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(11) |
EP 0 016 938 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.02.1983 Patentblatt 1983/06 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.02.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: B41F 21/00 |
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| (54) |
Bogentransporttrommel an Rotationsdruckmaschinen
Sheet transfer cylinder in rotary printing machines
Cylindre de transfert de feuilles dans des machines à imprimer rotatives
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
09.04.1979 DE 2914362
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.10.1980 Patentblatt 1980/21 |
| (71) |
Anmelder: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69019 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Jeschke, Willi
D-6900 Heidelberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo |
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c/o Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogentransporttrommel an Rotationsdruckmaschinen, bei
der die zu transportierenden Bogen auf einem zwischen Trommelmantel und Bogen mittels
Blasluft erzeugten Luftpolster aufliegen.
[0002] Beim Transportieren der frisch bedruckten Bogen auf Transporttrommeln, bei denen
das noch frische Druckbild auf dem Trommelmantel zu liegen kommt, besteht die Gefahr,
daß bei Berührung zwischen Farbe und Trommelmantel ein Verschmieren der noch nicht
trockenen Farbe auf dem Bogen erfolgt, so daß das Druckbild unbrauchbar wird.
[0003] Bei einer bekannten Bogentransporttrommel dieser Art (DE-B-1 561 043) wird auf dem
Trommelumfang ein dünnes Luftpolster erzeugt, auf das sich der Bogen auflegen soll,
um ein Abschmieren der Druckfarbe zu verhindern. Die bekannte Bogentransporttrommel
ist doppelwandig ausgeführt und weist eine Abdeckung aus porösem und luftdurchlässigem
Material auf. Wird nun zwischen die Doppelwandung in den Hohlraum Blasluft eingeblasen,
so tritt diese durch die luftdurchlässige Abdeckung aus und erzeugt das Luftpolster
unter dem zu transportierenden Bogen.
[0004] Die bekannte Bogentransporttrommel hat den Nachteil, daß sie in der Herstellung aufwendig
ist und zur Erzeugung des Luftpolsters große Mengen an Blasluft benötigt. Neben den
Kosten für die Einrichtung an sich hat diese einen hohen Energiebedarf und wirkt sich
ungünstig auf das Raumklima in der Druckerei aus. Mit der benötigten, großen Luftmenge
erfolgt auch eine unerwünschte Wärmezufuhr in die Maschine, wodurch Papierverzug zu
verzeichnen ist. Man muß daher zusätzliche Kühl- und Befeuchtungseinrichtungen für
die Blasluft vorsehen, was sich kostensteigernd auswirkt.
[0005] Es hat sich auch gezeigt, daß bei einem dünnen Luftpolster die Gefahr besteht, daß
beim Verarbeiten von steifem Karton stellenweise eine Berührung zwischen der Bogentransporttrommel
und der bedruckten Kartonoberfläche erfolgt. Wird aber die Oberfläche der porösen
Abdeckung mit Farbe verschmiert, ist ein Ausbauen derselben unumgänglich und die Teile
müssen mit einem Lösungsmittel ausgewaschen werden. Auch hierdurch entstehen neben
den Stillstandszeiten der Maschine Unkosten, die sich in einer Verteuerung der Druckprodukte
auswirkt.
[0006] Bogentransporttrommeln in ähnlicher Ausführung, bei denen Blasdüsen zum Tragen der
einzelnen Bogen verwendet werden, sind an sich bekannt (FR-A-1 140 267), werden jedoch
nicht zum Aufbau eines Luftpolsters verwendet. Die bekannten Blasdüsen unterstützen
das Ablegen eines Bogens auf einem Förderband und sind innerhalb der Bogentransporttrommel
angeordnet.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bogentransporttrommel mit einem Luftpolster
für die zu transportierenden Bogen zu schaffen, die einfach und kostengünstig herzustellen
ist, einen geringen Blasluftverbrauch hat, alle Papierstärken bis zu Karton ohne Abschmieren
verarbeiten kann und leicht zu reinigen und zu pflegen ist.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zur Erzeugung des Luftpolsters
Blasdüsen vorgesehen sind und daß das Luftpolster an der Vorderkante und an den beiden
Seitenkanten des Bogens von auf dem Trommelmantel vorgesehenen Dichtleisten begrenzt
ist. Durch die Begrenzung des Luftpolsters an der Vorderkante und den beiden Seitenkanten
des Bogens wird unter diesem ein Stauraum geschaffen, in dem über die Blasdüsen ein
Staudruck erzeugt wird, von dem der bedruckte Bogen getragen wird. Diese Lösung ermöglicht
auf einfache Weise den Aufbau eines Luftpolsters, das einen größeren Abstand zwischen
Bogen und Trommelmantel ermöglicht und dadurch mit Sicherheit ein Abschmieren der
Bogen auf dem Trommelmantel verhindert. Der Luftverbrauch ist deutlich geringer gegenüber
einer Lösung ohne Stauraum.
[0009] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Bogentransporttrommel so ausgebildet,
daß der Luftstrom der Blasdüsen zunächst gegen die an der Vorderkante vorgesehene
Dichtleiste gerichtet ist, wodurch in diesem Bereich ein Luftstau und bei weiterer
Drehung der Bogentransporttrommel das Luftpolster zwischen Bogen und Trommelmantel
aufgebaut wird. Hierbei können die Blasdüsen außerhalb der Bogentransporttrommel vor
deren Bogenübernahme angeordnet sein und in Drehrichtung der Bogentransporttrommel
zwischen Bogen und Trommelmantel blasen. Dabei ist keine Lufteinführung in die rotierende
Trommel notwendig. Diese Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich insbesondere durch
ihren einfachen Aufbau und durch ihre leichte Pflegemöglichkeit aus.
[0010] In Abwandlung der Blasluftzufuhr sind an dem Trommelmantel Blasdüsen vorgesehen,
die gegen die an der Vorderkante des Bogens vorgesehenene Dichtleiste gerichtet sind,
auf einer Teillänge des Trommelmantels, beginnend am Bogenanfang, angeordnet sind,
entsprechend der fortschreitenden Trommeldrehung nacheinander jeweils im Bereich der
Zentrale an der Bogenübernahme mit Blasluft versorgt werden und zwischen Bogen und
Trommelmantel blasen. Mit dieser wesentlich vereinfachten Lufteinführung in die rotierende
Trommel läßt sich ebenfalls mit einfachen Mitteln ein Luftpolster unter dem zu transportierenden
Bogen aufbauen. Auch diese Lösungsvariante kommt mit dem geringstmöglichen Verbrauch
an Blasluft aus.
[0011] Eine vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist durch die Merkmale des
Anspruchs 5 gekennzeichnet, wobei jede beliebige Trommel einer Druckmaschine auf diese
Weise ausgebildet werden kann, um eine Beschädigung der frisch bedruckten Seite des
Bogens, die zur Trommel hin gerichtet ist, zu vermeiden.
[0012] Das Merkmal von Anspruch 6 garantiert die einwandfreier Funktion auch beim Verarbeiten
von Karton, weil eine mechanische Abstützung der Bogen durch die seitlichen Ringe
hinzu kommt. Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind durch die
Merkmale der Ansprüche 7 bis 10 gekennzeichnet.
[0013] Mit der beschriebenen Lösung und deren Ausbildungsmerkmalen lassen sich sowohl dünne
Papiere, bei deren Verarbeitung eine mechanische Stützung auf den seitlichen Ringen
nicht unbedingt benötigt wird, als auch dicke Bogen verarbeiten, unabhängig von deren
Formatgrö- ße, ohne daß es zu einem Kontakt zwischen Bogenoberfläche und Trommelmantel
kommt, so daß mit Sicherheit jede Beschädigung des Druckbildes vermieden wird.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Bogentransporttrommel mit außerhalb angeordneten Blasdüsen,
Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch die Bogentransporttrommel mit außen liegenden
Blasdüsen,
Fig. 3 einen Schnitt durch einen seitlichen Dichtring mit aufliegendem Bogen,
Fig.4 einen Schnitt durch einen seitlichen Dichtring mit Abdichtung an der Bogenstirnseite,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer Bogentransporttrommel an der Kettenauslage mit außen
liegenden Blasdüsen,
Fig. 6 eine Seitenansicht einer Bogentransporttrommel mit innen liegenden Blasdüsen,
Fig. 7 ein Steuerschema für die Blasluft,
Fig. 8 ein Steuerventil für die Blasluft,
Fig. 9 einen kontaktlosen Schalter für die Blasluftsteuerung und
Fig. 10 eine Einstellmöglichkeit zum Ein- und Abschalten der Blasluft.
[0015] Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Bogenoffsetdruckmaschine
mit der an sich bekannten Zylinderanordnung. Der Bogen 1 wird zwischen Gummizylinder
2 und Druckzylinder 3 bedruckt und von den im Druckzylinder 3 vorhandenen nicht dargestellten
Greifern der Bogentransporttrommel 4 zugeführt, deren Greifer 5 den Bogen in der Zentrale
zwischen Druckzylinder 3 und Bogentransporttrommel 4 übernehmen. Danach wird der Bogen
1 von der Bogentransporttrommel 4 an die nicht dargestellten Greifer der Überführtrommel
6 übergeben.
[0016] Der auf der Bogentransporttrommel 4 zwischen Greifer 5 und Greiferauflageschiene
7 gehaltene Bogen 1 liegt auf einem Luftpolster 8 auf, das zwischen Trommelmantel
9 und Bogen 1 mittels Blasluft erzeugt wird. Zur Erzeugung des Luftpolsters 8 sind
Biasdüsen 10 vorgesehen, die vor der Zentrale an der Bogenübernahme zwischen Druckzylinder
3 und Bogentransporttrommel 4 vorgesehen sind. Der Luftstrom 11 der Blasdüsen 10 ist
zunächst gegen die unter der Vorderkante des Bogens 1 vorgesehene Dichtleiste 12 gerichtet.
Hierdurch entsteht ein Luftstau, aus dem bei weiterer Drehung der Bogen
trans- porttrommel 4 das Luftpolster 8 zwischen Bogen 1 und Trommelmantel 9 aufgebaut
wird.
[0017] Die Blasdüsen 10, die außerhalb der Bogentransporttrommel 4 vor deren Bogenübernahme
in der Zentrale zum Druckzylinder 3 angeordnet sind, blasen in Drehrichtung der Bogentransporttrommel
4 zwischen Bogen 1 und Trommelmantel 9. Der Trommelmantel 9 ist hierbei luftundurchlässig
ausgebildet und trägt auf beiden Seiten je einen in Achsrichtung der Bogentransporttrommel
4 verschiebbaren Dichtring 13 (Fig. 2). Der Radius des Trommelmantels 9 ist um die
Stärke der Dichtringe 13 kleiner ausgelegt, so daß die Auflagekante 14 für den Bogen
1 genau dem theoretischen Trommeldurchmesser entspricht.
[0018] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist die Bogentransporttrommel 4 beiderseits über ihre
Achsschenkel 15, 16 über Lager 17, 18 in den Seitengestellen 19, 20 gelagert. Hierbei
trägt der Achsschenkel 15 ein Stirnrad 21 für den Antrieb der Bogentransporttrornmel4.
[0019] Zwischen den Seitengestellen 19, 20 ist ein sich über die Länge des Trommelmantels
9 erstreckendes Blasrohr 22 vorgesehen, das über die Halter 23 an den Seitengestellen
befestigt ist. Am Blasrohr 22 wiederum sind die Blasdüsen 10 befestigt, die über die
Bogenlänge einen fächerförmigen Luftstrom erzeugen. Die Blasiuft wird dem Blasrohr
22 über einen Schlauch 24 zugeführt.
[0020] Fig. 3 zeigt einen größer dargestellten Schnitt durch einen seitlichen Dichtring
13, bei dem der Bogen 1 auf der Auflagekante 14 aufliegt. Dies ist insbesondere bei
dickem Bogenmaterial vorteilhaft. Die Ausführung gemäß Fig.4 zeigt in Abwandlung einen
Dichtring 25, bei dem das Luftpolster 8 an der Stirnseite des Bogens 1 abgedichtet
wird. Auch hierbei wird das Luftpolster im vorderen Bereich des zu transportierenden
Bogens 1 auf der Dichtleiste 12 abgedichtet. Diese Ausführung kann z. B. bei sehr
dünnem Bogenmaterial Verwendung finden.
[0021] Das in Fig.5 gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt eine Bogentransporttrommel 4' am
Ende der Druckmaschine, von der die Bogen über eine Kettenführung 26 der Auslage zugeleitet
werden. Hierzu trägt die Bogentransporttrommel 4 beiderseits des Trommelmantels 9
je ein Kettenrad 27, über das die Ketten 26 geleitet werden. Bei dieser Ausführung
sind die Greifer 5 und die Greiferauflageschiene 7 an den Ketten 26 befestigt. Die
Wirkungsweise der Blasluft unterschiedet sich nicht von der zuvor beschriebenen Ausführung.
Zusätzlich können bei den gezeigten Ausführungen Bogenleitbleche 28 der Bogentransporttrommel
4, 4' zugeordnet sein, die an einer Traverse 29 befestigt sind. Das Bogenleitblech
28 verhindert, daß das Bogenende unkontrollIiert nach unten fallen kann.
[0022] Die Ausführung gemäß Fig. 6 unterscheidet sich gegenüber den vorher beschriebenen
Ausführungen dadurch, daß an dem Trommelmantel 30 Blasdüsen 31 vorgesehen sind, die
gegen die an der Vorderkante des Bogens 1 vorgesehene Dichtleiste 12 gerichtet sind
und auf einer Teillänge des Trommelmantels 30, beginnend am Bogenanfang, angeordnet
sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind dies vier Reihen Blasdüsen 31. Die Blasdüsen
31 durchdringen den Trommelkörper bis zur Bohrung einer Hohlachse 32, die sich mit
der Bogentransporttrommel 4 auf einer Achse 33 dreht. In der Achse 33 ist eine Längskammer
34 vorgesehen, durch die die Blasluft den Düsen 31 zugeführt wird. Entsprechend der
fortschreitenden Trommeldrehung kommen jeweils nacheinander die im Bereich der Zentrale
zum Druckzylinder 3 an der Bogenübernahme befindlichen Blasdüsen 31 mit der Längskammer
34 in Verbindung, so daß sie für diese Zeitspanne zwischen Trommelmantel 30 und Bogen
1 Blasluft einblasen und hierdurch das Luftpolster aufbauen. Bei dieser Ausführung
ist es lediglich erforderlich, daß die in Trommeldrehrichtung gesehene, jeweils im
Bereich der Zentrale zum Gummizylinder 3 bewegte Reihe Blasdüsen 31 mit Blasluft versorgt
wird. Das Luftpolster bleibt hierdurch aufrechterhalten, wobei mit geringstem Blasluftverbrauch
auszukommen ist. Die Blasluftzufuhr erfolgt in bekannter Weise axial außerhalb der
Seitengestelle.
[0023] Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen ist das Luftpolster von dem zu transportierenden
Bogen 1 auf der Dichtleiste 12 und beiderseits von den auf das jeweils zu verarbeitende
Format einstellbaren Dichtringen 13, 25 an den Bogenstirnseiten abgedichtet. Hierbei
wird die Blasluft taktmäßig bei der Übernahme des Bogens 1 eingeschaltet und jeweils
zu dem Zeitpunkt abgeschaltet, wenn das Bogenende den Druckspalt des vor der Bogentransporttrommel
4, 4' angeordneten Druckzylinders 3 verläßt. In Fig. 7 ist jeweils der Zeitraum der
Luftzufuhr schraffiert dargestellt. Das Einschalten der Blasluft erfolgt bei a. Je
nach der Länge des zu verarbeitenden Bogens 1 erfolgt das Abschalten gemäß b im oberen
Bild oder gemäß c im unteren Bild. Mit d wird der formatbedingte Verstellbereich für
das Abschalten der Blasluft dargestellt. Sowohl bei b als auch bei c verläßt das Bogenende
gerade den Druckspalt zwischen Gummizylinder 2 und Druckzylinder 3.
[0024] Die Zeitspanne der Einschaltung der Blasluft kann auf mechanischem Wege durchgeführt
werden, wie dies z. B. in Fig. 2 gezeigt ist. Hier ist auf dem Achsschenkel 15 ein
Zapfen 35 befestigt, auf dem ein Drehventil 36 gelagert ist. Zum Steuern der Blasluft
sind auf dem Zapfen 35 zwei mit Luftöffnungen 37 versehene Scheiben 38, 39 befestigt,
deren Luftöffnungen 37 für die maximale Blaszeit vorgesehen sind. Durch Verdrehen
der Scheibe 38 gegenüber der fest auf dem Zapfen 35 befestigten Scheibe 39 läßt sich
die Zeitspanne der Luftzufuhr verkürzen. Nachdem beide Scheiben 38, 39 mit der Trommeldrehzahl
rotieren, kann die im Schlauch 40 zugeführte Blasluft taktmäßig für bestimmte Zeitspannen
gesteuert werden, so daß über den Schlauch 24 den Düsen 10 für die Zeitspanne der
Übernahme der Bogen 1 durch die Greifer 5 bis zu dem Zeitpunkt Blasluft zugeführt
wird, zu dem das Bogenende den Druckspalt zwischen dem Gummizylinder 2 und dem Druckzylinder
3 verläßt.
[0025] Eine andere Ausführung eines Steuerventils ist in Fig. 8 gezeigt, bei dem ebenfalls
die Blasluft über den Schlauch 40 zugeführt wird und über das Ventil 41, das z. B.
über einen Stellmotor 42 verdreht werden kann, in ihrer Blaszeit steuerbar ist. Der
Schlauch 24 führt nun für die jeweils eingestellte Blaszeit die Blasluft den Düsen
10 zu.
[0026] In Fig.9 ist ein kontaktloser Schalter 43 gezeigt, der am Seitengestell 19 befestigt
ist. Auf einem mit der Drehzahl der Bogentransporttrommel 4 umlaufenden Zapfen 44
sind zwei Steuersegmente 45, 46 befestigt, von denen das Steuersegment 45 auf dem
Zapfen 44 fest angeordnet ist, während sich das Steuersegment 46 über die Stellschraube
47 gegenüber dem erstgenannten einstellen läßt.
[0027] In Fig. 10 ist eine Draufsicht der Steuerung gemäß Fig. 9 wiedergegeben, bei der
die beiden Steuersegmente 45, 46 gegeneinander verdreht sind, so daß die Blaszeit
um einen auf der Skala 48 einstellbaren Betrag verkürzt wurde. Über den kontaktlosen
Schalter 43 läßt sich das Ventil 41 über den Stellmotor 42 steuern. Wie in Fig. 10
gezeigt, lassen sich den Steuersegmenten mehrere Schalter 43 zuordnen, wobei jeder
Schalter das Ventil 41 für die Blasluftsteuerung einer Bogentransporttrommel betätigt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind somit vier Schalter für vier Bogentransporttrommeln
innerhalb einer Druckmaschine vorgesehen. Die winkelversetzte Anordnung der Schalter
entsteht dadurch, daß die Bogenübernahme an den vier Trommeln nicht gleichzeitig erfolgt.

1. Bogentransporttrommel an Rotationsdruckmaschinen, bei der die zu transportierenden
Bogen auf einem zwischen Trommelmantel und Bogen mittels Blasluft erzeugten Luftpolster
aufliegen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Luftpolsters (8) Blasdüsen
(10, 31) vorgesehen sind und daß das Luftpolster (8) an der Vorderkante und an den
beiden Seitenkanten des Bogens (1) von auf dem Trommelmantel (9, 30) vorgesehenen
Dichtleisten begrenzt ist.
2. Bogentransporttrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasdüsen
(10, 31) zunächst gegen die an der Vorderkante vorgesehene Dichtleiste (12) und bei
weiterer Drehung der Bogentransporttrommel (4) zwischen Bogen (1) und Trommelmantel
(9, 30) gerichtet sind.
3. Bogentransporttrommel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasdüsen
(10) außerhalb der Bogentransporttrommel (4) vor deren Bogenübernahme angeordnet sind
und in Drehrichtung der Bogentransporttrommel (4) zwischen Bogen (1) und Trommelmantel
(9) blasen.
4. Bogentransporttrommel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Trommelmantel (30) Blasdüsen (31) vorgesehen sind, die gegen die an der Vorderkante
des Bogens (1) vorgesehene Dichtleiste (12) gerichtet sind, auf einer Teillänge des
Trommelmantels (30) beginnend am Bogenanfang angeordnet sind, entsprechend der fortschreitenden
Trommeldrehung nacheinander, jeweils im Bereich der Zentrale an der Bogenübernahme
mit Blasluft versorgt werden und zwischen Bogen (1) und Trommelmantel (30) blasen.
5. Bogentransporttrommel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Trommelmantel
(9, 30) an sich luftundurchlässig ist und auf beiden Seiten je einen in Achsrichtung
der Bogentransporttrommel (4) verschiebbaren Dichtring (13, 25) als seitliche Dichtleisten
trägt, daß der Radius des Trommelmantels (9, 30) um die Stärke der Dichtringe (13,
25) kleiner ausgelegt ist, so daß die Auflagekante (14) für den Bogen (1) genau dem
theoretischen Trommeldurchmesser entspricht, daß im Bereich des Bogenanfangs eine
sich über die Länge des Trommelmantels (9, 30) erstreckende Dichtleiste (12) vorgesehen
ist und daß die Blasdüsen (10) außerhalb der Bogentransporttrommel (4) an einem sich
über die Länge des Mantels (9) erstreckenden Blasrohr (22) befestigt sind.
6. Bogentransporttrommel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zu transportierenden
Bogen (1) auf den Dichringen (13) und auf der Dichtleiste (12) aufliegen.
7. Bogentransporttrommel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zu
transportierende Bogen (1), die Dichtleiste (12), beiderseits die Dichtringe (25)
und der Trommelmantel (9, 30) den Raum für das Luftpolster bilden.
8. Bogentransporttrommel nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung
der Blasluft zwei mit Luftöffnungen (37) versehene Scheiben (38, 39) vorgesehen sind,
die auf einem auf der Trommelachse (15) befestigten Zapfen (44) einstellbar angeordnet
sind.
9. Bogentransporttrommel nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein-
und Abschalten der Blasluft ein Ventil (41) vorgesehen ist, das über kontaktlose Schalter
(43) gesteuert wird, wobei die Zeitspanne der Einschaltung über ein Steuersegment
(45, 46) veränderbar ist, das mit gleicher Drehzahl umläuft wie die Bogentransporttrommel
(4).
1. A sheet transfer cylinder in rotary printing machines in which the sheets to be
transferred are rested on an air cushion produced between the outer face of the cylinder
and the sheet, the cushion being produced by blowing air, characterized in that for
producing the air cushion (8) blowing outlets (10, 31) are present and in that the
air cushion (8) is limited at the leading edge and at the two side edges of the sheet
(1) by sealing rails present on the outer face (9 and 30) of the cylinder.
2. A sheet transfer cylinder as claimed in claim 1, characterized in that the blowing
outlets (10 and 31) are pointed in the first place towards the sealing rail (12) at
the leading edge and, on further turning of the sheet transfer cylinder (4), between
the sheet (1) and the outer face (9 and 30) of the cylinder.
3. A sheet transfer cylinder as claimed in claim 1 and claim 2, characterized in that
the blowing outlets (10) are placed outside the sheet transfer cylinder (4) before
the position at which it takes over the sheet, the outlets blowing in the direction
of the sheet transfer cylinder (4) between the sheet (1) and the outer face (9) of
the cylinder.
4. A sheet transfer cylinder as claimed in claim 1 and claim 2, characterized in that
blowing outlets (31) are present on the outer face (30) of the cylinder, such outlets
pointing towards the sealing rail (12) at the leading edge of the sheet (1) and being
placed along part of the length of the outer face (30) of the drum starting at the
start of the sheet, the outlets getting air one after the other as the cylinder is
turned, in each case at the central point on taking over the sheet, the outlets blowing
between the sheet (1) and the outer face (30) of the cylinder.
5. A sheet transfer cylinder as claimed in claim 1 and claim 2, characterized in that
the outer face (9 and 30) of the cylinder is as such air-tight and on two sides thereof
has in each case a sealing ring (13 and 25) able to be moved in the axial direction
of the sheet transfer cylinder (4), in that the radius of the outer face (9 and 30)
of the cylinder is made undersize by an amount equal to the thickness of the sealing
rings (13 and 25) so that the support edge (14) for the sheet (1) is truly in line
with the theoretical cylinder diameter, in that at the start of the sheet there is
a sealing rail (12) stretching along the length of the outer face (9 and 30) of the
cylinder and in that the blowing outlets (10) are fixed clear of the sheet transfer
cylinder (4) on a blowing tube (22) stretching along the length of the outer face
(9).
6. A sheet transfer cylinder as claimed in claim 1 and claim 2, characterized in that
the sheets (1) to be transfered are rested on the sealing rings (13) and on the sealing
rail (12).
7. A sheet transfer cylinder as claimed in claim 1 and claim 2, characterized in that
the sheets (1) to be transfered, the sealing rail (12), on the two sides of the sealing
rings (25), and the outer face (9,30) of the cylinder take the form of a space for
the air cushion.
8. A sheet transfer cylinder as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in
that for controlling the blowing air there are two round plates (38 and 39) having
air openings (37) and which may be adjusted in their positions on a pin (44) fixed
to the shaft (15) of the cylinder.
9. A sheet transfer cylinder as claimed in anyone of claims 1 to 5, characterized
by a valve (41) for turning on and off the blowing air, the valve being controlled
by way of a contactless switch (43) for times that may be changed by way of a control
segment (45 and 46) turning at the same speed as the sheet transfer drum (4).
1. Tambour de transport de feuilles dans des rotatives, dans le cas duquel les feuilles
à transporter reposent sur un coussin d'air produit entre l'enveloppe du tambour et
une feuille au moyen d'un soufflage d'air, caractérisé en ce que des buses de soufflage
(10, 31) sont prévues pour produire le coussin d'air (8) et que le coussin d'air (8)
est limité, au niveau du bord avant et des deux bords latéraux de la feuille (1),
par des rebords d'étanchéité prévus sur l'enveloppe (9, 30) du tambour.
2. Tambour de transport de feuilles selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les buses de soufflage (10, 31) sont dirigées tout d'abord vers le rebord d'étanchéité
(12) prévu sur le bord avant et, lors de la poursuite de la rotation du tambour de
transport des feuilles (4), entre la feuille (1) et l'enveloppe (9,30) du tambour.
3. Tambour de transport de feuilles selon les revendications 1 et 2, caractérisé en
ce que les buses de soufflage (10) sont disposées à l'extérieur du tambour de transport
de feuilles (4) avant la prise en charge de la feuille par ce dernier, et soufflent
suivant le sens de rotation du tambour de transport de feuilles (4) entre la feuille
(1) et l'enveloppe (9) du tambour.
4. Tambour de transport de feuilles selon les revendications 1 et 2, caractérisé en
ce que sur l'enveloppe (30) du tambour sont prévues des buses de soufflage (31) qui
sont dirigées vers le rebord d'étanchéité (12) prévu au niveau du bord avant de la
feuille (1), sont disposées sur une longueur partielle de l'enveloppe (30) du tambour,
à partir du début de la feuille, sont alimentées successivement, conformément à l'avance
en rotation du tambour, par l'air de soufflage respectivement dans la zone de l'espace
central au niveau de la prise en charge de la feuille et soufflent entre la feuille
(1) et l'enveloppe (30) du tambour.
5. Dispositif de transport de feuilles selon les revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que l'enveloppe (9, 30) du tambour est en soi étanche à l'air et porte, sur
ses deux faces, une bague d'étanchéité respective (13, 25) déplaçable suivant la direction
axiale du tambour de transport de feuilles (4), que le rayon de l'enveloppe (9, 30)
du tambour est dimensionnée avec une valeur réduite de l'épaisseur des bagues d'étanchéité
(13,25) de sorte que le bord d'appui (14) pour la feuille (1) correspond de façon
précise au diamètre théorique du tambour, qu'un rebord d'étanchéité (12) s'étendant
sur la longueur de l'enveloppe (9, 30) du tambour est prévu dans la zone du début
de la feuille et que les buses de soufflage (10) sont fixées à l'extérieur du tambour
de transport de feuilles (4) sur un tube de soufflage (22) s'étendant sur la longueur
de l'enveloppe (9).
6. Tambour de transport de feuilles selon les revendications 1 et 2, caractérisé en
ce que les feuilles à transporter (1) prennent appui sur les bagues d'étanchéité (13)
et sur le rebord d'étanchéité (12).
7. Tambour de transport de feuilles selon les revendications 1 et 2, caractérisé en
ce que la feuille à transporter (1), le rebord d'étanchéité (12), les bagues d'étanchéité
(25) des deux côtés et l'enveloppe (9, 30) du tambour forment un espace pour le coussin
d'air.
8. Tambour de transport de feuilles selon les revendications 1 à 5, caractérisé en
ce qu'il est prévu, pour la commande de l'air de soufflage, deux disques (38, 39)
équipés d'ouvertures de passage de l'air (37) et qui sont montés réglables sur un
pivot (44) fixé sur l'axe (15) du tambour.
9. Tambour de transport de feuilles selon les revendications 1 à 5, caractérisé en
ce qu'il est prévu pour le branchement et le débranchement de l'air de soufflage une
soupape (41) qui est commandée par l'intermédiaire de commutateurs (43) sans contact,
l'intervalle de temps du branchement pouvant être modifié par l'intermédiaire d'un
segment de commande (45, 46) qui tourne à la même vitesse de rotation que le tambour
de transport de feuilles (4).