[0001] Die Anmeldung betrifft alkalische, aktivchlorhaltige granulierte, maschinell anwendbare
Geschirreinigungsmittel.
[0002] Zum maschinellen Reinigen von stark verschmutztem Geschirr, insbesondere auf dem
gewerblichen Sektor, werden üblicherweise alkalische Reinigungsmittel verwendet, die
im wesentlichen aus Gerüstsubstanzen, Alkalimetallsilikaten, Alkalimetallcarbonaten
und/oder Alkalimetallhydroxiden, aktivchlorhaltigen Verbindungen und gegebenenfalls
nichtionischen Tensiden bestehen. Je höher dabei der Aktivchlorgehalt der Reinigungsmittel
ist, desto besser ist die Fleckenreinigung beispielsweise bei Teerückständen, und
je höher der Alkalimetallhydroxidgehalt ist, desto besser ist die Reinigungswirkung,
insbesondere bei Geschirr mit angebrannten Speiseresten.
[0003] Die Herstellung der Reinigungsmittel erfolgt im allgemeinen durch trockenes Vermischen
der einzelnen pulver- oder teilchenförmigen Bestandteile, etwa in rotierenden Trommeln,
unter Bildung des gewünschten Mischprodukts, wobei etwaige flüssige Bestandteile wie
beispielsweise nichtionische Tenside und/oder Wasserglas als solche, als Gemisch oder
in wässriger Lösung durch Aufsprühen auf die bewegten pulver- oder teilchenförmigen
Bestandteile oder Bestandteilsgruppen zugefügt werden, wodurch eine Granulation erfolgt.
Die aktivchlorhaltigen Verbindungen werden in der Regel zum Schluss hinzugefügt. Man
strebt in jedem Falle ein Endprodukt von freifliessender pulver- bis granulatförmiger
Beschaffenheit an, das bei normaler Lagerung nicht zusammenbackt und in bezug auf
seine Bestandteile lagerstabil ist. Dies gilt insbesondere bezüglich der aktivchlorhaltigen
Verbindung.
[0004] Als aktivchlorhaltige Verbindungen in pulverförmigen oder granulierten Geschirrspülmitteln
haben sich polychlorierte Cyanursäuren und ihre Salze besonders bewährt. Wegen des
höchsten Gehaltes an aktivem Chlor stösst die Trichlorisocyanursäure immer wieder
auf grosses Interesse. Nachteilig ist jedoch ihre geringe Löslichkeit in Wasser ebenso
wie ihre geringe Lagerbeständigkeit.
[0005] Es ist auch bekannt, dass Pulver- und Granulatgemische besonders mit steigendem Gehalt
an aktivchlorhaltigen Verbindungen und Alkalimetallhydroxiden bei der Lagerung immer
labiler werden. Unter ungünstigen Lagerungsbedingungen, beispielsweise bei erhöhter
Temperatur und/oder Zutritt von Feuchtigkeit zu den Packungen, können eine exotherme
Selbstzersetzung des Chlorträgers sowie Reaktionen mit anderen Bestandteilen der Reinigungsmittel
erfolgen. Diese Selbstzersetzung ist um so unangenehmer, als sie noch Wochen nach
der Produktion auftreten kann. Das nach der Selbstzersetzung verbleibende Reinigungsmittel
ist weitestgehend wertlos, da es zusammengebacken ist und kaum noch Aktivchlor enthält.
Darüber hinaus stellt diese mögliche Selbstzersetzung natürlich ein unerwünschtes
Sicherheitsrisiko bei der Lagerung und Handhabung dar.
[0006] Zur Stabilisierung von Geschirreinigungsmitteln mit einem Gehalt an aktivchlorhaltigen
Verbindungen und Alkalimetallhydroxiden hat man in der US-PS 3 166 513 empfohlen,
als aktivchlorhaltigen Bestandteil Kaliumdichlorisocyanurat in granulierter Form mit
kritischer Teilchengrösse einzusetzen. Kaliumdichlorisocyanurat gilt gegenüber dem
Natriumdichlorisocyanurat als beständiger, und die Granulatform soll eine weitere
Stabilisierung bewirken. Der Mengengehalt an Kaliumdichlorisocyanurat geht bei diesen
Mitteln mit einem Gehalt an bis zu 30 Gewichtsprozent an Alkalimetallhydroxiden nicht
über 5 Gewichtsprozent hinaus.
[0007] Kaliumdichlorisocyanurat ist jedoch erheblich teurer als die entsprechende Natriumverbindung.
Somit besitzt die Lehre dieser Patentschrift nur theoretisches Interesse. Ausserdem
wird in der DE-A 1 617 095 hierzu angegeben, dass trotz einer gewissen Verbesserung
in bezug auf die Lagerstabilität dieser Mittel immer noch nicht vertretbare Verluste
an verfügbarem Chlor auftreten, und es werden daher Rezepturen genannt, die beliebig
granuliertes Natriumdichlorisocyanurat in Gegenwart von nichtionischen oberflächenaktiven
Mitteln und Ätzalkalien enthalten und die stabiler sein sollen als Reinigungsmittel
mit einem Gehalt an granulierten Kaliumdichlorisocyanuraten. Aber auch hier beträgt
der Mengenanteil an Natriumdichlorisocyanurat maximal vorzugsweise 5 Gewichtsprozent.
[0008] Eine weitere Erhöhung der Stabilität soll gemäss der DE-A 2 358 249 erzielt werden,
wenn man das wasserfreie Natriumdichlorisocyanurat durch sein Dihydrat ersetzt. Sein
Anteil kann auf 10 Gewichtsprozent gesteigert werden. Allerdings enthalten die damit
hergestellten Geschirreinigungsmittel keine freien Alkalimetallhydroxide mehr und
halten einem technischen Vergleich damit nicht mehr stand.
[0009] Aus der US-A 2 607 738 ist auch bereits bekannt, alkalische Reinigungsmittel mit
einem Gehalt an Trichlorisocyanursäure herzustellen, die ebenfalls lagerstabil sein
sollen. Aber auch diese Mittel enthalten kein Alkalimetallhydroxid. Das ist verständlich,
denn es ist beispielsweise aus «Soap, Cosmetics, Chemical Specialities», August 1974,
Seiten 46 bis 55, insbesondere Seite 48, Tabelle 3 bekannt, dass Trichlorisocyanursäure
in Gegenwart von schuppenförmigem Natriumhydroxid als alkalische Verbindung am stärksten
zersetzt wird, was allerdings für Kalium- und Natriumdichlorisocyanurat dort ebenfalls
angegeben wird.
[0010] Es hat nicht an Versuchen gefehlt, den Einsatz von Trichlorisocyanursäure durch Mitverwendung
von Stabilisierungsmitteln wie etwa trockenen Trialkalisalzen der Cyanursäure beziehungsweise
einem Gemisch aus äquivalenten Mengen von Cyanursäure und Alkalihydroxid (DE-B 1 167
473) oder Natriumacetat (DE-A 2 340 910) zu ermöglichen. In beiden Fällen enthalten
die Mittel jedoch unerwünschte Ballaststoffe wie Cyanursäure und Natriumacetat. Der
praktische Einsatz von Trichloisocyanursäure in Geschirreinigungsmitteln mit einem
hohen Gehalt an Alkalimetallhydroxiden hat sich daher nicht durchsetzen können, obgleich
diese Substanz den höchsten Aktivchlorgehalt besitzt und dadurch immer wieder zur
Anwendung reizte.
[0011] Es war daher völlig überraschend, als erfindungsgemäss gefunden wurde, dass durch
den Einsatz besonders von hohen Mengen an granulierter Trichlorisocyanursäure mit
bestimmter Teilchengrösse und hohem Reinheitsgrad bei gleichzeitigem Einsatz von hohen
Mengen an Alkalimetallhydroxiden, insbesondere in Form fester, grob gekörnter oder
fast kugelförmiger Prills mit ebenfalls bestimmter Teilchengrösse, eine Selbstzersetzung
der resultierenden Reinigungsmittel praktisch vollständig verhindert wird. Dies ist
um so erstaunlicher, als die Kombination grosser Mengen solcher Alkalimetallhydroxide
mit handelsüblichen granulierten Monoalkalisalzen der Trichlorisocyanursäure nicht
zu ausreichend stabilen Produktformulierungen führt. Sogar ein in der DE-B 1 617 088
vorgeschlagener stabilisierender Zusatz von Paraffinölen ist praktisch überflüssig
geworden, sofern er nicht aus anderen Gründen wünschenswert erscheint.
[0012] Die Befürchtungen, dass Trichlorisocyanursäure wegen ihrer Schwerlöslichkeit in Wasser
für den Einsatz in Geschirreinigungsmitteln ungeeignet ist, erwiesen sich bei dem
hohen Alkalimetallhydroxidanteil der erfindungsgemässen Mittel als unbegründet, da
er die Löslichkeit stark beschleunigt.
[0013] Die vorliegende Erfindung betrifft daher alkalische, aktivchlorhaltige granulierte,
maschinell anwendbare Geschirreinigungsmittel mit einem Gehalt an Gerüstsubstanzen,
Alkalimetallsilikaten, Alkalimetallcarbonaten, Alkalimetallhydroxiden und gegebenenfalls
nichtionischen Tensiden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie 1 bis 30, vorzugsweise
3 bis 15 und insbesondere 5 bis 15 Gewichtsprozent an feinteiliger Trichlorisocyanursäure
in Granulat-oder Prillform mit möglichst kleiner Oberfläche, deren Teichen zu mehr
als 90% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite von 1,6 mm hindurchgehen und zu
mehr als 90% von einem Sieb mit der lichten Maschenweite von 0,2 mm zurückgehalten
werden, und deren laser-raman-spektroskopisch ermittelter Reinheitsgrad bei ≥ 99%
liegt, und 10 bis 40, vorzugsweise 15 bis 30 Gewichtsprozent an granuliertem grobkörnigen
oder prillförmigen Alkalimetallhydroxid mit möglichst kleiner Oberfläche, dessen Teilchen
zu mehr als 70% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite von 1,6 mm und zu weniger
als 10% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite von < 0,2 mm hindurchgehen, enthalten.
[0014] Hier und nachfolgend bedeutet « < »: «kleiner als» und « ≥ »: «gleich oder grösser
als».
[0015] Die erfindungsgemäss eingesetzte feinteilige Trichlorisocyanursäure besass im wesentlichen
folgendes Kornspektrum:

das mittels eines Sieb-Satzes nach DIN 4188 bestimmt wurde. Damit wurden Granulate
eingesetzt, deren Teilchen vorzugsweise zu mehr als 95 Gew.-% und insbesondere zu
mehr als 98 Gew.-% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite von 1,6 mm hindurchgingen
und vorzugsweise zu mehr als 95 Gew.-% und insbesondere zu mehr als 99 Gew.-% von
einem Sieb mit der lichten Maschenweite von 0,2 mm zurückgehalten wurden. Man kann
jedoch auch Trichlorisocyanursäuren einsetzen, deren Teilchen zu mehr als 98 Gew.-%
von einem Sieb mit der lichten Maschenweite von 0,4 mm zurückgehalten werden, wobei
die gesamte Korngrössenverteilung so zu bemessen ist, dass gleichzeitig vorzugsweise
mehr als 55 Gew.-% der Teilchen von einem Sieb mit der lichten Maschenweite von 0,8
mm zurückgehalten werden.
[0016] Der Reinheitsgrad der Trichiorisocyanursäure wurde durch Anwendung der Laser-Raman-Spektroskopie
mit einem Raman-spektrometer, Modell 82 der Firma Cary, und folgenden Messbedingungen
ermittelt (vgl. P.J. Hendra and C.J. Vear in «The Analyst», Vol. 95, April 1970, Seiten
321 ff):
Erregerwellenlänge 647,1 nm (Krypton Laser) Leistung 200 mW
Spektrale Spaltbreite 4 cm-i
Empfindlichkeit 200 counts sec-1 full scale (100).
[0017] Unter den genannten Messbedingungen wurden neben den typischen Banden der Trichlorisocyanursäure
Nebenbanden von Verunreinigungen bei ca. 600, 1060, 1310 und 1680 cm
-1 in einer Intensität von 20 bis 40 Skalenteilen beobachtet.
[0018] Bei einer geänderten Empfindlichkeit von 5000 count sec
-1 für full scale-Ausschlag betrug die Intensität der durch Verunreinigungen vorhandenen
Banden ≥ 1 % der Intensität der Hauptbanden der Trichlorisocyanursäure. Daraus resultiert
ein Reinheitsgrad der wasserfreien Trichlorisocyanursäure von > 99%. Trichlorisocyanursäuren
mit einem Reinheitsgrad von s 97,5% erwiesen sich als für den Einsatz in den erfindungsgemässen
Geschirreinigungsmitteln ungeeignet.
[0019] Die Beschaffenheit der Alkalimetallhydroxide ist von untergeordneter Bedeutung. Besonders
gute, zuverlässige und eindeutige Ergebnisse werden jedoch erzielt, wenn sie als granulierte
Alkalimetallhydroxide mit möglichst kleiner, also möglichst kugelförmiger Oberfläche
der Alkalimetallhydroxidkörner eingesetzt werden. So werden Kalium- und bevorzugt
Natriumhydroxid eingesetzt, und zwar als Grobkorn oder bevorzugt als sogenannte Prills.
Dabei weist das Grobkorn im wesentlichen folgende Korngrössenverteilung auf:

das heisst, vorzugsweise zu mehr als 80 Gew.-% aller Teilchen passieren ein Sieb mit
einer lichten Maschenweite von 1,6 mm und weniger als 10 Gew.-% aller Teilchen passieren
ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,2 mm (Sieb-Satz nach DIN 4188).
[0020] Die erfindungsgemäss bevorzugt eingesetzten Prills haben im wesentlichen folgende
Korngrössenverteilung:

das heisst, die Teilchen sind so gross, dass sie ein Sieb mit 0,2 mm lichter Maschenweite
(Sieb-Satz DIN 4188) nicht mehr passieren.
[0021] Die gesamte Korngrössenverteilung > 0,2 mm wird in der Hauptsache durch die übrigen
pulverbeziehungsweise granulatförmigen Bestandteile der jeweiligen Rezepturen bestimmt.
Zur Vermeidung von Entmischungserscheinungen innerhalb der Produkte ist es vorteilhaft,
grössere Differenzen der Korngrössen bei den einzelnen Bestandteilen zu vermeiden.
[0022] Die erfindungsgemässen Mittel weisen folgende Rahmenrezeptur auf:
1 - 30, vorzugsweise 3 bis 15 und insbesondere 5 - 15 Gewichtsprozent feinteilige
Trichlorisocyanursäure mit möglichst kleiner Oberfläche und einem laser-raman-spektroskopisch
ermittelten Reinheitsgrad ≥ 99%,
10 - 40, vorzugsweise 15 bis 30 Gewichtsprozent feingranulierte Alkalimetallhydroxide
mit möglichst kleiner Oberfläche,
5 - 60, vorzugsweise 20 bis 45 Gewichtsprozent Gerüstsubstanzen,
5 - 50, vorzugsweise 20 bis 40 Gewichtsprozent Alkalimetallsilikate,
5 - 50, vorzugsweise 10 bis 30 Gewichtsprozent Alkalimetallcarbonate sowie
0 - 5, vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gewichtsprozent nichtionische Tenside.
[0023] Als Gerüstsubstanzen können bevorzugt handelsübliche Alkalimetallpolyphosphate mit
einem Molverhältnis von Na
20 oder K
20 zu P
20
5 wie etwa 1 : 1 bis 2 : 1 verwendet werden. Hierzu zählen Natriumtripolyphosphat,
das aus Kostengründen bevorzugt eingesetzt wird, Natriumhexametaphosphat und Natriumpyrophosphat
sowie die entsprechenden Kaliumpolyphosphate. Im Falle der Polyphosphate ist die Teilchengrösse
von keiner besonderen Bedeutung. Man kann daher die im Handel erhältlichen Produkte
verwenden, wobei ihrem Hydratwassergehalt eine untergeordnete Bedeutung zukommt. Die
Polyphosphate können zum Zwecke der Verminderung der durch sie bewirkten Gewässereutrophierung
auch teilweise durch ebenfalls die Calciumhärte des Wassers bindende synthetisch hergestellte
wasserunlösliche, gebundenes Wasser enthaltende Aluminiumsilikate der allgemeinen
Formel

in der Kat ein gegen Calcium austauschbares Kation der Wertigkeit n, vorzugsweise
Natrium, x eine Zahl von 0,7 bis 1,5, vorzugsweise 0,9 bis 1,3 und y eine Zahl von
0,8 bis 6, vorzugsweise von 1,3 bis 4 bedeuten, die ein Calciumbindevermögen von 50
bis 200, vorzugsweise 100 bis 200 mg CaO/g wasserfreier anorganischer Aktivsubstanz
aufweist, ersetzt werden. Derartige Verbindungen sind beispielsweise unter der Bezeichnung
SASIL® von der Firma Henkel KGaA, Düsseldorf bekannt. Sie können, bis zu 60, vorzugsweise
25 bis 50% der Gerüstsubstanzen ausmachen.
[0024] Das Calciumbindevermögen der Aluminiumsilikate wurde in folgender Weise bestimmt:
1 I einer wässrigen, 0,594 g CaC12 (= 300 mg CaO/1 = 30° dH) enthaltenden und mit verdünnter NaOH auf einen pH-Wert
von 10 eingestellten Lösung wird mit 1 g Aluminiumsilikat (auf AS bezogen). Dann wird
die Suspension 15 Minuten lang bei einer Temperatur von 22°C (± 2°C) kräftig gerührt.
Nach Abfiltrieren des Aluminiumsilikates bestimmt man die Resthärte x des Filtrates.
Daraus errechnet sich das Calciumbindevermögen in mg CaO/g AS nach der Formel: (30
- x). 10.
[0025] Bestimmt man das Calciumbindevermögen bei höheren Temperaturen, zum Beispiel bei
60°C, so findet man durchweg bessere Werte als bei 22°C. Dieser Umstand zeichnet die
Aluminiumsilikate gegenüber den meisten der bisher zur Verwendung in Waschmitteln
vorgeschlagenen löslichen Komplexbildnern aus und stellt bei ihrer Verwendung einen
besonderen technischen Fortschritt dar.
[0026] Die verwendeten Alkalimetallsilikate wirken in erster Linie als Korrosionsinhibitoren
für die Metallteile der Geschirrspülmaschinen. Als lösliche Alkalimetallsilikate werden
bevorzugt Natrium- oder Kaliummetasilikate verwendet, bei denen das VerhältnisvonAlkalioxid
: Siliciumdioxid etwa 1 : 0,5 bis 3,5 beträgt. Bevorzugt werden die wasserfreien Silikate
eingesetzt. Auch Disilikate mit einem Verhältnis von Alkalioxid : Siliciumdioxid wie
1 : 2 sind für den Einsatz in den erfindungsgemässen Reinigungsmitteln geeignet.
[0027] Bei den Alkalimetallcarbonaten kommen in erster Linie Natrium- und Kaliumcarbonat
in hydratwasserfreier Form in Betracht. Die Carbonate dienen dabei vorwiegend als
Füllmittel. Sie können gegebenenfalls auch teilweise oder ganz durch entsprechende
Sulfate ersetzt werden.
[0028] Als gegebenenfalls einzusetzende nichtionische Tenside werden solche verwendet, die
sich in Gegenwart von aktivchlorhaltigen Verbindungen und Alkalimetallhydroxiden nicht
zersetzen. Ausserdem werden zweckmässig schwachschäumende Tenside verwendet. Es handelt
sich vorzugsweise um Ethylenoxidaddukte an höhermolekulare Polypropylenglycole der
Molgewichte 900 bis 4000 sowie Addukte von Ethylenoxid beziehungsweise Ethylenoxid
und Propylenoxid an höhere Fettalkohole wie Dodecylalkohol, Palmitylalkohol, Stearylalkohol,
Oleylalkohol oder deren Gemische sowie synthetische, beispielsweise durch Oxosynthese
hergestellte Alkohole der Kettenlängen C
12-C
18 und entsprechende Alkylenoxidaddukte an Alkylphenole, vorzugsweise Nonylphenol in
Betracht. Beispiele für geeignete Anlagerungsprodukte sind das Addukt von 10 bis 30
Gewichtsprozent Ethylenoxid an ein Polypropylenglycol des Molgewichtes 1750, das Addukt
von 20 Mol Ethylenoxid beziehungsweise von 9 Mol Ethylenoxid und 10 Mol Propylenoxid
an Nonylphenol, das Addukt von 5 bis 12 Mol Ethylenoxid an ein Fettalkoholgemisch
der Kettenlängen C
12-C
18 mit einem Anteil an etwa 30% an Oleylalkohol und ähnliche. Diese beispielhafte Aufzählung
stellt keine Beschränkung dar.
[0029] Bei Bedarf können den Geschirreinigungsmitteln auch chlor- und alkalibeständige Farb-
und Duftstoffe zugesetzt werden.
[0030] Die erfindungsgemässen Geschirreinigungsmittel sind einmal durch einfaches Mischen
der pulverbeziehungsweise granulatförmigen Bestandteile in einer üblichen Mischtrommel
hergestellt worden.
[0031] Es können aber auch Granulate hergestellt werden. Hierzu wurde zunächst in üblicher
Weise ein sogenanntes Grundgranulat hergestellt, das die Gerüstsubstanzen, Alkalimetallcarbonate,
Silikate und Tenside enthielt, wobei die meist flüssigen nichtionischen Tenside sowie
eventuell flüssige oder in Wasser gelöste Silikate einzeln oder als Gemisch mit den
flüssigen Tensiden in kontrollierter Weise auf die trockenen bewegten und dadurch
gut gemischten festen Granulatbestandteile aufgesprüht wurden. Als Granulatoren wurden
ein Lödige- und Eirich-Mischer verwendet. Anschliessend wurde dieses Grundgranulat
mit entsprechenden Mengen an granulierter Trichlorisocyanursäure und Alkalimetallhydroxiden
in Form von Prills oder Grobkorn gemischt. Die jeweiligen Korngrössen wurden durch
Siebtrennung erhalten. Um Auftrennungen in einzelne Mischungsbestandteile entgegenzuwirken,
wurden das Grundgranulat, der Chlorträger und die Alkalimetallhydroxide in weitgehend
übereinstimmenden Korngrössen eingesetzt. Das erhaltene Geschirreinigungsmittelgranulat
war locker und freifliessend und backte bei der Lagerung weder zusammen noch zeigte
es nach einem Transportbedingungen simulierenden Rüttelprozess Entmischungserscheinungen.
[0032] Die in den nachstehend angegebenen erfindungsgemässen Beispielen und den Vergleichszusammensetzungen
eingesetzten Trichlorisocyanursäuren I, 11, III und IV sowie NaOH-Grobkorn beziehungsweise
NaOH-Prills wiesen folgenden Reinheitsgrad und/oder Korngrössenverteilung, bestimmt
nach DIN 4188, auf:

Beispiele
Beispiel 1
[0033] 50 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
[0034] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei, 20 Gewichtsprozent NaOH Grobkorn,
[0035] 10 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei, 5 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure
I.
Beispiel 2
[0036] 50 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
[0037] 10 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei, 20 Gewichtsprozent NaOH-Prills,
[0038] 12 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei, 8 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure
I.
[0039] Mit gleichen Mengen wurde ein entsprechendes Mittel mit der erfindungsgemässen Trichlorisocyanursäure
IV hergestellt, das sich ebenso verhielt wie ein Mittel der vorstehend angegebenen
Zusammensetzung.
Beispiel 3
[0040] 44 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
[0041] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei, 20 Gewichtsprozent Natriumhydroxid
Grobkorn,
[0042] 11 Gewichtsprozent Soda wassei frei,
[0043] 10 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I.
Beispiel 4
[0044] 30 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
[0045] 20 Gewichtsprozent Natriummetaphosphat wasserfrei,
[0046] 8 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei, 30 Gewichtsprozent NaOH-Prills,
[0047] 12 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I.
Beispiel 5
[0048] Mischprodukt aus:
50,0 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
15,5 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei,
10,0 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei, 20,0 Gewichtsprozent NaOH Grobkorn,
4,5 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I.
Beispiel 6
[0049] Mischprodukt aus:
42,0 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
16,0 Gewichtsprozent Natriummetasilikat,
9,0 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei,
30,0 Gewichtsprozent NaOH Prills,
3,0 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I.
Beispiel 7
[0050] Granulat aus:
Grundgranulat
33,0 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
8,0 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei, 0,5 Gewichtsprozent nichtionogenes
Tensid,
25,0 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei,
3,5 Gewichtsprozent Wasserglas 37/40, 5,5 Gewichtsprozent Wasser,
und der Zumischung von
20,0 Gewichtsprozent NaOH Grobkorn,
4,5 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I.
Beispiel 8
[0051] Granulat aus:
Grundgranulat
36,3 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat,
20,0 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei,
5,6 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei, 0,4 Gewichtsprozent Paraffinöl,
3,2 Gewichtsprozent Wasserglas,
6,3 Gewichtsprozent Wasser,
und der Zumischung von
25,0 Gewichtsprozent NaOH Prills,
3,2 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I.
Vergleichsversuche
[0052] Zum Nachweis der Beständigkeit der erfindungsgemässen gegenüber handelsüblichen Reinigungsmitteln
mit einem Gehalt an granuliertem Natriumdichlorisocyanurat-Dihydrat wurden folgende
Versuche durchgeführt:
50 kg der nach den Beispielen 1 bis 4 hergestellten Pulver beziehungsweise Granulate
wurden in 60-Liter-Polyethylen-Kunststoffässern, wie sie für den Versand benutzt werden,
abgefüllt und mit Deckeldichtung und Spannring versehen. In Doppelversuchen wurden
die Produkte in diesen Gebinden auf einer Fassheizanlage auf 65 bis 70° C Bodentemperatur
erwärmt. Auf diese Weise konnte der Untersuchungszeitraum auf ein praktikables Mass
reduziert werden. Unter praktischen Anwendungsbedingungen erstreckt sich dieser Zeitraum
sonst von wenigen Tagen bis zu 10 Wochen hin. Der Temperaturverlauf im Inneren der
Gebinde wurde in Abhängigkeit von der Zeit kontinuierlich registriert.
[0053] Selbst nach 200 Stunden bei einer Bodentemperatur von 70°C mit einer Schwankungsbreite
von ± 4°C trat keinerlei Selbstzersetzung ein. Ersetzte man hingegen bei Beispiel
1 die Trichlorisocyanursäure I aktivchlorgehaltsgleich durch granuliertes Natriumdichlorisocyanurat-Dihydrat,
so trat im Doppelversuch bereits nach 14,5 beziehungsweise 12,5 Stunden eine heftig
ablaufende Selbstzersetzung ein. Die Temperatur im Inneren des Produktes stieg auf
etwa 165° bis 170°Can. NachEndederSelbstzersetzung war der Deckel der Gebinde durch
den Hitzeeinfluss wellig geworden und verworfen. Das Produkt selbst war nach Abkühlung
fest und steinhart. Der Aktivchlorgehalt fiel von dem Ausgangswert von 4,55% auf einen
Endwert von 0,43% und war damit völlig unbrauchbar. Unter den gleichen Versuchsbedingungen,
wie vorstehend angegeben, wurde ein Produkt der Zusammensetzung gemäss Beispiel 2
untersucht, hierbei trat die gefürchtete Selbstzersetzung wiederum nicht auf. Bei
Ersatz der Trichlorisocyanursäure I durch einen aktivchlorgehaltsgleichen Anteil an
granuliertem Natriumdichlorisocyanurat-Dihydrat trat bereits nach 7,5 Stunden ein
heftig ablaufender Selbstzersetzungsprozess ein. Die Reaktionsendtemperatur lag bei
220°C. Der Kunststoffmantel des Polyethylenbehälters war durchgeschmolzen und das
Produkt trat aus. Der Aktivchlorgehalt sank von 7,3% bei der frischen Mischung auf
einen Endwert von 0,5%. Selbst der Einsatz von Natriumhydroxid-Prills, die praktisch
frei von Staubanteilen sind, verhinderte die Selbstzersetzung dieses Produktes nicht.
[0054] Entsprechende Versuche mit einer Zusammensetzung beziehungsweise Vergleichszusammensetzung
gemäss Beispiel 3 und 4 führte bei Einsatz von granuliertem Natriumdichlorisocyanurat-Dihydrat
zu einem Beginn der Selbstzersetzung nach 3,5 beziehungsweise 16 Stunden unter Entwicklung
einer Höchsttemperatur von 240° beziehungsweise 185°C.
[0055] Zur Untersuchung des Einflusses des Reinheitsgrades der wasserfreien granulierten
Trichlorisocyanursäure wurden weitere Versuche in der nachfolgend beschriebenen Apparatur
durchgeführt. Ausserdem wurden unter diesen vergleichbaren Bedingungen noch entsprechende
Reinigungsmittel mit handelsüblicher Zusammensetzung geprüft.
[0056] Die Versuchsapparatur bestand aus einem becherförmigen, gläsernen Druckgefäss mit
einem Volumen von 1 Liter, das von einem Heizmantel umgeben war. Dieses Druckgefäss
wurde mit jeweils 1 kg einer der nachfolgend angegebenen Mischungen 1 bis 4 gefüllt
und mit einer Isolierschicht aus Asbestpappe und Steinwolle nach oben hin abgedichtet.
Durch den aufgesetzten, mit einem Gasableitungsstutzen und zwei Messfühlereingängen
versehenen und mittels eines Spannringes mit dem Druckgefäss verbundenen Planschliffdeckel
wurden Temperaturfühler an den Rand des Druckgefässes und in das Zentrum der Mischung
geführt.
[0057] Das Druckgefäss war weitgehend isoliert, so dass ein Wärmeaustausch mit der Umgebung
vermieden wurde. Der Druck im Gefäss wurde durch Ableitung entstehender Gase konstant
gehalten. Zur Initiierung der Selbstzersetzung der pulverförmigen Reinigungsmittelgemische
wurde das Druckgefäss mittels einer regelbaren Mantel- und Bodenheizung auf eine in
Abhängigkeit von der Zusammensetzung jeweils konstante «Basistemperatur» aufgeheizt.
Als sogenannte «Initialzeit» der Selbstzersetzung wurde die Zeitdauer in Minuten ermittelt,
nach dem die selbsttätige Abschaltung der Heizung erfolgte. Das geschah in dem Zeitpunkt,
in dem die Temperatur des Reaktionsgemisches die der Basistemperatur überstieg. Der
Temperaturverlauf in Abhängigkeit von der Zeit wurde mit Eisen/Konstantan-Widerstandsthermoelementen
im Zentrum und in der Nähe des Mantels der Druckgefässe gemessen. Die höchste im Zentrum
des Reaktionsgemisches erreichte Temperatur in Abhängigkeit von der Zeit wurde bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 wiedergegeben.
Versuch 1
[0058] 50 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat
[0059] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0060] 20 Gewichtsprozent NaOH-Grobkorn
[0061] 7 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0062] 8 Gewichtsprozent Na-Dichlorisocyanurat-Dihydrat
Versuch 2
[0063] 50 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat
[0064] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0065] 20 Gewichtsprozent NaOH-Grobkorn
[0066] 7 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0067] 8 Gewichtsprozent Na-Dichlorisocyanurat wasserfrei
Versuch 3
[0068] 50 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat
[0069] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0070] 20 Gewichtsprozent NaOH-Grobkorn
[0071] 7 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0072] 8 Gewichtsprozent K-Dichlorisocyanurat wasserfrei
Versuch 4
[0073] 50 Gewichtsprozent Pentanatriumphosphat
[0074] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0075] 20 Gewichtsprozent NaOH-Grobkorn
[0076] 9 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0077] 6 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I
Versuch 5
[0078] 50 Gewichtsprozent Natriumtriphosphat
[0079] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0080] 20 Gewichtsprozent NaOH-Grobkorn
[0081] 9 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0082] 6 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure 11
Versuch 6
[0083] 50 Gewichtsprozent Natriumtriphosphat
[0084] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0085] 20 Gewichtsprozent NaOH-Prills
[0086] 7 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0087] 8 Gewichtsprozent K-Dichlorisocyanurat wasserfrei
Versuch 7
[0088] 50 Gewichtsprozent Natriumtriphosphat
[0089] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0090] 20 Gewichtsprozent NaOH-Prills
[0091] 9 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0092] 6 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure I
Versuch 8
[0093] 50 Gewichtsprozent Natriumtriphosphat
[0094] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0095] 20 Gewichtsprozent NaOH-Prills
[0096] 9 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0097] 6 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure 11
Versuch 9
[0098] 50 Gewichtsprozent Pentanatriumtriphosphat
[0099] 15 Gewichtsprozent Natriummetasilikat wasserfrei
[0100] 20 Gewichtsprozent NaOH-Prills
[0101] 9 Gewichtsprozent Natriumcarbonat wasserfrei
[0102] 6 Gewichtsprozent Trichlorisocyanursäure 111.
[0103]

[0104] Den in Tabelle 2 wiedergegebenen Versuchsergebnissen ist zu entnehmen, dass die Stabilität
der Reinigungsmittelmischungen (= Reaktionsgemische) in jedem Falle grösser war, wenn
an Stelle von verschiedenen bekannten Alkalidichlorisocyanuraten Trichlorisocyanursäure
eingesetzt wurde (Versuche 4, 5 und 7 bis 9 gegenüber den Versuchen 1 bis 3 und 6)
und dass sie bei Verwendung von Trichlorisocyanursäure mit höherer Reinheit und höherer
Korngrösse anstieg (Versuche 4 und 7 gegenüber den Versuchen 5, 8 und 9).
[0105] Optimale Ergebnisse wurden erhalten, wenn auch NaOH in Form von Prills praktisch
ohne Feinkornanteil < 0,2 mm eingesetzt wird (Versuch 7). Hier wurden Basistemperaturen
von 125°C benötigt, um die Selbstzersetzung in Gang zu bringen.
[0106] Die in den Beispielen 5 bis 8 angeführten Reinigungsmittel wurden jeweils 24 Wochen
lang bei Raumtemperaturen zwischen 17 und 24°C sowie bei 35°C und 70% relativer Luftfeuchtigkeit
im Klimaschrank in wasserdichten Behältern gelagert.
[0107] Die Beispiele 5 bis 8 wurden weiter dahingehend variiert, dass die erfindungsgemäss
eingesetzte Trichlorisocyanursäure (TCIC) «I» mengengleich gegen zwei andere Trichlorisocyanursäuren
«II» und «III» mit jeweils geringem Reinheitsgrad ausgetauscht wurde (Proben 1 bis
4 A/B). Ausserdem wurde die Trichlorisocyanursäure durch entsprechend höhere Mengen
an Kaliumdichlorisocyanurat (KDCIC) sowie an Natriumdichlorisocyanurat (NaDCIC) wasserfrei
und als Dihydrat, die die gleichen Mengen Aktivchlor lieferten, ersetzt. Dafür wurde
der Gehalt an Pentanatriumtriphosphat entsprechend reduziert (Proben 1 - 4 C). Die
Zusammensetzungen der Proben wurden in gleicher Menge wie die der Beispiele 5 bis
8 den angegebenen Lagerbedingungen ausgesetzt. Abschliessend wurde der Aktivchlorgehalt
sämtlicher, unverändert gut rieselfähiger Proben jodometrisch bestimmt. Die nachfolgende
Tabelle 3 zeigt, dass das Lagerverhalten bei Einsatz der Trichlorisocyanursäure I
deutlich besser ist als das der anderen Aktivchlorträger.

1. Alkalische, aktivchlorhaltige granulierte, maschinell anwendbare Geschirreinigungsmittel
mit einem Gehalt an Gerüstsubstanzen, Alkalimetallsilikaten, Alkalimetallcarbonaten,
Alkalimetallhydroxiden und gegebenenfalls nichtionischen Tensiden, dadurch gekennzeichnet,
dass sie 1 bis 30, vorzugsweise 3 bis 15 und insbesondere 5 bis 15 Gewichtsprozent
an feinteiliger Trichlorisocyanursäure in Granulat- oder Prillform mit möglichst kleiner
Oberfläche, deren Teilchen zu mehr als 90% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite
von 1,6 mm hindurchgehen und zu mehr als 90% von einem Sieb mit der lichten Maschenweite
von 0,2 mm zurückgehalten werden, und deren laser-raman-spektroskopisch ermittelter
Reinheitsgrad bei ? 99% liegt, und 10 bis 40, vorzugsweise 15 bis 30 Gewichtsprozent
an granuliertem grobkörnigen oder prillförmigen Alkalimetallhydroxid mit möglichst
kleiner Oberfläche, dessen Teilchen zu mehr als 70% durch ein Sieb mit der lichten
Maschenweite von 1,6 mm und zu weniger als 10% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite
von < 0,2 mm hindurchgehen, enthalten.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie feinteilige Trichlorisocyanursäure
enthalten, deren Teilchen zu mehr als 95 und insbesondere zu mehr als 98 Gew.-% durch
ein Sieb mit der lichten Maschenweite von 1,6 mm hindurchgehen und zu mehr als 95
Gew.-% und insbesondere zu mehr als 99 Gew.-% von einem Sieb mit der lichten Maschenweite
von 0,2 mm zurückgehalten werden.
3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie feinteilige Trichlorisocyanursäure
enthalten, deren Teilchen zu mehr als 98 Gew.-% von einem Sieb mit der lichten Maschenweite
von 0,4 mm und gleichzeitig zu mehr als 55 Gew.-% von einem Sieb mit der lichten Maschenweite
von 0,8 mm zurückgehalten werden.
4. Mittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie grobkörniges Natriumhydroxid
enthalten, dessen Teilchen zu mehr als 80 Gew.-% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite
von 1,6 mm hindurchgehen.
5. Mittel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie prillförmiges Natriumhydroxid
enthalten, dessen Teilchen zu 100 Gew.-% durch ein Sieb mit der lichten Maschenweite
von 1,6 mm hindurchgehen und das keine Teilchen mit einer Grösse < 0,2 mm aufweist.
6. Mittel nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung:
1 - 30, vorzugsweise 3 bis 15 und insbesondere 5 bis 15 Gewichtsprozent feinteilige
Trichlorisocyanursäure in Granulat- oder Prillform mit möglichst kleiner Oberfläche
und einem laser-raman-spektroskopisch ermittelten Reinheitsgrad >_ 99%,
10 40, vorzugsweise 15 bis 30 Gewichtsprozent granulierte Alkalimetallhydroxide mit
möglichst kleiner Oberfläche,
5 - 60, vorzugsweise 20 bis 45 Gewichtsprozent Gerüstsubstanzen,
5 - 50, vorzugsweise 20 bis 40 Gewichtsprozent Alkalimetallsilikate,
2 - 50, vorzugsweise 5 bis 30 Gewichtsprozent Alkalimetallcarbonate sowie
0 - 5, vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gewichtsprozent nichtionische Tenside.
1. Agents de nettoyage de la vaisselle alcalins, renfermant du chlore actif, granulés
et utilisables en machine, ayant une teneur en substances builders, en silicates de
métaux alcalins, en carbonates de métaux alcalins, en hydroxydes de métaux alcalins
et éventuellement en tensioactifs non ioniques, caractérisés en ce qu'ils contiennent
1 à 30, de préférence 3 à 15 et en particulier 5 à 15% en poids d'acide trichloro-isocyanurique
finement divisé sous la forme de granule ou de prill ayant une surface la plus petite
possible, dont les particules à raison de plus de 90% passent à travers un tamis ayant
une largeur de maille nominale de 1,6 mm et sont retenues à raison de plus de 90%
par un tamis ayant une largeur de maille nominale de 0,2 mm et dont le degré de pureté,
déterminé par spectroscopie laser-raman, est de a 99%, et 10 à 40, de préférence 15
à 30% en poids d'hydroxyde de métal alcalin granulé à grain grossier ou sous forme
de prill ayant une surface la plus petite possible, dont les particules à raison de
plus de 70% passent à travers un tamis ayant une largeur de maille nominale de 1,6
mm et à raison de moins de 10% à travers un tamis ayant une largeur de maille nominale
de < 0,2 mm.
2. Agents selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent de l'acide
trichloro-isocyanurique finement divisé dont les particules à raison de plus de 95
et en particulier de plus de 98% en poids passent à travers un tamis ayant une largeur
de maille nominale de 1,6 mm et à raison de plus de 95% en poids et en particulier
de plus de 99% en poids sont retenues par un tamis ayant une largeur de maille nominale
de 0,2 mm.
3. Agents selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent de l'acide
trichloro-isocyanurique finement divisé dont les particules à raison de plus de 98%
en poids sont retenues par un tamis ayant une largeur de maille nominale de 0,4 mm
et en même temps à raison de plus de 55% en poids par un tamis ayant une largeur de
maille nominale de 0,8 mm.
4. Agents selon les revendications 1 à 3, caractérisés en ce qu'ils contiennent de
l'hydroxyde de sodium à grain grossier, dont les particules à raison de plus de 80%
en poids passent à travers un tamis ayant une largeur de maille nominale de 1,6 mm.
5. Agents selon les revendications 1 à 4, caractérisés en ce qu'ils contiennent de
l'hydroxyde de sodium sous forme de prills, dont les particules à raison de 100% en
poids passent à travers un tamis ayant une largeur de maille nominale de 1,6 mm et
qui ne présente pas de particules ayant une dimension de < 0,2 mm.
6. Agents selon les revendications 1 à 5, caractérisés par la composition suivante:
1 - 30, de préférence 3 à 15 et en particulier 5 à 15% en poids d'acide trichloro-isocyanurique
finement divisé sous forme de granulat ou de prill ayant la surface la plus petite
possible et avec un degré de pureté déterminé par spectroscopie laser-raman de k 99%
10 - 40, de préférence 15 à 30% en poids d'hydroxydes de métaux alcalins ayant une
surface la plus petite possible,
5 - 60, de préférence 20 à 45% en poids de substances builders,
5 - 50, de préférence 20 à 40% en poids de silicates de métaux alcalins,
2 - 50, de préférence 5 à 30% en poids de carbonates de métaux alcalins, de même que
0 - 5, de préférence 0,5 à 1,5% en poids de tensioactifs non ioniques.