[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Schaltgerät, insbesondere Schütz,
mit mindestens einem Kontaktsystem, welches eine bewegliche Kontaktbrücke und hiermit
zusammenwirkende feststehende Kontaktanschlußschienen aufweist, wobei jede Kontaktbrücke
mit den Kontaktanschlußschienen wahlweise einen Schließer oder einen Öffner bildet.
[0002] Schaltgeräte der vorgenannten Gattung werden in der Praxis in sehr großen Stückzahlen
benötigt. Sie dienen zur Durchführung der verschiedensten Schaltungsaufgaben, wobei
das betreffende Schaltgerät entweder von Hand oder maschinell oder durch einen Elektromagneten
betätigt wird. Die Schaltgeräten enthalten mindestens ein Kontaktsystem, wobei die
einzelnen Kontakte entweder als Schließer oder als Öffner ausgebildet sein können,
je nachdem welche Schaltaufgabedas Schaltgerät durchführen soll, d.h. wenn der betreffende
Kontakt bei Betätigung des Gerätes schließt, so nennt man ihn einen Schließer und
wenn ein Kontakt beim Betätigen des Gerätes öffnet, also den Stromkreis unterbricht,
nennt man ihn einen Öffner. Nun kommt es in der Praxis sehr häufig vor, z.B. wenn
eine größere Anzahl von Schaltgeräten zur Durchführung einer Programmsteuerung zusammengeschlossen
sind, daß man einen Schließer in einen Öffner oder umgekehrt einen Öffner in einen
Schließer umwandeln muß, z.B. wenn eine Änderung einer Programmsteuerung oder sonstiger
Schaltungsaufgaben vorgenommen werden soll.
[0003] Zur Durchführung einer solchen Änderung war es bisher bei den meinsten Schaltgeräten
erforderlich, diese völlig außer Betrieb zu setzen, d.h. zum Beispiel von der Schalttafel
oder aus dem Schaltschrank zu demontieren, und zwar nach Lösen sämtlicher Anschlußleitungen,
sodann das Schaltgerät auseinanderzunehmen und die Umwandlung von Schließer zu Öffner
oder umgekehrt vorzunehmen. Der Wiedereinbau geht dann auf umgekehrtem Wege vonstatten.
Es wurden auch bereits Schaltgeräte vorgeschlagen, bei welchen eine oder mehrere Kontaktbrücken
in einem Kontaktbrückenhalter in unterschiedlicher Lage gehalten sind, je nachdem
ob ein Schließer oder ein Öffner für den jeweiligen Anwendungszweck benötigt wird.
Bei diesen Geräten kann man zwar ohne vollständige Demontage den Gerätedeckel öffnen
und den Kontaktbrückenhalter aus dem Gerät herausnehmen und dann die Anordnung der
Kontaktbrücken entsprechend der geänderten Schaltaufgabe ändern und den Kontaktbrückenhalter
wieder in das betreffende Gerät einsetzen.
[0004] Alle diese Arbeiten zum Umwandeln eines Schließers in einen Öffner oder umgekehrt
sind zum Teil sehr kompliziert, auf jeden Fall aber sehr umständlich und zeitaufwendig,
und sie können auch nur durch die Hand eines Fachmanns vorgenommen werden, der den
Aufbau des betreffenden elektrischen Schaltgeräts genau kennt.
[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Schaltgerät
zu schaffen, welches auch im eingebauten verdrahteten Zustand ein leicht und einfach
ausführbares Umwandeln der Schließer in Öffner oder umgekehrt gestattet, ohne daß
eine Demontage oder auch ein Lösen der Anschlußleitungen erforderlich ist.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Vorrichtung vorgesehen
ist, welche zwischen zwei Endstellungen bewegbar und derart ausgestaltet ist und auf
das Kontaktsystem einwirkt, daß das Kontaktsystem in der einen Endstellung der Vorrichtung
einen Schließer und in der anderen Endstellung einen Öffner ergibt.
[0007] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele und Ausgestaltungen der vorerläuterten Grundidee
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Anhand der Zeichnung seien nachfolgend Ausführungsbeispiele der Erfindung, die im
Schema dargestellt sind, näher beschrieben, und zwar zeigen
Figur 1 ein Kontaktsystem mit einer kontaktbrücke in der Anordnung als Schließer nach
dem Stand der Technik,
Figur 2 ein Kontaktsystem mit einer Kontaktbrücke in der Anordnung als Öffner nach
dem Stand der Technik,
Figur 3 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Kontaktsystem in der Anordnung
als Schließer,
Figur 4 das Kontaktsystem gemäß Figur 3, jedoch in der Anordnungsweise als Öffner,
Figur 5 einen Querschnitt hierzu gemäß Schnittlinie V - V in Figur 4,
Figur 6 eine perspektivische Darstellung eines Einzelteiles aus den Figuren 3 bis
5, nämlich eines Schiebers,
Figur 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung entsprechend Figur 3, jedoch
mit beiderseitiger Kontaktunterbrechung als Schließer,
Figur 8 das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7, jedoch in der Anordnungsweise als Öffner,
Figur 9 eine perspektivische Ansicht des Schiebers aus den Figuren 7 und 8,
Figur 10 ein Kontaktsystem mit zwei Kontaktbrücken nach dem Stand der Technik,
Figur 11 einen Schnitt hierzu gemäß Schnittlinie XI - XI in Figur 10,
Figur 12 ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Kontaktsystem als
Schließer,
Figur 13 einen Querschnitt hierzu gemäß Schnittlinie XIII - XIII in Figur 12,
Figur 14 das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 12, jedoch als Öffner,
Figur 15 einen Schnitt hierzu gemäß Schnittlinie XV - XV in Figur 14,
Figur 16 eine Vorderansicht auf ein Einzelteil aus den Figuren 12 und 14, nämlich
auf ein Mittelstück,
Figur 17 eine Seitenansicht zu Figur 16,
Figur 18 eine perspektivische Ansicht eines Teiles eines anderen Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
Figur 19 einen Vertikalschnitt hierzu gemäß Schnittlinie XIX - XIX in Figur 18,
Figur 20 einen Horizontalschnitt hierzu gemäß Schnittlinie XX - XX in Figur 19,
Figur 21 eine Ansicht entsprechend
Figur 19, jedoch in einer anderen Betriebsstellung,
Figur 22 eine perspektivische Darstellung einer Einzelheit aus Figur 18,
Figur 23 einen Horizontalschnitt entsprechend Figur 20, jedoch in einer anderen Betriebsstellung,
Figur 24 eine perspektivische Darstellung eines Teiles eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
Figur 25 eine Darstellung entsprechend Figur 24, jedoch in einer anderen Betriebsstellung,
Figur 26 eine perspektivische Darstellung mit Vertikalschnitt eines Einzelteils aus
Figur 25,
Figur 27 eine Seitenansicht hierzu in Richtung des Pfeiles XXVII - XXVII und Figur
28 eine Draufsicht zu Figur 27.
[0009] Die Figuren 1 und 2 veranschaulichen ein Kontaktsystem nach dem Stand der Technik,
wie es z.B. als sogenannter Hilfskontakt in einem Schütz eingesetzt ist. Das Kontaktsystem
weist zwei feststehende Kontaktanschlußschienen 1 und 2 mit Kontaktstücken 3 und 4
sowie eine bewegliche Kontaktbrücke 5 mit Kontaktstücken 6 und 7 auf. Die Kontaktbrücke
5 ist in einem Kontaktbrückenhalter 8 gehalten, der im wesentlichen als Doppelrahmen
ausgebildet ist und zwei Durchbrüche bzw. Fenster 9, 10 sowie zwei äußere Stege 11
und 12 und einen inneren Steg 13 aufweist. Gemäß Figur 1 ist die Kontaktbrücke 5 in
dem Fenster 10 eingesetzt und liegt in Ruhestellung auf der Oberseite des inneren
Steges 13 an. Zwischen Kontaktbrücke 5 und Steg 11 ist eine Kontaktdruckfeder 14 eingesetzt.
Das Kontaktsystem gemäß Figur 1 stellt einen Schließer dar. Die Wirkungsweise ist
im wesentlichen folgende. Der Kontaktbrückenhalter 8 wird durch Wirkung einer nicht
gezeichneten Feder in oberster Ruhestellung gehalten. Bei einem Schütz ist der Kontaktbrückenhalter
mit einem beweglichen Anker eines Magnetsystems verbunden, wobei der Anker ebenfalls
durch die besagte Feder in oberster Ruhestellung gehalten ist.
[0010] Wenn das Schütz anzieht oder wenn von Hand beispielsweise über einen nicht gezeichneten
Druckknopf am oberen Ende des Kontaktbrückenhalters dieser in Richtung des Pfeiles
15 nach unten bewegt wird, wird die Kontaktbrücke 5 mitgenommen, bis die Kontaktstücke
6, 7 auf die Kontaktstücke 3, 4 treffen. Der Kontaktbrückenhalter 8 wird dann meist
noch ein kleines Stück weiter nach unten bewegt, so daß die Kontakte unter dem Druck
der Kontaktdruckfeder stehen. Wenn man dieses Kontaktsystem von einem Schließer nach
Figur 1 in einen Öffner nach Figur 2 umwandeln will, ist es, wie ein Vergleich zwischen
den beiden Figuren 1 und 2 verdeutlicht, erforderlich, zunächst einmal den Kontaktbrückenhalter
8 mit der Kontaktbrücke 5 aus dem Gerät herauszunehmen. Sodann muß man die Kontaktanschlußschienen
1 und 2 um 180° verdrehen, so daß die Kontaktstücke 3 und 4 nach unten zu liegen kommen.
Dazu ist es erforderlich, die Verdrahtung mit den Kontaktanschlußschienen zu lösen
und anschließend wieder zu befestigen. Ferner muß die Kontaktbrücke 5 mit der Kontaktdruckfeder
14 aus dem oberen Fenster 10 herausgenommen und in das untere Fenster 9 in umgekehrter
Lage wieder eingesetzt werden. Ein einfaches Umdrehen des Kontaktbrückenhalters um
180° ist meist nicht möglich, weil in dem Kontaktbrückenhalter vielfach neben- oder
übereinander noch weitere Kontaktbrücken vorgesehen sind. Nach dem Wiedereinsetzen
des Kontaktbrückenhalters 8 liegen in Ruhestellung die Kontakte 6, 7 der Kontaktbrücke
5 unter dem Druck der Kontaktdruckfeder 14 an den Kontaktstücken 3, 4 an. Wenn man
nun das Kontaktsystem betätigt, so daß der Kontaktbrückenhalter 8 in Richtung des
Pfeiles 15 verschoben wird, gelangt die Kontaktbrücke 5 zur Anlage an der unteren
Seite des inneren Steges 13 und wird dann mitgenommen, so daß die Kontakte öffnen.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung erkenntlich wird, ist es außerordentlich umständlich
und arbeitsaufwendig, eine Umwandlung von einem Schließer in einen Öffner oder umgekehrt
durchzuführen.
[0011] Demgegenüber zeigen die Figuren 3 bis 6 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Kontaktsystems, bei welchem die Umwandlung von einem Öffner in einen Schließer oder
umgekehrt außerordentlich einfach vorgenommen werden kann, ohne daß irgendwelche Verdrahtungen
gelöst werden müßten oder Montagemaßnahmen an dem Kontaktbrückenhalter vorgenommen
werden müßten. Soweit die Teile mit denjenigen nach dem Stand der Technik gemäß Figur
1 und 2 übereinstimmen, sind sie mit den gleichen Bezugszeichen versehen worden. Es
ist hier eine Vorrichtung, im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Schieber 21, vorgesehen
,welcher zwischen zwei Endstellungen bewegbar ist. Die eine Endstellung zeigt Figur
3, die andere Endstellung, entsprechend der Verschieberichtung 24, zeigt Figur 4.
Dieser Schieber ist derart ausgestaltet und wirkt derart auf das Kontaktsystem ein,
daß das Kontaktsystem in der einen Endstellung des Schiebers einen Schließer und in
der anderen Endstellung einen Öffner ergibt. Dazu sind bei diesem Ausführungsbeispiel
in dem Kontaktbrückenhalter 8 zwei parallel und mit Abstand voneinander gehaltene
Kontaktbrücken 5 und 16 beiderseitig der Kontaktanschlußschienen 1 und 2 angeordnet.
Die beiden Kontaktbrücken 5 und 16 stehen unter Einwirkung der Kontaktdruckfedern
14 und 25. Die Kontaktanschlußschienen tragen beiderseitig Kontaktstücke, also auf
der Oberseite die Kontaktstücke 3 und 4 und auf der Unterseite die Kontaktstücke 19
und 20. Die zweite Kontaktbrücke 16 ist ebenfalls mit Kontaktstücken 17 und 18 ausgestattet.
Der Schieber 21 trägt zwei isolierte Vorsprünge 22 und 23, die derart angeordnet sind,
daß der eine Vorsprung 22 in der einen Endstellung des Schiebers 21 gemäß Figur 4
zwischen die Kontaktbrücke 5 und Kontaktanschlußschiene 1 auf der einen Seite dieser
Kontaktanschlußschiene und der andere Vorsprung 23 in der anderen Endstellung des
Schiebers 21 gemäß Figur 3 zwischen Kontaktbrücke 16 und Kontaktanschlußschiene 2
auf der anderen Seite dieser Kontaktanschlußschiene eingreift.
[0012] Die Wirkungsweise ist im wesentlichen folgende. In der Stellung des Schiebers 21
gemäß Figur 3 wird der Stromdurchgang zwischen den Kontaktanschlußschienen 1 und 2
durch den isolierten Vorsprung 23 verhindert. Wenn das Kontaktsystem nun durch Bewegen
des Kontaktbrückenhalters 8 in Richtung des Pfeiles 15 betätigt wird, kommen die Kontaktstücke
6 und 7 der Kontaktbrücke 5 zur Anlage an den Kontaktstücken 3 und 4, so daß ein Schließer
gebildet ist. In der anderen Stellung des Schiebers nach Figur 4 ist der Vorsprung
23 außer Eingriff, so daß die Kontaktbrücke 16 mit den Kontaktstücken anliegt. Dagegen
greift nun der isolierte Vorsprung 22 zwischen die Kontaktstücke 3 und 7 ein. Bei
Betätigung des Kontaktsystems öffnet die Kontaktbrücke 16, so daß ein Öffner gebildet
ist. Ein Wiedereinschalter mit der Kontaktbrücke 5 kann wegen des Eingriffs des isolierten
Vorsprungs 22 nicht erfolgen.
[0013] Wie die Zeichnungen ferner verdeutlichen, ist der Schieber 21 vorteilhafterweise
als parallel zu den beiden Kontaktbrücken 5, 16 verschiebbare Platte ausgebildet.
Die senkrecht zur Platte angeordneten Vorsprünge 22 und 23 sind dabei in der Höhe
etwa um die Dicke der Kontaktanschlußschienen 1 bzw. 2 und der hieran befindlichen
beiderseitigen Festkontaktstücke 3, 4 und 19, 20 versetzt.
[0014] Von Vorteil für das Eingreifen ist ferner, daß die Vorsprünge 22, 23 nach Figur 6
in Verschieberichtung des Schiebers, d.h. jeweils nach innen zu keilförmig gestaltet
bzw. verjüngt sind.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Schiebers sind folgende. Einmal ist der
plattenförmige Schieber 21 länger als die Kontaktbrücken 5, 16 ausgebildet, wobei
die Vorsprünge 22 und 23 nahe den Plattenenden angeordnet sind, so daß sie beim jeweiligen
Einwärtsschieben in Richtung des Pfeiles 24 parallel zu den Kontaktbrücken 5, 16 in
Eingriff kommen. Bei dieser platzsparenden Gestaltungsweise ist es meist möglich,
den Schieber auch nachträglich in bestehende Geräte einzusetzen, ohne daß es großer
Umbauarbeiten bedarf. Der Schieber kann durch nicht gezeichnete Führungsleisten mit
Anschlägen oder ähnlichen wegbegrenzten Führungen zweckmäßig auf der Innenseite der
Wandung eines in Figur 5 schematisch gezeichneten Gehäuses 27 gehalten werden. Zweckmäßigerweise
ist der Schieber 21 derart ausgebildet und im Gerätegehäuse 27 untergebracht, daß
er von außen sichtbar und/oder betätigbar ist. Dazu kann man z.B. am Deckel des Gehäuses
oberhalb des Schiebers eine Öffnung 28 vorsehen, durch welche man ein Werkzeug einführen
und damit den Schieber aus der einen Endstellung in die andere verschieben kann. Man
kann aber auch an der Oberseite des Schiebers einen Vorsprung vorsehen, der bis in
oder durch die Öffnung 28 hindurchragt, so daß man die Verstellung von Hand vornehmen
kann.
[0016] Von Vorteil ist es, den Schieber 21 mit möglichst von außen sichtbaren Bezeichnungen
zu versehen, welche je nach Stellung anzeigen, ob das Kontaktsystem als Schließer
oder Öffner wirksam ist. Die Bezeichnungen können beispielsweise nach Europa-Norm
gestaltet sein. Der Schieber 21 und/ oder die Vorsprünge 22, 23 sind aus isolierendem
Material gebildet. Dabei ist es von Vorteil, vor allem die Vorsprünge, ggfs. aber
auch den Schieber, aus lichtbogenfestem Material herzustellen.
[0017] Um den Schieber 21 gegen unbeabsichtigtes Verschieben zu sichern, z.B. infolge Rüttelbewegungen
beim Transport des Gerätes, sind zweckmäßigerweise Rastvorrichtungen in bezug auf
die beiden Endstellungen des Schiebers vorgesehen. Dies können z.B. Blattfedern sein,
die in Kerben des Schiebers eingreifen.
[0018] Die Figuren 7 bis 9 veranschaulichen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Kontaktsystems, welches im wesentlichen mit dem nach den Figuren 3 bis 6 übereinstimmt,
so daß die dortigen Erläuterungen auch sinngemäß für dieses Ausführungsbeispiel gelten,
wobei für die gleichen Teile auch die gleichen Bezugszeichen verwendet worden sind.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Schieber 21 jedoch mit zwei Paaren von Vorsprüngen
22, 23 und 29, 30 für den wechselweisen Eingriff zwischen den Kontaktbrücken 5, 16
und den Kontaktanschlußschienen 1, 2 an beiden Enden der Kontaktbrücken versehen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel greifen also die Vorsprünge an beiden Enden der betreffenden
Brücke ein und verhindern den Durchgang des elektrischen Stromes. Gemäß Figur 7 ist
also der Stromdurchgang zwischen den Kontaktanschlußschienen 1, 2 und der Kontaktbrücke
16 unterbrochen. Bei Betätigung des Kontaktsystems können also nur die Kontakte der
Kontaktbrücke 5 stromleitend auf diejenigen der Kontaktanschlußschienen 1, 2 treffen,
so daß ein Schließer gebildet ist. In der anderen Endstellung des Schiebers 21 gemäß
Figur 8 greifen die anderen beiden Vorsprünge 22 und 30 ein, so daß in diesem Falle
ein Öffner gebildet wird.
[0019] Zum besseren Verständnis des nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiels nach den
Figuren 12 bis 17 sei ein Kontaktsystem nach dem Stand der Technik anhand der Figuren
10 und 11 erläutert. Danach ist an sich bekannt, in einem Kontaktbrückenhalter 8 zwei
Kontaktbrücken 5 bzw. 16 zu beiden Seiten der Kontaktanschlußschienen 1, 2 anzuordnen.
Bei Betätigung öffnet zunächst die Kontaktbrücke 16, wonach dann anschließend die
Kontaktbrücke 5 wieder schließt. Es geht hier also lediglich also um einen besonderen
Schaltvorgang, wobei nämlich beim einmaligen Betätigen bzw. Abwärtsdrücken des Kontaktbrückenhalters
8 zunächst der Kontakt geöffnet und anschließend sofort wieder geschlossen wird. Von
einem Umwandeln von Schließer in Öffner oder umgekehrt kann hier keine Rede sein.
[0020] Demgegenüber veranschaulichen die Figuren 12 bis 17 ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Kontaktsystems nach der Erfindung, wobei wiederum für gleiche oder gleichwirkende
Teile die gleichen Bezugszeichen wie in den vorauserläuterten Ausführungsbeispielen
verwendet worden sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der oben erläuterte innere
Steg 13 des Kontaktbrückenhalters 8 mindestens zum Teil weggefallen. Statt dessen
ist zwischen den Kontaktbrücken 5 und 16 ein Mittelstück 31 angeordnet, welches zwischen
zwei Endstellungen bewegbar ist, derart, daß in der einen Endstellung gemäß Figur
12 und 13 beide Kontaktbrücken 5, 16 in abgehobener Lage gehalten sind und bei Betätigung
die eine Kontaktbrücke 5 einen Schließer bildet, und daß in der anderen Endstellung
gemäß Figur 14 die andere Kontaktbrücke 16 in Kontaktlage gehalten ist und bei Betätigung
einen Öffner bildet. Wie in den Zeichnungen zu erkennen ist, ist das Mittelstück 31
vorteilhafterweise als Rechtecksstück mit abgerundeten Ecken ausgebildet und um eine
außermittig versetzte Achse 32 schwenkbar gelagert. Nach den Figuren 12 und 13 bietet
das Kontaktsystem einen Schließer und nach den Figuren 14 und 15 einen Öffner. Die
Umwandlung von Schließer auf Öffner erfolgt in einfacher Weise dadurch, daß das rechteckige
Mittelstück 31 aus der Stellung gemäß Figur 12 im Ihrzeigersinn um 90
0 um die Achse 32 gedreht wird. Die Achse 32 ist senkrecht zur gemeinsamen Mittelebene
der Kontaktbrücken 5, 16 in dem Kontaktbrückenhalter 8 gelagert. Vorteilhafterweise
ist die Achse mindestens an einem Ende von außen zugänglich, d.h. sie kann nach den
Figuren 13 oder 15 bis zu den Außenflächen des Kontaktbrückenhalters 8 verlängert
werden. An einem oder beiden Enden der Achse 32 kann man Kerben 33 vorsehen, in die
man beispielsweise mittels eines Schraubenziehers eingreifen und die Umstellung vornehmen
kann. Die Achse 32 kann auch so weit verlängert werden, daß sie bis zu einer Öffnung
in der Gehäusewand des Gerätes recht oder durch die Öffnung hindurchragt, so daß man
die beschriebene Umstellung von außerhalb des Gerätes ohne jede Montagearbeiten vornehmen
kann. Es sei noch bemerkt, daß bei allen vorerläuterten Ausführungsbeispielen am oberen
Ende des Kontaktbrückenhalters 8, wie in Figur 5 dargestellt ist, ein Stößel 26 oder
ein Druckknopf zur Handbetätigung oder zur maschinellen Betätigung angeschlossen werden
kann, der durch die Gehäusewand oder durch eine Öffnung im Deckel des Gehäuses hindurchragt.
[0021] Die Figuren 18 bis 22 veranschaulichen ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kontaktsystems für ein elektrisches Schaltgerät. Es sind hier wiederum feststehende
Kontaktansschlußschienen 1, 2 sowie eine bewegliche Kontaktbrücke 5 vorgesehen, die
unter dem Druck einer Kontaktdruckfeder 14 steht, wobei sich diese Kontaktdruckfeder
14 an einem beliebigen Widerlager 34 abstützt. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist
die Vorrichtung einen bewegbar gelagerten Körper 35 auf, welcher einerseits auf die
Kontaktbrücke 5 einwirkt und andererseits eine Rolle 44 trägt, die mit einer zur Betätigung
des Schaltgerätes verschiebbaren Kurvenführung zusammenwirkt, die derart gestaltet
ist, daß die Kontaktbrücke 5 wahlweise einen Schließer oder einen Öffner bildet. Bei
diesem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Kurvenführung aus zwei nebeneinander
verlaufenden Führungsteilen 45 und 46. Der Körper 35 besitzt einen Schaft 36, an dessen
einem, in der Zeichnung unteren, Ende beiderseitig Zapfen 38 und 39 vorgesehen sind,
die in einem Schwenklager 40 herausnehmbar gehalten sind. Das Schwenklager 40 kann
beispielsweise halbzylindrisch ausgebildet sein. An dem anderen Ende des Schaftes
36 ist ein Hammerkopf 37 bzw. eine hammerkopfartige Erweiterung vorgesehen, an dem
mit Abstand voneinander auf einer Seite parallel zu den Zapfen 38 und 39 verlaufende
Lagerzapfen 41 und 42 für den wahlweisen Aufsatz der Rolle 44 angebracht sind. Die
Rolle 44 ist also am Körper 35 umsteckbar angebracht, so daß sie wahlweise an dem
einen oder anderen Führungsteil 45 oder 46 anliegt. Die Führungsteile 45 und 46 besitzen
gegeneinander versetzte Vertiefungen 48 und 50 sowie Vorsprünge 47 und 49. Durch diese
Gestaltungsweise der beiden Führungsteile wird beim Ablaufen der Rolle an dem einen
Führungsteil 46 die Kontaktbrücke 5 durch Druck der Kontaktdruckfeder 14 in Richtung
auf die Kontaktanschlußschienen 1, 2 bewegt, weil die Rolle 44 von dem Vorsprung 49
über die Schrägfläche 52 auf die Vertiefung 50 (Figur 19) trifft, sobald das Führungsteil
46 in Richtung des Pfeiles 51 nach unten bewegt, das Schaltgerät also betätigt wird.
Auf diese Weise wird also ein Schließer gebildet. Zweckmäßigerweise ist der Körper
35 in Verlängerung seines Schaftes 36 mit einem Handgriff 43 versehen, auf dem gleichzeitig
auch eine von außen sichtbare Beschriftung aufgebracht werden kann, die anzeigt, ob
das Kontaktsystem einen Schließer oder einen Öffner bildet. Um das Kontaktsystem von
dem beschriebenen Schließer in einen Öffner umzuwandeln, braucht man nur den Körper
35 aus dem Schwenklager 40 herauszulösen. Sodann wird, wie Figur 22 verdeutlicht,
die Rolle 44 von dem Lagerzapfen 41 auf den anderen Lagerzapfen 42 aufgesteckt. Wenn
man nun den Körper 35 in Richtung des Pfeiles 54 um die Längsachse des Schaftes 36
um 180
0 schwenkt und den Körper dann, wie beschrieben, wieder in das Schwenklager einsetzt,
liegt die Rolle 44 an dem Führungsteil 45, und zwar in Ruhestellung nun an der Vertiefung
48 an. Wenn man nun das Führungsteil 45 in Richtung des Pfeiles 51 bei Betätigung
des Schaltgerätes nach unten führt, läuft die Rolle 44 von der Vertiefung 48 über
die Schrägfläche 53 auf den Vorsprung 47, wodurch in diesem Falle der Körper 35 derart
geschwenkt wird, daß die mitgenommene Kontaktbrücke 5 abhebt und somit ein Öffner
gebildet wird. Bei der Darstellung nach den Figuren 18 bis 21 bildet das Kontaktsystem
also einen Schließer, während nach der Umstellung gemäß Figur 23 ein Öffner gebildet
wird.
[0022] Die Figuren 24 bis 28 veranschaulichen schließlich ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Kontaktsystems, welches in der Wirkung im wesentlichen demjenigen
nach den Figuren 18 bis 22 entspricht, so daß die dortigen Erläuterungen sinngemäß
gelten. In diesem letzteren Ausführungsbeispiel sind jedoch einige Änderungen in konstruktiver
Hinsicht vorgesehen, die für die praktische Bedienung von besonderem Vorteil sind.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Kopfstück 56 nur nach einer Seite des Körpers
35 vorragend gestaltet, welches wiederum mit der Kontaktbrücke 5 zusammenwirkt. Am
oberen Ende des Schaftes 36 ist ein Achslager 57 für die Achse 55 der Rolle 44 vorgesehen,
die ihrerseits in einer gabelförmigen Aussparung 58 läuft. Als Führung ist in diesem
Falle nur ein einziges Bauteil 60 vorgesehen, welches an einem nicht gezeichneten
Betätigungsglied lösbar und um 180
0 schwenkbar angebracht ist. Das Bauteil 60 weist mindestens einen Vorsprung 61 und
eine Vertiefung 62 auf, derart, daß Vorsprung 61 und Vertiefung 62 beim Schwenken
um 180° in ihrer Lage zu der Rolle 44 ausgetauscht sind.
[0023] Wenn das Schaltgerät betätigt wird und damit das Bauteil 60 gemäß Figur 24 in Richtung
des Pfeiles 64 nach unten verschoben wird, läuft die Rolle 44 von dem Vorsprung 61
über die Schrägfläche 63 ab und schwenkt damit mitsamt dem Körper 35 und dem Kopfstück
56 in Richtung des Pfeiles 59, so daß die unter dem Druck der Kontaktdruckfeder 14
stehende Kontaktbrücke 5 mitgehen und damit einen Schließer bilden kann.
[0024] Wenn man nun das Bauteil 60 aus dem nicht gezeichneten Betätigungsglied, z.B. aus
einer Schlitzführung mit Anschlägen, herauszieht und um 180
0 dreht und wieder einschiebt, kommt das Bauteil 60 in die umgekehrte Lage nach Figur
25. In Ruhestellung liegt dann die Rolle 44 an der Vertiefung 62 an. Wenn nun das
Schaltgerät wieder betätigt und damit das Bauteil 60 in Richtung des Pfeiles 64 nach
unten bewegt wird, gelangt die Rolle über die anschließende Schrägfläche auf den Vorsprung
66, womit der Körper in Richtung des Pfeiles 65 ausschwenkt und die Kontaktbrücke
5 mitnimmt. Somit ist ein Öffner gebildet.
[0025] Die Figuren 26 bis 28 veranschaulichen noch ein praktisches Ausführungsbeispiel eines
Bauteils 60 mit zwei seitlichen Führungsrippen 67 und 68, die zum Einschieben in eine
Führung des Betätigungsgliedes des Schaltgerätes dienen. Auf derRückseite kann ein
Vorsprung 69 vorgesehen sein, der zum Einrasten in eine Ausnehmung des Betätigungsgliedes
kommt und somit ein unbeabsichtigtes Verschieben verhindert.
1. Elektrisches Schaltgerät, insbesondere Schütz, mit mindestens einem Kontaktsystem
(1 bis 7), welches eine bewegliche Kontaktbrücke (5) und hiermit zusammenwirkende
feststehende Kontaktanschlußschienen (1,2) aufweist, wobei jede Kontaktbrücke (5)
mit den Kontaktanschlußschienen (1,2) wahlweise einen Schließer oder einen Öffner
bildet,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vorrichtung (21,22,23;29,30;31;35,45, 46;60) vorgesehen ist, welche zwischen
zwei Endstellungen bewegbar und derart ausgestaltet ist und auf das Kontaktsystem
einwirkt,
daß das Kontaktsystem in der einen Endstellung der Vorrichtung einen Schließer und
in der anderen Endstellung einen Öffner ergibt.
2. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Kontaktbrückenhalter (8) zwei parallel und mit Abstand voneinander unter
Federdruck (14,25) gehaltene Kontaktbrücken (5,16) beiderseitig der Kontaktanschlußschienen
(1,2) angeordnet sind,
und daß ein Schieber (21) mit mindestens zwei isolierten Vorsprüngen (22,23) vorgesehen
ist, derart, daß der eine Vorsprung (22) in der einen Endstellung des Schiebers (21)
zwischen Kontaktbrücke (5) und Kontaktanschlußschiene (1) auf der einen Seite der
Kontaktanschlußschienen (1,2) und der andere Vorsprung (23) in der anderen Endstellung
des Schiebers (21) zwischen Kontaktbrücke (16) und Kontaktanschlußschiene (2) auf
der anderen Seite der Kontaktanschlußschienen (1,2) eingreift.
3. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (21) als parallel zu den beiden Kontaktbrücken (5,16) verschiebbare
Platte ausgebildet ist,
und daß die senkrecht zur Platte angeordneten Vorsprünge (22,23) in der Höhe etwa
um die Dicke der Kontaktanschlußschiene (1,2) und der hieran befindlichen beiderseitigen
Festkontaktstücke (3,4,19,20) versetzt sind.
4. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorsprünge (22,23) in Verschieberichtung (24) des Schiebers (21) keilförmig
gestaltet sind.
5. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte (21) länger als die Kontaktbrücken (5,16) ausgebildet ist,
und daß die Vorsprünge (22,23) nahe den Plattenenden angeordnet sind, so daß sie beim
jeweiligen Einwärtsschieben in Eingriff kommen.
6. Elektrisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (21) derart ausgebildet und im Gerätegehäuse (27) untergebracht ist,
daß er von außen sichtbar und/oder betätigbar ist.
7. Elektrisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (21) und/oder die Vorsprünge (22,23) aus isolierendem Material gebildet
sind.
8. Elektrisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (21) und/oder die Vorsprünge (22,23) aus lichtbogenfestem Material
bestehen.
9. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (21) mit Bezeichnungen versehen ist, welche je nach Stellung anzeigen,
ob das Kontaktsystem (1 bis 7, 16,17,18) als Schließer oder Öffner wirksam ist.
10. Elektrisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (21) in den Endstellungen durch Rastvorrichtungen gegen unbeabsichtigtes
Verschieben gesichert ist.
11. Elektrisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (21) mit zwei Paaren von Vorsprüngen (22,23,29,30) für den wechselweisen
Eingriff zwischen den Kontaktbrücken(5,16) und den Kontaktanschlußschienen (1,2) an
beiden Enden der Kontaktbrücken (5,16) versehen ist.
12. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Kontaktbrückenhalter (8) zwei parallel und mit Abstand voneinander unter
Federdruck (14,25) gehaltene Kontaktbrücken (5,16) beiderseitig der Kontaktanschlußschienen
(1,2) angeordnet sind,
und daß zwischen den Kontaktbrücken (5,16) ein Mittelstück (31) zwischen zwei Endstellungen
bewegbar ist, derart, daß in der einen Endstellung beide Kontaktbrücken (5,16) in
abgehobener Lage gehalten sind und bei Betätigung die eine Kontaktbrücke (5) einen
Schließer bildet und daß in der anderen Endstellung die andere Kontaktbrücke (16)
in Kontaktlage gehalten ist und bei Betätigung einen Öffner bildet.
13. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittelstück (31) als Rechtecksstück ausgebildet und um eine außermittig versetzte
Achse (32) schwenkbar gelagert ist.
14. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse (32) senkrecht zur gemeinsamen Mittelebene der Kontaktbrücken (5, 16)
in dem Kontaktbrückenhalter (8) gelagert und mindestens an einem Ende von außen zugänglich
ist,
und daß die Achse (32) fest oder formschlüssig mit dem Rechtecksstück (31) verbunden
ist.
15. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung einen bewegbar gelagerten Körper (35) aufweist, welcher einerseits
auf eine Kontaktbrücke (5) einwirkt und andererseits eine Rolle (44) trägt, die mit
einer zur Betätigung des Schaltgeräts verschiebbaren Kurvenführung (45,46) zusammenwirkt,
die derart gestaltet ist, daß die Kontaktbrücke (5) wahlweise einen Schließer oder
einen Öffner bildet.
16. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurvenführung zwei nebeneinander verlaufende Führungsteile (45,46) aufweist,
daß die Rolle (44) am Körper (35) umsteckbar ist, so daß sie wahlweise an dem einen
oder anderen Führungsteil (45,46) anliegt, und daß die Führungsteile (45,46) gegeneinander
versetzte Vertiefungen (48,50) aufweisen, derart, daß beim Ablaufen der Rolle (44)
an dem einen Führungsteil (46) die Kontaktbrücke (5) einen Schließer und beim Ablauf
der Rolle (44) an dem anderen Führungsteil (45) die Kontaktbrücke (5) einen Öffner
bildet.
17. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Körper (35) einen Schaft (36) aufweist, an dessen einem Ende beiderseitig
Zapfen (38,39) vorgesehen sind, die in einem Schwenklager (40) herausnehmbar gehalten
sind, daß sich an dem anderen Ende des Schaftes (36) ein Hammerkopf (37) befindet,
an dem mit Abstand voneinander auf einer Seite parallel zu den Zapfen (38,39) verlaufende
Lagerzapfen (41,42) für den wahlweisen Aufsatz der Rolle (44) angebracht sind, so
daß die Rolle (44) beim Aufsatz auf dem einen Lagerzapfen (41) mit dem einen Führungsteil
(46) oder nach Umdrehen des Körpers (35) um 1800 und Aufsatz der Rolle (44) auf dem anderen Lagerzapfen (42) mit dem anderen Führungsteil
(45) zusammenwirkt.
18. Elektrisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Körper (35) mit einem Handgriff (43) versehen ist.
19. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurvenführung an einem Bauteil (60) vorgesehen ist, welches an einem Betätigungsglied
lösbar und um 1800 schwenkbar angebracht ist, und daß das Bauteil (60) mindestens einen Vorsprung (61)
und eine Vertiefung (62) aufweist, derart, daß Vorsprung (61) und Vertiefung (62)
beim Schwenken um 180° in ihrer Lage zu der Rolle (44) ausgetauscht sind.