(19)
(11) EP 0 009 769 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.09.1982  Patentblatt  1982/26

(21) Anmeldenummer: 79103664.3

(22) Anmeldetag:  27.09.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01R 13/52, H01R 13/68

(54)

Vorrichtung zum Anschliessen eines Abzweigleiters

Device for connecting a branch conductor

Appareil pour connecter un conducteur de dérivation


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 29.09.1978 DE 7829026 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.04.1980  Patentblatt  1980/08

(71) Anmelder: Karl Pfisterer Elektrotechnische Spezialartikel GmbH & Co. KG
D-7000 Stuttgart 60 (DE)

(72) Erfinder:
  • Brüning, Harald
    D-7064 Remshalden (DE)

(74) Vertreter: Bartels, Hans et al
Patentanwälte Bartels und Partner, Lange Strasse 51
70174 Stuttgart
70174 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anschließen eines Leiters an ein über dem Erdboden verlegtes, isoliertes Energieversorgungskabel mit Hilfe einer Klemme, mit wenigstens einem elektrisch isolierenden Gehäuse, in dem elektrisch isoliert ein Kontaktstück, mit dem der Leiter verbindbar ist, angeordnet und ein unisolierter Abschnitt eines aus dem Gehäuse herausragenden Kontaktkörpers festgelegt ist, der ausserhalb des Gehäuses zumindest auf einem Teil seiner Länge mit einer elektrisch isolierenden Ummantelung versehen ist, wobei das Gehäuse zwischen dem Kontaktstück und dem unisolierten Abschnitt des Kontaktkörpers einen Hohlraum hat, der eine einerseits mit dem Kontaktstück und andererseits mit dem unisolierten Abschnitt des Kontaktkörpers elektrisch leitend verbindbare Sicherung aufnimmt.

    [0002] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-B-2 423 915), welche dazu dient, die Sicherung, welche in der beispielsweise in einem Peitschenmasten zum Beleuchtungskörper führenden Leitung liegt, rasch auswechseln zu können und einen anzuschraubenden Sicherungssockel vermeidet, ist die Klemme als eine an einem Isoliersockel anzuschraubende Verbindungsklemme ausgebildet, deren über den Klemmenkörper überstehende Klemmschraube als Steckerstift ausgebildet ist, auf den eine seitlich an dem die Sicherung aufnehmenden Gehäuse angeordnete Steckbuchse aufsteckbar ist. Diese Steckbuchse wird durch den über das Gehäuse überstehenden Teil eines Kontaktkörpers gebildet, dessen im Gehäuse liegender Teil das eine Ende der Sicherung kontaktiert. Das andere Ende kontaktiert ein Kontaktstück, das an einer Verbindungsklemme vorgesehen ist, die das eine Ende der zum Beleuchtungskörper führenden Leitung kontaktiert. Das die Sicherung enthaltende Gehäuse ist quer zu seiner Längsrichtung geteilt. Beide miteinander verschraubbaren Teile sind mit Öffnungen versehen, durch die Feuchtigkeit eindringen würde, falls das Gehäuse Feuchtigkeit ausgesetzt werden würde. Außerdem ist die am Isoliersockel befestigte Verbindungsklemme nicht isoliert. In verschiedener Hinsicht ist deshalb diese Vorrichtung nicht brauchbar, um einen Abzweig an einer isolierten Freileitung herzustellen. Es sind zwar Kerzenstecker bekannt (GB-A-1 466 894), die eine den Kontaktstift konzentrisch umgebende und bei auf die Zündkerze aufgesetztem Stecker den Kerzenisolator übergreifende Buchse aufweisen, die durch ihre Anlage am Kerzenisolator die elektrisch leitenden Teile gegen den Zutritt von Feuchtigkeit schützen. Ein derartiger Schutz für die Steckverbindung zwischen der Schraube der Verbindungsklemme und der seitlich an dem die Sicherung enthaltenden Gehäuse angeordneten Steckbuchse würde aber nicht ausreichen, um die vorbekannte Vorrichtung für den Einsatz im Freien brauchbar zu machen.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Anschließen eines Abzweigleiters an ein über dem Erdboden verlegtes, isoliertes Energieversorgungskabel mit Hilfe einer Abzweigklemme zu schaffen, welche es ermöglicht, den Verbraucher auch dann direkt an den Abzweigleiter anzuschließen, wenn der Anschluß abgesichert sein muß.

    [0004] Diese Aufgabe löst eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, bei der die Klemme als eine an eine isolierte Freileitung ansetzbare Abzweigklemme mit einem Klemmkanal für einen Abzweigleiter ausgebildet ist, der Kontaktkörper ein Kontaktstift ist, dessen aus dem Gehäuse herausragender Abschnitt wenigstens auf einem Teil seiner Länge in den Klemmkanal der Abzweigklemme einlegbar und von dieser unter Einklemmung kontaktierbar ist, und bei der das die Sicherung gegen Wasser schützende Gehäuse ebenso wie die Abzweigklemme elektrisch vollisoliert ist.

    [0005] Die Absicherung des an den Abzweigleiter angeschlossenen Verbrauchers erfolgt hier also im Bereich der Anschlußvorrichtung und damit nahe der Freileitung, so daß der Verbraucher ohne Gefahr direkt an den Abzweigleiter angeschlossen werden kann. Hierdurch entfallen auch die Fehlerquellen und Wartungsarbeiten, die in der Regel bei einer Anordnung der Sicherung im Bereich des Verbrauchers unvermeidbar sind. Ein weiterer, wesentlicher Vorteil ist die Kostenminderung, welche mit der erfindungsgemäßen Lösung erreicht wird, da die erfindungsgemäße Vorrichtung infolge ihrer Einfachheit kostengünstig zu fertigen und zu montieren ist und auch keiner Wartung bedarf.

    [0006] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Gehäuse eine zylinderartige Form hat und quer zu seiner Längsachse so geteilt ist, daß der eine Gehäuseteil den unisolierten Abschnitt des Kontaktstiftes und der andere Gehäuseteil das Kontaktstück enthält. Der Zusammenbau der Vorrichtung und das Einlegen sowie Auswechseln der Sicherung ist dann besonders einfach.

    [0007] Um den Aufwand für den das Eindringen von Wasser verhindernden Verschluß des Gehäuses so gering wie möglich zu halten, ist es vorteilhaft, wenn der den unisolierten Abschnitt des Kontaktstiftes enthaltende, obere Gehäuseteil den unteren Gehäuseteil übergreift. Zusätzlich kann selbstverständlich ein Dichtungsring vorgesehen werden, der beim Verbinden der beiden Gehäuseteile, das bei einer bevorzugten Ausführungsform durch das Einschrauben eines Gewindeabschnitts des unteren Gehäuseteils in einen Gewindeabschnitt des oberen Gehäuseteils erfolgt, zwischen je eine Anlagefläche der beiden Gehäuseteile eingeklemmt wird.

    [0008] Weist der untere Gehäuseteil über seinen oberen Rand überstehende und beim zusammengesetzten Gehäuse in den oberen Gehäuseteil ragende, zueinander und zur Gehäuselängsachse wenigstens annähernd parallele Haltefinger für die Sicherung auf, dann bereitet eine richtige Positionierung der Sicherung im Gehäuse keine Schwierigkeiten, auch wenn das Gehäuse große Toleranzen hat, um die Fertigungskosten möglichst gering zu halten.

    [0009] Im Hinblick auf möglichst geringe Kosten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorteilhaft, wenn zumindest ein Teil der gegen den unisolierten Abschnitt des Kontaktstiftes weisenden Seite des Kontaktstückes als Kontaktfläche für eine unmittelbare Anlage des einen Endes der Sicherung und der isolierte Abschnitt des Kontaktstiftes als Gegenkontakt für die unmittelbare Anlage des anderen Endes der Sicherung ausgebildet ist. Hierdurch kann die Zahl der Einzelteile der Vorrichtung auf ein Minimum reduziert werden. Außerdem werden zusätzliche Übergangswiderstände vermieden. Um auch bei oxydierten Kontaktflächen einen guten Kontakt zu gewährleisten, weisen zweckmäßigerweise die Kontaktfläche des Kontaktkörpers und/oder des unisolierten Abschnitts des Kontaktstiftes eine Riffelung auf.

    [0010] Aus Fertigungsgründen ist es besonders vorteilhaft, wenn die Längsachse des unisolierten Abschnitts des Kontaktstifts quer zur Gehäuselängsachse liegt, da dann der Kontaktstift mit besonders einfachen Mitteln im Gehäuse festgelegt werden kann. Außerdem kann bei einer solchen Lage des Kontaktstiftes auch sehr einfach in demjenigen Bereich, in dem die Sicherung anliegt, eine Riffelung vorgesehen werden.

    [0011] Damit der Anschluß des Abzweigleiters an das Kontaktstück ohne spezielle Werkzeuge vorgenommen werden kann, ist vorzugsweise das Kontaktstück als Schraubklemme ausgebildet. Es genügt, dieses Kontaktstück lose im unteren Gehäuseteil anzuordnen, da letzterer in seiner Unterseite nur eine Öffnung für den Durchtritt des Abzweigleiters aufzuweisen braucht.

    [0012] Sofern der Anschluß für mehrere Verbraucher an der selben Stelle des isolierten Kabels wünschenswert ist, kann man für zwei oder mehr Gehäuse einen gemeinsamen Kontaktstift vorsehen. Im Hinblick auf eine symmetrische Belastung der Abzweigklemme ist es hierbei vorteilhaft, wenn der Kontaktstift in einem für das Einlegen in eine Abzweigklemme ausreichenden Abstand vom Gehäuse das zweite, gleich ausgebildete Gehäuse trägt. Die Abzweigklemme kontaktiert hier also den Kontaktstift zwischen den beiden Gehäusen. Sind mehr als zwei Abzweige notwendig, kann man auf demselben Kontaktstift neben dem einen oder beiden Gehäuse auf der dem anderen Gehäuse abgekehrten Seite weitere Gehäuse anordnen.

    [0013] Unabhängig davon, ob der Kontaktstift nur ein Gehäuse oder mehrere Gehäuse trägt, ist es vorteilhaft, ihn in dem aus dem Gehäuse herausragenden Abschnitt mit einem elektrisch isolierenden Mantel zu versehen, sofern die Abzweigklemmen mit Spitzen oder Schneiden versehen sind, welche diesen Mantel zu durchdringen vermögen. Bei der Montage oder Demontage der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann dann nämlich der Monteur nicht versehentlich mit dem unter Umständen Spannung führenden Kontaktstift in Berührung kommen.

    [0014] Ist ausnahmsweise eine Absicherung des an den Abzweigleiter angeschlossenen Verbrauchers nicht erforderlich, dann kann anstelle der Sicherung ein metallischer Verbindungskörper eingesetzt werden. Für den letztgenannten Fall kann man allerdings das Gehäuse auch so klein machen, daß in ihm nur der unisolierte Abschnitt des Kontaktstiftes und das Kontaktstück Platz finden, wobei diese Teile auch einstückig ausgebildet sein können.

    [0015] Im folgenden ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert. Es zeigen :

    Figur 1 eine auseinandergezogen und teilweise im Längsschnitt dargestellte Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels,

    Figur 2 eine Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels,

    Figur 3 eine Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels.



    [0016] Eine Vorrichtung zum Anschließen eines Abzweigleiters 1 an die eine, isolierte Ader 2 eines oberirdisch verlegten, beispielsweise von Masten getragenen, isolierten Energieversorgungskabels mit Hilfe einer vollisolierten Abzweigklemme 3 weist ein aus Kunststoff bestehendes und dadurch elektrisch isolierendes, zylinderartiges Gehäuse auf, das aus einem oberen Gehäuseteil 4 und einem unteren Gehauseteil 5 besteht. In dem nur zum unteren Gehäuseteil 5 hin offenen oberen Gehäuseteil 4 ist der unisolierte eine Endabschnitt 6 eines Kontaktstiftes 7 festgelegt, der aus einem elektrisch gut leitenden Material, beispielsweise Aluminium, besteht und in radialer Richtung aus dem oberen Gehäuseteil 4 austritt. An der Austrittsstelle bildet der Gehäuseteil 4 einen stutzenartigen Fortsatz, den ein den außenliegenden Teil des Kontaktstiftes 7 umgebender, elektrisch isolierender Mantel 9, bei dem es sich beispielsweise um einen Schrumpfschlauch handeln kann, übergreift, so daß an der Austrittsstelle kein Wasser in das Innere des Gehäuseteils 4 eindringen kann. Das Isoliermaterial, aus dem der Mantel 9 besteht, ist so weich, daß Spitzen oder Schneiden in dem zur Aufnahme des Kontaktstiftes 7 bestimmten Klemmkanal der Abzweigklemme 3, welcher im Ausführungsbeispiel parallel zu dem die Ader 2 aufnehmenden Klemmkanal liegt, den Mantel 9 durchdringen und den Kontaktstift 7 kontaktieren können. Die Länge des außerhalb des Gehäuseoberteils 4 liegenden Abschnittes des Kontaktstiftes 7 ist im Ausführungsbeispiel so gewählt, daß sein freies Ende im Inneren der Abzweigklemme 3 liegt, wenn diese geschlossen ist. Dadurch ist im montierten Zustand auch die außerhalb des Gehäuseteils 4 liegende Stirnfläche des Kontaktstiftes 7 berührungssicher abgedeckt. Der Endabschnitt 6 liegt, wie Fig. 1 zeigt, an der Innenseite der oberen Stirnwand des Gehäuseteils 4 an und ist zwecks einer besseren Kontaktgabe in Längsrichtung geriffelt. Sein Ende, das zum Zwecke der Festlegung in eine Vertiefung im Mantel des oberen Gehäuseteils 4 eingreift, ist durch eine nach außen überstehende Erhöhung des Mantels abgedeckt.

    [0017] Der Innenraum des oberen Gehäuseteils 4 ist an die Abmessungen einer aufzunehmenden Sicherung 10, beispielsweise einer D-Sicherung, angepaßt, die mit der Stirnfläche der an ihrem einen Ende vorhandenen Kontaktkappe 11 unmittelbar oder über ein nicht dargestelltes, elektrisch gut leitendes und in Richtung der Längsachse des Gehäuses elastisch verformbares Kontaktelement an dem geriffelten Bereich des Endabschnittes 6 anliegt, wenn der obere Gehäuseteil 4 mit dem unteren Gehäuseteil 5 verbunden ist.

    [0018] Der aus demselben Kunststoffmaterial wie der obere Gehäuseteil 4 bestehende untere Gehäuseteil 5 ist in seinem oberen Endabschnitt mit einem Außengewinde 12 versehen, das in ein Innengewinde 13 in dem den unteren Gehäuseteil übergreifenden oberen Gehäuseteil zur Herstellung der Verbindung zwischen beiden soweit eingeschraubt werden kann, bis ein Ringbund 14 des unteren Gehäuseteils in Anlage an eine Schulter 15 im oberen Gehäuseteil kommt. Zwischen den Ringbund 14 und die Schulter 15 kann ein Dichtungsring eingelegt werden.

    [0019] Der Mittelabschnitt des unteren Gehäuseteils 5 ist außen mit Längsrippen 16 versehen, welche ein sicheres Erfassen des unteren Gehäuseteils beim Einschrauben und Ausschrauben erleichtern.

    [0020] Im Bereich dieses Mittelabschnitts sowie des sich nach unten an ihn anschließenden unteren Endabschnitts, in dessen den unteren Gehäuseteil 5 nach unten abschließender Stirnfläche eine zentrale Durchtrittsöffnung 17 für den Abzweigleiter 1 vorgesehen ist, die durch einen stutzenartigen Fortsatz des unteren Gehäuseteils nach außen hin verlängert ist, liegt lose ein Kontaktstück 18, das als Schraubklemme für den Anschluß des Abzweigleiters 1 ausgebildet ist und dessen dem oberen Gehäuseteil 4 zugekehrte Stirnfläche die Kontaktfläche bildet, an der die Sicherung 10 mit ihrer einen Kontaktkappe oder über ein nicht dargestelltes, elektrisch gut leitendes und in Richtung der Längsachse des Gehäuses elastisch verformbares Kontaktelement anliegt. Dadurch, daß das Kontaktstück 18 lose im unteren Gehäuseteil 5 liegt, kann es leicht zum Einführen und Festklemmen des Abzweigleiters 1 herausgenommen und dann wieder eingelegt werden. Hierdurch wird eine Zugangsöffnung zu der Klemmschraube 19 des Kontaktstückes 18 vermieden, durch die Wasser eindringen könnte. Wenn der untere Gehäuseteil 5 in den oberen Gehäuseteil 4 eingeschraubt ist, kann deshalb auch in den unteren Gehäuseteil kein Wasser eindringen.

    [0021] Um das Einsetzen und Austauschen der Sicherung 10 zu erleichtern, die, wie Fig. zeigt, beträchtlich über den oberen Rand des unteren Gehäuseteils 5 übersteht, sind an letzterem einstückig ausgebildete, schmale Haltefinger 20 vorgesehen, die gleichmäßig auf dem Umfang des oberen Randes verteilt angeordnet sind und sich von hier aus in Längsrichtung des Gehäuses in den oberen Gehäuseteil 4 hinein erstrecken.

    [0022] Da zur Vermeidung aufwendiger Abdichtungen das Gehäuse im montierten Zustand mit vertikaler Längsachse angeordnet sein soll, kann, wie Fig. 2 zeigt, der Kontaktstift auch eine andere als die in Fig. 1 gezeigte, geradlinige Form haben. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2, das im übrigen wie dasjenige gemäß Fig. 1 ausgebildet ist, weshalb insoweit auf die Ausführungen zu diesem Ausführungsbeispiel verwiesen werden kann, ist der Kontaktstift 107 im Abstand vom oberen Gehäuseteil 104 rechtwinklig abgebogen. Dieses Ausführungsbeispiel kann deshalb an eine Abzweigklemme angeschlossen werden, bei welcher der Klemmkanal für den Kontaktstift in vertikaler Richtung verläuft. Selbstverständlich ist es auch möglich, den Kontaktstift 7 oder 107 aus einem so weichen Material zu machen, daß er entsprechend den Bedürfnissen an der Montagestelle gebogen werden kann.

    [0023] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, das es erlaubt, wenigstens zwei Abzweigleiter 201 mittels einer einzigen Abzweigklemme 203 mit einem nicht dargestellten, oberirdisch verlegten Energieversorgungskabels zu verbinden. Der Kontaktstift 207 trägt in einem Abstand, der, wie Fig. 3 zeigt, größer ist als die Breite der Abzweigklemme 203, je einen oberen Gehäuseteil 204, in den je ein unterer Gehäuseteil 205 eingeschraubt werden kann. Die Gehäuseteile 204 und 205 sind entsprechend den Gehäuseteilen 4 und 5 ausgebildet.

    [0024] Ebenso ist auch die Einführung des Kontaktstiftes 207 in die oberen Gehäuseteile wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet, wobei der den Kontaktstift umgebende, elektrisch isolierende Mantel die Stutzen an den oberen Gehäuseteilen 204 übergreift und dadurch wasserdicht verschließt. Die in die beiden Gehäuse einsetzbaren Sicherungen kontaktieren einerseits den unisolierten Endabschnitt des Kontaktstiftes 207 und andererseits das Kontaktstück, an das der Abzweigleiter 201 angeklemmt ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird wegen weiterer Einzelheiten auf die Ausführungen zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 verwiesen.

    [0025] Müssen mehr als zwei Abzweigleiter 201 angeschlossen werden, dann kann man, wie Fig. 3 ferner zeigt, den Kontaktstift 207 über die beiden ersten Gehäuse hinaus verlängern und auf diesen Verlängerungen weitere Gehäuse anordnen.

    [0026] Nicht nur diese oberen Gehäuseteile, sondern auch die zugehörigen unteren Gehäuseteile und das in ihnen liegende Kontaktstück unterscheiden sich nicht von den bereits beschriebenen Ausführungsformen, so daß auch insoweit auf die Erläuterungen und Darstellungen zu diesen verwiesen werden kann.

    [0027] Bei allen beschriebenen Ausführungsformen wird zweckmäßigerweise zuerst der Abzweigleiter an das Kontaktstück angeklemmt, dann dieses in den unteren Gehäuseteil gelegt. Danach wird die Sicherung zwischen die Haltefinger eingesetzt und dann der untere Gehäuseteil in den oberen Gehäuseteil eingeschraubt. Wenn zum Schluß der Kontaktstift in die Abzweigklemme eingelegt und diese geschlossen wird, kann während der gesamten Montage der Monteur nicht mit einem Spannung führenden Teil in Berührung kommen.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Anschließen eines Leiters an ein über dem Erdboden verlegtes, isoliertes Energieversorgungskabel mit Hilfe einer Klemme, mit wenigstens einem elektrisch isolierenden Gehäuse, in dem elektrisch isoliert ein Kontaktstück, mit dem der Leiter verbindbar ist, angeordnet und ein unisolierter Abschnitt eines aus dem Gehäuse herausragenden Kontaktkörpers festgelegt ist, der außerhalb des Gehäuses zumindest auf einem Teil seiner Länge mit einer elektrisch isolierenden Ummantelung versehen ist, wobei das Gehäuse zwischen dem Kontaktstück und dem unisolierten Abschnitt des Kontaktkörpers einen Hohlraum hat, der eine einerseits mit dem Kontaktstück und andererseits mit dem unisolierten Abschnitt des Kontaktkörpers elektrisch leitend verbindbare Sicherung aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemme als eine an eine isolierte Freileitung (2) anschließbare Abzweigklemme (3 ; 203) mit einem Klemmkanal für einen Abzweigleiter ausgebildet ist, daß der Kontaktkörper ein Kontaktstift (7 ; 107 ; 207) ist, dessen aus dem Gehäuse (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) herausragender Abschnitt (7 ; 107 ; 207) wenigstens auf einem Teil seiner Länge in den Klemmkanal der Abzweigklemme einlegbar und von ihr unter Einklemmung kontaktierbar ist, und daß das die Sicherung (10) gegen Wasser schützende Gehäuse (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) ebenso wie die Abzweigklemme (3; 203) elektrisch vollisoliert ausgebildet ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) eine zylinderartige Form hat und quer zu seiner Längsachse so geteilt ist, daß der eine Gehäuseteil (4; 104 ; 204) den unisolierten Abschnitt (6) des Kontaktstiftes (7; 107 ; 207) und der andere Gehäuseteil (5 ; 105 ; 205) das Kontaktstück (18) enthält.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den unisolierten Abschnitt (6) des Kontaktstiftes (7 ; 107 ; 207) enthaltende obere Gehäuseteil (4; 104 ; 204) den unteren Gehäuseteil (5 ; 105 ; 205) übergreift.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Gehäuseteil (5 ; 105; 205) über seinen oberen Rand überstehende und bei zusammengesetztem Gehäuse in den oberen Gehäuseteil (4 ; 104 ; 204) ragende, zueinander und zur Gehäuselängsachse wenigstens annähernd parallele Haltefinger (20) für die Sicherung (10) aufweist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der gegen den unisolierten Abschnitt (6) des Kontaktstiftes (7 ; 107 ; 207) weisenden Seite des Kontaktstückes (18) als Kontaktfläche für eine unmittelbare Anlage des einen Endes der Sicherung und der unisolierte Abschnitt (6) des Kontaktstiftes als Kontaktkörper für die unmittelbare Anlage des anderen Endes der Sicherung (10) ausgebildet ist.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfläche des Kontaktstückes (18) und/oder des unisolierten Abschnitts (6) des Kontaktstiftes (7 ; 107 ; 207) eine Riffelung aufweist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse des unisolierten Abschnittes (6) des Kontaktstiftes (7 ; 107 ; 207) quer zur Gehäuselängsachse liegt.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktstück (18) als Schraubklemme für den Abzweigleiter (1 ; 101 ; 201) ausgebildet und lose mit auf die in der Unterseite des unteren Gehäuseteils (4 ; 104 ; 204) vorgesehene Öffnung ausgerichtetem Klemmkanal im unteren Gehäuseteil (4; 104 ; 204) liegt.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktstift (207) in einem für das Einlegen in eine Abzweigklemme (203) ausreichend großen Abstand vom Gehäuse (204, 205) ein zweites, gleich ausgebildetes Gehäuse (204, 205) trägt.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß neben einem oder beiden Gehäusen (204, 205) auf der dem anderen Gehäuse abgekehrten Seite wenigstens ein weiteres, gleich ausgebildetes Gehäuse auf dem Kontaktstift (207) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Apparatus for connecting a line to an insulated energy supply cable above ground by means of a connecter comprising at least one electrically insulating housing in which is arranged an electrically insulated contact piece with which the line is adapted to be connected and in which housing is fixed a non-insulated section of a contact body which projects from the housing and which, outside the housing, is covered over at least part of its length by an electrically insulating covering, the housing having a cavity between the contact piece and the non-insulated section of the contact body, which cavity is designed to receive a fuse which is adapted to be electrically connected at one end thereof with the contact piece and at the other end with the non-insulated section of the contact body, characterised in that the connecter is in the form of a branch connecter (3 ; 203) adapted to be connected to an insulated overhead line (2) and having a connecting channel for a branch line, in that the contact body is a contact pin (7 ; 107 ; 207) whose section (7 ; 107 ; 207) projecting from the housing (4, 5; 104, 105 ; 204 ; 205) is adapted to have at least a portion of its length inserted in the connecting channel of the branch connecter and to be contacted by it while being connected into it, and in that both the housing (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) which protects the fuse against water and the branch connecter (3 ; 203) are designed to be electrically fully insulated.
     
    2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that the housing (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) is cylindrical and is sub-divided transversely to its longitudinal axis so that one part (4 ; 104 ; 204) of the housing contains the non-insulated section (6) of the contact pin (7 ; 107 ; 207) and the other part (5 ; 105; 205) of the housing contains the contact piece (18).
     
    3. Apparatus according to Claim 2, characterised in that the upper housing part (4; 104 ; 204) containing the non-insulated section (6) of the contact pin (7 ; 107 ; 207) grips over the lower housing part (5 ; 105 : 205).
     
    4. Apparatus according to Claim 2 or Claim 3, characterised in that the lower housing part (5 ; 105; 205) has retaining fingers (20) projecting over its upper edge, extending into the upper housing part (4 ; 104 ; 204) when the housing is assembled and disposed at least approximately parallel to each other and to the longitudinal axis of the housing for retaining the fuse (10).
     
    5. Apparatus according to one of the Claims 1 to 4, characterised in that at least a part of that side of the contact piece (18) which faces the non-insulated section (6) of the contact pin (7 ; 107 ; 207) is designed as contact surface for direct durface contact of one end of the fuse while the non-insulated section (6) of the contact pin is designed as contact body for direct contact with the other end of the fuse (10).
     
    6. Apparatus according to Claim 5, characterised in that the contact surface of the contact piece (18) and/or of the non-insulated section (6) of the contact pin (7 ; 107 ; 207) is knurled.
     
    7. Apparatus according to Claim 5 or Claim 6, characterised in that the longitudinal axis of the non-insulated section (6) of the contact pin (7 ; 107; 207) is disposed transversely to the longitudinal axis of the housing.
     
    8. Apparatus according to one of the Claims 1 to 7, characterised in that the contact piece (18) is designed as screw connecter for the branch line (1 ; 101 ; 201) and sits loosely in the lower housing part (4 ; 104 ; 204), with the connecting channel directed towards the opening provided at the underside of the lower housing part (4 ; 104 ; 204).
     
    9. Apparatus according to one of the Claims 1 to 8, characterised in that the contact pin (207) carries a second housing (204, 205) similar to the first housing (204, 205) situated at a sufficient distance from said first housing for insertion into a branch connecter (203).
     
    10. Apparatus according to Claim 9, characterised in that at least one additional housing similar to the two housings (204, 205) is arranged on the contact pin (207) so as to be situated beside one or each of the two housings (204, 205) on the side thereof remote from the other of the two housings.
     


    Revendications

    1. Appareil pour connecter un conducteur à un câble d'alimentation en énergie isolé, posé au-dessus du sol, à l'aide d'un serre-fil comprenant au moins un boîtier isolant de l'électricité dans lequel est disposée, isolée électriquement une pièce de contact avec laquelle le conducteur peut être connecté et dans lequel est fixé un segment non isolé d'un corps de contact qui émerge du boîtier, et qui est muni d'un enveloppement isolant de l'électricité à l'extérieur du boîtier sur au moins une partie de sa longueur, cependant que le boîtier présente, entre la pièce de contact et le segment non isolé du corps de contact, une cavité qui reçoit un fusible pouvant être connecté électriquement, d'un côté avec la pièce de contact, de l'autre côté avec le segment non isolé du corps de contact, caractérisé en ce que le serre-fil est réalisé sous la forme d'un serre-fil de dérivation (3 ; 203) pouvant être connecté à une ligne aérienne isolée (2) et muni d'un canal de serrage pour un conducteur de dérivation, en ce que le corps de contact est une broche de contact (7 ; 107 ; 207) dont le segment (7 ; 107 ; 207) qui émerge du boîtier (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) peut être logé au moins sur une partie de sa longueur dans le canal de serrage du serre-fil de dérivation et peut être mis en contact avec ce dernier avec serrage et en ce que le boîtier (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) qui protège le fusible (10) contre l'eau est réalisé entièrement isolé de l'électricité de même que le serre-fil de dérivation (3 ; 203).
     
    2. Appareil suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier (4, 5 ; 104, 105 ; 204, 205) a une forme du type cylindre et est divisé transversalement à son axe longitudinal de manière qu'une partie du boîtier (4 ; 104 ; 204) contienne le segment non isolé (6) de la broche de contact (7 ; 107 ; 207) et que l'autre partie du boîtier (5 ; 105 ; 205) contienne la pièce de contact (18).
     
    3. Appareil suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la partie supérieure du boîtier (4 ; 104 ; 204) qui contient le segment non isolé (6) de la broche de contact (7 ; 107 ; 207) coiffe la partie inférieure du boîtier (5 ; 105 ; 205).
     
    4. Appareil suivant la revendication 2 ou 3, caractérisé : en ce que la partie inférieure du boîtier (5 ; 105 ; 205) présente des doigts de retenue (20) pour le fusible (10) qui sont au moins approximativement parallèles entre eux et à l'axe longitudinal du boîtier, qui font saillie au-dessus du bord supérieur de cette partie inférieure du boîtier et qui, dans le boîtier assemblé sont engagés dans la partie supérieure du boîtier (4 ; 104 ; 204).
     
    5. Appareil suivant l'une quelconque des 'revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins une partie du côté de la pièce de contact (18) qui est dirigé vers le segment non isolé (6) de la broche de contact (7 ; 107 ; 207) est réalisée sous la forme d'une surface de contact pour l'appui direct d'une extrémité du fusible et le segment non isolé (6) de la broche de contact est réalisé sous la forme d'un corps de contact pour l'appui direct de l'autre extrémité du fusible (10).
     
    6. Appareil suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la surface de contact de la pièce de contact (18) et/ou du segment non isolé (6) de la broche de contact (7 ; 107 ; 207) présente une striure.
     
    7. Appareil suivant la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'axe longitudinal du segment non isolé (6) de la broche de contact (7 ; 107 ; 207) est disposé transversalement à l'axe longitudinal du boîtier.
     
    8. Appareil suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la pièce de contact (18) est réalisée sous la forme d'un serre-fil à vis pour le conducteur de dérivation (1 ; 101 ; 201) et est disposée de façon lâche dans la partie inférieure du boîtier (4 ; 104 ; 204) avec le canal de serrage aligné sur l'ouverture prévue dans le côté inférieur de la partie inférieure du boîtier (4 ; 104 ; 204).
     
    9. Appareil suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la broche de contact (207) porte, à une distance du boîtier (204, 205) suffisamment grande pour l'introduction dans un serre-fil de dérivation (203) un deuxième boîtier (204, 205) de même conformation.
     
    10. Appareil suivant la revendication 9, caractérisé en ce qu'à côté d'un ou de deux boîtiers (204, 205) est disposé sur la broche de contact (207), sur le côté qui est à l'opposé de l'autre boîtier, au moins un boîtier supplémentaire de même configuration.
     




    Zeichnung