(19)
(11) EP 0 060 374 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.09.1982  Patentblatt  1982/38

(21) Anmeldenummer: 81890177.9

(22) Anmeldetag:  23.10.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B21B 45/02, B21D 22/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 13.03.1981 AT 1161/81

(71) Anmelder: VOEST-ALPINE Aktiengesellschaft
A-4010 Linz (AT)

(72) Erfinder:
  • Palmannshofer, Karl
    A-3108 St. Pölten (AT)

(74) Vertreter: Hübscher, Gerhard, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Gerhard Hübscher Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Heiner Hübscher Spittelwiese 7
4020 Linz
4020 Linz (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zum Einölen band- oder tafelförmiger Bleche


    (57) Eine Vorrichtung zum Einölen von band- oder tafelförmigen Blechen besteht aus einem einen Einlaß (3) und einen Auslaß (4) für den Blechdurchtritt aufweisenden Gehäuse (2), in dem quer zur Banddurchlaufrichtung verteilt angeordnete Düsen (8) zum Aufsprühen des Öls und den Düsen (8) in Durchlaufrichtung nachgeordnete Verteilerwalzen (10) vorgesehen sind.
    Um einen gleichmäßigeren Ölfilm zu erhalten, weist das Gehäuse (2) zwei in Durchlaufrichtung der Bleche hintereinander angeordnete, im wesentlichen gegeneinander abgedichtete Kammern (6, 7) einerseits für die Düsen (8) und anderseits für die Verteilerwalzen (10) auf.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einölen von band- oder tafelförmigen Blechen mit einem einen Ein- und einen Auslaß für den Blechdurchtritt aufweisenden Gehäuse, in dem quer zur Banddurchlaufrichtung verteilt angeordnete Düsen zum Aufsprühen des Öls und den Düsen in Durchlaufrichtung nachgeordnete Verteilerwalzen vorgesehen sind.

    [0002] Da das Öl über Sprühkegel der Düsen bei der-_ artigen Vorrichtungen aufgetragen wird, kann über die Düsen allein der angestrebte, gleichmäßige, dünne Ö1- film auf der Oberfläche des einzuölenden Bleches nicht sichergestellt werden. Den Düsen werden daher Verteilerwalzen nachgeordnet, die für eine gleichmäßige Verteilung des aufgesprühten Öles sorgen sollen. Dabei hängt die Gleichmäßigkeit des Ölfilmes selbstverständlich auch davon ab, ob bereits über die Düsen eine gute Verteilung des Öls über die Blechoberfläche erreicht werden kann. Es hat sich herausgestellt, daß bei einer vergleichsweise guten Ölverteilung mit Hilfe der Düsen die Gleichmäßigkeit der aufgetragenen Filmschicht durch die nachgeordneten Verteilerwalzen nicht entscheidend verbessert werden konnte, so daß der Gleichmäßigkeit insbesondere von sehr dünnen Ölfilmen bestimmte Grenzen gesetzt waren.

    [0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, daß eine höhere Genauigkeit beim Auftragen dünner Ölfilme auf den Blechoberflächen gewährleistet werden kann.

    [0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß das Gehäuse zwei in Durchlaufrichtung der Bleche hintereinander angeordnete, im wesentlichen gegeneinander abgedichtete Kammern einerseits für die Düsen und anderseits für die Verteilerwalzen aufweist.

    [0005] Durch die Anordnung der Verteilerwalzen in einer gegenüber den Sprühkegeln der Düsen im wesentlichen abgedichteten Kammer kann in überraschender Weise eine besonders hohe Gleichmäßigkeit dünner Ölfilme auf den Blechoberflächen sichergestellt werden, und zwar deshalb, weil die durch die drehenden Verteilerwalzen bedingten Luftwirbel die gleichmäßige Ausbildung der Sprühkegel durch die Düsen nicht störend beeinflussen können. Das Vorsehen der Düsen und der Verteilerwalzen in gesonderten Kammern ermöglicht also eine gleichmäßigere Ölverteilung auf der Blechoberfläche durch die Düsen, was zwangsläufig zu einem besseren Ergebnis führt, weil die Verteilerwalzen nicht mehr die von ihnen bewirktenUngleichmäßigkeiten auszugleichen haben. Damit ist eine erhebliche Qualitätssteigerung mit einfachen Mitteln gegeben.

    [0006] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Einölen von band- oder tafelförmigen Blechen in einem vereinfachten Längsschnitt gezeigt.

    [0007] Wie der Zeichnung entnommen werden kann, wird das einzuölende Blech 1 durch ein Gehäuse 2 geführt, das mit einem Einlaß 3 und einem Auslaß 4 für den Blechdurchtritt versehen ist. Durch eine Zwischenwand 5 wird das Gehäuse 2 in zwei Kammern 6 und 7 unterteilt, die/Durchlaufrichtung des Bleches 1 hintereinander liegen. In der vorderen Kammer 6 befinden sich oberhalb und unterhalb des Bleches 1 mehrere quer zur Banddurchlaufrichtung verteilt angeordnete Düsen 8 zum Aufsprühen eines Öls, das in Form von Sprühkegeln 9 auf die Blechoberfläche auftrifft.

    [0008] In der nachgeordneten Kammer 7 sind zwei Verteilerwalzen 10 vorgesehen, die einen verschleißfesten, nicht saugenden Kunststoffmantel 11 aufweisen und in Schwingen 12 gelagert sind, zwischen denen ein nicht gezeigter Spannzylinder angelenkt ist, um einen entsprechenden Anpreßdruck auf das zwischen den beiden Verteilerwalzen 10 hindurchgeführte Blechband sicherzustellen.

    [0009] Da der Blechdurchtritt durch die Zwischenwand 5 zwischen den beiden Kammern 6 und 7 mit Hilfe von zwei gegen das Blech 1 vorstehenden Dichtlippen 13 weitgehend abgedichtet ist, können die durch die sich drehenden Verteilerwalzen 10 entstehenden Luftwirbel nicht auf die Kammer 6 durchgreifen, so daß sich die Sprühkegel 9 unbehindert von störenden Luftströmungen in der Kammer 6 ausbilden können. Dies führt zu einer vergleichsweise hohen Gleichmäßigkeit der Ölverteilung bereits vor den Verteilerwalzen, so daß mit Hilfe der Verteilerwalzen die angestrebte gleichmäßige, dünne Ölschicht auf dem Blech 1 sichergestellt werden kann.

    [0010] Werden die Düsen 8 über Kolbenpumpen mit dem Öl versorgt, so ergeben sich Sprühintervalle, die auf die durchlaufgeschwindigkeit des Bleches abgestimmt werden müssen. Zu diesem Zweck werden die Kolbenpumpen in Abhängigkeit von der Banddurchlaufgeschwindigkeit angetrieben. Diese Sprühintervalle können zu einer ungleichmäßigen Ölverteilung führen, wenn nicht dafür Sorge getragen wird, daß der Umfang der Verteilerwalzen kein ganzzahliges Vielfaches des Abstandes der Sprühflecken auf dem Blech ist. Würde nämlich der Umfang der Verteilerwalzen ein ganzzahliges Vielfaches des Sprühfleckenabstandes in Durchlaufrichtung sein, so käme stets der gleiche Umfangsbereich der Verteilerwalzen mit den Sprühflecken in Berührung, so daß keine gleichmäßige Ölverteilung um den Walzenumfang möglich wäre.


    Ansprüche

    Vorrichtung zum Einölen von band- oder tafelförmigen Blechen mit einem einen Ein- und einen Auslaß für den Blechdurchtritt aufweisenden Gehäuse, in dem quer zur Banddurchlaufrichtung verteilt angeordnete Düsen zum Aufsprühen des Öls und den Düsen in Durchlaufrichtung nachgeordnete Verteilerwalzen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) zwei in Durchlaufrichtung der Bleche hintereinander angeordnete, im wesentlichen gegeneinander abgedichtete Kammern (6, 7) einerseits für die Düsen (8) und anderseits für die Verteilerwalzen (10) aufweist.
     




    Zeichnung