[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausrichten der Koksofentüren, die mit Hilfe
einer Löseteile und Abheber aufweisenden Türabhebemaschine aus dem Koksofen herausgehoben,
gegebenenfalls gereinigt und nach dem Drücken des Kokses wieder vor den Koksofen geschwenkt
und in deren Öffnung eingesetzt werden. Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung
zum Vorsetzen, Anpressen, Lösen und Abheben der Koksofentüren, bestehend aus Löseteile
und Abheber tragendem Schwenkrahmen und Verfahr- und Schwenkantrieb.
[0002] Horizontalkammerverkokungsöfen werden an beiden Schmalseiten durch der Kammerhöhe
entsprechende, mehrere Meter hohe Koksofentüren verschlossen. Jeweils nach Abschluß
des Garungsprozesses müssen diese Koksofentüren entlastet, herausgenommen, gereinigt
und nach Abschluß des Koksdrückvorganges wieder eingesetzt werden. Um einerseits die
Koksofentür vor zu hohen Temperaturen zu bewahren und andererseits die Ofenwandung
möglichst vor Beschädigungen zu schützen, weisen derartige Koksofentüren ofenseitig
sogenannte Türstopfen auf, die in der Regel aus gleichem Material wie die Ofenwandung
hergestellt sind.
[0003] In neuerer Zeit sind auch Koksofentüren im Einsatz, bei denen die Türstopfen durch
von Abstandshaltern getragenen Verkokungsplatten ersetzt sind. Gerade bei derartigen
Koksofentüren mit den scharfkantigen Metallteilen ist es besonders wichtig, die Koksofentür
nach dem Reinigen jeweils genau mittig wieder einzusetzen.
[0004] Generell werden beim Vorsetzen, Anpressen, Lösen und Abheben der Koksofentüren sogenannte
als Türabhebemaschinen bezeichnete Bedienungseinrichtungen eingesetzt, die jeweils
möglichst mittig vor der Koksofentür positioniert werden, bevor diese mit der Koksofentür
in Verbindung gebracht wird. Aus der DE-PS 1 771 817 ist bekannt, nach dem Grobpositionieren
der Türabhebevorrichtung zunächst mit einem Stößel eine Verbindung zur abzunehmenden
Tür herzustellen, die dann als Führung für die eigentliche Türabhebevorrichtung dient.
Nachteilig bei einem derartigen Verfahren zum Ausrichten der Koksofentüren ist, daß
der Maschinist nach wie vor die Koksausdrückmaschine bzw. die Türabhebemaschine sehr
genau vor die Koksofentür fahren muß, um mit dem Führungsstößel die vorgesehene Position
zu erreichen. Falls ihm dies nicht gelungen ist, muß er die Maschine anschließend
in eine neue entsprechende Position bringen, was einen erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand
darstellt. Außerdem ist zu beachten, daß derartige mehrere Meter hohe Maschinen ein
erhebliches Gewicht aufweisen und von daher ein beträchtlicher Regelaufwand notwendig
ist, um sie um wenige Millimeter genau vor der Koksofentür zu positionieren bzw. im
nachhinein ihre Position zu korrigieren. Die beschriebene Vorrichtung hat sich von
daher auch nicht durchgesetzt. Die Maschinisten fahren nach wie vor nach Sicht, wobei
Beschädigungen am Türstopfen bzw. an der Ofenwandung in Kauf genommen werden müssen.
Insbesondere bei den mit der Verkokungsplatte ausgerüsteten Koksofentüren ist ein
derartiges Arbeitsverfahren unzureichend und unbefriedigend, zumal Fehleinstellungen
von plus minus 15 mm und mehr unvermeidbar sind.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Koksofentür beim Einsetzen automatisch
genau zentriert in die Öffnung des Koksofens und ohne Feinregulierung der Türabhebemaschine
einzusetzen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in der Türabhebemaschine
gehaltenen Koksofentüren während des Verfahrens in Richtung Ofenachse selbsttätig
und ofengerecht gemeinsam mit dem Abheber ausgerichtet werden.
[0007] Bei einem derartigen Verfahren entfällt die eigentliche Ausrichtarbeit mit der Türabhebemaschine,
da auch während des Vorfahrens der Türabhebemaschine nach wie vor Korrekturen automatisch
erfolgen und sich selbsttätig einstellen. Der Regelaufwand ist gering und ein sicheres
Einsetzen und Herausnehmen der Koksofentüren auch dann möglich, wenn ungeübtere Personen
die Türabhebemaschine bedienen müssen. Aufgrund der selbsttätigen und kontinuierlichen
Ausrichtung der Türabhebemaschine bzw. der beim Vorsetzen daran befestigten Koksofentüren
werden überraschend Beschädigungen am Türstopfen bzw. an der Verkokungsplatte selbst
und auch an der Ofenwandung sicher verhindert, weil die Koksofentür genau mittig und
unter Einbehaltung eines ausreichenden Abstandes von der Koksofenwand eingesetzt wird.
[0008] Nach einer vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Koksofentüren
und Abheber während des Verfahrens an den an beiden Seiten des Ofenrahmens vorstehenden
Verriegelungshaken und/oder an einem Führungsbock ausgerichtet.
[0009] Da diese Verriegelungshaken an allen Koksöfen vorhanden sind und für die Verriegelung
und Befestigung der Koksofentüren benötigt werden, ist hier eine einfache Ausrichtungsmöglichkeit
für das Einsetzen und auch für das Herausnehmen der Koksofentüren möglich. Bei älteren
Koksöfen oder Koksöfen die unter besonderer Beanspruchung arbeiten, können sich die
Ofenrahmen und damit die Verriegelungshaken verziehen, so daß sie für die Ausrichtarbeit
nicht mehr so geeignet sind. Insbesondere in diesen Fällen ist die zweite Variante
von Vorteil, nach der sich die Koksofentür und die Abheber an einem Führungsbock ausrichten,
der zweckmäßigerweise im Bereich des Türkopfes am jeweiligen Koksofen angeordnet ist.
Zur Erleichterung der Ausrichtungsarbeit und um gleichzeitig in der Horizontalen und
Vertikalen ausrichten zu können, werden die Koksofentüren vom Abheber erfaßt und nach
dem Lösen in der Ausgangslage fixiert beim Zurück- und Vorschwenken sowie beim Einsetzen
gehalten. Dadurch ist sichergestellt, daß die Koksofentür auch aus der ungünstigsten
Lage herausgenommen genau in diese Lage wieder eingesetzt wird, so daß einerseits
das Einsetzen der Koksofentür erleichtert ist und andererseits und insbesondere das
Abdichten der Tür gewährleistet ist.
[0010] Zur Durchführung des Verfahrens dient erfindungsgemäß eine Vorrichtung, bei der am
Schwenkrahmen ein die Löseteile und Abheber tragender Pendelrahmen über Pendelgelenke
schwimmend gelagert ist, der eine oder mehrere Zentriervorrichtungen aufweist,' die
unabhängig vom Schwenkrahmen verschieblich angeordnet und zwischen die Verriegelungshaken
und/oder einen am Türkopf angeordneten Führungsbock einführbar sind. Mit Hilfe einer
derart ausgebildeten Türabhebemaschine ist es möglich, die die Koksofentür tragenden
und bedienenden Teile jeweils genau an den Verriegelungshaken ausgerichtet auf den
Ofenrahmen bzw. die Ofenöffnung zuzufahren und die Koksofentür dabei genau mittig
einzusetzen. Die sich dabei an den Verriegelungshaken bzw. an dem Führungsbock abstützenden
Zentrierrahmen geben die notwendigen Korrekturen direkt an den schwimmend gelagerten
Pendelrahmen weiter, so daß die Koksofentür genau zwischen den Verriegelungshaken
hindurch in die Ofenöffnung eingesetzt werden kann. Durch die Verlagerung der Zentriervorrichtung
in den Bereich des Türkopfes und Konzentrierung auf lediglich einen einzelnen Zentrierrahmen
ist es darüberhinaus möglich, eine Koksofentür auch dann genau einzurichten und wieder
in der richtigen Lage einzusetzen, wenn der Türrahmen aufgrund von Temperaturbelastungen
nicht in einer der Koksdrückmaschine bzw. der Türabhebemaschine korrespondierenden
Lage ist. Beim Wiedereinsetzen der Koksofentür wird der die Koksofentür tragende bzw.
haltende Pendelrahmen so ausgerichtet, daß die am Pendelrahmen fixierte Koksofentür
genau in ihre vorherige Lage eingeführt und eingesetzt wird.
[0011] Die Koksofentür wird zweckmäßig dadurch in ihre Ausgangslage angehoben und festgehalten,
daß der in die Türtaschen der Koksofentüren eingreifende Abheber als die Koksofentür
in der jeweiligen Lage fixierende Klemmvorrichtung ausgebildet ist. Da derartige Koksofentüren
über die Höhe verteilt zwei Türtaschen aufweisen, ist sichergestellt, daß die Koksofentür
auch genau in der jeweiligen Lage in horizontaler und vertikaler Richtung zu fixieren
ist. Hierzu wird der schwimmend gelagerte Pendelrahmen sowohl beim Abheben als auch
später beim Wiedereinsetzen durch die einzige im Bereich des Türkopfes angeordnete
Zentriervorrichtung genau geführt und zentriert.
[0012] Das Festklemmen der Koksofentür in der durch die Form und Lage des Türrahmens vorgegebenen
Lage wird erfindungsgemäß vorteilhaft dadurch erreicht, daß die Klemmvorrichtung aus
einem starren, über einen Hubzylinder verschwenkbaren Greifarm und einem korrespondierend
wirkenden, in Richtung Ofenachse beweglich ausgebildeten Klemmhaken besteht. Greifarm
und Klemmhaken werden bei dieser Vorrichtung unter die Türtasche gefahren, hinter
den Querriegel der Türtasche gehoben und dann gegeneinander den Querriegel einspannend
verspannt. Dabei ist es zweckmäßig, den Klemmhaken mittig des Greifarms in Richtung
Ofenachse beweglich anzuordnen. Der bewegliche Klemmhaken kann vorteilhaft klein-und
schmalgehalten werden, so daß die gesamte Apparatur dadurch nicht wesentlich komplizierter
und schwerer wird. Zweckmäßigerweise ist der Klemmhaken gelenkig mit einem Klemmzylinder
verbunden, der sich am Greifarm abstützt. Der Klemmzylinder betätigt den Klemmhaken
und kann die notwendigen Kräfte ohne weiteres aufbringen, wobei es durch die besondere
Zuordnung eines Klemmzylinders sichergestellt ist, daß auch beim Verfahren oder bei
anderen Betätigungen immer die notwendige Druckkraft vorgehalten wird. Die Berührungsflächen
des Klemmhakens und des Greifarms sind ballig ausgeführt, wodurch das Ergreifen des
Querriegels der Türtasche zusätzlich verbessert ist.
[0013] Um die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und ein seitliches Abkippen sicher
zu verhindern, insbesondere bei einer einzigen Zentriervorrichtung, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die Pendelgelenke und die Lager für Schräglage der Koksofentür seitlich
der über das obere Querteil des Türrahmens hochgezogen ausgebildeten Pendelrahmen
und Schwenkrahmen und zwischen den seitlich vorstehenden Querträgern des Schwenkrahmens
und am Pendelrahmen angesetzten Konsolen angeordnet sind. Durch diese Maßnahme kann
der Pendelrahmen beim Ausrichten an der Zentriervorrichtung Bewegungen durchführen,
ohne daß die gesamte Maschine dadurch übermäßig belastet und beansprucht wird.
[0014] Die Arbeit des Maschinisten beim Grobeinrichten wird erfindungsgemäß durch eine besonders
günstige Ausbildung der Zentriervorrichtung bzw. des Führungsbockes erleichtert. Hierbei
ist die Zentriervorrichtung als Zentrierrahmen mit einer Zentrierstange ausgebildet,
die in einen am Türkopf angeordneten und einen trichterförmigen Führungsschlitz aufweisenden
Führungsbock einschiebbar ist, wobei die Zentrierstange seitlich durch Rollen geführt
ist, die paarweise am Pendelrahmen und mittig des nach hinten vorstehenden Zentrierrahmens
angeordnet ist. Der Maschinist fährt die Türabhebemaschine mittels einer Grobeinstellung
vor den Koksofen und kann dann den Schwenkrahmen und Pendelrahmen in Richtung Ofenachse
verfahren, wobei sich der Pendelrahmen an der Zentrierstange und dem Führungsbock
so weit ausrichtet, daß er am Endpunkt genau wie vorgesehen vor der Koksofentür bzw.
der Türöffnung steht. Zur Stabilisierung des Zentrierbleches und zur Vorgabe einer
genauen Einfahrrichtung ist es zweckmäßig, ein den durch Rippen verstärkten Führungsschlitz
teilweise abdeckenden Querriegel vorzusehen und etwa im Trichtertiefsten anzuordnen.
Ein derartiger Führungsbock ist stabil und kann die beim Vorsetzen der Koksofentür
auch wiederholt auftretenden Kräfte aufnehmen und in den Ofenrahmen ableiten. Er ist
zweckmäßig am Ankerständer und/oder am Türrahmen angeschlagen.
[0015] Beim Einsatz einer Zentriervorrichtung, die sich an den Verriegelungshaken ausrichtet,
ist es von Vorteil, in Höhe der Türverriegelung zwischen die Verriegelungshaken einführbare
und mit vorstehenden Zentriernasen ausgerüstete Zentrierrahmen vorzusehen und dem
Pendelrahmen zuzuordnen, die aus einem im Querschnitt u-förmigen Profil bestehen und
horizontal und vertikal über Rollen und eine Schlitzführung geführt im Schwenkrahmen
verschieblich angeordnet sind. Dabei wird beim Vorsetzen und Lösen der Koksofentüren
jeweils der Zentrierrahmen bzw. werden die Zentrierrahmen zunächst zwischen die Verriegelungshaken
eingeführt, woraufhin dann der Pendelrahmen in den Zentrierrahmen geführt in Richtung
Koksofen weiterbewegt wird. Hierbei helfen die Zentriernasen, die zwischen die Verriegelungshaken
eingepaßt sind. Eine genaue Führung ist durch die Ausbildung von Ober- und Unterrollen
sichergestellt, wobei über die Schlitzführung auch eine genaue Führung in horizontaler
Richtung gewährleistet ist. Stöße, Beschädigungen werden verhindert und ein kontinuierliches
Vorsetzen der Koksofentür zusätzlich dadurch sichergestellt, daß mittig des Zentrierrahmens
ein einerseits mit dem Zentrierrahmen und andererseits mit dem Pendelrahmen verbundener,
beim Einschieben des Zentrierrahmens aufladbarer Federtopf mit Feder angeordnet ist.
Dieser Federtopf sorgt für eine weiche und gefühlvolle Führung des Pendelrahmens innerhalb
des Schwenkrahmens und erleichtert gleichzeitig auch den Rückzug bzw. das Zurückfahren
der Türabhebemaschine nach Abschluß des jeweiligen Arbeitsvorganges, da sich die im
Federtopf gelagerte Feder wieder entlasten will. Dieser Vorgang wird dadurch begünstigt,
daß zweckmäßigerweise der Federtopf mit dem Zentrierrahmen und die Führungshülse mit
dem Türhebekopf verbunden ist. Dadurch ist ein Herausrutschen der Feder ebenso verhindert
wie eine gleichmäßige Führung innerhalb des Federtopfes bzw. an der Führungshülse
sichergestellt.
[0016] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren und der Vorrichtung eine Möglichkeit gegeben ist, eine automatische und
kaum Regelaufwand erfordernde Ausrichtung der Koksofentüren beim Vorsetzen zu gewährleisten.
Mit der schwimmenden Lagerung des am Schwenkrahmens gelagerten Pendelrahmens können
alle auftretenden, ansonsten mit den Augen kaum wahrnehmbaren Korrekturen mit einer
Genauigkeit bis zu 1,5 mm vollzogen werden, so daß die Koksofentür mit ihrem aus Steinmaterial
oder Stahl bestehenden Stopfen genau mittig eingesetzt wird. Eine solche genaue Handhabung
ist auch bei Türen von 7 m Höhe und darüber hinaus gewährleistet. Beschädigungen am
Türstopfen bzw. an der Verkokungsplatte und an der Ofenwandung sind so sicher verhindert,
unabhängig davon, ob es sich um neue oder bereits eine bestimmte Neigung aufweisende.Koksöfen
handelt. Für die Zentrierung ist auch dann nur ein geringer Zeit-und Regelaufwand
notwendig, wenn die Koksofentüren extrem aus dem Lot, schrägstehen oder vor durchgebogenen
und verworfenen Türrahmen stehen. Dies ist möglich, weil sie genau in der vorgegebenen
Position gehalten, verfahren und anschließend wieder in die Türöffnung eingesetzt
werden. Da keine mit den Koksofentüren in Verbindung stehenden Teile direkt für die
Zentriervorrichtung verwendet werden, ist eine sichere Handhabung gewährleistet, zumal
insbesondere die am Koksofen durchzuführenden Installationen nur geringfügig sind.
Selbst bei Anwendung des Führungsbockes mit dem Zentrierblech ist lediglich dessen
Montage am Türkopf vorzunehmen.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Bedienungsmaschine mit den wichtigen Teilen, teilweise
im Schnitt,
Fig. 2 eine vor Kopf Ansicht gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine vor Kopf Ansicht einer Ausführung mit zwei Zentriervorrichtungen,
Fig. 4 eine Klemmvorrichtung in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 5 den Führungsbock mit Zentriervorrichtung in Draufsicht und
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Zentriervorrichtung gemäß Fig. 3.
[0018] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Koksofen 1 handelt es sich um einen Horizontalkammerverkokungsofen,
bei dem die Türöffnung 3 zwischen Türkopf 2 und unterem Querrahmen des Türrahmens
6 durch eine Koksofentür 4 mit einer Verkokungsplatte 5 verschlossen ist. Auf der
Innenseite der Koksofentür 4 ist die über Abstandshalter gehaltene Verkokungsplatte
5 angedeutet. Eine derartige Koksofentür zeichnet sich durch ein geringes Gewicht
aus. Demgegenüber ist die in Fig. 3 gezeigte Koksofentür mit einem Türstopfen ausgerüstet
und dementsprechend wesentlich schwerer als die in Fig. 1 dargestellte Koksofentür.
[0019] Die Türöffnung 3 wird von dem Türrahmen 6 begrenzt, wobei es sich bei der dargestellten
Koksofentür um die der Koksausdrückmaschine zugeordnete Koksofentür mit Öffnung für
die Planierstange handelt. Beim Herausnehmen der Koksofentür 4 aus der Türöffnung
3 wird zunächst der Abheber 8 unter die Türtaschen 9 gefahren, nach dem die allgemein
mit 1o bezeichnete Türabhebevorrichtung oder Türabhebemaschine entsprechend dicht
vorgefahren ist. Die beiden Abheber 8 sind über ein Gestänge bzw. einen Riegel 7 miteinander
verbunden und gleichgeschaltet. Nach dem Lösen der Verriegelung wird die Koksofentür
aus ihrem Sitz in der Türöffnung herausgenommen, gegebenenfalls gereinigt und anschließend
wieder eingesetzt. Der Abheber 8 wird dabei über den Hubzylinder 82 betätigt, der
an der Türabhebemaschine 1o gelagert ist.
[0020] Die Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o besteht im wesentlichen aus dem Pendelrahmen
11 und dem Schwenkrahmen 12, wobei der Pendelrahmen schwimmend im Schwenkrahmen gelagert
ist. Die schwimmende Lagerung liegt dabei in Höhe des Türkopfes 2.
[0021] Fig. 1 und 2 zeigen nur die wesentlichen Teile der Türabhebevorrichtung bzw. -maschine
1o und der Zentriervorrichtung 21.. Die allgemein mit 21 bezeichnete Zentriervorrichtung
ist ebenfalls in Höhe des Türkopfes 2 angeordnet, wobei die mit der Zentriervorrichtung
korrespondierenden Teile am Querteil 13 des Türrahmens 6 angeschlagen sind.
[0022] Eine günstige Lagerung des Pendelrahmens 11 im Schwenkrahmen 12 ist durch die erwähnte
schwimmende Lagerung im Bereich des Türkopfes 2 gegeben. Hierzu weist der Schwenkrahmen
12 einen weit ausladenden Querträger 16 auf, an dem endseitig die Lager 26 für die
Schräglage der Koksofentür 4 bzw. des Pendelrahmens 11 und darunter die Pendelgelenke
14, 15 angeordnet sind. Die Pendelgelenke 14, 15 stellen die Verbindung zum Pendelrahmen
11 bzw. zu den Konsolen 85, 86 dar. Die Pendelgelenke 14, 15 bestehen aus den unteren
Achsen 28, 29 und den oberen Achsen 3
0, 31 sowie den aus Fig. 3 zu entnehmenden Achsen 27 bzw. Lasche 33, 34, 35.
[0023] In der Ebene der oberen Achsen 3
0, 31 und mittig zwischen ihnen ist die Zentriervorrichtung 21 angeordnet, wie Fig.
2 zeigt. Diese Zentriervorrichtung 21 sorgt zusammen mit dem Zylinder 19 und dem am
Querteil 13 angeordneten Führungsbock 75 für die Zentrierung des Pendelrahmens 11
beim Vorfahren in Richtung Ofenachse. Die Zentriervorrichtung 21 besteht einmal aus
dem Zentrierrahmen 17 sowie der Zentrierstange 76 und den die Zentrierstange 76 führenden
Rollen 5o, 51, 52, 53.
[0024] Die Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o besteht bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform
neben den Löse- und Hebeteilen im wesentlich ebenfalls aus dem Schwenkrahmen 12 und
dem Pendelrahmen 11. Dabei ist der Pendelrahmen 11 über das Pendelgelenk 15 im Schwenkrahmen
12 schwimmend gelagert, so daß er innerhalb des Schwenkrahmens 12 gewisse Bewegungen
ausführen bzw.
[0025] Bewegungen nachvollziehen kann. Das Pendelgelenk 15 ist am oberen Querträger 16 des
Schwenkrahmens 12 angelenkt und trägt den gesamten Pendelrahmen 11. In Höhe der Türverriegelung
22, 23 sind Zentrierrahmen 17, 18 vorgesehen. Über diese Zentrierrahmen 17, 18 wird
der schwimmend gelagerte Pendelrahmen 11 genau mittig auf die Türöffnung 3 zugeführt,
so daß der Türstopfen 5, der in Fig. 3 nicht, aber in Fig. 6 sichtbar ist, beim Vorsetzen
der Koksofentür 4 nicht an die Koksofenwände anstoßen kann, sondern genau mittig in
die Türöffnung 3 positioniert eingebracht wird.
[0026] Am unteren Querträger 2o des Schwenkrahmens 12 ist ein Zylinder 19 vorgesehen, der
den Pendelrahmen 11, der ansonsten frei schwingen könnte, abstützt. Gleichzeitig dient
dieser Zylinder 19 bzw. Puffer dazu, den Pendelrahmen 11 mit der von diesem getragenen
Koksofentür 4 in eine gewisse Schrägstellung zu bringen oder zu halten, um so eine
Neigung in der Türöffnung 3 stehenden Koksofentür 4 aufnehmen und später auch wieder
in die gleiche Position bringen zu können.
[0027] Bei der in Fig. 3 gezeigten Position ist der Zentrierrahmen 17 im Bereich der Türverriegelung
22 und der Zentrierrahmen 18 im Bereich der Türverriegelung 23 angeordnet. Lediglich
durch einen Strich ist der Riegelarm 24 angedeutet, der nach dem Vorsetzen der Koksofentür
4 hinter die hier nicht dargestellten Verriegelungshaken geschoben wird, so daß die
Koksofentür 4 festgesetzt ist. Aufgrund der Ausbildung der aus Fig. 6 zu entnehmenden
Verriegelungshaken 4
0, 41 bzw. deren Anordnung am Türrahmen 39 müssen die Zentrierrahmen 17, 18 in unterschiedlichen
Höhen vorgesehen werden. Die Zentriernasen 55, 56 sind dabei über entsprechende Versteifungsmittel
miteinander verbunden und dienen gleichzeitig als Lauffläche für die verschiedenen
Rollen 5
0, 51, 52, 53 bzw. 65 und 66. Einzelheiten hierzu zeigt Fig. 6. Während die Rollen
5
0, 51, 52, 53 am Pendelrahmen 11 angeordnet sind, sind die Rollen 65, 66 einer der
Flanken 73, 74 des u-förmigen Profils 72 der Zentrierrahmen 17, 18 zugeordnet. Aufgrund
dieser Ausbildung ist eine auch bei den großen zu übernehmenden Gewichten einwandfreie
Führung gegeben, so daß sowohl ein störungsfreier Betrieb gewährleistet ist als auch
Beschädigungen an den Türstopfen 5 bzw. den Koksofenwänden sicher vermieden sind.
Die gesamte sichere Ausrichtung der Türabhebevorrichtung bzw. -maschine 1o erfolgt
jeweils mit einem unbedeutenden Regelaufwand, da sie selbsttätig abläuft, was sowohl
zur Erhöhung der Sicherheit beiträgt als auch niedrige Investitionskosten sichert.
[0028] Im übrigen zeigt Fig. 6 einen Schnitt durch den Koksofen und die vorgesetzte Türabhebevorrichtung
bzw. -maschine 1o im Bereich einer der beiden Türverriegelungen 22 bzw. 23. In diesen
Bereichen sind an die Türrahmen 39 Verriegelungshaken 4
0, 41 angebracht, hinter die der Riegelarm 24 geschwenkt und gedrückt wird, wenn die
Koksofentür 4 richtig in die Türöffnung 3 eingesetzt ist. Zur Verstärkung sind in
die Ecken zwischen den Verriegelungshaken 4
0, 41 und dem Türrahmen 39 Rahmenecken 42 eingebracht. Die hier im Schnitt dargestellte
Koksofentür 4 besteht aus dem den Türstopfen 5 tragenden Steinhalter, dem eigentlichen
Türkörper 44 und den daran befestigten nachstellbaren Dichtleisten. Neben den dargestellten
nachstellbaren Dichtleisten können auch die als Membrandichtungen bekannten Abdichtungen
verwendet werden. Die Koksofentür ist auf übliche Art und Weise hier mit dem Pendelrahmen
11 verbunden, der seinerseits schwimmend innerhalb des Schwenkrahmens 12 gelagert
ist. Am Pendelrahmen 11 sind außerdem im Bereich der Türverriegelung 22, 23 die Zentrierrahmen
17,18 angeordnet, die ihrerseits, wie nachfolgend erläutert, beweglich und geführt
am Pendelrahmen 11 angeordnet sind. Hierzu sind an dem Bügel 48 des Pendelrahmens
11 über Laschen oder andere Halterungen Oberrollen 5
0, 51 und Unterrollen 52, 53 vorgesehen, wobei jeweils nur die Rollen 5
0, 51 hier dargestellt sind. Die Ober-und Unterrollen bilden eine Führung 54, wobei
sie auf den Zentiernasen 55, 56 abrollen. Die Zentriernasen 55, 56 sind in Richtung
Koksofen 1 vorkragend ausgebildet und zwischen die Verriegelungshaken 4
0, 41 einführbar. Zur Erleichterung der Einführung weisen sie Schrägen 57 auf, wobei
die Schrägen den Rahmenecken 42 entsprechend ausgebildet sind, so daß die Rahmenecken
42 und die Schrägen 57 gleichzeitig als Feinzentrierung mit dienen.
[0029] Die Zentriernasen 55, 56 sind über die Querstege 59, 6o miteinander verbunden, wobei
dazwischen Versteifungen 61 zur weiteren Stabilisierung vorgesehen sind. Mittig zwischen
den Zentriernasen 55, 56 sind ein Federtopf 62 mit einer Führungshülse 63 und der
geführten Feder 64 vorgesehen. Der Federtopf 62 ist seinerseits mit dem Zentierrahmen
17 bzw. 18 verbunden, während die Führungshülse 63 am Schwenkrahmen 11 über den Bügel
48 befestigt ist.
[0030] Wird nun der Schwenkrahmen 12 mit dem Pendelrahmen 11 und der vorgesetzten Koksofentür
4 in Richtung Türöffnung 3 vorgefahren, so erreichen zunächst die beiden Zentriernasen
55, 56 die Verriegelungshaken 4
0, 41. Beim weiteren Vorschieben wird dann der nachfolgende Teil der Türabhebevorrichtung
bzw. -maschine 1o automatisch über die Verriegelungshaken 4
0, 41 und die Zentriernasen 55, 56 auf die Türöffnung 3 genau ausgerichtet. Sobald
die Zentriernasen 55, 56 die in Fig. 6 dargestellte Position erreicht haben und mit
ihren Endstops 69, 7o vor die Enden der Verriegelungshaken 4
0, 41 vorgefahren sind, fährt der Schwenkrahmen 12 mit dem darin schwimmend gelagerten
Pendelrahmen 11 weiter in Richtung Türöffnung 3, wobei nun der Pendelrahmen 11 in
den Zentrierrahmen 17, 18 genau geführt ist. Zur Führung dienen dabei sowohl die Führung
54 mit den Rollen 5
0, 51, 52, 53 als auch die Schlitzführung 49, bei der die an den Zentrierrahmen 17,
18 angebrachten Rollen 65, 66 in der Schlitzführung 49 des Schwenkrahmens 11 geführt
werden. Damit ist sichergestellt, daß die Koksofentür 4 mit ihrem Türstopfen 5 bzw.
der Verkokungsplatte und an die Koksofeiwände anstoßen und genau mittig wie vorgesehen
in die Türöffnung 3 eingeführt werden kann. Nach Erreichen der Endposition, wie sie
in Fig. 6 dargestellt ist, wird der Riegelarm 24 hinter den Verriegelungshaken 4
0, 41 verspannt, woraufhin dann der Schwenkrahmen 12 mit dem Pendelrahmen 11 wieder
zurückverfahren werden kann, bis er die entgegengesetzte Position erreicht hat. Während
der Federtopf 62 mit der Feder 64 beim Einfahren eine behutsame und nachgiebige Führung
gewährleistet, dient er nun beim Zurückfahren dazu, daß der Schwenkrahmen 12 mit dem
Pendelrahmen 11 ebenso behutsam wieder aus dem Bereich der Türverriegelungen 22, 23
zurückgezogen werden kann.
[0031] Fig. 5 zeigt eine der Fig. 6 ähnliche Draufsicht, wobei hier die Ausführung gemäß
Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Zwischen dem Pendelrahmen 11 ist die Zentrierstange
76 durch die Rollen 5
0, 51, 52, 53 geführt angeordnet. Diese Rollen sind paarweise am Pendelrahmen 11 bzw.
am Zentrierrahmen 17 angeordnet und gleichen eventuell auftretende Querkräfte weitgehend
aus, die bei einem nicht genau mittigen Einführen der Zentrierstange 76 in den Führungsschlitz
89 des Führungsbockes 75 auftreten könnten. Der Zentrierrahmen 17, der ja hier allein
zur Zentrierung der Koksofentür bzw. der Türabhebevorrichtung 1o dient, ist durch
Querstege 59, 6o stabilisiert und dient gleichzeitig zur Halterung des Federtopfes
62 mit Führungshülse 63 und Feder 64. Der Führungsbock 75 besteht aus dem Zentrierblech
88 mit dem Führungsschlitz 89 und der Halterung 9
0. Die Halterung 9o ist beispielsweise über Verschraubung mit dem Querteil 13 des Türrahmens
6 oder den Ankerständern 1
01 verbunden. Zur Stabilisierung sind unterhalb des Zentrierbleches 88 zwei oder mehr
Rippen 91 angeordnet. Endseitig ist das Zentrierblech 88 über den Querriegel 92 stabilisiert,
der etwa im Trichtertiefsten 93 angeordnet ist. Damit wird gleichzeitig die Trichtermündung
stabilisiert, so daß beim Vorfahren der Türabhebevorrichtung 1o eine Grobeinstellung
ausreicht, da sich der Pendelrahmen 11 anschließend beim Vorfahren in Richtung Ofenachse
selbsttätig an dem Führungsbock 75 und seinen Einrichtungen ausrichtet.
[0032] Die Zentrierstange 76 besteht im Bereich der Spitze 77 aus zwei Flacheisen 79, die
endseitig über einen Bolzen 84 verbunden sind, der eine Zentrierrolle 78 trägt. Diese
Zentrierrolle 78 entlastet die Spitze 77 der Zentrierstange 76 beim Einfahren in den
Führungsbock 75.
[0033] Nach dem Herausfahren der Koksofentür 4 aus der Türöffnung wird die Türabhebevorrichtung
1o übrigens um die Schwenkrolle 87 verschwenkt.
[0034] Fig. 4 zeigt im Detail die in Fig. 1 angedeuteten und mit 8o und 81 bezeichneten
Klemmvorrichtungen. Über diese Klemmvorrichtungen wird die Koksofentür 4 jeweils beim
Herausnehmen, Säubern, Verfahren und Wiedereinsetzen in der Position gehalten, in
der sie in der Türöffnung 3 gesessen hat. Damit ist sichergestellt, daß sie auch in
genau dieser Position wieder eingesetzt wird. Die Klemmvorrichtungen 8
0, 81 sind den Türtaschen 9, 25 zugeordnet.
[0035] Die Klemmvorrichtungen 8
0, 81 bestehen jeweils aus dem starren Greifarm 95 und dem in Richtung Ofenachse beweglich
angeordneten Klemmhaken 96. Der Klemmhaken 96, dessen Klemmfläche ebenso ballig ausgebildet
ist, wie die Klemmfläche des Greifarmes 95 ist über das Gelenk 97 mit dem Klemmzylinder
83 verbunden. Bei Betätigung des Klemmzylinders 83 wird der Klemmhaken 96 in Richtung
Ofenachse verschoben.
[0036] Beim Vorfahren der Türabhebevorrichtung 1o werden nach Ausrichtung des Pendelrahmens
11 die Klemmvorrichtungen 8
0, 81 bzw. Greifarm 95 und Klemmhaken 96 zunächst mit Hilfe des Hubzylinders 82 über
die Türtasche 9 bzw. 25 gefahren. Dabei wird die Bewegung des Greifarmes 95 über die
Betätigungsstange 98 auch auf den Greifarm der anderen Klemmvorrichtung 8o übertragen.
Mit 99 ist die Schwenkachse und mit 100 eine Versteifung bezeichnet, die die Verbindung
zwischen den beiden Trägern des Pendelrahmens 11 darstellt. Um die Schwenkachse 99
wird der Greifarm mit Hilfe des Hubzylinders 82 verschwenkt.
1. Verfahren zum Ausrichten der Koksofentüren, die mit Hilfe einer Löseteile und Abheber
aufweisenden Türabhebemaschine aus dem Koksofen herausgehoben, gegebenenfalls gereinigt
und nach dem Drücken des Kokses wieder vor den Koksofen geschwenkt und in dessen Öffnung
eingesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Türabhebemaschine gehaltenen
Koksofentüren während des Verfahrens in Richtung Ofenachse selbsttätig und ofengerecht
gemeinsam mit dem Abheber ausgerichtet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Koksofentüren und Abheber
während des Verfahrens an den an beiden Seiten des Ofenrahmens vorstehenden Verriegelungshaken
und/oder an einem Führungsbock ausgerichtet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Koksofentüren
vom Abheber erfaßt und nach dem Lösen in der Ausgangslage fixiert beim Zurück-und
Vorschwenken sowie beim Einsetzen gehalten werden.
4. Vorrichtung zum Vorsetzen, Anpressen, Lösen und Abheben der Koksofentüren, bestehend
aus Löseteile und Abheber tragendem Schwenkrahmen und Verfahr-und Schwenkantrieb,
zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet
, daß am Schwenkrahmen (12) ein die Löseteile und Abheber (8) tragender Pendelrahmen
(11) über Pendelgelenke (14, 15) schwimmend gelagert ist, der eine oder mehrere Zentriervorrichtungen
(21) aufweist, die unabhängig vom Schwenkrahmen verschieblich angeordnet und zwischen
die Verriegelungshaken (4o, 41) und/oder einen am Türhebekopf (2) angeordneten Führungsbock
(75) einführbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß der in die Türtaschen
(9,25) der Koksofentüren (4) eingreifende Abheber (8) als die Koksofentür in der jeweiligen
Lage fixierende Klemmvorrichtung (80, 81) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Klemmvorrichtung
(80, 81) aus einem starren, über einen Hubzylinder (82) verschwenkbaren Greifarm (95)
und einem korrespondierend wirkenden, in Richtung Ofenachse beweglich ausgebildeten
Klemmhaken (96) besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelgelenke (14,
15) und die Lager (26) für die Schräglage der Koksofentür (4) seitlich der über das
obere Querteil (13) des Türrahmens (6) hochgezogen ausgebildeten Pendelrahmen (11)
und Schwenkrahmen (12) und zwischen den seitlich vorstehenden Querträgern (16) des
Schwenkrahmens und am Pendelrahmen angesetzten Konsolen (85, 86) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Zentriervorrichtung
(21) als Zentrierrahmen (17) mit einer Zentrierstange (76) ausgebildet ist, die in
einen am Türkopf (2) angeordneten und einen trichterförmigen Führungsschlitz (89)
aufweisenden Führungsbock (75) einschiebbar ist, wobei die Zentrierstange seitlich
durch Rollen (5o, 51, 52, 53) geführt ist, die paarweise am Pendelrahmen (11) und
mittig des nach hinten vorstehenden Zentrierrahmens angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß in Höhe der Türverriegelungen
(22, 23) zwischen die Verriegelungshaken (40, 41) einführbare und mit vorstehenden
Zentriernasen (55, 56) ausgerüstete Zentrierrahmen (17, 18) vorgesehen und dem Pendelrahmen
(11) zugeordnet sind, die aus einem im Querschnitt u-förmigen Profil (72) bestehen
und horizontal und vertikal über Rollen (65, 66) und eine Schlitzführung (49) geführt
im Schwenkrahmen (12) verschieblich angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4, Anspruch 8 und Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet ,
daß mittig des Zentrierrahmens (17, 18) ein einerseits mit dem Zentrierrahmen und
andererseits mit dem Pendelrahmen (11) verbundener, beim Einschieben des Zentrierrahmens
aufladbarer Federtopf (62) mit Feder (64) angeordnet ist.