(19)
(11) EP 0 009 623 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.09.1982  Patentblatt  1982/36

(21) Anmeldenummer: 79103200.6

(22) Anmeldetag:  29.08.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3: H01B 17/26, H01B 17/28

(54)

Hochspannungsdurchführung

High voltage feedthrough

Traversée à haute tension


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH GB IT SE

(30) Priorität: 29.09.1978 DE 2843079

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.04.1980  Patentblatt  1980/08

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Weniger, Manfred, Dr.
    D-1000 Berlin 13 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung geht von einer Hochspannungsdurchführung mit mindestens einem konusförmigen Teil aus, die aus einer gewickelten Isolierstoffbahn besteht.

    [0002] Bei einer bekannten Hochspannungsdurchführung dieser Art («CIGRE»-Bericht 15-02, 1972, Seiten 6 und 7) ist zur Herstellung der Durchführung eine Kunststoffolie als Isolierstoffbahn verwendet. Die Kunststoffolie ist dabei ohne Anwendung zusätzlicher Massnahmen, wenn man von dem Einbringen leitender Beläge zur kapazitiven Steuerung absieht, gewickelt, wobei sie aufgrund abnehmender Breite eine Hochspannungsdurchführung bildet, die zwei konusförmige Teile aufweist.

    [0003] Anlass zu Verbesserungen gibt eine solche Hochspannungsdurchführung hinsichtlich ihrer mechanischen Festigkeit, die meist nicht sehr gross ist. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Hochspannungsdurchführung vorzuschlagen, die sich durch eine hohe mechanische Festigkeit auszeichnet, wobei die hohe mechanische Festigkeit mit vergleichsweise geringem Fertigungsaufwand erreichbar sein soll.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe befinden sich bei einer Hochspannungsdurchführung der eingangs angegebenen Art erfindungsgemäss aussen auf dem konusförmigen Teil oder in seinem äusseren Bereich Ringe oder kurze Schläuche aus Schrumpf-Material.

    [0005] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Hochspannungsdurchführung besteht darin, dass sie durch Aufbringen der Ringe oder kurzen Schläuche aus Schrumpf-Material auf ihren konusförmigen Teil eine relativ hohe mechanische Festigkeit erhält, die vorteilhafterweise auch zu einer Erhöhung der elektrischen Festigkeit führt. Dabei ist die hohe mechanische Festigkeit in fertigungstechnisch günstiger Weise nur dadurch erreicht, dass Ringe oder Schläuche aus Schrumpf-Material aufgebracht werden, die durch eine lokale Wärmebehandlung schrumpfen und dadurch einen die relativ hohe mechanische Festigkeit hervorrufenden Druck auf die Windungen aus der Isolierstoffbahn ausüben.

    [0006] Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemässe Hochspannungsdurchführung dann, wenn sie mit eingebetteten leitenden Einlagen versehen ist; befinden sich nämlich in diesem Fall in vorteilhafter Weise die Ringe oder Schläuche jeweils an den Stellen der leitenden Einlagen auf diesen oder auf dem konusförmigen Teil, dann wird durch den infolge Wärmebehandlung erzeugten Schrumpfdruck der Ringe oder Schläuche auf den Wickel aus der Isolierstoffbahn gerade an den Stellen der eingebrachten Einlagen ein hoher Druck ausgeübt, der die Einlagen in der vorbestimmten Lage fixiert, so dass sich auch während des Transportes die Einlagen innerhalb der Hochspannungsdurchführung nicht verschieben können und somit eine einwandfreie kapazitive Steuerung erhalten bleibt. Dies gilt vor allem dann, wenn als Isolierstoffbahn eine Kunststoffolie verwendet wird, die in der Regel eine verhältnismässig glatte Oberfläche aufweist; ohne die erfindungsgemäss vorgesehene Massnahme liessen sich die Einlagen nicht mit Sicherheit an den vorgegebenen Stellen im Wickel halten. Durch die Anbringung der Ringe oder Schläuche ist ausserdem sichergestellt, dass die aussenliegenden Ränder der Metallfolien mechanisch geschützt sind.

    [0007] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die Hochspannungsdurchführung - wie an sich bekannt (vgl. z. B. DE-AS 2330665) - an ihrem konusförmigen Teil treppenförmige Absätze aufweist und wenn die Ringe oder Schläuche auf die treppenförmigen Absätze aufgebracht sind. Bei der Schrumpfung der Ringe oder Schläuche infolge Wärmebehandlung wird dann der Schrumpfdruck voll auf den Wickel aus der Isolierstoffbahn übertragen, und es kann kein seitliches Abgleiten der Ringe oder Schläuche auf dem konusförmigen Teil der Hochspannungsdurchführung und kein Verschieben der Windungen aus der Isolierstoffbahn eintreten.

    [0008] Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Figur im Schnitt ein konusförmiger Teil eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäsen Hochspannungsdurchführung gezeigt.

    [0009] Die Hochspannungsdurchführung 1 enthält ein Rohr 2, bei dem es sich zweckmässigerweise um ein Metallrohr handelt. Auf dieses Metallrohr ist die Isolierstoffbahn 3, die vorzugsweise eine Kunststoffolie ist, aufgewickelt. Zur Erzielung eines konusförmigen Teils 4 nimmt die Isolierstoffbahn 3 mit radial anwachsender Hochspannungsdurchführung 1 in ihrer Breite entsprechend ab. Dabei ist durch entsprechende Bemessung der Isolierstoffbahn 3 dafür gesorgt, dass der konusförmige Teil 4 trppenförmige Absätze 5, 6, und 8 aufweist.

    [0010] Beim Wickeln der Hochspannungsdurchführung 1 sind zur Erzielung einer kapazitiven Steuerung leitende Einlagen 9, 10, 11 und 12 miteingewickelt. Die Einlagen 9 bis 12 können aus Metallfolien bestehen.

    [0011] Auf die treppenförmigen Absätze 5 bis 8 sind Schläuche 13, 14, 15 und 16 aus Schrumpf-Material aufgebracht. Die Schläuche 13 bis 16 sind nach ihrer Aufbringung einer Wärmebehandlung unterzogen und schrumpfen dadurch. Dabei üben sie einen Druck in radialer Richtung aus, wodurch die Hochspannungsdurchführung 1 bzw. ihr konusförmiger Teil 4 gerade an den Stellen der eingewickelten Metallfolien (Einlagen 9 bis 12) stark zusammengedrückt wird; aufgrund der hohen Flächenpressung werden die Einlagen 9 bis 12 fest in ihrer Lage gehalten. Gleichzeitig wird die mechanische Festigkeit der gesamten Hochspannungsdurchführung 1 erhöht und ausserdem ein Schutz für die Ränder 17 der Einlagen 9 bis 12 bewirkt.

    [0012] In Abweichung von dem dargestellten Ausführungsbeispiel können die Ringe oder Schläuche aus Schrumpf-Material direkt auf den leitenden Einlagen aufliegen und ganz oder teilweise durch die Isolierstoffbahn abgedeckt sein.

    [0013] Mit der Erfindung wird eine Hochspannungsdurchführung vorgeschlagen, die sich durch eine relativ hohe Festigkeit auszeichnet und im Falle eingebetteter leitender Einlagen eine Fixierung dieser Einlagen in ihrer vorbestimmten Lage gewährleistet.


    Ansprüche

    1. Hochspannungsdurchführung mit mindestens einem konusförmigen Teil (4), die aus einer gewickelten Isolierstoffbahn (3) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass sich aussen auf dem konusförmigen Teil (4) oder in seinem äusseren Bereich Ringe oder kurze Schläuche (13 bis 16) aus Schrumpf-Material befinden.
     
    2. Hochspannungsdurchführung nach Anspruch 1 mit eingebetteten leitenden Einlagen (9 bis 12), dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ringe oder Schläuche (13 bis 16) jeweils an den Stellen der leitenden Einlagen (9 bis 12) auf diesen oder aussen auf dem konusförmigen Teil (4) befinden.
     
    3. Hochspannungsdurchführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der konusförmige Teil (4) treppenförmige Absätze (5 bis 8) aufweist und dass die Ringe oder Schläuche (13 bis 16) auf die treppenförmigen Absätze (5 bis 8) aufgebracht sind.
     


    Claims

    1. A high-voltage bushing which comprises at least one cone-shaped part (4) which consists of a winding of insulating material characterised in that rings or short tubes (13 to 16) which are made of shrinkable material are arranged outside of the cone-shaped part (4) or in its outer region.
     
    2. A high-voltage bushing as claimed in Claim 1 provided with embedded conducting inserts (9 to 12), characterised in that the rings or tubes (13 to 16) are respectively arranged at the locations of the conducting inserts (9 to 12) on the latter or outside on the cone-shaped part (4).
     
    3. A high-voltage bushing as claimed in Claim 1 or Claim 2, characterised in that the cone-shaped part (4) has stepped shoulders (5 to 8), and that the rings or tubes (13 to 16) are mounted on the stepped shoulders (5to 8).
     


    Revendications

    1) Traversée haute tension, du type comportant au moins un élément de forme conique (4) et réalisée à l'aide d'une bande de tissu isolant enroulée (3), caractérisée par le fait que sur la partie extérieure de l'élément de forme conique (4) ou dans la partie extérieure de ce dernier sont prévues des bagues ou des tuyaux flexibles courts (13 à 16) en un matériau rétractable.
     
    2. Traversée haute tension selon la revendication 1, à garnitures intercalaires conductrices (9 à 12), caractérisée par le fait que les différentes bagues ou tuyaux flexibles (13 à 16) se situent sur les garnitures intercalaires conductrices, en des emplacements où elles se présentent, ou extérieurement sur l'élément de forme conique (4).
     
    3. Traversée haute tension selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que l'élément de forme conique (4) comporte des parties détalonnées en gradins (5 à 8) et que les bagues ou tuyaux souples (13 à 16) sont montées sur les par-. ties détalonnées en gradins.
     




    Zeichnung