[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung der Drehzahl der
Spindeln einer mit Spindeln und zugehörigen Flügeln ausgerüsteten Vorspinnmaschine
in Funktion des wachsenden Spulendurchmessers mit einem mittels einer schrittweise
weitergedrehten Schaltwelle stufenlos verstellbaren Variator für den Antrieb der Spindeln.
[0002] Bei einer solchen Vorspinnmaschine, welche auch Flyer genannt wird, wird eine Faserlunte
hergestellt und mit Parallelwindungen auf die Spule jeder Spinnstelle mit einem Flügel
aufgewunden. Da die Faserlunte für die Speisung der nächsten Verarbeitungsstufe verziehbar
sein muß, wird ihr eine sehr mäßige Drehung erteilt, welche gerade noch reicht, um
die Faserlunte spannungslos einem Streckwerk der nachfolgenden Verarbeitungsstufe
zuzuführen, aber bei der kleinsten Zugbeanspruchung einen unerwünschten Fehlverzug
in der Lunte ergibt.
[0003] Es ist deshalb bei solchen Vorspinnmaschinen nötig, sowohl die Spindel als auch den
die Faserlunte auf die Spulenoberfläche verteilenden, zur Spindel koaxial laufenden
Flügel anzutreiben und die Rotationsgeschwindigkeiten derselben äußerst präzis gegenseitig
anzupassen.
[0004] Dabei rotiert normalerweise der Flügel mit einer konstanten Drehzahl, während die
Drehzahl der Spindel entsprechend dem wachsenden Durchmesser der Spule angepaßt wird:
dazu führt die Spindel den zwischen zwei in Funktion des Spulendurchmessers räumlich
wandernden Umkehrpunkten liegenden Spindelbankhub aus, mit welchem dafür gesorgt wird,
daß die Faserlunte mit Parallelwindungen auf die Spulenoberfläche aufgewunden wird,
und daß die Spulenextremitäten eine konische Form erhalten.
[0005] Diese Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem der Anpassung der Spindeldrehzahl
an den wachsenden Spulendurchmesser, während die Verkürzung des Spindelbankhubes in
Funktion des Spulendurchmessers nicht durch sie tangiert wird.
[0006] Der Zuwachs des Spulendurchmessers hängt aber in entscheidender Weise von den technologischen
Eigenschaften der hergestellten Lunte, wie z. B. Faserqualität, Nummer, Drehung, Volumen,
usw., ab. Die Erfahrung hat dabei gezeigt, daß z. B. das Volumen einer solchen Lunte,
bzw. deren Querschnitt, klimaabhängig ist, d. h. daß es im Laufe der Zeit schwanken
kann, und daß auch solche minimalen Schwankungen bereits einen störenden Faktor im
Aufwindeprozeß darstellen, welcher mit passenden Mitteln korrigiert werden muß.
[0007] Der Stand der Technik kennt unzählige Vorschläge für eine Steuerung der Drehzahl
der Spindeln einer solchen Vorspinnmaschine, welche, um die nötige Feinheit der Regulierung
zu erreichen, meistens mit der Kombination eines Grobregulierorgans und eines Feinregulierorgans
arbeiten. Mit dem Grobregulierorgan, von welchem die bekannteste und verbreiteste
Form ein Doppelkonus-Riemengetriebe ist, wird die Spindeldrehzahl grob den geometrischen
Dimensionen der Spule und insbesondere ihrem Durchmesser angepaßt. Mit dem Feinregulierorgan,
welches oft die Form einer mehrteiligen Kompensationsschiene aufweist, wird versucht,
auf die genannte Übersetzung durch das Konusgetriebe einzuwirken, um eine feine Korrektur
der Luntenspannung bei verschiedenem Durchmesser der Spule zu ermöglichen.
[0008] Eine solche Lösung ist z. B. in der CH-A-569 806 gezeigt. Als Korrekturschiene wird
hier eine Steuerfläche verwendet, welche über den ganzen Bereich der Riemenverschiebung
des Konusgetriebes auf diese einen korrigierenden Einfluß ausübt. Bei einer solchen
Lösung mit Doppelkonusgetriebe ist es selbstverständlich auch nötig, die mittlere
Geschwindigkeit der Riemenverschiebung dem Luntenvolumen anzupassen, was normalerweise
durch die Zwischenschaltung eines Zahnradgetriebes mit auswechselbaren Zahnrädern
gelöst wird. Bezeichnend für diese bekannte Lösung ist die Anwendung eines stufenlos
verstellbaren Variators, welcher mit einer schrittweise weitergedrehten Schaltwelle
verstellt wird. Die Nachteile dieser bekannten Lösung liegen in der schlechten Bedienbarkeit
und der Kompliziertheit derselben. Die Einstellung der Organe sowohl für die grobe
Regulierung (z. B. das Wechselrad für die Verschiebung des Doppelkonusriemens) als
auch für die feine Regulierung muß während des Stillstandes der Maschine erfolgen,
da man auf das Getriebe einwirkt. Die ganze Operation des Einregulierens bzw. Einstellens
der Steuerorgane, welche sich über mehrere ganze Abzüge erstrecken muß, damit man
den Erfolg der durchgeführten Korrekturen beurteilen kann, ist sehr zeitraubend und
umständlich, weshalb oft die Vorspinnmaschine nicht optimal, sondern nur annähernd
genau eingestellt wird. Die Folge davon sind dann Verzugsfehler in der Lunte und eine
erhöhte Anzahl Luntenbrüche mit entsprechenden Betriebsunterbrüchen und Verschlechterung
des Wirkungsgrades der Maschine.
[0009] Auch die Anpassung an die schwankenden Klimabedingungen im Spinnsaal gestaltet sich
in Anbetracht der genannten bedienungstechnischen Nachteile der bekannten Vorrichtungen
als sehr problematisch.
[0010] Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist, daß sie einen hohen Aufwand
an Unterhalt, insbesondere an Reinigungs- und Schmierarbeit, bedingt. Weiter ist bei
einer solchen Vorrichtung auch der Nachteil zu erwähnen, daß die Regulierungsorgane
mit speziellen Rückstellungsorganen ausgerüstet sein müssen, mittels weicher z. B.
der Riemen des Doppelkonusantriebes bei stillstehender Maschine nach vorheriger Entlastung
des Riemens in die Anfangslage zurückgebracht werden muß. Zu diesem Zweck sind z.
B. eine Entlastungsvorrichtung für die Konen und ein separater Rückstellmotor, welcher
nur während der sehr kurzen Rückstelloperation in Aktion tritt, nötig, womit die Vorrichtung
noch komplizierter und teurer wird.
[0011] Ähnliche Lösungen wie die hier besprochene werden z. B. durch die FR-A-1 566 512
und die DE-B-1 291 664 beschrieben. Es gelten für diese die im Zusammenhang mit obigem
Stand der Technik erwähnten Nachteile.
[0012] Nach weiteren bekannten Vorrichtungen für eine Vorspinnmaschine geschieht die Steuerung
der Spindeldrehzahl so, daß die Luntenspannung konstant bleibt (z. B. nach FR-A-815
560), was voraussetzt, daß man die Luntenspannung mißt.
[0013] Diese Steuerungsart, welche sich nur auf die Aufwindeverhältnisse an einzelnen Spinnstellen
abstützt, erfordert einen relativ hohen Aufwand an Meßinstrumenten und gibt noch keine
Garantie dafür, daß die Luntenspannung an den übrigen Spinnstellen richtig ist. Wenn
unglücklicherweise gerade die einzige Spinnstelle, bei welcher die Luntenspannung
gemessen wird, extrem straff oder locker läuft, dann werden sämtliche anderen, eventuell
korrekt laufenden Spinnstellen korrigiert, so daß an diesen, trotz des hohen Aufwandes,
keine optimalen Spinnverhältnisse erreicht werden.
[0014] Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, die genannten Nachteile der bekannten Vorrichtungen
zu beheben, und eine Vorrichtung des obenerwähnten Typs vorzuschlagen, bei welcher
insbesondere
a) die Einstellung der Spindeldrehzahl, bzw. die Regulierung der Luntenspannung, über
den ganzen Spulenaufbau exakt und einfach ist;
b) die Einstellung der Spindeldrehzahl bei laufender Maschine möglich ist;
c) die Vorrichtung einfach zu bedienen, arm an Unterhaltsarbeiten ist und keine separaten
Rückstellorgane benötigt.
[0015] Diese und weitere Vorteile können durch eine Vorrichtung zur Steuerung der Drehzahl
der Spindeln einer mit Spindeln und zugehörigen Flügeln ausgerüsteten Vorspinnmaschine
in Funktion des wachsenden Spulendurchmessers mit einem mittels einer schrittweise
weitergedrehten Schaltwelle stufenlos verstellbaren Variator für den Antrieb der Spindeln
dadurch erreicht werden, daß die Schaltwelle mit einem die Schaltimpulse von einer
Motorsteuerung erhaltenden elektrischen Verstellmotor angetrieben wird, wobei die
Motorsteuerung einen programmierbaren Sollwertgeber, welcher von außen auf eine bestimmte
Anzahl von Schaltimpulsen pro Schaltschritt eingestellt werden kann, und ein einstellbares
Korrekturglied, mit welchem die auf den Sollwertgeber bestimmte Impulszahl durch Summieren
oder Subtrahieren von Korrekturimpulsen bei jedem Schaltschritt korrigiert werden
kann, enthält, und daß der Befehl zur Abfabe von Schaltimpulsen der Motorsteuerung
durch einen die Umkehrpunkte des Spindelbankhubes abtastenden Apparat erteilt wird,
während der Sollwertgeber und/oder das Korrekturglied mit einem den wachsenden Spulendurchmesser
bestimmenden Apparat in Steuerverbindung stehen.
[0016] Der Antrieb der Schaltwelle für die Verstellung des Variators mittels eines Verstellmotors
schafft die Voraussetzungen für die Erreichung der obenerwähnten Vorteile, wie es
anhand der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert
wird.
[0017] Weitere Vorteile werden durch die Ausführungsvarianten der Ansprüche 2 bis 6 geboten,
wie es ebenfalls in der nachfolgenden Beschreibung unter Zuhilfenahme der Figuren
detailliert erläutert wird. Es zeigt
Fig. 1 eine Gesamtdarstellung einer Vorspinnmaschine mit der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung,
Fig. 2 ein Blockschema einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Steuerung einer Vorspinnmaschine,
wie in Fig. 1 dargestellt, und
Fig. 3 ein Blockschema einer erfindungsgemäßen Variante der Vorrichtung zur Steuerung
einer Vorspinnmaschine, wie in Fig. 1 dargestellt.
[0018] In Fig. 1 ist eine mit Spindeln und zugehörigen Flügeln ausgerüstete Vorspinnmaschine
mit ihren für das Verständnis dieser Erfindung nötigen Arbeitsorganen schematisch
und vereinfacht dargestellt.
[0019] Eine solche Vorspinnmaschine weist, in einer oder mehreren Reihen auf einer Spindelbank
1 rotierbar gelagerte Spindeln 2 auf, von welchen in der Figur nur eine dargestellt
ist. Die Spindelbank 1 führt eine senkrechte Auf- und Abwärtsbewegung aus und ist
zu diesem Zweck in nicht gezeigten, vertikalen Führungen geführt und mit einem hier
nur schematisch dargestellten Hubmechanismus gekuppelt. Bei einer solchen Lösung des
Hubmechanismus, welche allerdings nur eine der vielen möglichen Lösungen im Rahmen
dieser Erfindung darstellt, ist die Spindelbank 1 an mindestens zwei Orten (nur ein
solcher ist in Fig. 1 dargestellt) mit einem der vertikalen Trüme der zwischen einer
oberen Umlenkrolle 4 und einer unteren Umlenkrolle 5 umlaufenden Kette 3 befestigt.
Eine der Rollen 4 bzw. 5 wird mit einem hier nicht weiter dargestellten, im übrigen
bekannten System alternierend in beiden Drehrichtungen angetrieben, so daß die Spindelbank
1 eine alternierende Auf- und Abbewegung, wie mit dem Pfeil m angedeutet, ausführt.
[0020] Die Wahl des Hubmechanismus für die senkrechte Bewegung der Spindelbank 1, welche
für die Verteilung der Faserlunte auf der Spulenoberfläche nötig ist, spielt im Rahmen
dieser Erfindung keine Rolle; wesentlich ist nur, daß die Umkehrung der Senkrechtbewegung
mittels eines den Spindelbankumlenkhub abtastenden Apparates durchgeführt wird, wie
es noch erklärt werden soll. Weiter kann die Maschine mit einem Hubmechanismus für
einen konstanten Hub, womit die Spulen mit zylindrischen Enden hergestellt werden,
ober für einen in Funktion vom Spulendurchmesser abnehmenden Hub, womit Spulen mit
konischen Enden hergestellt werden, ausgerüstet sein. Lediglich beispielsweise wurde
hier die Lösung mit dem abnehmenden Hub gewählt, da dieser dem üblichen Fall in der
Spinnerei entspricht. Die hier beschriebene Lösung kann aber ohne weiteres, wie es
im Laufe der Beschreibung klar werden wird, auch bei einer Vorspinnmaschine mit einem
konstanten Hub mit Vorteil verwendet werden.
[0021] Auf der Spindel 2 sitzt eine Spule 6, auf welche die Faserlunte aufgewunden wird.
Koaxial mit jeder Spindel 2 ist ein Flügel 7 in einer ortsfesten Flügelbank 8 rotierbar
gelagert. Die hier dargestellte Vorspinnmaschine weist also sogenannte »aufgehängte«
Flügel 7 auf; auch dies ist aber keine nötige Bedingung im Rahmen der Erfindung: diese
wäre bei jeder anderen bekannten Lösung von Vorspinnmaschinen (z. B. mit auf die Spindel
»aufgesetztem« Flügel, mit sogenannten »geschlossenen« Flügeln, d. h. solche welche
oben nur gelagert, nicht aber angetrieben werden, usw.) ohne weiteres anwendbar.
[0022] Über den Flügeln 7, welche wie die Spindeln 2 in einer oder mehreren Reihen angeordnet
sind, ist weiter ein, aus mehreren durchgehenden Zylindern 9 und 10 und entsprechenden
Druckwalzen 11 und 12 bestehendes Streckwerk vorgesehen. Das aus einer Kanne 13 kommende
Faserband 14 wird im Streckwerk 9 bis 12 bis zu einer gewünschten Feinheit verzogen
und dann, in bekannter Weise und mit Erteilung einer Drehung, dem Flügel 7 und schließlich
der Spule 6 der Spindel 2 zugeleitet. Dabei spielt in einer solchen Anordnung die
Beherrschung der Aufwindeverhältnisse auf der Spule 6, d. h. die exakte Steuerung
der Drehzahl der Arbeitsorgane, eine außerordentliche Rolle, da die Aufwindung der
praktisch keine Zugspannung vertragenden, aus den Zylindern 9 und 11 herauskommenden
Faserlunte 14 über die ganze Spule spannungsfrei, bzw. unter sehr kleiner, kontrollierter
Spannung, erfolgen muß.
[0023] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung dieser Aufwindeverhältnisse.
[0024] In der gezeigten Variante der Fig. 1 erfolgt nun der Antrieb der Arbeitsorgane folgendermaßen:
[0025] Ein elektrischer Motor 15 treibt mit konstanter Geschwindigkeit die Hauptwelle 16
an. Auf dieser Hauptwelle 16 sitzt ein konisches Zahnrad 17, welches mit dem konischen
Zahnrad 18 einer vertikalen Welle 19 im Eingriff steht. Die Welle 19 trägt drehfest
eine Riemenscheibe 20 für einen Riemen 21, welcher mittels einer auf den Flügel 7
aufgesetzten Riemenscheibe 22 den Flügel 7 in Rotation versetzt. Die Welle 19 rotiert
dabei ortsfest im Raum, während die Spindelbank 1 die vorher beschriebene Auf- und
Abbewegung (gemäß Pfeil m) ausführt; aus diesem Grund weist die Spindelbank 1 eine
breite Bohrung 23 für die Welle 19 auf. In Fig. 1 ist gestrichelt die tiefste Lage
1 der Spindelbank 1 eingezeichnet. An ihrem oberen Ende trägt die Welle 19 ein konisches
Zahnrad 24, mit welchem ein konisches Zahnrad 25 für den Antrieb des Streckwerkes
9 bis 12 der Vorspinnmaschine im Eingriff steht. Die durchgehenden Zylinder 9 und
10 des Streckwerkes sind in den Supporten 26 und 27, welche mit der Flügelbank 8 fest
verbunden sind, gelagert; der Support 27 ist weiter als Getriebe gestaltet, d. h.
enthält auch die Zahnräder (nicht gezeigt) für die Übertragung der Drehbewegung des
Zahnrades 25 auf beide (bzw. sämtliche) Zylinder 9 und 10 des Streckwerkes, unter
Berücksichtigung der zwischen den Zylindern 9 und 10 entsprechend dem Verzug nötigen
Geschwindigkeitsdifferenz. Der Flügel 7 und das Streckwerk werden also stets untereinander
synchronisch angetrieben, da sie kinematisch starr verbunden sind.
[0026] Die Drehzahl der Spindel 2 muß sich nun dem wachsenden Durchmesser der Spule 6 anpassen,
und diese Anpassung muß so genau erfolgen, daß die Luntenspannung zwischen den Lieferwalzen
9, 11 und dem Flügel 7 möglichst konstant bleibt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß diese
Aufgabe nicht allein durch die Anwendung eines nach der an sich bekannten, mathematischen
Formel für den Durchmesserzuwachs arbeitenden Variators gelöst werden kann. Die beim
Aufwinden auf die Faserlunte 14 wirkenden äußeren Einflüsse (wie z. B. das Klima)
und die ändernden geometrischen Windungsbedingungen genügen bereits, um so auf das
Luntenvolumen und die Spulendichte einzuwirken, daß eine Anpassungsmöglichkeit im
Sinne einer Feinregulierung über den ganzen Spulenaufbau zusätzlich zum genannten
Variator (selbst wenn dieser »theoretisch korrekt« arbeitet) unbedingt nötig ist.
Nur falls die Luntenspannung, wie oben erwähnt, direkt als Steuergröße benützt wird,
kann ein Variator allein die Steuerungsaufgabe im Prinzip bewältigen, aber diese Methode
ist mit den in der Einleitung vorher erwähnten Nachteilen behaftet und ist somit unbefriedigend.
[0027] Diese Erfindung beruht auf der obigen Erkenntnis, daß (ohne direkte Messung der Luntenspannung)
eine korrekte Steuerung der Spindeldrehzahl nur als Kombination einer Grundsteuerung,
welche den Mittelwerten der technologischen Kennzahlen (Nummer der Lunte, Fasereigenschaften,
d. h. Feinheit, Reifegrad, Kräuselung, usw.) Rechnung trägt, und einer über den ganzen
Spulenaufbau fein einstellbaren Korrektursteuerung möglich ist.
[0028] Dies wird in der Vorrichtung der Fig. 1 dadurch realisiert, daß die Hauptwelle 16
als Eingangswelle eines stufenlos verstellbaren Variators 28 dient. Die Ausgangswelle
29 des Variators 28 rotiert mit regulierter Drehzahl und treibt, über Winkelgetriebe
30/31, vertikale Welle 32 Riemenscheibe 33, Riemen 34, Wirtel 35, die Spindel 2 an.
[0029] Sowohl der Riemen 21 als auch der Riemen 34 sind vorzugsweise schlupffrei arbeitende
Zahnriemen, und in diesem Fall sind die Riemenscheiben 20, 22 und 33 sowie der Wirtel
35 mit einer passenden Verzahnung ausgerüstet.
[0030] Die Drehzahl der Spindel 2 wird durch entsprechende Verstellung des stufenlos verstellbaren
Variators 28 in jedem Moment den vorhandenen Spulbedingungen angepaßt, wobei der Variator
28 mit einer schrittweise weitergedrehten Schaltwelle 36 verstellt werden kann, deren
Steuerung den eigentlichen Gegenstand der Erfindung betrifft.
[0031] Erfindungsgemäß wird die schrittweise weitergedrehte Schaltwelle 36 mittels eines
die Schaltimpulse von einer Motorsteuerung 37 über eine elektrische Leitung 38 erhaltenden
Verstellmotors 39 angetrieben. Die schrittweise Drehung der Schaltwelle 36 ist durch
die schichtweise Ablage der Luntenwindungen auf der Spulenoberfläche bedingt, welche
eine schrittweise Anpassung der Spindeldrehzahl, entsprechend dem sprunghaften Zuwachs
des Spulendurchmessers, erfordert.
[0032] Weiter zeigt Fig. 1, daß die Schaltwelle 36 eine Riemenscheibe 40 für einen Zahnriemen
41 trägt, mit welchem die Riemenscheibe 42 eines aus Schneckenrad 43, Zahnrad 44 und
Schablone 45 mit Zahnstange 46 bestehenden Apparates 47 für die Bestimmung des Spulendurchmessers
angetrieben wird.
[0033] Der Apparat 47 beinhaltet weiter einen Kontaktgeber48, welcher mit einer Mehrzahl
von längs der Bewegungsbahn des Kontaktgebers 48 liegenden Kontaktabnehmern 49 in
sukzessiven Kontakt gebracht werden kann. Über die Leitung 50 stehen die Kontaktabnehmer
49 mit der Motorsteuerung 37 so in Verbindung, daß die Lage des Kontaktgebers 48 zur
Mehrzahl der Kontaktabnehmer 49 der Motorsteuerung 37 übertragen werden kann.
[0034] Die Funktionsweise des beispielsweise hier beschriebenen Apparates 47 für die Bestimmung
des Spulendurchmessers ist nun die folgende: Wenn die Spule 6 leer ist, d. h. wenn
auf der Spindel 2 eine leere Hülse (nicht gezeigt) vorliegt, ist der Variator 28 in
seiner Anfangslage, da bei dieser Lage die Spindel 2 eine ihrer extremen Drehzahlen
annehmen muß. In dieser Lage ist die Schablone 45, welche kinematisch mit der Schaltwelle
36 des Variators 28 starr verbunden ist, ebenfalls in ihrer linksseitigen extremen
Lage angeordnet, so daß der Kontaktgeber 48 mit dem linksseitigen Kontaktnehmer 49a
in Kontakt steht; über die Leitung 50 wird der Motorsteuerung 37 ein Signal abgegeben,
welches dieser Anfangslage, bzw. dem kleinsten Spulendurchmesser, entspricht.
[0035] Wenn der Durchmesser der Spule 6 wächst, muß der Variator 28 verstellt werden, was
durch eine schrittweise Weiterdrehung der Schaltwelle 36 erfolgt: wegen der gezeigten
starren Koppelung zwischen Schaltwelle 36 und Schablone 45, bzw. Kontaktgeber 48,
entspricht jede Lage der Schaltwelle 36, bzw. des Variators 28, einer bestimmten Lage
der Schablone 45, da jede Lage des Variators 28 einem bestimmten Spulendurchmesser
entspricht. Daraus resultiert, daß auch jede Lage der Schablone 45 einem bestimmten
Spulendurchmesser entspricht. Der Apparat 47 ist also in der Lage, über die Leitung
50 der Motorsteuerung 37 ein Signal abzugeben, weiches dem momentanen Spulendurchmesser,
bzw. dem momentanen Bereich des Spulendurchmessers entsprechend der Einteilung der
Kontaktnehmer 49 über den Weg des Kontaktgebers 48 entspricht.
[0036] Es sei schon hier bemerkt, daß der hier beschriebene Apparat 47 für die Bestimmung
des Spulendurchmessers nicht der einzige ist, welcher im Rahmen dieser Erfindung in
Frage kommen kann. Im Prinzip ist jeder Apparat, welcher den Durchmesser bzw. die
Durchmesserbereiche bestimmen kann, im Rahmen dieser Erfindung brauchbar. So kann
z. B. auch eine direkte Abtastung der Spulen, z. B. mechanisch mit direkter Berührung
derselben oder z. B. optisch berührungslos ohne weiteres verwendet werden, da die
einzige Bedingung darin besteht, daß über die elektrische Leitung 50 der Motorsteuerung
37 ein Signal abgegeben werden soll, welches die Information über den momentanen Durchmesser
der Spule 6, gegebenenfalls geteilt in eine bestimmte Anzahl von Schichten, enthält.
[0037] Die gezeigte Lösung des Apparates 47 hat allerdings den besonderen Vorteil, daß sie,
neben der Bestimmung des momentanen Spulendurchmessers, auch die Steuerung des Spindelbankhubes
während des Spulenaufbaus, zwecks Erlangung des gewünschten Kontours der Spule 6,
bewirken kann, wie es nun gezeigt wird. Zu diesem Zweck dient die Schablone 45, welche
einer Kurve 51, gleich dem gewünschten Profil der Spule 6 im Querschnitt (z. B. mit
zwei konischen Endpartien), entspricht. An der Spindelbank 1 ist ein Kippschalter
52 angebracht, welcher bei der Hubbewegung der Spindelbank 1 oben und unten an der
Kurve 51 umgeschaltet wird. Der Kippschalter 52 gibt somit der Motorsteuerung 37,
über die elektrische Leitung 53, bei jedem Umkehrpunkt des Spindelbankhubes ein Signal
ab, welches für die erfindungsgemäße Steuerung benötigt wird, wie es später erklärt
wird. Gleichzeitig kann die Umkippung des Schalters 52, über nicht gezeigte Übertragungselemente,
die Umsteuerung der Hubbewegung, d. h. die Umkehr der Kette 3, bewirken; dies ist
jedoch keine Bedingung im Rahmen dieser Erfindung.
[0038] Gestrichelt ist in Fig. 1 eine andere Ausführung eines ebenfalls brauchbaren Apparates
für die Bestimmung des Spulendurchmessers angegeben, welcher aber nicht mehr mit dem
Apparat für die Abtastung der Umkehrpunkte verbunden ist. Rein schematisch wird gezeigt,
wie die Welle der Riemenscheibe 42 (bzw. die Schaltwelle 36 direkt) mit einem Potentiometer
54 gekuppelt ist; durch Rotation der Schaltwelle 36 wird somit auch der Potentiometer
54 immer weiter gedreht, wobei jede seiner Lagen einem bestimmten Spulendurchmesser
entspricht. Durch eine elektrische Leitung 55 ist der Potentiometer 54 auch hier mit
der Motorsteuerung 37 verbunden und gibt dieser ein Signal, welches dem momentanen
Spulendurchmesser entspricht.
[0039] Der erfindungsgemäße Aufbau der Motorsteuerung 37 ist im Blockschema der Fig. 2 enthalten,
wobei die gleichen Elemente der Fig. 1 mit den gleichen Bezugszahlen versehen wurden.
[0040] Die Motorsteuerung 37 enthält erfindungsgemäß einen programmierbaren Sollwertgeber
56, welcher von außen auf eine bestimte Anzahl von Schaltimpulsen pro Schaltschritt
eingestellt werden kann. In der breitesten Auslegung der Fig. 2 ist der Sollwertgeber
auf eine bestimmte Beziehung zwischen der Spindeldrehzahl V und dem Spulendurchmesser
D (V=f(
D)) für den ganzen Durchmesserbereich programmierbar. Diese Beziehung, welche z. B.
die bekannte mathematische, durch die geometrischen Abmessungen der Spule gegebene
Beziehung sein kann, muß als eine erste Annäherung der Steuerfunktion angesehen werden,
welche einer über den Spulenaufbau in Funktion vom Durchmesser ändernden Korrektur
überlagert werden muß. Diese muß den äußeren Einflüssen auf die Spulenbildung, wie
in der Einleitung erwähnt, Rechnung tragen.
[0041] Erfindungsgemäß wichtig ist nur, daß der Sollwertgeber von außen durch das Bedienungspersonal
eingestellt werden kann. Die Einstellung kann z. B. darin bestehen, daß man dem Sollwertgeber
56 eine bestimmte Funktion V≈f(D) eingibt, was heutzutage mit verschiedenen Mitteln
(z. B. über einen programmierbaren Rechner oder durch Abtastung einer Schablone, z.
B. mechanisch oder optisch usw.) gelöst werden kann.
[0042] Falls z. B. der Sollwertgeber 56 mit der Abtastung einer Schablone arbeitet, muß
der Sollwertgeber 56 so angeordnet sein, daß die Auswechslung der Schablone oder ihre
Anpassung durch das Bedienungspersonal, ohne Werkzeuge und ohne die Vorspinnmaschine
abstellen zu müssen, vorgenommen werden kann. Der Sollwertgeber 56 ist mit einer elektrischen
Abzweigleitung 57 mit der Leitung 50 verbunden: über diese Leitung 57 bekommt er vom
Apparat 47 für die Bestimmung des Spulendurchmessers Signale, welche dem Spulendurchmesser
entsprechen. Der Sollwertgeber 56 gibt über die elektrische Leitung 58, einer nachgeschalteten
Logik 59 eine bestimmte Anzahl Schaltimpulse ab. Weiter enthält die Motorsteuerung
37 erfindungsgemäß ein einstellbares Korrekturglied 60, mit welchem die auf den Sollwertgeber
56 bestimmte, der Beziehung V=f(D) entsprechende Impulszahl durch Summieren oder Subtrahieren
von Korrekturimpulsen bei jedem Schaltschritt korrigiert werden kann. Auch das Korrekturglied
60 ist mit der elektrischen Leitung 50 verbunden und wird von dieser mit einem dem
Spulendurchmesser entsprechenden Signal gespeist. Es liefert seine Korrekturimpulse
der Logik 59 mittels der elektrischen Leitung 61. Die Steuervorrichtung der Fig. 1
und 2 funktioniert nun folgendermaßen:
Immer wenn eine Anpassung der Spindeldrehzahlen vorgenommen werden muß, da eine neue
Schicht von Vorgarn auf die Spule 6 aufgewunden wird, so daß der Aufwindedurchmesser
der Spule 6 sich ändert, ist die Spindelbank 1 an einem der Umkehrpunkte angelangt
und betätigt somit den Kippschalter 52. Dieser liefert (neben dem Signal für die Umkehrung
des Hubes am Hubmechanismus - Signal, welches hier keine Rolle spielt) der Motorsteuerung
37, bzw. ihrer Logik 59, ein Signal mittels der Leitung 53. Die Logik 59 holt sich
aus dem Sollwertgeber 56 die entsprechend dem Spulendurchmesser auf ihn eingestellte
Anzahl Steuerungsimpulse ab, welche die angenäherte Beziehung V=f(D) angeben. Aus
dem Korrekturglied 60 holt sich die Logik 59 gleichzeitig die für den betreffenden
Spulendurchmesser auf ihn eingestellte Korrektur ab, welche in einer bestimmten Anzahl
von negativen oder positiven Impulsen besteht. Die Logik 59 summiert die Impulse aus
dem Sollwertgeber 56 und dem Korrekturglied 60 und gibt dem Verstellmotor 39, über
die Leitung 38, ein Verstellsignal ab, welches den momentanen Aufwindebedingungen
entspricht. Die Verstellung des Verstellmotors 39 wird mit einer Rückkopplung (enthaltend
einen Signalgeber 62 und eine elektrische Leitung 63, beide gestrichelt dargestellt),
welche die Verbindung zwischen dem Motor 39 und der Steuerung 37 herstellt, kontrolliert.
Die hier beschriebene Steuerungsvorrichtung für eine Vorspinnmaschine bietet den großen
Vorteil, daß sie, dank der Trennung in eine Grobsteuerung mit dem Sollwertgeber 56
und einer Feinsteuerung mit dem Korrekturglied 60, eine bequeme und äußerst präzise
Steuerung der Spindeldrehzahl über den ganzen Spulenaufbau gestattet. Weiter gestattet
sie die Verwendung jedes beliebigen Variators 28, da sie keine Übersetzungscharakteristik
für den Variator 28 vorschreibt. Dies ist eine Folge der Programmierbarkeit des Sollwertgebers
56, welche ohne weiteres so gewählt werden kann, daß sie auch einer beliebigen Übersetzungscharakteristik
des Variators 28 Rechnung tragen kann.
Weitere Vorteile werden durch eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung geboten,
falls sowohl der Sollwertgeber 56 als auch das Korrekturglied 60 dem Bedienungspersonal
frei zugänglich sind, d. h. ohne Öffnung von Verdekken, z. B. am Antriebskopf der
Maschine und bei laufender Vorspinnmaschine eingestellt werden können. Dies erlaubt
dem Bedienungspersonal, die nötige Einstellung der Spindeldrehzahl durchzuführen,
ohne die Spannungsverhältnisse in der Lunte 14, welche korrigiert werden sollen, durch
eine Abstellung der Maschine zuerst zu stören. Man weiß nämlich, daß eine Abstell-
und Anlaufoperation immer einen Einfluß auf die Luntenspannung, bzw. auf die Aufwindespannung,
ausüben, da diese stark von der Fliehkraft und vom Luftwiderstand abhängig ist. Wenn
nun z. B. eine zu lockere Luntenspannung in einer bestimmten Phase des Aufwindens
durch das Bedienungspersonal wahrgenommen wird, kann dieses bei laufender Maschine
eine entsprechende Korrektur auf dem Korrekturglied 60 vornehmen und sofort den Erfolg
seiner Korrektur kontrollieren. Wenn man hingegen, wie bei den konventionellen Maschinen,
zuerst die Maschine abstellen muß, in diesem Zustand die Korrektur durchführen und
dann die Maschine wieder in Betrieb setzen muß, besteht die Gefahr, daß der Einfluß
des Abstellens und des Anlaufens auf die Luntenspannung größer ist als die vorzunehmende
Korrektur, womit die Korrekturoperation eine äußerst schwierige, wenn nicht unmögliche,
Sache wird, da sie schrittweise in einer langen Serie von Operationen durchgeführt
werden muß.
Eine sehr interessante Vereinfachung der erfindungsgemäßen Steuerung läßt sich noch
mit einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung realisieren, welche
vorsieht, daß der verwendete Variator 28 über seinen Regelbereich ein Übersetzungsverhältnis
aufweist, welches bei einer linearen Verstellung eine erste Annäherung der an sich
bekannten Beziehung zwischen Spindeldrehzahl und Spulendurchmesser realisiert. Der
Variator 28 kann, anders gesagt, so gebaut sein, daß wenn die Schaltwelle 36 immer
um den gleichen Betrag weitergedreht, d. h. linear verstellt wird, das Verhältnis
zwischen der Drehzahl der Hauptwelle 16 und derjenigen der Ausgangswelle 29 in erster
Annäherung gleich der nicht linearen bekannten Beziehung zwischen der Spindeldrehzahl
und dem Spulendurchmesser wird. In diesem Fall genügt es, den Sollwertgeber 56 (Fig.
7) auf eine über den ganzen Spulenaufbau konstante Anzahl von Schaltirnpulsen pro
Schaltschritt einzustellen, was eine sehr wesentliche Vereinfachung sowohl im Hinblick
auf den Sollwertgeber 56, welcher dann z. B. nur die Form eines Dekadenschalters 64,
wie in Fig. 3 gezeigt, aufweisen kann, als auch auf die Bedienung ist, da nur noch
dieser konstante Wert, nicht aber sein Verlauf über den ganzen Spulenaufbau, eingestellt
werden muß.
Ebenfalls vorteilhaft ist eine erfindungsgemäße Steuervorrichtung, bei welcher als
Verstellmotor 39 ein sogenannter Schrittmotor gewählt wird, d. h. ein Motor, welcher
sich schrittweise immer um einen, den ihm gesandten Schaltimpulsen entsprechenden
Winkel, bzw. Betrag, weiterdreht. Bei einem solchen Motor erübrigt sich dann die Anwendung
einer aus Signalgeber 62 und elektrischen Leitung 63 (Fig. 2) bestehenden Rückkopplung,
da der Motor immer um den richtigen Winkel verstellt wird.
Fig. 3 zeigt eine besonders günstige Ausführungsvariante der Erfindung, bei welcher
das Korrekturglied aus einem an sich bekannten Kreuzschienenverteiler 65 besteht,
auf welchem eine der Koordinaten, z. B., wie in Fig. 3, die Abszisse a den Spulendurchmesser
D und die andere, die Ordinate b, die positive oder negative Impulszahlkorrektur b
darstellt. Wie Fig. 3 zeigt, werden die Kontaktstellen der Kontaktabnehmer 49, welche
genau gleich wie diejenigen der Fig. 1 ausgebildet sind, mit den senkrechten Schienen
des Kreuzschienenverteilers 65 verbunden. Jede vertikale Schiene entspricht somit
einem genau bestimmten Durchmesserbereich, bzw. einer Schicht, der Spule 6. In Fig.
3 sind beispielsweise 6 Schienen vorgesehen, d. h. die Spule wird in 6 zylindrische
Schichten geteilt. Die waagrechten Schienen des Kreuzschienenverteilers 65 sind einzeln
mit der Logik 59 verbunden. Dabei ist hier die Skala b in positive und negative Werte
unterteilt: über der 0-Linie entsprechen die Schienen zuwachsenden positiven Korrekturen
(z. B. positiven Impulszahlen, welche, summiert in der Logik 59 mit denjenigen des
Dekadenschalters 64, eine Erhöhung der Spindeldrehzahl gegenüber derjenigen, welche
dem Sollwert entsprechen würde, bewirken), während unter der 0-Linie negative Korrekturen
eingestellt werden können. Die Einstellung der Korrektur wird bei einem solchen Kreuzschienenverteiler
65 in bekannter Weise durch Kontaktherstellung zwischen den senkrechten und den waagrechten
Schienen, mittels z. B. Kontaktstiften 66, vorgenommen. Im in Fig. 3 dargestellten
Beispiel wird z. B. in der ersten Schicht der Spule 6 eine positive Korrektur von
+2 Impulsen vorgenommen, in der zweiten Schicht eine von 0 Impulsen, in der dritten
Schicht eine von +1 Impulsen usw. vorgenommen. Die Verwendung eines Kreuzschienenverteilers
65 als Korrekturglied welcher natürlich auch wesentlich mehr Schienen haben kann,
ist sehr bequem und übersichtlich für das Bedienungspersonal und geeignet, um graphisch
oder z. B. durch Steckkarten (Karten, auf welche die in einem bestimmten Fall verwendete
Korrektur durch Durchlochen der Kreuzpunkte fixiert wird) die in einem bestimmten
Fall adoptierte Korrektur für eine spätere Verwendung aufzubewahren.
Die für die Realisierung der erfindungsgemäßen, hier beschriebenen Blockschemen nötigen
elektrischen Anschlüsse sind jedem Fachmann bekannt und müssen hier nicht im Detail
beschrieben werden.
1. Vorrichtung zur Steuerung der Drehzahl der Spindeln einer mit Spindeln und zugehörigen
Flügeln ausgerüsteten Vorspinnmaschine in Funktion des wachsenden Spulendurchmessers
mit einem mittels einer schrittweise weitergedrehten Schaltwelle stufenlos verstellbaren
Variators für den Antrieb der Spindeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltwelle
(36) mit einem, die Schaltimpulse von einer Motorsteuerung (37) erhaltenden, elektrischen
Verstellmotor (39) angetrieben wird, wobei die Motorsteuerung (37) einen programmierbaren
Sollwertgeber (56), welcher von außen auf eine bestimmte Anzahl von Schaltimpulsen
pro Schaltschritt eingestellt werden kann, und ein von außen einstellbares Korrekturglied
(60, 65), mit welchem die auf den Sollwertgeber (56) bestimmte Impulszahl durch Summieren
oder Subtrahieren von Korrekturimpulsen bei jedem Schaltschritt korrigiert werden
kann, enthält, und daß der Befehl zur Abgabe von Schaltimpulsen der Motorsteuerung
(37) durch einen die Umkehrpunkte des Spindelbankhubes abtastenden Apparat (51 bis
53) erteilt wird, während der Sollwertgeber (56) und/oder das Korrekturglied (60,
65) mit einem den wachsenden Spulendurchmesser bestimmenden Apparat (47; 54, 55) in
Steuerverbindung stehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Sollwertgeber
(56) als auch das Korrekturglied (60, 65) dem Bedienungspersonal frei zugänglich sind
und bei laufender Vorspinnmaschine eingestellt werden können.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Variator (28) über
seinen Regelbereich ein Übersetzungsverhältnis aufweist, welches bei seiner linearen
Verstellung eine erste Annäherung der an sich bekannten Beziehung zwischen Spindeldrehzahl
und Spulendurchmesser realisiert, und daß der Sollwertgeber (56) auf eine über den
ganzen Spulenaufbau konstante Anzahl von Schaltimpulsen pro Schaltschritt eingestellt
wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellmotor (39)
ein Schrittmotor ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrekturglied (60)
aus einem an sich bekannten Kreuzschienenverteiler (65) besteht, auf welchem eine
der Koordinaten den Spulendurchmesser und die andere die positive oder negative Impulszahlkorrektur
bedeutet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Spulendurchmessser
bestimmende Apparat (47; 54, 55) mit der Schaltwelle (36) des Variators (28) kinematisch
starr gekoppelt ist.
1. Dispositif pour commander le nombre de tours des broches d'une machine de préparation
de filature, qui est équipée avec des ailettes en appartenance aux broches, en fonction
de l'augmentation du diamètre des bobines, avec, pour la commande des broches, un
variateur qui est réglable d'une manière continue au moyen d'un arbre de changement
de vitesse qui poursuit sa rotation pas à pas, caractérisé par le fait que l'arbre
de changement de vitesse (36) est commandé par un moteur électrique de réglage (39)
qui reçoit des impulsions de marche par un moteur de commande (37), procédé dans lequel
le moteur de commande (37) possède un donneur de valeur de consigne programmable (56)
qui, de l'extérieur, peut être réglé sur un nombre déterminé d'impulsions de marche,
par pas de marche, ainsi qu'un élément de correction (60, 65), réglable de l'extérieur,
par lequel le nombre déterminé d'impulsions mis dans le donneur de valeur de consigne
(56) peut être corrigé, à chaque pas de marche, par addition ou soustraction d'impulsions
de correction, et que l'ordre pour la sortie d'impulsions de marche est donné au moteur
de commande (37) par un appareil (51 à 53) tâtant les points d'inversion de la course
du banc porte-broches, tandis que le donneur de valeur de consigne (56) et/ou l'élément
de correction (60, 65) se trouvent en liaison de commande avec un appareil (47; 54,
55) déterminant le diamètre croissant des bobines.
2. Dispositif selon revendication 1, caractérisé par le fait que aussi bien le donneur
de valeur de consigne (56) que l'élément de correction (60,65) sont librement accessibles
au personnel de servitude, et peuvent être réglés pendant la marche de la machine
de préparation de filature.
3. Dispositif selon revendication 1, caractérisé par le fait que le variateur (28)
possède, sur sa zone de réglage, un rapport de multiplication qui réalise, lors de
son déplacement linéaire, un premier approchement de la relation, connue en soi, entre
le nombre de rotations de broches et le diamètre de bobines, et que le donneur de
valeur de consigne (56) est régie, pour toute la construction de bobine, sur un nombre
constant d'impulsions de. marche par pas de marche.
4. Dispositif selon revendication 1, caractérisé par le fait le moteur de réglage
(39) est un moteur pas à pas.
5. Dispositif selon revendication 1, caractérisé par le fait que l'élément de correction
(60). consiste en un répartiteur à voies croisées (65) sur lequel une des coordonnées
signifie le diamètre de bobines et l'autre la correction positive ou négative du nombre
d'impulsions.
6. Dispositif selon revendication 1, caractérisé par le fait que l'appareil (47; 54,
55) déterminant le diamètre de bobines est accouplé rigidement et cinématiquement
avec l'arbre de changement de vitesse (36) du variateur (28).