[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Speiser entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Bei einem bekannten Speiser der vorgenannten Art ist der Körper aus exothermer Heizmasse
haubenförmig ausgebildet, wodurch sich wegen des Nachsaugens von Gießgut während des
Erstarrungsvorganges des Gußstückes ein. Hohlraum im Speiser bildet und der sinkende
Metallspiegel sich von dem Grund der Haube immer mehr entfernt. Hierdurch wird im
Verlaufe des Erstarrungsvorganges das im Speiser befindliche Gießgut immer weniger
aufgeheizt (DE-PS 20 10 337).
[0003] Es ist, bereits bekannt, sofort nach dem Füllen der Form den offenen Steiger mit
einem hochexothermen Lunkermittel abzudecken, wobei die Abdeckschicht mindestens so
stark wie die Wanddicke der Steigerauskleidung sein muß. Das Lunkermittel wird hierbei
in Form einer Schicht aufgestreut. Bei sinkendem Gießgut im Steiger tritt eine Verfestigung
dieser Schicht ein. Mit Hilfe der Abdeckschicht sollen die Verluste durch Wärmeabstrahlung
möglichst gering gehalten werden (Deutsche Zeitschrift "Gießerei" vom 18. März 1964,
S. 142 bis 147).
[0004] Durch die vorliegende Erfindung soll das Aufbringen von Aufstreumittel vermieden
werden. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruches
1 erfindungsgemäß gelöst. Der als kompakte Körper ausgebildete Schwimmer kann in den
Speiser schon vor dem Füllen der Gießform mit Gießgut eingesetzt werden. Er wird von
dem im Speiser ansteigenden Gießgut angehoben und sinkt mit dem Spiegel des Gießgutes,
während dessen Erstarrungsvorganges. Das Gießgut ist also im Speiser von Anfang an
durch den Schwimmer abgedeckt, wodurch sowohl mit dem Steigen des Gießgutes im Speiser
als auch mit dessen Sinken Wärmeverluste vermieden und das im Speiser befindliche
Gießgut aufgeheizt wird. Hierdurch wird die exotherme Masse des Speisers besser als
bei üblichen Speisern ausgenutzt.
[0005] Weitere Vorteile ergeben sich aus dem übrigen Anspruch, der Beschreibung und der
Zeichnung. In dieser ist ein Speiser als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung im Längsschnitt schematisch dargestellt.
[0006] Ein Gußstück 1 ist in eine Sandform 2 eingeformt. Auf die Sandform 2 ist ein hohlzylinderartiger
Körper 3 aus exothermer Heizmasse aufgesetzt, der von einer wärmeisolierenden Hülle
4 aus Asbestpapier umgeben ist und an seiner Unterseite kegelförmig verläuft. Das
Speiservolumen 5 hat die Gestalt eines langgestreckten Zylinders und entspricht dem
Nachsaugbedarf des Gußstückes 1 zuzüglich einer geringen einen Restspeiser 6 bildenden
Sicherheitsmenge. Die Anschnittfläche zwischen dem Gußstück 1 und dem Restspeiser
ist mit 7 bezeichnet.
[0007] Oberhalb des Restspeisers 6 befindet sich innerhalb des Körpers 3 eine Ringschulter
8, die zur, Abstützung eines Schwimmers 9 'dient, der ebenfalls aus exothermer Heizmasse
besteht.-Die Menge der exothermen Heizmasse des Körpers 3 und des Schwimmers 9 ist
so gewählt, daß das im Speiser vorhandene Gießgut bis zur Beendigung des Nachsaugens
durch das Gußstück flüssig bleibt.
[0008] Der Schwimmer 9 ist dem Querschnitt des Speiservolumens 5 derart angepasst, daß er
innerhalb des Körpers 3 mit dem Spiegel des Gießgutes steigen und sinken kann. Wird
Gießgut in die leere Sandform 2 eingefüllt, gelangt am Ende des Einfüllvorganges Gießgut
auch in den Körper 3 und hebt hierbei den Schwimmer 9 an. Während des Nachsaugvorganges
sinkt der Gießgutspiegel im Körper 3, wobei ihm der Schwimmer 9 folgt. Dieser bleibt
stets mit dem steigenden und sinkenden Metallspiegel in Kontakt und heizt das darunter
liegende Gießgut auf.
[0009] Der Querschnitt des Speiservolumens 5 kann kreisförmig, rechteckig, quadratisch,
ringförmig oder dgl. sein.
[0010] Der hohlzylinderartige Körper 3 kann durch einen darin eingesetzten, insbesondere
platten- oder scheibenförmigen Deckel aus gleichem Werkstoff oben abgedeckt, insbesondere
geschlossen sein. Der Schwimmer 9 kann an seiner Unterseite mit einem aus gleichem
Werkstoff bestehenden, nach unten ragenden Vorsprung, insbesondere Zapfen, versehen
sein, der während des Gießvorganges in das im Speiser befindliche Gießgut und am Ende
in den Restspeiser 6 hineinragt.
1. Speiser für Gußstücke, insbesondere aus Gußeisen, mit einem einen zylindrischen
Hohlraum aufweisenden Körper aus einer exothermen Heizmasse,die das im Speiser befindliche
Gut bis zur Beendigung des Nachsaugens von Gießgut durch den zu speisenden Gußstückbereich
flüssig hält, wobei das Speiservolumen der Größe des Nachsaugvolumens zuzüglich des
maximalen Sicherheitsbetrages von 30 % des Nachsaugvolumens entspricht, dadurch gekennzeichnet
, daß der zylindrische Hohlraum (5) auf seiner Oberseite nach außen offen ist und
daß in diesem Hohlraum ein dessen Querschnitt angepasster und gegenüber dem Körper
(3) aus exothermer Heizmasse beweglicher Schwimmer (9) untergebracht ist, der ebenfalls
aus einer exothermen Heizmasse besteht.
2. Speiser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß in den Körper (3) aus exothermer
Heizmasse ein Anschlag (8) für die Auflage des Schwimmers vorgesehen ist.