Anwendungsgebiet und Zweck
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Prüfen von Münzen, die eine Mess-
und eine Auswerteeinrichtung enthält.
Stand der Technik
[0002] Wie in der DE-AS 1 474 736 beschrieben, ist eine Prüf- und Sortiervorrichtung für
Münzen bekannt, in welcher die Impedanz einer Wicklung, die einem Wechselstrom mit
geeigneter Frequenz ausgesetzt ist, sich ändert, sobald in das Innere der Wicklung
eine Münze eingebracht wird. Die Impedanz bildet einen Zweig einer Wechselstrom-Wheatstone-Messbrücke,
und die Vorrichtung enthält ein Regelsystem, mit welchem der Augenblick bzw. die Position
der Münze festgestellt wird, in dem bzw. in der die Münzprüfung stattfindet. In einem
weiteren Zweig der Wechselstrom-Wheatstone-Messbrücke wird unter anderem eine Referenzimpedanz
verwendet, die aus einer weiteren Wicklung besteht, in der eine gültige Münze bekannten
Wertes in einer bestimmten räumlichen Lage angeordnet ist.
[0003] Massgebend für die Münzprüfung ist somit die Gesamtwirkung der Münze auf eine Wicklungsimpedanz
während eines kurzen Zeitraumes der Münzbewegung oder wenn die Münze eine bestimmte
räumliche Position einnimmt.
[0004] Ferner ist aus "Design Evolution", Mars Money Systems, April 1978, zweite Seite,
mittlere Spalte, Zeilen 10 bis 54 eine Münzprüfeinrichtung bekannt, in welcher die
zu prüfende Münze eine Rampe hinunter an drei elektromagnetische Messköpfe vorbeirollt,
deren elektrisch gemessene Spulen-Induktivitätswerte durch die vorbeirollenden Münzen
beeinflusst werden. Ein Messkopf ist grösser als die grösste zu prüfende Münze. Die
gemessene Induktivitätswerte sind abhängig vom Münzdurchmesser und der Oberflächenbeschaffenheit
der Münze. Eine Induktivitätsspule ist Teil eines Schwingkreises, welcher ohne Münze
auf einer Frequenz von 1 MHz schwingt. Die Münze beeinflusst diese Schwingfrequenz,
und die durch sie verursachte Spitzenfrequenz wird mit vorgegebenen, statistisch ermittelten
Grenzwerten verglichen.
Aufgabe und Lösung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Messmethoden zu verfeinern
und eine Vorrichtung zu finden, die die Echtheit und den Wert einer Münze auch dann
ermittelt, wenn der Unterschied zwischen der zu prüfenden Münze und einer anderen
bekannten echten Münze gegebenen Wertes oder einer sehr guten Falschmünze äusserst
gering ist.
[0006] Ebenfalls sollen mit der Vorrichtung auch die Abmessungen und die räumliche Lage
eines Metallfadens in einer Banknote kontrolliert werden können.
[0007] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst.
Beschreibung
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben.
[0009] Es zeigen: Fig. 1 einen rohrförmigen elektromagnetischen Messkopf,
Fig. 2 Messeinrichtungen zum Prüfen von Münzen oder von Metallfäden in Banknoten,
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer Prüfvorrichtung,
Fig. 4 Kennlinien verschiedener Signale der Prüfvorrichtung,
Fig. 5 elektromagnetische Messköpfe mit senkrecht zur Münzbewegung stehenden Längsachsen,
/
Fig. 6 einen Messkopf mit einem Hallelement und
Fig. 7 einen optischen Messkopf.
[0010] Gleiche Bezugszahlen bezeichnen in allen Figuren der Zeichnung gleiche Teile.
Beschreibung der Fig. 1
[0011] In der Fig. 1a ist angedeutet, dass eine zu prüfende Münze 1 in einem nicht näher
dargestellten Münzkanal auf einer Rollfläche 2 entlang einem länglichen und gegenüber
dem Münzdurchmesser D schmalen, elektromagnetischen Messkopf 3 der Länge L in Pfeilrichtung
rollt. Die Länge L des Messkopfes 3 beträgt z.B. mindestens das zweifache der Breite
dieses Messkopfes 3. Dieser besteht aus einem parallel zur Längsachse aufgeschlitzten
zylindrischen Rohr 4 aus magnetischem Material, auf das in Längsrichtung eine Messkopfspule
5 gewickelt ist. Die Längsachse des Rohres 4 und die Rollfläche 2 der Münze 1 sind
parallel zueinander angeordnet.
[0012] Die Fig. 1b zeigt einen Querschnitt des Messkopfes 3 und der Münze 1. Die Messkopfspule
5 ist so auf dem Rohr 4 angeordnet, dass der durch sie erzeugte Magnetfluss Φ innerhalb
des Rohres 4 senkrecht zu dessen Längsachse und innerhalb eines Rohrquerschnittes
kreisförmig z.B. im Gegenuhrzeigersinn um das Rohrzentrum fliesst. Die Magnetflusslinien
des Magnetflusses Φ schliessen sich über den als Luftspalt 6 dienenden Schlitz des
Rohres 4 und sind in der Fig. 1b gestrichelt dargestellt. Der Abstand der Mittellinie
des Luftspalts 6 zur Rollfläche 2 kann einen beliebigen Wert zwischen Null und dem
Münzdurchmesser D haben. Die Rollfläche 2 und eine zu ihr senkrecht und zur Längsrichtung
des Rohres 4 parallel angeordnete, den Messkopf 3 tragende Gleitebene 7 sind vorzugsweise
aus nichtmetallischem Material hergestellt. Die Münze 1 rollt auf der Rollfläche 2
dem Luftspalt 6 des Rohres 4 entlang. Gleichzeitig und bedingt durch den Neigungswinkel
α der Gleitebene 7 mit der Vertikalen AB drückt das Eigengewicht der Münze 1, eventuell
verstärkt durch den Druck einer nicht gezeichneten Bürste, die Münze 1 gegen die Gleitebene
7, so dass die Münze 1, zusätzlich zu ihrer rollenden Bewegung auf der Rollfläche
2, noch dieser Gleitebene 7 entlanggleitet. Die Gleitebene 7 ist tangential zum zylindrischen
Rohr 4 entlang der Mittellinie des Luftspalts 6 angeordnet. Die Abmessungen des z.B.
rechteckförmigen Luftspalts 6 sind über die gesamte Länge des Rohres 4 möglichst konstant.
[0013] Wie in der Fig. 1c dargestellt, kann der Luftspalt 6 je nach der gewünschten Auflösung
der Oberflächenabtastung der Münze 1 auch anders gestaltet sein. Z.B. kann ein Metallplättchen
8 aus magnetischem oder nichtmagnetischem Material, dessen Länge der Luftspaltlänge
entspricht und dessen Breite grösser als die Luftspaltbreite ist, im Luftspalt 6 bündig
zu dessen Aussenfläche angeordnet sein, und zwar parallel zu dessen Längskanten und
senkrecht quer zum Magnetfluss Φ . Die äussere Fläche des zylindrischen Rohres 4 kann
in der Nähe und beidseitig des Luftspalts 6, aber nicht ganz bis zu dessen Kanten,
mit einer Metallfläche 9 aus magnetischem oder nichtmagnetischem Material verkleidet
sein, allenfalls zusätzlich zu dem Metallplättchen 8. Auch kann der Luftspalt 6 einen
trapezförmigen Querschnitt besitzen, der sich in Richtung des Rohrinnern erweitert.
In der Fig. 1c wurde aus Gründen der Uebersichtlichkeit die Messkopfspule 5 nicht
dargestellt.
[0014] Vorteilhafterweise wird die Länge L des Messkopfes 3 kleiner oder gleich der Summe
aus einem Münzumfang nD und einem Münzdurchmesser D, d.h. < (n + 1).D gewählt. Der
Abstand zwischen Mittellinie des Messkopfes 3 bzw. des Luftspalts 6 und dem Münzzentrum
ist so zu wählen, dass möglichst viele charakteristische Merkmale der Münzoberfläche
geprüft und ausgewertet werden.
[0015] Die Messkopfspule 5 wird, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, mit einem Wechselstrom
geeigneter Frequenz, z.B. 50 kHz, gespeist. Falls die Münze 1 aus magnetischem Material
besteht, wird der Magnetfluss Φ in der Nähe des Luftspalts 6 durch die Kenndaten der
Münze 1, z.B. durch ihre Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst, sobald sie sich im
Bereich des Luftspalts 6 bewegt. Zusätzlich oder, falls die Münze 1 aus nichtmagnetischem
Material hergestellt wurde, ausschliesslich bewirkt der durch den Wechselstrom erzeugte
Magnetfluss in der Münze 1 Wirbelströme, deren Rückwirkung auf die Messkopfspule 5
wiederum deren Induktivitätswert beeinflusst. Mit anderen Worten, das Vorbeirollen
von Münzen beider Arten hat zur Folge, dass sich der Induktivitätswert sowie der äquivalente
Verlustwiderstandswert der Messkopfspule 5 und damit auch bei Konstantstromspeisung
die elektrische Spannung über dieser Messkopfspule 5 in Abhängigkeit der Münzkenndaten
und insbesondere in Abhängigkeit der Münzoberflächen-Kenndaten, wie z.B. des Prägebildes,
während des Vorbeirollens fortlaufend ändert.
Beschreibung der Fig. 2
[0016] Die in der Fig. 2 dargestellten Messeinrichtungen bestehen je aus dem Messkopf 3,
einem Signalwandler 10, einem Wechselspannungsgenerator 11 und einem Demodulator 12.
Der Messkopf 3 und der in der Fig. 2a dargestellte Signalwandler 10 bilden eine Mess
- brücke, in deren einem Zweig die Messkopfspule 5 des Messkopfes 3 angeordnet ist.
Je ein erster Pol der Messkopfspule 5, einer ersten Brückenspule 13 des Signalwandlers
10 und des Wechselspannungsgenerators 11 sind miteinander verbunden. Der zweite Pol
der Messkopfspule 5 liegt am Eingang des DemoduLators 12 und an einem ersten Pol einer
Reihenschaltung 14 des Signalwandlers 10, bestehend aus einer einstellbaren zweiten
Brückenspule 15 und einem einstellbaren Widerstand 16. Der jeweils zweite Pol des
Wechselspannungsgenerators 11, der ersten Brückenspule 13 und der Reihenschaltung
14 sind miteinander verbunden. Eine Mittelpunktanzapfung der ersten Brückenspule 13
liegt an Masse. Der Ausgang des Demodulators 12 bildet den Ausgang der Messeinrichtung.
[0017] Der Signalwandler 10 der Fig. 2b besteht aus einem einzigen Kondensator 17, der zusammen
mit der Messkopfspule 5 einen Reihenresonanzkreis ergibt, welcher vom Wechselspannungsgenerator
11 gespeist wird. Der gemeinsame Pol der Messkopfspule 5 und des Kondensators 17 ist
auf den Eingang des Demodulators 12 geschaltet, während der andere Pot der Messkopfspute
5 und mit ihm ein Pol des Wechselspannungsgenerators 11 an Masse liegt. Auch hier
ist der Ausgang des Demodulators 12 gleich dem Ausgang der Messeinrichtung.
[0018] Die Arbeitsweise der Messbrücke und des Reihenresonanzkreises sind bekannt und werden
daher nicht beschrieben. Beiden Schaltungen der Fig. 2 ist gemeinsam, dass die elektrische
Spannung über der Messkopfspule 5 die gleiche Frequenz hat wie der vom Wechselspannungsgenerator
11 erzeugte Strom und ihre Amplitude durch die Variationen des Induktivitätswertes
sowie des äquivalenten Verlustwiderstandswertes der Messkopfspu le 5 und damit durch
die Kenndaten der Münze 1 moduliert wird. Diese amplitudenmodulierte Spannung wird
im Demodulator 12 demoduliert, so dass an seinem Ausgang eine diesen Kenndaten entsprechende
analoge Spannung erscheint.
Beschreibung der Fig. 3 und der Fig. 4
[0019] Das in der Fig. 3 dargestellte Blockschaltbild einer Prüfvorrichtung enthält neben
einer bereits in der Fig. 2 gezeigten Messeinrichtung unter anderem mit dem Signalwandler
10 und dem Demodulator 12 noch eine Auswerteeinrichtung 20. Der Ausgang des Demodulators
12 speist den Eingang einer Abtast/Halte-Schaltung 21 der Auswerteeinrichtung 20.
Diese enthält noch zusätzlich einen Analog/Digital-Wandler 22, einen Messwertspeicher
23, einen Referenzwertspeicher 24, in welchem die Kennlinie einer Referenzmünze abgespeichert
ist, einen Kreuzkorrelator 25, einen Impulsformer 26, ein Zeitkontrollglied 27, ein
Und-Gatter 28 mit m Eingängen und eine elektromagnetische Weiche 29. Der Analog/Digital-Wandler
22 wird nur bei einer Digital-Variante benötigt, wenn die beiden Speicher 23 und 24
Digitalspeicher sind, andernfalls kann er weggelassen werden. Das Und-Gatter 28 ist
für m Messköpfe 3 ausgelegt. Wird nur ein Messkopf 3 verwendet, so kann das Und-Gatter
28 weggelassen werden. Der Ausgang der Abtast/Halte-Schaltung 21 speist bei der Digital-Variante
den Analog-Eingang des Analog/Digital-Wandlers 22, während dessen Digital-Ausgang
auf den Dateneingang des Messwertspeichers 23 geschaltet ist. Bei der Analog-Variante
ist der Ausgang der Abtast/Halte-Schaltung 21 direkt mit dem Dateneingang des Messwertspeichers
23 verbunden. Der Ausgang dieses Speichers speist einen ersten Eingang des Kreuzkorrelators
25 und der Ausgang des Referenzwertspeichers 24 einen zweiten Eingang des Kreuzkorrelators
25, während dessen Ausgang über den Impulsformer 26 auf den Eingang des Zeitkontrollgliedes
27 geschaltet ist. Dessen Ausgang liegt im Falle mehrerer Messköpfe 3 auf einem der
m Eingänge des Und-Gatters 28 und im Falle eines einzigen Messkopfes 3 direkt auf
dem Eingang der elektromagnetischen Weiche 29. Ein rechteckförmiges Taktsignal "Clock
1" speist einen zweiten Eingang des Zeitkontrollgliedes 27.
[0020] Die restlichen Eingänge des Und-Gatters 28 sind mit den Ausgängen der Zeitkontrollglieder
27 verbunden, die zu den anderen Messköpfen gehören. Der Ausgang des Und-Gatters 28
ist im Falle mehrerer Messköpfe 3 auf den Eingang der elektromagnetischen Weiche 29
geführt. Die elektromagnetische Weiche 29 schaltet einen nicht gezeichneten Münzkanal
um von einem Behälter für zurückgewiesene Münzen auf einen Behälter für angenommene
Münzen.
[0021] Als Impulsformer 26 kann z.B. ein Komparator verwendet werden.
[0022] Die Fig. 4 zeigt folgende Kennlinien verschiedener Signale der in der Fig. 3 dargestellten
Prüfvorrichtung:
Fig. 4a Ein amplitudenmoduliertes Eingangssignal des Demodulators 12.
Fig. 4b Das entsprechende demodulierte Ausgangssignal des DemoduLators 12.
Fig. 4c Die n1 zeitdiskreten Abtastwerte am Ausgang der Abtast/ Halte-Schaltung 21 des zwischem
dem Augenblick t=t1 und t=t2 liegenden, hier vor allem interessierenden Teils des demodulierten Ausgangssignals
des Demodulators 12.
Fig. 4d Eine Periode der während der Zeit T vom Zeitpunkt t=t2 an aus dem Messwertspeicher 23 abgerufenen Messwertkennlinie.
Fig. 4e Eine Periode der während der gleichen Zeit T vom Zeitpunkt t=t2 an aus dem Referenzwertspeicher 24 abgerufenen Referenzwertkennlinie.
Fig. 4f Eine Periode der Dauer T=T des Ausgangssignals des Kreuzkorrelators 25 für
den Fall einer gültigen, nicht zurückgewiesenen Münze 1.
[0023] Die Kenndaten-Informationen der zu prüfenden Münze 1 sind, wie bereits erwähnt, in
der Amplitude des in der Fig. 4b dargestellten Ausgangssignals des Demodulators 12
enthalten. Nach Ausklammern der nicht interessierenden Uebergangsbereiche, verbleibt
als auszuwertender Teil dieses Ausgangssignals der Bereich zwischen dem Zeitpunkt
t
=t
1 und t
=t
2. Dieser wird durch die Abtast/Halte-Schaltung 21 n
1 mal abgetastet, und die so erhaltenen n
1 analogen Abtastwerte werden entweder bei der Analog-Variante direkt in dem dann analogen
Messwertspeicher 23 oder bei der Digital-Variante nach Umwandlung der Analogwerte
in Digitalwerte mit Hilfe des Analog/Digital-Wandlers 22 in dem dann digitalen Messwertspeicher
23 abgespeichert. Die entsprechenden analogen bzw. digitalen Referenzwerte einer gültigen
Münze bekannten Wertes sind in dem Referenzwertspeicher 24 abgespeichert. Zeitlich
nacheinander und synchron werden nun sowohl die Messwerte als auch die Referenzwerte
aus den zugehörigen Speichern abgerufen, die Abrufung periodisch mit für alle Messwerte
bzw. Referenzwerte gleicher Periode wiederholt, die so abgerufenen Werte den beiden
Eingängen des Kreuzkorrelators 25 zugeführt und in diesem Messwerte und zugehörige
Referenzwerte miteinander verglichen. Die Messwerte und die Referenzwerte stellen
in Funktion der Zeit je eine periodische Kennlinie der Periode T dar. In diesem Falle
ist das Ausgangssignal des Kreuzkorrelators 25 auch periodisch mit der gleichen Periode
T=T. Die Verwendung eines Kreuzkorrelators 25 ist unter anderem auch deshalb erforderlich,
weil die Ausgangslage der Münze 1 in Bezug auf ihre Oberflächenstruktur beim Eintritt
in die Messstrecke willkürlich, nicht immer gleich und in den seltensten Fällen mit
dem der Referenzmünze identisch ist zur Zeit des Beginns der Abspeicherung von deren
Referenzwerten. Der Kreuzkorrelator 25 ermittelt die mathematische Kurzzeit-KreuzkorreLationsfunktion
(1/T)

m(t).r(t-τ).dt, wobei m(t) die Zeitfunktion der Messwerte, r(t-T) die Zeitfunktion
der Referenzwerte und T eine unabhängige Variable, die die durch die unterschiedlichen
Münz-Ausgangslagen bedingte Verzögerungszeit beinhaltet. Existiert eine Korrelation
zwischen der Referenzmünze und der zu prüfenden Münze 1, so besteht das Ausgangssignal
des Kreuzkorrelators 25 aus periodischen, mehr oder weniger glockenförmigen Impulsen
(Fig. 4f). Ist dagegen keine Korrelation vorhanden, so fehlen entweder diese Impulse
oder ihre Amplitude ist bedeutend schwächer. Ueberschreitet die Impulsamplitude einen
gewissen Wert S (Fig. 4f), so erzeugt der Impulsformer 26 für die Dauer der Ueberschreitung
einen ideal rechteckförmigen Impuls. Am Ausgang des Zeitkontrollgliedes 27 erscheinen
diese Impulse jedoch nur, wenn ihr zeitlicher Abstand korrekt ist, d.h wenn sie mit
der Periode T auftreten. Die Kontrolle geschieht mit Hilfe des rechteckförmigen Taktsignals
"Clock 1". Diese somit für ein "Gut"-Signal typischen Impulse steuern die elektromagnetische
Weiche 29, welche den Münzkanal umschaltet vom Behälter für ungültige Münzen auf den
Behälter für gültige Münzen.
[0024] Die beiden Zeitpunkte t=t
1 und t=t
2 werden mit Hilfe bekannter, nicht dargestellter Münzfühler ermittelt.
[0025] Statt des Korrelators 25 kann auch-ein AnaLysator verwendet werden, welcher mit Hilfe
z.B. einer Fourier-Analyse besondere Merkmale der Zeitfunktionen der Messwerte und
der Referenzwerte ermittelt und miteinander vergleicht.
[0026] Werden mehrere Messköpfe 3 verwendet z.B. eine Anzahl m, so benötigt jeder von Ihnen
seine eigene Mess- und Auswerteeinrichtung mit Ausnahme der elektromagnetischen Weiche
29, welche für alle Messköpfe 3 gemeinsam ist und von den Ausgängen der ./. m Zeitkontrollglieder
27 über das Und-Gatter 28 angesteuert wird. Alle m Messköpfe 3 sind z.B räumlich parallel
zur Rollfläche 2 angeordnet und alle ihre Luftspalte 6 haben zur Erfassung möglichst
vieler Münzmerkmale z.B. einen unterschiedlichen Abstand zum Münzzentrum. Auch können
die Messköpfe beidseitig des Münzkanals zur Prüfung beider Münzoberflächen angeordnet
sein. Ein praktischer Wert für m wäre z.B. der Wert 3 für jede Münzoberfläche.
Beschreibung der Fig. 5
[0027] In der Messkopf-Variante der Fig. 5 ist die Längsachse eines jeden elektromagnetischen
Messkopfes senkrecht zur Bewegungsrichtung EF der Münze 1 angeordnet und die Länge
L dieser Messköpfe kleiner oder gleich dem grössten Münzdurchmesser D gewählt. Die
zu prüfende Münze 1 rollt oder gleitet an jedem der Messköpfe vorbei. Vorteilhafterweise
besteht die Anordnung aus einem ersten Messkopf 3 und einem zweiten Messkopf 3a. Die
beiden Messköpfe 3 und 3a sind paralllel so angeordnet, dass ihre beiden Luftspalte
6 und 6a sich beidseitig des Münzkanals gegenüber stehen und die Münze 1 zwischen
den beiden Messköpfen 3 und 3a dicht an beiden Luftspalten 6 und 6a federnd vorbeigleitet
bzw. -rollt. Diese Messkopf-Kombination befindet sich vorteilhafterweise direkt hinter
dem Münz-Einwurfschlitz C eines Münzautomaten. Sie gestattet zusätzlich noch eine
zumindest annähernde Durchmesser-Messung beim Einwurf von Münzen unterschiedlicher
Grösse.
Beschreibung der Fig. 6
[0028] In der Messkopf-Variante der Fig. 6 ist das zylindrische Rohr 4 durch ein längliches
Plättchen aus magnetischem Material ersetzt worden, auf welches in Längsrichtung und
senkrecht zur Oberfläche die Messkopfspule 5 gewickelt ist. Die Münze 1 rollt z.B.
einer der Längsschmalseiten 30 des Plättchens entlang, auf der ein Hallelement 31
annähernd gleicher Länge befestigt ist. Die Längsmittellinie der Längsschmalseite
30 bildet die Mittellinie des Messkopfes 3. Wird der Eingang des Hallelementes 31
z.B. von einem elektrischen Gleichstrom gespeist und wird es senkrecht zu seiner Oberfläche
von einem Magnetfeld durchflossen, so ist seine elektrischen Ausgangsspannung proportional
dem Produkt von Strom und Magnetfeld. Da die zu prüfende Münze 1 das durch die Messkopfspule
5 erzeugte MagnetfeLd beeinflusst, enthält die Zeitfunktion der Ausgangsspannung des
Hallelementes 31 die von diesem erfassten Kenndaten der Münze 1 und kann mittels einer
Auswerteeinrichtung 20 nach Fig. 3 ausgewertet werden.
[0029] Auch bei dieser Messkopf-Variante kann die Bewegungsrichtung der Münze 1 senkrecht
zur Mittellinie des Messkopfes 3 sein. Die Bewegung kann in diesem Fall rollend oder
gleitend sein.
Beschreibung der Fig. 7
[0030] Die bisher beschriebenen elektromagnetischen Messköpfe 3 können auch durch die in
der Fig. 7 dargestellten optischen Messköpfe 3 ersetzt werden. Jeder dieser optischen
Messköpfe 3 besteht aus einer Zeile von k Lichtleitern vorzugsweise gleichen Querschnittes,
welche alle aus Faserbündeln oder einzelnen Fasern bestehen, deren eine Enden 32,
an denen die Münze 1 quer zur Lichtleiterrichtung vorbeirollt bzw. -gleitet und deren
Zentren die MittelLinie des Messkopfes 3 bilden, alle bündig und parallel in einer
Ebene angeordnet sind. Die anderen Enden der Lichtleiter liegen abwechselnd am Ausgang
eines optischen Senders 33 oder am Eingang eines optischen Empfängers 34. Die Anzahl
k Lichtleiter und deren Querschnitt ist so zu wählen, dass die Länge L der Lichtleiterzeile
gleich ist den für die Fig. 1 angegebenen Messkopflängen. Die Anzahl optischer Sender
33 ist annähernd gleich der Anzahl optischer Empfänger 34.
[0031] Der durch den optischen Sender 33 gesendete Lichtstrahl wird durch die vorbeirollende
bzw. -gleitende Münze 1 reflektiert, seine Amplitude in Abhängigkeit der OberfLächenstruktur
der Münze 1 moduliert und über den benachbarten Lichtleiter dem zugehörigen optischen
Empfänger 34 zugeführt. In jedem optischen Empfänger 34 wird das amplitudenmodulierte
optische Signal mit Hilfe bekannter Wandler in ein amplitudenmoduliertes elektrisches
./.
[0032] Signal umgewandelt. Dieses kann dann wie für die Fig. 3 beschrieben mit Hilfe eines
Demodulators 12 aufbereitet und in einer Auswerteeinrichtung 20 ausgewertet werden.
[0033] An Stelle der normalen zylinderförmigen Lichtleiter können auch planare Schichtwellenleiter
verwendet werden, wie sie z.B. in der Zeitschrift Naturwissenschaften 67, 1980, auf
Seite 347 bis 351, beschrieben sind.
Weitere Verwendung
[0034] Die Erfindung kann auch zum Prüfen der Lage und der Abmessungen des Metallfadens
in Banknoten verwendet werden. In diesem Fall muss allerdings noch zusätzlich ein
geeignetes Transportmittel, z.B. ein Transportband, vorgesehen werden zum Transportieren
der Banknoten entlang der Messköpfe 3.
[0035] Vorteithafterweise wird die Banknote senkrecht zur Richtung des Metallfadens bewegt
und die Längsachse des Messkopfes 3 parallel zu diesem Metallfaden angeordnet. Bei
der Verwendung mehrerer Messköpfe können z.B. ihre Längsachsen in einer Linie ausgerichtet
sein.
1. Vorrichtung zum Prüfen von rollenden bzw. gleitenden Münzen, die eine Mess- und
eine Auswerteeinrichtung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung
einen länglichen und gegenüber dem Münzdurchmesser (D) schmalen Messkopf (3) aufweist,
dessen Längsachse senkrecht oder parallel zur Bewegungsrichtung der Münze angeordnet
ist und dessen Länge (L)
a) bei parallel zur Bewegungsrichtung der Münze liegender Längsachse und dem Messkopf
(3) entlangrollender Münze kleiner oder gleich der Summe aus Münzdurchmesser (D) und
Münzumfang (πD) ist,
b) bei senkrecht zur Bewegungsrichtung der Münze stehender Längsachse kleiner oder
gleich dem grössten Münzdurchmesser (D) ist,
und dass ferner in der Auswerteeinrichtung (20) zum Vergleich der während des Vorbeirollens
bzw. -gleitens der zu prüfenden Münze am Messkopf (3) ermittelten Messwerte mit abgespeicherten
Referenzwerten einer gültigen Münze von bekanntem Wert ein Kreuzkorrelator (25) bzw.
ein Analysator angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte der zu
prüfenden Münze (1) ebenfalls abgespeichert sind und dass der Kreuzkorrelator (25)
bzw. der Analysator diese abgespeicherten Messwerte einerseits und die zugehörigen
abgespeicherten Referenzwerte andererseits synchron aus ihren jeweiligen Speicherzellen
alle zeitlich nacheinander abruft und diese Abrufung sich periodisch mit für alle
Messwerte bzw. Referenzwerte gleicher Periode wiederholt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung
(20) sowohl die Amplitude als auch die Periode der Ausgangsimpulse des Kreuzkorrelators
(25) auswertet.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Messkopf (3) aus einem in Längsrichtung aufgeschlitzten zylindrischen Rohr (4) aus
magnetischem Material besteht, auf das in Längsrichtung eine Messkopfspule (5) zur
Erzeugung eines Magnetfeldes so gewickelt ist, dass der Magnetfluss (Φ) innerhalb
des Rohres (4) senkrecht zu dessen Längsrichtung und innerhalb eines Rohrquerschnittes
kreisförmig um das Rohrzentrum und über den als Luftspalt (6) dienenden SchLitz ausgerichtet
ist, und dass die zu prüfende Münze (1) am Luftspalt (6) vorbei rollt bzw. gleitet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Luftspalts
(6) sich in Richtung des Rohrinnern erweitert und trapezförmig ist oder er eine rechteckige
Form besitzt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallplättchen
(8) aus magnetischem oder nichtmagnetischem Material, dessen Länge der Luftspaltlänge
entspricht und dessen Breite grösser als die Luftspaltbreite ist, im Luftspalt (6)
angeordnet ist, und zwar parallel zu dessen Längskanten und senkrecht quer zum Magnetfluss
(Ö).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
äussere Fläche des Rohres (4) in der Nähe und beidseitig des Luftspalts (6), jedoch
nicht ganz bis zu dessen Kanten mit einer Metallfläche (9) aus magnetischem oder nichtmagnetischem
Material verkleidet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Messkopf (3) aus einem länglichen Plättchen aus magnetischem Material besteht, auf
das in Längsrichtung und senkrecht zur Oberfläche eine Messkopfspule (5) gewickelt
ist, dass die zu prüfende Münze (1) an einer von dessen Längsschmalseiten (30) vorbei
rollt bzw. gleitet und dass auf dieser Längsschmalseite (30) ein Halletement (31)
befestigt ist, das annähernd die gleiche Länge aufweist wie das Plättchen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Messkopf (3) aus einer Reihe von Lichtleitern besteht, deren eine Enden (32), an denen
die zu prüfende Münze (1) quer zur Lichtleiterrichtung vorbeirollt bzw. -gleitet,
alle bündig und parallel in einer Ebene nebeneinander angeordnet sind, und deren andere
Enden abwechselnd an einem optischen Sender (33) oder an einem optischen Empfänger
(34) angeschlossen sind, wobei der Lichtleiterquerschnitt und die Anzahl Lichtleiter
(k) so gewählt sind, dass die Länge (L) der Lichtleiterzeile den definierten Werten
der Länge (L) des Messkopfes (3) entspricht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtleiter planare
Schichtwellenleiter sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die
Messeinrichtung mehrere Messköpfe (3) enthält, die auf einer Seite bzw. auf beiden
Seiten eines Münzkanals angebracht sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Messkopf (3)
seine eigene Mess- und Auswerteeinrichtung besitzt, dass ein gemeinsames Und-Gatter.
(28) angeordnet ist, das soviele Eingänge hat wie Messköpfe vorhanden sind, und dass
der Ausgang dieses Und-Gatters (28) eine elektromagnetische Weiche (29) steuert.
13. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zum Prüfen der
Lage und der Abmessungen des Metallfadens einer Banknote, wobei die Längsachse des
Messkopfes (3) senkrecht zur Transportrichtung der Banknote und parallel zur Metallfadenrichtung
angeordnet und die Länge (L) des Messkopfes (3) kleiner oder gleich der Länge des
Metallfadens ist.