossen Werkstoffbedarf und sind in der Herstellung sehr aufwendig, da sie aus vielen miteinander durch Schweissung zu verbindenden Einzelteilen bestehen.

[0004] Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Palette mit kastenartigen Hohlträgern aus nur einem wellenartig abgekantetem Blech herzustellen, die bei besonders einfacher Herstellung und geringem Werkstoffbedarf eine hohe Tragfestigkeit hat und besonders vorteilhafte Lade- und Standflächen aufweist. Erfindungsgemäss besteht die Palette aus einem einzigen Blech, welches beidseitig durch je drei quer zu den Profilnuten des Bleches verlaufenden Biegekanten zu jeweils einem Hohlträger abgekantet ist, der aus Teilen der Ladefläche, zwei senkrechten Stützwänden und einer Standfläche besteht, wobei zur Ermöglichung der Abkantung im Bereich der Wellentäler der Stützwände sich über die Breite der Wellentäler erstreckende einseitig an die Biegekanten anschliessende Aussparungen vorgesehen sind, von denen längs der Biegekanten verlaufende Schlitze ausgehen, die sich über die Wellenseitenwände erstrecken.

[0005] Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

[0006] Die erfindungsgemässen Paletten können von Gabelstaplern oder ähnlichen Einrichtungen transportiert werden und sind leer ineinander stapelbar.

[0007] Anhand der Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert. In den einzelnen Figuren ist dargestellt

Fig. 1 das Ausgangsblech vor Profilierung und Abkantung der Randflächen in Aufsicht,

Fig. 2 die einzelnen Stufen der Abkantung in Seitenansicht,

Fig. 3 in perspektivischer Ansicht die Palette,

Fig. 4 Seitenansicht von vorn mit den beiderseitigen Hohlträgern und dem Profil der Längsseite,

Fig. 5 Aufsicht der Palette mit Profil,

Fig. 6 Teilaufsicht des Ausgangsbleches mit Aussparungen,

Fig. 7 Aufsicht von Fig. 6 nach Profilierung,

Fig. 8 Perspektive des Abkantvorganges,

Fig. 9 und 11 weitere Aussparungsformen im Ausgangsblech,

Fig. 10 und 12 die Formen der Versteifung entsprechend den Fig. 9 und 11

Fig. 13 Befestigung der Innenstützen.



[0008] Die Palette 1 besteht aus einem einzigen recht eckigen Blech 2, z.B. aus Stahl mit querlaufenden U-förmigen Nuten 3. Die Fig. 1 zeigt das Ausgangsblech 2 vor Profilierung und vor der Abkantung der Randzonen.

[0009] Die beiderseitigen Randzonen 4,5,6 sind - wie Fig. 2 zeigt - unter Bildung der Kanten 7,8,9 dreimal um je 90° nach innen gekantet. Dadurch wird beiderseitig ein geschlossener längslaufender, kastenartiger Hohlträger 10 und 11 gebildet, in dem die Tragarme eines Gabelstaplers eingreifen können. Hierbei bilden die Teile 4 und 6 Innen- und Aussenstützen bzw. Pfosten. Die Teile 4 sind somit die inneren Stützwände und die Teile 6 die äusseren Stützwände der beiden Hohlträger 10 und 11. Die Teile 4 und 6 sind senkrecht zur Standfläche 5 und zur Ladefläche 12 angeordnet. Die Gesamtheit der Teile 5 der Profilierung bilden beiderseitig die Standfläche. Die gesamte verbleibende Oberfläche 12 der Profilierung ist die Ladefläche. Diese kann auch mit einer zusätzlichen Feinprofilierung versehen sein , wodurch die Standfestigkeit noch weiter verbessert wird.

[0010] Die Bemessung der Breite der beiderseitigen Hohlträger 10 und 11 ist je '/3 der Gesamtbreite der Ladefläche 12.

[0011] Es können auch trapezförmige Nuten vorgesehen werden, deren Stege einen steilen Winkel, z.B. 80°, aufweisen.

[0012] Gemäss den Figuren 1, 6 bis 8 und 9, 10 ist zur Ermöglichung der erfindungsgemässen Abkantung der Randzonen 4, 5, 6 quer zu den U-förmigen Profilnuten 3 und zur Bildung der Hohlträger 10 und 11 das Profilblech an den herzustellenden Biegekanten 7, 8, 9 in der Breite und Höhe des U-Profils 3 mit Reihen von rechteckigen Aussparungen 13 versehen.

[0013] Die an den Biegekanten 8, 9 verlaufenden Längsseiten 14 der Aussparung 13 sind gemäss Fig. 1 und 6 beiderseitig durch Schlitze 15, 16 entsprechend der Form und der Steghöhe der Profilierung verlängert. Dadurch wird es möglich, dass beim Abkanten der von den Schlitzen 15,16 gebildeten Profilstege 17 der Biegekanten 8 und 9 sich über die Stege der Pfosten oder Stützwände 6 und 4 legen (siehe Fig. 8). Fig. 6 zeigt das Blech 2 in der Ausgangsform, während es in Fig. 7 mit Profilierung dargestellt ist. Die strichlierte Linie zeigt die Blechstärke.

[0014] Wie die Figur 6 zeigt, bleibt zwischen den Aussparungen 13 der Steg 27 stehen (siehe auch Figur 8), der eine derartige Abmessung aufweist, dass sich die einander gegenüberliegenden Wellentäler 3 der Ladefläche 12 und der Standfläche 5 auf diesem Steg 27 abstützen. Der Steg 27 ist auch mit dem gleichen Bezugszeichen in die Figuren 1,7,9, 10, 11 und 12 eingezeichnet.

[0015] In den Figuren 9 und 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die Aussparungen 13' an einer Seite oben und unten mit je 2 Schlitzen 18, 19 versehen sind, so dass Lappen 20 und 21 umgekantet werden, die eine weitere Versteifung ergeben.

[0016] In den Fig. 11 und 12 ist eine Aussparung 13" in Nutbreite vorgesehen, die beiderseitig eine dachförmige Ausbildung 22, 23 haben. Dadurch ergibt sich der für die Stosskanten 22, 23 erforderliche Anschlagwinkel, da die dachförmigen Aussparungen 22, 23 auf Gehrung geschnitten sind. Auch wird durch die Umlappungen eine höhere Festigkeit erzielt.

[0017] Die Innenstützen 4 können - wie Fig. 13 zeigt - auch mit einem umgebogenen Lappen 25 durch eine Aussparung 26 im Nutboden 3 befestigt sein.


Ansprüche

1. Palette aus wellenartig abgekantetem Blech mit im wesentlichen rechteckigem oder trapezförmigem Querschnitt der Wellen, die mit senkrecht zur Stand- und Ladefläche angeordneten Stützwänden kastenartige Hohlträger bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Palette aus einem einzigen Blech (2) besteht, welches beidseitig durch je drei quer zu den Profilnuten (3) des Bleches (2) verlaufenden Biegekanten (7, 8, 9) zu jeweils einem Hohlträger (10, 11) abgekantet ist, der aus Teilen der Ladefläche (12), zwei senkrechten Stützwänden (4, 6) und einer Standfläche (5) besteht, wobei zur Ermöglichung der Abkantung im Bereich der Wellentäler der Stützwände (4, 6) sich über die Breite der Wellentäler erstreckende einseitig an die Biegekanten (7, 8, 9) anschliessende Aussparungen (13, 13', 13") vorgesehen sind, von denen längs der Biegekanten verlaufende Schlitze (15, 16; 18; 22, 23) ausgehen, die sich über die Wellenseitenwände (17) erstrecken.
 
2. Palette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (13, 13', 13") rechteckige Form haben und ein zwischen zwei Aussparungen (13, 13', 13") jeweils einer Stützwand verbleibender Steg (27) eine derartige Abmessung aufweist, dass sich die einander gegenüberliegenden Wellentäler (3) der Ladefläche (12) und der Standfläche (5) auf diesem Teil abstützen.
 
3. Palette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abstützung der Wellenseitenwände (17) die Schlitze zu Gehrungen (22, 23) erweitert sind.
 
4. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den Biegekanten (7, 8, 9) zugewandten Enden der Wellentäler (3) der Ladefläche (12) und der Standfläche (5) durch längs der Wellenkanten in den Wellentälern verlaufende Schlitze (19) zu Lappen (20) geformt sind, die parallel zu den Stützwanden (6) nach innen abgebogen sind.
 
5. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Kanten der inneren Stützwände (4) Lappen (25) angeordnet sind, die durch Aussparungen (26) in den Wellentälern der Ladefläche (12) greifen und umgebogen sind.
 
6. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlträger (10, 11) je '/3 der Gesamtbreite der Ladefläche (12) einnehmen.
 


Revendications

1. Palette en tôle repliée en ondes de section à peu près rectangulaire ou trapézoîdale qui forme des poutres creuses en caisson avec des parois de support perpendiculaires à une surface de portée et à une surface de charge, caractérisée en ce qu'elle est composée d'une seule tôle (2) qui est repliée des deux côtés, de chaque côté selon trois arêtes de pliage (7, 8, 9) perpendiculaires aux rainures du profil (3) de la tôle (2), pour former à chaque fois une poutre creuse (10, 11) qui est composée de parties de la surface de charge (12), de deux parois de support verticales (4,6) et d'une surface de portée (4) cependant que, pour permettre le pliage dans la région des creux d'ondes, les parois de support (4, 6) comportent des ouvertures (13, 13', 13") qui s'étendent sur la largeur des creux d'ondes et sont sur un côté adjacentes aux arêtes de pliage (7, 8, 9), et d'où partent des fentes (15, 16; 18; 22, 23) ménagées le long des arêtes de pliage et sur les parois latérales (17) des ondes.
 
2. Palette suivant la revendication 1, caractérisée en ce que les ouvertures (13, 13',13") ont une forme rectangulaire et en ce qu'un voile (27) qui subsiste entre deux ouvertures (13, 13', 13") d'une paroi du support a une dimension telle que les creux d'ondes (3) de la surface de charge (12) et de la surface de portée (5) qui se font face mutuellement s'appuient sur cette partie.
 
3. Palette suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que, pour soutenir les parois latérales (17) des ondes, les fentes sont élargies en onglet (22 ,23).
 
4. Palette suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que grâce à des fentes (19) ménagées dans les creux d'ondes, le long des arêtes des ondes, les extrémités des creux d'ondes (3) de la surface de charge (12) et de la surface de portée (5) qui sont dirigées vers les arêtes de pliage (7, 8, 9) ont la forme de languettes (20) qui sont rabattues vers l'intérieur parallèlement aux parois de support (6).
 
5. Palette suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les arêtes libres des parois de support inférieures (4) portent des languettes (25) qui sont engagées à travers des fentes (26) des creux d'ondes de la surface de charge (12), et sont rabattues.
 
6. Palette suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les poutres creuses (10; 11) occupent chacune '/3 de la largeur totale de la surface de charge (12).
 


Claims

1. A pallet made of corrugated sheet metal, the corrugation being of substantially rectangular or trapezoidal cross-section, with supporting walls, disposed perpendicularly to the base and loading surface, forming box-like hollow girders, characterised in that the pallet consists of a single metal sheet (2) which at each side is bent along three bending edges (7, 8, 9), extending transversely to the profile grooves (3) of the metal sheet (2), into a hollow girder (10, 11) composed of parts of the loading surface (12), two perpendicular supporting walls (4, 6) and a base surface (5), and that, to enable bending in the region of the troughs in the corrugations of the supporting walls (4, 6), there are provided notches (13, 13', 13") which extend over the width of the troughs in the corrugations, alongside the bending edges (7, 8, 9) and from which open slits (15, 16, 18, 22, 23) which extend along the bending edges and over the side walls (17) of the corrugations.
 
2. A pallet as claimed in Claim 1, characterised in that the notches (13, 13', 13") are rectangular and a web (27), left in a supporting wall between each two notches (13, 13', 13"), has such dimensions that the opposite troughs (3) of the corrugations of the loading surface (12) and of the base surface (5) are supported on this part.
 
3. A pallet as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that the slits are extended into mitres (22, 23) in order to support the side walls (17) of the corrugations.
 
4. A pallet as claimed in one of the Claims 1 to 3, characterised in that ends of the troughs (3) of the corrugations of the loading surface (12) and of the base surface (5) adjacent to the bending edges (7, 8, 9) are formed into tongues (20) by slits (19) extending along the edges of the corrugations in the troughs of the corrugations, which tongues are bent inwards parallel to the supporting walls (6).
 
5. A pallet as claimed in one of the Claims 1 to 4, characterised in that disposed at the free edges of the inner supporting walls (4) are tongues (25) which engage through slots (26) in the troughs of the corrugations of the loading surface (12) and are bent over.
 
6. A pallet as claimed in Claims 1 to 5, characterised in that the hollow girders (10, 11) each occupy '/3 rd of the total width of the loading surface (12).
 




Zeichnung