(19)
(11) EP 0 073 009 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.03.1983  Patentblatt  1983/09

(21) Anmeldenummer: 82107505.8

(22) Anmeldetag:  18.08.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A63C 5/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR LI

(30) Priorität: 20.08.1981 AT 3629/81

(71) Anmelder: Watschinger, Gerhard, Dr.
A-6122 Fritzens (AT)

(72) Erfinder:
  • Watschinger, Gerhard, Dr.
    A-6122 Fritzens (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Ski


    (57) Bei dieser Bau-weise ist eine Kerneinlage (1) in Art eines Verbundkörpers, bestehend aus einer Grundplatte (2) und einem Profil (3) vorgesehen.
    Um dem Verbundkörper eine hohe Torsionsfestigkeit bei Erhaltung einer gewissen Biegeweichheit zu verleihen, ist das Profil in Skilängsrichtung zick-zack-förmig und entlang der auf der Grundplatte (2) aufsitzenden, die gegenseitigen Berührungslinien darstellenden Kanten (4) mit der Grundplatte (2) starr verbunden. Das Profil (3) ist im Ski in ein elastisches Füllmaterial eingebettet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Ski. od. dgl.. mit einer torsionssteifen Kerneinlage in Art eines aus mindestens einem plattenförmigen Längsgurt und einem zick-zack- oder wellenförmigen Profil od. dgl. bestehenden Verbundkörpers, wobei Profil und Längsgurt unter quer zur Skilängsrichtung verlaufenden Linienberührung miteinander verbunden sind.

    [0002] Für die Fahreigenschaften eines Skis sind vor allem seine Biegesteifigkeit und seine Torsionsfestigkeit von Bedeutung, wobei die Biegesteifigkeit Gleiteigenschaften, Laufruhe, Anpassungsmöglichkeiten an Bodenwellen u. dgl. beeinflußt und die Torsionsfestigkeit vor allem für das Verhalten des Skis beim Kanteneinsatz maßgebend ist. Um nun diese für das Verhalten des Skis so wichtigen Eigenschaften entsprechend beeinflussen zu können, gibt es für den Ski Kerneinlagen verschiedenster Art, und auch Verbundkörper mit in Form eines Fachwerkes zwischen Ober- und Untergurt eingesetzten Zick-Zackprofilen wurden bereits vorgeschlagen. Diese Einlagen aber, seien es nun durchgehende Vollkörper oder Ober-und Untergurt aufweisende Fachwerkkörper, bringen bisher stets eine relativ große Ab- hängigkeit der Biege- und Torsionseigenschaften vonehander mit sich und erlauben keine freie Wahl der Torsions- bzw. Biegefestigkeit, so daß bei bekannten Einlagen immer eine Biegeweichheit auch mit einer höheren Torsionsfähigkeit und eine Torsionsfestigkeit auch mit einer Biegesteifheit Hand in Hand gehen und die Ausbildung eines biegeweichen aber torsionsfesten Skis nicht so ohne weiteres erreichbar ist.

    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen Ski der eingangs geschilderten Art zu schaffen, dessen Kerneinlage ohne besonderen Konstruktionsaufwand die weitgehend voneinander unabhängige Wahl der Torsions- und Biegeeigenschaften des Skis ermöglicht.

    [0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß das Profil auf eine als. einziger Lärgsgurt vorgesehene Grundplatte aufgesetzt und, wie an sich bekannt, in elastisches Füllmaterial eingebettet ist. Auf Grund der Kombination des Profils mit einem einzigen Längsgurt sowie der sich auf Querlinien beschränkenden Verbindungsstellen zwischen Profil und Gurt entsteht ein Verbundkörper hoher Torsionssteifigkeit und wenig beeinträchtigter Biegeweichheit, so daß sich auf einfache Weise die für den Skibau gewünschte Kerneinlage ergibt. Die Torsionssteifigkeit kann dabei durch entsprechende Wahl des Profils, durch Variation der Wandstärken, des Profilverlaufes, der Profilhöhe, des Profilaufbaues, des-Werkstoffes u.s.w. in weiten Grenzen verändert und an die gewünschten Bedingungen angepaßt werden, und die erreichbare Biegeweichheit läßt sich durch die Ausgestaltung der Grundplatte und die Eigenschaften des gewählten Füllmaterials innerhalb großer Bereiche beeinflussen.

    [0005] Torsionssteifigkeit und Biegeweichheit sind weitgehend voneinander unabhängig, da sie die Verbindung entlang querliegender Linien zwischen Profil und Grundplatte bezüglich der Biegeeigenschaften des Verbundkörpers kaum bemerkbar macht, das Profil mit seinen einzelnen Profilerhebungen aber durch diese Verbindung zusammen mit der Grundplatte quer zur Skilängsrichtung orientierte biegefeste Verbände bildet, die eine entsprechend hohe Torsionssteifigkeit und eine optimale Anpassungsmöglichkeit des Festigkeitsverlaufes über die gesamte Skilänge gewährleisten. Außerdem gibt das Füllmaterial eine schwingungsdämpfende Wirkung und erlaubt die Aufnahme bzw. den Ausgleich der beim Biegen auftretenden Profilbewegungen. Die erfindungsgemäße Kerneinlage gestattet somit die Konstruktion eines besonders torsionssteifen Skis auch bei hoher Biegeweichheit und bietet optimale Voraussetzungen für den Skibau. Selbstverständlich könnte diese Einlage aber auch bei anderen Konstruktionselementen eingesetzt werden, bei denen Biegeweichheit und Torsionssteifigkeit erforderlich sind.

    [0006] In einer günstigen Weiterbildung der Erfindung ist die Grundplatte und/oder das Profil gitter-artig durchbrochen. Diese Durchbrechung des Profils bzw. der Grundplatte bringt nicht nur eine Material- und Gewichtseinsparung mit sich, sondern erlaubt darüber hinaus die Kombination mit zusätzlichem Strangmaterial zur Erhöhung der Biegefestigkeit, welches Strangmaterial durch die Lochung der Skilänge nach hindurchgeführt werden kann. Diese Durchbrech-ungen sind beliebig herstellbar, sie können z.B. gestanzt sein, das Profil kann aber auch von vornherein aus entsprechend gelochtem Material oder Gittermaterial geformt sein.

    [0007] In der Zeichnung wird in einem sherascen Schaubild ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kerneinlage dargestellt.

    [0008] Um insbesondere bei Skiern eine gewisse Biegeweichheit mit vergleichsweise hoher Torsionssteifigkeit kombinieren zu können, ist eine Kerneinlage (1) vorgesehen, die in Art eines Verbundkörpers aus einer Grundplatte (2) und einem Profil (3) besteht. Das Profil ist in Skilängsrichtung zick-zack-förmig und entlang der auf der Grundplatte (2) aufsitzenden, die gegenseitigen Berührungslinien darstellenden Kanten (4) mit der Grundplatte (2) starr verbunden, so daß diese Einlage (1) den Aufbau eines Skis erlaubt, der entsprechend biegeweich, aber im gewünschten Maße torsionssteif ist. Das Profil (3) ist im Ski in ein elastisches Füllmaterial eingebettet, wodurch einerseits die Biegeeigenschaften selbst beeinflußbar sind und anderseits die beim Biegen entstehenden Profilbewegungen aufgenommen werden können bzw. eine dämpfende Wirkung für Biegeschwingungen erreicht wird. Durch entsprechende Gestaltung und Dimensionierung des Profils (3) können die Torsionsfestigkeitseigenschaften an verschiedenste Bedingungen und Anforderungen angepaßt werden und durch geeignete Änderungen des Profilverlaufes können diese Festigkeitseigenschaften auch der Skilänge nach variiert werden.


    Ansprüche

    1. Ski od. dgl. mit einer. torsionssteifen Kerneinlage in Art eines aus mindestens einem plattenförmigen Längsgurt und einem zick-zack-oder wellenförmigen Profil od. dgl. bestehenden Verbundkörpers, wobei Profil und Längsgurt unter quer zur Skilängsrichtung verlaufenden Linienberührungen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (3) auf eine als einziger Längsgurt vorgesehene Grundplatte (2) aufgesetzt und wie an sich bekannt, in elastisches Füllmaterial eingebettet ist.
     
    2. Ski od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte und/oder das Profil gitter-artig durchbrochen sind bzw. ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht