[0001] Die Erfindung betrifft nach dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches eine
Einrichtung zum Fertigen von Elementen, insbesondere Bauelementen, wie Formsteinen,
aus einer formbaren, allmählich erhärtenden Masse, vorzugsweise Beton, wobei zwischen
einer der Formung dieser Elemente dienenden Anfangsstation und einer der Abgabe der
Elemente dienenden Endstation eine Anzahl ortsbeweglicher, zur Aufnahme vorzugsweise
jeweils mehrerer Elemente geeigneter und hiezu mit Laderäumen ausgestatteter Fördermittel
vorgesehen ist, deren Laderäume zeitweise, während der allmählichen, im Verlauf der
Förderung der Elemente zur Endstation stattfindenden Erhärtung der Masse klimatisierbar
sind.
[0002] Fertigungsanlagen mit solchen Einrichtungen umfassen bekanntlich eine Anzahl von
Stationen, welche von den Elementen bzw. deren Fördermitteln stetig oder schrittweise
durchlaufen werden und in denen die einzelnen Fertigungsvorgänge nacheinander stattfinden.
[0003] Zu diesen Fertigungsvorgängen gehört meist auch eine Phase, innerhalb derer die Elemente
zwecks qualitativer Verbesserung ihrer Endfestigkeit und zwecks Beschleunigung des
Abbinde- bzw. Erhärtungsvorganges je nach der Beschaffenheit des hydraulischen oder
synthetischen Bindemittels über einen mehr oder weniger langen Zeitraum in einer feuchten
und/oder warmen Atmosphäre bzw. in einer besonders stickstoff- oder sauerstoffreichen
Atmosphäre gelagert werden.
[0004] Aus der deutschen Patentschrift Nr. 1 061 676 ist bereits eine Einrichtung zum Härten
von kalkgebundenen Elementen in Dampf bekanntgeworden, welche die eingangs erwähnten
Gattungsmerkmale aufweist.
[0005] Die in einer Anfangsstation gefertigten Elemente werden bei dieser vorbekannten Einrichtung
von einem Greifer auf schienengebundene Wagen abgesetzt und mit diesen Wagen in sogenannte
Härterohre verfahren, welche hermetisch abschließbar sind und Schienenabschnitte enthalten,
um die Wagen gruppenweise aufzunehmen. Diese Härterohre ruhen ihrerseits auf Fahrwerken,
die auf quer zu den Schienen der Wagen geführten Gleisen laufen, und sie werden zur
Entladung und neuerlichen Füllung jeweils einzeln in die Laufbahn der schienengebundenen
Wagen befördert, wo dann die in ihnen enthaltenen Schienenabschnitte mit der Schienenlaufbahn
dieser Wagen fluchten. Zwecks Härtung der darin befindlichen Elemente werden die Härterohre
nach ihrer Füllung jeweils außerhalb der Schienenlaufbahn der Wagen mit Dampf beschickt,
nach Ablauf der Härtungsphase werden sie wieder in die Schienenlaufbahn rückgeführt,
entladen und gleichzeitig mit einer neuen Wagengruppe beladen.
[0006] Wegen der Notwendigkeit, die Härterohre einzeln zuzuführen und abzuführen sowie die
Wagengruppen mit den darauf befindlichen Elementen in die Härterohre einzubringen
und herauszuholen, kommt bei dieser vorbekannten Einrichtung kein echt kontinuierlicher
Umlauf der Wagen zustande. Die Fördervorgänge sind infolgedessen zeitaufwendig und
die erforderlichen Fördereinrichtungen sind kompliziert.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs bezeichneten Gattung
so auszugestalten, daß sie eine echt kontinuierliche Förderung der Elemente ermöglicht
und daß dabei die Härtung der von den Fördermitteln beförderten Elemente - ohne Notwendigkeit
einer Verladung in eigene Härtekammern - innerhalb des kontinuierlichen Förderweges
der Fördermittel erfolgen kann.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des unabhängigen Patentanspruches
dadurch gelöst, daß feste Wandungen der einzelnen Fördermittel fünfseitig geschlossene
Laderäume bilden, deren offene Seite innerhalb des Förderweges entweder durch eine
feste Wandung eines jeweils benachbarten gleichen Fördermittels oder durch eine gesonderte,
eigenbewegliche Abdeckung oder ortsfeste Wandung zeitweise zur Klimatisierung der
Laderäume abdeckbar und abschließbar ist.
[0009] Dank dieser erfindungsgemäßen Lösung können die Fördermittel selbst geschlossene
Klimakammern verkörpern und die zu härtenden Elemente brauchen nicht in gesondert
anzuordnende Klimakammern eingebracht und aus diesen wieder herausbefördert werden.
Die Gestaltung der Einrichtung wird dadurch erheblich vereinfacht und der erforderliche
maschinelle Aufwand wird außerordentlich verringert.
[0010] Grundsätzlich mag es, beispielsweise bei der Fertigung von Beton-Bauelementen, ausreichen,
die Laderäume der Fördermittel abzuschließen, weil allein schon durch den physikalischen
Vorgang des Abbindens (Abbindewärme und Feuchtigkeit des Frischbetons) in den Laderäumen
eine feuchtwarme Atmosphäre zustandekommt. Man kann aber im Rahmen der Erfindung darüber
hinaus auch noch künstlich zu einer Intensivierung des Erhärtungsvorganges beitragen,
indem man die von den Fördermitteln gebildeten Laderäume beispielsweise mittels Sprüh-,
Begasungs-und/oder Heizvorrichtungen zusätzlich klimatisiert.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung ist in der einzigen Zeichnungsfigur
in einer Draufsicht schematisch veranschaulicht, wobei lediglich die Fördermittel
der Anschaulichkeit wegen in Horizontalschnitten dargestellt sind.
[0012] Die Einrichtung umfaßt einen strichpunktiert angedeuteten geschlossenen Förderkreislauf
1, innerhalb dessen die von einem Fertiger 2, z.B. irgend einem üblichen Form- und
Verdichtungsgerät, gebildete Anfangsstation und die von einem Lagerplatz 3 verkörperte
Endstation angeordnet sind, in welch letzterer die fertig geformten und zumindest
teilweise abgebundenen bzw. erhärteten Elemente gruppenweise, also in Formlingsgruppen
4, gelagert und zum Abtransport bereitgestellt werden.
[0013] Zur Förderung solcher Formlingsgruppen 4 zwischen diesen Stationen längs des Förderkreislaufes
1 dienen in üblicher Weise Transportplatten 5, auf denen die Formlingsgruppen 4 vom
Fertiger 2 abgesetzt werden.
[0014] Jeweils einzelne vom Fertiger 2 mit solchen Formlingsgruppen 4 beladene Transportplatten
5 gelangen - über einen nicht dargestellten - grundsätzlich beliebigen Förderer, z.B.
über ein Förderband, ein Gliederband, eine Rollenbahn od.dgl. zu einem Ladegerät 6,
welches innerhalb eines Bereiches 7, vorzugsweise im Sinne des Doppelpfeiles 7' sowohl
quer zum Förderkreislauf 1 verschiebbar und hin- und herbeweglich ist, als auch einen
höhenverstellbaren und parallel zum Förderkreislauf 1 verschiebbaren Greifer, eine
Gabel, Plattform od.dgl. Ladeorgan aufweist, um einzelne, mit Formlingsgruppen 4 beladene
Transportplatten 5 in Richtung der Pfeile 6' in fünfseitig geschlossene Laderäume
8 der aus den fahr- oder gleitfähigen Wagen 9 bestehenden Fördermittel absetzen zu
können. Von einem solchen Ladegerät 6 werden also die Laderäume 8 jeweils eines in
Aufnahmeposition befindlichen Wagens 9, z.B. von rechts nach links fortschreitend,
allmählich mit Formlingsgruppen 4 beschickt und gefüllt.
[0015] Ist ein solcher Wagen 9 voll und wird er in Richtung des Förderkreislaufes 1 weiter,
also rückwärts bewegt, tritt ein leerer bzw. soeben in der Endstation geleerter Wagen
9 von rechts aus dieser Endstation ankommend an seine Stelle. Dadurch verschließt
die feste Rückwand 8' des ankommenden Leerwagens die Laderäume 8 des vollen, rückwärtsbewegten
Wagens 9 und in diesen dadurch klimatisch abgeschlossenen Laderäumen kann sich ein
für das Abbinden bzw. Erhärten des Materiales der Elemente optimales Klima bilden
bzw. kann gewünschtenfalls eine optimale Atmosphäre künstlich geschaffen werden, beispielsweise
durch Begasung, Bedampfung, Beheizung u.dgl. physikalische Maßnahmen.
[0016] Die Klimatisierung der Laderäume 8 der Fördermittel kann auch durch irgend eine andere
Abdeckung der offenen Laderaumseiten sichergestellt werden, z.B. durch eine Jalousie,
Schiebewand, Einsatzwand od.dgl. Die dargestellte Verwendung der geschlossenen Rückseiten
von im Förderkreislauf jeweils benachbarten nachfolgenden Wagen zum Abschließen der
offenen Seiten vorher gefüllter Laderäume erweist sich aber als besonders wirtschaftlich.
[0017] Die mit ihren offenen Längsseiten an die Rückseiten jeweils benachbarter, anschließend
folgender Wagen fluchtend anliegenden Wagen folgen nun dem Förderkreislauf 1 so dicht
aneinander, daß die Laderäume 8 während dieser Fortbewegung - von welcher die Zeichnung
bloß einen Ausschnitt darstellt - stets geschlossen bleiben. Bloß während der Phase
der Umlenkung in die gegenläufige Richtung der Förderung, also in Richtung zur Abgabestation,
ändert sich kurzfristig die relative Stellung benachbarter Wagen zueinander nach dem
Paternoster-System. Es kann in diesem Bereich eine ortsfeste Wandung 10 vorgesehen
werden, um auch während dieses Stellungswechsels die Laderäume 8 der Wagen 9 geschlossen
zu halten.
[0018] Im Wege des Förderkreislaufes 1 gelangen nun die Wagen 9 zu einem in der Abgabestation
(Endstation) befindlichen Ladegerät 11 ; dieses Ladegerät 11 könnte gegebenenfalls
mit dem Ladegerät 6 identisch sein, vor allem wegen der besseren Anschaulichkeit ist
es beim Ausführungsbeispiel als ein zweites Ladegerät dargestellt.
[0019] Jedenfalls ist dieses Ladegerät 11 gleichermaßen wie das Ladegerät 6 innerhalb eines
sich quer zum Förderkreislauf 1 erstreckenden Bereiches 12 in Richtung des Doppelpfeiles
12' hin-und herbeweglich und besitzt gleichfalls ein höhenverstellbares Huborgan,
um einzelne mit Formlingsgruppen 4 beladene Transportplatten 5 aus den Laderäumen
8 eines Wagens 9 in Richtung der Pfeile 11' zu entladen. Die auf diesen Transportplatten
5 jeweils gelagerten, innerhalb der Laderäume 8 zumindest teilweise erhärteten Formlingsgruppen
4 werden vom Ladegerät 11 einem beliebigen, nicht dargestellten Förderer übergeben
und in Richtung des Pfeiles 3' am Lagerplatz 3 abgesetzt, wo man sie völlig aushärten
läßt. Die leeren Transportplatten 5 gelangen längs des Förderkreislaufes 1 zurück
zum Fertiger 2, von dem sie neuerlich mit Formlingsgruppen 4 belegt werden.
[0020] Die Erfindung ist gleichermaßen auf die Herstellung von Elementen, insbesondere Bauelementen,
aus Beton mit hydraulischen Bindemitteln als auch auf die Fertigung von anderen mit
Bindemitteln angereicherten erhärtenden Elementen, z.B. Kunstharzelementen, anwendbar,
wobei selbstverständlich für die Wahl der optimalen, das Erhärten begünstigenden klimatischen
Verhältnisse und für die Dauer der Klimatisierung jeweils verschiedenerlei Kriterien
zu beachten sind, deren Berücksichtigung im Rahmen des Standes der Technik jedem Fachmann
geläufig ist.
1. Einrichtung zum Fertigen von Elementen, insbesondere Bauelementen, wie Formsteinen,
aus einer formbaren, allmählich erhärtenden Masse, vorzugsweise Beton, wobei zwischen
einer der Formung dieser Elemente (4) dienenden Anfangsstation (1) und einer der Abgabe
der fertigen Elemente (4) dienenden Endstation (3) eine Anzahl ortsbeweglicher, zur
Aufnahme vorzugsweise jeweils mehrerer Elemente (4) geeigneter und hiezu mit Laderäumen
(8) ausgestatteter Fördermittel (9) vorgesehen ist, deren Laderäume (8) zeitweise,
während der allmählichen, im Verlauf der Förderung der Elemente (4) zur Endstation
(3) stattfindenden Erhärtung der Masse klimatisierbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß feste Wandungen dieser einzelnen Fördermittel (9) fünfseitig geschlossene Laderäume
(8) bilden, deren offene Seite innerhalb des Förderweges (1) entweder durch eine feste
Wandung (8') eines jeweils benachbarten gleichen Fördermittels (9) oder durch eine
gesonderte, mit dem Fördermittel (9) eine Einheit bildende, eigenbewegliche Abdeckung
oder ortsfeste Wandung (10) zeitweise zur Klimatisierung der Laderäume (8) abdeckbar
und abschließbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Fördermitteln
(9) gebildeten Laderäume (8) mittels Sprüh-, Begasungs- und/oder Heizvorrichtungen
zusätzlich klimatisiert sind.
1. Apparatus for manufacturing elements, in particular building elements such as moulded
blocks, from a plastic, gradually hardening mass, preferably concrete, furnished with
a number of movable conveying devices between a starting station serving for moulding
these elements and an end station serving for the discharge of the finished elements
which are suitable for the reception of usually several elements at a time and equipped
with loading compartments for this purpose which are at times air-conditioned during
the course of the conveyance of the elements to the end station, characterized by
the fact that solid walls of these individual conveying devices form loading compartments
closed on five sides, whose open side within the conveying distance is temporarily
coverable and lockable for air-conditioning the loading compartments either by means
of a solid wall of a neighbouring, similar conveying device or by a separate, self-moving
covering forming a unit with the conveying device or stationary walls.
2. Apparatus according claim 1, characterized by the fact that the loading compartments
formed by the conveying devices can additionally be air-conditioned by means of spray,
gas and/oder heating appliances.
1. Dispositif pour fabriquer des éléments, en particulier éléments de construction,
tels que des blocs moulés, à base d'une masse plastique, durcissant graduellement,
de préférence de béton, constitué par une station d'entrée servant de modelage des
éléments précités ainsi que d'une station de sortie servant de décharge des éléments
finis, entre lesquelles se trouve un certain nombre de moyens d'acheminement déplacables
pouvant recevoir de préférence plusieurs éléments, ce pourquoi étant équipés de compartiments
de chargement, climatisés par moments, pendant le durcissement graduel, ayant lieu
au cours de l'acheminement des éléments vers la station de sortie, caractérisée par
le fait que des parois fixes de ces moyens d'acheminement forment des compartiments
de chargement fermés sur cinq côtés, dont le côté ouvert peut être recouvert et fermé
par moments, en vue de la climatisation des compartiments de chargement, à l'intérieur
de la voie d'acheminement, soit par une paroi fixe faisant partie d'un moyen d'acheminement
analogue placé à côté ou par un recouvrement séparé, à mobilité propre faisant partie
intrinsèque du moyen d'acheminement ou encore par une paroi non déplaçable.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisée par le fait que les compartiments
de chargement formés par les moyens d'acheminement peuvent être climatisés en plus
par des dispositifs d'arrosage, de dégagement gazeux ou de réchauffage.