[0001] Die Erfindung betrifft eine Antenne für Satellitenempfang mit parabolischer Spiegelfläche
und einem in deren Brennpunkt oberhalb einer ebenen Basisfläche angeordneten Empfänger.
[0002] Derartige Antennen sind bekannt. Es ist vorgesehen, Fernsehsendungen über geostationäre
Satelliten zu übertragen. Für den Empfang werden in den Anwesen der Abnehmer Empfangsantennen
nötig. Es besteht der Wunsch, solche Antennen möglichst kompakt aufzubauen, um die
Aufstellungsmöglichkeiten nicht einzuschränken.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Antenne der eingangs genannten Art vorzuschlagen,
deren Bauhöhe gegenüber üblichen Parabolantennen verringert ist.
[0004] Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Antenne der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die Spiegelfläche aus mehreren konzentrischen Spiegelringen besteht, deren
Brennpunkte jeweils im wesentlichen beim Empfänger liegen, daß der Innenrand jedes
Spiegelringes näher bei der Basisfläche als der Außenrand des nächstinneren Spiegelrings
liegt und daß zwischen diesen Rändern jeweils eine Übergangsfläche verläuft. Damit
ist die Bauhöhe der Spiegelfläche gegenüber einem Parabol erheblich verkleinert. Ebenso
ist der notwendige Abstand des Empfängers von dem Zentrum der Spiegelfläche verringert.
[0005] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die Spiegelringe in ihrer Form jeweils
Teil eines Parabols.
[0006] Günstig ist, daß ein die Spiegelringe haltender Trägerkörper einfach ausgebildet
sein kann. Beispielsweise ist der Trägerkörper von einem Kunststoff-Vollkörper gebildet.
[0007] Um Abschattungen der Spiegelringe gegenüber dem Empfänger durch die Übergangsflächen
zu vermeiden, sind diese so angeordnet, daß der Brennpunkt in der Fluchtlinie der
Übergangsfläche liegt.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel im
Schnitt schematisch.
[0009] Die in der Figur dargestellte Antenne weist einen über einer Basisfläche 1 angeordneten
Empfänger 2 auf. Die Basisfläche 1 ist Unterseite eines Trägerkörpers 3, der beispielsweise
von einem Kunststoff-Vollkörper gebildet sein kann. An dem Trägerkörper 3 sind Spiegelringe
4, 5, 6 vorgesehen, die Metallspiegel oder spiegelseitig metallisierter Kunststoff
sein können. Die Spiegelringe 4, 5 und 6 entsprechen in ihrer Form Ringen unterschiedlicher
Parabole. Ihre Brennpunkte liegen beim Empfänger 2.
[0010] Die Spiegelringe 4, 5 und 6 sind so angeordnet, daß jeweils ihr Innenrand 7 der Basisfläche
1 näherliegt als der Außenrand 8 des nächstinneren Spiegelrings. Zwischen den Rändern
7 und 8 erstrecken sich Übergangsflächen 9, welche nichtreflektierend sind. Die Übergangsflächen
9 sind so ausgerichtet, daß ihre Fluchtlinie durch den Empfänger 2 geht, so daß vom
Empfänger 2 gesehen die Übergangsflächen 9 keine Abschattung im Bereich der Innenränder
7 der Spiegelringe 4 bis 6 bilden.
[0011] Beim in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Spiegelringe gezeigt.
Es ist auch möglich, nur zwei oder mehr als drei Spiegelringe zu verwenden. Bei einem
gegebenen Außendurchmesser des äußeren Spiegelrings 4 soll der auf die Basisfläche
1 projektierte Flächenanteil der Übergangsflächen 9 möglichst klein sein, damit die
aus der Empfangsrichtung E einfallende Strahlung hauptsächlich auf Spiegelringe und
möglichst wenig auf Übergangsflächen 9 trifft. Es werden deshalb die Übergangsflächen
9 möglichst niedrig ausgelegt. Dementsprechend sind dann die Außenränder 8 gegeneinander
zur Basisfläche 1 hin versetzt, wie dies in der Figur dargestellt ist. Die Innenränder
7 können zur Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Bauhöhe B in gleicher Höhe über
der Basisfläche 1 liegen.
[0012] Die Bauhöhe B ist wesentlich kleiner als es die Bauhöhe C eines Parabolspiegels gleichen
Durchmessers wäre. In der Figur ist eine solche Parabolspiegelform strichpunktiert
angedeutet. Ersichtlich ist eine Bauhöhenreduzierung von B - C erreicht.
1. Antenne für Satellitenempfang mit parabolischer Spiegelfläche und einem in deren
Brennpunkt oberhalb einer ebenen Basisfläche angeordneten Empfänger, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spiegelfläche aus wenigstens zwei konzentrischen Spiegelringen (4, 5, 6) besteht,
deren Brennpunkte jeweils im wesentlichen beim Empfänger (2) liegen, daß der Innenrand
(7) jedes Spiegelrings (4, 5, 6) näher bei der Basisfläche (1) als der Außenrand (8)
des nächstinneren Spiegelrings liegt und daß zwischen diesen Rändern (7, 8) jeweils
eine Übergangsfläche (9) verläuft.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelringe (4, 5, 6)
in ihrer Form jeweils Teil eines Parabols sind.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der Innenränder
(7) zur Basisfläche (1) etwa gleich sind.
4. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand des Außenrandes (8) eines äußeren Spiegelrings (4, 5) zur Basisfläche (1)
größer ist als der Abstand des Außenrandes (8) des nächstinneren Spiegelrings (5,
6) zur Basisfläche (1).
5. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Übergangsflächen (9) mit den Brennpunkten der Spiegelringe (4, 5, 6) fluchten.
6. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spiegelringe (4, 5, 6) auf einem von einem Vollkörper gebildeten Trägerkörper (3)
angeordnet sind.