[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Fenster oder eine Tür mit einem Blend- und einem
Flügelrahmen sowie einer eingebauten Schieberlüftung. Schieberlüftungen werden beispielsweise
auf einen hierfür speziell vorgesehenen Schlitz eines Rlendrahmens aufgesetzt oder
aber bei Verwendung einer Isolierverglasung zusammen mit dieser in den Glasfalz des
Rahmens eingebaut. Geht man von einer vorgegebenen Maueröffnung aus, so führt das
in beiden Fällen zu einer Verkleinerung der Glasfläche und damit zu einer Reduzierung
des Lichteinfalls.
[0002] Andererseits werden im Zuge der Fnerrieeinsparung die Fenster und Türen immer mehr
unter dem Gesichtspunkt einer guten Abdichtung gebaut, die im Extremfalle zu einer
Gesundheitsgefährdung aufgrund von Sauerstoffmangel in dem betreffenden Raum führen
kann.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht infolgedessen darin, einerseits im Bedarfsfalle
den Lufteintritt in ein mit einem solchen Fenster oder einer derartigen Tür ausgestatteten
Raum zu ermöglichen und andererseits durch den Einbau der Schieberlüftung möglichst
keinen Lichtverlust in Kauf nehmen zu müssen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß ein Fenster bzw.
eine Tür gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem kennzeichnenden Teil
dieses Anspruchs ausgebildet ist. Bei diesem Fenster bzw. dieser Tür wird aufgrund
des Einbaus der Schieberlüftung in den Holm bzw. bei einem mehrteiligen Holm in wenigstens
ein Teil dieses Holmes die Glasfläche nicht reduziert, und somit verursacht der Einbau
der Schieberlüftung in der angestrebten Weise keine Reduzierung des Lichteinfalls.
Die Schieberlüftung kann sowohl in einen Holm des Flügel- als auch des Blendrahmens
eingebaut sein und es ist auch ohne weiteres möglich, an ein und demselben Rahmen
mehr als eine Schieberlüftung vorzusehen. Beispielsweise kann man über eine obere
Schieberlüftung die verbrauchte Luft abführen und über eine untere Frischluft zuführen.
Eesondere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Fensters bzw. der erfindungsgemäßen
Tür werden nachfolgend anhand von verschiedenen Ausführungsbeispielen erläutert.
[0005] .Die Zeichnung zeigt verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es stellen
dar:
Figur 1 in der Vorderansicht eine erste Ausführungsform'eines Fensters von vorne,
Figur 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Figur 3 explosionsartig und perspektivisch Einzelteile der Fig. 2,
Figur 4 eine zweite Variante eines Fensters, von vorne gesehen,
Figur 5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V in vergrößertem Maßstab,
Figur 6 eine abgebrochene perspektivische Darstellung eines dritten, gemäß der Erfindung
ausgebildeten Fensterflügels,
Figur 7 einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII der Fig. 6 in vergrößertem Maßstab,
Figur 8 eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels anhand einer wenigstens
schiebbaren Tür mit einem festen Feld, von außen gesehen,
Figur 9 einen vergrößerten Schnitt entlang der Linie IX-IX der Fig. 8,
Figur 10 nochmals in Vorderansicht eine wenigstens schiebbare Türe mit einem festen
Feld in einem Blendrahmen als weitere Ausführungsform der Erfindung, ebenfalls von
außen gesehen,
Figur 11 einen Schnitt gemäß der Linie XI-XI der Fig. 10, und
Figur 12 einen abgebrochenen Schnitt gemäß der Linie XII-XII in vergrößertem Maßstab,
Figur 13 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Distanzleiste in abgebrochener Darstellung.
[0006] Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 1, 2 und 3 ist ein Teil des oberen Ouerholms
des Flügelrahmens als Grundkörper der Schieberlüftung 1 aus gebildet. Genauer gesagt,
handelt es sich bei dem Teil des oberen Querholms um die obere Glasleiste 2 für die
Scheibe 3. Bei. letzterer kann es sich selbstverständlich um eine Woppelglasscheibe,
d.h. um eine sogenannte Isolierglasscheibe handeln. Wenn die Glasleiste 2 dieselbe
Breite 4 aufweist wie die übrigen drei Glasleisten, so hat man bei dieser Schieberlüftung
keinerlei Lichtverluste. Aber selbst bei etwas größerer Ereite sind die Lichtverluste
dieser Schieberlüftung äußerst minimal.
[0007] Die Glasleiste 2 bildet, wie gesagt, den Grundkörper 5 der im unteren Teil der Fig.
3 vergrößert dargestellten Schieberlüftung 1. letztere ist beispielsweise dem oberen
Querholm 6 des in einem Blendrahmen 8 wenigstens drehbar gelagerten Flügels 7 zugeordnet.
[0008] Die den Grundkörper 5 der Schieberlüftung 1 bildende Glasleiste 2 hat vorzugsweise
einen etwa C-förmigen Querschnitt, wobei die innenliegenden C-Schenkel je eine Führungsnut
9 bzw. 10 für den Schieber 11 bilden. Damit ein Luftaustausch stattfinden kann, muß
natürlich der Raum über der Glasscheibe 3 freigehalten werden, der an den übrigen
drei Seiten in bekannter Weise durch ein beispielsweise in Fig. 7 gezeigtes Dichtmittel
12 ausgefüllt ist. Der Zusammenbau des gesamten Flügels 7 erleichtert sich natürlich
wesentlich, wenn man den Spaltraum zwischen dem oberen Fnde der Scheibe 3 und der
Innenfläche 13 des oberen Querholms 6 mittels einer Distanzleiste 14 ausfüllt. Entsprechendes
gilt natürlich bei einer alternativen oder zusätzlichen Montage der Schieberlüftung
seitlich bzw. unten am Flügel.
[0009] Einer der C-Schenkel der Glasleiste 2, genauer gesagt, der beim Ausführungsbeispiel
untere C-Schenkel 15, ist zur Bildung einer Abstützleiste 16 gegen die Glasscheibe
3 hin verlängert. Das unmittelbar an der Glasfläche anliegende Ende kann eine Nut
17 aufweisen. Aufgrund der winkelförmigen Gestalt der Distanzleiste 14 ist der obere
Rand 18 der Glasscheibe 3 zwischen dem nach unten ragenden Schenkel 19 der Distanzleiste
14 und der Abstützleiste 16 der Glasleiste 2 spielfrei gehalten. Trotzdem kann der
obere Querholm 6 des Flügelrahmens in gleicher Weise ausgebildet und hergestellt werden
wie die übrigen, beim Ausbildungsbeispiel nicht mit einer Schieberlüftung versehenen
Holme.
[0010] Der verlängerte untere C-Schenkel 15 ist vorteilhafterweise mit einer Auskehlung
oder einem Falz 20 versehen, der mit der anliegenden Glasfläche 21 zusammen eine Aufnahmenut
22 für einen Versiegelungsstreifen 23 bildet.
[0011] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der verlängerte C-Schenkel 15 der Glasleiste 2 zwischen
dem Falz 20 und der Führungsnut 10 für den Schieber 11 mehrere, im Längsabstand voneinander
angeordnete Befestigungsbohrungen 24 aufweist, deren Achsen etwa senkrecht zur Ebene
des Schiebers 11 verlaufen. Zweckmäßigerweise sind die äußeren Enden dieser Bohrungen
24 angesenkt.
[0012] Die Distanzleiste 14 hat, wie die Figuren 3 und 13 zeigen, an ihrer äußeren Winkelfläche
im Abstand voneinander angebrachte Nuten 25 bzw. 26, die in eingebautem Zustand mit
den zugeordneten Falzflächen 13 und 28 Luftdurchtrittskanäle 27 bilden. In Fig. 3
ist ein verhältnismäßig großer Kanalquerschnitt vorgesehen, während der Querschnitt
in Fig. 13 wesentlich kleiner ist. Dafür sind es im letzteren Falle wesentlich mehr
Kanäle, so daß im Endeffekt etwa die gleiche Kanal-Gesamtquerschnittsfläche herauskommt.
Insbesondere das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 ähnelt aufgrund der geschildeten
Ausbildung einer winkelförmigen Zahnstange, und es bietet den Vorteil eines Insekten-,
insbesondere Fliegenschutzes.
[0013] Auch der Lüftungsschieber 11 ist in der Art einer Zahnstange mit rechteckigen Zähnen
29 ausgebildet. Ihre Größe entspricht zumindest derjenigen der Durchbrüche 30 im Grundkörper
5. Wie bei den üblichen Schieberlüftungen ist die Größe der Stege 31 zwischen den
Durchbrüchen 30 etwa gleich groß wie letztere. Um die Breite 4 der Glasleiste 3 gering
zu halten und möglichst entsprechend derjenigen der übrigen drei Glasleisten festlegen
zu können, wurde einerseits die besondere Ausgestaltung des Schiebers 11 gewählt und
andererseits die Führungsnut 9 für die Zahnköpfe oder freien Zahnenden 32 ganz flach
ausgebildet, während die gegenüberliegende Führungsnut 10 für den Zahnstangenrücken
33 wesentlich tiefer ist. Man erreicht somit bei guter Führung einen maximalen Gesamt-Durchströmquerschnitt
für die Luft. Bedient wird diese Schieberlüftung 1 über einen herkömmlichen Mechanismus,
beispielsweise über ein drehbar gelagertes Bedienungselement 34.
[0014] Das geschilderte Ausführungsbeispiel eignet sich, wie auch Fig.
2 ausweist, insbesondere für Holzrahmen. Für den Grundkörper 5 der Schieberlüftung
1 und den Schieber 11 nimmt man zweckmäßigerweise Metall, insbesondere Aluminium.
Die übrigen drei Glasleisten 2 können ohne weiteres aus Holz sein. Zur farblichen
Anpassung kann man die sichtbare Fläche des Grundkörpers 5 kaschieren, eloxieren,
lackieren oder in anderer Weise gestalten. Mit den Pfeilen ist in Fig. 2 symbolisch
der Luftdurchtritt von außen nach innen versinnbildlicht, der jedoch auch in gegensätzlicher
Richtung erfolgen kann. Bei Verwendung einer oberen und unteren Schieberlüftung wird
die verbrauchte wärmere Luft normalerweise durch die obere Schieberlüftung abströmen,
während die Zuströmung über die untere Schieberlüftung erfolgt.
[0015] Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 sind in den oberen Querholm 35 und den
unteren Querholm 36 des Blendrahmens 37 je eine Schieberlüftung 38 bzw. 39 eingebaut.
Der Flügel ist mit 40 bezeichnet. Es handelt sich auch hier un ein Fenster, jedoch
darf dies weder bei diesem Ausführungsbeispiel, noch bei sämtlichen anderen einschränkend
verstanden werden. Die in einen Blend- oder Flügelrahmen eines Fensters eingebauten
Schieberlüftungen sind jeweils auch für einen Blend- oder Flügelrahmen einer Tür geeignet
und umgekehrt.
[0016] Wenigstens der obere Querholm 35 und der untere Querholm 36 des Blendrahmens 37 dieser
Variante der Erfindung sind durch Profilstäbe aus Kunststoff, Aluminium od. dgl. gebildet.
Die vertikalen Holme 41 und 42 des Blendrahmens 37 bestehen beim Ausführungsbeispiel
aus Holz. Die vier Holme sind, wie Fig. 4 zeigt, nicht auf Gehrung gearbeitet, vielmehr
laufen der obere und der untere Querholm 35 bzw. 36 durch. Die Verbindung dieser vier
Blendrahmenholme erfolgt mit Hilfe von Schrauben 43 und 44, welche entsprechende Bohrungen
der vier Holme durchsetzen und die in Spannsegmente 45 bzw. 46 eingeschraubt sind,
welche sich in Querbohrungen 47 bzw. 48 der Vertikalholme 41 bzw. 42 befinden.
[0017] Zur Vermeidung von Kältebrücken bzw. Schwitzwasser an der Innenseite sind die Querholme
35 und 36 aus zwei insbesondere rastend oder schnappend miteinander verbundenen, profilierten
Holmelementen 49 und 50 bzw. 59 und 60 aufgebaut. Die Profilwand 51 bzw. 52 hat Lüftungsöffnungen
53 bzw. 54, hinter denen jeweils ein Lüftungsschieber 55 bzw. 56 senkrecht zur Bildebene
(Fig. 5) verschiebbar gelagert ist. Beide sind wiederum in nicht gezeigter, aber bekannter
Weise mittels eines Antriebs oder auch nur eines einfachen, nach außen hindurchgeführten
Griffes von der geöffneten in die geschlossene Stellung bzw. umgekehrt zu überführen.
In bevorzugter Weise ist die Profilwand 51 bzw. 52 ein Teil des vorzugsweise aus Kunststoff
hergestellten profilierten Holmelements 49 bzw. 59. Die beiden anderen profilierten
Holmelemente 50 bzw. 60 bestehen zweckmäßigerweise aus Aluminium oder anderem Leichtmetall.
In beiden Fällen handelt es sich um stranggepreßte bzw. extrudierte Profile.
[0018] Die Lüftungsschieber 55 und 56 laufen in zwei wiederum angeformten Führungsnuten
57 bzw. 58. Ihre Lüftungsoffnungen 61 bzw. 62 entsprechen hinsichtlich Größe und Form
denjenigen 53 bzw. 54 ihres einstückig am Profilelement 49 bzw. 59 ausgebildeten Grundkörpers
63 bzw. 64.
[0019] Die genaue Ausbildung der Profile bzw. der profilierten Holmelemente 49, 50 bzw.
59, 60 ergibt sich aus Fig. 5 der Zeichnung. Wesentlich ist hinsichtlich der Lüftung
vor allen Dingen, daß die gegen den Flügelüberschlag 65 weisende Blendrahmenfläche
66 bzw. 67 des unteren Querholms 36 bzw. des oberen Querholms 35 gegenüber der Innenfläche
68 des Flügelüberschlags 65 bzw. gegenüber der Anschlagebene teilweise etwas zurückversetzt
ist, um eine Ein- bzw. Ausströmöffnung 69 bzw. 70 zu bilden. Die Profile bzw. die
profilierten Holmelemente 49 und 59 sind so gestaltet, daß beispielsweise die verbrauchte
Abluft über die Austrittsöffnung 70 bis zu den Lüftungsöffnungen 54 der Schieberlüftung
38 strömen und, falls der Schieber 56 geöffnet ist, in die Kammer 71 des profilierten
Holmelements 60 eintreten kann. Diese Kammer verläßt.sie über eine nach unten gerichtete,
schlitzförmige Öffnung 72 des Holmelements 60. Anstelle eines durchgehenden Schlitzes
kann man auch mehrere einzelne Lüftungsöffnungen vorsehen.
[0020] Die Frischluft tritt über die schlitzförmige Öffnung 73 bzw. entsprechende Lüftungsöffnungen
des Holmelements 50 in dessen Kammer 74 ein und erreicht über eine weitere schlitzförmige
öffnung 75 od. dgl. den Schieber 55 der unteren Schieberlüftung 39. Wenn letztere
geöffnet ist, kann die Frischluft über die Lüftungsöffnungen 53 der Schieberlüftung
39 bzw. des profilierten Holmelements 49 zur Austrittsöffnung 69 strömen. Die erwähnten
weiteren Quer-Durchströmöffnungen 72, 73 und 75 befinden sich an weiteren Profilwänden
76, 77 und 78.
[0021] Das dritte Ausführungsbeispiel (Fign. 6 und 7) zeigt wiederum eine in den Flügel
79 eingebaute Schieberlüftung 80. Sie ist in bevorzugter Weise als Doppellüftung mit
zwei Schiebern 81 und 32 ausgebildet, die man zweckmäßigerweise mit einem gemeinsamen
Antrieb versieht oder derart kuppelt, daß sie zugleich von der Schließ- in die Öffnungsstellung
und umgekehrt verschoben werden können. Hierzu dient die Handhabe 83 an der Vorderseite
des Flügels 79. Zur einwandfreien Be- und Enllüftung reicht jedoch ein einziger Schieber
aus, doch ergibt die Ausbildung als Doppel-Schieberlüftung eine Abdichtwirkung, wie
man sie mit einer einfachen Schieberlüftung nicht erzielen kann. Wenn man den zweiten
Schieber 82 wegläßt, so sind die weiteren Durchbrüche 84 der Profilwand 85, welche
denjenigen 86 der Profilwand 87 und natürlich auch den Lüftungsöffnungen 88 und 89
der beiden Schieber 81 und 82 entsprechen, von ihrer Wirkung her mit den Durchbrüchen
oder schlitzförmigen Öffnungen 73 und 75 der Fig. 5 vergleichbar. Der einzige Unterschied
besteht dann da-
rin, daß sie unmittelbar fluchtend zuueinander angeordnet und gleich dimensioniert
sind. Der Grundkörper der raumeinwärts gelegenenen Schieberlüftung bzw. Schieberlüftungshälfte
ist durch die Profilwand 87 des profilierten Holmelements 90 gebildet, an welches
auch die Führungen für den Schieber 81 angeformt sind. Fin Teil der Profilwand 85
bildet den Grundkörper für die andere Schieberlüftung bzw. Schieberlüftungshälfte,
und sie gehört dem profilierten Folmele:nent 91 des oberen Querholms 92 des Flü gelrahmens
79 an. Das profilierte Holmelement 90 besteht vorzugsweise aus Aluminium. Auch das
profilierte Holmelement 91 wird aus Aluminium hergestellt.
[0022] Diese Ausführungsform ist insofern besonders vorteilhaft, als man die Lüftungsschlitze
vom Rauminnern her nicht sieht und außerdem eine weitgehend zugfreie Belüftung möglich
ist. Das Finströmen der frischen Luft ist mit Pfeilen in Fig. 7 symbolisiert. Das
Abströmen erfolgt in Gegenrichtung durch denselben Holm, sofern man nicht am unteren
Querholm 93 eine weitere Schieberlüftung oder Doppel-Schieberlüftung einbaut. Im übrigen
zeigt die Fig. 6 der Zeichnung, daß es sich in bevorzugter Weise um ein Fenster mit
einem aus hölzernen Holmen bestehenden Blendrahmen 94 handelt, dessen Flügel beim
Ausführungsbeispiel drei hölzerne Holme besitzt, und zwar gemäß Fig. 6 den linken
und rechten Längsholm sowie den unteren Querholm 93.
[0023] Der obere Querholm besteht, wie gesagt, aus den beiden profilierten Holmelerenten
90 und 91, die aus Kunststoff bzw. Metall bestehen können, insbesondere aber beide
aus Aluminium gefertigt sind. An der Stirnkante des Flügelüberschlags sind Luftdurchtrittschlitze
95 vorgesehen. Vergleichbare Luftdurchtrittschlitze oder gegebenenfalls auch ein durchgehender
Lüftungs-Längsschlitz 96 ist an der äußeren Unterseite des profilierten Holmelements
91 vorgesehen.
[0024] Die beiden profilierten Alu-Holmelemente 90 und 91 sind über Leisten oder Stege 97
und 98 aus Isoliermaterial miteinander verbunden. Der äußere, von der Scheibe 99,
insbesondere Isolierglasscheibe, weiter entfernte isolierende Steg 98 ist an seiner
Außenseite mittels einer Profilschiene 100 überdeckt.
[0025] Diese ist ebenso wie die beiden Stege 97 und 98, formschlüssig mit den beiden profilierten
Holmelementen 90 und 91 verbunden. Sie hat im wesentlichen die Gestalt einer U-Schiene.
Aufgrund dessen ist sie zur Aufnahme eines Beschlags, insbesondere Dreh-Kipp-Beschlags,
z. B. Verschlusses, gut geeignet. Während das innere und das äußere Profilelement
90, 91 aus Aluminium od. dgl. Metall besteht, wird die Profilschiene 100 aus Kunststoff
hergestellt. Beim Ausführungsbeispiel der Fign. 8 und 9 ist außer dem Flügel 101 in
den Blendrahmen 102 auch noch ein festes Feld 103 eingebaut. Der obere Querholm 104
des Blendrahmens 102 besteht aus dem äußeren Holmelement 105, dem inneren Holmelement
106 und dem beide verbindenden Zwischenholmelement 107. Bei dieser Ausführungsform
der Erfindung besteht das Zwischenholmelement aus mindestens einem Profilstab 108
oder einem Hohlprofil, der bzw. das an seiner bzw. seinen sich parallel zur Rahmenebene
erstreckenden Leiste bzw. Leisten 109, 110 eine Grundkörperlochung 111 bzw. 112.aufweist.
Unmittelbar hinter wenigstens einer Lochung 112 befinden sich Führungsnuten 113, 114
für einen Lüftungsschieber 115. Beim Ausführungsbeispiel sind diese Führungsnuten
113, 114 verhältnismäßig breit gehalten, um einen im Querschnitt U-förmigen Lüftungsschieber
verwenden zu können, der eine verkantungsfreie Verschiebung und gute Stabilität gewährleistet.
Statt dessen könnte man auch ein Vierkantrohr verwenden, das an zwei gegenüberliegenden
Flächen mit Lüftungsöffnungen 116 versehen ist. Es ist ohne weiteres möglich, auch
unmittelbar hinter der Grundkörperlochung 111 einen weiteren Füftungsschieber anzubringen
und entsprechende Führungsnuten hierfür anzuformen. Beide könnten dann in der vorbeschriebenen
Weise miteinander gekuppelt werden. Die Betlitigung dieser Schieberlüftung oder -lüftungen
erfolgt in der vorbeschriebenen Weise, z.B. über eine Handhabe 83 gemäß Fig. 6. Um
ein Eindringen von Regen zu verhindern, kann man, zumindest in gefährdeten Lagen,
die Grundkörperlochungen 111 außen mittels einer Wetterschutzleiste 117 überdecken.
Die Schieberlüftung ist mit 136 bezeichnet.
[0026] Eine weitere Variante der Erfindung wird wiederum anhand eines wenigstens schiebbaren
Flügels 118 demonstriert, der sich in der Schließlage neben einem festen Feld 119
befindet, wobei beide von einem gemeinsamen Blendrahmen 120 umgeben sind. Der untere
Querholm des Blendrahmens 120 ist vorzugsweise zweiteilig ausgebildet, und er besteht
aus dem insbesondere hölzernen unteren Holmelement 121 und dem aufgesetzten, zweckmäßigerweise
mehrteiligen Aufsatzprofil 122. Im Falle einer einteiligen Ausbildung besteht letzteres
aus Aluminium. In übrigen kann man mit Vorteil auch eine sogenannte Rohrschwelle verwenden,
bei der das Holmelement 121 und das Aufsatzprofil einstückig aus Aluminium od. dgl.
gefertigt sind. Beim Ausführungsbeispiel findet eine isolierte Konstruktion Verwendung.
Diese besteht im wesentlichen aus dem beispielsweise aus Aluminium, auf jeden Fall
aber aus Metall bestehenden äußeren Profilteil 123 und dem inneren, aus Kunststoff
gefertigten Profilteil 124 sowie einer vorzugsweise metallenen, insbesonder Alu-Laufschiene
125 für den Flügel 118 und dem Füllelement 126, welches zwischen einem Stützelement
127 und der Lauschiene 125 bzw. dem inneren Profilteil 124 angeordnet ist. Das "ußere
Profilteil 123 und die Laufschiene 125 sind jeweils schnappend oder rastend mit dem
inneren Profilteil 124 verbunden, wobei hinsichtlich der Ausbildung dieser Profile
und ihrer Verbindung auf Fig. 12 verwiesen wird. Das Stützelement 127, das Füllelement
126 und die Iaufschiene 125 sind separat gefertigte Profilteile, jedoch ist es ohne
weiteres möglich, wenigstens zwei davon einstückig herzustellen. Das Füllelement 126
bildet erfindungsgemäß auch den Grundkörper einer Schieberlüftung 128. Es besitzt
innen angeformte Führungen für den Lüftungsschieber 129.
[0027] Das Stützelement 127 und das Füllelement 126 haben im wesentlichen einen U-förmigen
Querschnitt mit nach unten gerichteten Schenkeln. Die beiden U-Schenkel oder Profilwandungen
130, 131 des Stützelements 127 sind insbesondere an ihren unteren Ende mit Luftdurchtrittsöffnungen
132 bzw. 133 versehen, und auch der Schenkel bzw. die Profilwand 134 des Füllelements
126 weist derartige Luftdurchtrittsöffnungen 135 auf. Somit ist ein Luftdurchtritt,
beispielsweise im Sinn der in Fig. 12 eingezeichneten Pfeile, möglich. Die Luftdurchtrittsöffnungen
befinden sich nur im Bereich des festen Feldes 119. Der Schieber 129 kann wiederum
in bekannter Weise über einen Mechanismus oder eine einfache Handhabe verschoben werden.
[0028] Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die verschiedenen Ausführungsbeispiele
auch in Kombination verwendet werden können. Dies gilt insbesondere für die Varianten
der Figuren 8 und 10.
1. Fenster oder Tür mit einem Blend- und einem Flügelrahmen sowie einer eingebauten
Schieberlüftung, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil mindestens eines
der Holme (6, 35, 36, 92, 104, 121, 122) des Blend- und/oder Flügelrahmens (7, 8,
37, 40, 79, 94, 101, 102, 118, 120) als Gehäuse oder Grundkörper der Schieberlüftung
(1, 38, 39, 80, 128, 136) ausgebildet ist.
2. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, mit durch Glasleisten gehaltener Scheibe, dadurch
gekennzeichnet, daß das einen Grundkörper (5) für die Schieberlüftung (1) bildende
Teil des Holms (6) eine der Glasleisten (2) ist.
3. Fenster oder Tür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Grundkörper
bildende Glasleiste (2) einen etwa C-förmigen Querschnitt aufweist und die innenliegenden
C-Schenkel je eine Führungsnut (9, 10) für den Schieber (11) bilden.
4. Fenster oder Tür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß einer (15) der C-Schenkel
der Glasleiste (2) zur Bildung einer Abstützleiste (16) für die Scheibe (3) gegen
diese hin verlängert ist.
5. Fenster oder Tür nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der verlängerte C-Schenkel
(15) der Glasleiste (2) eine Auskehlung oder einen Falz (20) an seiner vom unverlängerten
C-Schenkel abgewandten Seite aufweist, die mit der an dieser Glasleiste (2) anliegenden
Glasfläche (21) eine Aufnahmenut (22) für einen Dicht- oder Versiegelungsstreifen
(23) bildet.
6. Fenster oder Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der verlängerte C-Schenkel
(15) der Glasleiste (2) zwischen dem Falz (20) od. dgl. und der Führungsnut (10) für
den Schieber (11) mehrere, im Längsabstand voneinander angeordnete Eefestipungsbohrungen
(24) aufweist, deren Achsen etwa senkrecht zur Ebene des Schiebers (11) verlaufen.
7. Fenster oder Tür nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Scheibenrand (18) und eine Falzanlagefläche (13) des die Lüftung
(1) aufweisenden Holms (6) für die den Grundkörper (5) bildende Glasleiste (2) eine
in Querschnitt winkelförmige Distanzleiste (14) geschaltet ist, welche die Scheibe
an ihrer von der Glasleiste abgewandten Fläche hintergreift und den Zwischenraum zwischen
der Scheibe (3) der Glasleiste (2) und der Falzanlagefläche (13) ausfüllt, und daß
die Distanzleiste (14) Luftdurchtrittskanäle (27) aufweist oder teilweise bildet.
8. Fenster oder Tür nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzleiste
(14) in der Art einer Zahnstange ausgebildet ist.
9. Fenster oder Tür nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lüftungsschieber (11) in der Art einer Zahnstange mit rechteckigen Zähnen
(29) ausgebildet ist und die Führungsnut (10) für den Zahnstangenrücken (33) tiefer
ist als diejenige (9) für die freien Zahnenden (32).
10. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, bei dem bzw. der zumindest ein Rahmenholm durch
Profilstäbe aus Kunststoff, Aluminium od. dgl. gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in wenigstens einem dieser Profilstäbe unmittelbar hinter einer mit Lüftungsöffnungen
(53, 54) versehenen Profilwand (51, 52) Führungsnuten (57, 58) für den Lüftungsschieber
(55, 56) ausgeformt und zur Bildung von weiteren Querdurchströmöffnungen mindestens
eine weitere Profilwand (76, 77, 78). mit zumindest einem Schlitz (72, 73, 75) oder
mit Durchbrüchen versehen ist.
11. Fenster oder Tür nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schieberlüftung
(38, 39) am Blendrahmen (37) befindet, dessen gegen den Flügelüberschlag (65) weisende
Rahmen- bzw. Holmfläche (66, 67) zumindest des die Schieberlüftung aufweisenden Holms
(35, 36) im Bereich des Flügelüberschlags (65) zur Bildung einer Ein- oder Austrittsöffnung (69, 70) gegenüber der Anschlagebene
zumindest teilweise zurückversetzt ist.
12. Fenster oder Tür nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Holm
(35, 36) aus wenigstens zwei profilierten Holmelementen (49, 50; 59, 60) aufgebaut
ist, von denen das eine (50, 60) aus Aluminium od. dgl. gefertigt ist und ein äußeres
Holmteil bildet, während das andere (49, 59) aus Kunststoff besteht und ein inneres
Folmteil ist, und daß der Lüftungsschieber (55, 56) am inneren Holmteil gelagert ist.
13. Fenster oder Tür nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden profilierten
Holmelemente (49, 50; 59, 60) rastend oder schnappend miteinander verbunden sind.
14. Fenster oder Tür nach wenigstens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Blendrahmen (37) aus je einem durchlaufenden oberen (35) und unteren Querholm
(36) und je einem zwischengeschalteten linken und rechten vertikalen oder Längsholm
(41, 42) besteht, die über Schrauben (43, 44) und Muttern (45, 46) od. dgl. miteinander
verbunden sind, wobei die beiden Querholme mit je einer Schieberlüftung (38, 39) ausgestattet
sind.
15. Fenster oder Tür nach Anspruch 10, dessen bzw. deren weitere Holm-Profilwand mit
Durchbrüchen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche (86) etwa gleich
gestaltet sind wie diejenigen (84) eines zweiten, unmittelbar neben dieser Profilwand
(85) in angeformten Führungsnuten verschiebbaren Lüftungsschiebers (82).
16. Fenster oder Tür nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der die beiden
Schieberlüftungen (80) aufweisende Holm (92) aus einem äußeren profilierten Holmelement
(90) und einem inneren profilierten Holmelement (91) besteht, die über Leisten oder
Stege (97, 98) aus Isoliermaterial miteinander verbunden sind und von denen jeder
eine Schieberlüftung aufweist.
17. Fenster oder Tür nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere, von
der Scheibe (99) weiter entfernte, isolierende Steg (98) an seiner Außenseite mittels
einer Profilschiene (100) überdeckt und diese insbesondere formschlüssig mit den beiden
profilierten Holmelementen (90, 91) verbunden ist, und sie vorzugsweise an ihrer Außenseite
einen Aufnahmekanal (138) für einen Fenster- bzw. Türbeschlag, z. B. Drehkippbeschlag,
aufweist.
18. Fenster oder Tür nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß das innere
profilierte Holmelement (90) im wesentlichen die nestalt eines Rechteckrohres hat
und es die Innenfläche eines Flügelholms (92) und dessen Flügelüberschlag bildet,
wobei sich an der Stirnkante des Flügelüberschlags dieses Holm.s Luftdurchtrittsöffnungen
(95) befinden.
19. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, das bzw. die außer einem beweglichen Flügel
ein fest s Feld aufweist und dessen bzw. deren Blendrahmen aus einem äußeren Holmelement
(105), einem inneren Heizelement (106) sowie einem Zwischenholmelement (107) besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsleiste aus mindestens einem Profilstab (108)
oder einem Hohlprofil besteht, der bzw. das an seinem bzw. seinen sich parallel zur
Rahmenebene erstreckenden Leiste bzw. Leisten (109, 110) eine Grundkörper-Lochung
(111, 112) aufweist, wobei unmittelbar hinter wenigstens einer der Grundkörper-Lochuncen
(111, 112) Führungsnuten (113, 114) für einen Lüftungsschieber (115) angeformt sind.
20. Fenster oder Tür nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der
Führungsnuten (113, 114) etwa der Höhe des Schiebers entspricht und der Schieber (115)
einen U-förmigen Querschnitt aufweist.
21. Fenster oder Tür nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendrahmen
außen eine Vetterschutzleiste (117) trägt, die die Kupplungsleiste mit Abstand übergreift.
22. Fenster oder Tür nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmenholm
der untere Querholm eines Blendrahmens (120) für mindestens je ein festes Feld (119)
und einen wenigstens schiebbaren Flügel (118) ist und sich die Schieberlüftung (128)
zwischen den Ebenen des festen Feldes und des Flügels befindet.
23. Fenster oder Tür nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmenholm
im wesentlichen aus einem unteren Holmteil (121) und einem Aufsatzprofil (122) mit
Laufschiene (125) besteht, wobei das Aufsatzteil einen Grundkörper für die Schieberlüftung
(128) bildet.
24. Fenster oder Tür nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufsatzteil
(122) ein Stützelement (127) für das feste Feld (119) bildet oder mindestens zweiteilig
ausgebildet ist, wobei eines dieser Teile das Aufsatzteil (122) ist, und daß sich
zwischen dem Aufsatzteil und der Laufschiene (125) für den Flügel (118) die Schieberlüftung
(128) befindet, wobei das Stützelement (127) mit Luftdurchtrittsöffnungen (132, 133)
versehen ist.
25. Fenster oder Tür nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schieberlüftung
an einem separaten, zwischen dem Stützelement (127) und der Laufschiene (125) gelegenen
Teil des Aufsatzprofils (122) befindet, welches ein Füllelement (126) bildet.
26. Fenster oder Tür nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllelement
(126) und das Stützelement (127) einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweisen,
wobei sich die Luftdurchtrittsöffnungen (132, 133) des Stützelements (127) an dessen
nach unten gegen das untere Holmelement (121) weisenden U-Schenkeln bzw. Profilwandungen
(130, 131) befinden und der dem Stützelement (127) benachbarte U-Schenkel bzw. Profilwand
(134) des Füllelements (126) ebenfalls Luftdurchtrittsöffnungen (135) aufweist.
27. Fenster oder Tür nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß an das Füllelement
(126) Führungen für den Lüftungsschieber (129) angeformt sind.