(19)
(11) EP 0 092 192 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.10.1983  Patentblatt  1983/43

(21) Anmeldenummer: 83103660.3

(22) Anmeldetag:  15.04.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3C10J 3/22, C10J 3/72
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 17.04.1982 DE 8210958 U

(71) Anmelder: IMBERT ENERGIETECHNIK GMBH
D-5760 Arnsberg 2 (DE)

(72) Erfinder:
  • Zerbin, Walter Otto
    D-5354 Weilerswist (DE)

(74) Vertreter: Sparing Röhl Henseler Patentanwälte 
Postfach 14 04 43
40074 Düsseldorf
40074 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Gasgenerator


    (57) Die Erfindung betrifft einen Gasgenerator, insbesondere Holzgasgenerator, mit einem Doppelmantel (1, 2), dessen Spalt den erzeugten Gasstrom aufnimmt, und einer Vergasungsluftzuführung (4), die am Innenmantel (1) befestigt ist.
    Damit trotz großer Dehnungsunterschiede zwischen Innen- und Außenmantel (1, 2) im Bereich der Vergasungsluftzuführung (4) eine Verbindung derart vorhanden ist, daß weder Luft in den gasgefüllten Spalt des Doppelmantels, noch Gas in die Vergasungsluftzuführung (4) eindringen kann, ist die Vergasungsluftzuführung (4) über einen flexiblen Metallschlauch (10) gasdicht mit dem Außenmantel (2) verbunden.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Gasgenerator, insbesondere einen Holzgasgenerator, mit einem Doppelmantel, dessen Spalt den erzeugten Gasstrom aufnimmt, und einer Vergasungsluftzuführung, die am Innenmantel befestigt ist.

    [0002] Bei kleineren Gaserzeugern bewegen sich die unterschiedlichen Dehnungen zwischen Innen- und Außenmantel des Doppelmantels in so engen Grenzen, daß es genügt, den Außenmantel im Bereich der Luftkammer der Vergasungsluftzuführung mit einer Einbördelung zu versehen und die eingebördelte Fläche mit der anstoßenden Fläche der Luftkammer unter Zwischenschaltung einer geeigneten Dichtung fest zu verschrauben.

    [0003] Bei großen Gaserzeugern sind die Dehnungsunterschiede zwischen Innen- und Außenmantel jedoch so groß, daß diese einfache Konstruktion nicht mehr angewendet werden kann.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Gasgenerator der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem trotz großer Dehnungsunterschiede zwischen Innen- und Außenmantel im Bereich der Vergasungsluftzuführung eine Verbindung derart vorhanden ist, daß weder die Luft in den gasgefüllten Spalt des Doppelmantels, noch Gas in die Vergasungsluftzuführung eindringen kann.

    [0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Vergasungsluftzuführung über einen flexiblen Metallschlauch gasdicht mit dem Außenmantel verbunden ist.

    [0006] Damit der flexible Metallschlauch die Dehnungsausschläge sicher aufnehmen kann, ist es zweckmäßig, wenn er aus mehreren Windungen besteht. Dies kann allerdings zu einer Baulänge führen, die wesentlich größer ist als der verfügbare Raum zwischen Innen- und Außenmantel. Dann ist es zweckmäßig, wenn der flexible Metallschlauch auf der dem Innenmantel zugewandten Seite mit einem Formstück verbunden ist,das mit dem Innenmantel gasdicht verbunden ist, während der Metallschlauch auf der anderen Seite einen Flansch aufweist, der mit dem Außenmantel gasdicht verbunden ist. Das Formstück reicht bis zu dem Flansch oder ragt aus diesem heraus.

    [0007] Es wird nicht nur Dehnung und Dichtheit gewährleistet, sondern auch einfache Wartung und Demontierbarkeit. Außerdem ist die Einführung einer Zündlanze möglich, indem eine Rückschlagklappe benachbart zum inneren Ende des Metallschlauch und insbesondere am inneren Ende des Formstücks angeordnet wird, die eine Hülse aufweist. Dann kann man eine Zündlanze in Form eines Stahlrohrs verwenden, die durch die Hülse bis unmittelbar in die Nähe einer Generatorlüftdüse einer Luftkammer geführt werden kann, wobei das Stahlrohr einen Bund trägt, der sich dichtend an die Hülse der Rückschlagklappe legt. Das äußere Ende des Stahlrohrs kann in einem Becher enden, in den entflammte Holz- oder Putzwolle zum Zünden eingelegt wird.

    [0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den Unteransprüchen zu entnehmen. Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der beige- fügten Abbildung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, die ausschnittweise im Schnitt einen Gasgenerator im Bereich der Vergasungsluftzuführung darstellt.

    [0009] Der Gasgenerator besitzt einen Doppelmantel bestehend aus einem Innenmantel 1 und einem Außenmantel 2, die einen Spalt 3 miteinander bilden, durch den das erzeugte Gas hindurchströmt. Dabei nimmt der Innenmantel 1 eine höhere Temperatur als der Außenmantel 2 an.

    [0010] Die für die Vergasung benötigte Luft wird aus der Umgebung angesaugt und einer Luftkammer 4 zugeführt, die am Innenmantel verschweißt ist, Verbindung 5 zu einzelnen Luftdüsen eines Düsenrings (nicht dargestellt) ermöglicht. Die Luftkammer 4 liegt in dem Spalt 3 zwischen dem Innenmantel 1 und dem Außenmantel 2. Die nach außen gerichtete Wand der Luftkammer 4 ist mit einer Aufnahme 6 für eine Rückschlagklappe 7 sowie für ein Formstück 8 versehen, wobei das Formstück 8 lösbar und gasdicht in die Aufnahme 6 geschraubt ist. Die Außenseite des Formstücks 8 ist derart gestaltet, daß es mit einem einfachen Werkzeug aus der Aufnahme 6 herausgeschraubt werden kann (Ausnehmung 9). Auf der Außenseite des Formstücks 8 ist ein aus mehreren Windungen bestehender, flexibler Metallschlauch 10, gegebenenfalls lösbar, befestigt, der zur Außenseite hin gasdicht mit einem Flansch 11 verbunden ist. Das Formstück 8 reicht bis zu dem Flansch 11 oder überragt diesen nach außen. Die Aufnahme 6 ist beispielsweise in die Außenwand der Luftkammer 4 eingeschweißt und die Bundflächen am Formstück 8 legen sich beim Einschrauben in die Aufnahme 6 gegen eine entsprechende Fläche in der Aufnahme 6 an und dichten somit den Luftweg gegen den Gasweg ab.

    [0011] Im Außenmantel 2 ist ein Vorbau 12 beispielsweise in Form eines Rohrstutzens angeordnet, beispielsweise eingeschweißt, der außenseitig einen Flansch 12a trägt. Der Flansch 11 des flexiblen Metallschlauchs 10 und der Flansch 12a des Vorbaus 12 sind nach Einfügen einer Dichtung 13 über einen Losflansch 14 fest und gasdicht miteinander verschraubt, so daß ein Luftzutritt zum Gas im Spalt 3 bzw. ein Gasaustritt aus dem Spalt 3 in die Vergasungsluftzuführung sicher verhindert wird, auch wenn große Dehnungsunterschiede zwischen dem Innenmantel 1 und dem Außenmantel 2 auftreten.

    [0012] Die Rückschlagklappe 7 verhindert bei überdruck im Gasgenerator ein Herausschlagen von Flammen und ist an einer Hülse 7a angelenkt, die in der Aufnahme 6 etwa durch eine Klemmschraube fixiert ist. Für die Zündung wird durch die Hülse 7a ein Stahlrohr hindurchgeführt, das in einer geeigneten Entfernung vom eingeführten Rohrende einen Bund trägt, der sich gegen eine ebene Ringfläche der Hülse 7a legt, während das Stahlrohrende bis unmittelbar in die Nähe der Generatorluftdüse der Luftkammer 4 reicht. Auf der anderen Seite ist das Stahlrohr mit einem Becher verbunden, in welchen z.B. entflammte Holz- oder Putzwolle eingelegt wird. Beim Zündvorgang gelangt so die angesaugte Luft lediglich durch die Luftdüse, die vom Stahlrohrende angeblasen wird, in den Gasgenerator, die anderen Düsen des Düsenringes sind ausgeschaltet, weil der Bund des Stahlrohrs abdichtet.


    Ansprüche

    1. Gasgenerator, insbesondere Holzgasgenerator, mit einem Doppelmantel (1,2), dessen Spalt den erzeugten Gasstrom aufnimmt, und einer Vergasungsluftzuführung (4), die am Innenmantel (1) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergasungsluftzuführung (4) über einen flexiblen Metallschlauch (10) gasdicht mit dem Außenmantel (2) verbunden ist.
     
    2. Gasgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Metallschlauch (10) auf der dem Innenmantel (1) zugewandten Seite mit einem Formstück (8) verbunden ist, das mit dem Innenmantel (1) gasdicht verbunden ist, während der Metallschlauch (10) auf der anderen Seite einen Flansch (11J aufweist, der mit dem Außenmantel (2) gasdicht verbunden ist.
     
    3. Gasgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück (8) und der Flansch (11) des flexiblen Metallschlauchs (10) lösbar verbunden sind.
     
    4. Gasgenerator nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück (8) rohrförmig ausgebildet ist.
     
    5. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück (8) mit einer Aufnahme (6) verschraubt ist, die in einer an dem Innenmantel (1) befestigten Luftkammer (4) befestigt ist.
     
    6. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück (8) und der flexible Metallschlauch (10) von einem an dem Außenmantel (2) befestigten Vorbau (12) aufgenommen werden, wobei der Flansch (11) des flexiblen Metallschlauchs (10) mit dem Vorbau (12) unter Zwischenschaltung einer Dichtung (13) verschraubt ist.
     
    7. Gasgenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (11) des flexiblen Metallschlauchs (10) mit dem Vorbau (12) über einen Losflansch (14) verbunden ist.
     
    8. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück (8) mit Ansatzstellen (9) für ein Aus- bzw. Einbauwerkzeug versehen ist.
     
    9. Gasgenerator nach einem der Ansprüche I'bis 8, dadurch gekennzeichnet,daß die Vergasungsluftzuführung (4) eine Rückschlagklappe (7) mit einer Hülse (7a) aufweist, die eine ebene Ringfläche als dichtende Anlage für eine einführbare Zündeinrichtung aufweist. 10. Gasgenerator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (7a) in die Aufnahme (6) eingeklemmt ist.
     




    Zeichnung