[0001] Die Erfindung betrifft eine mit einem Schaumstoffkern versehene Obermatratze, welche
sich insbesondere für Kinderbetten eignet, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Es ist eine in Fachkreisen allgemein bekannte Tatsache, dass die in unserer Zeit
so rapide zunehmende Rückendeformation bereits im Kindesalter, d.h. durch ungeeignete
Lagerung des Kleinkindes, verursacht bzw. veranlagt werden kann. Die Erkenntnisse
der modernen Schlafphysiologie wurden bei der Konstruktion des Kinderbettes bisher
so gut wie unberücksichtigt gelassen, wo es doch gerade hier darauf ankäme, die noch
biegsamere und im Wachstum begriffene Wirbelsäule anatomisch richtig abzustützen und
beginnenden Schäden von vornherein durch gezielte, lokale Unterstützung bzw. Versteifung
der Tragzonen zu begegnen.
[0003] Ein weiteres, bisher ungelöstes Problem ist im Zusammenhang mit den Kinderbetten
darin zu sehen, dass Kinder, sobald sie den Windeln entwachsen sind, bis weit ins
schulpflichtige Alter hinein «bettnässen». Dieses meist psychisch bedingte, schwer
zu bewältigende Phänomen harrt seitens der Matratzenlieferanten insbesondere deshalb
noch einer Lösung, weil die bekannten Schaumstoffmatratzen als nicht waschbar bezeichnet
werden müssen.
[0004] Die Trocknungsdauer einer normalen Schaumstoffkern-Obermatratze ist in der Tat so
gross, dass das Waschen derselben weder in einem Privathaushalt noch in einer Anstalt
(Kinderspital usw.) erwogen werden kann. Man half sich bisher durch das Auflegen von
Gummitüchern, unterbindet aber damit die so notwendige Durchlüftung der Matratze im
oberen Liegeflächenbereich. Ist es doch eine heute allgemeine anerkannte Forderung,
den Menschen möglichst allseitig von Luft zu umgeben und dessen Hautatmung dadurch
anzuregen.
[0005] Es ist durch die US-Patentschrift Nr. 3110042 bekannt, den Schaumstoffkern einer
Matratze in zwei übereinanderliegende Hälften zu unterteilen, jede dieser Hälften
mit einem separaten Überzug zu versehen und im Grenzbereich der beiden Schaumstoffkernhälften
starre Versteifungsstäbe aus Holz, Metall usw. einzuschieben. Für die Versteifungsstäbe
sind an den genannten Überzügen Taschen abgenäht, die - solange die Versteifungsstäbe
noch nicht eingeschoben sind - durch das elastische Material der beiden angrenzenden
Schaumstoffkernhälften zusammengedrückt werden. Beim Einschieben der Stäbe müssen
dieselben somit das genannte Material im Taschenbereich verdrängen, was einerseits
nur mit absolut starren Stäben möglich ist und auch dann noch Schwierigkeiten bereiten
kann. Ausserdem bilden sich nach dem Einschieben der Versteifungsstäbe auf der Liegefläche
unerwünschte Erhöhungen.
[0006] Die Unterteilung des Schaumstoffkernes einer Matratze sowie die Anordnung flüssigkeitsabsorbierender
Einlagen in entsprechenden Ausnehmungen zeigt die GB-A 2 005 133.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine insbesondere für Kinder
verwendbare Obermatratze vorzuschlagen, welche den spezifischen Gegebenheiten sowohl
des Kleinkindes als auch des heranwachsenden Jugendlichen bis ins schulpflichtige
Alter Rechnung trägt. Die neue Matratze soll insbesondere waschbar und dennoch leicht
zu handhaben sein und ferner, gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung, eine partielle
Verhärtung bestimmter Tragzonen gestatten, wobei besonders Wert darauf gelegt wird,
dass sich auch biegsame, aus Schaumstoff bestehende Versteifungsstäbe ohne Schwierigkeiten
einlegen lassen und die Liegefläche nicht beeinträchtigen. Diese Aufgabe wird gelöst
durch die im unabhängigen Anspruch 1 definierte Merkmalskombination. Spezielle Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
[0008] Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes nebst
einer konstruktiven Variante beschrieben.
Fig. 1 ist eine vereinfachte schematische Perspektivansicht der beiden nebeneinandergelegten
Teile des Schaumstoffkernes, wobei die Innenhülle teilweise zwecks besserer Sichtbarmachung
der Schaumstoffteile weggelassen wurde,
Fig. 2 zeit ein Detail der Ausbildung des Schaumstoffkern-Unterteiis,
Fig. 3 ist eine Perspektivdarstellung der kompletten Obermatratze mit aufgeschnittener
Aussenhülle und
Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung einer Variante.
[0009] Die als Ausführungsbeispiel gewählte Obermatratze weist einen Schaumstoffkern auf,
welcher aus einem Oberteil 1 und einem Unterteil 2 besteht. Die Abmessungen der beiden
Schaumstoffkernteile sind praktisch gleich, doch wird man vorzugsweise die Dicke des
Oberteiles etwas geringer wählen, als diejenige des Unterteiles 2. Die beiden Teile
1 und 2 können beispielsweise dadurch erzielt werden, dass man einen Schaumstoffkern
durch einen zur Liegefläche praktisch parallelen Horizontalschnitt in zwei Teile unterteilt.
Doch wäre es ohne weiteres auch möglich, die beiden Teile 1 und 2 aus verschiedenen
Schaumstoffmaterialien herzustellen.
[0010] Während das Oberteil 1 der herkömmlichen Schaumstoffkernform entspricht, weist das
Unterteil 2 auf seiner nach oben gerichteten Fläche wellenförmige Erhebungen 3 bzw.
Einbuchtungen 4 auf, die sich bei der dargestellten Ausführungsform über die Gesamtlänge
des Unterteiles 2 erstrecken, je nach Bedarf aber auch nur einen bestimmten Abschnitt
des Unterteils 2 einnehmen können.
[0011] Die Einbuchtungen 4 sind dem Querschnitt zylindrischer Versteifungsstäbe 5 angepasst,
welche sich somit nach Bedarf in die Einbuchtungen 4 einlegen lassen. Die Versteifungsstäbe
5 bestehen bei einer bevorzugten Ausführungsform aus einem Schaumstoff, sollten aber
an ihrem kreiszylindrischen Umfang relativ glatt und gleitfähig sein, so dass sie
sich leicht in die Einbuchtungen 4 zwischen den beiden Schaumstoffkernteilen 1 und
2 enschieben lassen. Durch die gezielte Anordnung solcher Versteifungsstäbe 5 an bestimmten,
zu verhärtenden Stellen der Obermatratze lässt sich dieselbe von einem orthopädischen
Gesichtspunkte aus einstellen und damit den anatomischen Bedürfnissen anpassen.
[0012] Es dürfte dem Fachmann klar sein, dass sich eine solche partielle bzw. lokale Versteifung
auch mit anders geformten Einbuchtungen und Versteifungselementen erzielen liesse.
Im übrigen dürfte es in den meisten Fällen genügen, dass sich die Versteifungselemente
5 nicht über die gesamte Breite, sondern nur über einen Grossteil des Unterteiles
2 erstrecken und damit die Randbereiche der Einbuchtungen 4 freilassen.
[0013] Im Hinblick auf eine gute Feuchtigkeitsabsorption sowie die gegenseitige Verschiebbarkeit
und leichte Handhabung der beiden Teile 1 und 2 sind diese von einer gemeinsamen Hülle
6 umgeben. Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, umschliesst die Hülle 6 die beiden Teile
1 und 2 allseitig und ist im Mittelbereich durch lösbare Organe, beispielsweise Schlaufen
7, gesichert. Von dieser in Fig. 1 dargestellten Lage der beiden nebeneinander liegenden
Teile 1 und 2 aus braucht man das Teil 1 lediglich noch auf das Teil 2 herüberzuklappen
und kann die beiden Teile dann gemeinsam in eine Aussenhülle 8 einlegen. Letztere
weist vorzugsweise einen sich über drei Seiten erstreckenden Reissverschluss 9 auf,
so dass auch die Anbringung der Aussenhülle unkompliziert und mit wenigen Handgriffen
durchführbar ist.
[0014] Eine konstruktive Variante des Schaumstoffkernes ist in einem Teilschnitt in Fig.
4 dargestellt. Der Schaumstoffkern ist hier in drei Teile 10, 11 und 12 unterteilt.
Der mittlere Teil 11 ist beidseits mit Einbuchtungen 13 versehen, in welche sich Versteifungsstäbe
14 einlegen lassen.
[0015] Die beschriebene Obermatratze weist zunächst einmal den erheblichen Vorteil auf,
dass sie aus zwei relativ dünnen Teilen 1 und 2 besteht, welche getrennt gewaschen
und getrocknet werden können. Die Dicke jedes dieser Teile 1 und 2 beträgt bei einer
bevorzugten Ausführungsform beispielsweise 5 cm, so dass der Schaumstoff nach dem
Waschen ohne weiteres innerhalb von 24 Stunden trocknen dürfte. Es handelt sich somit
um eine Obermatratze, deren Kern und Hülle nach Bedarf waschbar sind und die sich
somit für Kleinst- und Kleinkinder ganz besonders gut eignet.
[0016] Die Anordnung der Versteifungsstäbe 5 im Mittelbereich zwischen den beiden Schaumstoffkernteilen
1 und 2 kann man als Integration einer lattenähnlichen Querfederung in die Matratze
ansehen, welche den zusätzlichen Vorteil mit sich bringt, dass sie eine äusserst unkomplizierte
lokale Verstellbarkeit erlaubt. Dank diesem Aufbau der Obermatratze und der Möglichkeit
der Härtenanpassung muss das Kinderbett nicht mit einer speziellen Unterfederung ausgerüstet
sein. Es genügt, wenn eine starre Lattenfederung oder eine einfache Lochplatte zur
Abstützung dieser Obermatratze vorhanden ist.
[0017] Die Versteifungsstäbe 5 sind bei der bevorzugten Ausführungsform massiv.
[0018] Eine weitere Möglichkeit der Anpassung an wechselnde Belastungen ergibt sich schon
aus der Unterteilung des Schaumstoffkernes. So ist es ohne weitres möglich, das Oberteil
1 durch ein härteres und damit tragfähigeres zu ersetzen, sobald das Kind grösser
und damit schwerer wird.
[0019] Bei hartnäckigen Bettnässern lässt sich zwischen die beiden Teile 1 und 2 vorteilhafterweise
ein Spezialgewebe einlegen, das z.B. aus einer saugfähigen Schurwolle bestehen kann.
Diese feuchtigkeitsabsorbierende Zwischenlage nimmt die vom Oberteil 1 durchgelassene
Feuchtigkeit auf, so dass das Kind trotzdem auf einer trokkenen Unterlage liegt.
[0020] Bei ungünstigen Witterungs- und damit Trocknungsverhältnissen bietet die beschriebene
Obermatratze immer noch die Möglichkeit, dass man jeweils nur ein Teil wäscht und
das Kind solange auf dem anderen Schaumstoffteil liegen lässt, bis das erstere getrocknet
ist. Im übrigen lässt sich der Trocknungsvorgang dank der geringen Dikkenabmessung
der Teile 1 und 2 noch dadurch beträchtlich beschleunigen, dass man das zu trocknende
Teil unter Druckanwendung in ein Frottiertuch einrollt.
[0021] Der Fachmann kann das beschriebene Ausführungsbeispiel im Rahmen des vorgesehenen
Schutzbereiches in mannigfacher Weise variieren. Beispielsweise könnte statt des Unterteils
2 das Oberteil 1 des Schaumstoffkernes mit Einbuchtungen 4 oder ähnlichen Querrillen
ausgebildet sein. Auch wäre es möglich, die beiden Teile 1 und 2 des Schaumstoffkernes
mit separaten Innenhüllen zu umkleiden, welche wie die gemeinsame Innenhülle 6 die
Doppelfunktion ausüben, einersetis Feuchtigkeit aufzunehmen und anderseits die gegenseitige
Reibung (Verschiebbarkeit) der Teile 1 und 2 beim Aufeinanderlegen zu erleichtern.
1. Obermatratze mit Schaumstoffkern, insbesondere für Kinderbetten, wobei der Schaumstoffkern
gemäss mindestens einer zur Liegefläche praktisch parallelen Ebene unterteilt ist
und die übereinanderliegenden Schaumstoffkernteile (1, 2; 10, 11, 12) von einer gemeinsamen
Aussenhülle (8) sowie einer flüssigkeitsabsorbierenden Innenhülle (6) umgeben sind,
innerhalb der Aussenhülle (8) zwecks separater Waschbarkeit lose übereinander liegen
und durch quer zu deren Längsachse lose eingeschobene Versteifungselemente (5, 14)
versteift sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens in der unteren Hälfte des
Schaumstoffkerns Ausnehmungen (4, 13) in den Schaumstoffkern eingeformt sind, deren
Kontur dem Querschnitt der Versteifungselemente (5, 14) angepasst ist, und dass die
Versteifungselemente (5, 14) als biegsame, aus einem Schaumstoff hergestellte Kunststoffstäbe
ausgebildet sind.
2. Obermatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungselemente
(5, 14) als zylindrische Stäbe ausgebildet sind.
3. Obermatratze nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
übereinanderliegenden Schaumstoffkernteile (1, 2; 10, 11, 12) von einer gemeinsamen
Innenhülle (6) umgeben sind, welche die Schaumstoffkernteile allseitig umfasst und
durch lösbare Organe (7) gesichert ist.
4. Obermatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoffkern
in drei Teile (10, 11, 12) unterteilt und das mittlere Teil (11) mit wellenförmigen
Konturen (13) mit Versteifungsstäben (14) versehen ist.
1. An over-mattress with a foam plastics core, particularly for children's beds, wherein
the foam plastics core is subdivided along a plane substantially parallel to the surface
of the bed and the superimposed sections (1, 2; 10, 11, 12) of the foam plastics core
are encased in a common outer casing (8) and a liquid-absorbing inner case (6), said
sections resting loosely one above the other inside the outer case (8) to enable them
to be washed separately and being reinforced by stiffening elements (5, 14) loosely
inserted at right angles to the longitudinal axis thereof, characterised in that recesses
(4, 13) are formed in the foam plastics core, at least in the lower half of said core,
the contour of these recesses being matched to the cross section of the stiffening
elements (5, 14), and in that the stiffening elements (5, 14) are in the form of flexible
plastics rods made of a foam plastics material.
2. An over-mattress as claimed in claim 1, characterised in that the stiffening elements
(5, 14) are in the form of cylindrical rods.
3. An over-mattress as claimed in either of claims 1 and 2, characterised in that
the superimposed sections (1,2; 10, 11, 12) of the foam plastics core are encased
in a common inner casing (6) which surrounds the sections of the foam plastics core
on all sides and is secured by releasable means (7).
4. An over-mattress as claimed in claim 1, characterised in taht the foam plastics
core is subdivided into three section (10, 11, 12) with the central section (11) comprising
undulating contours (13) and being provided with stiffening rods (14).
1. Matelas à âme en matière expansée, en particulier pour lits d'enfants, dans lequel
l'âme en matière expansée est divisée suivant au moins un plan pratiquement parallèle
à la surface de repos et les parties d'âme en matière expansée superposées (1, 2;
10, 11 12) sont entourées d'une housse extérieure commune (8) ainsi que d'une housse
intérieure (6) absorbant les liquides, lesdites parties d'âme sont superposées sans
attache l'une sur l'autre à l'intérieur de la housse extérieure (8) de manière à pouvoir
être lavées séparément et sont renforcées par des éléments de renforcement (5, 14)
qui sont glissés sans serrage transversalement à l'axe longitudinal de l'âme, caractérisé
en ce que des évidements (4, 13) sont ménagés dans la matière expansée au moins dans
la moitié inférieure de l'âme en matière expansée, leur contour étant adapté à la
section des éléments de renforcement (5, 14) et les éléments de renforcement (5, 14)
ont la forme de barres en matière plastique flexibles fabriquées en une matière expansée.
2. Matelas suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de renforcement
(5, 14) ont la forme de barres cylindriques.
3. Matelas suivant l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que
les parties d'âme en matière expansée superposées (1, 2; 10, 11, 12) sont entourées
par une housse intérieure (6) commune qui enveloppe les parties en matière plastique
expansée de tous côtés et qui est fixée par des organes détachables (7).
4. Matelas suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'âme en matière expansée
est divisée en trois parties (10, 11, 12) et la partie médiane (11) présente des profils
ondulés (13) et des barres de renforcement (14).