[0001] Die Erfindung betrifft eine wärmedämmende Außenwandverkleidung für Bauwerkswände
mit einer auf der Bauwerkswand aufgebrachten Wärmedämmschicht und einer außenliegenden
Putzschicht.
[0002] Die bekannten Außenwandverkleidungen dieser Art verwenden als Wärmedämmschicht Kunststoff-Hartschaumplatten,
auf die die Putzschicht aufgebracht wird, wie z.B. die DE-PS 20 53 629 und die DE-OSn
25 16 916 und 28 50 861 zeiqen. Bei einem derartiaen Aufbau der Außenwandverkleidung
bereitet die Haftung der Putzschicht auf der Wärmedämmschicht erhebliche Schwierigkeiten.
Um diese Haftunq zu verbessern, ist schon die Außenfläche der Kunststoff-Hartschaumolatten
mit einer Rilluna oder einer besonderen Haftschicht versehen worden. Außerdem muß
dem Putz stets mehr oder weniger Kunststoffkleber beigeoeben werden. Zwischen der
Wärmedämmschicht und der Putzschicht ist auch schon eine Glasfasermatte zur Versteifung
und besseren Verkettung eingebracht worden.
[0003] Diese bekannten Außenwandverkleidungen neigen zum Abblättern der Putzschicht, da
aufgrund der verwendeten Wärmedämmschicht und des Kunststoffanteiles in der Putzschicht
einmal eindringende Feuchtigkeit nicht vollständig durch die Putzschicht diffundieren
kann.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Außenwandverkleidung der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, bei der eine eindeutiae Durchlüftuno erreicht und der Halt der Putzschicht
trotz Verwendung einer starken Wärmedämmschicht verbessert sind. Außerdem soll ohne
Kunststoffanteil Mörtel für die Putzschicht verwendet werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß als Wärmedämmschicht Glaswollematten
verwendet sind, daß danach auf einer mit der Bauwerkswand verbundenen Unterkonstruktion
aus parallel und im Abstand zur Bauwerkswand verlaufenden Trägern eine luftdurchlässige,
putzabhaltende Zwischenschicht und eine Rippenstreckmetallschicht befestigt sind und
daß die Putzschicht auf die außenliegende Ripnenstreckmetallschicht aufgetragen ist.
[0006] Die aus Glaswollematten ausgelegte Wärmedämmschicht bringt eine ausgezeichnete Wärmedämmung,
wobei deren Stärke beliebig gewählt werden kann, da nur der Abstand der Träger der
Unterkonstruktion zur Bauwerkswand entsprechend gewählt werden muß. Die Zwischenschicht
und die Rippenstreckmetallschicht bilden eine Tragschicht für die Putzschicht, wobei
die Zwischenschicht in erster Linie den Durchtritt der Putzschicht in die Wärmedämmschicht
verhindert und die Rippenstreckmetallschicht eine Versteifung der Putzschicht und
eine starre Verbindung zu der Unterkonstruktion bringt. Die Zwischenschicht muß nur
luftdurchlässig und putzabhaltend sein. wozu nach einer vorteilhaften Ausgestaltung
Glasyliesmatten verwendet werden. Für die Putzschicht kann Mörtel nhne Kunststoffanteil
verwendet werden, da eine Rindung zu Kunststoff-Hartschaumplatten ja nicht mehr erforderlich
ist.
[0007] Die Einstellung des Abstandes der Träger der Unterkonstruktion zur Bauwerkswand kann
nach einer Ausgestaltung dadurch ohne Beeinträchtigung der Wärmedämmschicht erfolgen,
daß die Träger an Distanzelementen befestigt sind, die durch die Wärmedämmschicht
aus den Glaswollematten hindurch mit der Bauwerkswand verbunden sind.
[0008] Damit unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten der Unterkonstruktion und der Bauwerkswand
zu keinen Spannungen und Rissen in der Putzschicht führen, sieht eine Weiterbildung
vor, daß jeder Träger an einem Distanzelement unverschiebbar und an den übrigen Distanzelementen
begrenzt axial verschiebbar festgelegt ist.
[0009] Unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Unterkonstruktinn und Putzschicht werden
dadurch abgefangen, daß die Zwischenschicht und die Rippenstreckmetallschicht über
Verbindungsstellen mit den Trägern der Unterkonstruktion verbunden sind, die eine
begrenzte Verstelluna in axialer Richtung der Träger zulassen.
[0010] Die Anbringung der Zwischenschicht und der Ri
ppenstreckmetallschicht an der Unterkonstruktinn wird nach einer Ausgestaltung dadurch
erleichtert, daß jede Glasvliesmatte mit einer Rippenstreckmetallmatte zu einer Einheit
verbunden ist.
[0011] Damit die so gebildeten Einheiten fugenlos aneinandergereiht werden können, ist vorgesehen,
daß Rippenstreckmetallmatten verwendet sind, die an den beiden Längskanten mit im
Querschnitt V-förmigen Leisten abgeschlossen sind und daß die mit der Rippenstreckmetallmatte
verbundene Glasvliesmatte an einer Längskante über die Rippenstreckmetallmatte vorsteht,
während sie an der gegenüberliegenden Längskante erst im Anschluß an die abschließende
V-förmige Leiste beginnt, und daß die Einheiten aus Rippenstreckmetallmatte und Glasvliesmatte
durch Ineinanderschachteln der verschieden abschließenden V-förmiaen Leisten benachbarter
Einheiten zu einer geschlossenen Rippenstreckmetallchschicht zusammensetzbar sind.
[0012] Die Abstützung der Zwischenschicht und der Rippenstreckmetallschicht wird dadurch
optimal, daß die Rippenstreckmetallmatten mit ihrer Längsrichtung quer zu den Trägern
der Unterkonstruktion angebracht sind.
[0013] Damit die Wärmedämmschicht an den Rändern der Außenwandverkleidung geschützt ist,
ohne jedoch die Durchlüftung zu beeinträchtigen, ist nach einer weiteren Ausgestaltung
vorgesehen, daß ihre Ränder im Bereich der Wärmedämmschicht mittels Lochblechen abgedeckt
sind, welche mit den Rändern der Rippenstreckmetallschicht verbunden sind.
[0014] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 im Schnitt den Aufbau der Außenwandverkleidung nach der Erfindung und
Fig. 2 eine Einzelheit, wie aus Glasvliesmatten und Rippenstreckmetallmatten gebildete
Einheiten fugenlos aneinandergereiht werden können.
[0015] Der Schnitt nach Fig. 1 läßt den Aufbau der Außenwandverkleidung nach der Erfindung
erkennen. Auf d
Pr Rauwerkswand 10 werden Distanzele mente 11 und 12 befestigt, an denen die Träger
14 der Unterkonstruktion angebracht werden können. Die Distanzelemente 11 und 12 sind
dabei so ausgelegt, daß die Träger 14 einen Abstand zur Bauwerkswand 10 einnehmen,
der der Stärke der aus Glaswollematten 13 bestehenden Wärmedämmschicht entspricht.
Bevor die Träger 14 mit den Distanzelementen 11 und 12 verbunden werden, wird die
Wärmedämmschicht an der Bauwerkswand 10 angebracht. Die Wärmedämmschicht wird aus
Glaswollematten 13 bekannter Art und Abmessungen zusammengesetzt. Ist die Wärmedämmschicht
angebracht, dann werden die Träger 14 der Unterkonstruktion mit den Distanzelementen
11 und 12 verbunden. Dabei können die Distanzelemente 11 und 12 in sich auf den qewünschten
Abstand zwischen Träger 14 und Bauwerkswand 10 eingestellt werden. Sie bestehen dabei
z.B. aus zwei stufig gegeneinander verstellbaren und arretierbaren Teilen, nie Verbindung
zwischen dem Träger 14 und den Distanzelementen 11 und 12 ist vorzugsweise so, daß
eine Verbindung z.B. mit dem Distanzelement 11 unverschiebbar ist, während die Verbindungen
mit den übrigen Distanzelementen 12 benrenzt in Längsrichtung des Trägers 14 verstellbar
sind. Damit lassen sich die durch Temperaturschwankungen bedingten unterschiedlichen
Ausdehnungen von Bauwerk 10 und Träger 14 ausgleichen.
[0016] Die Träger 14 der Unterkonstruktion sind z.B. vertikal verlaufend an der Bauwerkswand
10 befestigt und zwar in gleichmäßigen Abständen. Die Wärmedämmschicht wird nun nach
außen hin von einer Zwischenschicht aus Glasvliesmatten 15 abgeschlossen. Diese Glasvliesmatten
15 sind luftdurchlässig und putzabhaltend. Auf die Glasvliesmatten 15 folgt eine Rippenstreckmetallschicht,
die aus Rippenstreckmetallmatten 16 qubildet wird. Dabei ist es für die Montage von
Vorteil, wenn die Glasvliesmatte 15 und die Rippenstreckmetallmatte 16 vorher schon
zu einer Einheit verbunden sind, wie noch gezeigt wird. Diese Verbindung kann z.B.
durch Verkleben mittels Polyesterharz erfolgen, wobei die Verklebunq auch nur an mehreren
begrenzten Stellen vorgenommen werden kann. Diese Einheiten aus Glasvliesmatten 15
und Rippenstreckmetallmatten 16 werden mittels Verbindungsstellen mit den Trägern
14 verbunden, die eine begrenzte Verstellung an den Trägern 14 zulassen. Diese Verbindungen
können Schraubverbindungen aus Schrauben 17, Unterlaascheiben 18 und Muttern 19 sein,
wobei die Schraube 17 durch ein Langloch des Trägers 14 geführt ist. Die Langlöcher
desTrägers 14 sind dabei mit ihren
qroßen Abmessungen einheitlich in Längsrichtung des Trägers 14 ausgerichtet. Damit
wird erreicht, daß sich die auf die Rippenstreckmetallschicht aufgebrachte Putzschicht
20 gegenüber der Unterkonstruktion begrenzt verstellen kann. Damit können sich die
Putzschicht 20 mit der eingebetteten Rippenstreckmetallschicht und die Unterkonstruktion
qegeneinander verstellen, wenn sie sich bei Temperaturschwankungen unterschiedlich
ausdehnen bzw. zusammenziehen. Dadurch werden Spannungen und die Bildung von Rissen
in der Putzschicht 20 vermieden. Die Zwischenschicht aus den Glasvliesmatten 15 hat
dabi nur den Zweck, beim Auftragen der Putzschicht 20 das Eindringen von Mörtel in
die wärmedämmschicht zu vermeiden. Um eine ausreichende Belüftung der so aufgebauten
Außenwandverkleidung sicherzustellen, muß diese Zwischenschicht aber luftdurchlässig
sein. Diese Eigenschaft kommt den Glasvliesmatten 13 zu. Ihre anorganischen Bestandteile
haben zudem den Vorteil, daß sie wenig Feuchtigkeit aufnehmen und speichern. Die Putzschicht
20 kann mit normalem Mörtel hergestellt werden, da keine Kunststoffbeimengung benötigt
wird, um einen ausreichenden Halt an der Wärmedämmschicht zu erhalten. Die Putzschicht
20 wird vielmehr an der Rippenstreckmetallschicht fest verankert und durch diese noch
versteift. Die Träaer 14 der Unterkonstruktion stützen die Zwischenschicht mit den
Glasvliesmatten 15 und die Putzschicht 20 mit der eingebetteten Rippenstreckmetallschicht
an der Bauwerkswand 10 ab, so daß sie ausreichend fixiert und gehalten ist. An den
Rändern der Außenwandverkleidung wird die Wärmedämmschicht in bekannter Weise mittels
Lochblechen abgedeckt, die mit den Rändern der angrenzenden Rippenstreckmetallmatten
16 verbunden sind. Damit wird die Wärmedämmschicht an den Rändern abgedeckt und geschützt,
ohne die Belüftung zu beeinträchtigen.
[0017] In Fig. 2 ist eine Einzelheit gezeigt, wie benachbarte Glasvliesmatten 15 und 15'
und die damit verbundenen Rippenstreckmetallmatten 16 und 16' fugenlos aneinandergereiht
werden können. Dazu werden vorzugsweise Rippenstreckmetallmatten 16 und 16' verwendet,
die an ihren, Längskanten mit im Querschnitt V-förmigen Leisten 21 und 22 enden. Die
Glasvliesmatten 15 und 15' werden nun so zugeschnitten und mit den Rippenstreckmetallmatten
16 und 16' verbunden, daß an einer Längskante die Glasvliesmatte 15 mit einem Randstreifen
23 über die zugekehrte V-förmige Leiste 21 vorsteht. An der gegenüberliegenden Längskante
ist das Ende 24 der Glasvliesmatte 15' zurückgesetzt und läßt die zugekehrte V-förmige
Leiste 22 der Rippenstreckmetallmatte 16' frei, so daß sie mit der V-förmigen Leiste
21 der benachbarten Einheit verschachtelt werden kann. Der Randstreifen 23 der Glasvliesmatte
überdeckt dabei die Stoßstelle zwischen den beiden Einheiten aus Glasvliesmatte 15
bzw. 15' und Rippenstreckmetallmatte 16 bzw. 16
1, so daß eine geschlossene Zwischenschicht und eine fugenlose Rippenstreckmetallschicht
aeschaffen und mit den Trägern 14 der Unterkonstruktion verbunden werden kann. Die
Einheiten werden dabei mit ihren Längsabmessungen quer zu den Trägern 14 befestigt.
[0018] Es bleibt noch zu erwähnen, daß es für das Wesen der Erfindung keine Rolle spielt,
wie die Unterkonstruktion aufgebaut und an der Bauwerkswand 10 befestigt ist. Auch
für die Festlegung der aus Glasvliesmatten 15 und 15' sowie Rippenstreckmetallmatten
16 und 16' ausgebildeten Einheiten an den Trägern 14 der Unterkonstruktion gibt es
verschiedene konstruktive Ausgestaltungen. Es ist auch denkbar, anstelle von Glasvliesmatten
15 und 15' andere luftdurchlässige und putzabhaltende Matten für die Zwischenschicht
zu verwenden.
1. Wärmedämmende Außenwandverkleidung für Bauwerkswände mit einer auf der Bauwerkswand
aufgebrachten Wärmedämmschicht und einer außenliegenden Putzschicht, dadurch gekennzeichnet,
daß als Wärmedämmschicht Glaswollmatten (13) verwendet sind, daß danach auf einer
mit der Bauwerkswand (10) verbundenen Unterkonstruktion aus parallel und im Abstand
zur Bauwerkswand (10) verlaufenden Trägern (14) eine luftdurchlässige, putzabhaltende
Zwischenschicht und eine Rippenstreckmetallschicht befestiqt sind und daß die Putzschicht
(20) auf die außenliegende Rippenstreckmetallschicht aufgetragen ist.
2. Außenwandverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der
Träqer (14) der Unterkonstruktion von der Bauwerkswand (10) der Stärke der Glaswollematten
(13) entspricht.
3. Außenwandverkleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger
(14) an Distanzelementen (11,12) befestigt sind, die durch die Wärmedämmschicht aus
den Glaswollematten (13) hindurch mit der Bauwerkswand (10) verbunden sind.
4. Außenwandverkleidung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Träger
(14) an einem Distanzelement (11) unverschiebbar und den übrigen Distanzelementen
(12) begrenzt axial verschiebbar festgelegt ist.
5. Außenwandverkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht aus Glasvliesmatten (15,15') gebildet ist.
6. Außenwandverkleidung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Glasvliesmatte
(15,15') mit einer Rippenstreckmetall- matte (16,16') zu einer Einheit verbunden ist (z.B mit Polvesterharz).
7. Außenwandverkleidung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Rippenstreckmetallmatten
(16,16') verwendet sind, die an den beiden Längskanten mit im Querschnitt V-förmigen
Leisten (21,22) abgeschlossen sind, und daß die mit der Rippenstreckmetallmatte (16
bzw. 16') verbundene Glasvliesmatte (15 bzw. 15') an einer Längskante über die Rippenstreckmetallmatte
(16 bzw. 161) vorsteht, während sie an der gegenüberliegenden Längskante erst im Anschluß an die
abschließende V-förmige Leiste (22) beginnt.
8. Außenwandverkleidung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheiten
aus Rippenstreckmetallmatte (16 bzw. 16') und Glasvliesmatte (15 bzw. 151) durch Ineinanderschachteln der verschieden abschließenden V-förmigen Leisten (21,22)
benachbarter Einheiten zu einer geschlossenen Rippenstreckmetallschicht zusammensetzbar
sind.
9. Außenwandverkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht und die Rippenstreckmetallschicht über Verbindungsstellen
mit den Trägern (14) der Unterkonstruktion verbunden sind, die eine begrenzte Verstellung
in axialer Richtunq der Träqer (14) zulassen.
10. Außenwandverkleidung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch aekennzeichnet,
daß die Rippenstreckmetallmatten (16,16') mit ihrer Längsrichtung quer zu den Trägern
(14) der Unterkonstruktion angebracht sind.
11. Außenwandverkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß ihre Ränder im Bereich der Wärmedämmschicht mittels Lochblechen abgedeckt sind,
welche mit den Rändern der Rippenstreckmetallschicht verbunden sind.