(19)
(11) EP 0 016 795 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.10.1983  Patentblatt  1983/43

(21) Anmeldenummer: 79900821.4

(22) Anmeldetag:  19.07.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3A63C 9/08, G06F 15/20
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE7900/073
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 8000/219 (21.02.1980 Gazette  1980/04)

(54)

VERFAHREN ZUR FREIGABE EINES SKISCHUHES VOM SKI

METHOD FOR RELEASING A SKI BINDING

PROCEDE DE DECLENCHEMENT D'UNE FIXATION DE SKI


(84) Benannte Vertragsstaaten:
FR

(30) Priorität: 19.07.1978 DE 2831769

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.10.1980  Patentblatt  1980/21

(71) Anmelder: MARKER Patentverwertungsgesellschaft mbH
CH-6340 Baar (CH)

(72) Erfinder:
  • KNABEL, Walter
    D-8102 Farchant (DE)
  • D'ANTONIO, Nicholas Fred
    Liverpool, NY 13088 (US)

(74) Vertreter: Lorenz, Eduard et al
Lorenz-Seidler-Gossel, Widenmayerstrasse 23
D-80538 München
D-80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur im Gefahrenfall unwillkürlichen Freigabe eines auf einem Ski gehaltenen Skischuhs vom Ski, bei dem die auf das Bein des Skiläufers einwirkenden Kräfte kontinuierlich über die Zeit gemessen werden und bei dem die Verbindung zwischen Ski und Skischuh gelöst wird, wenn das aus den gemessenen Kräften gebildete Zeitintegral, das ein Maß für die Beanspruchung des Beins darstellt, einen oberhalb der statischen Haltekraft der Skibindung liegenden Auslösewert erreicht.

    [0002] Bei einem aus der DE-A-22 44 949 bekannten Verfahren dieser Art wird der durch das Produkt aus KraftxZeit vorgegebene Auslösewert kontinuierlich mit dem Zeitintegral mindestens einer auf das Bein wirkenden Kraft verglichen, wobei das Zeitintegral entsprechend einer eingestellten Zeitkonstante des Integrationsgliedes ständig gegen Null zurückgeführt wird. Nach dem bekannten Verfahren löst die Sicherheits-Skibindung also aus, wenn hohe Kräfte kurzzeitig oder geringere, aber noch gefährliche Kräfte langfristiger auf das Bein des Skiläufers einwirken.

    [0003] Bei einem aus der DE-A-24 16 424 bekannten Verfahren der eingangs angegebenen Art wird der Wert jedes gebildeten Zeitintegrals gelöscht, wenn dieser unter einen bestimmten Minimalwert der Beanspruchung absinkt. Nach jeder Löschung des Integrals erfolgt beim Auftreten von Beanspruchungen eine erneute Integration bis der Auslösewert erreicht oder die Beanspruchung unter ihren bestimmten Minimalwert abgesunken ist.

    [0004] Die bekannten Verfahren berücksichtigen nicht, daß ein kurzzeitig vorher von Kraftimpulsen beanspruchter Knochen aufgrund seiner physiologischen Eigenschaften auch dann eher zum Brechen neigt, wenn unmittelbar vor neuen Beanspruchungen eine unter der statischen Auslösekraft liegende Kraft auf das Bein eingewirkt hat.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei dem die Kraftimpulse, die zuvor auf das Bein des Skiläufers eingewirk haben, bei der Freigabe des Skischuhs vom Ski berücksichtigt werden.

    [0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß nach Kraftimpulsen, die nicht zur Auslösung geführt haben, der Integralwert unter der statischen Auslösekraft gebildet und von dem Integralwert oberhalb der statischen Auslösekraft abgezogen wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also der Integralwert jeweils durch Subtraktion des unterhalb der statischen Auslösekraft gebildeten Integrals zurückgesetzt. Dem Bein wird somit nach einer Beanspruchung eine bestimmte Erholungszeit vorgegeben. Beim Auftreten neuer Beanspruchungen während dieser Erholungszeit wird der Auslösewert schneller erreicht, weil auf den noch nicht vollständig zurückgesetzten Integralwert neu aufintegriert wird.


    Ansprüche

    Verfahren zur im Gefahrenfall unwillkürlichen Freigabe eines auf einem Ski gehaltenen Skischuhs vom Ski, bei dem die auf das Bein des Skiläufers einwirkenden Kräfte kontinuierlich über die Zeit gemessen werden und bei dem dei Verbindung zwischen Ski und Skischuh gelöst wird, wenn das aus den gemessenen Kräften gebildete Zeitintegral, das ein Maß für die Beanspruchung des Beines darstellt, einen oberhalb der statischen Haltekraft der Skibindung liegenden Auslösewert erreicht, dadurch gekennzeichnet, daß nach Kraftimpulsen, die nicht zur Auslösung geführt haben, der Integralwert unter der statischen Auslösekraft gebildet und von dem Integralwert oberhalb der statischen Auslösekraft abgezogen wird.
     


    Revendications

    Procédé pour le déchaussage automatique d'un soulier de ski maintenu sur le ski dans lequel les forces agissant sur la jambe du skieur sont mesurées en continu et dans lequel la liaison entre le ski et le soulier de ski est interrompue lorsque l'intégrale du temps formée à partir des forces mesurées, qui constitue une mesure pour les sollicitations de la jambe, atteint une valeur de déchaussage se situant au-dessus de la force de retenue statique de la fixation de ski, caractérisé en ce que, après les impulsions de forces n'ayant pas conduit au déchaussage, la valeur de l'intégrale est formée au-dessous de la force statique de déchaussage et déduite de la valeur de l'intégrale au-dessus de la force statique de déchaussage.
     


    Claims

    A method of automatically releasing in an emergency a skiing boot held on a ski from the ski, wherein the forces acting on the skier's leg are continuously measured with time and the connection between the ski and the skiing boot is released when the time integral of the measured forces, which is a measure of the stress of the leg, reaches a release value which exceeds the static retaining force of the ski binding, characterized in that after force pulses which have not resulted in a release the integral which is lower than the static release force is formed and is subtracted from the integral which exceeds the static release force.