[0001] Die Erfindung betrifft eine einseitig gesockelte Nicderdruckentladungslampe, die
im wesentlichen aus einem Fußteil, einem mit diesem gasdicht verbundenen und eine
Gas- und/oder Metalldampffüllung enthaltenden Außenkolben, zwei innerhalb des Außenkolbens
am Fuß-teil angeordneten vorheizbaren Elektroden sowie mindestens einem ebenfalls
innerhalb des Außenkolbens angeordneten U-förmigen Innenrohr aus Glas besteht, wobei
das Ende eines der geraden Schenkel jedes Innenrohres eine vorheizbare Elektrode gasdicht
umschließt und das Ende jedes anderen geraden Schenkels zum Außenkolben hin eine Öffnung
aufweist, die in der Nähe des Fußteils angeordnet ist.
[0002] Lampen mit einem derartigen Konstruktionsaufbau werden aufgrund ihrer gegenüber herkömmlichen
Niederdruckentladungslampen stark verkürzten Bauform als Kompaktlampen bezeichnet.
Mit einem Vorschaltgerät sowie einem Zündelement versehen und einem Schraubsockel
ausgestattet lassen sich diese Lampen in üblichen Glühlampenfassungen betreiben. Solche
Kompaktlampen sind daher bei entsprechender Konstruktion für den direkten Ersatz von
Glühlampen geeignet. Infolge ihres höheren Wirkungsgrades für die Umsetzung der aufgenommenen
elektrischen Energie in sichtbares Licht und aufgrund ihrer längeren Lebensdauer sind
Kompaktlampen wirtschaftlicher als Glühlampen. Trotz dieses klaren Vorteils konnten
sich Kompaktlampen bisher nicht durchsetzen. Zum einen sind die bisher vorgeschlagenen
Konstruktionen noch zu aufwendig, wodurch die Herstellkosten ansteigen und damit auch
der Anschaffungspreis für den Endverbraucher oberhalb der Schwelle der Kaufbereitschaft
liegt, zum anderen ist bei den Lampen mit einfacherer Konstruktion die abgegebene
Lichtleistung noch nicht befriedigend. Das allgemeine Bestreben bei der Entwicklung
von Kompaktlämpen geht dahin, eine hohe Lichtabgabe und gute Farbwiedergabe bei möglichst
glühlampenähnlicher Größe, Form und Preisgestaltung zu erreichen.
[0003] Aus der DE-OS 28 35 574 ist z.B. eine einseitig gesockelte Niederdruckentladungslampe
bekannt, bei der in einem Außenkolben mindestens ein mit dem ersten Ende eine vorheizbare
Elektrode gasdicht umschließendes und mit dem anderen Ende eine Öffnung zum Lampenkolben
hin aufweisendes U-förmiges Innenrohr angeordnet ist. Die gasdichte Verschmelzung
zwischen U-förmigem Innenrohr und vorheizbarer Elektrode einerseits sowie dem die
Gasfüllung umschließenden Außenkolben andererseits erfolgt dabei mittels eines Schmelzverbindungsglases
und einer als Fußteil dienenden Chromeisenplatte. Das Verlöten aller Teile mit diesem
Schmelzverbindungsglas erfordert eine aufwendige und damit relativ teure Herstelltechnik.
Zudem ist dieses Verfahren für die Herstellung großer Mengen auf vollautomatischen
Maschinen wegen der häufig auftretenden Lötfehler weniger geeignet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine einseitig gesockelte Niederdruckentladungslampe
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die als Kompaktlampe kleiner Leistungsaufnahme
in bezug auf Form und Lichtabgabe mit einer Glühlampe vergleichbar und damit in bestehenden
Leuchten verwendbar ist. Die Lampenkonstruktion soll eine Fertigung auf Maschinen
mit hoher Leistung ermöglichen, um das Endproduekt preisgünstig anbieten zu können.
[0005] Eine Niederdruckentladungslampe mit den im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten
Merkmalen ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil ein vorgeformter
Teller aus Glas ist, der einen oberen, zum Lampeninnern gerichteten Aufnahmeteil aufweist,
in den die zwei vorheizbaren Elektroden sowie das jeweils erste Ende jedes U-förmigen
Innenrohres eingeschmolzen ist und der weiter mit einem unteren, nach außen gerichteten,
zur Lampenlängsachse konzentrisch angeordneten Rand versehen ist, der mit dem Außenkolben
verschmolzen ist, wobei das Aufnahmeteil und der Rand durch einen im wesentlichen
hohlzylindrischen Mittelteil verbunden sind. Die Brennspannung der Lampe und damit
deren Leistungsaufnahme wird durch eine Verlängerung der Entladungsbahn vorteilhaft
erhöht, indem man jeder der zwei vorheizbaren Elektroden ein U-förmiges Innenrohr
zuordnet. Die Längsachsen der geraden Schenkel beider U-förmiger Innenrohre bilden
dabei in der Draufsicht im wesentlichen die Eckpunkte einer Raute oder eines Quadrats,
dessen Diagonalen einen auf der Lampenlängsachse liegenden Schnittpunkt bilden.
[0006] Die gasdichte Einschmelzung der ersten Enden der U-förmigen Innenrohre mit den vorheizbaren
Elektroden und dem oberen, zum Lampeninnern gerichteten Aufnahmeteil des vorgeformten
Tellers ist erfindungsgemäß in Form einer Quetschung ausgebildet, wobei die Länge
der Quetschung etwa der Länge des Aufnahmeteils entspricht. Dieser die ersten Enden
der U-förmigen Innenrohre aufnehmende Teil des oberen Tellers weist vor dem Quetschvorgang
eine länglichrunde Öffnung auf, deren Breite etwas größer als der Außendurchmesser
der Innenrohre ist. In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung können die die
halbrunden Endstücke der länglichrunden Öffnung verbindenden Teilstücke zur Lampenlängsachse
eingezogen sein, so daß in der Draufsicht angenähert die Form einer Acht entsteht.
[0007] Der untere, nach außen gerichtete Tellerrand ist kreisförmig und konzentrisch zur
Lampenlängsachse ausgebildet, wobei dessen Durchmesser an den Innendurchmesser des
vorzugsweise lichtstreuend ausgeführten Außenkolbens angepaßt ist. Die gasdichte Verschmelzung
dieser beiden Teile kann weitgehend auf konventionellen Einschmelzmaschinen für Glühlampen
erfolgen. Der den länglichrunden Aufnahmeteil und den konzentrischen Rand des vorgeformten
Tellers verbindende Mittelteil ist hohlzylindrisch gestaltet. Der Durchmesser des
Mittelteils ist sowohl kleiner als die Länge des Aufnahmeteils wie auch kleiner als
der Durchmesser des Randes des vorgeformten Tellers.
[0008] Das Entladungsgefäß, bestehend aus Außenkolben und insbesondere den U-förmigen Innenrohren,
enthält als Füllung vorzugsweise Quecksilber und ein Edelgas. Bei besonders engen
Innenrohren kann im Innern, in der Nähe des geschlossenen Endes eine amalgambildende
Substanz angebracht sein. Dadurch wird bewirkt, daß das durch die im Betrieb auftretenden
thermischen Zustände in den Außenkolben gewanderte Quecksilber in einem ständigen
dynamischen Prozeß wieder zurückgeführt wird, so daß das ganze Volumen des bzw. der
Innenrohre gleichmäßig mit Quecksilberdampf ausgefüllt ist. Die von der Niederdruckentladung
erzeugte UV-Strahlung wird durch entsprechende Leuchtstoffbeschichtungen auf der Innenfläche
der Innenrohre sowie ggf. auf der Innenoberfläche des Außenkolbens in sichtbare Strahlung
umgesetzt. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, einen sog. Dreibandenleuchtstoff
einzusetzen, der jeweils rot, grün und blau emittierende Einzelkomponenten enthält.
[0009] In bezug auf die Beschichtung des Außenkolbens, soweit dieser nicht mit einer Leuchtstoffschicht
versehen wurde, sind unterschiedliche Ausführungsformen möglich. Wie bei Glühlampen
gebräuchlich, ist eine Klarglas-oder eine lichtstreuende Oberfläche, wie z.B. eine
Innenmattierung oder eine silizierte Beschichtung möglich.
[0010] Der Außenkolben ist am elektrodenseitigen Ende mit einem Sockel versehen, über den
der elektrische Anschluß der Lampe vorgenommen wird. Vorteilhaft ist ein elektrischer
Schraubsockel verwendet, der in übliche Glühlampenfassungen einsetzbar ist. Die Lampe
kann aber auch mit beliebigen anderen Sockeln ausgestattet sein. In Verbindung mit
einem innerhalb des Sockels angeordneten Vorschaltgerät ist der Betrieb der Lampe
in jeder entsprechenden Glühlampenfassung möglich. Die erfindungsgemäße Lampe kann
jedoch auch über eine übliche Vorschaltdrossel betrieben werden, die z.B. als Adapter
zu der Lampe ausgeführt oder Bestandteil der Leuchte ist.
[0011] Die Herstellung der Niederdruckentladungslampe erfolgt auf einfache Weise. Wesentlichen
Anteil hieran trägt der vorgeformte Teller. Zu dessen Herstellung wird ein Glasrohr,
dessen Durchmesser dem Mittelteil des fertigen vorgeformten Tellers entspricht, an
einem Ende aufgetellert, wodurch der nach außen gerichtete Rand des Tellers entsteht.
Dieser Tellerrohling wird in eine sich drehende Aufnahme gelegt, wodurch er ebenfalls
in Drehung versetzt wird, und im oberen, zylindrischen Bereich stufenweise auf eine
für die Verformung des Glases geeignete Temperatur gebracht wird. Im Anschluß daran
wird von oben in den erwärmten Tellerrohling eine Innenform eingefahren und von außen
werden zwei Außenformhälften um den oberen Teil geschlossen, wodurch der erwärmte
obere Tellerteil die gewünschte Form des Aufnahmeteils mit der länglichrunden Öffnung
erhält. Während des Umformvorganges dreht sich `die Aufnahme für den Teller nicht.
Die Formwerkzeuge für die länglichrunde Öffnung des Aufnahmeteils können unterschiedlich
ausgestaltet sein. So kann z.B. die länglichrunde Öffnung gerade oder eingezogene
Seitenflächen, ähnlich einer Acht, aufweisen. Nachdem das umgeformte Glas wieder ausreichend
Festigkeit gewonnen hat, wird die Innenform wieder ausgefahren, wobei ein Abstreifer
das Hängenbleiben des vorgeformten Tellers an der Innenform verhindert, und die Außenformhälften
werden wieder geöffnet. Nach dem abschließenden Tempervorgang ist der vorgeformte
Teller für die Weiterverarbeitung als wesentlicher Bestandteil der Lampe fertig.
[0012] Bei der sich anschließenden Lampenfertigung weist ein mit den vorheizbaren Elektroden
versehenes Gestell vorteilhaft einteilige Stromzuführungen auf, die z.B. mittels eines
Perlfußes gehaltert sein können. Es sind jedoch ebenso während des Quetschvorganges
in einer Aufnahme gehalterte Gestelle denkbar. Anstelle der einteiligen können auch
mehrteilige StromzufÜhrungen verwendet werden. Über zwei dieser in definiertem Abstand
gehalterten Gestelle wird der vorgeformte Teller gesetzt. Anschließend werden von
oben die zwei U-förmigen Innenrohre mit jeweils ihren ersten geraden Schenkeln derart
in den oberen, länglichrunden Teil des vorgeformten Tellers geführt, daß ihre nicht
mit Leuchtstoff beschichteten ersten Enden die Gestelle umgeben. Die so zusammengefügten
Teile werden im Bereich des Aufnahmeteils des Tellers auf eine für die Verformung
des Glases geeignete Temperatur erwärmt. Während des sich nun anschließenden Quetschvorganges,
bei dem auf besonders gute Positionierung aller Teile zu achten ist, werden beide
Gefäßabdichtungen der U-förmigen Innenrohre in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt.
Die Weiterverarbeitung zur fertigen Lampe erfolgt weitgehend nach bekannten Arbeitsschritten.
So wird die Verschmelzung des Außenkolbens mit dem unteren, konzentrisch zur Lampenachse
angeordneten Rand des Tellers auf einer Einschmelzmaschine mit Halsabfall vorgenommen
oder der auf Verformungstemperatur gebrachte Kolbenhals wird mittels einer Rolle an
den erwärmten Rand des Tellers angedrückt. Nach dem Pumpen, Füllen und Sockeln ist
die Lampe betriebsbereit.
[0013] Die erfindungsgemäße Niederdruckentladungslampe weist neben kompakten Abmessungen
gute lichttechnische Eigenschaften auf. Der zuvor beschriebene Innenaufbau ist sowohl
konstruktiv wie auch fertigungstechnisch einfach und ergibt eine ausreichende Länge
des Entladungsweges.
[0014] Die Erfindung ist anhand der folgenden Figuren näher erläutert. In schematischer
Darstellung ist ein Ausführungsbeispiel wiedergegeben.
Figur 1 Vorderansicht des vorgeformten Tellers
Figur 2a Draufsicht des vorgeformten Tellers in einer ersten Ausführungsform
Figur 2b Draufsicht des vorgeformten Tellers in einer anderen Ausführungsform
Figur 3 Seitenansicht eines U-förmigen Innenrohres
Figur 4 Draufsicht des zusammengesetzten Grundaufbaues vor dem Quetschen
Figur 5 eingeschmolzene Lampe
Figur 6 fertige Lampe in perspektivischer Ansicht
[0015] Der in Figur 1 und 2 dargestellte vorgeformte Teller 1 weist einen oberen, zum Lampeninnern
gerichteten Aufnahmeteil 2 auf, der in der Draufsicht die Form einer länglichrunden
Öffnung hat. Diese Öffnung ist zur Aufnahme der ersten Enden der U-förmigen Innenrohre
vorgesehen. Die lichte Breite B ist an den Außendurchmesser der Innenrohre angepaßt
und die Länge L entspricht etwa der Länge der späteren Quetschung. In der Figur 2b
weisen die die halbrunden Endstücke der länglichrunden Öffnung verbindenden Teilstücke
zur Lampenlängsachse Einschnürungen 16 auf, wodurch angenähert die Form einer Acht
entsteht. Der untere, nach außen gerichtete Rand 3 des Tellers 1 ist kreisrund gestaltet
und bildet die künftige Verschmelzungslinie mit dem Außenkolben. Der Mittelteil 4
zwischen dem Aufnahmeteil 2 und dem Rand 3 wird durch ein im wesentlichen hohlzylinderförmiges
Stück gebildet, dessen Durchmesser sowohl kleiner als der des Randes 3 wie auch kleiner
als die Länge L des Aufnahmeteils ist. Die Höhe des Tellers 1 beträgt ca. 25 mm und
der Rand 3 weist einen Durchmesser von ca. 37 mm bis 40 mm auf. Der Durchmesser des
hohlzylinderförmigen Mittelteils beträgt ca. 30 mm.
[0016] In der Figur 3 ist ein U-förmiges Innenrohr 5 mit zwei geraden Schenkeln 6 und 7
dargestellt. Der erste Schenkel 6 ist gegenüber dem anderen Schenkel 7 ca. 10 mm verlängert
ausgeführt. Das verlängerte Ende 8 des ersten Schenkels 6 ist zum Einführen in den
Aufnahmeteil 2 des Tellers 1 vorgesehen und trägt keine Leuchtstoffbeschichtung. Der
andere Schenkel 7 weist an seinem unteren Ende eine verbleibende Öffnung 9 auf. Das
Innenrohr 5 weist einen Außendurchmesser von ca. 12 mm auf. Bei einer Wandstärke von
ca. 1,0 mm ergibt sich dann ein Innendurchmesser von ca. 10,0 mm. Zwischen den Schenkeln
6 und 7 verbleibt ein Freiraum von ca. 3 mm.
[0017] Der in Figur 4 vormontierte Grundaufbau veranschaulicht die Anordnung zweier gleicher,
mit Leuchtstoff beschichteter U-förmiger Innenrohre 5 und 5' im Aufnahmeteil 2 des
Tellers 1 in der Draufsicht. Die vier Schenkel 6, 7 und 6', 7' verlaufen dabei parallel
zueinander, wobei deren Längsachsen die Eckpunkte einer Raute oder eines Quadrats
bilden. Die die Eckpunkte verbindenden Diagonalen D und D' schneiden sich in der Lampenlängsachse.
Innerhalb der Schenkel 6 und 6' befinden sich die einen Perlfuß aufweisenden vorheizbaren
Elektroden (nicht dargestellt). Die Erwärmung und Quetschung des so gehalterten vormontierten
Grundaufbaues erfolgt entlang der Länge L der länglichrunden Öffnung des Aufnahmeteils
2. Von der Unterseite des Tellers 1 wird dabei gleichzeitig ein in Lampenlängsachse
angeordnetes Pumprohr (nicht dargestellt) in den Aufnahmeteil 2 eingequetscht.
[0018] Dem gequetschten, vormontierten Grundaufbau aus der Figur 4 ist anschließend ein
röhrenförmiger Außenkolben 10 mit einem Außendurchmesser von ca. 38 mm bis ca. 50
mm übergestülpt, der mit dem unteren Rand 3 des Tellers 1 verschmolzen ist. Diese
Fertigungsstufe ist in der Figur 5 dargestellt. Aus der fertig eingeschmolzenen Lampe
ragen aus dem Unterteil des Tellers 1 das ebenfalls in die Quetschung einbezogene
Pumprohr 11 sowie die zu den vorheizbaren Elektroden 12 und 12' durch die Quetschung
geführten Stromzuführungspaare 13 und 13'. Die Stromzuführungen 13 und 13' können
ein- oder mehrteilig ausgeführt sein. Als Material eignet sich besonders ein Kupfermanteldraht.
[0019] Nachdem die Lampe gepumpt und gefüllt ist, wird das Pumprohr 11 dicht an der Verschmelzung
zwischen Außenkolben 10 und dem Rand 3 des Tellers 1 abgeschmolzen und mit einem Sockel
14 versehen, wie in der Figur 6 dargestellt. Für den direkten Anschluß an das Netz
- z.B. bei einem Austausch gegen eine Glühlampe - kann in die Sockelhülse 15 eine
elektronische Zünd- und Vorschalteinrichtung integriert sein.
[0020] Eine Niederdruckentladungslampe gemäß der Erfindung weist eine Entladungslänge durch
die beiden U-förmigen Innenrohre von ca. 460 mm auf. Als Füllung enthält die Kompaktlampe
Quecksilber in einer Menge von ca. 10 mg sowie etwa 300 Pa Argon. Bei einer zugeführten
Leistung von ca. 15 W weist die Lampe eine Brennspannung von ca. 100 V und einen Lampenstrom
von ca. 170 mA auf. Die Höhe des Lichtstromes liegt bei etwa 1000 lm.
1. Einseitig gesockelte Niederdruckentladungslampe, die i-n wesentlichen aus einem
Fußteil (1), einem mit diesem gasdicht verbundenen und eine Gas- und/ oder Metalldampffüllung
enthaltenden Außenkolben (10), zwei innerhalb des Außenkolbens (10) am Fußteil (1)
angeordneten vorheizbaren Elektroden (12, 12') sowie mindestens einem ebenfalls innerhalb
des Außenkolbens (10) angeordneten U-förmigen Innenrohr '(5, 5') aus Glas besteht,
wobei das Ende (8) eines der geraden Schenkel (6) jedes Innenrohres (5, 5') eine vorheizbare
Elektrode (12, 12') gasdicht umschließt und das Ende jedes anderen geraden Schenkels
(7) zum Außenkolben (10) hin eine Öffnung (9) aufweist, die in der Nähe des Fußteils
(1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil ein vorgeformter Teller
(1) aus Glas ist, der einen oberen, zum Lampeninnern gerichteten Aufnahmeteil (2)
aufweist, in den die zwei vorheizbaren Elektroden (12, 12') sowie das jeweils erste
Ende (8) jedes U-förmigen Innenrohres (5, 5') eingeschmolzen ist und der weiter mit
einem unteren, nach außen gerichteten, zur Lampenlängsachse konzentrisch angeordneten
Rand (3) versehen ist, der mit dem Außenkolben (10) verschmolzen ist, wobei das Aufnahmeteil
(2) und der Rand (3) durch einen im wesentlichen hohlzylindrischen Mittelteil (4)
verbunden sind.
2. Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder vorheizbaren
Elektrode (12, 12') ein U-förmiges Innenrohr zugeordnet ist, wobei die Längsachsen
der geraden Schenkel der U-förmigen Innenrohre (5, 5') in der Draufsicht im wesentlichen
die Eckpunkte einer Raute oder eines Quadrates bilden, dessen Diagonalen (D, D') einen
auf der Lampenlängsachse liegenden Schnittpunkt bilden.
3. Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
gasdichte Einschmelzung der ersten Enden (8) der U-förmigen Innenrohre (5, 51) mit den vorheizbaren Elektroden (12, 12') und dem oberen, zum Lampeninnern gerichteten
Aufnahmeteil (2) des vorgeformten Tellers (1) in Form einer Quetschung ausgebildet
ist, wobei die Länge der Quetschung etwa der Länge L des Aufnahmeteils (2) entspricht.
4. Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
gasdichte Verschmelzung des Außenkolbens (10) mit dem unteren, nach außen gerichteten
Rand (3) des vorgeformten Tellers (1) in der Draufsicht in Form eines Kreises ausgebildet
ist, dessen Mittelpunkt auf der Lampenlängsachse liegt.
5. Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenoberfläche der U-förmigen Innenrohre (5, 51) und/oder des Außenkolbens (10) mit einer Leuchtstoffschicht versehen ist.
6. Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtstoffschicht
aus drei verschiedenen Leuchtstoffkomponenten besteht.
7. Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenoberfläche des Außenkolbens (10) eine lichtstreuende Oberfläche aufweist.
8. Verfahren zur Herstellung eines vorgeformten Tellers für eine einseitig gesockelte
Niederdruckentladungslampe nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen
folgende Arbeitsgänge ausgeführt werden:
a) Erwärmen des oberen zylindrischen Teils eines in einer Aufnahme liegenden Tellerrohlings
aus Glas auf eine für die Verformung des Glases geeignete Temperatur, wobei die Aufnahme
und damit der Tellerrohling sich dreht;
b) Einfahren einer der länglichrunden Öffnung des Aufnahmeteils (2) entsprechenden
Innenform in den Tellerrohling und anschließendes Schließen von der länglichrunden
Öffnung des Aufnahmeteils (2) entsprechenden Außenformen, wobei während des Umformvorganges
die kontinuierliche Drehung des Aufnahmeteils aussetzt;
c) Ausfahren der Innenform aus dem vorgeformten Teller (1) und anschließendes Öffnen
der Außenformen, wobei ein Abstreifer das Hängenbleiben des vorgeformten Tellers (1)
an der Innenform ververhindert.
9. Verfahren zur Herstellung einer einseitig gesockelten Niederdruckentladungslampe
nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen folgende Arbeitsgänge
ausgeführt werden:
a) Haltern der mit vorheizbaren Elektroden (12, 12') versehenen Stromzuführungen (13,
13') in Relation zu dem vorgeformten Teller (1), wobei deren einzuschmelzender Bereich
in der Höhe des Aufnahmeteils (2) des Tellers (1) angeordnet ist;
b) Einführen der jeweils ersten Enden (8) der U-förmigen Innenrohre (5, 5') in den
eine länglichrunde Öffnung aufweisenden Aufnahmeteil (2) des vorgeformten Tellers
(1), wobei diese Enden ihrerseits jeweils eine vorheizbare Elektrode (12, 12') umgeben;
c) Erwärmen des Aufnahmeteils (27) des vorgeformten Tellers (1) auf eine für die Verformung
des Glases geeignete Temperatur, wobei gleichzeitig die in diesem befindlichen ersten
Enden (8) der U-förmigen Innenrohre (5, 5') erweicht werden;
d) Ausführen des Quetschvorganges der positionierten, erweichten Glasteile, wobei
die gasdichte Einschmelzung beider U-förmiger Innenrohre (5, 5') in einem Arbeitsgang
erfolgt;
e) Überstülpen des Außenkolbens (10) über den so erhaltenen Grundaufbau, wobei dessen
unterer Teil den unteren, nach außen gerichteten Rand (3) des vorgeformten Tellers
(1) um einen bestimmten Betrag überragt;
f) Erwärmen der sich kontinuierlich drehenden Anordnung im Bereich des unteren, nach
außen gerichteten Randes (3) des vorgeformten Tellers (1) auf eine für die Verformung
des Glases geeignete Temperatur, wobei der den Rand des Tellers überragende Teil des
Außenkolbens (10) durch sein Eigengewicht nach unten abfällt und eine gasdichte Verschmelzung
des Außenkolbens (10) mit dem erwärmten Rand (3) des Tellers (1) erfolgt, oder
g) Erwärmen der sich kontinuierlich drehenden Anordnung im Bereich des unteren, nach
außen gerichteten Randes (3) des vorgeformten Tellers (1) auf eine für die Verformung
des Glases geeignete Temperatur, wobei der erwärmte Teil des Außenkolbens (10) mittels
einer Rolle gegen den ebenfalls erwärmten Rand (3) des Tellers (1) gedrückt und gasdicht
verschmolzen wird.