[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein polstabilisierendes Textilimprägniermittel
sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
[0002] Von modernen Textilmaterialien, die z. B. als Möbelbezugsstoffe oder als textiler
Bodenbelag Verwendung finden, erwartet der Verbraucher günstige Eigenschaften im Hinblick
auf ihre mechanische Beanspruchbarkeit, also ihre statische und dynamische Belastbarkeit.
[0003] Ein besonderes Problem bei Gegenständen aus Polware, das heißt Textilien, die durch
Schlingen oder aufgeschnittene Schlingen (Velour) eine bestimmte Struktur der Oberfläche
besitzen, ist die Erhaltung dieser Oberflächenstruktur während ihrer Gebrauchsdauer.
Die Erfahrung ist weit verbreitet, daß zum Beispiel Teppichböden aus Polware schon
nach relativ kurzer Benutzungszeit durch Begehen, schwere aufliegende Gegenstände
wie beispielsweise Möbelstücke oder durch Befahren mit Rollstühlen Schädigungen aufweisen,
die sich durch eine Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit auszeichnen.
[0004] Solcherart belastete Teppichböden haben Druckstellen, Rillen und ungleichmäßig liegenden
Flor (sog. Gehstraßen).
[0005] Möbelbezugsstoffe erleiden gleichartige Veränderungen ihrer Oberflächenbeschaffenheit,
vorzugsweise an den am leichtesten zugänglichen und am stärksten belasteten Stellen.
Die Folge ist ein ungleichförmiges Aussehen der Textiloberfläche.
[0006] Es sind bereits an anderer Stelle Verfahren zur Behandlung von Fasermaterialien wie
Fäden, Fasern, Gewebe und Teppich beschrieben worden (z. B. DE-OS 1 594 985), um diesen
Rutschsicherheit und Widerstandsfähigkeit gegen Trockenschmutz zu verleihen. Bei diesem
Verfahren werden kolloidale Suspensionen von Silsesquioxanen aus Einheiten der Formel
RSi0
3/2 mit einer Teilchengröße von 10 bis 1000 Angström verwendet.
[0007] Die dort beschriebenen Silsesquioxansuspensionen sind aber relativ unbeständig und
sind in keinem Fall zur polstabilisierenden Ausrüstung geeignet.
[0008] Es war daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Mittel zur polstabilisierenden
Ausrüstung von Textilien von Chemie- oder Naturfaserstoffen und deren Mischungen bereitzustellen,
welches wirksam, dauerhaft und pflegebeständig ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zur Ausrüstung der Textilien
wäßrige Methylsilsesquioxandispersionen in Kombination mit kolloidaler Kieselsäure
verwendet werden.
[0010] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein polstabilisierendes Textilimprägniermittel
enthaltend kolloidale Suspensionen von Organosilsesquioxanen und von Kieselsäure mit
Si0
2-Einheiten.
[0011] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von solchen stabilen,
wäßrigen Methylsilsesquioxan-/Kieselsäuredispersionen. Es ist dadurch gekennzeichnet,
daß Silane der allgemeinen Formel R-Si (OR')
3, zusammen mit Silanen Si(OR')
4, worin R ein substituierter oder unsubstituierter Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis
7 Kohlenstoffatomen, dessen Substituenten Halogenatome, Amino-, Mercapto- und Epoxygruppen
sein können und bis zu 95% der Reste R Methyl sind und R' einen Alkylrest mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen bedeutet, zu einem Gemisch aus Wasser, einer Puffersubstanz, einem
oberflächenaktiven Mittel und gegebenenfalls einem organischen Lösungsmittel unter
Bewegung und unter sauren oder basischen Bedingungen zugegeben werden.
[0012] Zur Erzielung einer sehr engen Teilchengrößenverteilung und einer geringen durchschnittlichen
Teilchengröße von etwa 200 bis 500 Angström ist eine gleichförmige und langsame Zugabe
der Silanmenge erforderlich. Die genaue Silanmenge, die zugegeben werden kann, hängt
vom Substituenten R ab und davon, ob ein anionisches oder kationisches oberflächenaktives
Mittel verwendet wird.
[0013] Es entstehen durch die gleichzeitige Hydrolyse der Silane Mischpolymerisate der Silsesquioxane,
worin die Einheiten in Blockform oder statistisch verteilt vorliegen können. Die bevorzugte
Menge an zugesetztem Silan der allgemeinen Formel Si(OR')
4 beträgt 2 bis 50 Prozent, bezogen auf die Gesamtmenge der eingesetzten Silane, vorzugsweise
3 bis 20 Prozent (Gew.-%).
[0014] Das erfindungsgemäße Mittel ist etwa wie folgt zusammengesetzt:

wobei etwa 2 bis 9 Gew.-% Silsesquioxane und ca. 0,1 - 0,4 Gew.-% SiO
z-Einheiten enthält.
[0015] Die genannten oberflächenaktiven Mittel haben die Funktion, die gebildeten Teilchen
der kolloidalen Suspensionen zu stabilisieren.
[0016] Bevorzugt werden folgende Silane eingesetzt:
Methyltrimethoxysilan, Methyltriethoxysilan, Methyltriisopropoxysilan, Ethyltrimethoxysilan,
Ethyltriethoxysilan, Propyltrimethoxysilan, Isobutyltrimethoxysilan, Isobutyltriethoxysilan,
2-Ethylbutyltriethoxysilan, Tetraethoxysilan, 2-Ethylbutoxytriethoxysilan.
[0017] Als anionische oberflächenaktive Mittel kommen aliphatische und/oder aromatische
Sulfonsäuren in Betracht, beispielsweise Decyl-, Dodecyl-, Cetyl-, Stearyl-, Myristyl-
oder Oleylsulfonsäuren oder deren Alkalisalze. Werden kationische oberflächenaktive
Mittel verwendet, ist es vorteilhaft, Halogenide und insbesondere Chloride und Bromide
zu verwenden. Andere oberflächenaktive Mittel, einschließlich solche von nichtionogener
und amphoterer Natur, können in Verbindung mit den oben genannten Mitteln verwendet
werden, sofern dieselben weder auf Grund ihrer Natur noch ihrer Menge einen störenden
Einfluß auf die Stabilität der kolloidalen Suspension ausüben.
[0018] Die oberflächenaktiven Mittel werden in einer Menge von etwa 0,01 bis etwa 15%, bezogen
auf die eingesetzte Silanmenge, eingesetzt.
[0019] Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen kolloidalen Suspensionen kann
bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 80° C durchgeführt werden; besonders
bevorzugt ist der Temperaturbereich zwischen 50 und 70°C.
[0020] Für den beanspruchten Anwendungszweck ist der Zusatz eines den pH-Wert steuernden
Puffers von besonderer Wichtigkeit.
[0021] Die Puffersubstanzen wie z. B. Natriumtetraborat, Ammoniumhydrogencarbonat, Natriumhydrogencarbonat,
Kaliumhydrogencarbonat werden in Mengen von 0,05 bis 4 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmischung
eingesetzt.
[0022] Da bekanntlich das Hydrolyseverhalten von Alkoxysilanen und die Kondensation von
Silanolgruppen pH-wertabhängig sind, scheinen durch die erfindungsgemäße Steuerung
beider Vorgänge durch puffernde Substanzen besonders günstige Voraussetzungen für
die Herstellung polstabilisierender Zusammensetzungen geschaffen zu sein.
[0023] Die Ausrüstung ist auf jeder Pol- und Florware aus Chemiefaserstoffen auf organischer
und anorganischer Basis und auf Naturfaserstoffen wirksam.
[0024] Die Applikation der Ausrüstungsprodukte kann entweder vor, während oder nach der
Einfärbung des Textils oder anschließender weiterer Veredelungsschritte erfolgen oder
nachträglich nach erfolgter Verarbeitung als Bezugs-, Polster- oder Bodenbelagstextil
durch Behandlung in der Flotte, Klotzen oder Aufsprühen.
[0025] Eine weitere Methode zum Aufbringen der kolloidalen Dispersionen auf das Fasermaterial
besteht darin, diese zusammen mit einem Reinigungsmittel zu verwenden, besonders dann,
wenn das zu behandelnde Textil durch Gebrauch oder vorhergegangene Verarbeitungsschritte
verschmutzt wurde. Vorzugsweise erfolgt die Ausrüstung bisher noch nicht vom Hersteller
ausgerüsteter Ware nach ihrer Naßreinigung durch Aufsprühen der Zubereitung auf die
Ware.
[0026] Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie dadurch
einzuschränken.
Beispiel 1
[0027] In 1700 g destilliertes Wasser werden 1,7 g Natriumhydrogencarbonat und 8 g eines
kationischen Tensids (quarternäres Alkyl/Aryl-Ammoniumchlorid) bei Raumtemperatur
gelöst und auf 70°C erwärmt. Nach Erreichen dieser Temperatur werden 300 g Methyltriethoxysilan
und 12 g Tetraethoxysilan innerhalb von 4 Stunden zugegeben, wobei die Temperatur
des Reaktionsgemisches auf 70° C gehalten wird. Nach beendeter Zugabe wird das entstandene
Sol während 3 Stunden bei 70° C gerührt und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt.
[0028] Beim erhaltenen Produkt handelt es sich um eine leicht bewegliche, schwach opake
Flüssigkeit.
Beispiel 2
[0029] In einem 500 Liter fassenden Kessel werden 430 kg Wasser, 2,1 kg Natriumtetraborat
und 0,4 kg eines anionischen Tensids (Na-Dodecylsulfonat) vorgelegt und unter Rühren
auf 60° C erwärmt. Dann werden innerhalb von 5 Stunden 70 kg Methyltriethoxysilan
und 8 kg Tetraethoxysilan zudosiert, wobei die Reaktionstemperatur auf 60° C gehalten
wird. Nach abgeschlossener Zudosierung wird 3 Stunden bei gleicher Temperatur nachgerührt
und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt. Das -Sol ist nach anschließender Filtration
über ein Haarsieb mit einer lichten Maschenweite von 0,04 mm gebrauchsfertig.
Beispiel 3
[0030] Einer Tufting-Ware mit Schnittflor (100% Polyamid) mit einem Polgewicht von 350 g/m
2 wurde nach dem Färben vor dem Trocknen mit 3% der erfindungsgemäßen Zubereitung des
Beispiels 2, bezogen auf das Polgewicht, durch Aufsprühen mit Hilfe einer Einstoff-Sprühanlage
ausgerüstet und anschließend bei 120°C während 5 Minuten auf einem Spannrahmen getrocknet.
Anschließend wurde die Ware gleichmäßig geschoren und der Rücken mit einem handelsüblichen
Latex-Planschaum beschichtet.
[0031] Aus diesem Material wurden gemäß den DIN-Vorschriften Muster entnommen (Probe B).
[0032] Ebenso wurden Muster aus der Ware entnommen, die nicht mit der erfindungsgemäßen
Zubereitung behandelt worden ist (Probe A).

Beispiel 4
[0033] Eine Tuftingware mit Schnittflor (100% Polyamid) mit einem Polgewicht von 1200 g/m
2 wurde nach dem Färben vor dem Trocknen mit 3% der erfindungsgemäßen Zubereitung des
Beispiels 1, bezogen auf das Polgewicht, nach dem Ausziehverfahren auf einer Haspelkufe
nach dem Färben im letzten Spülbad während 15 Minuten bei 30°C behandelt. Die anschließende
Trocknung erfolgte auf einem Spannrahmen während 5 Minuten bei 150°C. Anschließend
wurde die Ware gleichmäßig geschoren und der Rücken mit einem handelsüblichen Latex-Planschaum
beschichtet.
[0034] Aus diesem Material wurden gemäß den DIN-Vorschriften Muster entnommen (Probe B).
Ebenso wurden Muster aus der Ware entnommen, die nicht mit der erfindungsgemäßen Zubereitung
behandelt worden ist (Probe A).

Beispiel 5
[0035] Eine Tufting-Ware mit Schnittflor (100% Wolle) mit einem Polgewicht von 850 g wurde
nach dem Ausziehverfahren im Garn nach dem Färben im letzten Spülbad mit 4% der erfindungsgemäßen
Zubereitung ausgerüstet (15'/30°C). Trocknen 120°C. Anschließend wurde das Garn vertuftet,
geschoren und beschichtet.
Probenahme:
[0036] Stücke von 50 x 30 cm wurden entnommen und einem Begehtest unterzogen, indem in einer
Personenaufzugskabine zwei behandelte und zwei nicht behandelte Proben schachbrettartig
verlegt wurden. In dem Kabinenraum wird das Material durch die Drehbewegungen der
Personen, die den Aufzug benutzen, einer intensiveren Oberflächenbelastung unterzogen
als bei schreitenden Begehungen. Die Zahl der Begehungen wird elektronisch gezählt.
Nach je 10 000 Begehungen werden die Proben auf den Feldern cyclisch ausgetauscht,
um eine gleichmäßige Belastung zu gewährleisten. Nach 30 000 Begehungen werden die
Muster entnommen und von 6 verschiedenen Begutachtern visuell beurteilt. Bewertet
wird die Oberflächenveränderung der unbehandelten Proben (A) im Vergleich zu den behandelten
Mustern (B).
(Skala: 1 = sehr starke Veränderung
5 = keine starke Veränderung)
[0037]

Beispiel 6
[0038] Möbelbezugsstoffe aus CO-Rücken und PAC-Polmaterial (500 g/m
2 Gesamtgewicht) wurden mit der erfindungsgemäßen Zubereitung des Beispiels 2 wie folgt
ausgerüstet:
A 30 g/I beim kontinuierlichen Färben
B 30 g/l nach dem Färben und Auswaschen, vor dem Trocknen im Klotzverfahren
C nicht ausgerüstet
Probenahme
[0039] Muster von 30 x 30 cm wurden entnommen und auf einem mit VA-Stahl abgedeckten Labortisch
ausgelegt. Die Belastung erfolgte durch ein Stahlgewicht mit einer mit Polytetrafluorethylen
beschichteten Auflagefläche. (Auflagedruck: 78,6 g/cm
2; Dauer der Belastung: 24 Stunden).
Beurteilung
[0040] Visuell wird nach Entfernung der Belastung die Wiederholung im Vergleich zu einer
unbelasteten Ware beurteilt:

Beispiel 7
[0041] Eine PA-Tufting-Velour-Ware (450 g/m
2 Polgewicht) wurde nach dem Färben im Sprühverfahren vor dem Trocknen behandelt:
a) mit 3 % der erfindungsgemäßen Zubereitung des Beispiels 2
b) mit 3% einer Vergleichszubereitung nach DE-OS 1 594 985
c) keine Behandlung
[0042] Anschließend wurde 5 Minuten bei 150°C getrocknet und weiterbehandelt, wie in Beispiel
3 angegeben. Die anschließende Beurteilung erfolgte wie in Beispiel 6 angegeben:

Beispiel 8
Laboranschmutztest in Anlehnung an DIN 54 324 (Stuhlrollenversuch)
[0043] Eine PA-Tufting-Velour-Ware (450 g/m
2 Polgewicht) wurde nach dem Färben im Sprühverfahren vor dem Trocknen behandelt:
a) mit 3% der erfindungsgemäßen Zubereitung des Beispiels 2
b) mit 3 % einer Vergleichszubereitung nach DE-OS 1594 985
c) keine Behandlung
[0044] Anschließend wurde 5 Minuten bei 150°C getrocknet, gleichmäßig geschoren und der
Rücken mit einem handelsüblichen Latex-Planschaum beschichtet.
[0045] Aus diesem Material wurden gemäß den DIN-Vorschriften jeweils gleiche Muster entnommen.
[0046] Die Muster werden zunächst mit je 10 g eines synthetischen Schmutzes folgender Zusammensetzung
angeschmutzt.

[0047] Die Belastung der Proben erfolgt nach dem Stuhlrollenversuch, der in der DIN-Vorschrift
54 324 ausführlich beschrieben ist, bei einer Rollenbelastung von insgesamt 60 kg
und einer Änderung der Rollendrehrichtung nach jeweils 50 Umdrehungen.
[0048] Die Beurteilung erfolgte wie in Beispiel 6 angegeben.

1. Polstabilisierendes Textilimprägniermittel enthaltend kolloidale Suspensionen von
Organosilsesquioxanen aus Einheiten der Formel RSi03/2 (R = gegebenenfalls substituierter Alkyl- oder Arylrest mit bis zu 7 C-Atomen) und
von Kieselsäure mit Si02-Einheiten.
2. Imprägniermittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es 2 bis 9 Gew.-%
Silsesquioxane und 0,1 bis 0,4 Gew.-% Si02-Einheiten - bezogen auf das gesamte Imprägniermittel - enthält.
3. Imprägniermittel gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
als Silsesquioxane Methylsilsesquioxane eingesetzt werden.
4. Verfahren zur Herstellung von kolloidalen Suspensionen von Silsesquioxanen und
Kieselsäure nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Silane der
allgemeinen Formel RSi(OR')3 zusammen mit Silanen der Formel Si(OR')4, worin R die obengenannte Bedeutung besitzt und R' ein Wasserstoffatom oder einen
Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen bedeutet, unter Bewegung einem Gemisch aus Wasser und
anionischen oder kationischen oberflächenaktiven Mitteln unter sauren oder basischen
Bedingungen unter Zuhilfenahme pH-Wert regulierender Zusätze zugegeben werden, wobei
die Menge der zugefügten Silane 5 bis 22%, bezogen auf das Gesamtgewicht an Silan,
Wasser und weiteren Zusätzen beträgt.
5. Verwendung von Suspensionen, hergestellt gemäß Anspruch 1 zur Ausrüstung von textilen
Materialien.
6. Textiles Material, ausgerüstet mit einem Mittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis
3.
1. Pile-stabilising impregnating agent for textiles which contains colloidal suspensions
of organosilsesquioxanes of units of the formula RSi03/2 (R = an optionally substituted alkyl or aryl radical with up to 7 C atoms) and of
silicic acid with Si02 units.
2. Impregnating agent according to Claim 1, characterised in that it contains 2 to
9% by weight of silsesquioxanes and 0.1 to 0.4% by weight of SiOz units - relative
to the total impregnating agent.
3. Impregnating agent according to one of Claims 1 or 2, characterised in that methylsilsesquioxanes
are employed as the silsesquioxanes.
4. Process for the preparation of colloidal suspensions of silsesquioxanes and silicic
acid according to one of Claims 1 to 3, characterised in that silanes of the general
formula RSi(OR')
3, together with silanes of the formula Si(OR')
4, wherein
R has the abovementioned meaning and
R' denotes a hydrogen atom or an alkyl radical with 1 to 4 C atoms,
are added, whilst agitating, to a mixture of water and anionic or cationic surface-active
agents under acid or basic conditions and with the aid of additives which regulate
the pH value, the amount of silanes added being 5 to 22%, relative to the total weight
of silane, water and other additives.
5. Use of suspensions prepared according to Claim 1 for providing textile materials
with a finish.
6. Textile material provided with a finish of an agent according to one of Claims
1 to 3.
1. Agent d'imprégnation des textiles stabilisant le poil et contenant des suspensions
colloïdales d'organosilsesquioxanes ayant les unités de formule RSiO3/2 (R = radical alcoyle ou aryle éventuellement substitué ayant jusqu'à 7 atomes de
carbone) et d'acide silicique ayant les unités de formule Si02.
2. Agent d'imprégnation selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient
2 à 9% en poids de silsesquioxanes et 0,1 à 0,4% en poids d'unités Si02 par rapport à l'agent d'imprégnation total.
3. Agent d'imprégnation selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on
utilise comme silsesquioxanes des méthylsilsesquioxanes.
4. Procédé de fabrication de suspensions colloïdales de silsesquioxanes et d'acide
silicique suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on ajoute des
silanes de formule générale RSi(OR')3 conjointement avec des silanes de formule Si(OR')4, où R possède la signification citée plus haut et R' représente un atome d'hydrogène
ou un radical alcoyle ayant 1 à 4 atomes de carbone, tout en agitant à un mélange
d'eau et d'agents tensioactifs anioniques ou cationiques dans des conditions acides
ou basiques avec l'assistance d'additifs régulateurs de la valeur du pH, la quantité
des silanes ajoutés s'élevant à 5 - 22% par rapport au poids total de silane, d'eau
et d'autres additifs.
5. Utilisation des suspensions fabriquées selon la revendication 1 pour l'apprêtage
de matériaux textiles.
6. Matériau textile apprêté avec un agent selon une des revendications 1 à 3.