(19)
(11) EP 0 084 112 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.07.1983  Patentblatt  1983/30

(21) Anmeldenummer: 82111285.1

(22) Anmeldetag:  06.12.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01Q 19/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 13.01.1982 DE 3200731

(71) Anmelder: PREH, Elektrofeinmechanische Werke Jakob Preh Nachf. GmbH & Co.
97607 Bad Neustadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Schott, Wolfgang, Dr.
    D-8740 Bad Neustadt/Saale (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Antenne für Satellitenempfang


    (57) Bei einer Antenne für Satellitenempfang ist eine möglichst niedrige Bauhöhe erwünscht. Um dies zu erreichen sind wenigstens zwei konzentrische Spiegelringe (4, 5) vorgesehen, deren Brennpunkte beim Empfänger (2) liegen. Der Innenrand (7) jedes Spiegelrings liegt näher bei der Basisfläche (1) als der Außenrand (8) des nächstinneren Spiegelrings.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Antenne für Satellitenempfang mit parabolischer Spiegelfläche und einem in deren Brennpunkt oberhalb einer ebenen Basisfläche angeordneten Empfänger.

    [0002] Derartige Antennen sind bekannt. Es ist vorgesehen, Fernsehsendungen über geostationäre Satelliten zu übertragen. Für den Empfang werden in den Anwesen der Abnehmer Empfangsantennen nötig. Es besteht der Wunsch, solche Antennen möglichst kompakt aufzubauen, um die Aufstellungsmöglichkeiten nicht einzuschränken.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Antenne der eingangs genannten Art vorzuschlagen, deren Bauhöhe gegenüber üblichen Parabolantennen verringert ist.

    [0004] Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Antenne der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Spiegelfläche aus mehreren konzentrischen Spiegelringen besteht, deren Brennpunkte jeweils im wesentlichen beim Empfänger liegen, daß der Innenrand jedes Spiegelringes näher bei der Basisfläche als der Außenrand des nächstinneren Spiegelrings liegt und daß zwischen diesen Rändern jeweils eine Übergangsfläche verläuft. Damit ist die Bauhöhe der Spiegelfläche gegenüber einem Parabol erheblich verkleinert. Ebenso ist der notwendige Abstand des Empfängers von dem Zentrum der Spiegelfläche verringert.

    [0005] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die Spiegelringe in ihrer Form jeweils Teil eines Parabols.

    [0006] Günstig ist, daß ein die Spiegelringe haltender Trägerkörper einfach ausgebildet sein kann. Beispielsweise ist der Trägerkörper von einem Kunststoff-Vollkörper gebildet.

    [0007] Um Abschattungen der Spiegelringe gegenüber dem Empfänger durch die Übergangsflächen zu vermeiden, sind diese so angeordnet, daß der Brennpunkt in der Fluchtlinie der Übergangsfläche liegt.

    [0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel im Schnitt schematisch.

    [0009] Die in der Figur dargestellte Antenne weist einen über einer Basisfläche 1 angeordneten Empfänger 2 auf. Die Basisfläche 1 ist Unterseite eines Trägerkörpers 3, der beispielsweise von einem Kunststoff-Vollkörper gebildet sein kann. An dem Trägerkörper 3 sind Spiegelringe 4, 5, 6 vorgesehen, die Metallspiegel oder spiegelseitig metallisierter Kunststoff sein können. Die Spiegelringe 4, 5 und 6 entsprechen in ihrer Form Ringen unterschiedlicher Parabole. Ihre Brennpunkte liegen beim Empfänger 2.

    [0010] Die Spiegelringe 4, 5 und 6 sind so angeordnet, daß jeweils ihr Innenrand 7 der Basisfläche 1 näherliegt als der Außenrand 8 des nächstinneren Spiegelrings. Zwischen den Rändern 7 und 8 erstrecken sich Übergangsflächen 9, welche nichtreflektierend sind. Die Übergangsflächen 9 sind so ausgerichtet, daß ihre Fluchtlinie durch den Empfänger 2 geht, so daß vom Empfänger 2 gesehen die Übergangsflächen 9 keine Abschattung im Bereich der Innenränder 7 der Spiegelringe 4 bis 6 bilden.

    [0011] Beim in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Spiegelringe gezeigt. Es ist auch möglich, nur zwei oder mehr als drei Spiegelringe zu verwenden. Bei einem gegebenen Außendurchmesser des äußeren Spiegelrings 4 soll der auf die Basisfläche 1 projektierte Flächenanteil der Übergangsflächen 9 möglichst klein sein, damit die aus der Empfangsrichtung E einfallende Strahlung hauptsächlich auf Spiegelringe und möglichst wenig auf Übergangsflächen 9 trifft. Es werden deshalb die Übergangsflächen 9 möglichst niedrig ausgelegt. Dementsprechend sind dann die Außenränder 8 gegeneinander zur Basisfläche 1 hin versetzt, wie dies in der Figur dargestellt ist. Die Innenränder 7 können zur Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Bauhöhe B in gleicher Höhe über der Basisfläche 1 liegen.

    [0012] Die Bauhöhe B ist wesentlich kleiner als es die Bauhöhe C eines Parabolspiegels gleichen Durchmessers wäre. In der Figur ist eine solche Parabolspiegelform strichpunktiert angedeutet. Ersichtlich ist eine Bauhöhenreduzierung von B - C erreicht.


    Ansprüche

    1. Antenne für Satellitenempfang mit parabolischer Spiegelfläche und einem in deren Brennpunkt oberhalb einer ebenen Basisfläche angeordneten Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelfläche aus wenigstens zwei konzentrischen Spiegelringen (4, 5, 6) besteht, deren Brennpunkte jeweils im wesentlichen beim Empfänger (2) liegen, daß der Innenrand (7) jedes Spiegelrings (4, 5, 6) näher bei der Basisfläche (1) als der Außenrand (8) des nächstinneren Spiegelrings liegt und daß zwischen diesen Rändern (7, 8) jeweils eine Übergangsfläche (9) verläuft.
     
    2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelringe (4, 5, 6) in ihrer Form jeweils Teil eines Parabols sind.
     
    3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der Innenränder (7) zur Basisfläche (1) etwa gleich sind.
     
    4. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des Außenrandes (8) eines äußeren Spiegelrings (4, 5) zur Basisfläche (1) größer ist als der Abstand des Außenrandes (8) des nächstinneren Spiegelrings (5, 6) zur Basisfläche (1).
     
    5. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsflächen (9) mit den Brennpunkten der Spiegelringe (4, 5, 6) fluchten.
     
    6. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelringe (4, 5, 6) auf einem von einem Vollkörper gebildeten Trägerkörper (3) angeordnet sind.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht