(19)
(11) EP 0 059 320 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.09.1982  Patentblatt  1982/36

(21) Anmeldenummer: 82100623.6

(22) Anmeldetag:  29.01.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3C10B 25/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE FR GB IT NL

(30) Priorität: 26.02.1981 DE 3107220
21.10.1981 DE 3141739

(71) Anmelder: HARTUNG, KUHN & CO. MASCHINENFABRIK GMBH
D-45143 Essen (DE)

(72) Erfinder:
  • Bender, Martin
    D-4000 Düsseldorf (DE)

(74) Vertreter: Schulte, Jörg, Dipl.-Ing. 
Hauptstrasse 2
D-45219 Essen
D-45219 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten der Koksofentüren von Verkokungsöfen


    (57) Die bis zu 10 t und mehr Gewicht aufweisenden Koksofentüren 4 werden über eine Türabhebemaschine 10 aus dem Sitz gelöst und nach Abschluß des Drückvorganges wieder genau eingesetzt. Während des Verfahrens in Richtung Ofenachse wird die Türabhebemaschine 10 selbsttätig und ofengerecht an den an beiden Seiten der Ofenöffnung 3 vorstehenden Verriegelungshaken 40, 41 bzw. am oberhalb des Türkopfes 2 angeordneten Führungsbock 75 ausgerichtet, so daß die Verkokungsplatte 5 genau mittig in die Türöffnung hineinfährt. Die Türabhebemaschine 10 besteht aus einem Schwenkrahmen 12 und einem darin schwimmend gelagerten Pendelrahmen 11. Dadurch können sich die die Koksofentür 4 tragenden Teile an den Verriegelungshaken 40, 41 bzw. am Führungsbock 75 ausrichten. Der Zentrierrahmen 17, 18 weist entweder Zentriernasen 55, 56 auf, die zwischen die Verriegelungshaken 40, 41 eingeführt werden oder eine Zentrierstange 76, die in den Führungsschlitz 89 des Führungsbocks 75 eingeführt wird. Über einen Federtopf 62 mit Feder 64 werden die Bewegungen in Richtung Ofenachse abgefedert. Beim Herausnehmen der Koksofentür wird diese über den als Klemmvorrichtung 80, 81 ausgebildeten Abheber 8 in der jeweiligen Lage fixiert gehalten und verschwenkt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausrichten der Koksofentüren, die mit Hilfe einer Löseteile und Abheber aufweisenden Türabhebemaschine aus dem Koksofen herausgehoben, gegebenenfalls gereinigt und nach dem Drücken des Kokses wieder vor den Koksofen geschwenkt und in deren Öffnung eingesetzt werden. Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Vorsetzen, Anpressen, Lösen und Abheben der Koksofentüren, bestehend aus Löseteile und Abheber tragendem Schwenkrahmen und Verfahr- und Schwenkantrieb.

    [0002] Horizontalkammerverkokungsöfen werden an beiden Schmalseiten durch der Kammerhöhe entsprechende, mehrere Meter hohe Koksofentüren verschlossen. Jeweils nach Abschluß des Garungsprozesses müssen diese Koksofentüren entlastet, herausgenommen, gereinigt und nach Abschluß des Koksdrückvorganges wieder eingesetzt werden. Um einerseits die Koksofentür vor zu hohen Temperaturen zu bewahren und andererseits die Ofenwandung möglichst vor Beschädigungen zu schützen, weisen derartige Koksofentüren ofenseitig sogenannte Türstopfen auf, die in der Regel aus gleichem Material wie die Ofenwandung hergestellt sind.

    [0003] In neuerer Zeit sind auch Koksofentüren im Einsatz, bei denen die Türstopfen durch von Abstandshaltern getragenen Verkokungsplatten ersetzt sind. Gerade bei derartigen Koksofentüren mit den scharfkantigen Metallteilen ist es besonders wichtig, die Koksofentür nach dem Reinigen jeweils genau mittig wieder einzusetzen.

    [0004] Generell werden beim Vorsetzen, Anpressen, Lösen und Abheben der Koksofentüren sogenannte als Türabhebemaschinen bezeichnete Bedienungseinrichtungen eingesetzt, die jeweils möglichst mittig vor der Koksofentür positioniert werden, bevor diese mit der Koksofentür in Verbindung gebracht wird. Aus der DE-PS 1 771 817 ist bekannt, nach dem Grobpositionieren der Türabhebevorrichtung zunächst mit einem Stößel eine Verbindung zur abzunehmenden Tür herzustellen, die dann als Führung für die eigentliche Türabhebevorrichtung dient. Nachteilig bei einem derartigen Verfahren zum Ausrichten der Koksofentüren ist, daß der Maschinist nach wie vor die Koksausdrückmaschine bzw. die Türabhebemaschine sehr genau vor die Koksofentür fahren muß, um mit dem Führungsstößel die vorgesehene Position zu erreichen. Falls ihm dies nicht gelungen ist, muß er die Maschine anschließend in eine neue entsprechende Position bringen, was einen erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand darstellt. Außerdem ist zu beachten, daß derartige mehrere Meter hohe Maschinen ein erhebliches Gewicht aufweisen und von daher ein beträchtlicher Regelaufwand notwendig ist, um sie um wenige Millimeter genau vor der Koksofentür zu positionieren bzw. im nachhinein ihre Position zu korrigieren. Die beschriebene Vorrichtung hat sich von daher auch nicht durchgesetzt. Die Maschinisten fahren nach wie vor nach Sicht, wobei Beschädigungen am Türstopfen bzw. an der Ofenwandung in Kauf genommen werden müssen. Insbesondere bei den mit der Verkokungsplatte ausgerüsteten Koksofentüren ist ein derartiges Arbeitsverfahren unzureichend und unbefriedigend, zumal Fehleinstellungen von plus minus 15 mm und mehr unvermeidbar sind.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Koksofentür beim Einsetzen automatisch genau zentriert in die Öffnung des Koksofens und ohne Feinregulierung der Türabhebemaschine einzusetzen.

    [0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in der Türabhebemaschine gehaltenen Koksofentüren während des Verfahrens in Richtung Ofenachse selbsttätig und ofengerecht gemeinsam mit dem Abheber ausgerichtet werden.

    [0007] Bei einem derartigen Verfahren entfällt die eigentliche Ausrichtarbeit mit der Türabhebemaschine, da auch während des Vorfahrens der Türabhebemaschine nach wie vor Korrekturen automatisch erfolgen und sich selbsttätig einstellen. Der Regelaufwand ist gering und ein sicheres Einsetzen und Herausnehmen der Koksofentüren auch dann möglich, wenn ungeübtere Personen die Türabhebemaschine bedienen müssen. Aufgrund der selbsttätigen und kontinuierlichen Ausrichtung der Türabhebemaschine bzw. der beim Vorsetzen daran befestigten Koksofentüren werden überraschend Beschädigungen am Türstopfen bzw. an der Verkokungsplatte selbst und auch an der Ofenwandung sicher verhindert, weil die Koksofentür genau mittig und unter Einbehaltung eines ausreichenden Abstandes von der Koksofenwand eingesetzt wird.

    [0008] Nach einer vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Koksofentüren und Abheber während des Verfahrens an den an beiden Seiten des Ofenrahmens vorstehenden Verriegelungshaken und/oder an einem Führungsbock ausgerichtet.

    [0009] Da diese Verriegelungshaken an allen Koksöfen vorhanden sind und für die Verriegelung und Befestigung der Koksofentüren benötigt werden, ist hier eine einfache Ausrichtungsmöglichkeit für das Einsetzen und auch für das Herausnehmen der Koksofentüren möglich. Bei älteren Koksöfen oder Koksöfen die unter besonderer Beanspruchung arbeiten, können sich die Ofenrahmen und damit die Verriegelungshaken verziehen, so daß sie für die Ausrichtarbeit nicht mehr so geeignet sind. Insbesondere in diesen Fällen ist die zweite Variante von Vorteil, nach der sich die Koksofentür und die Abheber an einem Führungsbock ausrichten, der zweckmäßigerweise im Bereich des Türkopfes am jeweiligen Koksofen angeordnet ist. Zur Erleichterung der Ausrichtungsarbeit und um gleichzeitig in der Horizontalen und Vertikalen ausrichten zu können, werden die Koksofentüren vom Abheber erfaßt und nach dem Lösen in der Ausgangslage fixiert beim Zurück- und Vorschwenken sowie beim Einsetzen gehalten. Dadurch ist sichergestellt, daß die Koksofentür auch aus der ungünstigsten Lage herausgenommen genau in diese Lage wieder eingesetzt wird, so daß einerseits das Einsetzen der Koksofentür erleichtert ist und andererseits und insbesondere das Abdichten der Tür gewährleistet ist.

    [0010] Zur Durchführung des Verfahrens dient erfindungsgemäß eine Vorrichtung, bei der am Schwenkrahmen ein die Löseteile und Abheber tragender Pendelrahmen über Pendelgelenke schwimmend gelagert ist, der eine oder mehrere Zentriervorrichtungen aufweist,' die unabhängig vom Schwenkrahmen verschieblich angeordnet und zwischen die Verriegelungshaken und/oder einen am Türkopf angeordneten Führungsbock einführbar sind. Mit Hilfe einer derart ausgebildeten Türabhebemaschine ist es möglich, die die Koksofentür tragenden und bedienenden Teile jeweils genau an den Verriegelungshaken ausgerichtet auf den Ofenrahmen bzw. die Ofenöffnung zuzufahren und die Koksofentür dabei genau mittig einzusetzen. Die sich dabei an den Verriegelungshaken bzw. an dem Führungsbock abstützenden Zentrierrahmen geben die notwendigen Korrekturen direkt an den schwimmend gelagerten Pendelrahmen weiter, so daß die Koksofentür genau zwischen den Verriegelungshaken hindurch in die Ofenöffnung eingesetzt werden kann. Durch die Verlagerung der Zentriervorrichtung in den Bereich des Türkopfes und Konzentrierung auf lediglich einen einzelnen Zentrierrahmen ist es darüberhinaus möglich, eine Koksofentür auch dann genau einzurichten und wieder in der richtigen Lage einzusetzen, wenn der Türrahmen aufgrund von Temperaturbelastungen nicht in einer der Koksdrückmaschine bzw. der Türabhebemaschine korrespondierenden Lage ist. Beim Wiedereinsetzen der Koksofentür wird der die Koksofentür tragende bzw. haltende Pendelrahmen so ausgerichtet, daß die am Pendelrahmen fixierte Koksofentür genau in ihre vorherige Lage eingeführt und eingesetzt wird.

    [0011] Die Koksofentür wird zweckmäßig dadurch in ihre Ausgangslage angehoben und festgehalten, daß der in die Türtaschen der Koksofentüren eingreifende Abheber als die Koksofentür in der jeweiligen Lage fixierende Klemmvorrichtung ausgebildet ist. Da derartige Koksofentüren über die Höhe verteilt zwei Türtaschen aufweisen, ist sichergestellt, daß die Koksofentür auch genau in der jeweiligen Lage in horizontaler und vertikaler Richtung zu fixieren ist. Hierzu wird der schwimmend gelagerte Pendelrahmen sowohl beim Abheben als auch später beim Wiedereinsetzen durch die einzige im Bereich des Türkopfes angeordnete Zentriervorrichtung genau geführt und zentriert.

    [0012] Das Festklemmen der Koksofentür in der durch die Form und Lage des Türrahmens vorgegebenen Lage wird erfindungsgemäß vorteilhaft dadurch erreicht, daß die Klemmvorrichtung aus einem starren, über einen Hubzylinder verschwenkbaren Greifarm und einem korrespondierend wirkenden, in Richtung Ofenachse beweglich ausgebildeten Klemmhaken besteht. Greifarm und Klemmhaken werden bei dieser Vorrichtung unter die Türtasche gefahren, hinter den Querriegel der Türtasche gehoben und dann gegeneinander den Querriegel einspannend verspannt. Dabei ist es zweckmäßig, den Klemmhaken mittig des Greifarms in Richtung Ofenachse beweglich anzuordnen. Der bewegliche Klemmhaken kann vorteilhaft klein-und schmalgehalten werden, so daß die gesamte Apparatur dadurch nicht wesentlich komplizierter und schwerer wird. Zweckmäßigerweise ist der Klemmhaken gelenkig mit einem Klemmzylinder verbunden, der sich am Greifarm abstützt. Der Klemmzylinder betätigt den Klemmhaken und kann die notwendigen Kräfte ohne weiteres aufbringen, wobei es durch die besondere Zuordnung eines Klemmzylinders sichergestellt ist, daß auch beim Verfahren oder bei anderen Betätigungen immer die notwendige Druckkraft vorgehalten wird. Die Berührungsflächen des Klemmhakens und des Greifarms sind ballig ausgeführt, wodurch das Ergreifen des Querriegels der Türtasche zusätzlich verbessert ist.

    [0013] Um die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und ein seitliches Abkippen sicher zu verhindern, insbesondere bei einer einzigen Zentriervorrichtung, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Pendelgelenke und die Lager für Schräglage der Koksofentür seitlich der über das obere Querteil des Türrahmens hochgezogen ausgebildeten Pendelrahmen und Schwenkrahmen und zwischen den seitlich vorstehenden Querträgern des Schwenkrahmens und am Pendelrahmen angesetzten Konsolen angeordnet sind. Durch diese Maßnahme kann der Pendelrahmen beim Ausrichten an der Zentriervorrichtung Bewegungen durchführen, ohne daß die gesamte Maschine dadurch übermäßig belastet und beansprucht wird.

    [0014] Die Arbeit des Maschinisten beim Grobeinrichten wird erfindungsgemäß durch eine besonders günstige Ausbildung der Zentriervorrichtung bzw. des Führungsbockes erleichtert. Hierbei ist die Zentriervorrichtung als Zentrierrahmen mit einer Zentrierstange ausgebildet, die in einen am Türkopf angeordneten und einen trichterförmigen Führungsschlitz aufweisenden Führungsbock einschiebbar ist, wobei die Zentrierstange seitlich durch Rollen geführt ist, die paarweise am Pendelrahmen und mittig des nach hinten vorstehenden Zentrierrahmens angeordnet ist. Der Maschinist fährt die Türabhebemaschine mittels einer Grobeinstellung vor den Koksofen und kann dann den Schwenkrahmen und Pendelrahmen in Richtung Ofenachse verfahren, wobei sich der Pendelrahmen an der Zentrierstange und dem Führungsbock so weit ausrichtet, daß er am Endpunkt genau wie vorgesehen vor der Koksofentür bzw. der Türöffnung steht. Zur Stabilisierung des Zentrierbleches und zur Vorgabe einer genauen Einfahrrichtung ist es zweckmäßig, ein den durch Rippen verstärkten Führungsschlitz teilweise abdeckenden Querriegel vorzusehen und etwa im Trichtertiefsten anzuordnen. Ein derartiger Führungsbock ist stabil und kann die beim Vorsetzen der Koksofentür auch wiederholt auftretenden Kräfte aufnehmen und in den Ofenrahmen ableiten. Er ist zweckmäßig am Ankerständer und/oder am Türrahmen angeschlagen.

    [0015] Beim Einsatz einer Zentriervorrichtung, die sich an den Verriegelungshaken ausrichtet, ist es von Vorteil, in Höhe der Türverriegelung zwischen die Verriegelungshaken einführbare und mit vorstehenden Zentriernasen ausgerüstete Zentrierrahmen vorzusehen und dem Pendelrahmen zuzuordnen, die aus einem im Querschnitt u-förmigen Profil bestehen und horizontal und vertikal über Rollen und eine Schlitzführung geführt im Schwenkrahmen verschieblich angeordnet sind. Dabei wird beim Vorsetzen und Lösen der Koksofentüren jeweils der Zentrierrahmen bzw. werden die Zentrierrahmen zunächst zwischen die Verriegelungshaken eingeführt, woraufhin dann der Pendelrahmen in den Zentrierrahmen geführt in Richtung Koksofen weiterbewegt wird. Hierbei helfen die Zentriernasen, die zwischen die Verriegelungshaken eingepaßt sind. Eine genaue Führung ist durch die Ausbildung von Ober- und Unterrollen sichergestellt, wobei über die Schlitzführung auch eine genaue Führung in horizontaler Richtung gewährleistet ist. Stöße, Beschädigungen werden verhindert und ein kontinuierliches Vorsetzen der Koksofentür zusätzlich dadurch sichergestellt, daß mittig des Zentrierrahmens ein einerseits mit dem Zentrierrahmen und andererseits mit dem Pendelrahmen verbundener, beim Einschieben des Zentrierrahmens aufladbarer Federtopf mit Feder angeordnet ist. Dieser Federtopf sorgt für eine weiche und gefühlvolle Führung des Pendelrahmens innerhalb des Schwenkrahmens und erleichtert gleichzeitig auch den Rückzug bzw. das Zurückfahren der Türabhebemaschine nach Abschluß des jeweiligen Arbeitsvorganges, da sich die im Federtopf gelagerte Feder wieder entlasten will. Dieser Vorgang wird dadurch begünstigt, daß zweckmäßigerweise der Federtopf mit dem Zentrierrahmen und die Führungshülse mit dem Türhebekopf verbunden ist. Dadurch ist ein Herausrutschen der Feder ebenso verhindert wie eine gleichmäßige Führung innerhalb des Federtopfes bzw. an der Führungshülse sichergestellt.

    [0016] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der Vorrichtung eine Möglichkeit gegeben ist, eine automatische und kaum Regelaufwand erfordernde Ausrichtung der Koksofentüren beim Vorsetzen zu gewährleisten. Mit der schwimmenden Lagerung des am Schwenkrahmens gelagerten Pendelrahmens können alle auftretenden, ansonsten mit den Augen kaum wahrnehmbaren Korrekturen mit einer Genauigkeit bis zu 1,5 mm vollzogen werden, so daß die Koksofentür mit ihrem aus Steinmaterial oder Stahl bestehenden Stopfen genau mittig eingesetzt wird. Eine solche genaue Handhabung ist auch bei Türen von 7 m Höhe und darüber hinaus gewährleistet. Beschädigungen am Türstopfen bzw. an der Verkokungsplatte und an der Ofenwandung sind so sicher verhindert, unabhängig davon, ob es sich um neue oder bereits eine bestimmte Neigung aufweisende.Koksöfen handelt. Für die Zentrierung ist auch dann nur ein geringer Zeit-und Regelaufwand notwendig, wenn die Koksofentüren extrem aus dem Lot, schrägstehen oder vor durchgebogenen und verworfenen Türrahmen stehen. Dies ist möglich, weil sie genau in der vorgegebenen Position gehalten, verfahren und anschließend wieder in die Türöffnung eingesetzt werden. Da keine mit den Koksofentüren in Verbindung stehenden Teile direkt für die Zentriervorrichtung verwendet werden, ist eine sichere Handhabung gewährleistet, zumal insbesondere die am Koksofen durchzuführenden Installationen nur geringfügig sind. Selbst bei Anwendung des Führungsbockes mit dem Zentrierblech ist lediglich dessen Montage am Türkopf vorzunehmen.

    [0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht der Bedienungsmaschine mit den wichtigen Teilen, teilweise im Schnitt,

    Fig. 2 eine vor Kopf Ansicht gemäß Fig. 1,

    Fig. 3 eine vor Kopf Ansicht einer Ausführung mit zwei Zentriervorrichtungen,

    Fig. 4 eine Klemmvorrichtung in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,

    Fig. 5 den Führungsbock mit Zentriervorrichtung in Draufsicht und

    Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Zentriervorrichtung gemäß Fig. 3.



    [0018] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Koksofen 1 handelt es sich um einen Horizontalkammerverkokungsofen, bei dem die Türöffnung 3 zwischen Türkopf 2 und unterem Querrahmen des Türrahmens 6 durch eine Koksofentür 4 mit einer Verkokungsplatte 5 verschlossen ist. Auf der Innenseite der Koksofentür 4 ist die über Abstandshalter gehaltene Verkokungsplatte 5 angedeutet. Eine derartige Koksofentür zeichnet sich durch ein geringes Gewicht aus. Demgegenüber ist die in Fig. 3 gezeigte Koksofentür mit einem Türstopfen ausgerüstet und dementsprechend wesentlich schwerer als die in Fig. 1 dargestellte Koksofentür.

    [0019] Die Türöffnung 3 wird von dem Türrahmen 6 begrenzt, wobei es sich bei der dargestellten Koksofentür um die der Koksausdrückmaschine zugeordnete Koksofentür mit Öffnung für die Planierstange handelt. Beim Herausnehmen der Koksofentür 4 aus der Türöffnung 3 wird zunächst der Abheber 8 unter die Türtaschen 9 gefahren, nach dem die allgemein mit 1o bezeichnete Türabhebevorrichtung oder Türabhebemaschine entsprechend dicht vorgefahren ist. Die beiden Abheber 8 sind über ein Gestänge bzw. einen Riegel 7 miteinander verbunden und gleichgeschaltet. Nach dem Lösen der Verriegelung wird die Koksofentür aus ihrem Sitz in der Türöffnung herausgenommen, gegebenenfalls gereinigt und anschließend wieder eingesetzt. Der Abheber 8 wird dabei über den Hubzylinder 82 betätigt, der an der Türabhebemaschine 1o gelagert ist.

    [0020] Die Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o besteht im wesentlichen aus dem Pendelrahmen 11 und dem Schwenkrahmen 12, wobei der Pendelrahmen schwimmend im Schwenkrahmen gelagert ist. Die schwimmende Lagerung liegt dabei in Höhe des Türkopfes 2.

    [0021] Fig. 1 und 2 zeigen nur die wesentlichen Teile der Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o und der Zentriervorrichtung 21.. Die allgemein mit 21 bezeichnete Zentriervorrichtung ist ebenfalls in Höhe des Türkopfes 2 angeordnet, wobei die mit der Zentriervorrichtung korrespondierenden Teile am Querteil 13 des Türrahmens 6 angeschlagen sind.

    [0022] Eine günstige Lagerung des Pendelrahmens 11 im Schwenkrahmen 12 ist durch die erwähnte schwimmende Lagerung im Bereich des Türkopfes 2 gegeben. Hierzu weist der Schwenkrahmen 12 einen weit ausladenden Querträger 16 auf, an dem endseitig die Lager 26 für die Schräglage der Koksofentür 4 bzw. des Pendelrahmens 11 und darunter die Pendelgelenke 14, 15 angeordnet sind. Die Pendelgelenke 14, 15 stellen die Verbindung zum Pendelrahmen 11 bzw. zu den Konsolen 85, 86 dar. Die Pendelgelenke 14, 15 bestehen aus den unteren Achsen 28, 29 und den oberen Achsen 30, 31 sowie den aus Fig. 3 zu entnehmenden Achsen 27 bzw. Lasche 33, 34, 35.

    [0023] In der Ebene der oberen Achsen 30, 31 und mittig zwischen ihnen ist die Zentriervorrichtung 21 angeordnet, wie Fig. 2 zeigt. Diese Zentriervorrichtung 21 sorgt zusammen mit dem Zylinder 19 und dem am Querteil 13 angeordneten Führungsbock 75 für die Zentrierung des Pendelrahmens 11 beim Vorfahren in Richtung Ofenachse. Die Zentriervorrichtung 21 besteht einmal aus dem Zentrierrahmen 17 sowie der Zentrierstange 76 und den die Zentrierstange 76 führenden Rollen 5o, 51, 52, 53.

    [0024] Die Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o besteht bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform neben den Löse- und Hebeteilen im wesentlich ebenfalls aus dem Schwenkrahmen 12 und dem Pendelrahmen 11. Dabei ist der Pendelrahmen 11 über das Pendelgelenk 15 im Schwenkrahmen 12 schwimmend gelagert, so daß er innerhalb des Schwenkrahmens 12 gewisse Bewegungen ausführen bzw.

    [0025] Bewegungen nachvollziehen kann. Das Pendelgelenk 15 ist am oberen Querträger 16 des Schwenkrahmens 12 angelenkt und trägt den gesamten Pendelrahmen 11. In Höhe der Türverriegelung 22, 23 sind Zentrierrahmen 17, 18 vorgesehen. Über diese Zentrierrahmen 17, 18 wird der schwimmend gelagerte Pendelrahmen 11 genau mittig auf die Türöffnung 3 zugeführt, so daß der Türstopfen 5, der in Fig. 3 nicht, aber in Fig. 6 sichtbar ist, beim Vorsetzen der Koksofentür 4 nicht an die Koksofenwände anstoßen kann, sondern genau mittig in die Türöffnung 3 positioniert eingebracht wird.

    [0026] Am unteren Querträger 2o des Schwenkrahmens 12 ist ein Zylinder 19 vorgesehen, der den Pendelrahmen 11, der ansonsten frei schwingen könnte, abstützt. Gleichzeitig dient dieser Zylinder 19 bzw. Puffer dazu, den Pendelrahmen 11 mit der von diesem getragenen Koksofentür 4 in eine gewisse Schrägstellung zu bringen oder zu halten, um so eine Neigung in der Türöffnung 3 stehenden Koksofentür 4 aufnehmen und später auch wieder in die gleiche Position bringen zu können.

    [0027] Bei der in Fig. 3 gezeigten Position ist der Zentrierrahmen 17 im Bereich der Türverriegelung 22 und der Zentrierrahmen 18 im Bereich der Türverriegelung 23 angeordnet. Lediglich durch einen Strich ist der Riegelarm 24 angedeutet, der nach dem Vorsetzen der Koksofentür 4 hinter die hier nicht dargestellten Verriegelungshaken geschoben wird, so daß die Koksofentür 4 festgesetzt ist. Aufgrund der Ausbildung der aus Fig. 6 zu entnehmenden Verriegelungshaken 40, 41 bzw. deren Anordnung am Türrahmen 39 müssen die Zentrierrahmen 17, 18 in unterschiedlichen Höhen vorgesehen werden. Die Zentriernasen 55, 56 sind dabei über entsprechende Versteifungsmittel miteinander verbunden und dienen gleichzeitig als Lauffläche für die verschiedenen Rollen 50, 51, 52, 53 bzw. 65 und 66. Einzelheiten hierzu zeigt Fig. 6. Während die Rollen 50, 51, 52, 53 am Pendelrahmen 11 angeordnet sind, sind die Rollen 65, 66 einer der Flanken 73, 74 des u-förmigen Profils 72 der Zentrierrahmen 17, 18 zugeordnet. Aufgrund dieser Ausbildung ist eine auch bei den großen zu übernehmenden Gewichten einwandfreie Führung gegeben, so daß sowohl ein störungsfreier Betrieb gewährleistet ist als auch Beschädigungen an den Türstopfen 5 bzw. den Koksofenwänden sicher vermieden sind. Die gesamte sichere Ausrichtung der Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o erfolgt jeweils mit einem unbedeutenden Regelaufwand, da sie selbsttätig abläuft, was sowohl zur Erhöhung der Sicherheit beiträgt als auch niedrige Investitionskosten sichert.

    [0028] Im übrigen zeigt Fig. 6 einen Schnitt durch den Koksofen und die vorgesetzte Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o im Bereich einer der beiden Türverriegelungen 22 bzw. 23. In diesen Bereichen sind an die Türrahmen 39 Verriegelungshaken 40, 41 angebracht, hinter die der Riegelarm 24 geschwenkt und gedrückt wird, wenn die Koksofentür 4 richtig in die Türöffnung 3 eingesetzt ist. Zur Verstärkung sind in die Ecken zwischen den Verriegelungshaken 40, 41 und dem Türrahmen 39 Rahmenecken 42 eingebracht. Die hier im Schnitt dargestellte Koksofentür 4 besteht aus dem den Türstopfen 5 tragenden Steinhalter, dem eigentlichen Türkörper 44 und den daran befestigten nachstellbaren Dichtleisten. Neben den dargestellten nachstellbaren Dichtleisten können auch die als Membrandichtungen bekannten Abdichtungen verwendet werden. Die Koksofentür ist auf übliche Art und Weise hier mit dem Pendelrahmen 11 verbunden, der seinerseits schwimmend innerhalb des Schwenkrahmens 12 gelagert ist. Am Pendelrahmen 11 sind außerdem im Bereich der Türverriegelung 22, 23 die Zentrierrahmen 17,18 angeordnet, die ihrerseits, wie nachfolgend erläutert, beweglich und geführt am Pendelrahmen 11 angeordnet sind. Hierzu sind an dem Bügel 48 des Pendelrahmens 11 über Laschen oder andere Halterungen Oberrollen 50, 51 und Unterrollen 52, 53 vorgesehen, wobei jeweils nur die Rollen 50, 51 hier dargestellt sind. Die Ober-und Unterrollen bilden eine Führung 54, wobei sie auf den Zentiernasen 55, 56 abrollen. Die Zentriernasen 55, 56 sind in Richtung Koksofen 1 vorkragend ausgebildet und zwischen die Verriegelungshaken 40, 41 einführbar. Zur Erleichterung der Einführung weisen sie Schrägen 57 auf, wobei die Schrägen den Rahmenecken 42 entsprechend ausgebildet sind, so daß die Rahmenecken 42 und die Schrägen 57 gleichzeitig als Feinzentrierung mit dienen.

    [0029] Die Zentriernasen 55, 56 sind über die Querstege 59, 6o miteinander verbunden, wobei dazwischen Versteifungen 61 zur weiteren Stabilisierung vorgesehen sind. Mittig zwischen den Zentriernasen 55, 56 sind ein Federtopf 62 mit einer Führungshülse 63 und der geführten Feder 64 vorgesehen. Der Federtopf 62 ist seinerseits mit dem Zentierrahmen 17 bzw. 18 verbunden, während die Führungshülse 63 am Schwenkrahmen 11 über den Bügel 48 befestigt ist.

    [0030] Wird nun der Schwenkrahmen 12 mit dem Pendelrahmen 11 und der vorgesetzten Koksofentür 4 in Richtung Türöffnung 3 vorgefahren, so erreichen zunächst die beiden Zentriernasen 55, 56 die Verriegelungshaken 40, 41. Beim weiteren Vorschieben wird dann der nachfolgende Teil der Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o automatisch über die Verriegelungshaken 40, 41 und die Zentriernasen 55, 56 auf die Türöffnung 3 genau ausgerichtet. Sobald die Zentriernasen 55, 56 die in Fig. 6 dargestellte Position erreicht haben und mit ihren Endstops 69, 7o vor die Enden der Verriegelungshaken 40, 41 vorgefahren sind, fährt der Schwenkrahmen 12 mit dem darin schwimmend gelagerten Pendelrahmen 11 weiter in Richtung Türöffnung 3, wobei nun der Pendelrahmen 11 in den Zentrierrahmen 17, 18 genau geführt ist. Zur Führung dienen dabei sowohl die Führung 54 mit den Rollen 50, 51, 52, 53 als auch die Schlitzführung 49, bei der die an den Zentrierrahmen 17, 18 angebrachten Rollen 65, 66 in der Schlitzführung 49 des Schwenkrahmens 11 geführt werden. Damit ist sichergestellt, daß die Koksofentür 4 mit ihrem Türstopfen 5 bzw. der Verkokungsplatte und an die Koksofeiwände anstoßen und genau mittig wie vorgesehen in die Türöffnung 3 eingeführt werden kann. Nach Erreichen der Endposition, wie sie in Fig. 6 dargestellt ist, wird der Riegelarm 24 hinter den Verriegelungshaken 40, 41 verspannt, woraufhin dann der Schwenkrahmen 12 mit dem Pendelrahmen 11 wieder zurückverfahren werden kann, bis er die entgegengesetzte Position erreicht hat. Während der Federtopf 62 mit der Feder 64 beim Einfahren eine behutsame und nachgiebige Führung gewährleistet, dient er nun beim Zurückfahren dazu, daß der Schwenkrahmen 12 mit dem Pendelrahmen 11 ebenso behutsam wieder aus dem Bereich der Türverriegelungen 22, 23 zurückgezogen werden kann.

    [0031] Fig. 5 zeigt eine der Fig. 6 ähnliche Draufsicht, wobei hier die Ausführung gemäß Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Zwischen dem Pendelrahmen 11 ist die Zentrierstange 76 durch die Rollen 50, 51, 52, 53 geführt angeordnet. Diese Rollen sind paarweise am Pendelrahmen 11 bzw. am Zentrierrahmen 17 angeordnet und gleichen eventuell auftretende Querkräfte weitgehend aus, die bei einem nicht genau mittigen Einführen der Zentrierstange 76 in den Führungsschlitz 89 des Führungsbockes 75 auftreten könnten. Der Zentrierrahmen 17, der ja hier allein zur Zentrierung der Koksofentür bzw. der Türabhebevorrichtung 1o dient, ist durch Querstege 59, 6o stabilisiert und dient gleichzeitig zur Halterung des Federtopfes 62 mit Führungshülse 63 und Feder 64. Der Führungsbock 75 besteht aus dem Zentrierblech 88 mit dem Führungsschlitz 89 und der Halterung 90. Die Halterung 9o ist beispielsweise über Verschraubung mit dem Querteil 13 des Türrahmens 6 oder den Ankerständern 101 verbunden. Zur Stabilisierung sind unterhalb des Zentrierbleches 88 zwei oder mehr Rippen 91 angeordnet. Endseitig ist das Zentrierblech 88 über den Querriegel 92 stabilisiert, der etwa im Trichtertiefsten 93 angeordnet ist. Damit wird gleichzeitig die Trichtermündung stabilisiert, so daß beim Vorfahren der Türabhebevorrichtung 1o eine Grobeinstellung ausreicht, da sich der Pendelrahmen 11 anschließend beim Vorfahren in Richtung Ofenachse selbsttätig an dem Führungsbock 75 und seinen Einrichtungen ausrichtet.

    [0032] Die Zentrierstange 76 besteht im Bereich der Spitze 77 aus zwei Flacheisen 79, die endseitig über einen Bolzen 84 verbunden sind, der eine Zentrierrolle 78 trägt. Diese Zentrierrolle 78 entlastet die Spitze 77 der Zentrierstange 76 beim Einfahren in den Führungsbock 75.

    [0033] Nach dem Herausfahren der Koksofentür 4 aus der Türöffnung wird die Türabhebevorrichtung 1o übrigens um die Schwenkrolle 87 verschwenkt.

    [0034] Fig. 4 zeigt im Detail die in Fig. 1 angedeuteten und mit 8o und 81 bezeichneten Klemmvorrichtungen. Über diese Klemmvorrichtungen wird die Koksofentür 4 jeweils beim Herausnehmen, Säubern, Verfahren und Wiedereinsetzen in der Position gehalten, in der sie in der Türöffnung 3 gesessen hat. Damit ist sichergestellt, daß sie auch in genau dieser Position wieder eingesetzt wird. Die Klemmvorrichtungen 80, 81 sind den Türtaschen 9, 25 zugeordnet.

    [0035] Die Klemmvorrichtungen 80, 81 bestehen jeweils aus dem starren Greifarm 95 und dem in Richtung Ofenachse beweglich angeordneten Klemmhaken 96. Der Klemmhaken 96, dessen Klemmfläche ebenso ballig ausgebildet ist, wie die Klemmfläche des Greifarmes 95 ist über das Gelenk 97 mit dem Klemmzylinder 83 verbunden. Bei Betätigung des Klemmzylinders 83 wird der Klemmhaken 96 in Richtung Ofenachse verschoben.

    [0036] Beim Vorfahren der Türabhebevorrichtung 1o werden nach Ausrichtung des Pendelrahmens 11 die Klemmvorrichtungen 80, 81 bzw. Greifarm 95 und Klemmhaken 96 zunächst mit Hilfe des Hubzylinders 82 über die Türtasche 9 bzw. 25 gefahren. Dabei wird die Bewegung des Greifarmes 95 über die Betätigungsstange 98 auch auf den Greifarm der anderen Klemmvorrichtung 8o übertragen. Mit 99 ist die Schwenkachse und mit 100 eine Versteifung bezeichnet, die die Verbindung zwischen den beiden Trägern des Pendelrahmens 11 darstellt. Um die Schwenkachse 99 wird der Greifarm mit Hilfe des Hubzylinders 82 verschwenkt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Ausrichten der Koksofentüren, die mit Hilfe einer Löseteile und Abheber aufweisenden Türabhebemaschine aus dem Koksofen herausgehoben, gegebenenfalls gereinigt und nach dem Drücken des Kokses wieder vor den Koksofen geschwenkt und in dessen Öffnung eingesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Türabhebemaschine gehaltenen Koksofentüren während des Verfahrens in Richtung Ofenachse selbsttätig und ofengerecht gemeinsam mit dem Abheber ausgerichtet werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Koksofentüren und Abheber während des Verfahrens an den an beiden Seiten des Ofenrahmens vorstehenden Verriegelungshaken und/oder an einem Führungsbock ausgerichtet werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Koksofentüren vom Abheber erfaßt und nach dem Lösen in der Ausgangslage fixiert beim Zurück-und Vorschwenken sowie beim Einsetzen gehalten werden.
     
    4. Vorrichtung zum Vorsetzen, Anpressen, Lösen und Abheben der Koksofentüren, bestehend aus Löseteile und Abheber tragendem Schwenkrahmen und Verfahr-und Schwenkantrieb, zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß am Schwenkrahmen (12) ein die Löseteile und Abheber (8) tragender Pendelrahmen (11) über Pendelgelenke (14, 15) schwimmend gelagert ist, der eine oder mehrere Zentriervorrichtungen (21) aufweist, die unabhängig vom Schwenkrahmen verschieblich angeordnet und zwischen die Verriegelungshaken (4o, 41) und/oder einen am Türhebekopf (2) angeordneten Führungsbock (75) einführbar sind.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß der in die Türtaschen (9,25) der Koksofentüren (4) eingreifende Abheber (8) als die Koksofentür in der jeweiligen Lage fixierende Klemmvorrichtung (80, 81) ausgebildet ist.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Klemmvorrichtung (80, 81) aus einem starren, über einen Hubzylinder (82) verschwenkbaren Greifarm (95) und einem korrespondierend wirkenden, in Richtung Ofenachse beweglich ausgebildeten Klemmhaken (96) besteht.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelgelenke (14, 15) und die Lager (26) für die Schräglage der Koksofentür (4) seitlich der über das obere Querteil (13) des Türrahmens (6) hochgezogen ausgebildeten Pendelrahmen (11) und Schwenkrahmen (12) und zwischen den seitlich vorstehenden Querträgern (16) des Schwenkrahmens und am Pendelrahmen angesetzten Konsolen (85, 86) angeordnet sind.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Zentriervorrichtung (21) als Zentrierrahmen (17) mit einer Zentrierstange (76) ausgebildet ist, die in einen am Türkopf (2) angeordneten und einen trichterförmigen Führungsschlitz (89) aufweisenden Führungsbock (75) einschiebbar ist, wobei die Zentrierstange seitlich durch Rollen (5o, 51, 52, 53) geführt ist, die paarweise am Pendelrahmen (11) und mittig des nach hinten vorstehenden Zentrierrahmens angeordnet ist.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß in Höhe der Türverriegelungen (22, 23) zwischen die Verriegelungshaken (40, 41) einführbare und mit vorstehenden Zentriernasen (55, 56) ausgerüstete Zentrierrahmen (17, 18) vorgesehen und dem Pendelrahmen (11) zugeordnet sind, die aus einem im Querschnitt u-förmigen Profil (72) bestehen und horizontal und vertikal über Rollen (65, 66) und eine Schlitzführung (49) geführt im Schwenkrahmen (12) verschieblich angeordnet sind.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 4, Anspruch 8 und Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß mittig des Zentrierrahmens (17, 18) ein einerseits mit dem Zentrierrahmen und andererseits mit dem Pendelrahmen (11) verbundener, beim Einschieben des Zentrierrahmens aufladbarer Federtopf (62) mit Feder (64) angeordnet ist.
     




    Zeichnung