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EP 0 054 625 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.02.1984 Patentblatt 1984/07 |
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Anmeldetag: 18.09.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: F04B 39/12 |
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Laufflächen in Kolbenmaschinen
Sliding surfaces in piston machines
Surfaces de glissement dans des machines à piston
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
19.12.1980 DE 3047978
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.1982 Patentblatt 1982/26 |
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Anmelder: WABCO Westinghouse Fahrzeugbremsen GmbH |
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D-30453 Hannover (DE) |
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Erfinder: |
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- Meise, Gunther
D-3012 Langenhagen 6 (DE)
- Unger, Herbert
D-3257 Springe 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schrödter, Manfred, Dipl.-Ing. |
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WABCO Westinghouse Fahrzeugbremsen GmbH
Postfach 91 12 80 30432 Hannover 30432 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft die Laufflächen von aus Kolben und Zylindern bestehenden Kolbenmaschinen,
insbesondere Luftpressern, gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei Kolbenmaschinen haben sich für die Friktionspartner Zylinder und Kolben Aluminium-Legierungen
überall dort durchgesetzt, wo Wert auf geringes Gewicht, eine gute Wärmeableitung
und eine wirtschaftliche Grossfertigung mit Hilfe des Kokillen- und Druckgussverfahrens
gelegt wird.
[0003] Die Verwendung von nur aus Aluminium-Grundmaterialien bestehenden gleichartigen Friktionspartnern,
bei deren Einsatz hohe Belastungen und grosse Gleitgeschwindigkeiten auftreten, kann
zu einem schnellen Materialverschleiss und zu Kolbenfressern führen.
[0004] Aus diesem Grund empfiehlt sich, dass die in der Regel aus eutektischen oder übereutektischen
Aluminium-Legierungen bestehenden Zylinder von den in der Regel aus einer eutektischen
Aluminium-Legierung bestehenden, in Kokillen-oder Druckguss hergestellten Kolben durch
Beschichtung einer Lauffläche getrennt werden.
[0005] In der MTZ Motortechnische Zeitschrift Nr. 2/1973 sind in dem Artikel «Unbewehrte
Aluminium-Zylinder für Verbrennungsmotoren» derartige Beschichtungsverfahren beschrieben.
Ebenso ist ein spezielles Verfahren dieser Art in der MTZ Nr. 2/1974 in dem Artikel
«Alusil-Zylinder und Ferrocoat-Kolben für den Porsche-Motor 911 » veröffentlicht.
[0006] Bei Verwendung von übereutektischen Legierungen als Zylindermaterial ist es üblich,
den beispielsweise aus Kokillen-Aluminium bestehenden Friktionspartner Kolben zu beschichten,
um eine Trennung der Grundmaterialien zu erzielen. Diese Trennung wird durch die Verwendung
von Eisen-, Chrom-, Nickelschichten oder durch die Verwendung von sogenannten Gleitlacken
mit MOS 2 oder Graphitbestandteilen erreicht.
[0007] Weiterhin ist bekannt, dass statt des Kolbens der Zylinder in entsprechender Weise
beschichtet wird, was jedoch grössere Kosten verursacht.
[0008] Es entspricht weiterhin der derzeitigen Praxis, dass die aus den genannten Legierungen
gegossenen Leichtmetallzylinder anschliessend chemisch geätzt werden müssen, damit
die Siliziumbestandteile zur Bildung eines widerstandsfähigen Traggerüstes freigelegt
werden.
[0009] Alle beschriebenen Beschichtungsverfahren sind verhältnismässig kostspielig und verfahrenstechnisch
zum Teil schwierig.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lauffläche der eingangs genannten
Art und ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Lauffläche. zu schaffen, welche
bei hohen Laufgeschwindigkeiten und hohen Belastungen höchsten Ansprüchen in bezug
auf Verschleissfestigkeit und Hitzebeständigkeit genügen.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführte Erfindung gelöst.
[0012] Der in Kunstharzlack gebundene oxidkeramische Werkstoff, der vorzugsweise Aluminiumoxid
(AI
20
3) und gesintertes Zirkonoid (Zr0
3) enthält, bewirkt eine hohe Verschleissfestigkeit, wobei sich durch die Verbindung
dieser beiden Materialien eine Elastizität ergibt, welche eine Einbettungsfähigkeit
von Fremdkörpern gewährleistet. Weiterhin ergibt die Beschichtung einen idealen Haftgrund
für die benetzenden Schmiermittel. Die Verschleissfestigkeit lässt sich in ihrer Grösse
beeinflussen, indem die Feststoffanteile mengenmässig unterschiedlich eingesetzt werden
können.
[0013] Die im Patentanspruch 1 genannten Materialien sind an sich aus der DE-A- 2703414
und US-A- 3 975 568 zur Verwendung für verschleissgefährdete Maschinenbauteile bekannt.
Sie wurden jedoch lediglich im Giessverfahren verwendet.
[0014] Die Beschichtung erfolgt durch Auftragen mittels einer unter Druck stehenden Spritzeinrichtung.
Da nur einer der beiden Friktionspartner beschichtet wird, bietet sich aufgrund des
geringeren Arbeitsaufwandes der Kolben an.
[0015] Nach dem Auftragen des Materials, was vorteilhaft in einer solchen Stärke erfolgt,
dass die fertige Beschichtung eine Dicke von 20 bis 40
ILm, insbesondere von 30
ILm aufweist, wird der Kolben etwa eine Stunde lang in einem Trockenofen mit einer
Temperatur von über 200°C, insbesondere von 220°C getrocknet, wobei ein chemischer
Verwandlungsprozess die gewünschte Eigenschaft der Oberfläche bewirkt. Ein anschliessendes
Bearbeiten der Oberfläche ist nicht erforderlich.
1. Lauffläche für eine aus mindestens einem Kolben und mindestens einem Zylinder bestehende
Kolbenmaschine, insbesondere für einen Luftpresser, wobei wenigstens die Aussenwandung
des Kolbens und/oder die Innenwandung des Zylinders aus einer Aluminium-Legierung
besteht, und die Lauffläche des Kolbens und/oder des Zylinders eine Beschichtung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung aus einem auf Epoxidharzbasis hergestellten
Lack und aus einem darin beigemengten oxidkeramischen Werkstoff besteht.
2. Lauffläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der oxidkeramische Werkstoff
Aluminiumoxid (AL203) und gesintertes Zirkonoid (Zr03) enthält.
3. Lauffläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstärke des
Beschichtungsmaterials zwischen 20 und 40 µm beträgt.
4. Lauffläche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstärke 30
ILm beträgt.
5. Verfahren zur Herstellung einer Beschichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
folgende Merkmale:
a) das aus Lack und oxidkeramischem Werkstoff bestehende Beschichtungsmaterial wird
unter Druck aufgespritzt;
b) das beschichtete Teil wird in einem Wärmeofen mit einer Temperatur von über 200°C
getrocknet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung im Wärmeofen
etwa eine Stunde beträgt und bei etwa 220°C vorgenommen wird.
1. Running surface for a piston engine comprising at least one piston and at least
one cylinder, especially for an air compressor, in which at least the external wall
of the piston and/or the internal wall of the cylinder comprises an aluminium alloy
and the running surface of the piston and/or of the cylinder has a coating, characterised
in that the coating consists of a lacquer prepared on the basis of an epoxy resinwith
an oxide ceramic material mixed into it.
2. Running surface according to claim 1, characterised in that the oxide ceramic material
contains aluminium oxide (AL203) and sintered zirconium oxide (Zr03).
3. Running surface according to claim 1, characterised in that the thickness of the
coating material is between 20 and 40 pm.
4. Running surface according to claim 3, characterised in that the thickness of the
material is 30 µm.
5. Process for the manufacture of a coating according to claim 1, characterised by
the following features:
a) the coating material comprising lacquer and oxide ceramic material is sprayed on
under pressure;
b) the coated portion is dried in a heating furnace at a temperature of greater than
200°C.
6. Process according to claims 5, characterised in that the drying in the heating
furnace lasts approximately 1 hour and is carried out at approximately 220°C.
1. Surface de frottement pour une machine à piston comprenant au moins un piston et
au moins un cylindre, en particulier pour un compresseur de frein, où au moins la
paroi externe du piston et/ou la paroi interne du cylindre est en alliage d'aluminium
et la surface de frottement du piston et/ou du cylindre porté un revêtement, caractérisée
en ce que le revêtement est formé d'un vernis à base de résine époxyde additionnée
d'un matériau de céramique oxydée.
2. Surface de frottement selon la revendication 1, caractérisée en ce que le matériau
de céramique oxydée contient de l'alumine (AL203) et du zirconoïde (Zr03) fritté.
3. Surface de frottement selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'épaisseur
du revêtement est comprise entre 20 et 40 µm.
4. Surface de frottement selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'épaisseur
du revêtement est de 30 µm.
5. Procédé pour réaliser un revêtement selon la revendication 1, caractérisée en ce
qu'il consiste:
a) à pulvériser le matériau de revêtement, formé de vernis et de matériau de céramique
oxydée, sous pression sur la surface à revêtir; et
b) à sécher la pièce dont la surface a ainsi été revêtue dans un four à une température
supérieure à 200°C.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'on effectue le séchage
au four pendant environ 1 h et à une température d'environ 220°C.